Antimonotheismus – Schlüssel zum Verständnis des Rechtsextremismus?

10. Dezember 2008 | Von | Kategorie: Odins Auge Artikel

Es ist ärgerlich, wenn Neuheidentum mit rechtsradikalem bzw. rechtsextremem Denken gleichgesetzt wird – und besonders ärgerlich ist es, wenn das nicht etwa ein Boulevardjournalist, sondern ein ausgewiesener Kenner des Rechtsextremismus schreibt. Als nicht-rechter Neuheide sollte man in solchen Fällen aber ruhig im Geiste einen Schritt zurücktreten und sich zwei Fragen stellen:

  • Sind wirklich „wir“ mit „Neuheiden“ gemeint?
  • Ist für etwas, das man gegebenenfalls als „Neuheidentum“ bezeichnen könnte, rechtsextremes Denken charakteristisch?

(Womit nicht die Vorliebe von Nazis und anderen „Deutschvölkischen“ für „germanische“ Symbolik und „germanischen“ Mystizismus gemeint ist.)

antireligiös

Ein Aufsatz, bei dem es sich lohnt, diese Fragen zu stellen, erschien in der „Zeit“ und ist auch im „Netz gegen Nazis“ zu finden: Neue Heiden hat das Land.

Der Text enthält keine neuen Fakten, dafür eine nützliche Gesamtschau, eine kleine Orientierungshilfe, ohne die selbst politisch interessierte Bürger oft den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen können. Alles in allem ist er ein guter, wenn auch leider kein sehr guter, Aufsatz über rechtsextremes Denken.

Was ihn aus der Fülle ähnlicher Artikel heraushebt, ist Thomas Assheuers zentrale These:

Wenn nicht alles täuscht, dann steckt im – fast durchgängigen – Hass auf den Monotheismus der Schlüssel zum Verständnis des rechtsradikalen Weltbildes.

Die beiden eingangs gestellten Fragen lassen sich, vorausgesetzt, man behält einen kühlen Kopf, im Falle von „Neue Heiden hat das Land“ leicht beantworten:
Auf den ersten Blick ist der Aufsatz für uns Ásatrúar ärgerlich, denn es sieht so aus, als ob er Heidentum und Rechtsextremismus gleichzusetzen würde. Auf den zweiten Blick wird allerdings klar, dass Assheuer gar nicht uns demokratisch gesonnenen Heiden meint, wenn er von „neuen Heiden“ spricht. Er meint Rechtextremisten, vor allem solche aus dem Lager der „Neuen Rechten“, in deren Weltanschauung der Antimonotheismus, der Hass auf die drei abrahamitischen „Wüstenreligionen“, eine zentrale Rolle einnimmt. Damit ist auch die zweite Frage beantwortet:
In Assheuers Aufsatz ist der Begriff „Neuheidentum“ gleichbedeutend mit Antimonotheismus, der wiederum zentrales Element im rechtsradikalen Denken ist.

Bevor ich näher auf die zentrale These Assheuers eingehe, noch etwas zur Person. Der „Zeit“-Redakteur Thomas Assheuer begreift nach eigenen Angaben einen aufgeklärten Katholizismus als seine geistige Heimat, und hält ein tolerantes, aufgeklärtes Christentum in einer demokratischen Gesellschaftsordnung für den historischen Idealfall. Er studierte Literaturwissenschaft und Philosophie und gilt als Schüler Jürgen Habermas’.
Assheuers Weltbild ist, wie es sich für einen Philosophen und Habermas-Schüler auch gehört, keineswegs simpel nach dem Gut-Böse-Schema gestrickt, das in einigen Artikeln im „Netz gegen Nazis“ unangenehmen präsent ist. Ein Drittes zwischen „christlichem und aufgeklärt-bürgerlichem Abendland“ und „antichristlicher Barbarei“ ist ihm keineswegs fremd – z. B. lehnt er den von Huntington an die Wand gemalten “Kampf der Zivilisationen“ ab: Eine sehr gefährliche Falle.

Assheuers Haltung zum „echten“ Heidentum, also dem Polytheismus, wird recht gut aus diesem älteren Aufsatz aus der „Zeit“ deutlich, in dem er auf die umstrittenen Thesen des Ägyptologen Assmann zur „mosaischen Unterscheidung“ eingeht: Hinter dem Rücken des einen Gottes. Außerdem wird in diesem Aufsatz deutlich, wieso Assheuer den Antimonotheismus beargwöhnt.

