<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Asatru zum selber Denken - die Nornirs Ætt</title>
	<atom:link href="http://www.nornirsaett.de/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.nornirsaett.de</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Wed, 16 May 2012 21:48:45 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.9.2</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Verfolgte Christen, verfolgte Heiden?</title>
		<link>http://www.nornirsaett.de/verfolgte-christen-verfolgte-heiden/</link>
		<comments>http://www.nornirsaett.de/verfolgte-christen-verfolgte-heiden/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 15 May 2012 13:21:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MartinM</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gjallarhorn Weblog]]></category>
		<category><![CDATA[asatru]]></category>
		<category><![CDATA[Christentum]]></category>
		<category><![CDATA[Christenverfolgung]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Heiden]]></category>
		<category><![CDATA[Heidentum]]></category>
		<category><![CDATA[Heidenverfolgung]]></category>
		<category><![CDATA[menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.nornirsaett.de/?p=5335</guid>
		<description><![CDATA[<p>Seit einige Jahren beklagen Kirchenvertreter und kirchennahe Politiker eine Christenverfolgung, die in vielen Regionen der Welt statt fände.</p>
<p>Unbestreitbar ist, dass in fast allen Ländern der Erde Menschen aus den unterschiedlichsten Gründen verfolgt und unterdrückt werden. Darunter sind unbestreitbar auch viele Christen. Die Frage ist allerdings, ob diese Christen tatsächlich wegen ihres Glaubens bzw. ihre religiösen Identität verfolgt werden &#8211; oder z. B. wegen ihrer politischen Überzeugungen oder weil sie (diskriminierten) nationalen Minderheiten angehören? </p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/" target="_blank">Amnesty International</a> stellt zwar fest, dass die Gewalt gegen Christen weltweit zunimmt, aber eine systematische Verfolgung von Christen konnte man bei Amnesty trotzdem nicht bestätigen. Oft stelle das politische Engagement den Grund von tatsächlichen Verfolgungen dar, da sich die Anhänger von religiösen Überzeugungen auch politisch engagieren.<br />
Anders gesagt: wenn die politische Verfolgung (und die Hetze auf Minderheiten) in vielen Regionen der Erde allgemein zunimmt, nimmt automatisch auch die Anzahl der &#8211; aus welchen Gründen auch immer &#8211; verfolgten Christen zu.</p>
<blockquote><p>Es gibt keine systematische Verfolgung von Christen in Nordafrika und im Nahen Osten. Das war die einhellige Meinung von Experten, die am vergangenen Donnerstag an einer Anhörung des Ausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe im Deutschen Bundestag teilnahmen. </p></blockquote>
<p> <a href="http://hpd.de/node/13377" target="_blank">Experten: „Christenverfolgung“ ist ein Mythos</a> (hpd)</p>
<p>Angesichts unleugbar antichristlicher Übergriffe in islamischen Ländern mag so eine Feststellung überraschen. Nur: solche Übergriffe sind noch keine systematische Verfolgung. Tatsächlich lässt sich die Faustregel aufstellen, dass dort, wo es mit den Menschenrechten allgemein nicht so genau genommen wird, es auch für die Religionsfreiheit finster aussieht. Nicht allein für die der Christen in islamischen Ländern übrigens.</p>
<blockquote><p>Mit Ausnahme von Saudi Arabien „können Christen in allen Ländern der Region ihre Religion ungehindert ausüben“, sagte der Sachverständige Prof. Mitri Raheb. Trotz aufsehenerregender und gewalttätiger Ereignisse, wie etwa Angriffe auf koptisch-orthodoxe Christen in Ägypten und kirchliche Gebäude, könne laut dem Sachverständigen Fritz Erich Anhelm von einer systematischen Verfolgung keine Rede sein. Probleme seien eher in einem mangelnden staatlichen Schutz  vor Übergriffen und einer ungenügenden Strafverfolgung durch Polizei und Justiz zu sehen, von denen aber auch alle anderen religiösen Minderheiten in den islamischen Mehrheitsgesellschaften betroffen sind.</p></blockquote>
<p>Allerdings passt einige Kirchenvertretern in Klerus, Politik und Publizistik die Vorstellung, das Christentum sei eine verfolgte Religion, offenkundig gut ins Weltbild. Ein Weltbild, in dem bösen Muselmanen brave Christenmenschen abschlachten, und in dem Europa im Würgegriff der <a href="http://www.nornirsaett.de/christianophobie/" target="_blank">Chrianophobie</a> des antichristlichen “europäischen Laizismus&#8221; läge.<br />
Wenn sogar die die Zurschaustellung von &#8220;respektloser Kunst&#8221; als Indiz für &#8220;Christenverfolgung&#8221; aufgeführt wird, ist die Selbstgerechtigkeit dieser missionarischen und intoleranten &#8220;Verteidiger des christlichen Abendlandes&#8221; mit den Händen zu greifen.</p>
<p>Wenn Volker Kauder (CDU) im <a href="http://www.christundwelt.de/detail/artikel/sind-christen-stets-die-guten/" target="_blank">Interview gegenüber Christ &#038; Welt</a> behauptete:<br />
<blockquote>[...] Die Christen sind die am meisten verfolgte Religionsgruppe, daran besteht kein Zweifel. Nirgendwo auf der Welt verfolgen Christen andere, immer stehen Christen unter Druck.[...]</p></blockquote>
<p> dann erinnert mich seine Selbstgerechtigkeit lebhaft an die mancher Heiden (und nahezu aller &#8220;Heidenfürsten&#8221;), die sich mitten in Europa von staatlichen Stellen unterdrückt, von &#8220;Inquisitoren&#8221; der Kirchen verfolgt und von den Medien verteufelt fühlen.<br />
Ein gepflegtes Feindbild und sorgsam geschürte Bedrohungsängste bringen die eigene Glaubensgemeinschaft &#8220;auf Linie&#8221; &#8211; angesichts des übermächtigen äußeren Gegners sei bedingunglose Solidarität zwischen den &#8220;verfolgten Christen / Heiden / Moslems (usw. usw.) &#8221; ein unbedingtes Muss,  Streitigkeiten und interne Kritik wären Schwächen, und in Zeiten der Krise wäre Zweifel schon Verrat.</p>
<p>In einigen Fällen dient der Vorwurf, man würde aus religiösen Gründen verfolgt, auch zur Ablenkung von den Gründen, aus denen eine Gruppe / Gemeinschaft / Sekte <i>tatsächlich</i> schlechte Presse hat oder gar in den Fokus der Strafverfolgungsbehörden gerät.<br />
Die erz-rassistischen völkischen NS-Nostalgiker der &#8220;Artgemeinschaft&#8221; wähnen sich z. B. als &#8220;religiös Verfolgte&#8221; &#8211; tatsächlich wird ihre Germanentümelei in den Verfassungsschutzberichten gerade mal am Rande erwähnt und ist vielen Antifa-Aktivisten, die sich mit diesen auf Ásatrú machenden Menschenzüchtern befassen, noch nicht einmal bewusst.</p>
<p>Nun genießen Heiden tatsächlich nicht den besten gesellschaftlichen Ruf. Wir werden gern als &#8220;Spinner&#8221; hingestellt und allzu schnell als &#8220;Nazis&#8221; verdächtigt. (Das kann sogar <a href="http://www.bild.de/politik/2009/chaos/parteiaustritte-chaos-streit-bei-den-linken-7020072.bild.html" rel="nofollow" target="blank">Landtags-Kandidaten</a> der &#8220;Linken&#8221; wie <a href="http://www.fr-online.de/politik/linkspartei-auch-ein-hexenmagier-kandidiert,1472596,3433394.html" target="_blank">Günther Biernoth</a> passieren &#8211; einschließlich des in <a href="http://overdose.blogsport.de/2009/01/10/parlamentarismus-ist-keine-hexerei-oder-doch/" target="_blank">seinem Fall absurden</a> <a href="http://kotzboy.com/?p=2003" target="_blank">Faschismusvorwurfs</a>.)<br />
Ungeachtet der Tatsache, dass es tatsächlich einige ziemlich abgedrehte Charaktere in der Heidenszene gibt, und z. B. die Armanen (&#038; Umfeld) wie auch die &#8220;völkischen Ásatrú&#8221; einen starker Drall nach &#8220;rechtsaußen&#8221; haben (von &#8220;Nazitrus&#8221; wie den &#8220;Artgemeinschaftlern&#8221; ganz zu schweigen), ist das ziemlich nervig. Auch wenn von einer Verfolgung beim besten Willen keine Rede sein kann, kann ich durchaus nachvollziehen, dass bei dem einen oder anderen Heiden die Nerven blank liegen.</p>
<p>Bei den großen christlichen Kirchen ist das jedoch nicht der Fall. Daher ist es bemerkenswert, dass Anhänger einer Religion, die in Europa nach wie vor die kulturelle Hegemonie hat, speziell in Deutschland Privilegien gegenüber anderen Religionen / Weltanschuungen genießt und weltweit die Religion mit den meisten Gläubigen ist, zu solchen &#8220;Sekten&#8221;-Verhaltensweisen neigen. </p>
