Kultur & Weltbild

„Mythos“ – Annäherung an einen Begriff

20. Januar 2011 | Von | Kategorie: Kultur & Weltbild

„Mythos“ kommt aus dem Altgriechischen, und bedeutet schlicht: „Erzählung“. Für Platon ist ein Mythos das Werk eines Dichters, das immer Erfundenes, aber auch Wahres enthält. Heute würden wir sagen: ein Gleichnis, eine Metapher, eine Parabel oder auch ein Gedankenexperiment. Johann Christoph Gottsched übersetzte 1730 Mythos mit „Fabel“. Aus der Alltagsbedeutung von „Fabel“ ergab sich dann […]



Midsommar in Schweden

10. Juni 2009 | Von | Kategorie: Kultur & Weltbild

Die Sommersonnenwende, der längste Tag des Jahres, ist neben dem Julfest auch der Höhepunkt des germanischen Jahreskreises.

In den skandinavischen Ländern wird die Mittsommernacht traditionell aufwendig gefeiert. „Dank“ Ikea-Werbung ist die „schwedische Mittsommerfeier“ auch bei uns ein Begriff.
Unsere schwedische Gastautorin Inger Sveinsson berichtet, wie „midsommar“ in ihrer Heimat gefeiert wird.



Ostara – oder: dem Fest ist es egal, ob eine Göttin so heißt

20. März 2009 | Von | Kategorie: Kultur & Weltbild

Im Ásatrú ist es üblich, das Fest des Frühlingsbeginns als Ostarafest zu feiern. Es ist ziemlich sicher – wenngleich nicht beweisbar – dass auch schon die „alten Germanen“ im heutigen Deutschland ein Frühjahrsfest kannten. Schließlich wäre es ziemlich ungewöhnlich, wenn ein Bauernvolk kein Frühlingsfest hätte!



Der kleine Unterschied

26. Oktober 2008 | Von | Kategorie: Kultur & Weltbild

Freyja die Schöne und Odin der Schreckliche, der starke Thor und die Schicksal webenden Nornen… Das sind sie doch: die typischen Gestalten aus dem germanischen Götterhimmel? Nicht wahr? Nun jein: als typisch mögen sie gelten. Aber ob wir sie germanisch nennen dürfen – das steht in offener Frage.

Die historischen Kulturen, die wir heute als germanische bezeichnen, waren weitgehend schriftlos. Im Gegensatz zu Römern und Griechen machten sich Germanen nicht die geringste Mühe, ihre möglichen Gedanken späteren Generationen einigermaßen nachvollziehbar mitzuteilen. […]



Heil (1)

15. Oktober 2008 | Von | Kategorie: Kultur & Weltbild

Wenige Begriffe unserer Sprache wurden derart vergewaltigt – von seiner jahrhundertlangen Instrumentalisierung durch die kirchlichen Theokraten bis zur schließlichen Besudelung durch die NS-Deutschen. Man nehme diese Überschrift daher um großer Götter (vor allem aber aller Menschlichkeit) Willen nicht als markerschütternden Ruf, sondern stelle sich das Wort vielmehr geflüstert vor. Behutsam mit seinem tatsächlichen Sinn refilled, gibt es keinen deutlicheren Begriff für das, was es mich zu sagen drängt.



Heil (2)

15. Oktober 2008 | Von | Kategorie: Kultur & Weltbild

Das Boot (Silouhette im Abenddämmer, außen) Ich wählte den Vergleich mit einem Boot, weil ein solches klare Grenzen hat. Je klarer der eigene Heilsbereich definiert ist, desto klarer lässt sich dessen Geschick lenken. Was aber ist Heil? Glück, Erfolg, Gedeihen? Das kommt schon hin. Aber es ist niemals nur das eigene, individuelle. Heil betrifft vielmehr […]



Wer erleuchtet das Meer? (Teil 1)

11. Oktober 2008 | Von | Kategorie: Kultur & Weltbild

Gefragt nach meinen Göttern, komme ich ins Schwitzen: je mehr ich von ihnen erzähle, desto weniger erfährt man dabei über Asatrú. Fange ich aber damit an, muss ich soviel erklären, dass ich kaum mehr zum sog. Spirituellen komme. Ist Asatrú überhaupt spirituell? Diese Frage ist leicht zu beantworten. Aber warum sollte ich das tun? Ich […]



Wer erleuchtet das Meer? (Teil 2)

11. Oktober 2008 | Von | Kategorie: Kultur & Weltbild

Thors Fest Dies Fest ist ein für meinen persönlichen Stilmix ganz typisches Beispiel. Bei Thor: Ohne Rückfrage wüßt´ ich nicht mal zu sagen, ob dieser jahresfestliche Anlass überhaupt irgendwem bekannt ist (selbst im Kreis meiner Gruppe), geschweige denn irgendwo gefeiert wird. Termin und Inhalt übernahm ich vor ca. neun Jahren von einem damaligen Freund. Nebenbei: […]



Wer erleuchtet das Meer? (Teil 3)

11. Oktober 2008 | Von | Kategorie: Kultur & Weltbild

Schrei um dein Leben Manch religiösem Nichtheiden gegenüber hab ich ja bereits Mühe zu erklären, dass und wieso ich meine Hohen nicht „anbete“ – genauer: welchen elementaren Unterschied ich empfinde zwischen Anbetung und Anrufung. Ich neige nicht das Haupt wie ein Missetäter (selbst wenn ich grad einer wäre oder bin), erhebe es auch nicht andächtig […]



Müssen wir dran glauben?

7. Oktober 2008 | Von | Kategorie: Kultur & Weltbild

In der ollen Schmähbedeutung des Spruches, insofern der ausdrückt, dass wir alle mal sterben, sicherlich. Da gibt´s soweit keinen Diskussionsbedarf. Einig darf ich mich mit allen Leserinnen und Lesern dieser Leseecke auch dahingehend wissen (glaube ich wenigstens), dass es der, dem und den Ásatrú aber meistens und vorwiegend um die Zeit vorher geht: das Leben […]