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Sonntag, August 29, 2004

 
Szene

Die Strategie der "neuen Rechten" im Internet

Ein interessanter Text auf den Seiten des IDGR über die Strategie rechtsradikaler Ideologen:
Natürlich geben sich die braunen Spießgesellen nicht sofort zu erkennen. Zunächst tritt man als "Konservativer", als überzeugter Demokrat auf. Dem folgt typischerweise der Einsatz von Vokabeln, die dem Sprachgebrauch eher "linker" Kreise der 6oer und 70er Jahre entnommen sind und deshalb zunächst unverfänglich wirken: Man gibt sich "kritisch", "undogmatisch", "fortschrittlich", ist "Systemkritiker", nennt sich "Nonkonformist", ist besorgt um die "nationale Identität" und will schließlich über "Tabuthemen" sprechen. [...]
Das Vorgehen wie das erwartete Ergebnis wurde schon Ende der 90-er Jahre eindeutig beschrieben, und wenn man sich das so durchliest wird der ein oder andere auch ein sonderbares "DejaVu"-Erlebnis durchmachen. Da findet sich zum Beispiel folgende Anweisungen:
[...] Entwickelt eine Diskussionsstrategie, die vorerst darauf gerichtet sein muss, bekennende oder bekannte Antifa-Zecken und Schalom-Litaneienschreiber madig zu machen. Wenn diese sich wehren, müssen wir au schreien oder besser schreiben. Wir werden sie dadurch isolieren. Wir als scheinbar entschiedene Demokraten aus der rechten Mitte verstehen dann überhaupt nicht, warum die Antifas gegen uns die Keulen schwingen und zu uns so intolerant sind. Liberale Scheisserchen verteidigen uns, wenn wir nur geschickt genug argumentieren, für uns die Freiheit der Netze verteidigen. So ziehen wir sie und die lesende Mehrheit auf unsere Seite. Die Arbeit, die Antifas aus den Netzen zu ekeln, übernehmen diese Toleranz-Trottel gerne für uns. Eines ist besonders wichtig, bestätigen wir uns gegenseitig mit kleinen Differenzen, es genügen fünf Aktive pro Forum und wir beherrschen inhaltlich Themenstellung und Diskussionsverlauf. [...]
Wie man dagegen halten kann? Die Argumentationsmuster erkennen, diese auch für andere Leser erkennbar machen und deren Benutzer sauber bloßstellen - und dann konsequent handeln. Und keine Angst haben vor dem (unvermeidlichen?) Zensur-Geschrei, denn wenn die Konsequenzen nachvollziehbar sind bestätigen diese am Ende das Vorgehen, wie sich das gehört.

von Hellblazer 17:34 | Einzelansicht & Kommentare (0)


 
Szene

ARUN-Verlag verlinkt "Germanische Freunde"

Der umstrittene ARUN-Verlag listet auf seiner Internet-Präsenz unter seiner Rubrik "interessante Links" die Website der "Germanischen Freunde e.V.". Er beschreibt diese wie folgt:
Germanische Freunde ist ein eingetragener Verein, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Interessen der europäischen Ureinwohner zu vertreten und uraltes Wissen den naturfremden Menschen von heute wieder zugänglich zu machen. Auch das Germanische Magazin kann über diese Seite bezogen werden
Um welche "Ureinwohner Europas" es sich dort handelt und in welchen Zusammenhängen diese gesehen werden kann man schon aus Zitaten auf der Startseite der "germanischen Freunde" ersehen. Da steht z.B.:
[...] Ur-Germanen gründeten alle Kulturen der Welt. Sie brachten der Menschheit die bis heute gültigen Regeln über Kunst und Kultur, Wissenschaft und Technik, Religion und Philosophie.

[...]

