Verbotene und suspekte heidnische Symbole – Teil 2: Suspekte Symbole
15. August 2008 | Von MartinM | Kategorie: Odins Auge ArtikelGing es im Teil 1 um solche Symbole, die ohne Wenn und Aber strafbar nach § 86 StgB sind, die man also auch dann nicht in der Öffentlichkeit etwa als Schmuckstück zeigen darf, wenn man ein noch so entschiedener Antifaschist ist, so soll es hier um andere Kategorien der vom Fluch des Braunen König Midas befallenen Symbole gehen.
Es heißt manchmal von diesen jenen Symbol, es sei verboten. Wirklich verboten sind allerdings nur jene Symbole, die Kennzeichen verbotener verfassungsfeindlicher Organisationen sind.
Nun ist es so, dass Neo-Nazis sehr schnell auf Ersatz-Symbole ausweichen, wenn ihnen das „echte” Symbol verboten wurde. In juristischen Dingen trifft das Klischee von „dumpf-dummen” Neo-Nazi leider nicht zu: Es gibt allzu viele clevere extrem rechte Rechtsanwälte.
So wurde die Reichskriegsflagge aus den Tagen Kaiser Willhelms des Überheblichen, die an sich nichts mit den Nazis zu tun hat, zum Ausweichsymbol für die verbotene, da mit dem Hakenkreuz verzierte, Reichskriegsflagge aus den Tagen Führer Adolfs des Mörderischen. Da es bisher keine verfassungsfeindliche Organisation gibt, deren Kennzeichen die kaiserlich-deutsche Kriegsflagge wäre, ist die Reichkriegsflagge auch nicht nach § 86a verboten.
Es gibt aber neben dem nicht ganz einfach zu erwirkenden Verbots eines Kennzeichens die Möglichkeit, dass Symbole, „die eine Gefahr für die öffentliche Ordnung sind”, beschlagnahmt und ihre Träger gegebenenfalls wegen „Gefährdung der öffentliche Ordnung” festgenommen werden können.
Ein Beispiel: Hängt die Reichskriegsflagge von „14/18″ an einem Flaggenmast im Hintergarten, wo sie zwar zu sehen ist, aber niemanden ernsthaft stört, so ist das erlaubt. (Eine Hakenkreuzflagge würde samt Besitzer einkassiert, die darf nirgendwo öffentlich zu sehen sein.)
Führt jemand aber diese Flagge bei einem Demonstrationszug mit sich, dann liegt in der Regel eine „Gefahr für die öffentliche Ordnung” vor, denn erfahrungsgemäß arten Demos, bei denen Reichskriegsflaggen zu sehen sind, recht bald in Straßenschlachten aus, und sei es nur, weil die glücklicherweise meist präsenten Gegendemonstranten sich provoziert fühlen. Es gibt leider auch unter Antifaschisten immer wieder mal Schlägertypen, die allzu gern für eine deftige Keilerei zu haben sind, obwohl Straßenschlachten den Rechten meist gut ins Konzept passen – vor allem, wenn „die Linken ja angefangen haben”.
Eine Gefahr für die öffentliche Ordnung besteht auch, wenn „Loite”, die neben der obligatorischen Alkohol-Fahne eine mit Keltenkreuz haben, in einer typischen Einwander-Gegend Ausländerfeindliches grölen. In diesem Falle wirkt das Keltenkreuz zumindest strafverstärkend, wenn nicht überhaupt erst durch so ein Symbol der rechtsextreme Hintergrund gerichtsnotorisch wird. „Einfache” Ausländerfeinde ohne politisch belastete Kennzeichen kommen leider oft mit der Ausrede „Übermut und Alkohol” durch. Bei Großveranstaltungen wie Fußballspielen werden solche Kennzeichen in aller Regel vorsorglich von der Polizei kassiert. Die Polizei hat dabei einen weiten Ermessenspielraum, der für harmlose heidnische Passanten an einem Bundesliga-Spieltag unangenehme Folgen haben kann. Wenn z. B. „Hansa Rostock” mit seinen vielen Rechtsaußen-„Fans” in Eurer Stadt spielt, ist es vielleicht keine gute Idee, den auffälligen Anhänger mit der Odal-Rune offen zu tragen.
Die Gesetze und Vorschriften über die „Gefahr für die öffentliche Ordnung” sind Ländersache. In Mecklenburg-Vorpommern oder in Bayern z. B. stehen Symbole auf der „schwarzen Liste”, die in z. B. in Hessen oder Hamburg als harmlos gelten.
So sinnvoll die Gefahrenabwehr per Beschlagnahme provozierender Symbole auch ist, so geht von ihr eine für die Meinungs- und Religionsfreiheit bedenkliche Versuchung aus. Die Versuchung, per Verordnung mehr oder weniger willkürlich Symbole als die öffentliche Ordnung gefährdend „aus dem Verkehr zu ziehen” – mit dem Argument des steten „Nadelstichs” oder aus reinem Aktionismus.
