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	<title>Asatru zum selber Denken - die Nornirs Ætt</title>
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		<title>Spuren der &#8220;ersten Wikinger&#8221; in Estland</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Jun 2013 16:27:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MartinM</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Archäologie]]></category>
		<category><![CDATA[Baltikum]]></category>
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		<category><![CDATA[Wikingerzeit]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><b>Zwei bemerkenswerte Schiffsfunde in Estland könnten darauf hinweisen, dass der &#8220;Wikinger-Sturm&#8221; sich schon lange vor den bekannten Überfällen auf England und das europäische Festland zusammenbraute.</b></p>
<p>Nach der üblichen Geschichtsschreibung begann die &#8220;Wikingerzeit&#8221; am 8. Juni 793, als das auf einer Insel vor der Küste Nordostenglands gelegene Kloster Lindisfarne von &#8220;heidnischen Männern&#8221; aus Skandinavien überfallen und ausgeplündert wurde.</p>
<p>Die Überfälle, Kriegszüge, Handelsfahrten, Entdeckungsreisen und Auswanderungen der &#8220;Wikingerzeit&#8221; wären ohne hochseetüchtige und leistungsfähige Schiffe nicht möglich gewesen. Die &#8220;frühmittelalterliche skandinavische Expansion&#8221; hatte viele Ursachen, aber der entscheidende Faktor, der &#8220;Wikinger&#8221; zur unaufhaltsamen Macht, zu gefürchteten Seeräubern und erfolgreichen Fernändlern machte, war der überragende Schiffbau.</p>
<p>Über die &#8220;Wikingerschiffe&#8221; des 9. bis 10. Jahrhunderts sind wir, dank archäologischer Funde und schriftlicher Quellen, recht gut im Bilde. Hingegen ist über den Übergang vom reinen Ruderschiff vom Typ des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nydam-Schiff" target="_blank">Nydam-Schiffes</a> (ca. 320 u. Z.)  zum gesegelten Langschiff wenig bekannt. Das mit seinem hochgezogenen Bug und Heck schon sehr nach &#8220;Wikingerschiff&#8221; ausehende Kvalsund-Schiff aus der Zeit um 700 u. Z. hätte mit seinem ausgeprägten Kiel theoretisch schon gesegelt werden können, aber es fehlte jeder Hinweis auf einen Mast. Das um ca. 820, also schon mitten in der &#8220;Wikingerzeit&#8221;, gebaute Oseberg-Schiff war eindeutig mit einer Beseglung versehen. </p>
<p>Zwei große Boote oder kleine Schiffe voller erschlagener Krieger, die auf der estnischen Insel Saaremaa freigelegt wurden, könnten Licht in den Übergang vom Kurzstrecken-Ruderschiff zum Segelschiff, zur Herkunft der ersten &#8220;Wikinger-Krieger&#8221; und der Entwicklung ihrer Taktik bringen. Nach Aussaga von Marge Konsa, einer Archälogin an der Universität Tartu, ist es unumstritten, dass die Gräber skandinavischer Herkunft sind.</p>
<p>Im zuerst gefundenen kleineren Boot lagen die Gebeine von sieben Männern, im größeren Fahrzeug von 33 Männern säuberlich wie Holzscheite gestapelt begraben, zusammen mit ihren Tieren und Waffen. Die Grabstätte macht den Eindruck eines hastig errichteten Massengrabs.<br />
Die Archäologen nehmen an, dass die Männer zwischen 700 u. Z. und 750 u. Z. im Gefecht fielen, also lange vor dem &#8220;offiziellen Beginn&#8221; der &#8220;Wikingerzeit&#8221;. Damit würden sie in die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Vendelzeit" target="_blank">Vendelzeit</a> fallen, einer Übergangszeit zwischen &#8220;Völkerwanderungszeit&#8221; und &#8220;Wikingerzeit&#8221;. </p>
<p>Zwar war fast das gesamte Holz des 2008 gefundenen, Salme 1 genannten, Bootes weggerottet, aber Verfärbungen im Boden und ca. 275 erhalten gebliebene eiserne Nieten erlaubten die Rekonstruktion des ca. 11,50 m langen Fahrzeugs. Das schmale und ziemlich leichte Boot nur kann nur ein schnelles Kriegsboot gewesen sein. Die Radiokarbon-Datierung einiger erhalten gebliebener Holzfragmente weisen darauf hin, dass das Holz zwischen 650 und 700 geschlagen wurden. Allerdings war Salme 1, wie das Kvalsund-Schiff, ein reines Ruderfahrzeug.</p>
<p>Jüri Peets, Archaeologe an der Universität von Tallinn, entdecklte knapp 30 Meter von Salme 1 entfernt ein weitaus größeres und technisch raffinierteres Schiff, Salme 2, das 2012 ausgegraben wurde.  Auch das Holz dieses Fundes war größtenteils nicht mehr vorhanden, aber anhand der Postion der über 1200 Nieten und der Bodenverfärbungen lässt sich rekonstruieren, dass Salme 2 ca. 16,30 m lang und ca. 3 m breit war. Das Fahrzeug hatte einen Kiel. Peets interpretiert Holz- und Eisenfragmente in der Rumpfmitte als Überreste der Masthalterung und im Tuchreste als Teile eines Segels. Wenn er recht behält, ist Salme 2 das bisher älteste im Ostseeraum gefundene Segelschiff.<br />
Wenn Salme 2 ein Segel trug, wäre es in jeder Hinsicht ein &#8220;Wikingerschiff&#8221; gewesen. Peets and Konsa stimmen darin überein, dass beide Fahrzeuge zur selben Zeit aus dem selben Anlass vergraben wurden. Eindeutige Spuren von Schwerthieben beweisen, dass die Männer im Kampf umgekommen waren.</p>
<p>Wahrscheinlich sammelten die Überlebenden einer Seite eines Gefechtes die Körper ihrer gefalllenen Kameraden zusammen und bestatten sie in zwei nicht mehr für die Heimreise benötigten Booten, die sie gut 70 Meter den sanft ansteigen Strand empor zogen, zusammen mit ihren unbrauchbar gemachten Waffen. Es fällt auf, dass die Männer im größeren Schiff besser bewaffnet waren und mit größerem Respekt bestattet wurden. Auch innerhalb der Besatzung von Salme 2 weist eine mehr oder wenige kostspielige Ausrüstung auf eine ausgeprägte Hierachie hin. Die Machtart der Pfeilspitzen und der Schwerter ist eindeutig skandinavisch.<br />
Die Bestattung erfolgte offensichtlich unter Zeitdruck, und ein Grabhügel wurde nicht errichtet.</p>
<p>Obwohl Schiffbestattungen im Nordeuropa vor der Christanisierung nicht ungewöhnlich waren, ist ein Schiffsgrab dieser Art &#8211; nicht als Einzelgrab einer bedeutenden Persönlichkeit, sondern als &#8220;Soldatenfriedhof&#8221; &#8211; bisher einzigartig. In schriftlichen Quellen wird diese Form der Bestattung für in der Ferne gefallene Krieger jedoch erwähnt. </p>
<p>Die Funde von Salme legen nahe, dass die &#8220;Wikingerzeit&#8221; kein plötzlich auftretendes Phänomen war und dass Vendelzeit und Wikingerzeit allmählich ineinander übergingen. Sie bestätigen auch die aus Heldengeschichten und Sagas bekannte Überlieferung, dass die &#8220;Wikingerüberfälle&#8221; von &#8220;adligen&#8221; (oder zumindest wohlhabenden) Anführern und ihrer Gefolgsschaft verübt wurden. </p>
<p>Wer kämpfte gegen wen? Eine mögliche Verbindung könnte es zur, alllerdings hochmittelalterlichen, Sage um den schwedischen Edelmann Yngvar geben, der bei einem Überfall auf Estland im Kampf gegen ein estnisches Heer umkam. Er wurde nahe dem Strand bestattet.<br />
Wenn das so war, stellt sich die Frage, was die schwedischen Krieger auf Saaremaa suchten &#8211; reiche Siedlungen oder gar Klöster gab es dort nicht.<br />
Vielleicht kämpften sie auch gegen andere Skandinavier.<br />
Konsa fand Pfeilspitzen dort wo die Aussenseite des kleineren Bootes war, so, als hätten sich im Holz gesteckt. Sie vermutet, dass die Schlacht auf See begann und auf dem Strand fortgesetzt wurde.</p>
<p>Quelle: <a href="http://archaeology.org/issues/95-1307/features/941-vikings-saaremaa-estonia-salme-vendel-oseberg" target="_blank">The First Vikings &#8211; Archeology Magazine &#8211; Archaeological Institute of America</a></p>
<div style="display:block"><small><em>posted in <a href="http://www.nornirsaett.de/category/asatru-themen/wissenschaft/">Wissenschaft</a> by MartinM <a href="http://www.nornirsaett.de/spuren-der-ersten-wikinger-in-estland/#comments">Leave A Comment</a><br />&copy;2013 <a href="http://www.nornirsaett.de">Asatru zum selber Denken - die Nornirs Ætt</a>. All Rights Reserved.</em></small></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><b>Zwei bemerkenswerte Schiffsfunde in Estland könnten darauf hinweisen, dass der &#8220;Wikinger-Sturm&#8221; sich schon lange vor den bekannten Überfällen auf England und das europäische Festland zusammenbraute.</b></p>
<p>Nach der üblichen Geschichtsschreibung begann die &#8220;Wikingerzeit&#8221; am 8. Juni 793, als das auf einer Insel vor der Küste Nordostenglands gelegene Kloster Lindisfarne von &#8220;heidnischen Männern&#8221; aus Skandinavien überfallen und ausgeplündert wurde.</p>
<p>Die Überfälle, Kriegszüge, Handelsfahrten, Entdeckungsreisen und Auswanderungen der &#8220;Wikingerzeit&#8221; wären ohne hochseetüchtige und leistungsfähige Schiffe nicht möglich gewesen. Die &#8220;frühmittelalterliche skandinavische Expansion&#8221; hatte viele Ursachen, aber der entscheidende Faktor, der &#8220;Wikinger&#8221; zur unaufhaltsamen Macht, zu gefürchteten Seeräubern und erfolgreichen Fernändlern machte, war der überragende Schiffbau.</p>
<p>Über die &#8220;Wikingerschiffe&#8221; des 9. bis 10. Jahrhunderts sind wir, dank archäologischer Funde und schriftlicher Quellen, recht gut im Bilde. Hingegen ist über den Übergang vom reinen Ruderschiff vom Typ des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nydam-Schiff" target="_blank">Nydam-Schiffes</a> (ca. 320 u. Z.)  zum gesegelten Langschiff wenig bekannt. Das mit seinem hochgezogenen Bug und Heck schon sehr nach &#8220;Wikingerschiff&#8221; ausehende Kvalsund-Schiff aus der Zeit um 700 u. Z. hätte mit seinem ausgeprägten Kiel theoretisch schon gesegelt werden können, aber es fehlte jeder Hinweis auf einen Mast. Das um ca. 820, also schon mitten in der &#8220;Wikingerzeit&#8221;, gebaute Oseberg-Schiff war eindeutig mit einer Beseglung versehen. </p>
<p>Zwei große Boote oder kleine Schiffe voller erschlagener Krieger, die auf der estnischen Insel Saaremaa freigelegt wurden, könnten Licht in den Übergang vom Kurzstrecken-Ruderschiff zum Segelschiff, zur Herkunft der ersten &#8220;Wikinger-Krieger&#8221; und der Entwicklung ihrer Taktik bringen. Nach Aussaga von Marge Konsa, einer Archälogin an der Universität Tartu, ist es unumstritten, dass die Gräber skandinavischer Herkunft sind.</p>
<p>Im zuerst gefundenen kleineren Boot lagen die Gebeine von sieben Männern, im größeren Fahrzeug von 33 Männern säuberlich wie Holzscheite gestapelt begraben, zusammen mit ihren Tieren und Waffen. Die Grabstätte macht den Eindruck eines hastig errichteten Massengrabs.<br />
Die Archäologen nehmen an, dass die Männer zwischen 700 u. Z. und 750 u. Z. im Gefecht fielen, also lange vor dem &#8220;offiziellen Beginn&#8221; der &#8220;Wikingerzeit&#8221;. Damit würden sie in die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Vendelzeit" target="_blank">Vendelzeit</a> fallen, einer Übergangszeit zwischen &#8220;Völkerwanderungszeit&#8221; und &#8220;Wikingerzeit&#8221;. </p>
<p>Zwar war fast das gesamte Holz des 2008 gefundenen, Salme 1 genannten, Bootes weggerottet, aber Verfärbungen im Boden und ca. 275 erhalten gebliebene eiserne Nieten erlaubten die Rekonstruktion des ca. 11,50 m langen Fahrzeugs. Das schmale und ziemlich leichte Boot nur kann nur ein schnelles Kriegsboot gewesen sein. Die Radiokarbon-Datierung einiger erhalten gebliebener Holzfragmente weisen darauf hin, dass das Holz zwischen 650 und 700 geschlagen wurden. Allerdings war Salme 1, wie das Kvalsund-Schiff, ein reines Ruderfahrzeug.</p>
<p>Jüri Peets, Archaeologe an der Universität von Tallinn, entdecklte knapp 30 Meter von Salme 1 entfernt ein weitaus größeres und technisch raffinierteres Schiff, Salme 2, das 2012 ausgegraben wurde.  Auch das Holz dieses Fundes war größtenteils nicht mehr vorhanden, aber anhand der Postion der über 1200 Nieten und der Bodenverfärbungen lässt sich rekonstruieren, dass Salme 2 ca. 16,30 m lang und ca. 3 m breit war. Das Fahrzeug hatte einen Kiel. Peets interpretiert Holz- und Eisenfragmente in der Rumpfmitte als Überreste der Masthalterung und im Tuchreste als Teile eines Segels. Wenn er recht behält, ist Salme 2 das bisher älteste im Ostseeraum gefundene Segelschiff.<br />