Die Energie, die heute die europäischen Menschen belebt, verkörperte sich schon vor vielen tausend Jahren in Form der Ur-Germanen. Damals lebten alle noch auf dem Planeten Phaeton* unseres Sonnensystems. Die Ur-Germanen sind die weisen und mit magischen Fähigkeiten bedachten Riesen der ältesten Mythologien**. Von Phaeton (GM 46) auf der Erde gekommen, gründeten sie die Urkultur der Hyperboreer***. [...]
Der ARUN-Verlag von Herrn Ulbrich verlinkt also Ariosophen erster Kajüte und beschreibt diese als "Interessenvertreter europäischer Ureinwohner". Da muss man sich dann aber wirklich nicht mehr beschweren "in die rechte Ecke gestellt" zu werden, da man ein solches "Geschichtsbild" auch dort vermuten darf, wo ein solches so offensichtlich beworben wird. Mit solcher Werbung stellt man sich selbst in die einschlägigen Ecken, da braucht man keine "anderen" dazu.

von Hellblazer 15:14 | Einzelansicht & Kommentare (4)


 
Politik

Zeigen wo man steht
Bei der Abstimmung über eine gemeinsame Erklärung gegen Rechtsextremismus und jede Form von Hass, Gewalt und Rassismus haben sich – neben den fünf NPD-Nein-Stimmern – fünf weitere Abgeordnete enthalten, darunter vier CDU-Kreisräte.
meldet sz-online

von Hellblazer 12:21 | Einzelansicht & Kommentare (0)


Samstag, August 21, 2004

 
Gesellschaft

Die Sprache bestimmt die Gedanken

...titelt SPIEGEL-Online einen Artikel über eine Studie, die Thesen belegen will, die man auch von mir gerne mal zu hören bekommt, nämlich betreffend der Zusammenhänge zwischen Wahrnehmung und Weltsicht und einem Kernelement einer Kultur neben dem Weltbild: der Sprache.
Völker, in deren Sprache bestimmte Ausdrücke nicht auftauchen, leiden an einer gestörten Wahrnehmung: Sie können Konzepte, für die sie keine Wörter kennen, auch nicht verstehen. Offensichtlich bestimmt die Sprache, so eine aktuelle Studie, wie Menschen Realität wahrnehmen [...]

schreibt der SPIEGEL. Und beweist damit wiederum ebendiese These, indem er von "gestörter" Wahrnehmung schreibt und damit mit der eigenen Sprache belegt, wie die Realität des SPIEGEL aussieht.

Ein Kernpunkt unserer Kultur ist Aristoteles "eine Wahrheit"-Regel: es gibt nur eine Wahrheit und im Rückschluss ist das, was mit dieser nicht zusammenpasst logisch "falsch". Auf die Idee, dass auch die eigene Realität - bzw. das Weltbild, das aus der Weltsicht unter Vorgabe eigener kultureller Elemente - nur eine Realität sein könnte, und nicht etwa die kommt da keiner. Warum auch, man steht ja dort wo die "Wahrheit" ist.

Auch zeigt der SPIEGEL hier wunderschön exemplarisch den Umgang mit erstmal neutralen wissenschaftlichen Erkenntnissen: sofort wird eine Wertung und ein Urteil - natürlich immer zu eigenen Gunsten - daraus entwickelt und abgegeben. Lineares Entwicklungsdenken, natürlich mit der eigenen Kultur an der Spitze, die anderen "sind noch nicht so weit", das sind die Topoi, die sich hier zeigen und die die Wahrnehmung und somit das bestimmen, was als "Realität" bezeichnet wird.

Dass sich der SPIEGEL hier natürlich auch alter kolonialistischer Klischeevorstellungen bedient und einen ekelhaften (um auch mal ein persönliches Urteil abzuliefern) Kulturdarwinismus erster Kajüte vertritt merkt er dabei freilich schon garnicht. Muss er ja auch nicht, da SPIEGEL sich ja eher "links" positioniert sieht, da ist man per Definition gefeit vor solcherlei Dingen.

