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Samstag, April 02, 2005

 
Politik, Heidentum:

Aktionstag gegen Rechtsextremisten in der Stadt des "Sachsenhains"

Die "taz" berichtet am 2. April 2005 in ihrer online-Ausgabe Ein Tag gegen Verdens Rechte über den "Aktionstag gegen Rechtsextremismus". Ein Bündnis von 100 Gruppen demonstriert gegen die geplanten Aufmärsche von NPD und
rechtsextremen Kameradschaften im niedersächsischen Verden an der Aller. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Auflärung über die sich im Raum Verden häufenden rechtsextremen Aktivitäten.


In den letzten Jahren verstecken sich die lokalen Neonazis nicht mehr. Selbsbewusster treten die Mitläufer auf, die sich um den stellvertretenden Bundesvorsitzenden der NPD-Jugendorganisation Junge Nationaldemokraten (JN) Florian Cordes aus Achim und die Neonazis Jörg Sascha Schüler und Matthias Schulz vom Neonazizentrum "Heisenhof" in Dörverden scharen. Anfang 2004 störten sie in Buxtehude eine von einer Schülerinitiative veranstaltete Diskussionsrunde zu Neonazismus und griffen, bewaffnet mit diversen Schlaggegenständen, eine GEW-Veranstaltung über "Neofaschismus" an.


Der "Heisenhof" wird von berüchtigten Hamburger Neonazianwalt Jürgen Rieger betrieben. Rieger ist außerdem Leiter der "Artgemeinschaft", einer extrem "völkischen" (sprich: nationalistischen und rassistischen) Neuheiden-Vereinigung. Somit ist es nicht weiter verwunderlich, dass die Propaganda der "Heisenhof"-nahen "Kameradschaften" mit germanischen und pseudo-germanischen Versatzstücken arbeitet.
Mehr Infos: Anti-Heisenhof Informationsportal

Eine besondere Rolle in der Propaganda der Neonazis um Rieger spielt der "Sachsenhain" in Verden/Aller. Diese "Kultsttätte" wurde 1934 von der SS-eigenen "Stiftung Ahnenerbe" in Erinnerung an das "Verdener Blutgericht" errichtet:
In Jahr 782 sollen an dieser Stelle 4500 aufständische Sachsen von Karl dem Großen hingerichtet worden sein. Das IDGR veröffentlichte dazu diesen informativen, aber im Detail problematischen Artikel:
Wohin Neuheiden zu Ostern pilgern

Damit ergibt sich für demokratisch gesonnene Asatruer das Problem, dass im Raum Verden /Aller alles "Germanische" und vor allem alles "germanisch-neuheidnische" solide rechtsextrem besetzt ist. Man kann es den Verdener Demokraten, die gegen
Neo-Nazis aufstehen, dehalb nicht verübeln, dass für sie aktiv demokratisch gesonnene Neuheiden buchstäblich unvorstellbar sind.

Nachtrag vom Montag, dem 4. April: die Gegendemo war ein voller Erfolg - statt der erwarteten 1000 kamen 5000 Teilnehmer, die gegen ein braunes Häufchen von ca. 200 Rechtsextremisten auf die Straße gingen (und Verden ist eine Kleinstadt!). Berichte in der online-Ausgabe der "taz":
Wenn selbst Sophie Scholl zur Demo geht und
Neonazis demonstrieren in leeren Straßen

von Martin 12:15 | Einzelansicht & Kommentare (0)


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