Wenn Salme 2 ein Segel trug, wäre es in jeder Hinsicht ein &#8220;Wikingerschiff&#8221; gewesen. Peets and Konsa stimmen darin überein, dass beide Fahrzeuge zur selben Zeit aus dem selben Anlass vergraben wurden. Eindeutige Spuren von Schwerthieben beweisen, dass die Männer im Kampf umgekommen waren.</p>
<p>Wahrscheinlich sammelten die Überlebenden einer Seite eines Gefechtes die Körper ihrer gefalllenen Kameraden zusammen und bestatten sie in zwei nicht mehr für die Heimreise benötigten Booten, die sie gut 70 Meter den sanft ansteigen Strand empor zogen, zusammen mit ihren unbrauchbar gemachten Waffen. Es fällt auf, dass die Männer im größeren Schiff besser bewaffnet waren und mit größerem Respekt bestattet wurden. Auch innerhalb der Besatzung von Salme 2 weist eine mehr oder wenige kostspielige Ausrüstung auf eine ausgeprägte Hierachie hin. Die Machtart der Pfeilspitzen und der Schwerter ist eindeutig skandinavisch.<br />
Die Bestattung erfolgte offensichtlich unter Zeitdruck, und ein Grabhügel wurde nicht errichtet.</p>
<p>Obwohl Schiffbestattungen im Nordeuropa vor der Christanisierung nicht ungewöhnlich waren, ist ein Schiffsgrab dieser Art &#8211; nicht als Einzelgrab einer bedeutenden Persönlichkeit, sondern als &#8220;Soldatenfriedhof&#8221; &#8211; bisher einzigartig. In schriftlichen Quellen wird diese Form der Bestattung für in der Ferne gefallene Krieger jedoch erwähnt. </p>
<p>Die Funde von Salme legen nahe, dass die &#8220;Wikingerzeit&#8221; kein plötzlich auftretendes Phänomen war und dass Vendelzeit und Wikingerzeit allmählich ineinander übergingen. Sie bestätigen auch die aus Heldengeschichten und Sagas bekannte Überlieferung, dass die &#8220;Wikingerüberfälle&#8221; von &#8220;adligen&#8221; (oder zumindest wohlhabenden) Anführern und ihrer Gefolgsschaft verübt wurden. </p>
<p>Wer kämpfte gegen wen? Eine mögliche Verbindung könnte es zur, alllerdings hochmittelalterlichen, Sage um den schwedischen Edelmann Yngvar geben, der bei einem Überfall auf Estland im Kampf gegen ein estnisches Heer umkam. Er wurde nahe dem Strand bestattet.<br />
Wenn das so war, stellt sich die Frage, was die schwedischen Krieger auf Saaremaa suchten &#8211; reiche Siedlungen oder gar Klöster gab es dort nicht.<br />
Vielleicht kämpften sie auch gegen andere Skandinavier.<br />
Konsa fand Pfeilspitzen dort wo die Aussenseite des kleineren Bootes war, so, als hätten sich im Holz gesteckt. Sie vermutet, dass die Schlacht auf See begann und auf dem Strand fortgesetzt wurde.</p>
<p>Quelle: <a href="http://archaeology.org/issues/95-1307/features/941-vikings-saaremaa-estonia-salme-vendel-oseberg" target="_blank">The First Vikings &#8211; Archeology Magazine &#8211; Archaeological Institute of America</a></p>
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		<title>Reaktionäre Esoterik, Rechtspopulismus und der Kopp-Verlag</title>
		<link>http://www.nornirsaett.de/reaktionare-esoterik-rechtspopulismus-und-der-kopp-verlag/</link>
		<comments>http://www.nornirsaett.de/reaktionare-esoterik-rechtspopulismus-und-der-kopp-verlag/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 17 Jun 2013 21:18:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MartinM</dc:creator>
				<category><![CDATA[Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Esoterik]]></category>
		<category><![CDATA[Kopp-Verlag]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category>
		<category><![CDATA[Tübingen]]></category>
		<category><![CDATA[Vortrag]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.nornirsaett.de/?p=6345</guid>
		<description><![CDATA[<p>Am 28. Juni 2013. 20 Uhr, Schlatterhaus, Österbergstraße 2, Tübingen</p>
<p>Eintritt frei – Spenden erwünscht</p>
<p>Kritischer Überblick zum Kopp-Verlag und Vortrag der Sozialwissenschaftlerin und Autorin Dr. Claudia Barth, anschließend Diskussion</p>
<p>Das Motto des Kopp-Verlags „Informationen, die Ihnen die Augen öffnen“ aufgreifend, richtet der Veranstaltungskreis „Augen öffnen“ kritische Blicke auf reaktionäre Esoterik, kulturrassistische Ressentiments und revisionistische Geschichtsdarstellungen im Angebot von Kopp. Denn dessen Sortiment enthält problematische Ideologien, die das demokratische Zusammenleben gefährden können. </p>
<p>Weitere Infos zur Veranstaltung auf der Website des <a href="http://www.nsdok-tuebingen.de/index.php/eventleser/events/71.html">Lern- und Dokumentationszentrum zum Nationalsozialismus e.V</a>.</p>
<div style="display:block"><small><em>posted in <a href="http://www.nornirsaett.de/category/asatru-themen/termine/">Termine</a> by MartinM <a href="http://www.nornirsaett.de/reaktionare-esoterik-rechtspopulismus-und-der-kopp-verlag/#comments">Leave A Comment</a><br />&copy;2013 <a href="http://www.nornirsaett.de">Asatru zum selber Denken - die Nornirs Ætt</a>. All Rights Reserved.</em></small></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 28. Juni 2013. 20 Uhr, Schlatterhaus, Österbergstraße 2, Tübingen</p>
<p>Eintritt frei – Spenden erwünscht</p>
<p>Kritischer Überblick zum Kopp-Verlag und Vortrag der Sozialwissenschaftlerin und Autorin Dr. Claudia Barth, anschließend Diskussion</p>
<p>Das Motto des Kopp-Verlags „Informationen, die Ihnen die Augen öffnen“ aufgreifend, richtet der Veranstaltungskreis „Augen öffnen“ kritische Blicke auf reaktionäre Esoterik, kulturrassistische Ressentiments und revisionistische Geschichtsdarstellungen im Angebot von Kopp. Denn dessen Sortiment enthält problematische Ideologien, die das demokratische Zusammenleben gefährden können. </p>
<p>Weitere Infos zur Veranstaltung auf der Website des <a href="http://www.nsdok-tuebingen.de/index.php/eventleser/events/71.html">Lern- und Dokumentationszentrum zum Nationalsozialismus e.V</a>.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Grenzen der Abgrenzung</title>
		<link>http://www.nornirsaett.de/die-grenzen-der-abgrenzung/</link>
		<comments>http://www.nornirsaett.de/die-grenzen-der-abgrenzung/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 11 Jun 2013 14:56:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MartinM</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gjallarhorn Weblog]]></category>
		<category><![CDATA[Abgrenzung]]></category>
		<category><![CDATA[antifa]]></category>
		<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[germanen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Nazis]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Klar: Von Rassisten, Schwulenhassern, Antisemiten, Frauenfeinden, Moslemfressern, und anderen &#8220;gruppenbezogenen Menschenfeinden&#8221; muss man sich abgrenzen.<br />
Damit ist auch klar: auch gegen jene, die ich in Ermangelung eines besseren Begriffe &#8220;Rechtsextremisten&#8221; nenne &#8211; &#8220;Faschisten&#8221; passt nicht ganz auf alle &#8220;extrem Rechte&#8221; (wenn auch für die meisten), &#8220;Nazis&#8221; erst recht nicht  &#8211; ist Abgrenzung angesagt. Denn &#8220;gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit&#8221; ist für diese Leute typisch!</p>
<p>Schon die Unschärfe der Begriffe &#8220;Rechtsextremist&#8221; bzw. &#8220;Faschist&#8221; zeigt aber, dass es nicht so einfach ist, eine klare Grenze zwecks Abgrenzung zu ziehen. Weshalb gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit selbst &#8211; und nicht die Frage nach &#8220;rechts&#8221;, &#8220;links&#8221;, &#8220;mittig&#8221; &#8211; Abgrenzungs-Kriterium sein sollte. Quasi als humanistische Variante der Gretchenfrage: &#8220;Wie hältst du es mit den Menschenrechten?&#8221;<br />
In der Praxis ist allerdings auch das nicht ganz einfach.</p>
<p>Ein Abgrenzungsproblem, das mir eingetümlich bekannt vorkommt, fand ich auf dem skeptizistischen Blog <a href="https://evidentist.wordpress.com/about-2/" target="_blank">Evidenz-basierte Ansichten</a> im Harald Stückers Artikel: <a href="https://evidentist.wordpress.com/2013/02/13/politisch-korrekt-und-moralisch-orientierungslos/" target="_blank">Politisch korrekt und moralisch orientierungslos</a>. Es geht dabei um die säkuläre Szene, zu der die Nornirs Ætt &#8211; trotz einiger gemeinsamen Haltungen und Ziele &#8211; als &#8220;irgendwie religiöse&#8221; und &#8220;irgendwie esoterische&#8221; Gruppe bestimmt nicht gehört. Trotzdem sind mir Denkstrukturen wie sie Stücker beschreib sattsam bekannt:</p>
<blockquote><p>Seit einiger Zeit wird in der MIZ und auf anderen Kanälen über die rechten Tendenzen in der säkularen Szene <a href="http://www.miz-online.de/node/366" target="_blank">debattiert</a>. Dabei geht es jedoch nicht darum, inwiefern die Etiketten „rechts“ und „links“ relevante Kategorien bezeichnen, wenn es um die Trennung von Staat und Religion geht, sondern wie man sich am besten von den rechten, den „falschen Freunden“ distanzieren kann. Prämisse des<br />
<a href="http://www.miz-online.de/node/379" target="_blank">Artikels von Malte Jessl</a> ist also, dass jemand, dem Rechte zustimmen können, etwas falsch machen muss. Die Welt ist also weiß oder schwarz, links oder rechts.</p>
<p>Jessl kritisiert vor allem die <a href="http://www.giordano-bruno-stiftung.de/" target="_blank">Giordano Bruno Stiftung</a>, weil sie zu wenig darauf achte, ob ihre Positionen auch Rechte gut finden können. Die gbs ist allerdings keine politische Partei, sondern nennt sich selbst „Denkfabrik für Humanismus und Aufklärung“. Sie hat daher keine direkten und klar definierten politischen Gegner außer der organisierten Religion und Esoterik und denjenigen politischen Kräften, die sich für den starken Einfluss von Religion und Esoterik einsetzen. Das waren historisch vor allem rechte Kräfte, aber diese Zeiten des seligen, weil übersichtlichen Lagerkampfs sind schon lange Geschichte. Heute sitzen die Kirchenfunktionäre in allen Parteispitzen, auch in denen der SPD und der Grünen.</p></blockquote>
<p>Die Prämisse, dass jemand, dem Rechte zustimmen können, etwas falsch machen muss, macht auch uns Anhängern eines &#8220;völlig durchgeknallten Germanenkults&#8221; (wie ein gbs-Mitglied Ásatrú charakterisierte) zu schaffen.</p>
<p>Zum Beispiel wurde vor einigen Jahren in einem Blog, dessen Namen und Betreiber ich aus Gründen der Fairness nicht nenne, die &#8220;Nornirs Ætt&#8221; in die Nähe der erz-rassistischen &#8220;Artgemeinschaft&#8221; und des damals noch lebenden &#8220;Nazitrus&#8221; und Neonazi-Multifunktionärs Jürgen Rieger gerückt:</p>
<blockquote><p>[...]Der esoterische Bereich präsentiert sich ähnlich. Ein typischer Blog mit germanischem Gesabber (&#8230;den auch Herr Rieger mögen müsste) ist „Nornirs Aett – Asatru zum selber Denken“ (immerhin wird in diesem Blog also zum Selberdenken aufgerufen&#8230;ist auch wirklich nötig!). Auch hier geht es um „germanische“ Themen aus „Asatru-Sicht“.[...]</p></blockquote>
<p>Ich nahm seinerzeit mit dem Autoren dieses Blogs Kontakt auf, und ich konnte ihn überzeugen, dass Herr Rieger die Nornirs Ætt keineswegs gemocht haben dürfte.</p>
<p>Denkt man die Prämisse &#8220;wer Zustimmung von rechts bekommen könnte, macht etwas falsch&#8221; in Richtung &#8220;Abgrenzung gegen Rechts&#8221; ein wenig weiter, dann sind Ratschläge wie <a href="http://www.nornirsaett.de/tragen-coole-kids-wirklich-keinen-thorshammer/" target="_blank">&#8220;Coole Kids tragen keinen Thorshammer&#8221;</a> nur folgerichtig: &#8220;Alles meiden, was die kackbraunen Kameraden knorke finden könnten&#8221; wird dann als einzig korrekte Möglichkeit wahrgenommen, sich klar gegen &#8220;rechts&#8221; abgrenzen zu können.</p>
