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	<title>Kommentare zu: Wie antisemitisch ist Asatru?</title>
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		<item>
		<title>Von: Sven</title>
		<link>http://www.nornirsaett.de/wie-antisemitisch-ist-asatru/comment-page-1/#comment-62</link>
		<dc:creator>Sven</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Sep 2008 11:53:56 +0000</pubDate>
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		<description>jepp. Ich habe das auch nicht so verstanden, als ob hier ein Einfluss der Umgebung auf kulturelle Phänomene, wie z.B. religiöse Vorstellungen, in Abrede gestellt würde. Nur eben die völlig hanbüchene Überhöhung dieser Einflüsse, damit die dann als Rechtfertigung dienen kann, um z.B. so Blödsinn wie &quot;Artgemäßheit&quot; und solchen Unfug auf den Tisch zu legen. Im Antisemitischen Kontext eben, wie Martin auch sagte, dieser Unfung der &quot;Wüste&quot; versus &quot;Wald&quot; oder was auch immer da herhalten darf. Und da bin ich völlig einer Meinung mit Martin. 

Es steht also nicht der Einfluss in Frage, sondern die Frage nach dessen Bewertung und Funktion in Kontexten und Argumentationen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>jepp. Ich habe das auch nicht so verstanden, als ob hier ein Einfluss der Umgebung auf kulturelle Phänomene, wie z.B. religiöse Vorstellungen, in Abrede gestellt würde. Nur eben die völlig hanbüchene Überhöhung dieser Einflüsse, damit die dann als Rechtfertigung dienen kann, um z.B. so Blödsinn wie &#8220;Artgemäßheit&#8221; und solchen Unfug auf den Tisch zu legen. Im Antisemitischen Kontext eben, wie Martin auch sagte, dieser Unfung der &#8220;Wüste&#8221; versus &#8220;Wald&#8221; oder was auch immer da herhalten darf. Und da bin ich völlig einer Meinung mit Martin. </p>
<p>Es steht also nicht der Einfluss in Frage, sondern die Frage nach dessen Bewertung und Funktion in Kontexten und Argumentationen.</p>
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		<title>Von: MartinM</title>
		<link>http://www.nornirsaett.de/wie-antisemitisch-ist-asatru/comment-page-1/#comment-59</link>
		<dc:creator>MartinM</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Sep 2008 18:54:14 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.nornirsaett.de/?p=207#comment-59</guid>
		<description>Hallo Solsten,

danke für die wohlmeinende Kritik!

Dass mein Beitrag auf die Nennung von Quellen (und erst recht auf den für wissenschaftliche Arbeiten nötigen Fußnotenapparat) verzichtet und eher salopp formuliert ist, hat zwei Gründe. 
Einerseits habe ich mich für eine meinungsorientierte journalistische Darstellungsform entschieden, und nicht etwa die eines wissenschaftlichen Aufsatzes. 
Anderseits verstehe ich meinen Artikel ausdrücklich als Diskussionsbeitrag und nicht als &quot;abgesichterte Wahrheit&quot; - und erst recht nicht als Distanzierungsschrift (ich nehme an, von antisemitischen Heiden)  - ob nun &quot;halbherzig&quot; oder nicht.  Das Ergebnis des Diskurses kann durchaus sein, dass Asatru antisemitische Tendenzen enthält.

Ich  verdeutliche mal an einem Beispiel, was ich meine: Antisemitismus ist ohne Zweifel ein wichtiges Element der deutschen Kulturgeschichte. Dennoch mag ich mich, als Nicht-Antisemit, nicht von meinem &quot;Deutschtum&quot;, meiner Zugehörigkeit zur deutschen Kultur, distanzieren. Ich mag andererseits nicht die deutsche Kultur von Antisemitismus distanzieren, bzw. in Abrede stellen, dass antisemitische Vorstellungen wichtige Elemente des &quot;deutschen Geisteslebens&quot; spätestens seit Luther waren und manchmal leider noch sind, weil ich das für falsch und unaufrichtig halte.

Es wäre deshalb sinnlos, Asatru als Solches und Ganzes  vom Antisemitismus distanzieren zu wollen, und etwa zu behaupten, es sei nur ein isoliertes Häufchen von Nazitrus, die antisemitische Sprüche kloppen wurden. 
Ich und die Nornirs Ætt distanzieren sich in der Tat und auch durch Taten vom Antisemitismus, und zwar, wie ich hoffe, so deutlich, dass es offenkundig absurd wäre, die Nornirs Ætt für antisemitisch zu halten.

Außerdem bestreite ich in meinem Artikel gar nicht, dass die natürliche Umgebung Einfluss auf die Glaubensvorstellungen der Menschen hat. Allerdings bin ich der Ansicht, dass von strukturell antisemitischen &quot;völkischen Heiden&quot; und neurechten Antisemiten, die nicht so genannt werden wollen, der Einfluss der &quot;Wüste&quot; auf die Entstehung des Judentums grotesk überschätzt wird.