Denke ich mich in die Position Assheuers hinein, dann ist die „braune Barbarei“ ist ein geschworener Feind der aufgeklärt christlichen, demokratischen, egalitären Gesellschaft. Um extreme Nationalisten, Demokratiefeinde und Rassisten, die ihre Ideologie mit Angriffen auf die „Wüstenreligionen“ unterfüttern, muss man sich kümmern. Nicht-demokratiefeindliche Heiden mit liberalem Weltbild sind bei der Auseinandersetzung mit rechtsextremem Denken hingegen so wenig relevant, wie z. B. tibetische Buddhisten oder westafrikanische Vodun-Anhänger.
Dass Assheuer wenig vom Polytheismus hält, ist in diesem Zusammenhang nebensächlich.

Man sollte auch im Auge behalten, dass Assheuer einen journalistischen Text schrieb, bei dem Vereinfachungen und eingängige Formulierungen angemessen sind. In einem wissenschaftlichen Text wäre z. B. diese Stelle angreifbar:

Rechte und rechtsextreme Intellektuelle wissen, dass sie in der »bürgerlichen Mitte« noch keinen Stiefel auf den Boden bekommen.

Man könnte Assheuer aufgrund dieses Zitates unterstellen, dass er nicht wüsste, dass rechtsextreme Einstellungen durch alle gesellschaftlichen Gruppen hindurch vertreten werden. Oder darüber, dass die rechten und rechtsextremen Intellektuellen nicht unter „Stiefelnazis“ zu suchen sein dürften.
Das ist, da Assheuer sich seit Jahren mit dem Rechtsextremismus auseinandersetzt, natürlich absurd – der „Stiefel“ ist eine gängige Metapher für militaristisches Denken.
Es stimmt auch, dass die rechtsextremen Intellektuellen es, anders als etwa zur Zeit der Weimarer Republik, bisher nicht geschafft haben, ihre anti-liberale, anti-universalistische und stramm nationalistische Ideologie in den Mainstream-Medien, in den etablierten Parteien (von rechtpopulistischen Wahlkämpfern in den Unionsparteien abgesehen), an den Hochschulen oder auch den Unternehmerverbänden zu etablieren.

Rechter Antimonotheismus – ein erweiterter Antisemitismus
Zunächst erläutere ich, wie ich den Begriff „Antimonotheismus“ verstehe. Dabei unterscheide ich zwei Typen:

  • den rechtsextremen Antimonotheismus
    und
  • den religionskritischen Antimonotheismus.

Den Antimonotheismus der Rechtsextremisten halte ich für eine Form des Antisemitismus, erweitert auf die beiden Weltreligionen Christentum und Islam, die als bloße Ableger des Judentums gesehen werden. Der Begriff Antimonotheismus bezieht sich hier auf die drei abrahamitischen bzw. mosaischen monotheistischen Religionen, nicht auf alle Ein-Gott-Religionen.

Der Antisemitismus ist ein zentrales Merkmal der meisten fundamental-nationalistischen – sprich rechtsextremen – Weltanschauungen. Damit ist er auch ein Bindemittel unterschiedlichster rechtsextremer Bewegungen über weltanschauliche und nationale Grenzen hinweg. Der Antisemitismus ist der gemeinsame Nenner zwischen „nationalen Sozialisten“ und „Nationalkonservativen“, zwischen „christlichen Ariern“ , neugermanischen „Blut- und Boden“-Fanatikern, neurechten Neuheiden, „braunen Esoterikern“, „deutschgläubigen“ und ungläubigen Neonazis – und manchmal sogar islamofaschistischen Islamisten. In den Ideologien aller dieser sehr verschiedenen Organisationen nimmt der Antisemitismus eine dominante Stellung ein.
In aller Regel tritt Antisemitismus in Form des Weltverschwörungsdenkens auf, religiös begründeter Antijudaismus oder auch „Rasse“-Antisemitismus ist in den Schriften und auf den Websites rechtsextremer Organisationen weitaus seltener zu finden. Diese antisemitischen Verschwörungstheorien hängen sich inhaltlich oft mehr oder weniger deutlich an die „Protokolle der Weisen von Zion“ an. Nicht immer sind es „Glaubensjuden“, die in der rechtsextremen Weltsicht alles Böse in der Welt anzetteln – bei eher „esoterisch“ gefärbten Rechtsextremen können es z. B. auch die „Illuminaten” sein. (1)