Das alte Dilemma, das nicht wenige Wissenschaftler gerade aus den Geisteswissenschaften - aber inzwischen ja auch z.B. aus Genforschung und Physik - zu Recht beklagen, wenn deren Ergebnisse, Thesen, Theorien und Hypthesen vor allem von den Medien aufgegriffen und per Küchentischlogik zu Bewertungen von Phänomenen missbraucht werden. Ein Kernpunkt der Kultur "westliches Abendland" scheint zu sein: Selbstreflexion findet nicht statt. Da haben wir nämlich kein richtiges Wort für (drum muss man sich mit Metaphern oder Fremdwörtern aushelfen), befürchte ich...

von Hellblazer 15:02 | Einzelansicht & Kommentare (3)


Dienstag, August 17, 2004

 
Gesellschaft

Skandal! Kraftplatz im Internet und "Möbelstreuen"

Der "Skandal" begann völlig harmlos. Ein Thread im hexenbrett.ath.cx zeigt Fotos eines Kraftortes in Berlin (genauer gesagt: in den Müggelbergen gelegen).

Nun wird dieser Kraftort offenbar gerne genutzt von einem gewissen Herrn Geza von Nemenyi (GvN) und seiner GGG. Dieser hat daher mit einer Klage gedroht, falls der Ortsname nicht aus dem Posting entfernt wird.

Ich bin zwar kein Jurist, aber meines Erachtens ist der Forumsbeitrag im Hexenbrett durch das Recht auf freie Meinungsäußerung abgedeckt. Schließlich befindet sich der Kraftort auf öffentlichem Grund und Boden, soviel ich weiß (bei einem Privatgrundstück wäre es etwas anderes). Insofern ist mir nicht ganz klar, worauf Herr GvN seine Klage begründen will. Zwar ist GvNs Motivation (er will den Platz vor Zerstörungen schützen) nachvollziehbar, seine Mittel aber sind es nicht. Kattugla (die Urheberin des Original-Threads) entfernte zunächst die Ortsangabe, liess sich aber danach anwaltlich beraten, woraufhin sie die Ortsangabe wieder einfügte.

Als Herr GvN merkte, dass seine Klagedrohung nichts fruchtete, drehte er das ganze eine Stufe höher: er erdreistete sich, an Kattugla via email eine kaum verhüllte Drohung loszulassen (hier, in diesem Thread ist der Wortlaut der Drohung dokumentiert, gleich mehrfach). Ich kann mich da nur Fireez (im gleichen Thread) anschließen: Mafiamethoden. Unglaublich, was GvN sich da herausnimmmt! Benutzer aeternitas reagierte prompt mit einem schönen Nid.

Sollte Kattugla oder ihrer Wohnung irgendetwas zustoßen, so wird in jedem Fall die Droh-Mail an die Polizei weitergereicht werden. Dann wird Herr GvN einen sehr peinlichen Besuch von den Herren in Grün bekommen.

Inzwischen wurde seitens mehrerer Benutzer von hexenbrett.ath.cx versucht, eine Kommunikation mit GvN aufzubauen, bisher ohne Ergebnis. Eine glaubhafte Distanzierung GvNs von seiner Drohgebärde steht bis heute aus. Das Positive: Kattugla scheint trotz der Drohung bisher ebenfalls nichts zugestoßen zu sein.

von *V.K.* 18:59 | Einzelansicht & Kommentare (0)


 
Politik

NPD mit zweistelligem Ergebnis in Sachsen?

Bei der nächsten Landtagswahl in Sachsen am 13. September droht der Einzug der NPD in den Landtag, eventuell sogar mit einem zweistelligen Ergebnis, berichtet Telepolis. Zu den Ursachen stellt der Artikel fest:
Weitere rechtsextremistische Wahlerfolge allein mit den sich ausbreitenden Hartz IV-Protesten unter Neonazibeteiligung begründen zu wollen, greift allerdings zu kurz. So attestierte beispielsweise der sächsische Verfassungsschutz im Zusammenhang mit den Wahlresultaten vom 13. Juni eine zunehmende Verankerung nationalistischer Anschauungen in der Mitte der Gesellschaft. Und diese Verankerung tröpfelt nicht einfach so unvermittelt aus einem politisch verhartzten Himmel über Sachsen.


