Beiträge zum Stichwort ‘ philosophie ’

Die Grenzen der Toleranz – Warum wir die offene Gesellschaft verteidigen müssen

26. Oktober 2017 | Von | Kategorie: Termine

Vortrag und Diskussion mit Dr. Michael Schmidt-Salomon in Laufersweiler (Hunsrück) in der ehemaligen Synagoge Laufersweiler. Die offene Gesellschaft hat viele Feinde. Die einen streiten für »Allah«, die anderen für die Rettung des »christlichen Abendlandes«, letztlich aber verfolgen sie das gleiche Ziel: Sie wollen das Rad der Zeit zurückdrehen und vormoderne Dogmen an die Stelle individueller […]



Nichts geht ohne Strukturen – aber Struktur ist nicht alles

28. Juni 2017 | Von | Kategorie: Odins Auge Artikel, Ætt Feature

Personen verschwinden, Strukturen bleiben Was haben (fast alle) Boulevardjournalisten und (viel zu viele) Antifa-Gruppen gemeinsam? Sie personalisieren gerne. „Personalisieren“ im Sinne der Politikdidaktik. (Die Politikdidaktik beschäftigt sich, grob gesagt, mit der Methodik politischer Bildung.) Politische Vorgänge werden dabei auf einzelne individuelle Akteure heruntergebrochen. In der Geschichtsschreibung lässt sich „Personalisierung“ mit dem Schlagwort „Große Männer machen […]



Wann Fleiß eine Sünde und Faulheit eine Tugend ist

3. Januar 2015 | Von | Kategorie: Kultur & Weltbild, Ætt Feature

Heidnische Gedanken zu einem christlichen Gedankenkonstrukt Vor einigen Monaten schrob ich einen kleinen Text über Tacitus und die faulen Germanen. Darin erwähnte ich kurz, dass in der Antike Faulheit zwar keine geschätzte Eigenschaft war, allerdings auch keine verachtenswerte Todsünde. Dolce far Niente (Gemälde von John William Waterhouse, 1880) Schon in der Antike warfen Reiche ihren […]



Mit dem Wohlstand kamen die moralischen Religionen

16. Dezember 2014 | Von | Kategorie: Wissenschaft

Die heutigen Religionen sind ein Phänomen des Wohlstandes. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie. („Increased Affluence Explains the Emergence of Ascetic Wisdoms and Moralizing Religions“ von Nicolas Baumard und Kollegen, veröffentlicht in der Fachzeitschrift „Current Biology“.) Betrachtete man die heutigen Weltreligionen, scheint es beinahe selbstverständlich, sie mit Selbstdisziplin, Askese und Verzicht – kurz: mit […]



Ásatrú und Naturalismus gehen zusammen – „Aufgeklärtes Heidentum“ von Andreas Mang

2. April 2014 | Von | Kategorie: Sach- und Fachbücher

Andreas Mang: Aufgeklärtes Heidentum Philosophie, Konzepte, Vorstellungen Eigenverlag von Andreas Mang, 2012, ISBN 978-1479279944 Andreas Mang ist Naturalist, geht also davon aus, dass alles in der natürlichen Welt den Naturgesetzen unterliegt. Das ist, vorsichtig gesagt, keine unter Heiden besonders übliche Weltsicht. Anderseits „funktionieren” Ásatrú und ähnliche polytheistische Weltauffassungen, anders als die meisten Religionen, auch unter […]



Jenseits des dualen Systems, oder: Triquetrische Gedanken

20. September 2013 | Von | Kategorie: Kultur & Weltbild, Ætt Feature

Wir haben gelernt, linear und dual zu denken. Linear, wie die Zeitschiene verläuft, die wir alle im Kopf haben, wenn wir an „Geschichte“ denken. An damals und heute. An Epochen. An Ursache und Wirkung in ihrer unerbittlichen Konsequenz. Dual, wie wir unterscheiden – und damit scheiden – zwischen gut und böse, richtig und falsch. Das […]



Fremde alte Welten – Teil 1: Griechenland, antik

18. Mai 2012 | Von | Kategorie: Kultur & Weltbild

Ein Gespräch in einem griechischen Restaurant Es ist schon über 10 Jahre her, da sprach Klaus N. Frick, Chefredakteur der Science-Fiction-Romanserie Perry Rhodan (und irgendwie immer noch ein Punk) eine wichtige, desillusionierende und gern verdrängte Tatsache über die Science Fiction und ihre Leser aus. Mit der oft behaupteten Offenheit der SF-Fans für „seltsame Lebensformen und […]



„Mythos“ – Annäherung an einen Begriff

20. Januar 2011 | Von | Kategorie: Kultur & Weltbild

„Mythos“ kommt aus dem Altgriechischen, und bedeutet schlicht: „Erzählung“. Für Platon ist ein Mythos das Werk eines Dichters, das immer Erfundenes, aber auch Wahres enthält. Heute würden wir sagen: ein Gleichnis, eine Metapher, eine Parabel oder auch ein Gedankenexperiment. Johann Christoph Gottsched übersetzte 1730 Mythos mit „Fabel“. Aus der Alltagsbedeutung von „Fabel“ ergab sich dann […]



Boethius – ein christlicher oder ein heidnischer Philosoph?

30. Juni 2010 | Von | Kategorie: Wissenschaft

Boethius gilt als neben Augustinus wichtigster christlicher Philosoph der Spätantike. Bochumer und Bonner Philologen stellen fest: Boethius war zwar Christ, suchte jedoch seinen Trost nicht in der christlichen Heilsbotschaft, sondern in den abstrakten Lehren der Philosophie. Sein Heiland war Sokrates, nicht Christus, und seine Apostel waren nicht Petrus und Paulus, sondern Platon und Aristoteles.



Dionysisch-ekstatische Kulte im frühen Rom

21. Juni 2010 | Von | Kategorie: Wissenschaft

Bisher galt es als ausgemacht, dass die ekstatischen dionysischen Kulte, wie sie vor allem aus dem griechischen Kulturraum bekannt sind, der altrömischen Zivilisation lange Zeit fremd waren. In ihrer Doktorarbeit zeigt Carina Håkansson (Universität von Göteborg), dass durchaus dionysische Kulte im frühen Rom um 500 v. u. Z. stattgefunden haben könnten.