Das Problem: Weil diese Symbole für die Rechten eben nur Logo-Charakter und keinen spirituellen Sinn haben, macht es ihnen nicht aus, bei Bedarf eben auf ein anderes Symbol auszuweichen. „Die Hagal-Rune wird neuerdings von den Bullen einkassiert, macht nix, wir nehm´ jetzt den Thorshammer!”
Wer ernsthaft einer heidnischen Religion nachgeht, dem steht diese Option nicht offen. Der Thorshammer z. B. ist ein religiöses Symbol wie das christliche Kreuz oder der jüdische Davidstern und könnte deshalb nicht gegen ein beliebiges, vielleicht neu erschaffenes, Zeichen ersetzt werden.
Da der Kreativität rechter Gruppen auf der Suche nach Identifikationsmarken keine Grenzen gesetzt sind, werden die Kataloge der „gefährlichen” Symbole immer dicker. Es ist abzusehen, wann wirklich alle Runen, heidnisch-religiösen Symbole, Esoterik-Abzeichen, nicht-christlichen Kreuze usw. als rechtsextreme Kennzeichen katalogisiert sind.
Der rechten Szene wird es recht sein. Ihre Strategie heißt: Symbole besetzen!
Nicht strafbar, aber gegebenenfalls Gefahr für die öffentliche Ordnung (Ländersache, Auswahl):
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kaiserlich-deutsche Reichskriegsflagge
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als bekanntes Beispiel |
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Odal-Rune | ohne Bezug zu Wiking-Jugend, BNS oder SS, wenn Bezug erkennbar nach § 86a verboten! |
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Keltenkreuz
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Nachtrag; inzwischen in dieser “stilisierten Form” nach § 86a verboten – traditionelle Keltenkreuze sind weiterhin erlaubt, wenn kein Bezug zu verbotenen Organisationen besteht. |
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Triskele
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Ku Klux Klan-Zeichen | |
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Algiz “Lebensrune” | ohne zusätzlichen Hinweis auf die SA oder “Lebensborn” usw., dann nach § 86a verboten! |
| Fahne der Deutschen Heidnischen Front D.H.F.
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| Banner der Allgermanischen Heidnischen Front
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| Hagal-oder Hagalaz-Rune | Wappen der 6. SS-Gebirgsdivision und das Symbol der Neonazigruppe “Vandalen” | |
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Verschiedene Varianten der Hagal-Rune
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Die “schwarze Sonne”
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u. A. Symbol des Thule-Netzes und des Thule-Seminars |
Nun gibt es suspekte Symbole, die weder verboten sind, noch selbst bei harter Auslegung eine Gefährdung der öffentlichen Ordnung darstellen. Jene Symbole, die einen schnell in den Verdacht bringen, ein Neo-Nazi zu sein.
Weniger bei der Antifa als bei sonst unpolitischen besorgten Bürgern schlägt die Besorgnis über rechtsextreme Umtriebe mitunter in Hysterie um. (Wobei es „die” Antifa an sich nicht gibt: das antifaschistische Spektrum reicht von christlich orientiert bis knallhart maoistisch. Entsprechend unterschiedlich ist die Haltung z. B. zur Religion, zur Gewalt, zur Meinungsfreiheit oder zum Staat Bundesrepublik Deutschland.)
Diese Hysterie – „Hilfe, überall Nazis!” – hat fatalerweise den Ruf nach dem „starken Staat” zur Folge. Zur Freude von autoritären Law & Order-Politikern, die nicht selten selber einen starken Rechtsdrall haben. Sie führt auch dazu, dass offen erkennbare Neonazis mehr Aufmerksamkeit auf sich lenken als sie es verdienen, und dafür gefährliche rechtsextreme Tendenzen „aus der Mitte der Gesellschaft” glatt übersehen werden. Ohne die viel geschmähte Antifa würde das Problem der heimlichen Nazis im Maßanzug noch mehr zugunsten der Stiefelnazis verdrängt werden, als dies ohnehin der Fall ist.
Wer hysterisch ist, der differenziert nicht mehr. Und achtet vor allem auf Äußerlichkeiten. Eine erzbraune Gesinnung sieht man nicht. Schnürstiefel schon. Was dazu führte, dass an einigen Schulen das Tragen bestimmter Kleidungsstücke wie Bomberjacken kurzerhand verboten wurde. Oder Sweatshirts der Firma „Lonsdale”, einer Firma übrigens, die sich ausdrücklich von ihren „Nazi-Kunden“ distanziert. Wegen der im Namen enthaltenen Buchstabenfolge „nsda” wird sie gern von Neonazis getragen- und von einigen zehntausend Nicht-Neonazis, die das meistens nicht einmal ahnen.
Es ist oft reine Kosmetik: „Sehen Sie hier auf dem Schulhof irgendwelche rechtsradikalen Jugendlichen?”
In diesem Klima ist es kein Wunder, wenn nicht nur Thorshammer, Keltenkreuze und Runen, sondern sogar Wikinger-T-Shirts in manchen Gegenden offene Anfeindungen nach sich ziehen können.