„Nationale Sozialisten“ bevorzugen den Begriff „Ostküste” – gemeint ist der Nordosten der USA um New York City, in dem sich sowohl das Bankenwesen wie die großen alten Industriellenfamilien der USA konzentrieren, und der außerdem eine Hochburg des intellektuellen Lebens wie des Judentums der USA ist. (2) Im Weltbild der „nationalen Sozialisten“ sind amerikanisches Großkapital, amerikanische Wissenschaft, amerikanische Politik, amerikanische Medien und (last but not least) amerikanische Juden, die das Bindeglied zwischen den amerikanischen Eliten bilden, untrennbar miteinander verbunden. Die Juden beherrschen die „Ostküste“, die „Ostküste“ beherrscht die USA, und die USA beherrschen den kapitalistischen Westen.
Auch wenn nicht alle Rechtsextremisten diesen antikapitalistischen Ansatz teilen, bildet doch der Antiamerikanismus einen weiteren gemeinsamen Nenner rechtsextremer Gruppen.
Meistens wird der Antisemitismus als bloßer Antizionismus verbrämt – wobei gern alle Juden, egal wo sie leben oder wie sie zum Zionismus stehen, für die Taten der israelischen Regierung oder der israelischen Armee „mitverantwortlich“ gemacht werden. (3)

Rechtextremisten neigen dazu, den Liberalismus und die westliche Demokratie als Produkte des „Judäo-Christentums“ anzusehen. Nicht alle gehen dabei so weit wie die alten Nazis, die sogar das Gewissen für eine „jüdische Erfindung“ hielten.(4) Allerdings wird der Gedanke der Gleichheit aller Menschen und die Idee der universellen Menschenrechte, für die es weder rassisch überlegene „Übermenschen“ noch „das Recht des Stärkeren“ noch „lebensunwertes Leben“ gibt, in diesen Kreisen gern „den Juden“ zugeschrieben.

Dieser „antikapitalistische“ bzw. „politische“ Antisemitismus gerät, wie der Rassenantisemitismus (auf den er, auch wenn es bestritten wird, letzten Endes zurückgeht) zwangsläufig in Konflikt mit dem Christentum. Dieser Konflikt entsteht dadurch, dass diese Antisemiten es als ihr Ziel betrachtet, die Menschheit von jüdischen Einflüssen zu befreien – anders etwa als christliche und muslimische Antisemiten, die ihre jeweilige Religion als Nachfolger der jüdischen Religion sehen. Wer aber die Welt vom „jüdischen Geist“ befreien will, steht vor dem Problem, dass die Bibel ein „Produkt jüdischen Denkens“ ist, denn beide Testamente sind zur Gänze von Juden verfasst.

Einige Rasseantisemiten (bzw. verbrämte Nachfolger), darunter die meisten „alten“ Nazis, versuchen Anschluss an ein „positives Christentum“ (Hitler) zu finden:

  1. Erstens durch einen Kampf gegen das Alte Testament zugunsten des Neuen.
  2. Zweitens, nach „altbewährtem“ christlich-antijüdischem Vorbild, durch eine antisemitische Deutung der Evangelien.
  3. Drittens durch die These von der „arischen“ Herkunft Christi.

Nur der dritte Ansatz ist für rassenantisemitisch Denkende wirklich befriedigend. Allerdings ist es so gut wie unmöglich, einen „arischen“ Christus und ein nichtjüdisches Frühchristentum für jemanden, der einige Bibelkenntnisse und etwas historische Bildung hat, auch nur halbwegs plausibel erscheinen zu lassen. Weshalb denn sogar Hitler, der von der Idee, ein germanisches Neuheidentum einzuführen, wenig hielt, nach dem „Endsieg“ die im Großen und Ganzen dem Nazistaat gegenüber loyalen christlichen Kirchen „ausschalten“ wollte. (5) Langfristig hätte es dann keine lästigen Bibelkenntnisse mehr gegeben, die einem „Deutschen Gottglauben“ noch im Wege gestanden hätten.