<div style="display:block"><small><em>posted in <a href="http://www.nornirsaett.de/category/odins-auge-ariosophieprojekt/gjallarhorn-asatru-weblog/">Gjallarhorn Weblog</a> by MartinM <a href="http://www.nornirsaett.de/verfolgte-christen-verfolgte-heiden/#comments">Leave A Comment</a><br />&copy;2012 <a href="http://www.nornirsaett.de">Asatru zum selber Denken - die Nornirs Ætt</a>. All Rights Reserved.</em></small></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit einige Jahren beklagen Kirchenvertreter und kirchennahe Politiker eine Christenverfolgung, die in vielen Regionen der Welt statt fände.</p>
<p>Unbestreitbar ist, dass in fast allen Ländern der Erde Menschen aus den unterschiedlichsten Gründen verfolgt und unterdrückt werden. Darunter sind unbestreitbar auch viele Christen. Die Frage ist allerdings, ob diese Christen tatsächlich wegen ihres Glaubens bzw. ihre religiösen Identität verfolgt werden &#8211; oder z. B. wegen ihrer politischen Überzeugungen oder weil sie (diskriminierten) nationalen Minderheiten angehören? </p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/" target="_blank">Amnesty International</a> stellt zwar fest, dass die Gewalt gegen Christen weltweit zunimmt, aber eine systematische Verfolgung von Christen konnte man bei Amnesty trotzdem nicht bestätigen. Oft stelle das politische Engagement den Grund von tatsächlichen Verfolgungen dar, da sich die Anhänger von religiösen Überzeugungen auch politisch engagieren.<br />
Anders gesagt: wenn die politische Verfolgung (und die Hetze auf Minderheiten) in vielen Regionen der Erde allgemein zunimmt, nimmt automatisch auch die Anzahl der &#8211; aus welchen Gründen auch immer &#8211; verfolgten Christen zu.</p>
<blockquote><p>Es gibt keine systematische Verfolgung von Christen in Nordafrika und im Nahen Osten. Das war die einhellige Meinung von Experten, die am vergangenen Donnerstag an einer Anhörung des Ausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe im Deutschen Bundestag teilnahmen. </p></blockquote>
<p> <a href="http://hpd.de/node/13377" target="_blank">Experten: „Christenverfolgung“ ist ein Mythos</a> (hpd)</p>
<p>Angesichts unleugbar antichristlicher Übergriffe in islamischen Ländern mag so eine Feststellung überraschen. Nur: solche Übergriffe sind noch keine systematische Verfolgung. Tatsächlich lässt sich die Faustregel aufstellen, dass dort, wo es mit den Menschenrechten allgemein nicht so genau genommen wird, es auch für die Religionsfreiheit finster aussieht. Nicht allein für die der Christen in islamischen Ländern übrigens.</p>
<blockquote><p>Mit Ausnahme von Saudi Arabien „können Christen in allen Ländern der Region ihre Religion ungehindert ausüben“, sagte der Sachverständige Prof. Mitri Raheb. Trotz aufsehenerregender und gewalttätiger Ereignisse, wie etwa Angriffe auf koptisch-orthodoxe Christen in Ägypten und kirchliche Gebäude, könne laut dem Sachverständigen Fritz Erich Anhelm von einer systematischen Verfolgung keine Rede sein. Probleme seien eher in einem mangelnden staatlichen Schutz  vor Übergriffen und einer ungenügenden Strafverfolgung durch Polizei und Justiz zu sehen, von denen aber auch alle anderen religiösen Minderheiten in den islamischen Mehrheitsgesellschaften betroffen sind.</p></blockquote>
<p>Allerdings passt einige Kirchenvertretern in Klerus, Politik und Publizistik die Vorstellung, das Christentum sei eine verfolgte Religion, offenkundig gut ins Weltbild. Ein Weltbild, in dem bösen Muselmanen brave Christenmenschen abschlachten, und in dem Europa im Würgegriff der <a href="http://www.nornirsaett.de/christianophobie/" target="_blank">Chrianophobie</a> des antichristlichen “europäischen Laizismus&#8221; läge.<br />
Wenn sogar die die Zurschaustellung von &#8220;respektloser Kunst&#8221; als Indiz für &#8220;Christenverfolgung&#8221; aufgeführt wird, ist die Selbstgerechtigkeit dieser missionarischen und intoleranten &#8220;Verteidiger des christlichen Abendlandes&#8221; mit den Händen zu greifen.</p>
<p>Wenn Volker Kauder (CDU) im <a href="http://www.christundwelt.de/detail/artikel/sind-christen-stets-die-guten/" target="_blank">Interview gegenüber Christ &#038; Welt</a> behauptete:<br />
<blockquote>[...] Die Christen sind die am meisten verfolgte Religionsgruppe, daran besteht kein Zweifel. Nirgendwo auf der Welt verfolgen Christen andere, immer stehen Christen unter Druck.[...]</p></blockquote>
<p> dann erinnert mich seine Selbstgerechtigkeit lebhaft an die mancher Heiden (und nahezu aller &#8220;Heidenfürsten&#8221;), die sich mitten in Europa von staatlichen Stellen unterdrückt, von &#8220;Inquisitoren&#8221; der Kirchen verfolgt und von den Medien verteufelt fühlen.<br />
Ein gepflegtes Feindbild und sorgsam geschürte Bedrohungsängste bringen die eigene Glaubensgemeinschaft &#8220;auf Linie&#8221; &#8211; angesichts des übermächtigen äußeren Gegners sei bedingunglose Solidarität zwischen den &#8220;verfolgten Christen / Heiden / Moslems (usw. usw.) &#8221; ein unbedingtes Muss,  Streitigkeiten und interne Kritik wären Schwächen, und in Zeiten der Krise wäre Zweifel schon Verrat.</p>
<p>In einigen Fällen dient der Vorwurf, man würde aus religiösen Gründen verfolgt, auch zur Ablenkung von den Gründen, aus denen eine Gruppe / Gemeinschaft / Sekte <i>tatsächlich</i> schlechte Presse hat oder gar in den Fokus der Strafverfolgungsbehörden gerät.<br />
Die erz-rassistischen völkischen NS-Nostalgiker der &#8220;Artgemeinschaft&#8221; wähnen sich z. B. als &#8220;religiös Verfolgte&#8221; &#8211; tatsächlich wird ihre Germanentümelei in den Verfassungsschutzberichten gerade mal am Rande erwähnt und ist vielen Antifa-Aktivisten, die sich mit diesen auf Ásatrú machenden Menschenzüchtern befassen, noch nicht einmal bewusst.</p>
<p>Nun genießen Heiden tatsächlich nicht den besten gesellschaftlichen Ruf. Wir werden gern als &#8220;Spinner&#8221; hingestellt und allzu schnell als &#8220;Nazis&#8221; verdächtigt. (Das kann sogar <a href="http://www.bild.de/politik/2009/chaos/parteiaustritte-chaos-streit-bei-den-linken-7020072.bild.html" rel="nofollow" target="blank">Landtags-Kandidaten</a> der &#8220;Linken&#8221; wie <a href="http://www.fr-online.de/politik/linkspartei-auch-ein-hexenmagier-kandidiert,1472596,3433394.html" target="_blank">Günther Biernoth</a> passieren &#8211; einschließlich des in <a href="http://overdose.blogsport.de/2009/01/10/parlamentarismus-ist-keine-hexerei-oder-doch/" target="_blank">seinem Fall absurden</a> <a href="http://kotzboy.com/?p=2003" target="_blank">Faschismusvorwurfs</a>.)<br />
Ungeachtet der Tatsache, dass es tatsächlich einige ziemlich abgedrehte Charaktere in der Heidenszene gibt, und z. B. die Armanen (&#038; Umfeld) wie auch die &#8220;völkischen Ásatrú&#8221; einen starker Drall nach &#8220;rechtsaußen&#8221; haben (von &#8220;Nazitrus&#8221; wie den &#8220;Artgemeinschaftlern&#8221; ganz zu schweigen), ist das ziemlich nervig. Auch wenn von einer Verfolgung beim besten Willen keine Rede sein kann, kann ich durchaus nachvollziehen, dass bei dem einen oder anderen Heiden die Nerven blank liegen.</p>
<p>Bei den großen christlichen Kirchen ist das jedoch nicht der Fall. Daher ist es bemerkenswert, dass Anhänger einer Religion, die in Europa nach wie vor die kulturelle Hegemonie hat, speziell in Deutschland Privilegien gegenüber anderen Religionen / Weltanschuungen genießt und weltweit die Religion mit den meisten Gläubigen ist, zu solchen &#8220;Sekten&#8221;-Verhaltensweisen neigen. </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.nornirsaett.de/verfolgte-christen-verfolgte-heiden/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Hrafnsgaldr am Wiehengebirge</title>
		<link>http://www.nornirsaett.de/hrafnsgaldr-am-wiehengebirge/</link>
		<comments>http://www.nornirsaett.de/hrafnsgaldr-am-wiehengebirge/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 15 May 2012 08:44:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MartinM</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hrafnsgaldr]]></category>
		<category><![CDATA[fylki]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheitshaus]]></category>
		<category><![CDATA[Thorshammer]]></category>
		<category><![CDATA[Wiehengebirge]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.nornirsaett.de/?p=5333</guid>
		<description><![CDATA[<p>Im zweiten Maiwochenende des Jahres 2012 (üblicher Zeitrechnung) da thingte im <a href="http://www.gesundheitshaus-am-wiehengebirge.de/" target="_blank">&#8220;Gesundheitshaus am Wiehengebirge&#8221;</a> das Hrafnsgaldr-Fylki.  </p>
<p><a href="http://www.ipernity.com/doc/mmssenf/12686455"><img title="Haus03" alt="Gesundheitshaus" src="http://u1.ipernity.com/22/64/55/12686455.1acdf25d.500.jpg" height="334" width="500" /></a><br />