<p>Ein anderes Beispiel: Der “Julfest”-Begriff im Sinne skandinavischer Lebensart ist weit verbreitet und positiv besetzt. Das führe zur &#8220;Erosion der Abgrenzung&#8221;. So etwas würde eine saubere Abgrenzung und Stellungnahme gegen das <a href="http://www.nornirsaett.de/das-jul-problem-braune-weihnachten/">“Julfest” im nationalsozialistischen Sinne</a> erschweren. Mehr noch, die stark angestiegene, aber vielfach unkritische Verwendung des Begriffes “Julfest” im alltäglichen Sprachgebrauch wäre ein Beispiel für die Besetzung und Umwertung von Schlüsselbegriffen (”kulturelle Hegemonie”).<br />
Zugespitzt gesagt wären Julbock und Julkerzen von IKEA Risse im Anti-Nazi-Deich, durch die die braune Flut in deutsche Wohnzimmer einsickert.</p>
<p>Ansatzweise erkenne ich diese Form der &#8220;Abgrenzung gegen Rechts&#8221; auch bei der an sich wichtigen und guten Ausstellung &#8220;Graben für Germanien&#8221; (hierzu: <a href="http://www.nornirsaett.de/gefahrliche-playmobil-wikinger/">Gefährliche Playmobil-Wikinger?</a>).</p>
<p>Stücker ist der Ansicht, dass &#8220;PC-Tabuisierungen und -Sprachcodes&#8221; (darauf reduziert sich &#8220;Political Correctness&#8221; im allgemeinen Sprachgebrauch) eine Form der Meinungspflege innerhalb einer Gruppe sei, sie diene zur Abgrenzung von der jeweiligen &#8220;Outgroup&#8221;. Sie wäre die moderne Variante eines uralten Reflexes, nämlich dem, sich der Solidarität der eigenen Gruppe zu vergewissern.</p>
<blockquote><p>Die Empörung über politisch nicht korrektes Verhalten ist ein Ritus der Selbstreinigung. Ein Sündenbock wird in die Wüste geschickt. Es ist ein geradezu paradigmatisch religiöses Stratagem. Eine „Szene“, die sich selbst „säkular“ nennt, sollte darüber einmal nachdenken.</p></blockquote>
<p>Übertragen auf Thorshammer-Schmuck, Spielzeugwikinger und Jul im IKEA-Stil: Wer so etwas vehement verdammt, der vergewissert sich zu den &#8220;Guten&#8221; zu gehören.<br />
Außerdem ist &#8220;Null-Toleranz&#8221; gegen alles, was auch nur entfernt nach &#8220;völkischem Germanenmythos&#8221; aussehen könnte, herrlich bequem: wenn nur alle &#8220;Anständigen&#8221; alles &#8220;Germanen&#8221; Zugeschriebene sorgsam meiden würden, dann würden sich Anhänger völkischer Ideologie unweigerlich verraten, sobald sie nur den Mund aufmachen.</p>
<p>Das &#8220;Schnittmengenproblem&#8221;, das Jesl anspricht, ist  real &#8211; Sozialdarwinisten finden evolutionäre Begründungen menschlichen Verhaltens toll, so wie völkische Rassisten von den vorchristlichen Religionen Europas fasziniert sind &#8211; es passt eben zu ihrem Weltbild. Trotzdem gehört eine stark dualistische, geradezu binäre Schwarz/Weiß-Ja/Nein-Logik dazu, daraus abzuleiten, die Biologie müsse gefälligst als für die Beantwortung menschlicher Sinnfragen als nicht relevant betrachtet werden, weil alles andere ja Biologismus sei, und Biologismus sei nunmal &#8220;rechts&#8221;, sprich &#8220;böse&#8221;.</p>
<p>Wir leben nun mal nicht in einem Märchenland, in dem nur die Guten schön sind, und auch in keiner Welt, in der sich anhand weniger, klarer Kriterien erkennen ließe, wie es jemand mit den Menschenrechten hält. </p>
<p>&#8220;Falsche Freunde&#8221; zu erkennen ist daher ein mühsames Geschäft. Es kommt nämlich auf Interessen, Haltungen, Ziele und letzten Endes Taten an. An einzelnen Worten lassen sie nicht erkennen, genausowenig wie an Schmuck, Frisur, Kleidungsstil usw.. </p>
<p>Abgrenzung kann wichtig sein. Sie markiert das soziale Hausrecht einer Gemeinschaft: &#8220;Bis hierhin und nicht weiter!&#8221;, &#8220;Rassenquassler unerwünscht!&#8221; &#8220;Noch so ein Spruch über Lesben, und du fliegst raus!&#8221; usw. ect. pp..<br />
Sie hat aber ihre Grenzen, und zwar da, wo sie nur noch der &#8220;sozialen Fellpflege unter felllosen Affen&#8221; dient. Eine andere Grenze ist dann überschritten, wenn Abgrenzung nach dem Schema <a href="http://www.nornirsaett.de/schublade-auf-und-rein-mit-dir/">&#8220;Schublade auf und rein mit dir&#8221;</a> funktioniert.<br />
Schlimmstenfalls dient die Abgrenzung der Feindbildpflege.</p>
<p>Um nicht mit Nazis, völkischen Germanentümlern, Ariosophen usw. verwechselt zu werden, und um &#8220;klare Kante&#8221; gegen Rassisten, Schwulenhassern, Antisemiten, Frauenfeinde, Moslemfresser, und anderen &#8220;gruppenbezogenen Menschenfeinde&#8221; zu zeigen, reicht es nach meiner Ansicht und Erfahrung nach meistens aus, die eigene, menschenrechtsorienierte und demokratische Position klar herauszuarbeiten. Das ist allemal wirksamer und nebenwirkungsärmer als Sprachregelungen, Symbolverbote oder wortreiche Distanzierungen!</p>
<p>Martin Marheinecke, Juni 2013</p>
<div style="display:block"><small><em>posted in <a href="http://www.nornirsaett.de/category/odins-auge-ariosophieprojekt/gjallarhorn-asatru-weblog/">Gjallarhorn Weblog</a> by MartinM <a href="http://www.nornirsaett.de/die-grenzen-der-abgrenzung/#comments">Leave A Comment</a><br />&copy;2013 <a href="http://www.nornirsaett.de">Asatru zum selber Denken - die Nornirs Ætt</a>. All Rights Reserved.</em></small></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Klar: Von Rassisten, Schwulenhassern, Antisemiten, Frauenfeinden, Moslemfressern, und anderen &#8220;gruppenbezogenen Menschenfeinden&#8221; muss man sich abgrenzen.<br />
Damit ist auch klar: auch gegen jene, die ich in Ermangelung eines besseren Begriffe &#8220;Rechtsextremisten&#8221; nenne &#8211; &#8220;Faschisten&#8221; passt nicht ganz auf alle &#8220;extrem Rechte&#8221; (wenn auch für die meisten), &#8220;Nazis&#8221; erst recht nicht  &#8211; ist Abgrenzung angesagt. Denn &#8220;gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit&#8221; ist für diese Leute typisch!</p>
<p>Schon die Unschärfe der Begriffe &#8220;Rechtsextremist&#8221; bzw. &#8220;Faschist&#8221; zeigt aber, dass es nicht so einfach ist, eine klare Grenze zwecks Abgrenzung zu ziehen. Weshalb gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit selbst &#8211; und nicht die Frage nach &#8220;rechts&#8221;, &#8220;links&#8221;, &#8220;mittig&#8221; &#8211; Abgrenzungs-Kriterium sein sollte. Quasi als humanistische Variante der Gretchenfrage: &#8220;Wie hältst du es mit den Menschenrechten?&#8221;<br />
In der Praxis ist allerdings auch das nicht ganz einfach.</p>
<p>Ein Abgrenzungsproblem, das mir eingetümlich bekannt vorkommt, fand ich auf dem skeptizistischen Blog <a href="https://evidentist.wordpress.com/about-2/" target="_blank">Evidenz-basierte Ansichten</a> im Harald Stückers Artikel: <a href="https://evidentist.wordpress.com/2013/02/13/politisch-korrekt-und-moralisch-orientierungslos/" target="_blank">Politisch korrekt und moralisch orientierungslos</a>. Es geht dabei um die säkuläre Szene, zu der die Nornirs Ætt &#8211; trotz einiger gemeinsamen Haltungen und Ziele &#8211; als &#8220;irgendwie religiöse&#8221; und &#8220;irgendwie esoterische&#8221; Gruppe bestimmt nicht gehört. Trotzdem sind mir Denkstrukturen wie sie Stücker beschreib sattsam bekannt:</p>
<blockquote><p>Seit einiger Zeit wird in der MIZ und auf anderen Kanälen über die rechten Tendenzen in der säkularen Szene <a href="http://www.miz-online.de/node/366" target="_blank">debattiert</a>. Dabei geht es jedoch nicht darum, inwiefern die Etiketten „rechts“ und „links“ relevante Kategorien bezeichnen, wenn es um die Trennung von Staat und Religion geht, sondern wie man sich am besten von den rechten, den „falschen Freunden“ distanzieren kann. Prämisse des<br />
<a href="http://www.miz-online.de/node/379" target="_blank">Artikels von Malte Jessl</a> ist also, dass jemand, dem Rechte zustimmen können, etwas falsch machen muss. Die Welt ist also weiß oder schwarz, links oder rechts.</p>
<p>Jessl kritisiert vor allem die <a href="http://www.giordano-bruno-stiftung.de/" target="_blank">Giordano Bruno Stiftung</a>, weil sie zu wenig darauf achte, ob ihre Positionen auch Rechte gut finden können. Die gbs ist allerdings keine politische Partei, sondern nennt sich selbst „Denkfabrik für Humanismus und Aufklärung“. Sie hat daher keine direkten und klar definierten politischen Gegner außer der organisierten Religion und Esoterik und denjenigen politischen Kräften, die sich für den starken Einfluss von Religion und Esoterik einsetzen. Das waren historisch vor allem rechte Kräfte, aber diese Zeiten des seligen, weil übersichtlichen Lagerkampfs sind schon lange Geschichte. Heute sitzen die Kirchenfunktionäre in allen Parteispitzen, auch in denen der SPD und der Grünen.</p></blockquote>
<p>Die Prämisse, dass jemand, dem Rechte zustimmen können, etwas falsch machen muss, macht auch uns Anhängern eines &#8220;völlig durchgeknallten Germanenkults&#8221; (wie ein gbs-Mitglied Ásatrú charakterisierte) zu schaffen.</p>
<p>Zum Beispiel wurde vor einigen Jahren in einem Blog, dessen Namen und Betreiber ich aus Gründen der Fairness nicht nenne, die &#8220;Nornirs Ætt&#8221; in die Nähe der erz-rassistischen &#8220;Artgemeinschaft&#8221; und des damals noch lebenden &#8220;Nazitrus&#8221; und Neonazi-Multifunktionärs Jürgen Rieger gerückt:</p>
<blockquote><p>[...]Der esoterische Bereich präsentiert sich ähnlich. Ein typischer Blog mit germanischem Gesabber (&#8230;den auch Herr Rieger mögen müsste) ist „Nornirs Aett – Asatru zum selber Denken“ (immerhin wird in diesem Blog also zum Selberdenken aufgerufen&#8230;ist auch wirklich nötig!). Auch hier geht es um „germanische“ Themen aus „Asatru-Sicht“.[...]</p></blockquote>
<p>Ich nahm seinerzeit mit dem Autoren dieses Blogs Kontakt auf, und ich konnte ihn überzeugen, dass Herr Rieger die Nornirs Ætt keineswegs gemocht haben dürfte.</p>
<p>Denkt man die Prämisse &#8220;wer Zustimmung von rechts bekommen könnte, macht etwas falsch&#8221; in Richtung &#8220;Abgrenzung gegen Rechts&#8221; ein wenig weiter, dann sind Ratschläge wie <a href="http://www.nornirsaett.de/tragen-coole-kids-wirklich-keinen-thorshammer/" target="_blank">&#8220;Coole Kids tragen keinen Thorshammer&#8221;</a> nur folgerichtig: &#8220;Alles meiden, was die kackbraunen Kameraden knorke finden könnten&#8221; wird dann als einzig korrekte Möglichkeit wahrgenommen, sich klar gegen &#8220;rechts&#8221; abgrenzen zu können.</p>
<p>Ein anderes Beispiel: Der “Julfest”-Begriff im Sinne skandinavischer Lebensart ist weit verbreitet und positiv besetzt. Das führe zur &#8220;Erosion der Abgrenzung&#8221;. So etwas würde eine saubere Abgrenzung und Stellungnahme gegen das <a href="http://www.nornirsaett.de/das-jul-problem-braune-weihnachten/">“Julfest” im nationalsozialistischen Sinne</a> erschweren. Mehr noch, die stark angestiegene, aber vielfach unkritische Verwendung des Begriffes “Julfest” im alltäglichen Sprachgebrauch wäre ein Beispiel für die Besetzung und Umwertung von Schlüsselbegriffen (”kulturelle Hegemonie”).<br />
Zugespitzt gesagt wären Julbock und Julkerzen von IKEA Risse im Anti-Nazi-Deich, durch die die braune Flut in deutsche Wohnzimmer einsickert.</p>
<p>Ansatzweise erkenne ich diese Form der &#8220;Abgrenzung gegen Rechts&#8221; auch bei der an sich wichtigen und guten Ausstellung &#8220;Graben für Germanien&#8221; (hierzu: <a href="http://www.nornirsaett.de/gefahrliche-playmobil-wikinger/">Gefährliche Playmobil-Wikinger?</a>).</p>
<p>Stücker ist der Ansicht, dass &#8220;PC-Tabuisierungen und -Sprachcodes&#8221; (darauf reduziert sich &#8220;Political Correctness&#8221; im allgemeinen Sprachgebrauch) eine Form der Meinungspflege innerhalb einer Gruppe sei, sie diene zur Abgrenzung von der jeweiligen &#8220;Outgroup&#8221;. Sie wäre die moderne Variante eines uralten Reflexes, nämlich dem, sich der Solidarität der eigenen Gruppe zu vergewissern.</p>
<blockquote><p>Die Empörung über politisch nicht korrektes Verhalten ist ein Ritus der Selbstreinigung. Ein Sündenbock wird in die Wüste geschickt. Es ist ein geradezu paradigmatisch religiöses Stratagem. Eine „Szene“, die sich selbst „säkular“ nennt, sollte darüber einmal nachdenken.</p></blockquote>
<p>Übertragen auf Thorshammer-Schmuck, Spielzeugwikinger und Jul im IKEA-Stil: Wer so etwas vehement verdammt, der vergewissert sich zu den &#8220;Guten&#8221; zu gehören.<br />