Nun soll hier nicht lang und breit erläutert werden, warum immer wieder „neues Heidentum” und „Nazis” miteinander gleichgesetzt werden. Der wichtigste Grund: Es ist nun leider einmal so, dass alte wie neue Nazis alles Germanische und manches Keltische für sich vereinnahmten. Und diese Gleichsetzung wurde von vielen Nicht-Nazis glatt übernommen, so dass das NS-geprägte Bild der Wirklichkeit immer noch unsere gesellschaftliche Wirklichkeit mitbestimmt. Ein drastisches Beispiel ist die nur vor dem Hintergrund der „Nürnberger Gesetze” verständliche gängige Phrase „von Deutschen und Juden”. Die Nazis grenzten deutsche Juden von den übrigen Deutschen aus – und dabei blieb es. Bis heute!
Fatal für Heiden wirkt sich die Verdrängungshaltung der christlichen Kirchen aus: Um die mehr als nur dubiose Rolle der beiden großen Amtskirchen in der NS-Zeit zu bagatellisieren, entstand das Bild vom generell „neuheidnischen” NS-Staat und vom tapferen kirchlichen Widerstand. (Widerstand leisteten einige beherzte Christen, nicht die Kirchen! Selbst die „Bekennende Kirche” verhielt sich zum NS-Staat loyal.) Das Bild vom „Heidenstaat” drang bis in einige Schulgeschichtsbücher vor, trotz des Konkordats zwischen Nazideutschland und dem Vatikan, und obwohl Adolf Hitler und fast alle anderen Nazigrößen bis zuletzt brave Kirchensteuerzahler waren.
Hinzu kommt, dass nicht nur wegen des Nazi-Germanenkultes, sondern auch wegen des Barbaren-Klischees die alten Germanen und die neuen Verehrer ihrer Götter eine schlechte Presse haben. Wer sich mit so rückschrittlichen, brutalen und zivilisationsunfähigen Barbaren identifiziert, mit dessen Humanität kann es nach dieser Logik nicht sehr weit her sein.
Es gibt deshalb durchaus ernst zu nehmende Stimmen, die ein generelles Verbot aller Runen und verwandten Zeichen fordern – ausgenommen lediglich Publikationen anerkannter Fachhistoriker. (mehr hierzu im Exkurs zur “Null Toleranz”-Strategie).
Als „Nazi-Kennzeichen” beargwöhnte heidnische Symbole:
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Thorshammer | |
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Eiwatz- bzw. Eiwaz-Rune | sieht angeblich der verbotenen Sig-Rune zum Verwechseln ähnlich |
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Triskele mit runden Armen | “Ein Hakenkreuz bleibt ein Hakenkreuz, egal wie viele und wie krumme Arme es hat.” |
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Valknot oder Valknut – Wodansknoten | |
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“Sonnenrad” oder Radkreuz | manchmal als Ersatzsymbol für das Hakenkreuz missbraucht. |
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Irminsul
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wird von verschiedenen rechtsextremen Vereinigungen, u. A. der rassistischen “Artgemeinschaft”, verwendet. |
Bislang unverdächtig:
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“Kopfstehende Algiz-Rune (”Totenrune”) im bannenden Kreis”
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Symbol der Atomwaffengegner, steht offiziell für ND (Nuclear Disarment) im Winkeralphabet. |
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Dienstgradabzeichen “Hauptfeldwebel” bei der Bundeswehr |
Zurück zu den Heiden. Sie werden in Deutschland nicht verfolgt, meistens sogar nicht einmal sonderlich beargwöhnt. Warum auch? Spätestens seit der Eso-Welle wird unkonventionelle Spiritualität nicht mehr automatisch mit „Sekte” und nicht mehr jedes Pentagramm mit „Satanismus” gleichgesetzt.
Wenn Heiden beleidigt, diskriminiert, verdächtigt oder sogar angegriffen werden, dann geschieht das in den seltensten Fällen deshalb, weil sie einer „exotischen” Religion anhängen, sondern meistens, weil sie für etwas gehalten werden, was sie in aller Regel nicht sind. Für Neo-Nazis zum Beispiel.
Wer aus unangenehmen Erfahrungen mit übereifrigen Bürgern, die fast immer nur Vorurteile haben, den Schluss zieht, er oder sie sei „verfolgter Heide”,geht allzu leicht braunen Bauernfängern auf den Leim, z. B. der eindeutig rechtsextremen „Artgemeinschaft”, die sich immer wieder gern als „religiös verfolgt” darstellt.
Martin Marheinecke
Aktualisiert: am 12. 02. 2006
















Guten Tag Herr Marheinecke,
ich habe im Internet ein Symbol gesehen, welches mich sehr interessiert hat. Es ist Thor´s Hammer mit einem Pentagramm. In dem Pentagramm ist ein roter Stein zu sehen. Dieses Amulett wird als verboten dargestellt und ich weiß nicht warum. Können Sie mir diese Frage vielleicht beantworten?
Vielen Dank für Ihre Unterstützung und viele Grüße
Tina
Die Antwort ist einfach:
Der Thorshammer war nie Symbol einer als verfassungswidrig verbotenen Organisation, und kann von daher in Deutschland gar nicht verboten sein! Es gibt auch nichts an dem Amulett, das eventuell zu einer Indizierung als “jugendgefährdend” Anlass böte.