<i>Sieht doch richtig gesund aus, das Haus? Auf alle Fälle hat es Flair!</i> </p>
<p>Eigentlich &#8230; denn in Wirklichkeit sieht das Wiehengebirge (in Westfalen, gehört irgendwie zum Teutoburger Wald) nicht unbedingt so aus wie&#8217;n Gebirge. Dann war der Thing nur ein ganz kurzer Programmpunkt, und so richtig gesund gelebt haben wir an diesem Wochenende unter Umständen eventuell manchmal durchaus nicht so ganz konsequent. Dafür passte eine gemeinsame schamanische Reise zum Haus, kundig betrommelt vom Goden (bei uns nix &#8220;Priester&#8221;, sondern Dienstleister für die Gemeinschaft) und flyki-eigenen Seiðmaðr (so jemand, der sich gut mit Seið auskennt) Kai.</p>
<p>Eine Neuigkeit: unser Fylki hat einen Hammer! In den im Zuge eines Rituals die Fylki-Angehörigen je eine Binderune, die sie repräsentiert, eingravierten.<br />
<a href="http://www.ipernity.com/doc/mmssenf/12686429"><img title="Flyki-04" alt="Hrafnsgaldr-Hammer" src="http://u1.ipernity.com/22/64/29/12686429.87a21fe7.500.jpg" height="334" width="500" /></a><br />
<i>Der von Hunterlady &#8211; Tischlerin (und Seiðkona) &#8211; gefertigte Rohbau des Fylkihammers.</i></p>
<p>Da wir pragmatisch sind, und da Thor sowieso für den elektrischen Strom zuständig ist, benutzten wir dazu einen Dremel. Die Endfassung gibt es zu sehen, wenn Hunty ihn angemessen nachbearbeitet hat.</p>
<div style="display:block"><small><em>posted in <a href="http://www.nornirsaett.de/category/fylkis/hrafnsgaldr/">Hrafnsgaldr</a> by MartinM <a href="http://www.nornirsaett.de/hrafnsgaldr-am-wiehengebirge/#comments">Leave A Comment</a><br />&copy;2012 <a href="http://www.nornirsaett.de">Asatru zum selber Denken - die Nornirs Ætt</a>. All Rights Reserved.</em></small></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im zweiten Maiwochenende des Jahres 2012 (üblicher Zeitrechnung) da thingte im <a href="http://www.gesundheitshaus-am-wiehengebirge.de/" target="_blank">&#8220;Gesundheitshaus am Wiehengebirge&#8221;</a> das Hrafnsgaldr-Fylki.  </p>
<p><a href="http://www.ipernity.com/doc/mmssenf/12686455"><img title="Haus03" alt="Gesundheitshaus" src="http://u1.ipernity.com/22/64/55/12686455.1acdf25d.500.jpg" height="334" width="500" /></a><br />
<i>Sieht doch richtig gesund aus, das Haus? Auf alle Fälle hat es Flair!</i> </p>
<p>Eigentlich &#8230; denn in Wirklichkeit sieht das Wiehengebirge (in Westfalen, gehört irgendwie zum Teutoburger Wald) nicht unbedingt so aus wie&#8217;n Gebirge. Dann war der Thing nur ein ganz kurzer Programmpunkt, und so richtig gesund gelebt haben wir an diesem Wochenende unter Umständen eventuell manchmal durchaus nicht so ganz konsequent. Dafür passte eine gemeinsame schamanische Reise zum Haus, kundig betrommelt vom Goden (bei uns nix &#8220;Priester&#8221;, sondern Dienstleister für die Gemeinschaft) und flyki-eigenen Seiðmaðr (so jemand, der sich gut mit Seið auskennt) Kai.</p>
<p>Eine Neuigkeit: unser Fylki hat einen Hammer! In den im Zuge eines Rituals die Fylki-Angehörigen je eine Binderune, die sie repräsentiert, eingravierten.<br />
<a href="http://www.ipernity.com/doc/mmssenf/12686429"><img title="Flyki-04" alt="Hrafnsgaldr-Hammer" src="http://u1.ipernity.com/22/64/29/12686429.87a21fe7.500.jpg" height="334" width="500" /></a><br />
<i>Der von Hunterlady &#8211; Tischlerin (und Seiðkona) &#8211; gefertigte Rohbau des Fylkihammers.</i></p>
<p>Da wir pragmatisch sind, und da Thor sowieso für den elektrischen Strom zuständig ist, benutzten wir dazu einen Dremel. Die Endfassung gibt es zu sehen, wenn Hunty ihn angemessen nachbearbeitet hat.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.nornirsaett.de/hrafnsgaldr-am-wiehengebirge/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Maya-Kalender: Von wegen &#8220;Weltuntergang&#8221;</title>
		<link>http://www.nornirsaett.de/maya-kalender-von-wegen-weltuntergang/</link>
		<comments>http://www.nornirsaett.de/maya-kalender-von-wegen-weltuntergang/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 11 May 2012 04:59:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MartinM</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Archäoastronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Archäologie]]></category>
		<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Esoterik]]></category>
		<category><![CDATA[Kalender]]></category>
		<category><![CDATA[Katastrophen]]></category>
		<category><![CDATA[Maya]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.nornirsaett.de/?p=5327</guid>
		<description><![CDATA[<p>Es war Sachkennern schon längst klar, dass der Epochenwechsel im Maya-Kalender zum 21. Dezember 2012 nicht bedeutetet, dass die Maya  zu diesem Termin das Ende der Welt erwarteten. Geschweige denn, dass das wirklich der &#8220;Weltuntergangstermin&#8221; sei.</p>
<p>Nun gibt es den Beweis, dass für die Maya 2012 nicht &#8220;die Welt zuende&#8221; war: In den Ruinen der Mayastadt Xultun im heutigen Guatemala haben US-Forscher Wandmalereien aus dem 9. Jahrhundert entdeckt, die neben menschlichen Figuren den bislang ältesten astronomischen Kalender der Maya zeigen. Im Gegensatz zu jüngeren Versionen endet dieser <b>nicht</b> im Jahre 2012!</p>
<p>Mehr hierzu: <a href="http://www.epoc.de/alias/guatemala/frueheste-astronomische-aufzeichnungen-der-maya-entdeckt/1151131" target="_blank">Früheste astronomische Aufzeichnungen der Maya entdeckt</a> (epoc)</p>
<p>Sehr lesenswert: <a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2012/05/mayakalender-archaologen-entdecken-die-bisher-altesten-astronomischen-daten.php" target="_blank">Maya-Kalender: Archäologen entdecken die bisher ältesten astronomischen Daten</a> (Astrodicticum Simplex, Florian Freistetter)</p>
<blockquote><p>Archäologen aus den USA haben in Guatemala die bisher ältesten astronomischen Aufzeichnungen der Maya entdeckt. Die Weltuntergangsfans muss ich aber leider enttäuschen. Auch in diesen Inschriften ist nichts vom Ende der Welt im Jahr 2012 zu lesen.</p>
<p>Schaffen wir den ganzen Pseudowissenschaftskram gleich zu Beginn aus dem Weg. Aus der Entdeckung der Archäologen folgt NICHT:</p>
<ul>
<li>das die Welt im Dezember 2012 (oder sonst irgendwann) untergeht.</li>
<li>das der Maya-Kalender endet</li>
<li>das die Maya irgendwas für irgendwann prophezeit hätten</li>
<li>das die Maya irgendwas Mysteriöses getrieben oder gewusst haben</li>
<li>das die Maya geheimnisvolles und unerklärliches astronomisches Wissen hatten</li>
</ul>
</blockquote>
<p>Mehr vom Astronomen und Esoterik-Kritiker Florian Freistetter <a href=http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/weltuntergang-2012-fragen-und-antworten.php" target="_blank">Weltuntergang 2012: Fragen und Antworten</a>. (Sehr lesenswert, auch wenn manche Hexen und Heiden bei manchen anderen Aussagen des &#8220;Esoterikerfressers&#8221; Florians heftig die Köpfe schütteln &#8211; wo er Ahnung hat, hat er Ahnung, und wo er recht hat, hat er recht!)</p>
<p>Ich schrieb im &#8220;Wurzelwerk&#8221; auch schon mal was zu diesem Thema:<br />
<a href="http://blog.wurzelwerk.at/?p=2231" target="_blank">Vergesst den 21. Dezember 2012 – Teil I von MartinM</a><br />
<a href="http://blog.wurzelwerk.at/?p=2319" target="_blank">Vergesst den 21. Dezember 2012 – Teil II von MartinM</a></p>
<div style="display:block"><small><em>posted in <a href="http://www.nornirsaett.de/category/asatru-themen/wissenschaft/">Wissenschaft</a> by MartinM <a href="http://www.nornirsaett.de/maya-kalender-von-wegen-weltuntergang/#comments">Leave A Comment</a><br />&copy;2012 <a href="http://www.nornirsaett.de">Asatru zum selber Denken - die Nornirs Ætt</a>. All Rights Reserved.</em></small></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es war Sachkennern schon längst klar, dass der Epochenwechsel im Maya-Kalender zum 21. Dezember 2012 nicht bedeutetet, dass die Maya  zu diesem Termin das Ende der Welt erwarteten. Geschweige denn, dass das wirklich der &#8220;Weltuntergangstermin&#8221; sei.</p>
<p>Nun gibt es den Beweis, dass für die Maya 2012 nicht &#8220;die Welt zuende&#8221; war: In den Ruinen der Mayastadt Xultun im heutigen Guatemala haben US-Forscher Wandmalereien aus dem 9. Jahrhundert entdeckt, die neben menschlichen Figuren den bislang ältesten astronomischen Kalender der Maya zeigen. Im Gegensatz zu jüngeren Versionen endet dieser <b>nicht</b> im Jahre 2012!</p>
<p>Mehr hierzu: <a href="http://www.epoc.de/alias/guatemala/frueheste-astronomische-aufzeichnungen-der-maya-entdeckt/1151131" target="_blank">Früheste astronomische Aufzeichnungen der Maya entdeckt</a> (epoc)</p>