Bedenklich finde ich insbesondere den Schmusekurs, den manche CDU-Mandatsträger gegenüber der NPD an den Tag legen.
Der Bürgermeister von Reinhardtsdorf-Schöna, Arno Suddars (CDU), erwartete mit den zwei neu gewählten NPD-Abgeordneten eine "leichtere" Ratsarbeit als mit den Mandatsträgern von der PDS. Der Landrat des Kreises Sächsische Schweiz, Michael Geisler (CDU), will die NPD-Ratsmitglieder im Kreistag "an ihrer Sacharbeit messen". Der Oberbürgermeister von Freital, Klaus Mättig (CDU), äußerte sich "anerkennend" über die "Sacharbeit" des Republikaner-Mandatsträgers im Kommunalparlament und der Meißner Landrat Arndt Steinbach (CDU) befürwortete die Zusammenarbeit mit "allen demokratisch gewählten Parteien", auch mit der NPD. Bei einer Abstimmung in der ersten Sitzung des Kreistages Sächsischen Schweiz - Erklärung gegen Rechtsextremismus und jede Form von Hass, Gewalt und Rassismus - enthielten sich neben den fünf NPD-Abgeordneten auch vier CDU-Kreisräte.

Und das bei einer Partei wie der NPD, deren stellvertretender Bundesvorsitzender sich unverhohlen zu einem "Deutschland von der Maas bis an die Memel, von der Etsch bis an den Belt" bekennt und die Teilnahme an Rudolf-Heß-Gedenkmärschen als "Ehrensache" empfindet.

von *V.K.* 08:33 | Einzelansicht & Kommentare (0)


Sonntag, August 15, 2004

 
Politik

Einschneidende Änderungen zu Ich-AG und Überbrückungsgeld

Da ich mich ja bekanntlich im Bereich Existenzgründung engagiere, hier eine Neuigkeit aus diesem Themenfeld: Ueberbrueckungsgeld.de berichtet über happige Veränderungen bei der geförderten Existenzgründung in Zusammenhang mit dem ALG 2:
[...] Für die Gründung einer Ich-AG wird künftig - wie beim Überbrückungsgeld - die Erstellung eines Businessplans und dessen Prüfung durch eine fachkundige Stelle nötig sein. Dies teilte heute das Bundeswirtschaftsministerium in einer Pressemitteilung mit. Ziel ist es, dem Mißbrauch von Ich-AGs vorzubeugen. Die "Businessplan-Pflicht" wurde von Experten schon seit längerem gefordert.

Weiterhin wurde verkündet, dass Empfänger von Arbeitslosengeld (ALG) II ab 1.1.2005 weder Ich-AG noch Überbrückungsgeld beantragen können, sondern ihnen nur das sogenannte "Einstiegsgeld" offen steht.

Diese Kehrtwende des Wirtschaftsministeriums kommt völlig überraschend. Noch vor kurzem war in einer Drucksache des Bundestags ausdrücklich klargestellt worden, dass auch ALG II-Empfänger Ich-AG und Überbrückungsgeld beantragen können [...]
Die im Artikel auch erwähnte Presseerklärung des Ministeriums, die ich zum Teil höchst verklausuliert empfinde, gibt es übrigens hier.