Daher wird ein Amulett mit “Thors Hammer mit Pentagramm und rotem Stein” nicht verboten sein. (Es sei denn, es wäre aus gewildertem Elfenbein oder etwas in diese Richtung.)
Ich weis aber, dass es Esoterik-Läden gibt, die bestimmte Bücher, Wirkstoffe, Amulette usw. mit Vokabeln wie “geheim” oder “verboten” bewerben, um bessere Preise für die vermeintlich “schwer erhältliche” Ware zu erzielen.
Ich vermute bei der Behauptung, das Amulett sei “verboten” etwas in diese Richtung.
Es könnte natürlich theoretisch auch sein, dass das Amulett in anderen Ländern verboten ist; ich wüsste aber nicht, in welchen.
Lieber Gruß,
Martin
Nachtrag:
Ich habe dieses Amulett auf den Websites mehrerer Anbieter esoterischen Schmucks entdeckt.
Bei einem Anbieter wurde es, zusammen mit anderen Amuletten, so beworben:
“Verbotene Anhänger als Spiegel der Seele”
Wie ich schon vermutete: das Wort “verboten” ist eine reine Werbeaussage, um den Anhänger interessant zu machen. Es wäre auch verwunderlich, wenn ein Anbieter eines Internet-Shops tatsächlich verbotene Ware anbieten würde, das wäre etwa so klug, wie bei einem Tankstellenraub das Portemonnaie mit darin befindlichem Führerschein und Personalausweis liegen zu lassen. (Was wirklich schon passiert ist.)
MM
Nach neuster Rechtssprechung soll die Triskele verboten sein, ist dass so richtig?
Du meinst wahrscheinlich diese Geschichte:
http://www.nornirsaett.de/bundesgerichtshof-verbietet-keltenkreuz/
[...] Eintrittskarten des Festivals, der “Obsorgekarte”, ist dieses Jahr das Symbol der “Schwarzen Sonne” abgebildet. Auch wenn dieses Symbol nicht verboten ist, beruht es in der abgebildeten Form [...]
Hallo meine Freundin und ich wollen und Wodansknoten tättoowieren lassen. Könnten wir dadurch schwierigkeiten bekommen? Es soll für uns ein symbol für unsere fReundschaft sein.
Hallo Trude,
da der Valknut von keiner verfassungswidrigen Organisation verwendet wird, und auch kein “einschlägiges” Symbol rechtsextremer Gruppen ist, sehe ich da keine Probleme.
MartinM
Hallo MartinM
ich möchte mir gerne die Triskele oder die Algiz “Lebensrune” tattowieren lassen, kann ich mit den Tattoos mit den Gesetz in Konflikt kommen oder nicht?
Hallo Rosa,
beide Symbole sind nicht verboten. Jedenfalls dann nicht, wenn kein Bezug zu einer verbotenen Organisation besteht.
Da sich das aber in Deutschland sehr schnell ändern kann (Verbot des Keltenkreuzes in seinen stilisierten Form), könnten solche Tattoos leider eines Tages problematisch werden.
Gruß,
MartinM
Hallo Martin.
Danke für die Auskunft.
Muss sagen finde es ziemlich schade das diese Symbole ständig mit dem bösen Naziregim in Verbindung gebracht werden.
Glaube kaum das es viele Jugendliche in der heutigen Zeit gibt die genau wissen woher die Symbole ihren Ursprung haben und was sie wirklich bedeuten. Das sollte denen vllt auch mal beigebracht werden.
Man kann es nicht für gut heißen was die Nazis damals getan haben und das es heute noch rechtsextreme Gruppen gibt die diese symbole anwenden, aber ist dennoch i-wie traurig u ärgerlich das dadurch die Neuheiden in Verruf geraten und ihren Glauben dadurch nicht richtig ausleben können.
Habe vor einiger zeit einen Beitrag eines Wewelsburg Besuchers gelesen, der den heidnischen glauben angehört, das er diese nicht betreten durfte da er ein thorhammer getragen hatte und den nicht abnehmen bzw. unters T-shirt stecken wollte.
Die Museumsleute haben ihn nicht mal richtig zugehört als er ihnen erklären wollte das es nicht mit seiner politischen einstellung zu tun hat und wollten schon die polizei rufen.
Aber die Triskele als Hakenkreuz zu bezeichnen halte ich für sehr fragwürdig. Würde diese jetzt nicht mit einem Hakenkreuz in Verbindung bringen, die erinnert mich ehr an eine Blume.
Gruß Rosa
Hallo Martin,
der vfgh nutzt ja das irminsul als symbol. heißt es, bei dieser gruppe genauer zu hinterfragen? Ich spielte nämlich eigentlich mit dem gedanken da ma vorbeizuschauen.
Nein. Es wäre falsch, den Verein für germanisches Heidentum deshalb genauer zu hinterfragen, weil er die “irminsul” verwendet. Außerdem ist die VfgH-Irminsul eine andere als die, die sich die offen rassistische “Artgemeinschaft” als “Marke” schützen ließ.