Außerdem ist &#8220;Null-Toleranz&#8221; gegen alles, was auch nur entfernt nach &#8220;völkischem Germanenmythos&#8221; aussehen könnte, herrlich bequem: wenn nur alle &#8220;Anständigen&#8221; alles &#8220;Germanen&#8221; Zugeschriebene sorgsam meiden würden, dann würden sich Anhänger völkischer Ideologie unweigerlich verraten, sobald sie nur den Mund aufmachen.</p>
<p>Das &#8220;Schnittmengenproblem&#8221;, das Jesl anspricht, ist  real &#8211; Sozialdarwinisten finden evolutionäre Begründungen menschlichen Verhaltens toll, so wie völkische Rassisten von den vorchristlichen Religionen Europas fasziniert sind &#8211; es passt eben zu ihrem Weltbild. Trotzdem gehört eine stark dualistische, geradezu binäre Schwarz/Weiß-Ja/Nein-Logik dazu, daraus abzuleiten, die Biologie müsse gefälligst als für die Beantwortung menschlicher Sinnfragen als nicht relevant betrachtet werden, weil alles andere ja Biologismus sei, und Biologismus sei nunmal &#8220;rechts&#8221;, sprich &#8220;böse&#8221;.</p>
<p>Wir leben nun mal nicht in einem Märchenland, in dem nur die Guten schön sind, und auch in keiner Welt, in der sich anhand weniger, klarer Kriterien erkennen ließe, wie es jemand mit den Menschenrechten hält. </p>
<p>&#8220;Falsche Freunde&#8221; zu erkennen ist daher ein mühsames Geschäft. Es kommt nämlich auf Interessen, Haltungen, Ziele und letzten Endes Taten an. An einzelnen Worten lassen sie nicht erkennen, genausowenig wie an Schmuck, Frisur, Kleidungsstil usw.. </p>
<p>Abgrenzung kann wichtig sein. Sie markiert das soziale Hausrecht einer Gemeinschaft: &#8220;Bis hierhin und nicht weiter!&#8221;, &#8220;Rassenquassler unerwünscht!&#8221; &#8220;Noch so ein Spruch über Lesben, und du fliegst raus!&#8221; usw. ect. pp..<br />
Sie hat aber ihre Grenzen, und zwar da, wo sie nur noch der &#8220;sozialen Fellpflege unter felllosen Affen&#8221; dient. Eine andere Grenze ist dann überschritten, wenn Abgrenzung nach dem Schema <a href="http://www.nornirsaett.de/schublade-auf-und-rein-mit-dir/">&#8220;Schublade auf und rein mit dir&#8221;</a> funktioniert.<br />
Schlimmstenfalls dient die Abgrenzung der Feindbildpflege.</p>
<p>Um nicht mit Nazis, völkischen Germanentümlern, Ariosophen usw. verwechselt zu werden, und um &#8220;klare Kante&#8221; gegen Rassisten, Schwulenhassern, Antisemiten, Frauenfeinde, Moslemfresser, und anderen &#8220;gruppenbezogenen Menschenfeinde&#8221; zu zeigen, reicht es nach meiner Ansicht und Erfahrung nach meistens aus, die eigene, menschenrechtsorienierte und demokratische Position klar herauszuarbeiten. Das ist allemal wirksamer und nebenwirkungsärmer als Sprachregelungen, Symbolverbote oder wortreiche Distanzierungen!</p>
<p>Martin Marheinecke, Juni 2013</p>
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		<title>Flotte aus der Bronzezeit in Großbritannien entdeckt</title>
		<link>http://www.nornirsaett.de/flotte-aus-der-bronzezeit-in-grosbritannien-entdeckt/</link>
		<comments>http://www.nornirsaett.de/flotte-aus-der-bronzezeit-in-grosbritannien-entdeckt/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 04 Jun 2013 20:17:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MartinM</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[altertum]]></category>
		<category><![CDATA[Archäologie]]></category>
		<category><![CDATA[Boote]]></category>
		<category><![CDATA[Bronzezeit]]></category>
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		<category><![CDATA[schiffe]]></category>
		<category><![CDATA[Unterwasserarchäologie]]></category>
		<category><![CDATA[Vorgeschichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.nornirsaett.de/?p=6327</guid>
		<description><![CDATA[<p>Eines der Boote ist sogar nach mehr als 3.000 Jahren noch seetüchtig.</p>
<p>In Großbritannien haben Archäologen eine kleine Flotte von acht gut erhaltenen Schiffen aus der Bronzezeit entdeckt, berichtet die britische Tageszeitung &#8220;The Daily Telegraph&#8221;. Eines davon sei knapp neun Meter lang. Die Forscher vermuten, dass die Schiffe absichtlich versenkt wurden &#8211; warum, das ist ihnen noch nicht klar. Möglich sei ein ganz praktischer Grund: Die Fischer der Bronzezeit könnten auf diese Weise versucht haben, das Holz der Boote vor dem Austrocknen zu bewahren. Fest stehe immerhin der zeitliche Ablauf: Die ersten Schiffe wurden etwa 1.600 vor Christus versenkt und die letzten etwa 600 Jahre später.</p>
<p><a href="http://www.telegraph.co.uk/news/newstopics/howaboutthat/10097418/Fleet-of-Bronze-age-boats-found-in-Cambridgeshire-quarry.html" target="_blank">Fleet of Bronze-age boats found in Cambridgeshire quarry. (Telegraph.co.uk)</a></p>
<p><a href="http://wissen.dradio.de/nachrichten.59.de.html?drn:news_id=229084"<br />
target="_blank">DRadio Wissen</a> Creative Commons <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/de/" target="_blank">BY NC ND 3.0 D</a></p>
<p>The Guardian: <a href="http://www.guardian.co.uk/science/2013/jun/04/eight-prehistoric-boats-bronze-age" target="_blank">Eight Prehistoric Boats &#8211; Bronze Age</a> </p>
<div style="display:block"><small><em>posted in <a href="http://www.nornirsaett.de/category/asatru-themen/wissenschaft/">Wissenschaft</a> by MartinM <a href="http://www.nornirsaett.de/flotte-aus-der-bronzezeit-in-grosbritannien-entdeckt/#comments">Leave A Comment</a><br />&copy;2013 <a href="http://www.nornirsaett.de">Asatru zum selber Denken - die Nornirs Ætt</a>. All Rights Reserved.</em></small></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eines der Boote ist sogar nach mehr als 3.000 Jahren noch seetüchtig.</p>
<p>In Großbritannien haben Archäologen eine kleine Flotte von acht gut erhaltenen Schiffen aus der Bronzezeit entdeckt, berichtet die britische Tageszeitung &#8220;The Daily Telegraph&#8221;. Eines davon sei knapp neun Meter lang. Die Forscher vermuten, dass die Schiffe absichtlich versenkt wurden &#8211; warum, das ist ihnen noch nicht klar. Möglich sei ein ganz praktischer Grund: Die Fischer der Bronzezeit könnten auf diese Weise versucht haben, das Holz der Boote vor dem Austrocknen zu bewahren. Fest stehe immerhin der zeitliche Ablauf: Die ersten Schiffe wurden etwa 1.600 vor Christus versenkt und die letzten etwa 600 Jahre später.</p>
<p><a href="http://www.telegraph.co.uk/news/newstopics/howaboutthat/10097418/Fleet-of-Bronze-age-boats-found-in-Cambridgeshire-quarry.html" target="_blank">Fleet of Bronze-age boats found in Cambridgeshire quarry. (Telegraph.co.uk)</a></p>
<p><a href="http://wissen.dradio.de/nachrichten.59.de.html?drn:news_id=229084"<br />
target="_blank">DRadio Wissen</a> Creative Commons <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/de/" target="_blank">BY NC ND 3.0 D</a></p>
<p>The Guardian: <a href="http://www.guardian.co.uk/science/2013/jun/04/eight-prehistoric-boats-bronze-age" target="_blank">Eight Prehistoric Boats &#8211; Bronze Age</a> </p>
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		<title>Gefährliche Playmobil-Wikinger?</title>
		<link>http://www.nornirsaett.de/gefahrliche-playmobil-wikinger/</link>
		<comments>http://www.nornirsaett.de/gefahrliche-playmobil-wikinger/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 03 Jun 2013 15:44:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MartinM</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das Odins Auge Projekt]]></category>
		<category><![CDATA[Odins Auge Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Ætt Feature]]></category>
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		<category><![CDATA[Wikinger]]></category>

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		<description><![CDATA[<h2>Einige Überlegungen zum Umgang mit dem Konstrukt „Germanen“.</h2>
<p>Im letzten Raum der Ausstellung <a href="http://www.focke-museum.de/de/sonderausstellungen/aktuell/germanien" target="_blank">„Graben für Germanien“</a> im Bremer Focke-Museum geht es um das Fortwirken der völkischen Germanen-Ideologie nach dem Ende Nazi-Deutschlands 1945. Neben Neonazi-Devotionalien sind dort Zeitschriften und Buchtitel, Werbung und allerlei Nippes zu sehen, die ein Fortwirken des verhängnisvollen „Germanen-Mythos“ bis in die Gegenwart belegen sollen.<br />
Zu diesen Ausstellungsstücken gehört auch Spielzeug, unter anderem ein Wikingerschiff von Playmobil.</p>
<p><a href="http://www.nornirsaett.de/wp-content/Playmo-Wikinger-klein.jpg" rel="lightbox[6305]"><img src="http://www.nornirsaett.de/wp-content/Playmo-Wikinger-klein-300x237.jpg" alt="Playmobil-Wikingerschiff (Verpackungskarton, Artikelnr. unkenntlich gemacht)" title="Playmo-Wikinger-klein" width="300" height="237" class="alignleft size-medium wp-image-6312" /></a></p>
<p>Nun leuchtet es spontan nicht unbedingt ein, wieso Spielzeug-Wikingerschiffe und dergleichen „rechtsextremes“, also nationalistisches, rassistisches, menschenrechtsfeindliches und die Ungleichheit unter den Menschen forderndes, Denken begünstigen sollen.<span id="more-6305"></span> Manche Besucher der Ausstellung sprachen deshalb auch von „Hysterie“, „Antifa-Denke: hinter jedem Busch ein Nazi, hinter jeder Rune die SS“ und – beinahe selbstverständlich – von der „Political Correctness“.</p>
<p>Was die Kuratoren der Ausstellung damit beabsichtigen, ist kein Geheimnis. Ute Halle, Landesarchäologin in Bremen und Initiatorin der Ausstellung, begründete die Auswahl der Ausstellungsstücke im erwähnten Raum im <a href="http://www.taz.de/ 1/ archiv/ digitaz/ artikel/ ?ressort=ku &#038;dig=2013%2F03%2F07%2Fa0148" target="blank">Interview mit der taz</a> so: </p>
<blockquote><p>
„ [...] Auch in der aktuellen rechtsextremen Szene sind archäologische Artefakte ausgesprochen präsent. Viele Teilnehmer neonazistischer Aufmärsche tragen den Thorshammer. Man muss auch sehen, dass das in der NS-Zeit propagierte Bild der &#8220;Germanen&#8221; heute noch Allgemeingut ist. [...]“</p></blockquote>
<p>Frau Halle hat durchaus recht. Nicht nur Neonazis, sondern auch die smarten und intellektuell gewandten „Neuen Rechten“, die die NS-nostalgischen Schlägertypen nicht mal mit der Kohlenzange anfassen würden, haben es „mit den Germanen“ und knüpfen an das völkische Germanenbild an.<br />
Was den Thorshammer (und ähnliche markante Symbole, z. B. die Triskele oder den Valknut ) angeht, und wie er meiner Ansicht nach zu bewerten ist, habe ich schon in meinem Artikel <a href="http://www.nornirsaett.de/wo-der-hammer-hangt/" target="_blank">Wo der Hammer hängt &#8230;</a> ausführlich dargelegt, hier nur kurz: Der Thorshammer ist kein typisches Nazi-Symbol und wird beileibe nicht nur von „völkisch“ gesonnenen Menschen getragen. Bei Nazis er vor allem als Ersatzsymbol für verbotene Symbole beliebt – und, da gebe ich Frau Halle recht, wegen der zum Teil absurden „völkischen“ Deutungen für dieses im 9. bis 12. Jahrhundert vor allem von Frauen getragenen Symbols des Schutz-, Wetter- und Fruchtbarkeitsgottes Thor.</p>
<p>Ich wage es allerdings zu bezweifeln, dass das in der NS-Zeit propagierte Bild der „Germanen“ heute noch „Allgemeingut“ ist. Allerdings sind die Germanen-Klischee aus dem 19. Jahrhundert, irgendwo zwischen tugendhaften „edlen Wilden“ und wuchtig gebauten Metsäufern mit Hörnerhelm und Bärenfell angesiedelt, an die die NS-Propaganda anknüpfte, in der Tat geradezu unausrottbar.<br />
Insofern ist es tatsächlich sinnvoll, eine Ausstellung über das völkische Germanenbild und völkische Archäologie, mit dem Schwerpunkt NS-Zeit, bis in die Gegenwart fortzuführen.</p>
<blockquote><p>&#8220;[...]Diese gut vermarktbaren Germanen-Klischees ermöglichen politisch problematische Anschlüsse, obwohl das den Verbreitern oft nicht bewusst ist. Wenn man muskelbepackte Kämpfer als Ahnen in Anspruch nimmt, transportiert das nicht nur ein spezifisches Männerbild. Es legt auch ein Überlegenheitsgefühl nah &#8211; bekanntlich ist Rassismus ein Phänomen aus der Mitte der Gesellschaft.[...]“</p></blockquote>