Ár ok fríðr,

Martin</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Solsten,</p>
<p>danke für die wohlmeinende Kritik!</p>
<p>Dass mein Beitrag auf die Nennung von Quellen (und erst recht auf den für wissenschaftliche Arbeiten nötigen Fußnotenapparat) verzichtet und eher salopp formuliert ist, hat zwei Gründe.<br />
Einerseits habe ich mich für eine meinungsorientierte journalistische Darstellungsform entschieden, und nicht etwa die eines wissenschaftlichen Aufsatzes.<br />
Anderseits verstehe ich meinen Artikel ausdrücklich als Diskussionsbeitrag und nicht als &#8220;abgesichterte Wahrheit&#8221; &#8211; und erst recht nicht als Distanzierungsschrift (ich nehme an, von antisemitischen Heiden)  &#8211; ob nun &#8220;halbherzig&#8221; oder nicht.  Das Ergebnis des Diskurses kann durchaus sein, dass Asatru antisemitische Tendenzen enthält.</p>
<p>Ich  verdeutliche mal an einem Beispiel, was ich meine: Antisemitismus ist ohne Zweifel ein wichtiges Element der deutschen Kulturgeschichte. Dennoch mag ich mich, als Nicht-Antisemit, nicht von meinem &#8220;Deutschtum&#8221;, meiner Zugehörigkeit zur deutschen Kultur, distanzieren. Ich mag andererseits nicht die deutsche Kultur von Antisemitismus distanzieren, bzw. in Abrede stellen, dass antisemitische Vorstellungen wichtige Elemente des &#8220;deutschen Geisteslebens&#8221; spätestens seit Luther waren und manchmal leider noch sind, weil ich das für falsch und unaufrichtig halte.</p>
<p>Es wäre deshalb sinnlos, Asatru als Solches und Ganzes  vom Antisemitismus distanzieren zu wollen, und etwa zu behaupten, es sei nur ein isoliertes Häufchen von Nazitrus, die antisemitische Sprüche kloppen wurden.<br />
Ich und die Nornirs Ætt distanzieren sich in der Tat und auch durch Taten vom Antisemitismus, und zwar, wie ich hoffe, so deutlich, dass es offenkundig absurd wäre, die Nornirs Ætt für antisemitisch zu halten.</p>
<p>Außerdem bestreite ich in meinem Artikel gar nicht, dass die natürliche Umgebung Einfluss auf die Glaubensvorstellungen der Menschen hat. Allerdings bin ich der Ansicht, dass von strukturell antisemitischen &#8220;völkischen Heiden&#8221; und neurechten Antisemiten, die nicht so genannt werden wollen, der Einfluss der &#8220;Wüste&#8221; auf die Entstehung des Judentums grotesk überschätzt wird.</p>
<p>Ár ok fríðr,</p>
<p>Martin</p>
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		<title>Von: Solsten</title>
		<link>http://www.nornirsaett.de/wie-antisemitisch-ist-asatru/comment-page-1/#comment-56</link>
		<dc:creator>Solsten</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Sep 2008 00:39:30 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.nornirsaett.de/?p=207#comment-56</guid>
		<description>Hallo,

so sehr ich der Grundthese dieses Beitrages, dass unsere Ahnen keineswegs das waren, was völkische Gruppen daraus gerne machen wollen, zustimmen mag, wird ein Kritiker davon kaum zu überzeugen sein, denn:

1. Ist der ganze Beitrag lediglich auf Behauptungen aufgebaut, dem die wirklich relevanten und die These stützenden Belege (Stichwort:Quellen) schlichtweg fehlen. Das ist schade, weckt es doch den Eindruck einer weiteren halbherzigen Distanzierungsschrift.

und

2. Tut der saloppe Grundton sein übriges dazu. So wird halb spöttisch darüber hinweg gegangen, dass die natürliche Umgebung sehr wohl Einfluss auf die Glaubensvorstellung der Menschen gehabt hat und die war in einer kargen, eher lebensfeindlichen Umgebung eine andere, als in üppiger bestückten Gegenden unseres Planeten. Dies sagt noch lange nichts über eine verschieden gewichtige Wertung derselben aus und schon gar nicht, ob diese dann in anderen Gegenden weniger Existenzberechtigung hat. Am Enstehungsprozess von Glaubensvorstellungen hat die Umgebung aber maßgeblichen Anteil gehabt.

Dies wirft leider ein fahles Licht auf die heren Absichten dieses Beitrages.

Ásaheil ok Vana

Solsten</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo,</p>
<p>so sehr ich der Grundthese dieses Beitrages, dass unsere Ahnen keineswegs das waren, was völkische Gruppen daraus gerne machen wollen, zustimmen mag, wird ein Kritiker davon kaum zu überzeugen sein, denn:</p>
<p>1. Ist der ganze Beitrag lediglich auf Behauptungen aufgebaut, dem die wirklich relevanten und die These stützenden Belege (Stichwort:Quellen) schlichtweg fehlen. Das ist schade, weckt es doch den Eindruck einer weiteren halbherzigen Distanzierungsschrift.</p>
<p>und</p>
<p>2. Tut der saloppe Grundton sein übriges dazu. So wird halb spöttisch darüber hinweg gegangen, dass die natürliche Umgebung sehr wohl Einfluss auf die Glaubensvorstellung der Menschen gehabt hat und die war in einer kargen, eher lebensfeindlichen Umgebung eine andere, als in üppiger bestückten Gegenden unseres Planeten. Dies sagt noch lange nichts über eine verschieden gewichtige Wertung derselben aus und schon gar nicht, ob diese dann in anderen Gegenden weniger Existenzberechtigung hat. Am Enstehungsprozess von Glaubensvorstellungen hat die Umgebung aber maßgeblichen Anteil gehabt.</p>
<p>Dies wirft leider ein fahles Licht auf die heren Absichten dieses Beitrages.</p>
<p>Ásaheil ok Vana</p>
<p>Solsten</p>
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