Die möglichen Probleme liegen aus der Sicht der Nornirs Ætt ganz woanders: Wir werfen dem VfgH vor, dass er “rechtsoffen” ist – wohlgemerkt: Der VfgH selbst ist keine rechtsextreme Organisation! Er distanziert sich zwar vom Rechtsextremismus und vom “Missbrauch des germanischen Heidentums im Dienst politischer Ideologien”, aber der VfgH duldet nicht nur aktive Rechtsextremisten in seinen Reihen, sondern sogar als Vereinsfunktionäre.
Prominentestes Beispiel ist der Ansprechpartner des VfgG für den “Osten” (Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen) Thilo Kabus. Kabus war zwanzig Jahre lang NPD-Mitglied, zeitweise Bundesvorsitzender deren Nachwuchsorganisation und von 1992 bis 1998 NPD-Vorsitzender in Brandenburg. 2003 trat er aus der NPD aus. Ab 2004 war er dann bis 2006 Pressesprecher der DVU-Fraktion im brandenburgischen Landtag. Er versteht sich als “Nationalanarchist” und ist anscheinend nach wie vor für die DVU aktiv.
Werter Martin,
gibt es außer dem prominenten Beispiel überhaupt noch irgend ein weiteres?
Außerdem hat es meiner Meinung nach einige Schwächen: ich selbst würde nie so weit gehen Thilo als “aktiven Rechtsextremisten” zu bezeichnen, dafür fehlen einfach die Begründungen.
Das mit der NPD-Mitgliedschaft ist zwar kritisch, aber ich denke dass man hier genauer Thilos Gründe und Absichten für die Mitgliedschaft mitberücksichtigen sollte und sich mehr ein Bild von seinen eigenen Ansichten machen muss.
DVU-Mitgliedschaft ist auch keine, da man die DVU nicht wirklich als rechtsextrem bezeichnen kann. Es gibt nunmal auch keine parteilichen Alternativen für Leute mit gemäßigt rechten Ansichten (wie ich Thilo einschätze), zumindest nicht seit sich die Pro-Parteien gegründet haben.
“Nationalanarchist” finde ich in dem Zuge sogar deutlich entlastend, da zur rechtsextrmen Orientierung mindestens noch rassistische und faschistische Ansichten gehören und zumindest letztere kann man da eindeutig ausschließen…
Hast du dich jemals auf der persönlichen Ebene mit Thilo Kabus beschäftigt oder immer nur “über” ihn geschrieben?
Außer dem prominenten Beispiel kenne ich – in einige Fällen sogar persönlich – eine ganze Reihe “völkischer” oder, sprachlich modernisiert, “ethnischer” Asatru im VfgH.
Ich erkenne zwar an, dass der VfgH sich vom britischen Odinic Rite, der für ein deutlich rassistisch geprägtes germanisches Heidentum steht, abgenabelt hat. Aber dennoch ist nach meinem Eindruck das Konzept eines “ethnischen Heidentums”, das durchaus auch völkische Versatzstücke enthält, im VfgH vorherrschend.
Für die Nornirs Ætt sind eben einige Punkte nicht verhandelbar – Rassismus, auch in verbrämter Form, gehört dazu. “Metagenetik” im Sinne McNallen, wie sie von Volker “Stilkam” Wagner, der ja im VfgH alles andere als unwichtig ist, propagiert wird, ist ein ganz klar rassistisches Konzept. (“Metagenetik” im Sinne McNallen ist Ethnopluralismus ins Biologistische gewendet.)
Thilo Kabus ist nach eigenen Angaben aus der NPD ausgetreten, weil der von im vertretene Nationalanarchismus in der von NS-Nostalgikern und stramm autoritären Nationalisten dominierten Partei keinen Platz hatte.
“Nationalanarchist” ist nur dann “nicht so schlimm”, wenn man, wie leider auch viele deutsche Politiker, Journalisten und “Sicherheitsexperten”, von einer eindimensionalen Extremismustheorie ausgeht: “Gute Mitte” und “böse Ränder”. Weil ein “Nationalanachist” kein Faschist ist bzw. autoritäre Gesellschaftstrukturen ablehnt, und außerdem “nix gegen Neger hat” (womit er nach landläufiger Ansicht “doch kein Rassist” ist), ist er eben “gemäßig rechts” und damit nicht mehr “böse.”
Glaubt man den Nationalanarchisten, dann vertreten sie eine radikale Alternative zur Globalisierung, die Multikulturalität nicht innerhalb, sondern zwischen ethnisch homogenen Völkern herstellen wolle.
“Nationaler Anarchismus” deutet den Anarchismus also in eine Ideologie zur “Befreiung von Multikulturalität” um.
Entschuldige, für mich ist das verdammt nahe an der “Neuen Rechten” dran!
Auch eine Position, in der der “klassische” Rassismus durch das Konzept des Ethnopluralismus ersetzt wird, in dem andere “Völker” zwar “respektiert” werden, ein Staat aber dennoch “ethnisch homogen” zu sein hätte, ist eben allenfalls äußerlich “anachistisch”, in Wirklichkeit aber “völkisch”.