Während die Forderung nach einem Businessplan auch bei der Ich-AG eine sinnvolle Entscheidung ist, vermag ich wenig Sinn darin zu sehen, wenn ausgerechnet Langzeitarbeitslosen (und das ist man ja da schon nach einem Jahr "normaler" Arbeitslosigkeit) der Weg in geförderte Selbstständigkeit verbaut wird. Der Schritt in die Selbstständigkeit ist einer, der bedacht werden will. Wenn es noch mehr Gründungen aus schierer Angst gibt, "entweder jetzt oder nie", weil es schon nach einem Jahr die Förderung nicht mehr gibt und die Menschen hier unter Zeitdruck gesetzt werden, denn sie haben ein Jahr Zeit, um fest zu stellen, ob ihre Bemühungen um einen Arbeitsplatz fruchten bzw. wenn dies nicht der Fall ist, mal eben schnell zu entscheiden, sich selbstständig zu machen, wird dies vielleicht kurzfristig die AL-Statistik verschönern. Nützen wird es aber niemandem.

von Hellblazer 15:54 | Einzelansicht & Kommentare (0)


Samstag, August 14, 2004

 
Gesellschaft

Nazi fischt in heidnischen Gewässern

Einmal in der Woche verwandelt sich die Brocker Mühle bei Herzebrock-Clarholz in der Nähe von Gütersloh in einen gigantischen Motorradtreffpunkt. Bei gutem Wetter sind es so um die 3000 Biker. Das kommerzielle Angebot ist im Laufe der Jahre entsprechend mitgewachsen, es gibt nun diverse Stände und Buden, mit allem was das Bikerherz begehrt.
Seit einiger Zeit gibt es sogar einen Laden, in dem der heidnisch interessierte Biker, und davon gibt es etliche, sich mit keltischem und germanischem Schmuck, Götterfiguren, esoterischem Zubehör, Runen und Runenbüchern u.s.w. eindecken kann. Meniha heisst der Laden.

So weit, so gut. Man geht ja erfreulicherweise heutzutage wieder etwas unbedarfter mit heidnischer Symbolik um. Nichts an der Warenauslage ist problematisch, der Besitzer gibt sich als netter Verkäufer... ist er aber nicht.

Meinolf Schönborn steht da hinter dem Tresen, welcher sich nicht nur in Ostwestfalen einen Namen als bekennender Neonazi machte.
Schönborn wurde 1980 Landesvorsitzender der NPD, aus der er aber 1984 ausgeschlossen wurde. Selbst der NPD war er mit seinem „Förderkreis junges Deutschland“ zu militant.
Schönborn gründete die „Nationalistische Front“ (NF) und wurde deren Vorsitzender. Zunächst wurde sein Haus in der Bielefelder Bleichstrasse zum „Nationalen Zentrum“, nach massiven Protesten seitens der Antifa siedelte man nach Detmold / Pivitsheide um, traf aber auch dort auf massiven Wiederstand und gab auch dieses „Zentrum“ auf.
Schönborn rief zur Bildung „nationaler Einsatzkommandos“ nach dem Vorbild der Waffen-SS auf. In den Wäldern der Gegend wurden eifrig „sportliche und gesunde Kameraden für den Kampf auf der Strasse“ ausgebildet.
Die Partei wurde 1992 wegen Bildung paramilitärischer Terrorgruppen verboten.
Ein Versuch Schönborns, seine politische Arbeit in Dänemark fortzusetzen, scheiterte. Er wurde von Demonstranten vertrieben. Als er 1995 nach Gütersloh zurückkehrte, wurde er wegen Weiterführung der verbotenen NF festgenommen und zu 2 Jahren und 3 Monaten Haft verurteilt.
Ausserdem gab es eine Anklage wegen schwerer Körperverletzung. Schönborn hatte zusammen mit einigen Kumpanen einen jungen Antifaschisten verprügelt.
In mehreren Strafverfahren wurde Schönborn vom Rechts(aussen)anwalt Jürgen Rieger vertreten, selbst Neonazi und führendes Mitglied der Artgemeinschaft, ausserdem unter dem Pseudonym Jürgen Riehl Autor von „Funkenflug, Handbuch für nationale Aktivisten“.