<p>Sehr lesenswert: <a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2012/05/mayakalender-archaologen-entdecken-die-bisher-altesten-astronomischen-daten.php" target="_blank">Maya-Kalender: Archäologen entdecken die bisher ältesten astronomischen Daten</a> (Astrodicticum Simplex, Florian Freistetter)</p>
<blockquote><p>Archäologen aus den USA haben in Guatemala die bisher ältesten astronomischen Aufzeichnungen der Maya entdeckt. Die Weltuntergangsfans muss ich aber leider enttäuschen. Auch in diesen Inschriften ist nichts vom Ende der Welt im Jahr 2012 zu lesen.</p>
<p>Schaffen wir den ganzen Pseudowissenschaftskram gleich zu Beginn aus dem Weg. Aus der Entdeckung der Archäologen folgt NICHT:</p>
<ul>
<li>das die Welt im Dezember 2012 (oder sonst irgendwann) untergeht.</li>
<li>das der Maya-Kalender endet</li>
<li>das die Maya irgendwas für irgendwann prophezeit hätten</li>
<li>das die Maya irgendwas Mysteriöses getrieben oder gewusst haben</li>
<li>das die Maya geheimnisvolles und unerklärliches astronomisches Wissen hatten</li>
</ul>
</blockquote>
<p>Mehr vom Astronomen und Esoterik-Kritiker Florian Freistetter <a href=http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/weltuntergang-2012-fragen-und-antworten.php" target="_blank">Weltuntergang 2012: Fragen und Antworten</a>. (Sehr lesenswert, auch wenn manche Hexen und Heiden bei manchen anderen Aussagen des &#8220;Esoterikerfressers&#8221; Florians heftig die Köpfe schütteln &#8211; wo er Ahnung hat, hat er Ahnung, und wo er recht hat, hat er recht!)</p>
<p>Ich schrieb im &#8220;Wurzelwerk&#8221; auch schon mal was zu diesem Thema:<br />
<a href="http://blog.wurzelwerk.at/?p=2231" target="_blank">Vergesst den 21. Dezember 2012 – Teil I von MartinM</a><br />
<a href="http://blog.wurzelwerk.at/?p=2319" target="_blank">Vergesst den 21. Dezember 2012 – Teil II von MartinM</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.nornirsaett.de/maya-kalender-von-wegen-weltuntergang/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Beltaine ist kein germanisches Fest &#8230;</title>
		<link>http://www.nornirsaett.de/beltaine-ist-kein-germanisches-fest/</link>
		<comments>http://www.nornirsaett.de/beltaine-ist-kein-germanisches-fest/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 30 Apr 2012 19:52:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MartinM</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ætt Feature]]></category>
		<category><![CDATA[Beltaine]]></category>
		<category><![CDATA[Beltane]]></category>
		<category><![CDATA[Mai]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.nornirsaett.de/?p=5321</guid>
		<description><![CDATA[<p>&#8230; was noch lange kein Grund ist, nicht zu feiern!</p>
<p><a href="http://www.nornirsaett.de/wp-content/MaiSei12.jpg" rel="lightbox[5321]"><img src="http://www.nornirsaett.de/wp-content/MaiSei12.jpg" alt="Mai 2012" title="MaiSei12" width="500" height="447" class="alignleft size-full wp-image-5322" /></a></p>
<p><a href="http://www.nornirsaett.de/maikostlichkeiten/" target="_blank">Maiköstlichkeiten</a></p>
<div style="display:block"><small><em>posted in <a href="http://www.nornirsaett.de/category/asatru-aktuell/">Ætt Feature</a> by MartinM <a href="http://www.nornirsaett.de/beltaine-ist-kein-germanisches-fest/#comments">Leave A Comment</a><br />&copy;2012 <a href="http://www.nornirsaett.de">Asatru zum selber Denken - die Nornirs Ætt</a>. All Rights Reserved.</em></small></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; was noch lange kein Grund ist, nicht zu feiern!</p>
<p><a href="http://www.nornirsaett.de/wp-content/MaiSei12.jpg" rel="lightbox[5321]"><img src="http://www.nornirsaett.de/wp-content/MaiSei12.jpg" alt="Mai 2012" title="MaiSei12" width="500" height="447" class="alignleft size-full wp-image-5322" /></a></p>
<p><a href="http://www.nornirsaett.de/maikostlichkeiten/" target="_blank">Maiköstlichkeiten</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.nornirsaett.de/beltaine-ist-kein-germanisches-fest/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Hexenjäger</title>
		<link>http://www.nornirsaett.de/hexenjager/</link>
		<comments>http://www.nornirsaett.de/hexenjager/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 29 Apr 2012 19:45:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MartinM</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gjallarhorn Weblog]]></category>
		<category><![CDATA[Esoterik]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[GWUP]]></category>
		<category><![CDATA[Hexen]]></category>
		<category><![CDATA[Hexenverfolgung]]></category>
		<category><![CDATA[Hexerei]]></category>
		<category><![CDATA[Skeptiker]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.nornirsaett.de/?p=5283</guid>
		<description><![CDATA[<p>Wir leben im Zeitalter der Hexenverfolgung. Und zwar im ganz wörtlichen Sinne &#8211; laut <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hexenverfolgung#Hexenverfolgung_heute" target="_blank">Wikipedia</a> sind seit 1960 vermutlich mehr Menschen wegen Hexerei hingerichtet oder umgebracht worden als während der gesamten europäischen Verfolgungsperiode in der Frühen Neuzeit. Meines Erachtens <i>unterschätzt</i> der Wikipedia-Artikel sogar noch das Ausmaß der modernen Hexenjagd!</p>
<p>Der Begriff &#8220;Hexe&#8221; ist reichlich verwaschen und mit unterschiedlichen Assoziationen beladen. Bei historischen und modernen Hexenverfolgungen und Hexereihysterien sind aber stets zwei Vorstellungen von &#8220;Hexerei&#8221; entscheidend:</p>
<ul>
<li>Hexerei als Schadenzauber,</li>
<li>Hexerei als &#8220;Ketzerei&#8221; gegen die Religion des Verfolgers, oft verbunden mit der Vorstellung eines &#8220;Teufelspaktes&#8221;.</li>
</ul>
<p>Dass auch die zweite Vorstellung noch aktuell ist, und zwar bei Fundamentalisten verschiedener Religionen, legte ich bereits hier im &#8220;Gjallarhorn&#8221; dar: <a href="http://www.nornirsaett.de/hexenpanik-naher-betrachtet/">“Hexenpanik” näher betrachtet</a>. </p>
<p>Heute wie in der Frühen Neuzeit ist in Hexereiprozessen das Gericht der &#8220;verlängerter Arm&#8221; des Lynchmobs, weshalb Verfolgungen typischerweise mit schwacher bzw. defekter Justiz und Verwaltung einhergehen.<br />
Ausnahmen von der Regel, dass es in Gebieten mit starker Administration nicht zu Verfolgungen kommt,  waren und sind Staaten, in denen &#8220;Hexen&#8221; bzw. &#8220;Zauberer&#8221; als Staatsfeinde gelten wie z. B. heute in Saudi-Arabien.</p>
<p>Wenn auch die &#8220;neuen Hexen&#8221; nicht viel mit jene Frauen und Männer, die in Teilen Afrikas, in Indonesien, Indien, Südamerika und mehreren arabischen Staaten um ihr Leben fürchten müssen, gemeinsam haben, und von einer Hexenverfolgung in Europa, Nordamerika und Ostasien keine Rede sein kann, stehen sie durchaus im Fokus der von Hexenpanik erfüllten Fundamentalisten.</p>
<p>Außer Fundamentalisten, die alle Hexen &#8211; einschließlich &#8220;neuer Hexen&#8221; &#8211; buchstäblich zur Hölle wünschen, <i>weil</i> sie Magie für möglich halten, gibt es auch Menschen, die &#8220;neue Hexen&#8221; für kriminell halten, weil sie davon überzeugt sind, dass es Magie <i>nicht</i> gibt. Wobei ihre Motive, anders als die fundamentalistischer Hassprediger, völlig ehrenwert und im Grunde nur zu begrüßen sind.</p>
<p>Der Saarbrücker Historiker Dr. Herbert Rätz äußerte in einem Interview zum Thema &#8220;Hexenrehabilitierung&#8221; in der GWUP-Zeitschrift <a href="http://www.gwup.org/zeitschrift/skeptiker-archiv/1101-skeptiker-12012 target="_blank">&#8220;Skeptiker&#8221; (1/2012)</a>: </p>
<blockquote><p>[...]Rechtmäßig verurteilt worden wären die Beschuldigten, wenn sie tatsächlich Magie ausgeübt hätten.<br />
Insofern sind die blödsinnigen Behauptungen moderner „Hexen“, dass sie über magische Kräfte verfügen, eine Verunglimpfung von Justizmordopfern, weil damit implizit behauptet wird, dass die Opfer rechtmäßig ermordet wurden. Ich bin der Auffassung, dass solche Behauptungen aufgrund ihrer menschenverachtenden Tendenz sogar mit Strafe belegt werden sollten. [...]</p></blockquote>
<p>Ich halte diese Argumentation für absurd.<br />
Oft wurden vermeintliche &#8220;Hexen&#8221; neben Schadenzauber und &#8220;Hexerei&#8221; (sprich: Teufelspakt) auch wegen Giftmischerei angeklagt und hingerichtet. Wenn ich behaupte, ich könne tödlich wirksame Gifte herstellen, käme wahrscheinlich niemand auf die Idee, ich würde damit behaupten, zu Unrecht hingerichtete vermeintliche Giftmischerinnen, die ihr Delikt unter Folter gestanden hätten, wären rechtmäßig ermordet worden.<br />