<p>Von den eher albernen Germanen-Klischees selbst geht meiner Ansicht nach keine Gefahr mehr aus. Gerade die Wikinger-Klischees werden eher spielerisch wahrgenommen. „Rollo, der Wikinger“ oder „Hägar, der Schreckliche“ sind heutzutage allemal beliebter als „Hermann, der Bezwinger der römischen Fremdlinge“, von zurechtphantasierten „germanischen Übermenschen“ &#8211; besondere Kennzeichen laut bildlicher Darstellung der NS-Propaganda: <i>Etwa 2,10 m groß, goldblondes, säuberlich kurz geschnittenes, offenbar mit reichlich Pomade geglättetes Haar, Figur wie ein Bodybuilder der Anabolika-Großverbraucher-Klasse, ständig mit vorgestrecktem Kinn aus eisblauen Augen grimmig in die Ferne blickend</i> – gar nicht zu reden.<br />
Was allerdings stimmt: die „kackbraunen Kameraden“ nutzen das Interesse an „den Germanen“ und „den Wikingern“ quasi zu „Werbezwecken“ aus – wer sich z. B. beim „Asatru-Versand“ nach „Wikinger-Schmuck“ umsieht, der interessiert sich unter Umständen auch für die dort angebotenen Bücher und CDs – und die sind zum Teil „braune“ Propaganda pur! <i>(Bitte nicht verwechseln mit dem </i> <a href="http://www.asatru-shop.de" target="_blank"><i>„Asatru-Shop“</i></a>,<i> dessen Inhaber ist nämlich ein ausgesprochener Gegner rassistischer „Germanenfreunde“, weshalb der „Asatru-Shop“ eine gute Alternative zu Händlern aus der „Braunzone“ ist.</i>)</p>
<p>Die „muskelbepackten Kämpfer“, die es auch als Spielzeug gibt, sind aus meiner Perspektive aus ähnlichen Gründen problematisch wie die in Farbtönen zwischen Barbie-Pink und Lillifee-Rosé gestalteten Spielwaren, Bilderbücher, Comics, Filme usw. für „kleine Prinzessinnen“ &#8211; da liegt Frau Haller richtig, Spielfiguren, deren „Männlichkeit“ durch Körperkraft und an ihrem Waffenarsenal ablesbarer Gewaltbereitschaft definiert ist, ermutigen kleine Jungs sich mit Macho-Klischees zu identifizieren.<br />
Allerdings ist es ziemlich fraglich, ob diese „kernigen Kerle“, auch wenn sie Germanerkrieger darstellen sollen, wirklich als „Ahnen“ bzw. „unsere Vorfahren“ wahrgenommen werden. Es stimmt, „Wikinger“ sind bei Kindern beliebt, übrigens nicht nur bei Jungs, aber sie werden nach meinem Eindruck ebensowenig als „unsere Vorfahren“ wahrgenommen, wie die als Identifikationsfiguren noch beliebteren „Piraten“ und die immer noch beliebten „Indianer“. Hätte ich eine Tochter im „Barbie-Zielgruppenalter“, wäre ich vermutlich sogar froh, wenn sie „Wikingerkriegerin“ anstatt „Prinzessin“ spielen würde.<br />
Die historisch unsinnigen Hörnerhelme bei „Wicki und die starken Männer“ (auch Merchandising-Artikel zu dieser Fernsehserie / Filmreihe werden in der Ausstellung gezeigt) halte ich etwa so bedenklich wie lächelnde Dinosaurier in grellrot, himmelblau oder pink. Irgendwann kommen die Kinder in ein Alter, in dem sie verstehen, dass es das „in echt“ nie gegeben hat!<br />
Ich bin sogar der Ansicht, dass es erzieherisch günstig ist, wenn Kinder sich für „geschichtliche Themen“, egal, wie klischeebeladen auch immer, interessieren. Daran lässt sich anknüpfen. Klassen voller „Geschichte ist öde“ stöhnender Schüler, die von genervten Lehrern durch die Ausstellungsräume geschleift werden, weil das jeweilige Thema nun mal im Lehrplan „dran“ ist, dürften zu den weniger angenehmen Seiten im Berufsleben engagierter Museumspädagogen gehören.</p>
<p>Die Gefahr ist allerdings, dass auch „rechtsgestrickte Rattenfänger“ das Interesse junger Menschen an „Wikingern“ zwecks Nachwuchsrekrutierung und Ideologieverbreitung wahrnehmen. Nach „bewährten“ Vorbildern auch schon vor „‘33“. Ich vermute, dass Frau Halle diese Gefahr meint, wenn sie vor den „politisch problematischen Anschlüssen“ warnt.</p>
<p>Was hilft gegen diese Gefahr? Verbannung von „historischen Konstrukten“, wie es die „Germanen“ (die es als Einheit – Volk, Staat oder gar „Rasse“ bekanntlich niemals gab und die nur so heißen, weil<br />
Schlitzohr Caesar die <a href="http://www.singvoegel.com/index.php/totengott-ballade/" target="_blank">Stämme rechts vom Rhein</a> mal so bezeichnet hat) aus der Öffentlichkeit?<br />
Sicher ist der Germanenbegriff in der Archäologie entbehrlich, und in Geschichts-Darstellungen der Epochen vor der „römischen Eisenzeit“ und nach der „Völkerwanderung“ hat er nichts verloren – wenn der „Spiegel“ etwas über „Germanen“ im Zusammenhang mit der bronzezeitlichen „Sternscheibe von Nebra“ titelt, ist das ärgerlich.<br />
Aus der Germanistik lässt er sich hingegen schwer verdrängen – es sei denn, durch einen Ersatzbegriff, der genau so ein Konstrukt wäre.<br />
Auf der pragmatischen Ebene fällt es schwer, statt  z. B. kurz „Wikingerschiff“ korrekt „frühmittelalterliches Schiff, das den sogenannten Wikingern zugeschrieben wird“ zu sagen.</p>
<p>Geschichte ist Konstukt. Jede Geschichtsschreibung besteht unvermeindlich aus Konstrukten, schon jede Rekonstruktion einer archäologischen Fundes, erst recht seine Deutung, ist Konstrukt. Wichtig ist es, diese Konstrukte zu hinterfragen.<br />
Eine Verbannung eines Konstruktes – und sei es die eines so gefährlichen, willkürlichen und wissenschaftlich nicht haltbaren wie der „Menschenrassen“ &#8211; lässt es unhinterfragt. Das gilt erst recht für Konstrukte wie „Germanen“. „Germanen“ ist ein Konstrukt für eine Reihe höchst unterschiedlicher Völker, die eine ähnliche Sprache sprachen und kulturell einige Gemeinsamkeiten hatten, aber denen das Zusammengehörigkeitsgefühl fehlte. Oder für Konstrukte wie „Wikinger“, ein Begriff, der für die nordgermanische (!) Sprachen sprechenden Volksgruppen im frühen Mittelalter streng genommen historisch so stimmig ist wie „Sklavenhändler“ für Westeuropäer zur Frühzeit der kolonialen Expansion in Afrika.<br />
Auch „Deutschland“ ist ein Konstrukt. Was unterscheidet, durch die Brille eines Ethnologen gesehen, Österreicher und Deutsche? Salzburger und Oberbayern unterscheidet viel weniger als Oberbayern und Oberfranken, bzw. Salzburger und Kärntnern, vom Unterschied Oberpfälzern und Nordfriesen, die sich sprachlich nur in der gemeinsamen „Fremdsprache“ „Tagesschaudeutsch“ verständigen können, gar nicht zu reden.<br />
Historisch-politisch ist die Unterscheidung „Deutsche“ und „Österreicher“ erst seit 1871 überhaupt möglich. Trotzdem sind die Konstrukte „Bundesrepublik Deutschland“ und „Republik Österreich“ Wirklichkeit, und jemand, der ein Konstrukt „Großdeutschland“ oder „Alldeutschland“ an deren Stelle setzen möchte, genießt aus gutem Grund nicht meine politische Sympathie. <i>(Über ein Konstrukt „Vereinigte Staaten von Europa“ ließe sich hingegen unter Umständen reden, übrigens unter Umständen auch über einen mitteleuropäischen Vielvölkerstaat, der „Bundesrepublik Zentraleuropa“ heißen könnte.)</i><br />
Es ist meine Ansicht nach durchaus richtig, das „N-Wort“ zu meiden. Das „G-Wort“ ist schon deshalb nicht annähernd so problematisch, weil es niemanden diskriminiert – nicht negativ und außer unter NS-Herrschaft auch nicht positiv.</p>
<p>Die Ausstellung „Graben für Germanen“ ist wichtig. Über Details ihres Konzeptes – um mehr geht es nicht – lässt sich streiten.<br />
Das Thema „völkische Archäologie“ war bisher vernachlässigt &#8211;  zugunsten des Klischees von „Nazi-Pseudowisschaftlern“, denen „seriöse Archäologen“ entgegen standen. Denn gut 70% dieser fachwissenschaftlich überwiegend tatsächlich seriösen Archäologen besaßen das Parteibuch der NSDAP, und „völkische Archäologen“ wie den 1931 verstorbenen Gustaf Kossinna, der trotz seiner Weltanschauung kein Pseudowissenschafler war, gab es schon, als Hitler noch in Wien das Obdachlosenheim bewohnte.<br />
Das Thema „Völkische Ideologie in der heutigen Zeit“ wird, wenn es nicht gerade um ausgewiesene Neonazis geht, meiner Ansicht nach sträflich vernachlässigt. </p>
<p>Nach der Überzeugung von Georg Schuppener, Herausgeber des Buches „Sprache des Rechtsextremismus“ und einem <a href="http://www.bpb.de/politik/extremismus/rechtsextremismus/41446/die-sprache-des-rechtsextremismus?p=all" target="_blank">ausgewiesener Experten auf dem Gebiet des modernen Rechtsextremismus</a>, sind die Germanen und vor allem ihre Glaubenswelten seit ihrer Aneignung durch das Hitler-Regime ein gesellschaftliches Tabuthema:<br />
<blockquote>„Schauen Sie mal in die Schulbücher, Sie werden kaum etwas über Glaube und Leben der Germanen darin finden.“</p></blockquote>
<p>Rechtsextreme Akteure besetzen das Thema und legen es demagogisch aus. Unterschiedliche Deutungen dieses an und für sich wertfreien Kulturguts sind in der Öffentlichkeit faktisch nicht wahrnehmbar.<br />
Professor Schuppener sagte in einem <a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/interview/1616879/" target="_blank">Interview mit D-Radio Kultur</a>:</p>
<blockquote><p> Ich sagte bereits, dass das Thema ja in gewisser Weise tabuisiert ist, weil es nach dem Zweiten Weltkrieg als ein Thema galt, das von den Nationalsozialisten vereinnahmt und missbraucht worden ist, und deswegen hat man sich damit nicht beschäftigt. Das ist der eine Punkt. Tabuisierte Sachen sind natürlich immer reizvoll, auch insbesondere für Jugendliche.</p></blockquote>
<p>Schupperner hat meiner Ansicht nach recht!</p>
<p>Martin Marheinecke</p>
<div style="display:block"><small><em>posted in <a href="http://www.nornirsaett.de/category/odins-auge-ariosophieprojekt/">Das Odins Auge Projekt</a> by MartinM <a href="http://www.nornirsaett.de/gefahrliche-playmobil-wikinger/#comments">Leave A Comment</a><br />&copy;2013 <a href="http://www.nornirsaett.de">Asatru zum selber Denken - die Nornirs Ætt</a>. All Rights Reserved.</em></small></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Einige Überlegungen zum Umgang mit dem Konstrukt „Germanen“.</h2>
<p>Im letzten Raum der Ausstellung <a href="http://www.focke-museum.de/de/sonderausstellungen/aktuell/germanien" target="_blank">„Graben für Germanien“</a> im Bremer Focke-Museum geht es um das Fortwirken der völkischen Germanen-Ideologie nach dem Ende Nazi-Deutschlands 1945. Neben Neonazi-Devotionalien sind dort Zeitschriften und Buchtitel, Werbung und allerlei Nippes zu sehen, die ein Fortwirken des verhängnisvollen „Germanen-Mythos“ bis in die Gegenwart belegen sollen.<br />
Zu diesen Ausstellungsstücken gehört auch Spielzeug, unter anderem ein Wikingerschiff von Playmobil.</p>
<p><a href="http://www.nornirsaett.de/wp-content/Playmo-Wikinger-klein.jpg" rel="lightbox[6305]"><img src="http://www.nornirsaett.de/wp-content/Playmo-Wikinger-klein-300x237.jpg" alt="Playmobil-Wikingerschiff (Verpackungskarton, Artikelnr. unkenntlich gemacht)" title="Playmo-Wikinger-klein" width="300" height="237" class="alignleft size-medium wp-image-6312" /></a></p>
<p>Nun leuchtet es spontan nicht unbedingt ein, wieso Spielzeug-Wikingerschiffe und dergleichen „rechtsextremes“, also nationalistisches, rassistisches, menschenrechtsfeindliches und die Ungleichheit unter den Menschen forderndes, Denken begünstigen sollen.<span id="more-6305"></span> Manche Besucher der Ausstellung sprachen deshalb auch von „Hysterie“, „Antifa-Denke: hinter jedem Busch ein Nazi, hinter jeder Rune die SS“ und – beinahe selbstverständlich – von der „Political Correctness“.</p>
<p>Was die Kuratoren der Ausstellung damit beabsichtigen, ist kein Geheimnis. Ute Halle, Landesarchäologin in Bremen und Initiatorin der Ausstellung, begründete die Auswahl der Ausstellungsstücke im erwähnten Raum im <a href="http://www.taz.de/ 1/ archiv/ digitaz/ artikel/ ?ressort=ku &#038;dig=2013%2F03%2F07%2Fa0148" target="blank">Interview mit der taz</a> so: </p>
<blockquote><p>
„ [...] Auch in der aktuellen rechtsextremen Szene sind archäologische Artefakte ausgesprochen präsent. Viele Teilnehmer neonazistischer Aufmärsche tragen den Thorshammer. Man muss auch sehen, dass das in der NS-Zeit propagierte Bild der &#8220;Germanen&#8221; heute noch Allgemeingut ist. [...]“</p></blockquote>