Nun betätigt sich dieser Herr Schönborn also als Einzelhändler im esoterisch-heidnischen Bereich an einem Treffpunkt für Motorradfahrer. Warum tut er das? Hat er sich etwa geändert? Ist ein besserer Mensch aus ihm geworden?
Wohl kaum. Das belegt schon die Broschüre über den "Z-Versand" (auch im Internet vertreten), welche er seinen Kunden in die Hand drückt. Inhaber des „Z-Versand“ sowie des dazugehörigen „Zündstoffverlag“ ist ebenfalls Herr Schönborn. Der Z-Versand vertreibt einschlägige Artikel wie T-Shirts, Musik, Stiefel, Bücher u.a.m.; Eben alles, was das Herz eines aufrechten "Ariers" begehrt. Aufgelockert und vermischt mit Runenbüchern (natürlich auch dem von List ), Götterfiguren, heidnischem Schmuck und esoterischem Tingeltangel.

Offenbar versucht Meinolf Schönborn mit Meniha seinen Z-Versand in zweierlei Hinsicht zu unterstützen. Mit Geld, und mit Leuten aus der Biker- und Heidenszene, die er mit seiner Broschüre in das Naziumfeld locken will.

Die Antifa-West und Cable-Street-Beat organisierten am 09.06. eine gelungene Info-Aktion an der Brocker Mühle, unterstützt vom Motorradfahrerverband Kuhle Wampe und einigen anderen antifaschistischen Bikern. Die Biker wurden über den Herrn von Meniha umfassend informiert, es gab ein ausführliches Flugblatt .

Dank dieser tollen Aktion dürfte es in Herrn Schönborns Kasse nun erheblich seltener klingeln, und es bleibt zu hoffen, dass dieser Laden samt seinem Inhaber möglichst bald wegen mangelndem Umsatz wieder verschwindet.

von tina 18:41 | Einzelansicht & Kommentare (2)


Samstag, August 07, 2004

 
Politik

Bush kämpft nicht mehr gegen Terror

Ein neuer Spin wird von den amerikanischen Gotteskriegern in die Welt gesetzt:
[...] Die Bezeichnung Kampf gegen den Terrorismus hat nach Meinung von US-Präsident George W. Bush ausgedient. Bei einem Journalistenkongress am Freitag in Washington erklärte er, es sei besser zu sagen «Kampf gegen ideologische Extremisten, die nicht an freie Gesellschaften glauben und Terror als Waffe einsetzen, um das Gewissen der freien Welt zu erschüttern». [...]
berichtet die Netzzeitung. Da fragt man sich doch, ob er demnächst seiner eigenen Regierung ein paar Bomben aufs Hirn schmeißt?

von Hellblazer 12:27 | Einzelansicht & Kommentare (1)


Freitag, August 06, 2004

 
Politik und Gesellschaft

Rechtsextreme unterwandern Demos gegen die Arbeitsmarktreform

[...]Gewerkschaften, PDS, Attac und neuerdings auch die Pfarrer machen im Osten gegen die Arbeitsmarktreform Hartz IV mit Montagsdemonstrationen mobil. Doch immer mehr Neonazis und andere Rechtsradikale unterwandern die Protestwelle[...]

Ein ausführlicher Bericht steht bei Spiegel online.

von Die_Kraehe 08:56 | Einzelansicht & Kommentare (0)


Donnerstag, August 05, 2004

 
Gesellschaft

"Deutschland, du kannst es besser"