Hallo Martin
wie ich lese scheinst du dich gut mit runen und der verbotenheit in Deutschland auszu kennen
da ich auch mit dem gedanken spiele mir den schriftzug Wotan oder Thor in Runen schrift zuTättoowieren
Lassen.
Lieber Thor_29,
ich sehe da keine Probleme. Vorsicht nur: mache Dich über authentische Runenreihen schlau, nicht dass Du nachher mit “Armanen-Runen” ‘rumläufst.
Bleibt mir nur, Dir zu wünschen, dass Du einen guten Tätowierer findest und die Sache nachher vernünftig aussieht. (Was ich z. Z. am Badesee an Tattoos sehe, sieht manchmal – im übertragenen Sinne – reichlich verboten aus … )
MartinM
Thx Martin
na sicher habe ich einen vernünftigen Tättoowierer und ich werde auch sicher noch ein paar nächte drüber schlafen
Ist die schwarze sonne verboten
ich bräuchte mal eine liste wo man alle verbotene symbole findet.
Die “Schwarze Sonne” ist zur Zeit nicht verboten. Sie ist aber gegebenenfalls “Gefahr für die öffentliche Ordnung”.
Solche Listen sind Ländersache, daher habe ich an dieser Stelle bewusst auf so eine Auflistung verzichtet. Das jeweilige LKA kann Auskunft geben.
Nur so nebenbei: Du bist Dir hoffentlich im Klaren darüber, dass “Odin18″ auch ein suspektes Symbol ist? Und zwar eines, das wesentlich typischer für Nazis ist, als z. B. eine “Schwarze Sonne”?
Na toll…..
…habe mir heute auf dem mittelalterlichen Weihnachtsmarkt ein wunderschönes Amulett mit einem kleinen Edelstein zugelegt…eine Triskele….und nun lese ich, dass das verboten sein (oder werden) soll…..oder zumindest Anstoß findet….
Darf man das nun an einer Kette tragen oder nicht??
Danke für Antwort schon jetzt.
Hallo Esotante,
niemand verbietet Dir, ein Amulett mit einer Triskele zu tragen! Du bist kein Nazi und keine Rassistin (hoffe ich jedenfalls), und daher ist nicht anzunehmen, dass Du mit irgend einem Symbol, dass Du trägst, Sympathie mit den “Kackbraunen” zeigen willst.
In meinem Artikel heißt es ausdrücklich: “Es heißt manchmal von diesen jenen Symbol, es sei verboten. Wirklich verboten sind allerdings nur jene Symbole, die Kennzeichen verbotener verfassungsfeindlicher Organisationen sind.”
Also: eine Triskele ist nur dann in der Öffentlichkeit verboten, wenn es die eckige Triskele ist, die von einigen Rassenhassler-Organisationen verwendet wird!
Wenn Dich jemand wegen Deiner Triskele “Nazi” nennt, mach ihm oder ihr bitte klar, dass Du es nicht bist!
Ich habe damals diese Seite gemacht, um über die Lage der Dinge aufzuklären. Die leider schlecht ist hierzulande, wo man lieber Symbole bekämpft, als die Menschenfreinde, die sich diese Symbole unter den Nagel gerissen haben.
Ich habe sie auch gemacht, um Menschen vor Schaden zu bewahren, die nichtsahnend Symbole tragen, die irgendwelche rechtsdurchdrehende Idioten als “ihre” reklamieren. Zum Beispiel bei Polizeikontrollen.
Was auf die “runde” Triskele zum Glück bisher nicht zutrifft.
Ich möchte Menschen wie Dir keine Angst davor machen, keltischen oder germanischen Schmuck zu tragen!
MartinM
Hallo Martin,
vielen Dank für Deine prompte Antwort.
Erleichterte Grüße sendet Dir
die Esotante
Hallo Martin,
leider bin ich erst jetzt auf meiner Suche nach einem spirituellen zu Hause auf diese Diskussion auf merksam geworden. Da in meiner Gegend nur der VfgH vertreten ist, wollte ich dort einmal zum Stammtisch gehen. Jetzt hast du mich sehr verunsichert.
Auf Nachfrage von Märchenwesen wußtest du ja nur 2 Personen mit Namen zu benennen, wobei Thilo Kabus wohl selbst nach deiner Aussage schon lange kein NPD-Mitglied mehr ist (selbst Joschka Fischer konnte als ehemaliger Steinewerfer der linken Szene Deutscher Aussenminister werden!) und auch kein DVU-Mitglied. Von Volker Wagner habe ich auf seiner Homepage nichts von McNallenfinden können, außer einer Übersetzung aus 2005.Daraus schließe ich nicht, dass er die Metagenetik vertritt, kann nur feststellen, dass er sich damit mal beschäftigt hat. Nach seiner Literaturliste hat er sich mit sehr vielen verschiedenen Strömungen beschäftigt,und ist so ehrlich, das auch zuzugeben. Respekt!