<p>Frau Halle hat durchaus recht. Nicht nur Neonazis, sondern auch die smarten und intellektuell gewandten „Neuen Rechten“, die die NS-nostalgischen Schlägertypen nicht mal mit der Kohlenzange anfassen würden, haben es „mit den Germanen“ und knüpfen an das völkische Germanenbild an.<br />
Was den Thorshammer (und ähnliche markante Symbole, z. B. die Triskele oder den Valknut ) angeht, und wie er meiner Ansicht nach zu bewerten ist, habe ich schon in meinem Artikel <a href="http://www.nornirsaett.de/wo-der-hammer-hangt/" target="_blank">Wo der Hammer hängt &#8230;</a> ausführlich dargelegt, hier nur kurz: Der Thorshammer ist kein typisches Nazi-Symbol und wird beileibe nicht nur von „völkisch“ gesonnenen Menschen getragen. Bei Nazis er vor allem als Ersatzsymbol für verbotene Symbole beliebt – und, da gebe ich Frau Halle recht, wegen der zum Teil absurden „völkischen“ Deutungen für dieses im 9. bis 12. Jahrhundert vor allem von Frauen getragenen Symbols des Schutz-, Wetter- und Fruchtbarkeitsgottes Thor.</p>
<p>Ich wage es allerdings zu bezweifeln, dass das in der NS-Zeit propagierte Bild der „Germanen“ heute noch „Allgemeingut“ ist. Allerdings sind die Germanen-Klischee aus dem 19. Jahrhundert, irgendwo zwischen tugendhaften „edlen Wilden“ und wuchtig gebauten Metsäufern mit Hörnerhelm und Bärenfell angesiedelt, an die die NS-Propaganda anknüpfte, in der Tat geradezu unausrottbar.<br />
Insofern ist es tatsächlich sinnvoll, eine Ausstellung über das völkische Germanenbild und völkische Archäologie, mit dem Schwerpunkt NS-Zeit, bis in die Gegenwart fortzuführen.</p>
<blockquote><p>&#8220;[...]Diese gut vermarktbaren Germanen-Klischees ermöglichen politisch problematische Anschlüsse, obwohl das den Verbreitern oft nicht bewusst ist. Wenn man muskelbepackte Kämpfer als Ahnen in Anspruch nimmt, transportiert das nicht nur ein spezifisches Männerbild. Es legt auch ein Überlegenheitsgefühl nah &#8211; bekanntlich ist Rassismus ein Phänomen aus der Mitte der Gesellschaft.[...]“</p></blockquote>
<p>Von den eher albernen Germanen-Klischees selbst geht meiner Ansicht nach keine Gefahr mehr aus. Gerade die Wikinger-Klischees werden eher spielerisch wahrgenommen. „Rollo, der Wikinger“ oder „Hägar, der Schreckliche“ sind heutzutage allemal beliebter als „Hermann, der Bezwinger der römischen Fremdlinge“, von zurechtphantasierten „germanischen Übermenschen“ &#8211; besondere Kennzeichen laut bildlicher Darstellung der NS-Propaganda: <i>Etwa 2,10 m groß, goldblondes, säuberlich kurz geschnittenes, offenbar mit reichlich Pomade geglättetes Haar, Figur wie ein Bodybuilder der Anabolika-Großverbraucher-Klasse, ständig mit vorgestrecktem Kinn aus eisblauen Augen grimmig in die Ferne blickend</i> – gar nicht zu reden.<br />
Was allerdings stimmt: die „kackbraunen Kameraden“ nutzen das Interesse an „den Germanen“ und „den Wikingern“ quasi zu „Werbezwecken“ aus – wer sich z. B. beim „Asatru-Versand“ nach „Wikinger-Schmuck“ umsieht, der interessiert sich unter Umständen auch für die dort angebotenen Bücher und CDs – und die sind zum Teil „braune“ Propaganda pur! <i>(Bitte nicht verwechseln mit dem </i> <a href="http://www.asatru-shop.de" target="_blank"><i>„Asatru-Shop“</i></a>,<i> dessen Inhaber ist nämlich ein ausgesprochener Gegner rassistischer „Germanenfreunde“, weshalb der „Asatru-Shop“ eine gute Alternative zu Händlern aus der „Braunzone“ ist.</i>)</p>
<p>Die „muskelbepackten Kämpfer“, die es auch als Spielzeug gibt, sind aus meiner Perspektive aus ähnlichen Gründen problematisch wie die in Farbtönen zwischen Barbie-Pink und Lillifee-Rosé gestalteten Spielwaren, Bilderbücher, Comics, Filme usw. für „kleine Prinzessinnen“ &#8211; da liegt Frau Haller richtig, Spielfiguren, deren „Männlichkeit“ durch Körperkraft und an ihrem Waffenarsenal ablesbarer Gewaltbereitschaft definiert ist, ermutigen kleine Jungs sich mit Macho-Klischees zu identifizieren.<br />
Allerdings ist es ziemlich fraglich, ob diese „kernigen Kerle“, auch wenn sie Germanerkrieger darstellen sollen, wirklich als „Ahnen“ bzw. „unsere Vorfahren“ wahrgenommen werden. Es stimmt, „Wikinger“ sind bei Kindern beliebt, übrigens nicht nur bei Jungs, aber sie werden nach meinem Eindruck ebensowenig als „unsere Vorfahren“ wahrgenommen, wie die als Identifikationsfiguren noch beliebteren „Piraten“ und die immer noch beliebten „Indianer“. Hätte ich eine Tochter im „Barbie-Zielgruppenalter“, wäre ich vermutlich sogar froh, wenn sie „Wikingerkriegerin“ anstatt „Prinzessin“ spielen würde.<br />
Die historisch unsinnigen Hörnerhelme bei „Wicki und die starken Männer“ (auch Merchandising-Artikel zu dieser Fernsehserie / Filmreihe werden in der Ausstellung gezeigt) halte ich etwa so bedenklich wie lächelnde Dinosaurier in grellrot, himmelblau oder pink. Irgendwann kommen die Kinder in ein Alter, in dem sie verstehen, dass es das „in echt“ nie gegeben hat!<br />
Ich bin sogar der Ansicht, dass es erzieherisch günstig ist, wenn Kinder sich für „geschichtliche Themen“, egal, wie klischeebeladen auch immer, interessieren. Daran lässt sich anknüpfen. Klassen voller „Geschichte ist öde“ stöhnender Schüler, die von genervten Lehrern durch die Ausstellungsräume geschleift werden, weil das jeweilige Thema nun mal im Lehrplan „dran“ ist, dürften zu den weniger angenehmen Seiten im Berufsleben engagierter Museumspädagogen gehören.</p>
<p>Die Gefahr ist allerdings, dass auch „rechtsgestrickte Rattenfänger“ das Interesse junger Menschen an „Wikingern“ zwecks Nachwuchsrekrutierung und Ideologieverbreitung wahrnehmen. Nach „bewährten“ Vorbildern auch schon vor „‘33“. Ich vermute, dass Frau Halle diese Gefahr meint, wenn sie vor den „politisch problematischen Anschlüssen“ warnt.</p>
<p>Was hilft gegen diese Gefahr? Verbannung von „historischen Konstrukten“, wie es die „Germanen“ (die es als Einheit – Volk, Staat oder gar „Rasse“ bekanntlich niemals gab und die nur so heißen, weil<br />
Schlitzohr Caesar die <a href="http://www.singvoegel.com/index.php/totengott-ballade/" target="_blank">Stämme rechts vom Rhein</a> mal so bezeichnet hat) aus der Öffentlichkeit?<br />
Sicher ist der Germanenbegriff in der Archäologie entbehrlich, und in Geschichts-Darstellungen der Epochen vor der „römischen Eisenzeit“ und nach der „Völkerwanderung“ hat er nichts verloren – wenn der „Spiegel“ etwas über „Germanen“ im Zusammenhang mit der bronzezeitlichen „Sternscheibe von Nebra“ titelt, ist das ärgerlich.<br />
Aus der Germanistik lässt er sich hingegen schwer verdrängen – es sei denn, durch einen Ersatzbegriff, der genau so ein Konstrukt wäre.<br />
Auf der pragmatischen Ebene fällt es schwer, statt  z. B. kurz „Wikingerschiff“ korrekt „frühmittelalterliches Schiff, das den sogenannten Wikingern zugeschrieben wird“ zu sagen.</p>
<p>Geschichte ist Konstukt. Jede Geschichtsschreibung besteht unvermeindlich aus Konstrukten, schon jede Rekonstruktion einer archäologischen Fundes, erst recht seine Deutung, ist Konstrukt. Wichtig ist es, diese Konstrukte zu hinterfragen.<br />
Eine Verbannung eines Konstruktes – und sei es die eines so gefährlichen, willkürlichen und wissenschaftlich nicht haltbaren wie der „Menschenrassen“ &#8211; lässt es unhinterfragt. Das gilt erst recht für Konstrukte wie „Germanen“. „Germanen“ ist ein Konstrukt für eine Reihe höchst unterschiedlicher Völker, die eine ähnliche Sprache sprachen und kulturell einige Gemeinsamkeiten hatten, aber denen das Zusammengehörigkeitsgefühl fehlte. Oder für Konstrukte wie „Wikinger“, ein Begriff, der für die nordgermanische (!) Sprachen sprechenden Volksgruppen im frühen Mittelalter streng genommen historisch so stimmig ist wie „Sklavenhändler“ für Westeuropäer zur Frühzeit der kolonialen Expansion in Afrika.<br />
Auch „Deutschland“ ist ein Konstrukt. Was unterscheidet, durch die Brille eines Ethnologen gesehen, Österreicher und Deutsche? Salzburger und Oberbayern unterscheidet viel weniger als Oberbayern und Oberfranken, bzw. Salzburger und Kärntnern, vom Unterschied Oberpfälzern und Nordfriesen, die sich sprachlich nur in der gemeinsamen „Fremdsprache“ „Tagesschaudeutsch“ verständigen können, gar nicht zu reden.<br />
Historisch-politisch ist die Unterscheidung „Deutsche“ und „Österreicher“ erst seit 1871 überhaupt möglich. Trotzdem sind die Konstrukte „Bundesrepublik Deutschland“ und „Republik Österreich“ Wirklichkeit, und jemand, der ein Konstrukt „Großdeutschland“ oder „Alldeutschland“ an deren Stelle setzen möchte, genießt aus gutem Grund nicht meine politische Sympathie. <i>(Über ein Konstrukt „Vereinigte Staaten von Europa“ ließe sich hingegen unter Umständen reden, übrigens unter Umständen auch über einen mitteleuropäischen Vielvölkerstaat, der „Bundesrepublik Zentraleuropa“ heißen könnte.)</i><br />
Es ist meine Ansicht nach durchaus richtig, das „N-Wort“ zu meiden. Das „G-Wort“ ist schon deshalb nicht annähernd so problematisch, weil es niemanden diskriminiert – nicht negativ und außer unter NS-Herrschaft auch nicht positiv.</p>
<p>Die Ausstellung „Graben für Germanen“ ist wichtig. Über Details ihres Konzeptes – um mehr geht es nicht – lässt sich streiten.<br />
Das Thema „völkische Archäologie“ war bisher vernachlässigt &#8211;  zugunsten des Klischees von „Nazi-Pseudowisschaftlern“, denen „seriöse Archäologen“ entgegen standen. Denn gut 70% dieser fachwissenschaftlich überwiegend tatsächlich seriösen Archäologen besaßen das Parteibuch der NSDAP, und „völkische Archäologen“ wie den 1931 verstorbenen Gustaf Kossinna, der trotz seiner Weltanschauung kein Pseudowissenschafler war, gab es schon, als Hitler noch in Wien das Obdachlosenheim bewohnte.<br />
Das Thema „Völkische Ideologie in der heutigen Zeit“ wird, wenn es nicht gerade um ausgewiesene Neonazis geht, meiner Ansicht nach sträflich vernachlässigt. </p>
<p>Nach der Überzeugung von Georg Schuppener, Herausgeber des Buches „Sprache des Rechtsextremismus“ und einem <a href="http://www.bpb.de/politik/extremismus/rechtsextremismus/41446/die-sprache-des-rechtsextremismus?p=all" target="_blank">ausgewiesener Experten auf dem Gebiet des modernen Rechtsextremismus</a>, sind die Germanen und vor allem ihre Glaubenswelten seit ihrer Aneignung durch das Hitler-Regime ein gesellschaftliches Tabuthema:<br />
<blockquote>„Schauen Sie mal in die Schulbücher, Sie werden kaum etwas über Glaube und Leben der Germanen darin finden.“</p></blockquote>
<p>Rechtsextreme Akteure besetzen das Thema und legen es demagogisch aus. Unterschiedliche Deutungen dieses an und für sich wertfreien Kulturguts sind in der Öffentlichkeit faktisch nicht wahrnehmbar.<br />
Professor Schuppener sagte in einem <a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/interview/1616879/" target="_blank">Interview mit D-Radio Kultur</a>:</p>
<blockquote><p> Ich sagte bereits, dass das Thema ja in gewisser Weise tabuisiert ist, weil es nach dem Zweiten Weltkrieg als ein Thema galt, das von den Nationalsozialisten vereinnahmt und missbraucht worden ist, und deswegen hat man sich damit nicht beschäftigt. Das ist der eine Punkt. Tabuisierte Sachen sind natürlich immer reizvoll, auch insbesondere für Jugendliche.</p></blockquote>
<p>Schupperner hat meiner Ansicht nach recht!</p>
<p>Martin Marheinecke</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Varusschlacht &#8211; Wie die Germanen mit Kriegsbeute umgingen</title>
		<link>http://www.nornirsaett.de/varusschlacht-wie-die-germanen-mit-kriegsbeute-umgingen/</link>
		<comments>http://www.nornirsaett.de/varusschlacht-wie-die-germanen-mit-kriegsbeute-umgingen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 30 May 2013 10:10:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MartinM</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[altertum]]></category>
		<category><![CDATA[Archäologie]]></category>
		<category><![CDATA[germanen]]></category>
		<category><![CDATA[Kalkriese]]></category>
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		<category><![CDATA[Römer]]></category>