Ein Essay in der Zeit, von Steven Ozment,der Alte und Neue Geschichte an der Harvard University lehrt, versucht, die gespaltene Persönlichkeit "des Deutschen" zu ergründen und daraus eine optimistische Perspektive zu zimmern. Auch wenn der Gute dabei vielleicht etwas zu optimistisch erscheinen mag, ein interessanter Ansatz ist es allemal. Und die Erinnerung daran, dass "Integration" nicht immer ein Grund zu Ängsten und Abwehr war, sondern ein Bestandteil dessen, was heute als Wurzeln für "deutsche Kultur" begriffen wird. Man hat das wohl nur vergessen...
[...] Seit ihrer frühesten Geschichte sind die Deutschen ein neugieriges, offenes und besonders effizientes Volk gewesen. Im 4. und 5. Jahrhundert überwältigten barbarische Stämme germanischer und anderer Herkunft das Römische Imperium. Dieselben Stämme aber waren es, die jüdisch-christliche Religionen, griechisch-römische Sprachen, Rechts- und Regierungssysteme übernahmen. Das Ergebnis war jene Verschmelzung von Kulturen, die wir als westeuropäische Zivilisation bezeichnen. Schon in der späten Antike wurden die Deutschen zu dem, was viele Deutsche heute so gerne sein möchten: ein vielschichtiges, gemischtes Volk, das sich immer wieder die mutmaßlich besten Eigenschaften anderer Völker und Kulturen anverwandelte.

[...]

Die Deutschen haben wiederholt ihre Fähigkeit bewiesen, in parallelen Welten zu leben. Heute besteht der durchschnittliche Deutsche aus mindestens fünf Personen in einer einzigen: Er ist Dorfbewohner oder Städter; Bürger eines der 16 Bundesländer; Bürger der vereinigten deutschen Nation; EU-Bürger und schließlich ist er das, was die Deutschen gern »Weltbürger« nennen. Die große Frage besteht darin, in welchem Maße auch Deutschlands Einwanderer in parallelen Welten leben können. [...]

von Hellblazer 15:39 | Einzelansicht & Kommentare (0)


Dienstag, August 03, 2004

 
Politik

EU macht Online-Umfrage zu Sicherheits- und Asylpolitik
In diesem Zusammenhang sollte eine öffentliche Debatte über Themen stattfinden, die grundlegende Fragen unserer Gesellschaft betreffen und sich gleichzeitig unmittelbar auf das alltägliche Leben der Bürger auswirken. Die Schaffung eines Raums der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts ist ein bedeutendes politisches Ziel.

Aus diesem Grunde hat die Kommission deshalb eine öffentliche Befragung eingeleitet und ersucht alle interessierten Kreise und Bürger, ihre Stellungnahmen zum neuen Programm bis zum 31. August 2004 zu übermitteln.


Da gehts lang!

Nachtrag: ein bisschen was zum Hintergrund der Initiative gibts in dieser HEISE-Newsmeldung.

von Hellblazer 23:24 | Einzelansicht & Kommentare (0)


 
Medien

Linktipp: BILD-Blog
Was heute in der "Bild"-Zeitung steht, steht morgen überall. Vielleicht sollte man sich also mal genauer anschauen, was sie schreibt. Die kleinen Merkwürdigkeiten und das große Schlimme.
beschreibt sich das Weblog selbst. Eine Hand voll Journalisten schauen täglich nach, wie es mit dem Wahrheitsgehalt der BILD-Schlagzeilen bestellt ist und was von den BILD-Berichten übrigbleibt, wenn man diese mit ein wenig echtem journalistischem Handwerk angeht. Eine Link-Empfehlung.

von Hellblazer 12:28 | Einzelansicht & Kommentare (0)


Montag, August 02, 2004

 
Gesellschaft

Vom Umgang mit der deutschen Sprache:

Der Spiegel stellt in einem Artikel vom 30.07.04 ein neu erschienenes Nachschlagewerk, mit dem Titel "Afrika und die deutsche Sprache", vor.

In diesem Zusammenhang schildert die Autorin des Artikels, anhand von aktuellen Beispielen, die Alltäglichkeit des unreflektierten Gebrauchs von rassistischen Begrifflichkeiten und erwähnt dabei auch kurz dessen Ursprünge u.a. aus dem Kolonialismus und Sozialdarwinismus.

Insgesamt hätte man thematisch vieleicht mehr aus dem Artikel machen können, auch wenn hierbei das o.g. Buch im Vordergrund stand.

von Sturmauge 01:35 | Einzelansicht & Kommentare (4)


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