Der Unterschied ist allerdings der, dass Schadenzauber im Gegensatz zur Giftmischerei heute bei uns als objektiv unmöglich, bzw. als &#8220;folgenloses Wahndelikt&#8221; gilt.<br />
Für mich besser nachvollziehbar wäre die Vermutung, dass, wenn neue Hexen behaupten, über magische Fähigkeiten zu verfügen, dies dazu führen könnte, dass wieder mehr Menschen Angst vor Schadenzauber bekämen &#8211; was wiederum der &#8220;Hexenpanik&#8221; christlicher Fundamentalisten Gehör verschaffen könnte. Allerdings sagt Rätz das nicht ausdrücklich in diesem Interview, und für die Frage, ob Opfer historischer Justizmorde rehabilitiert gehören, ist es ohnehin irrelevant. </p>
<p>Im Kontext des &#8220;Zeit&#8221;-Artikels <a href="http://www.zeit.de/2011/26/USA-Hexen" target="_blank">Die Hexe von East Village</a> (den ich seinerzeit <a href="http://www.nornirsaett.de/zeit-online-artikel-uber-wicca-nur-schlecht-recherchiert/">hier</a> kritisierte) stellte Bernd Harder (Pressesprecher der GWUP) im GWUP-Blog die aktuelle Hexenverfolgung &#8220;neue Hexen&#8221; (bzw. Wiccas) gegenüber: <a href="http://blog.gwup.net/2011/06/26/hexen-hinrichtungen-und-hirnverbranntes/" target="_blank">Hexen, Hinrichtungen und Hirnverbranntes</a>.</p>
<blockquote><p>Unser Vorschlag an das gelangweilte Damenkränzchen:</p>
<p>Bevor’s an Mondanbeten geht – erst mal die von <a href="http://www.amnesty.at/aktiv_werden/menschen_in_gefahr/urgent_action/hinrichtungsgefahr/" target="_blank">Amnesty International</a> empfohlenen Aktionen zur Rettung der an Leib und Leben bedrohten “Hexen” und “Hexer” in anderen Teilen der Welt unterschreiben.</p>
<p>Wie war das gleich nochmal mit der <a href="http://blog.gwup.net/2011/04/23/esoteriker-sind-egozentrisch-und-unsympathisch/" target="_blank">widerwärtigen Egozentrik</a> der Eso-Szene?</p></blockquote>
<p>Unbestritten gibt es Esoteriker, die permanent auf Ego-Trip sind und statt Licht und Liebe rücksichtslosen Egoismus praktizieren. Unbestritten ist das, was im heutigen Sprachgebrauch &#8220;Esoterik&#8221; genannt wird, meistens &#8220;käufliche Spiritualität&#8221; (wie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ursula_Caberta" target="_blank">Ursula Caberta</a> das nannte &#8211; der Witz dabei ist natürlich, dass sich Spiritualität ebenso wenig kaufen lässt, wie Liebe, Talent oder Seelenfrieden). Unbestritten, dass manche, die sich selbst &#8220;Hexen&#8221; nennen, besonders unverschämt &#8220;Spiritualität verkaufen&#8221; (und Liebe &#8211; die gegen Geld &#8220;Liebeszauber&#8221; wirkende Hexe ist leider mehr als ein Klischee der Boulevardmedien).<br />
Aber woher will Harder überhaupt wissen, dass die New Yorker Wiccas um Starr ein &#8220;gelangweiltes Damenkränzchen&#8221; seien, dem es völlig egal sei, dass anderswo Menschen unter dem Vorwurf der Hexerei hingerichtet werden?</p>
<p>Die &#8220;Skeptiker&#8221; in der GWUP stehen für Aufklärung und gesunden Menschenverstand. Sie stehen manchmal aber auch für eine dogmatische Haltung. Entgegen der üblichen Bedeutung, dass ein &#8220;Skeptiker ein &#8220;Zweifler&#8221; sei, haben die in der Skeptiker-Bewegung nicht seltenen &#8220;dogmatischen Ablehner&#8221; eben <i>keine</i> Zweifel mehr daran, dass &#8220;das alles&#8221; (Esoterik, Parapsychologie, Magie usw. usw. ) &#8220;Spinnerei&#8221; sei und die Welt davor bewahrt werden müsse.<br />
Diese dogmatische Haltung kann weder mit Materialismus noch mit Naturalismus gleichgesetzt werden. Tatsächlich neigen nach meiner &#8211; natürlich nicht repräsentativen &#8211; Erfahrung überzeuge Christen (vor allem Protestanten) eher zu dieser Form des Dogmatismus als atheistische Naturalisten, die jede Form der Metaphysik ablehnen. Als Grund für diese erstaunliche Beobachtung vermute ich, dass z. B. magische Praktiken (im weitesten Sinne) für Naturalisten einfach irrelevant sind, und damit auch, von Betrug und Bauernfängerei abgesehen, harmlos, hingegen für Christen (oder auch für nicht gottgläubige, aber tief vom christlichen Denken geprägte Sittenchristen) mit dem Kernbereich ihrer Ethik kollidieren. </p>
<p>Nun könnte ich mich, als moderne Hexe (männlich, ásatrú-bezogen), entspannt zurücklehnen, da mir ja nachweislich weder die Opfer der realen Hexenverfolgung egal sind, noch entmündigende und bevormundende esoterische Heilslehren verbreite, noch magische Kinkerlitzchen zu astronomischen Preisen verkaufe, noch als selbstverliebter, egoistischer und rücksichtsloser Selbstoptimierungs-Esoteriker in Erscheinung trete.<br />
Allerdings gehöre ich, allein dadurch, dass ich mich mit Zauberei (nicht zu verwechseln mit der Bühnenmagie eines Illusionisten) befasse, in &#8220;dogmatisch-skeptischer&#8221; Sichtweise (die zum Glück nicht alle &#8220;Skeptiker&#8221; teilen), zu den &#8220;Bösen&#8221;. (Es sei denn, ich könnte eine Psychose nachweisen, dann wäre ich halt &#8220;krank&#8221;.)</p>
<p>Dass mir das die GWUP, deren Aufklärungsarbeit ich grundsätzlich begrüße und deren Esoterikkritik ich respektiere, oft sogar teile, nicht eben sympathischer macht, dürfte verständlich sein.</p>
<p>MartinM</p>
<div style="display:block"><small><em>posted in <a href="http://www.nornirsaett.de/category/odins-auge-ariosophieprojekt/gjallarhorn-asatru-weblog/">Gjallarhorn Weblog</a> by MartinM <a href="http://www.nornirsaett.de/hexenjager/#comments">Leave A Comment</a><br />&copy;2012 <a href="http://www.nornirsaett.de">Asatru zum selber Denken - die Nornirs Ætt</a>. All Rights Reserved.</em></small></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir leben im Zeitalter der Hexenverfolgung. Und zwar im ganz wörtlichen Sinne &#8211; laut <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hexenverfolgung#Hexenverfolgung_heute" target="_blank">Wikipedia</a> sind seit 1960 vermutlich mehr Menschen wegen Hexerei hingerichtet oder umgebracht worden als während der gesamten europäischen Verfolgungsperiode in der Frühen Neuzeit. Meines Erachtens <i>unterschätzt</i> der Wikipedia-Artikel sogar noch das Ausmaß der modernen Hexenjagd!</p>
<p>Der Begriff &#8220;Hexe&#8221; ist reichlich verwaschen und mit unterschiedlichen Assoziationen beladen. Bei historischen und modernen Hexenverfolgungen und Hexereihysterien sind aber stets zwei Vorstellungen von &#8220;Hexerei&#8221; entscheidend:</p>
<ul>
<li>Hexerei als Schadenzauber,</li>
<li>Hexerei als &#8220;Ketzerei&#8221; gegen die Religion des Verfolgers, oft verbunden mit der Vorstellung eines &#8220;Teufelspaktes&#8221;.</li>
</ul>
<p>Dass auch die zweite Vorstellung noch aktuell ist, und zwar bei Fundamentalisten verschiedener Religionen, legte ich bereits hier im &#8220;Gjallarhorn&#8221; dar: <a href="http://www.nornirsaett.de/hexenpanik-naher-betrachtet/">“Hexenpanik” näher betrachtet</a>. </p>
<p>Heute wie in der Frühen Neuzeit ist in Hexereiprozessen das Gericht der &#8220;verlängerter Arm&#8221; des Lynchmobs, weshalb Verfolgungen typischerweise mit schwacher bzw. defekter Justiz und Verwaltung einhergehen.<br />
Ausnahmen von der Regel, dass es in Gebieten mit starker Administration nicht zu Verfolgungen kommt,  waren und sind Staaten, in denen &#8220;Hexen&#8221; bzw. &#8220;Zauberer&#8221; als Staatsfeinde gelten wie z. B. heute in Saudi-Arabien.</p>
<p>Wenn auch die &#8220;neuen Hexen&#8221; nicht viel mit jene Frauen und Männer, die in Teilen Afrikas, in Indonesien, Indien, Südamerika und mehreren arabischen Staaten um ihr Leben fürchten müssen, gemeinsam haben, und von einer Hexenverfolgung in Europa, Nordamerika und Ostasien keine Rede sein kann, stehen sie durchaus im Fokus der von Hexenpanik erfüllten Fundamentalisten.</p>
<p>Außer Fundamentalisten, die alle Hexen &#8211; einschließlich &#8220;neuer Hexen&#8221; &#8211; buchstäblich zur Hölle wünschen, <i>weil</i> sie Magie für möglich halten, gibt es auch Menschen, die &#8220;neue Hexen&#8221; für kriminell halten, weil sie davon überzeugt sind, dass es Magie <i>nicht</i> gibt. Wobei ihre Motive, anders als die fundamentalistischer Hassprediger, völlig ehrenwert und im Grunde nur zu begrüßen sind.</p>
<p>Der Saarbrücker Historiker Dr. Herbert Rätz äußerte in einem Interview zum Thema &#8220;Hexenrehabilitierung&#8221; in der GWUP-Zeitschrift <a href="http://www.gwup.org/zeitschrift/skeptiker-archiv/1101-skeptiker-12012 target="_blank">&#8220;Skeptiker&#8221; (1/2012)</a>: </p>