Nun zitiere ich dich aus deinem Post oben:
“Außer dem prominenten Beispiel kenne ich – in einige Fällen sogar persönlich – eine ganze Reihe “völkischer” oder, sprachlich modernisiert, “ethnischer” Asatru im VfgH.”
Wieviele VfgHler sind es denn nun, die du persönlich kennst und als “etnische Asatru” ansiehst?
Von wievielen VfgH-lern nimmst du an,dass sie völkisch sind?
Gruß,
Friederike
Hallo Frederike,
selbstverständlich ist es völlig in Ordnung, wenn Du zum Stammtisch des VgfH gehst. Er ist ja schließlich keine rechtsextremistische Vereinigung.
Bitte habe Verständnis dafür, dass ich außer Kabus und Wagner keine Namen preisgebe, und dass ich keine Mail, keine Briefe, kein Telefongespräch oder andere persönliche Mitteilungen veröffentlichen werde.
Ich kenne Stikams Literaturliste. Er ist in der Tat sachkundig und vielseitig interessiert.- und er ist sehr intelligent. Er wäre dumm, wenn er die Metagenetik nach wie vor offensiv öffentlich vertreten würde.
Zu der von Dir gezogenen Parallele zwischen Joschka Fischer und Thilo Kabus: Fischer war “Sponti”, ob er selbst “Steineschmeisser” war, ist meines Wissens nur eine Vermutung, die allerdings bei passender Gelegenheiten von der “Bild” breitgetreten wurde. Dass er, anders als die meisten “Grünen” bis Ende der 90er Jahre, kein Pazifist war, war allerdings klar, und dass er als Außenminister ebenfalls nicht eben als Friedenstifter auffiel (im Gegenteil!), hat niemanden, der seine Karriere mitverfolgt hat, überrascht. Es gibt in seiner Karriere keine politische Kehrtwende: er war als Minister nicht viel anders als einst als “Grüner Hinterbänkler” (nur besser gekleidet).
Kabus’ braunstichige Vergangenheit ist aktenkundig, und dass er noch vor wenigen Jahre nichts dabei fand, für die DVU zu arbeiten, spricht nicht für einen radikalen Bruch oder eine politische Kehrtwende. Vielleicht hat er die inzwischen vollzogen, aber ich gebe bei seiner Vergangenheit nicht so schrecklich viel auf bloße Worte. Ja, ich traue ihm nicht.
Gruß,
MatinM
Warum verbietet man nicht das Christenkreuz?
Soviele Menschen starben auf der Christianisierungs-tour und da gibt es Heute tatsächlich Leute die sich so ein Ding um den Hals hängen.
Was wollen die Leute uns damit sagen? Dass sie das gut finden?
Davon abgesehen, dass die Heuchler sich jeden Sonntag treffen um zu zelebrieren.
Ich sage: Alles nur Ansichtsache.
Hallo Martin,
Da du die Irminsul, die auf der Startseite des VfgH zu finden ist, oben als “suspektes heidnisches Symbol” dargestellt hast und so beschreibst:
“wird von verschiedenen rechtsextremen Vereinigungen, u. A. der rassistischen “Artgemeinschaft”, verwendet.”, bin ich über deine Antwort jetzt wirklich überrascht.
Selbstverständlich erwarte ich nicht, dass du hier Namen nennst, aber “eine ganze Reihe ethnischer Asatru im Vfgh” ist doch eine sehr vage Angabe. Muß ich also hauptsächlich mit solchen Leuten beim VfgH rechnen, oder nur ganz vereinzelt?
Fischer war vielleicht nicht gerade ein richtiges Beispiel, da hast du Recht.
Gruß,
Friederike
Hallo,
wie Du schon an den anderen Beispielen für “suspekte” Symbole erkennst, wird es fast immer völlig harmlos sein, wenn jemand so ein Symbol verwendet. Zum Beispiel trage ich meinen Thorshammer, obwohl es immer noch “Experten” gibt, die meinen, dass es ein “einschlägiger Code” der Neonazis wäre.
Im Falle der Irminsul habe ich darauf hingewiesen, wieso dieses Symbol im Verdacht steht, ein rechtsextremes Kennzeichen zu sein.
Die Irminsul der “Artgemeinschaft” ist etwas anders gestaltet und steht vor dem stilisierten Sternbild des Großen Bären und wird von dem Polarstern gekrönt – und ist von der “Artgemeinschaft” als Gebrauchsmuster geschützt, ist also kein “suspektes Symbol”, sondern ein ziemlich sicheres Merkmal für eine Verbindung zu diesem Rassistenverein.
Ich bin über die genauen Zustände im VfgH nicht informiert, aber ich habe nicht den Eindruck, der Verein sei “flächendeckend braun”.
Martin
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Dieser Artikel hat mich wirklich wütend gemacht, auch wenn er einfach nur den Tatsachen entspricht. Weder hasse ich die Nazis noch kann ich sie leiden, ich toleriere sie.