Ein „neuheidnischer“ Ansatz, ob in der Form eines ariosophischen Monotheismus, eines „völkischen“ und mehr oder weniger polytheistischen Germanenglaubens, oder als pantheistischer Glaube an „Weltgeist“, Schicksalsmächte oder „Vorsehung“ – ist da konsequenter und plausibler. Jedenfalls war die Forderung der Neuheiden unter den Nazis, die christliche Weltanschauung zu ersetzen und so den biblisch-jüdischen Geist aus Deutschland zu verdrängen, ungleich klarer und logischer als die eher albernen Versuche christlicher Rassenantisemiten, das Christentum von jüdischen Einflüssen zu befreien. Auch eine atheistische Weltanschauung verträgt sich besser mit dem Rassenantisemitismus (und seinen verbrämten Abkömmlingen) als das „positive Christentum“ der Mehrheit der alten Nazis, obwohl der „kalte“, rationale und immer unter Marxismus- bzw. Bolschewismusverdacht stehende Atheismus unter Nazis wenig Anklang fand und findet

Wie auch immer: Eine konsequent rassenantisemitische Ideologie ist nicht nur antijüdisch, sondern auch antichristlich.
Wenn auch noch anti-islamisches Denken bzw. „Islamophobie“ hinzukommt, ist das „Vollbild“ des Antimonotheistismus auch ohne weitere ideologische Einflüsse, etwa des „politischen“ Antimonotheismus neurechter Denkart, komplett.

Wie man sieht, kann man sogar dann Antimonotheist (im Sinne des erweiterten Antisemitismus) sein, wenn man sich selbst für einen Christen hält. In den Monotheismus auf ariosophischer Grundlage ist der Antimonotheismus sogar gleich „eingebaut“.(6)

Der Antimonotheismus bzw. der erweiterte Antisemitismus äußert sich in dem leider nicht nur unter ausgesprochenen Rechtsextremisten weit verbreiteten Feindbild „Wüstenreligion“. Dahinter steckt die unzutreffende Vorstellung, die monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam seinen in der Wüste entstanden, also unter völlig anderen, lebensfeindlichen, Umweltbedingungen, als die heidnischen „Feld, Wald und Wiesen”-Religionen des vorchristlichen Europas. Schon wegen ihrer sich aus der Wüsten-Herkunft erklärbarer Lebens- und Leibfeindlichkeit würden diese Religionen nicht nach Europa passen, sondern wären stets kulturfremde, von den Kirchen aufgezwungene, Religionsimporte gewesen.