		<category><![CDATA[Varusschlacht]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>In der Geschichtsschreibung ging sie als &#8220;Schlacht im Teutoburger Wald&#8221; ein, die sogenannte Varusschlacht, in der im Jahre 9 unserer Zeitrechnung ein römisches Heer einem Bündnis germanischer Stämme unterlag.</p>
<p>Seit 25 Jahren wird in Kalkriese nördlich von Osnabrück ein ausgedehntes Kampfareal archäologisch erforscht, das sehr wahrscheinlich als Ort dieser militärischen Auseinandersetzung identifiziert werden kann. </p>
<p>Die Universität Osnabrück und die &#8220;Varusschlacht im Osnabrücker Land GmbH&#8221; legen nun erstmals eine Gesamtbewertung des Kalkrieser Fundmaterials unter den Gesichtspunkten der Konfliktarchäologie vor.</p>
<p>Aufschlussreich ist insbesondere, wie die Überreste römischer Waffen, Munition und Ausrüstung verteilt sind.<br />
So deutet bespielweise die Konzentration von Bruchstücken römischer Wurflanzen darauf hin, dass die Römer den östlichen Abschnitt der germanischen Wallanlage mit Distanzwaffen angriffen.<br />
Fragmente von Schienen- und Kettenpanzern kennzeichnen Plätze, an den die Germanen nach den Kämpfen die Gefallenen ihrer Ausrüstung beraubten.<br />
Ausschließlich am Wall wurden Reste bronzener Schildrandbeschläge beobachtet.<br />
Wahrscheinlich zerlegten die Germanen römische Schilde, die sie nicht mehr als Waffen gebrauchen konnten oder wollten, um die Metallteile weiterzuverwenden.</p>
<blockquote><p>&#8220;Die Analyse weiterer Objekte legt nunmehr auch den Schluss nahe, dass die Germanen vor der Verschrottung und der Aufteilung des Beutegutes unter den beteiligten Stämmen die Waffen der unterlegenen Römer zu einer Beuteschau am Wall zusammengetragen haben,&#8221;</p></blockquote>
<p>führt Dr. Achim Rost vom Fachgebiet Archäologie der Römischen Provinzen an der Universität Osnabrück aus. Mit solchen Ergebnissen hätten die Archäologen bisher nicht gerechnet. </p>
<blockquote><p>Die Gesamtbewertung des Kalkrieser Fundmaterials macht deutlich, wie sehr die Fundüberlieferung auf einem antiken Schlachtfeld geprägt ist von den auf die Kämpfe folgenden Prozessen des Bergens und Plünderns. Zugleich ergeben sich damit Einblicke in spannende, archäologisch bisher kaum erforschte kulturgeschichtliche Phänomene im Kontext militärischer Konflikt,</p></blockquote>
<p> erläutert Professor Dr. Günther Moosbauer, Wissenschaftlicher Leiter des Projektes Kalkriese an der Universität Osnabrück, die Schlachtfeldarchäologie.</p>
<p>Quelle: <a href="http://idw-online.de/de/news535894" target="_blank">Pressemitteilung der Universität Osnabrück</a></p>
<p>Anhang: <a href="http://idw-online.de/de/attachmentdata27628.pdf" target="_blank">Kalkriese 6. Die Verteilung der Kleinfunde auf dem Oberesch in Kalkriese</a> (Karte, pdf)</p>
<div style="display:block"><small><em>posted in <a href="http://www.nornirsaett.de/category/asatru-themen/wissenschaft/">Wissenschaft</a> by MartinM <a href="http://www.nornirsaett.de/varusschlacht-wie-die-germanen-mit-kriegsbeute-umgingen/#comments">Leave A Comment</a><br />&copy;2013 <a href="http://www.nornirsaett.de">Asatru zum selber Denken - die Nornirs Ætt</a>. All Rights Reserved.</em></small></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der Geschichtsschreibung ging sie als &#8220;Schlacht im Teutoburger Wald&#8221; ein, die sogenannte Varusschlacht, in der im Jahre 9 unserer Zeitrechnung ein römisches Heer einem Bündnis germanischer Stämme unterlag.</p>
<p>Seit 25 Jahren wird in Kalkriese nördlich von Osnabrück ein ausgedehntes Kampfareal archäologisch erforscht, das sehr wahrscheinlich als Ort dieser militärischen Auseinandersetzung identifiziert werden kann. </p>
<p>Die Universität Osnabrück und die &#8220;Varusschlacht im Osnabrücker Land GmbH&#8221; legen nun erstmals eine Gesamtbewertung des Kalkrieser Fundmaterials unter den Gesichtspunkten der Konfliktarchäologie vor.</p>
<p>Aufschlussreich ist insbesondere, wie die Überreste römischer Waffen, Munition und Ausrüstung verteilt sind.<br />
So deutet bespielweise die Konzentration von Bruchstücken römischer Wurflanzen darauf hin, dass die Römer den östlichen Abschnitt der germanischen Wallanlage mit Distanzwaffen angriffen.<br />
Fragmente von Schienen- und Kettenpanzern kennzeichnen Plätze, an den die Germanen nach den Kämpfen die Gefallenen ihrer Ausrüstung beraubten.<br />
Ausschließlich am Wall wurden Reste bronzener Schildrandbeschläge beobachtet.<br />
Wahrscheinlich zerlegten die Germanen römische Schilde, die sie nicht mehr als Waffen gebrauchen konnten oder wollten, um die Metallteile weiterzuverwenden.</p>
<blockquote><p>&#8220;Die Analyse weiterer Objekte legt nunmehr auch den Schluss nahe, dass die Germanen vor der Verschrottung und der Aufteilung des Beutegutes unter den beteiligten Stämmen die Waffen der unterlegenen Römer zu einer Beuteschau am Wall zusammengetragen haben,&#8221;</p></blockquote>
<p>führt Dr. Achim Rost vom Fachgebiet Archäologie der Römischen Provinzen an der Universität Osnabrück aus. Mit solchen Ergebnissen hätten die Archäologen bisher nicht gerechnet. </p>
<blockquote><p>Die Gesamtbewertung des Kalkrieser Fundmaterials macht deutlich, wie sehr die Fundüberlieferung auf einem antiken Schlachtfeld geprägt ist von den auf die Kämpfe folgenden Prozessen des Bergens und Plünderns. Zugleich ergeben sich damit Einblicke in spannende, archäologisch bisher kaum erforschte kulturgeschichtliche Phänomene im Kontext militärischer Konflikt,</p></blockquote>
<p> erläutert Professor Dr. Günther Moosbauer, Wissenschaftlicher Leiter des Projektes Kalkriese an der Universität Osnabrück, die Schlachtfeldarchäologie.</p>
<p>Quelle: <a href="http://idw-online.de/de/news535894" target="_blank">Pressemitteilung der Universität Osnabrück</a></p>
<p>Anhang: <a href="http://idw-online.de/de/attachmentdata27628.pdf" target="_blank">Kalkriese 6. Die Verteilung der Kleinfunde auf dem Oberesch in Kalkriese</a> (Karte, pdf)</p>
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		</item>
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		<title>Papua-Neuguinea schafft Hexerei-Verbot ab</title>
		<link>http://www.nornirsaett.de/papua-neuguinea-schafft-hexerei-verbot-ab/</link>
		<comments>http://www.nornirsaett.de/papua-neuguinea-schafft-hexerei-verbot-ab/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 29 May 2013 11:05:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MartinM</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gjallarhorn Weblog]]></category>
		<category><![CDATA[Hexen]]></category>
		<category><![CDATA[Hexenverfolgung]]></category>
		<category><![CDATA[menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Papua-Neuguinea]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>In Papua-Neuguinea hat das Parlament das Hexerei-Verbot abgeschafft.</p>
<p>Menschenrechtler lobten die Entscheidung. Denn: Vor Gericht hätten Angeklagte immer wieder Gewalt an Frauen damit entschuldigt, dass das Opfer eine Hexe sei. Nach Angaben von Amnesty International werden in Papua-Neuguinea jedes Jahr mindestens 50 angebliche Hexen verbrannt. Die Dunkelziffer liege vermutlich deutlich höher.</p>
<p>Kritik äußerten die Menschenrechtler an einer anderen Entscheidung des Parlaments: Es hat den Einsatz der Todesstrafe ausgeweitet. Sie kann theoretisch auch bei Korruption und Drogen-Delikten verhängt werden.</p>
<p>Papua-Neuguinea ist ein Inselstaat zwischen Indonesien und Australien. Es herrscht dort große Armut.</p>
<p><a href="http://wissen.dradio.de/nachrichten.58.de.html?drn:news_id=227006"<br />
target="_blank">DRadio Wissen</a> Creative Commons <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/de/" target="_blank">BY NC ND 3.0 D</a></p>
<p>Zu den Hintergründen: <a href="http://www.nornirsaett.de/todliche-hexenjagd-in-papua-neuguinea/">Tödliche Hexenjagd in Papua-Neuguinea</a></p>
<div style="display:block"><small><em>posted in <a href="http://www.nornirsaett.de/category/odins-auge-ariosophieprojekt/gjallarhorn-asatru-weblog/">Gjallarhorn Weblog</a> by MartinM <a href="http://www.nornirsaett.de/papua-neuguinea-schafft-hexerei-verbot-ab/#comments">Leave A Comment</a><br />&copy;2013 <a href="http://www.nornirsaett.de">Asatru zum selber Denken - die Nornirs Ætt</a>. All Rights Reserved.</em></small></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Papua-Neuguinea hat das Parlament das Hexerei-Verbot abgeschafft.</p>
<p>Menschenrechtler lobten die Entscheidung. Denn: Vor Gericht hätten Angeklagte immer wieder Gewalt an Frauen damit entschuldigt, dass das Opfer eine Hexe sei. Nach Angaben von Amnesty International werden in Papua-Neuguinea jedes Jahr mindestens 50 angebliche Hexen verbrannt. Die Dunkelziffer liege vermutlich deutlich höher.</p>
<p>Kritik äußerten die Menschenrechtler an einer anderen Entscheidung des Parlaments: Es hat den Einsatz der Todesstrafe ausgeweitet. Sie kann theoretisch auch bei Korruption und Drogen-Delikten verhängt werden.</p>
<p>Papua-Neuguinea ist ein Inselstaat zwischen Indonesien und Australien. Es herrscht dort große Armut.</p>
<p><a href="http://wissen.dradio.de/nachrichten.58.de.html?drn:news_id=227006"<br />
target="_blank">DRadio Wissen</a> Creative Commons <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/de/" target="_blank">BY NC ND 3.0 D</a></p>
<p>Zu den Hintergründen: <a href="http://www.nornirsaett.de/todliche-hexenjagd-in-papua-neuguinea/">Tödliche Hexenjagd in Papua-Neuguinea</a></p>
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		</item>
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		<title>&#8220;Hafen der Häuptlinge&#8221; in Borre</title>
		<link>http://www.nornirsaett.de/hafen-der-hauptlinge-in-borre/</link>
		<comments>http://www.nornirsaett.de/hafen-der-hauptlinge-in-borre/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 25 May 2013 16:33:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MartinM</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA["Ludwig-Bolzmann-Institut"]]></category>
		<category><![CDATA[Archäologie]]></category>
		<category><![CDATA[Bodenradar]]></category>
		<category><![CDATA[Borre]]></category>
		<category><![CDATA[germanen]]></category>
		<category><![CDATA[Mittelalter]]></category>
		<category><![CDATA[Norwegen]]></category>
		<category><![CDATA[Wikinger]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Im südnorwegischen Borre haben österreichische und norwegische Forscher einen in seiner Struktur einzigartigen Häuptlingssitz aus der Wikingerzeit entdeckt. Behilflich waren dabei neu entwickelte Bodenradarsysteme, die speziell für den Wintereinsatz auf verschneiten Flächen ausgelegt sind.</p>
<p>Der Fundort Borre in der Gemeinde Horten, Vestfold, umfasst die größte Ansammlung monumentaler Grabhügel aus der Zeit von ca. 600 – 900 n.Chr. Der Fundort ist heute Teil eines ca. 18 Hektar umfassenden archäologischen Nationalparks, dessen weitere Umgebung Ziel der Untersuchungen. Neun erhaltene monumentale Grabhügel neben ehemals drei weiteren großen Grabhügeln waren primär vom Meer, dem Oslofjord, aus sichtbar. Ursprünglich wurden die imposanten Bestattungen in Borre mit den aus den nordischen Sagas bekannten Clan der Ynglinger verbunden. Neuere DNA-Analysen zeigen jedoch, dass der ausgedehnte Bestattungsplatz von herausragende Personen verschiedener Familien verwendet wurde.  Borre war demnach ein bedeutender Platz für regionale Häuptlinge zur Manifestation ihrer Macht und ihres Einflusses auch in der Zeit nach ihrem Tode. In dieses Bild passen die durch erste Bodenradarmessungen entdeckten, sogenannten Königshallen, von denen eine derzeit im Maßstab 1:1 im archäologischen Park rekonstruiert wird. </p>
<p>Ausführlicher Bericht auf Archäologie-online: <a href="http://www.archaeologie-online.de/magazin/nachrichten/hafen-der-haeuptlinge-koenigreich-der-toten-25864/" target="_blank">Hafen der Häuptlinge &#8211; Königreich der Toten</a></p>