Jedoch, ob Sympathie oder nicht, das ist einfach eine bodenlose Frechheit all die Symbole zu verbieten, nur weil sie diese verwenden! Man kann nicht jedes Zeichen verbieten, das irgendjemand verschmutzt hat. Was passiert, wenn die Nazis als neues Symbol die Isa-Rune verwenden? Ist dann jeglicher senkrechte gerade Strich ein „mögliches Nazizeichen“?!
Zum einen finde ich es sowieso extrem dumm eine Ideologie so zu fürchten, dass man alles, was sie berührt sofort verbieten muss. Das gibt den Nazis mehr Macht, als sie ohnehin schon haben. So zeigt man ihnen ja erst, dass sich alle Augen auf sie richten.
Dadurch, dass diese Symbole verboten werden schränkt man nicht die Nazis ein, denn wie schon im Artikel geschrieben, wissen die sich mit anderen Symbolen zu helfen. In ihrer Freiheit eingeschränkt sind wirkliche Heiden, denn die Symbole, die sie in ihrem Kontext verwenden wollen gibt es eben nur einmal! Letztendlich schränkt man die Religionsfreiheit einer völlig harmlosen Religion ein. Man kann nicht alle Zeichen verbieten, die die Nazis verwenden. Es würden immer mehr werden. Ein Nazi interessiert so ein Verbot nicht. Er kann seine Ideologie ja sowieso nicht frei leben. Ob er das Zeichen jetzt frei verwenden kann oder nicht, macht dann auch keinen Unterschied mehr.
Zuletzt noch: Auch wenn die Nazis die Symbole in den Dreck ziehen (und ich deshalb selbst einen ziemlichen Zorn auf sie verspüre), ist es doch nicht ihre Schuld sondern die der Justiz, wenn sie verboten werden. Nur scheint die dümmer zu sein, als die Nazis und versteht nicht, dass sie durch Verbote rein gar nichts erreicht.
Lösung wär meiner Meinung nach Aufklärung, nicht Verbot!
Hallo.
Die Triskele ist kein verbotenes Zeichen.
Du argumentierst das Zeichen in deinem Artikel ziemlich haltlos mit den Worten: “Ein Hakenkreuz bleibt ein Hakenkreuz, egal wie viele und wie krumme Arme es hat.” Das stimmt so einfach nicht. Ein Hakenkreuz definiert sich nunmal durch4 Armen, welche stilistisch aggressive Formen aufweisen. Ja die Nationalsozialisten hatten einen Febel für alte “Germanische” Symbole. Aber auch die Definition ist haltlos. Die Triskele ist ein keltisches Symbol und die Spirale ansich wurde schon in der Jungsteinzeit verwendet. Fakt ist, dass die Kelten ursprünglich aus Frankreich, Großbritanien und Spanien stammen und von den Römern in ihr bekanntes Kerngebiet zurückgedrängt wurden. Die Triskele sollte somit als ursprünglich Vermächtnis der Europäer verstanden werden. Es ist kein schlechtes Symbol, nur weil sich ein paar Spinner in der Geschichte daran vergriffen haben.
Wo hat jemand behauptet, die Triskele sei ein “verbotenes Zeichen”? es steht eindeutig unter “beargwöhnt”, und die “Argumentation” ist ein Zitat, das die, die es beargwöhnen, anführen. Tipp: erst lesen, dann reden
Und freilich: solche Beargwöhnungen kann man nur mit Information und Aufklärung begegnen. Und mit einer eigenen eindeutigen Positionierung, die Bedingung für das Vertrauen darin ist, dass hier nicht nur wieder irgendeine braune Soße hinter hübschen alten Symbolen vertuscht und verschleiert werden soll. Wenn Leute Angst davor haben, dass ihnen da nur wieder irgendeine rassistische Scheiße in pseudohistorischem Gewand begegnet hilft es weder dem, der da Angst hat noch dem, der damit zu Unrecht konfrontiert ist, arrogant oder gar “beleidigt” zu sein.
Hallo Daniel,
Sven hat recht! Als Verfasser dieses Textes ergänze ich: ich führte das Zitat: “Ein Hakenkreuz bleibt ein Hakenkreuz, egal wie viele und wie krumme Arme es hat” als Beispiel für eine typische Rechtfertigung dafür, die Triskele als rechtextremes Symbol zu sehen, an. Ich dachte bisher, es ginge aus dem Kontext klar hervor, dass ich diese Ansicht nicht teile.
Eine Zeile höher schrieb ich zur Rune Eiwaz: “sieht angeblich der verbotenen Sig-Rune zum Verwechseln ähnlich” – was sie offensichtlich nicht ist.
Nebenbei: wenn wir die Triskele wirklich für ein Nazi-Symbol halten würden, würden wir wohl kaum diese Aktion unterstützen:
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Dann habe ich dich wohl missverstanden.
Dieses schöne Symbol und viele weitere haben so gar nichts mit Faschismus zu tun. Ich finde es gut, dass du diese Meinung unterstützt.
Frohes Schafen noch
hallo
ich als bretonne trage ein triskel als anhänger seit ein ewigkheit weil mein vorfahren kelten
ware und ich bekenne mich dazu bei uns ist triskel ganz normale