<blockquote><p>[...]Rechtmäßig verurteilt worden wären die Beschuldigten, wenn sie tatsächlich Magie ausgeübt hätten.<br />
Insofern sind die blödsinnigen Behauptungen moderner „Hexen“, dass sie über magische Kräfte verfügen, eine Verunglimpfung von Justizmordopfern, weil damit implizit behauptet wird, dass die Opfer rechtmäßig ermordet wurden. Ich bin der Auffassung, dass solche Behauptungen aufgrund ihrer menschenverachtenden Tendenz sogar mit Strafe belegt werden sollten. [...]</p></blockquote>
<p>Ich halte diese Argumentation für absurd.<br />
Oft wurden vermeintliche &#8220;Hexen&#8221; neben Schadenzauber und &#8220;Hexerei&#8221; (sprich: Teufelspakt) auch wegen Giftmischerei angeklagt und hingerichtet. Wenn ich behaupte, ich könne tödlich wirksame Gifte herstellen, käme wahrscheinlich niemand auf die Idee, ich würde damit behaupten, zu Unrecht hingerichtete vermeintliche Giftmischerinnen, die ihr Delikt unter Folter gestanden hätten, wären rechtmäßig ermordet worden.<br />
Der Unterschied ist allerdings der, dass Schadenzauber im Gegensatz zur Giftmischerei heute bei uns als objektiv unmöglich, bzw. als &#8220;folgenloses Wahndelikt&#8221; gilt.<br />
Für mich besser nachvollziehbar wäre die Vermutung, dass, wenn neue Hexen behaupten, über magische Fähigkeiten zu verfügen, dies dazu führen könnte, dass wieder mehr Menschen Angst vor Schadenzauber bekämen &#8211; was wiederum der &#8220;Hexenpanik&#8221; christlicher Fundamentalisten Gehör verschaffen könnte. Allerdings sagt Rätz das nicht ausdrücklich in diesem Interview, und für die Frage, ob Opfer historischer Justizmorde rehabilitiert gehören, ist es ohnehin irrelevant. </p>
<p>Im Kontext des &#8220;Zeit&#8221;-Artikels <a href="http://www.zeit.de/2011/26/USA-Hexen" target="_blank">Die Hexe von East Village</a> (den ich seinerzeit <a href="http://www.nornirsaett.de/zeit-online-artikel-uber-wicca-nur-schlecht-recherchiert/">hier</a> kritisierte) stellte Bernd Harder (Pressesprecher der GWUP) im GWUP-Blog die aktuelle Hexenverfolgung &#8220;neue Hexen&#8221; (bzw. Wiccas) gegenüber: <a href="http://blog.gwup.net/2011/06/26/hexen-hinrichtungen-und-hirnverbranntes/" target="_blank">Hexen, Hinrichtungen und Hirnverbranntes</a>.</p>
<blockquote><p>Unser Vorschlag an das gelangweilte Damenkränzchen:</p>
<p>Bevor’s an Mondanbeten geht – erst mal die von <a href="http://www.amnesty.at/aktiv_werden/menschen_in_gefahr/urgent_action/hinrichtungsgefahr/" target="_blank">Amnesty International</a> empfohlenen Aktionen zur Rettung der an Leib und Leben bedrohten “Hexen” und “Hexer” in anderen Teilen der Welt unterschreiben.</p>
<p>Wie war das gleich nochmal mit der <a href="http://blog.gwup.net/2011/04/23/esoteriker-sind-egozentrisch-und-unsympathisch/" target="_blank">widerwärtigen Egozentrik</a> der Eso-Szene?</p></blockquote>
<p>Unbestritten gibt es Esoteriker, die permanent auf Ego-Trip sind und statt Licht und Liebe rücksichtslosen Egoismus praktizieren. Unbestritten ist das, was im heutigen Sprachgebrauch &#8220;Esoterik&#8221; genannt wird, meistens &#8220;käufliche Spiritualität&#8221; (wie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ursula_Caberta" target="_blank">Ursula Caberta</a> das nannte &#8211; der Witz dabei ist natürlich, dass sich Spiritualität ebenso wenig kaufen lässt, wie Liebe, Talent oder Seelenfrieden). Unbestritten, dass manche, die sich selbst &#8220;Hexen&#8221; nennen, besonders unverschämt &#8220;Spiritualität verkaufen&#8221; (und Liebe &#8211; die gegen Geld &#8220;Liebeszauber&#8221; wirkende Hexe ist leider mehr als ein Klischee der Boulevardmedien).<br />
Aber woher will Harder überhaupt wissen, dass die New Yorker Wiccas um Starr ein &#8220;gelangweiltes Damenkränzchen&#8221; seien, dem es völlig egal sei, dass anderswo Menschen unter dem Vorwurf der Hexerei hingerichtet werden?</p>
<p>Die &#8220;Skeptiker&#8221; in der GWUP stehen für Aufklärung und gesunden Menschenverstand. Sie stehen manchmal aber auch für eine dogmatische Haltung. Entgegen der üblichen Bedeutung, dass ein &#8220;Skeptiker ein &#8220;Zweifler&#8221; sei, haben die in der Skeptiker-Bewegung nicht seltenen &#8220;dogmatischen Ablehner&#8221; eben <i>keine</i> Zweifel mehr daran, dass &#8220;das alles&#8221; (Esoterik, Parapsychologie, Magie usw. usw. ) &#8220;Spinnerei&#8221; sei und die Welt davor bewahrt werden müsse.<br />
Diese dogmatische Haltung kann weder mit Materialismus noch mit Naturalismus gleichgesetzt werden. Tatsächlich neigen nach meiner &#8211; natürlich nicht repräsentativen &#8211; Erfahrung überzeuge Christen (vor allem Protestanten) eher zu dieser Form des Dogmatismus als atheistische Naturalisten, die jede Form der Metaphysik ablehnen. Als Grund für diese erstaunliche Beobachtung vermute ich, dass z. B. magische Praktiken (im weitesten Sinne) für Naturalisten einfach irrelevant sind, und damit auch, von Betrug und Bauernfängerei abgesehen, harmlos, hingegen für Christen (oder auch für nicht gottgläubige, aber tief vom christlichen Denken geprägte Sittenchristen) mit dem Kernbereich ihrer Ethik kollidieren. </p>
<p>Nun könnte ich mich, als moderne Hexe (männlich, ásatrú-bezogen), entspannt zurücklehnen, da mir ja nachweislich weder die Opfer der realen Hexenverfolgung egal sind, noch entmündigende und bevormundende esoterische Heilslehren verbreite, noch magische Kinkerlitzchen zu astronomischen Preisen verkaufe, noch als selbstverliebter, egoistischer und rücksichtsloser Selbstoptimierungs-Esoteriker in Erscheinung trete.<br />
Allerdings gehöre ich, allein dadurch, dass ich mich mit Zauberei (nicht zu verwechseln mit der Bühnenmagie eines Illusionisten) befasse, in &#8220;dogmatisch-skeptischer&#8221; Sichtweise (die zum Glück nicht alle &#8220;Skeptiker&#8221; teilen), zu den &#8220;Bösen&#8221;. (Es sei denn, ich könnte eine Psychose nachweisen, dann wäre ich halt &#8220;krank&#8221;.)</p>
<p>Dass mir das die GWUP, deren Aufklärungsarbeit ich grundsätzlich begrüße und deren Esoterikkritik ich respektiere, oft sogar teile, nicht eben sympathischer macht, dürfte verständlich sein.</p>
<p>MartinM</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.nornirsaett.de/hexenjager/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>5</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Bauern aus dem Süden brachten den Ackerbau nach Schweden</title>
		<link>http://www.nornirsaett.de/bauern-aus-dem-suden-brachten-den-ackerbau-nach-schweden/</link>
		<comments>http://www.nornirsaett.de/bauern-aus-dem-suden-brachten-den-ackerbau-nach-schweden/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 28 Apr 2012 09:12:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MartinM</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Ackerbau]]></category>
		<category><![CDATA[Archäologie]]></category>
		<category><![CDATA[humangenetik]]></category>
		<category><![CDATA[Jungsteinzeit]]></category>
		<category><![CDATA[Landwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Nordeuropa]]></category>
		<category><![CDATA[Schweden]]></category>
		<category><![CDATA[steinzeit]]></category>
		<category><![CDATA[Trichterbecherkultur]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.nornirsaett.de/?p=5237</guid>
		<description><![CDATA[<p>Steinzeitliche Bauern aus dem Mittelmeerraum wanderten vor mehr als 5.000 Jahren bis nach Schweden und brachten damit die Landwirtschaft in den Norden Europas. Das zeigt der genetische Vergleich von vier in Schweden gefundenen Menschenskeletten aus jener Zeit. Das Erbgut der drei untersuchten Jäger und Sammler unterschied sich deutlich von dem eines steinzeitlichen Bauern, der zur gleichen Zeit in der gleichen Region lebte. Der Bauer sei genetisch heutigen Südeuropäern, vor allem den Zyprioten am ähnlichsten, die Jäger und Sammler dagegen einigen heute lebenden Nordeuropäern, berichten die Forscher im Fachmagazin &#8220;Science&#8221;. </p>
<p>Weiter: <a href="http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-14699-2012-04-27.html" target="_blank">Erste Bauern Nordeuropas stammten aus dem Mittelmeerraum (scinexx)</a></p>
<p><a href="http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/315432.html" target="_blank">Wie die Landwirtschaft nach Nordeuropa kam (wissenschaft.de)</a></p>
<p><i>Übrigens: Die Wissenschafts-Redaktion von &#8220;Spiegel online&#8221; enttäuscht nicht. Wieder einmal gelang ihr eine Überschrift, die nur entfernte Ähnlichkeit mit dem Inhalt der Meldung hat: </i> <a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,829863,00.html" target="_blank">Warum Nordeuropäer heute gern Brot essen</a> </p>