Religionskritischer Antimonotheismus
Nicht mit diesem antisemitischen Antimonotheismus zu verwechseln ist der Antimonotheismus aus Religionskritik – auch wenn einige seiner Anhänger Antisemiten sind.
Dieser Antimonotheimus war ursprünglich ein Kind der Aufklärung und keineswegs “rechts”. Er richtete sich ursprünglich nicht gegen die Juden, sondern gegen die christlichen Kirchen. Ein typischer früher Antimonotheist dieses Typs war Voltaire. (7)
Kern dieses Antimonotheismus war die Beobachtung, dass Glaubenskriege eine „Spezialität“ des Christentums und des Islams wären. Hinzu kam die historische Erkenntnis, dass polytheistische Religionen „fremde Götter“ tolerieren – jedenfalls in den meisten Fällen. Damit ist die Vorstellung eines toleranten heidnischen Altertums und eines intoleranten christlichen Mittelalters verbunden.
Das Grundproblem des Monotheismus ist die Unterscheidung zwischen “wahrer” und “falscher” Religion, “wahrem” Gott und jeder Menge “falscher Götter”. Der Monotheismus ist deshalb im Kern intolerant – was allerdings nicht bedeutet, dass ein Monotheist automatisch religiös intolerant sein muss, so, wie ein Polytheist nicht automatisch religiös tolerant ist. (8)
Damit einher ging die Entwicklung eines absoluten Wahrheitsbegriffes, der tief in das kulturelle Gedächtnis des modernen Menschen eingegangen ist. Allerdings ist der absolute Wahrheitsbegriff, der meistens zusammen mit einem streng dualistischen Weltbild auftritt („gut – böse“, „schwarz – weiß“, „wahr – falsch“) nicht allein den monotheistischen Religionen zuzuschreiben: die aristotelische Logik, die Gnostik, dualistische Religionen wie der Zoaristismus und vor allem der Manichäismus prägten das Weltbild des Christentums und der Islams mit. Im Judentum gab es ursprünglich keinen Dualismus, jedoch einen Wahrheitsanspruch der religiösen Gesetze.
Mit dem Kirchenlehrer und Philosophen Augustinus (354 – 430) wurden absoluter Wahrheitsanspruch, dualistisches Schwarz-Weiß-Denken, und die Idee der Erbsünde feste Bestandteile der christlichen Weltanschauung.
Es entbehrt nicht der Ironie, dass der Antimonotheismus sich genau diesen absoluten Wahrheitsbegriff in Verbindung mit dualistischem Denken zueigen machte: “Der Monotheismus ist an allem Schuld”. Ein typischer Antimonotheist neigt dazu, sich die polytheistische antike Welt als eine Idylle der religiösen Toleranz vorzustellen, und zu vergessen, dass es Formen der religiösen Intoleranz gibt, die nichts mit „falschen Göttern“ oder „falschem Glauben“” zu tun haben.
Besonders scharfe Formen nahm der religionskritische Antimonotheimus bei Friedrich Nietzsche an.(9) Nietzsche lehnte die „jüdische Sklavenmoral“, die auf das Christentum übergegangen sei, ab. Wobei Nietzsche im Übrigen Antisemitismus für eine Dummheit hielt und auch sonst entschieden anti-antisemitisch argumentierte. Dennoch nimmt Nietzsches Christentumskritik eine Brückenfunktion zwischen dem Antimonotheismus aus Religionskritik und dem antisemitischen „Antimonotheismus“ der Rechtsextremen ein.

Nur wenige religionskritische Antimonotheisten sind Heiden im eigentlichen Sinne, also Polytheisten. Es überwiegen unter ihnen Agnostiker und Atheisten.

Es ist gar nicht so selten, dass der rechte Antimonotheismus als „erweiterter Antisemitismus“ Argumente des religionskritischen Antimonotheismus aufgreift. Noch häufiger kommt es vor, dass religionskritische Antimonotheisten antijüdische Ressentiments hegen. Dennoch ist religionskritischer Antimonotheismus keine Ursache für den rechtsextremen Antimonotheismus.

Antimonotheismus – Teil 2

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4 Kommentare
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  1. […] Phantasien waren und sind mörderisch ernst gemeint. Ob dann der eine oder andere Nazi auch noch Antimonotheist, sprich aufs Christentum erweiterter Antisemit ist, setzt dem Ganzen “nur” ein letztes […]

  2. […] so ist, thematisierte ich bereits unter Gute Mitte – böse Ränder, auch in meinem Aufsatz Antimonotheismus – Schlüssel zum Verständnis des Rechtsextremismus? ging ich darauf ein.) Zuerst ist es sinnvoll, entgegen dem eindimensionalen Modell “gute […]

  3. […] Dass es Rechtsextremisten gibt, die sich klar von Neonazis und anderen “völkisch” gesonnenen “kackbraunen Kameraden” abgrenzen, ist nichts Neues – die Neue Rechte gibt es schließlich schon seit den den 1970er Jahren. Tatsächlich erkennt man z. B. im antiislamischen Forum “PI” deutlich “neurechte” Denkfiguren wieder. Auch der Attentäter von Oslo und Utøya dachte deutlich in neurechte Bahnen. Der Unterschied zu der “klassischen” Neue Rechten, etwa im Sinne Alain de Benoist besteht darin, dass die “herkömmliche” Neue Rechte sich deutlich auf ein Neuheidentum bezieht, und einen im Kern antisemitischen Antimonotheismus kultiviert. (Hierzu: Antimonotheismus – Schlüssel zum Verständnis des Rechtsextremismus?) […]

  4. […] für die Zurückdrängung der Juden auf kulturellem, politischem und wirtschaftlichem Gebiet.Der politische Antisemitismus war mit der scheinwissenschaftlichen Behauptung von der geistigen und … Juden auf kulturellem, politischem und wirtschaftlichem Gebiet. WordPress › […]

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