<p><a href="http://midgardsenteret.no/en/" target="_blank">Midgard Historical Centre</a> in Borre. </p>
<div style="display:block"><small><em>posted in <a href="http://www.nornirsaett.de/category/asatru-themen/wissenschaft/">Wissenschaft</a> by MartinM <a href="http://www.nornirsaett.de/hafen-der-hauptlinge-in-borre/#comments">Leave A Comment</a><br />&copy;2013 <a href="http://www.nornirsaett.de">Asatru zum selber Denken - die Nornirs Ætt</a>. All Rights Reserved.</em></small></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im südnorwegischen Borre haben österreichische und norwegische Forscher einen in seiner Struktur einzigartigen Häuptlingssitz aus der Wikingerzeit entdeckt. Behilflich waren dabei neu entwickelte Bodenradarsysteme, die speziell für den Wintereinsatz auf verschneiten Flächen ausgelegt sind.</p>
<p>Der Fundort Borre in der Gemeinde Horten, Vestfold, umfasst die größte Ansammlung monumentaler Grabhügel aus der Zeit von ca. 600 – 900 n.Chr. Der Fundort ist heute Teil eines ca. 18 Hektar umfassenden archäologischen Nationalparks, dessen weitere Umgebung Ziel der Untersuchungen. Neun erhaltene monumentale Grabhügel neben ehemals drei weiteren großen Grabhügeln waren primär vom Meer, dem Oslofjord, aus sichtbar. Ursprünglich wurden die imposanten Bestattungen in Borre mit den aus den nordischen Sagas bekannten Clan der Ynglinger verbunden. Neuere DNA-Analysen zeigen jedoch, dass der ausgedehnte Bestattungsplatz von herausragende Personen verschiedener Familien verwendet wurde.  Borre war demnach ein bedeutender Platz für regionale Häuptlinge zur Manifestation ihrer Macht und ihres Einflusses auch in der Zeit nach ihrem Tode. In dieses Bild passen die durch erste Bodenradarmessungen entdeckten, sogenannten Königshallen, von denen eine derzeit im Maßstab 1:1 im archäologischen Park rekonstruiert wird. </p>
<p>Ausführlicher Bericht auf Archäologie-online: <a href="http://www.archaeologie-online.de/magazin/nachrichten/hafen-der-haeuptlinge-koenigreich-der-toten-25864/" target="_blank">Hafen der Häuptlinge &#8211; Königreich der Toten</a></p>
<p><a href="http://midgardsenteret.no/en/" target="_blank">Midgard Historical Centre</a> in Borre. </p>
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		<title>Hexenprozesse nicht verdrängen</title>
		<link>http://www.nornirsaett.de/hexenprozesse-nicht-verdrangen/</link>
		<comments>http://www.nornirsaett.de/hexenprozesse-nicht-verdrangen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 23 May 2013 16:59:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MartinM</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gjallarhorn Weblog]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Eichstätt]]></category>
		<category><![CDATA[Hexen]]></category>
		<category><![CDATA[Hexenverfolgung]]></category>
		<category><![CDATA[kirchen]]></category>
		<category><![CDATA[menschenrechte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Auf dem Domplatz von Eichstätt wurden 160 Namen,  viele Frauen und einige Männer, öffendlich gelesen, die in den Terrorprozessen der Hexenjäger unter Bischof Westerstetten brutal gefoltert, beraubt und grausam ermordet wurden. Die Initiatoren fordern die Rehabilitierung aller 426 Opfer in Eichstätt.</p>
<p>Obwohl in Eichstätt die meisten Scheiterhaufen in Deutschland neben Bamberg und Würzburg brannten, gibt es bis heute in Bayern nirgendwo eine Rehabilitierung wie in anderen Städten.</p>
<p>Anders als der Bürgermeister sehen die Initiatoren der Aktion viel Anlass zu handeln.</p>
<p>Die Forderungen der Initiatoren:</p>
<blockquote>
<ul>
<li> die volle Rehabilitation der Verurteilten;</li>
<li>die Anerkenntnis, dass die Prozesse und Urteile Verbrechen gegen die Menschlichkeit darstellen;</li>
<li>eine exakte wissenschaftliche Erforschung der besonderen Eichstättischen Geschichte<br />
    der „Hexen“jagd, der Folter („Bugglsegen“, „Helmschneiden“ u.a.), der Vergewaltigungen</li>
<li>und der widerrechtlichen Bereicherung des Bischofs und seiner Schergen;<br />
    ein Denk-, Ehren- und Mahnmal mit den Namen der von den Hexenbrennern Verfolgten an einem zentralen Platz in Eichstätt;</li>
<li>die Umbenennung einiger Straßen und Plätze nach den Hingemordeten.</ul>
<p>Wir erhoffen uns dafür die volle Unterstützung aller Bürgerinnen und Bürger Eichstätts, insbesondere der Mitglieder der katholischen Kirche sowie des Bischofs, der Katholischen Universität und ihres Präsidenten, der Stadträte und des Bürgermeisters.</p></blockquote>
<p><a href="http://hpd.de/node/15997" target="_blank">Rehabilitieren statt totschweigen!</a></p>
<p>Wieso ist so eine &#8220;symbolische Aktion&#8221; wichtig?</p>
<p>Einerseits aus den Gründen, die die Initiative selbst nennt:<br />
Totschweigen ist keine angemessene Form des Umgangs mit dem Grauen. Freispruch, Rehabilitierung und Ehrung der völlig schuldlos Ermordeten hätten längst erfolgen müssen.<br />
Deutlich gesagt: Ohne die Rehabiltierung sind die Opfer der Unrechtsprozesse nach wie vor &#8220;schuldig&#8221;.</p>
<p>Ein weitere Grund ist die Verdrängung, bis hin zur Geschichtsklittierung.<br />
Ein Geschichtsbild in dem die &#8220;Obrigkeit&#8221; und die Kirchen &#8220;die Guten&#8221; sind und die  &#8220;Hexen&#8221; irgendeinem (wohl aus dem Nichts oder vielleicht einem aus &#8220;heidnischen Zeiten&#8221; stammenden &#8220;Volksaberglauben&#8221; kommenden) &#8220;Hexenwahn&#8221; zum Opfer gefallen sind, ist nicht hinnehmbar.<br />
Ebensowenig sollte die historische Tatsache, dass die Verfolgung von der Bevölkerung ausging, im Sinne einer Lynchjustiz, dass eine &#8220;defekte Justiz&#8221; Hexenverfolgungen begünstigte und viele scharfe Kritiker der Hexenverfolgung aus kirchlichen Kreisen stammten, für heutige Kirchenvertreter ein Grund sein, sich historisch auf der Seite &#8220;der Guten&#8221; zu wähnen. Das verführt nämlich dazu, die Rolle religiöser Dogmen<br />
bei Hexenverfolgungen systematisch zu unterschätzen.<br />
Was, da es auch heute noch systemantische Hexenjagden gibt, z. B. in Westafrika, zu Fehleinschätzungen führt.</p>
<div style="display:block"><small><em>posted in <a href="http://www.nornirsaett.de/category/odins-auge-ariosophieprojekt/gjallarhorn-asatru-weblog/">Gjallarhorn Weblog</a> by MartinM <a href="http://www.nornirsaett.de/hexenprozesse-nicht-verdrangen/#comments">Leave A Comment</a><br />&copy;2013 <a href="http://www.nornirsaett.de">Asatru zum selber Denken - die Nornirs Ætt</a>. All Rights Reserved.</em></small></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf dem Domplatz von Eichstätt wurden 160 Namen,  viele Frauen und einige Männer, öffendlich gelesen, die in den Terrorprozessen der Hexenjäger unter Bischof Westerstetten brutal gefoltert, beraubt und grausam ermordet wurden. Die Initiatoren fordern die Rehabilitierung aller 426 Opfer in Eichstätt.</p>
<p>Obwohl in Eichstätt die meisten Scheiterhaufen in Deutschland neben Bamberg und Würzburg brannten, gibt es bis heute in Bayern nirgendwo eine Rehabilitierung wie in anderen Städten.</p>
<p>Anders als der Bürgermeister sehen die Initiatoren der Aktion viel Anlass zu handeln.</p>
<p>Die Forderungen der Initiatoren:</p>
<blockquote>
<ul>
<li> die volle Rehabilitation der Verurteilten;</li>
<li>die Anerkenntnis, dass die Prozesse und Urteile Verbrechen gegen die Menschlichkeit darstellen;</li>
<li>eine exakte wissenschaftliche Erforschung der besonderen Eichstättischen Geschichte<br />
    der „Hexen“jagd, der Folter („Bugglsegen“, „Helmschneiden“ u.a.), der Vergewaltigungen</li>
<li>und der widerrechtlichen Bereicherung des Bischofs und seiner Schergen;<br />
    ein Denk-, Ehren- und Mahnmal mit den Namen der von den Hexenbrennern Verfolgten an einem zentralen Platz in Eichstätt;</li>
<li>die Umbenennung einiger Straßen und Plätze nach den Hingemordeten.</ul>
<p>Wir erhoffen uns dafür die volle Unterstützung aller Bürgerinnen und Bürger Eichstätts, insbesondere der Mitglieder der katholischen Kirche sowie des Bischofs, der Katholischen Universität und ihres Präsidenten, der Stadträte und des Bürgermeisters.</p></blockquote>
<p><a href="http://hpd.de/node/15997" target="_blank">Rehabilitieren statt totschweigen!</a></p>
<p>Wieso ist so eine &#8220;symbolische Aktion&#8221; wichtig?</p>
<p>Einerseits aus den Gründen, die die Initiative selbst nennt:<br />
Totschweigen ist keine angemessene Form des Umgangs mit dem Grauen. Freispruch, Rehabilitierung und Ehrung der völlig schuldlos Ermordeten hätten längst erfolgen müssen.<br />
Deutlich gesagt: Ohne die Rehabiltierung sind die Opfer der Unrechtsprozesse nach wie vor &#8220;schuldig&#8221;.</p>
<p>Ein weitere Grund ist die Verdrängung, bis hin zur Geschichtsklittierung.<br />
Ein Geschichtsbild in dem die &#8220;Obrigkeit&#8221; und die Kirchen &#8220;die Guten&#8221; sind und die  &#8220;Hexen&#8221; irgendeinem (wohl aus dem Nichts oder vielleicht einem aus &#8220;heidnischen Zeiten&#8221; stammenden &#8220;Volksaberglauben&#8221; kommenden) &#8220;Hexenwahn&#8221; zum Opfer gefallen sind, ist nicht hinnehmbar.<br />
Ebensowenig sollte die historische Tatsache, dass die Verfolgung von der Bevölkerung ausging, im Sinne einer Lynchjustiz, dass eine &#8220;defekte Justiz&#8221; Hexenverfolgungen begünstigte und viele scharfe Kritiker der Hexenverfolgung aus kirchlichen Kreisen stammten, für heutige Kirchenvertreter ein Grund sein, sich historisch auf der Seite &#8220;der Guten&#8221; zu wähnen. Das verführt nämlich dazu, die Rolle religiöser Dogmen<br />
bei Hexenverfolgungen systematisch zu unterschätzen.<br />
Was, da es auch heute noch systemantische Hexenjagden gibt, z. B. in Westafrika, zu Fehleinschätzungen führt.</p>
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		<title>Die &#8220;Singvøgel&#8221; im Germanengehöft</title>
		<link>http://www.nornirsaett.de/die-singv%c3%b8gel-im-germanengehoft/</link>
		<comments>http://www.nornirsaett.de/die-singv%c3%b8gel-im-germanengehoft/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 20 May 2013 09:17:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MartinM</dc:creator>
				<category><![CDATA[Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Elsarn]]></category>
		<category><![CDATA[Germanengehöft]]></category>
		<category><![CDATA[Konzert]]></category>
		<category><![CDATA[Singvøgel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.nornirsaett.de/?p=6204</guid>
		<description><![CDATA[<p>Samstag, 20. Juli 2013: live in Elsarn</p>
<p>Unplugged Konzert<br />
<a href="http://www.freilichtmuseum-elsarn.at/cms/website.php" target="_blank">Freilichtmuseum</a><br />
“Germanengehöft”<br />
3491 Elsarn (Österreich)<br />
20 Uhr</p>
<p>Mit besonders vielen alten Hits (aus unserer frühesten Schaffensperiode “Hart am Rande”), aber auch einigen künftigen Klassikern (aus unserer aktuellen Schaffensperiode “oben verwoben” &#8211; nø nø, die hat noch gar keinen Namen, so neu ist die…) </p>
<div style="display:block"><small><em>posted in <a href="http://www.nornirsaett.de/category/asatru-themen/termine/">Termine</a> by MartinM <a href="http://www.nornirsaett.de/die-singv%c3%b8gel-im-germanengehoft/#comments">Leave A Comment</a><br />&copy;2013 <a href="http://www.nornirsaett.de">Asatru zum selber Denken - die Nornirs Ætt</a>. All Rights Reserved.</em></small></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Samstag, 20. Juli 2013: live in Elsarn</p>
<p>Unplugged Konzert<br />
<a href="http://www.freilichtmuseum-elsarn.at/cms/website.php" target="_blank">Freilichtmuseum</a><br />
“Germanengehöft”<br />
3491 Elsarn (Österreich)<br />
20 Uhr</p>
<p>Mit besonders vielen alten Hits (aus unserer frühesten Schaffensperiode “Hart am Rande”), aber auch einigen künftigen Klassikern (aus unserer aktuellen Schaffensperiode “oben verwoben” &#8211; nø nø, die hat noch gar keinen Namen, so neu ist die…) </p>
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