<div style="display:block"><small><em>posted in <a href="http://www.nornirsaett.de/category/asatru-themen/wissenschaft/">Wissenschaft</a> by MartinM <a href="http://www.nornirsaett.de/bauern-aus-dem-suden-brachten-den-ackerbau-nach-schweden/#comments">Leave A Comment</a><br />&copy;2012 <a href="http://www.nornirsaett.de">Asatru zum selber Denken - die Nornirs Ætt</a>. All Rights Reserved.</em></small></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Steinzeitliche Bauern aus dem Mittelmeerraum wanderten vor mehr als 5.000 Jahren bis nach Schweden und brachten damit die Landwirtschaft in den Norden Europas. Das zeigt der genetische Vergleich von vier in Schweden gefundenen Menschenskeletten aus jener Zeit. Das Erbgut der drei untersuchten Jäger und Sammler unterschied sich deutlich von dem eines steinzeitlichen Bauern, der zur gleichen Zeit in der gleichen Region lebte. Der Bauer sei genetisch heutigen Südeuropäern, vor allem den Zyprioten am ähnlichsten, die Jäger und Sammler dagegen einigen heute lebenden Nordeuropäern, berichten die Forscher im Fachmagazin &#8220;Science&#8221;. </p>
<p>Weiter: <a href="http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-14699-2012-04-27.html" target="_blank">Erste Bauern Nordeuropas stammten aus dem Mittelmeerraum (scinexx)</a></p>
<p><a href="http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/315432.html" target="_blank">Wie die Landwirtschaft nach Nordeuropa kam (wissenschaft.de)</a></p>
<p><i>Übrigens: Die Wissenschafts-Redaktion von &#8220;Spiegel online&#8221; enttäuscht nicht. Wieder einmal gelang ihr eine Überschrift, die nur entfernte Ähnlichkeit mit dem Inhalt der Meldung hat: </i> <a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,829863,00.html" target="_blank">Warum Nordeuropäer heute gern Brot essen</a> </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.nornirsaett.de/bauern-aus-dem-suden-brachten-den-ackerbau-nach-schweden/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Innovationen vor 4000 Jahren in der Eurasischen Steppe</title>
		<link>http://www.nornirsaett.de/innovationen-vor-4000-jahren-in-der-eurasischen-steppe/</link>
		<comments>http://www.nornirsaett.de/innovationen-vor-4000-jahren-in-der-eurasischen-steppe/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 27 Apr 2012 17:31:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MartinM</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Archäologie]]></category>
		<category><![CDATA[Bronzezeit]]></category>
		<category><![CDATA[Eurasische Steppe]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Goethe-Universität]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Ural]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.nornirsaett.de/?p=5272</guid>
		<description><![CDATA[<p>Mit der Region im Trans-Ural an der Grenze zwischen Europa und Asien beschäftigt sich das deutsch-russische Forscherteam um Prof. Dr. Rüdiger Krause. In dieser zunächst nahezu unbesiedelten Region erblühte zu Anfang des zweiten Jahrtausends v. Chr. für mehr als zwei Jahrhunderte eine Kulturlandschaft, die ihresgleichen sucht. Wer waren ihre Bewohner und woher kamen sie? Wie kommt es zu den zahlreichen Innovationen? Die Forscher der Goethe-Universität sind angetreten, diese Rätsel in der Eurasischen Steppe zu lösen.<br />
Über erste Ergebnisse berichten sie in der aktuellen Ausgabe von „Forschung Frankfurt“. Sehr aufschlussreich sind die gefundenen Gräber mit ihren reichen Kupfer- und Bronzebeigaben. Zu den besonders aufregenden Funden gehören zweirädrige Streitwagen – die ältesten der Welt und eine echte Innovation!</p>
<p>Weiter in der <a href="http://idw-online.de/de/news474516" target="_blank">Pressemeldung der Goethe-Universität</a></p>
<div style="display:block"><small><em>posted in <a href="http://www.nornirsaett.de/category/asatru-themen/wissenschaft/">Wissenschaft</a> by MartinM <a href="http://www.nornirsaett.de/innovationen-vor-4000-jahren-in-der-eurasischen-steppe/#comments">Leave A Comment</a><br />&copy;2012 <a href="http://www.nornirsaett.de">Asatru zum selber Denken - die Nornirs Ætt</a>. All Rights Reserved.</em></small></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit der Region im Trans-Ural an der Grenze zwischen Europa und Asien beschäftigt sich das deutsch-russische Forscherteam um Prof. Dr. Rüdiger Krause. In dieser zunächst nahezu unbesiedelten Region erblühte zu Anfang des zweiten Jahrtausends v. Chr. für mehr als zwei Jahrhunderte eine Kulturlandschaft, die ihresgleichen sucht. Wer waren ihre Bewohner und woher kamen sie? Wie kommt es zu den zahlreichen Innovationen? Die Forscher der Goethe-Universität sind angetreten, diese Rätsel in der Eurasischen Steppe zu lösen.<br />
Über erste Ergebnisse berichten sie in der aktuellen Ausgabe von „Forschung Frankfurt“. Sehr aufschlussreich sind die gefundenen Gräber mit ihren reichen Kupfer- und Bronzebeigaben. Zu den besonders aufregenden Funden gehören zweirädrige Streitwagen – die ältesten der Welt und eine echte Innovation!</p>
<p>Weiter in der <a href="http://idw-online.de/de/news474516" target="_blank">Pressemeldung der Goethe-Universität</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.nornirsaett.de/innovationen-vor-4000-jahren-in-der-eurasischen-steppe/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Baba Jaga&#8221;–Festival 2012</title>
		<link>http://www.nornirsaett.de/baba-jaga%e2%80%93festival-2012/</link>
		<comments>http://www.nornirsaett.de/baba-jaga%e2%80%93festival-2012/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 27 Apr 2012 17:22:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MartinM</dc:creator>
				<category><![CDATA[Termine]]></category>
		<category><![CDATA["Baba Jaga"]]></category>
		<category><![CDATA[Festival]]></category>
		<category><![CDATA[Heiden]]></category>
		<category><![CDATA[Heidentum]]></category>
		<category><![CDATA[heidnisch]]></category>
		<category><![CDATA[Hexen]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Spiritualität]]></category>
		<category><![CDATA[Steiermark]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.nornirsaett.de/?p=5266</guid>
		<description><![CDATA[<p>Am 17.-20. Mai 2012<br />
(10 Jahres Jubiläum auf Schloß Limberg, Steiermark, Österreich.)</p>
<p>Unterschiedliche spirituelle Traditionen und Lebensanschauungen treffen an diesem Wochenende zusammen um sich Auszutauschen, zu finden, zu Suchen, gemeinsam Rituale zu begehen und sich zu Vernetzen.</p>
<p>Dieses Festival ist nicht kommerziell organisiert-<br />
Wie jedes Jahr bringen die Vortragenden ihr Wissen und ihre speziellen Traditionen und Fähigkeiten am Festival ein. Alle Vortragenden tun dies (wie alle Helfer) unbezahlt und sind für Kost &#038; Logis vor Ort.</p>
<p>Vorträge, Workshops und Rituale mit: Sofamoos, Duke Meyer, Lady Purple, Sebastian Link, Theo Erlemann, Klaus Langmüller, Uta Holunder Sprenger, Entropie und Mondelfe.</p>
<p>Infos: <a href="http://babajaga.hagazussa.tv/" target="_blank">BABAJAGA FESTIVAL &#8211; Info-Feeling-Magic-Healing</a></p>
<div style="display:block"><small><em>posted in <a href="http://www.nornirsaett.de/category/asatru-themen/termine/">Termine</a> by MartinM <a href="http://www.nornirsaett.de/baba-jaga%e2%80%93festival-2012/#comments">Leave A Comment</a><br />&copy;2012 <a href="http://www.nornirsaett.de">Asatru zum selber Denken - die Nornirs Ætt</a>. All Rights Reserved.</em></small></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 17.-20. Mai 2012<br />
(10 Jahres Jubiläum auf Schloß Limberg, Steiermark, Österreich.)</p>
<p>Unterschiedliche spirituelle Traditionen und Lebensanschauungen treffen an diesem Wochenende zusammen um sich Auszutauschen, zu finden, zu Suchen, gemeinsam Rituale zu begehen und sich zu Vernetzen.</p>
<p>Dieses Festival ist nicht kommerziell organisiert-<br />
Wie jedes Jahr bringen die Vortragenden ihr Wissen und ihre speziellen Traditionen und Fähigkeiten am Festival ein. Alle Vortragenden tun dies (wie alle Helfer) unbezahlt und sind für Kost &#038; Logis vor Ort.</p>
<p>Vorträge, Workshops und Rituale mit: Sofamoos, Duke Meyer, Lady Purple, Sebastian Link, Theo Erlemann, Klaus Langmüller, Uta Holunder Sprenger, Entropie und Mondelfe.</p>
<p>Infos: <a href="http://babajaga.hagazussa.tv/" target="_blank">BABAJAGA FESTIVAL &#8211; Info-Feeling-Magic-Healing</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.nornirsaett.de/baba-jaga%e2%80%93festival-2012/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Am 28. April ist wieder Nacht der Museen in Hamburg</title>
		<link>http://www.nornirsaett.de/am-28-april-ist-wieder-nacht-der-museen-in-hamburg/</link>
		<comments>http://www.nornirsaett.de/am-28-april-ist-wieder-nacht-der-museen-in-hamburg/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 23 Apr 2012 13:23:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MartinM</dc:creator>
				<category><![CDATA[Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Ausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Museum]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.nornirsaett.de/?p=5257</guid>
		<description><![CDATA[<p>Auch 2012 gibt es wieder die beliebte <a href="http://www.langenachtdermuseen-hamburg.de/" target="_blank">Lange Nacht der Museen</a> .</p>
<p>Zwischen 18.00 und 2.00 Uhr bieten Museen und Ausstellungshäuser in Hamburg ein vielfältiges Programm geboten: Ausstellungen, Führungen, Kulinarisches, Musik, Tanz, Film …</p>
<p>Die Eintrittskarten kosten 12,- Euro / ermäßigt 8,- Euro und enthält den Eintrittspreis für die teilnehmenden Museen sowie die Berechtigung zur Nutzung der Museumsnacht-Busse und aller HVV-Linien zur An- und Abreise von Samstag 17.00 Uhr bis Sonntag 10.00 Uhr.</p>
<p>Zur langen Nacht der Museen stehen allen Lange Nacht-Besuchern die StadtRÄDer kostenlos zur Verfügung!</p>
<div style="display:block"><small><em>posted in <a href="http://www.nornirsaett.de/category/asatru-themen/termine/">Termine</a> by MartinM <a href="http://www.nornirsaett.de/am-28-april-ist-wieder-nacht-der-museen-in-hamburg/#comments">Leave A Comment</a><br />&copy;2012 <a href="http://www.nornirsaett.de">Asatru zum selber Denken - die Nornirs Ætt</a>. All Rights Reserved.</em></small></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch 2012 gibt es wieder die beliebte <a href="http://www.langenachtdermuseen-hamburg.de/" target="_blank">Lange Nacht der Museen</a> .</p>
<p>Zwischen 18.00 und 2.00 Uhr bieten Museen und Ausstellungshäuser in Hamburg ein vielfältiges Programm geboten: Ausstellungen, Führungen, Kulinarisches, Musik, Tanz, Film …</p>
<p>Die Eintrittskarten kosten 12,- Euro / ermäßigt 8,- Euro und enthält den Eintrittspreis für die teilnehmenden Museen sowie die Berechtigung zur Nutzung der Museumsnacht-Busse und aller HVV-Linien zur An- und Abreise von Samstag 17.00 Uhr bis Sonntag 10.00 Uhr.</p>
<p>Zur langen Nacht der Museen stehen allen Lange Nacht-Besuchern die StadtRÄDer kostenlos zur Verfügung!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.nornirsaett.de/am-28-april-ist-wieder-nacht-der-museen-in-hamburg/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Macht euch nicht zu &#8220;Toleranztrotteln&#8221;!</title>
		<link>http://www.nornirsaett.de/macht-euch-nicht-zu-toleranztrotteln/</link>
		<comments>http://www.nornirsaett.de/macht-euch-nicht-zu-toleranztrotteln/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 21 Apr 2012 19:49:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MartinM</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gjallarhorn Weblog]]></category>
		<category><![CDATA[antifa]]></category>
		<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Heidenszene]]></category>
		<category><![CDATA[Heidentum]]></category>
		<category><![CDATA[Hexen]]></category>
		<category><![CDATA[Intoleranz]]></category>
		<category><![CDATA[menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Nazis]]></category>
		<category><![CDATA[neonazis]]></category>
		<category><![CDATA[Piraten]]></category>
		<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>
		<category><![CDATA[rechtsextrem]]></category>
		<category><![CDATA[Toleranz]]></category>
		<category><![CDATA[Weisband]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.nornirsaett.de/?p=5245</guid>
		<description><![CDATA[<p>Die Ansichten und Weltanschauungen von Nazis nicht zu tolerieren, ist ein Gebot der politischen Hygiene. Auf Nazi-Foren gibt es den stehenden Begriff “Toleranztrottel” – aus Sicht der “kackbraunen Kameraden” sind Leute, die finden, dass Menschen, die Nazis nicht tolerieren, auch nicht besser seinen als Nazis, nur nützliche Idioten. Die diese Nazis, wären sie an der Macht, <i>natürlich</i> nicht tolerieren würden!</p>
<p>Das Argumentationsmuster &#8220;Toleranz gegenüber den Intoleranten, verbunden mit dem Vorwurf an jene, die die Intoleranten nicht tolerieren wollen, grundsätzlich intolerant zu sein&#8221; kenne ich bis zum Überdruss aus dem deutschsprachigen (Neu-)Heidentum. Meistens noch ergänzt um den Hinweis, man sei unpolitisch, wisse Politik und Spiritualität zu trennen, es mache ja nichts, wenn jemand &#8220;irgendwie rechts&#8221; sei, solange er nicht im heidnisch-spirituellen Kontext politisieren wolle, und so weiter und so fort.</p>
<p>Wer uns, die Nornirs Ætt, einigermaßen kennt, weiß, dass wir das anders sehen. Und unsere Bundesgenossen bei <a href="http://heidentumistkeinfaschismus.jimdo.com/" target="_blank">Heidentum ist kein Faschismus</a> selbstverständlich auch!</p>
<p>Die Erkenntnis, dass man sich nicht durch unkritische Toleranz zum nützlichen Idioten der Intoleranten machen soll, ist nicht neu. Einige Beispiele:</p>
<p>&#8220;Toleranz ist gut. Aber nicht gegenüber Intoleranten.&#8221; &#8211;<br />
<a href="http://de.wikiquote.org/wiki/Wilhelm_Busch" target="_blank_">Wilhelm Busch</a></p>
<p>&#8220;Im Namen der Toleranz sollten wir uns das Recht vorbehalten, die Intoleranz nicht zu tolerieren.&#8221;-<br />
<a href="http://de.wikiquote.org/wiki/Karl_Popper" target="_blank">Karl Popper</a></p>
<p>&#8220;Um tolerant zu sein, muß man die Grenzen dessen, was nicht tolerierbar ist, festlegen.&#8221; -<br />
<a href="http://de.wikiquote.org/wiki/Umberto_Eco" target="_blank">Umberto Eco</a></p>
<p>&#8220;Extreme Toleranz kann ins Gegenteil umschlagen.&#8221; -<br />
<a href="http://de.wikiquote.org/wiki/Margot_K%C3%A4%C3%9Fmann" target="_blank">Margot Käßmann</a></p>
<p>Fordern diese Menschen, denen man gewiss nicht den Vorwurf machen kann, dumm, naiv, oder fanatisch zu sein, und die als sehr tolerant galten bzw. gelten, damit etwa auf, Menschen wegen &#8220;ihrer Meinung&#8221; auszugrenzen? Nein! </p>
<p>Erst einmal, weil, wie der alte Antifa-Spruch sagt, &#8220;Faschismus keine Meinung, sondern ein Verbrechen&#8221; ist.<br />
Damit gemeint ist, dass Faschismus &#8211; und verwandte Weltanschauungen &#8211; ja nicht etwa eine Ansammlung von, mehr oder weniger nachvollziehbaren, Meinungen ist, sondern ein geschlossenes ideologisches System. Und wenn es je eine verbrecherische Ideologie gab, dann die des NS! (Die Verbrechen des italienischen Faschismus z. B.  werden von Neofaschisten durch den Vergleich zu den ungeheuren Verbrechen der Nazis relativiert, aber ein Mord wird nicht dadurch weniger schlimm, dass nebenan ein Massenmörder sein Unwesen treibt &#8211; womöglich einer, der das selbe Motiv hat wie der &#8220;einfache Mörder&#8221;.)<br />
Außerdem gibt es Aussagen, die keine bloßen Meinungen sind, sondern zum Beispiel Beleidigung Volksverhetzung, Aufforderung zu Straftaten. Unschön regelmäßig machen Nazis und andere &#8220;extreme Rechte&#8221; solche Aussagen.</p>
<p>Zum anderen muss zwischen den Menschen selbst und  den von ihnen vertretenen verbrecherischen Ansichten unterschieden werden. Menschen können sich ändern, dazulernen &#8211; und manchmal können sie gar nichts für den gefährlichen Unsinn, den sie verzapfen. Im Extrem gilt: selbst für Massenmörder gelten die Menschenrechte. Ohne Einschränkung.<br />
Wieder einmal  hat <a href="http://www.marinaslied.de/?p=726" target="_blank">Marina Weisband</a> das sehr treffend formuliert, angesichts einer hässlichen Affäre um falsche Toleranz gegenüber nationalsozialistischen (und antisemitischen, rassistischen, geschichtsrevisionistischen, homophoben, sexistischen usw.) Positionen in der &#8220;Piratenpartei&#8221; und den wenig toleranten Angriffen auf die Art und Weise, wie die &#8220;Piraten&#8221; mit den Vertretern solcher Positionen umgehen.<br />
Marina schreibt:<br />
<blockquote>3. Menschen und Ansichten.<br />
Nazis einfach aus allen Parteien auszuschließen oder politisch zu isolieren ist nicht die ganze Lösung des Problems. Dadurch geht es nicht weg. Wir müssen uns als Gesellschaft (nicht als Partei!) um diese Menschen kümmern, sie bilden, sie bekanntmachen, ihnen erklären. Wir müssen ihnen immer einen Rückweg offen lassen. Sie treffen die Entscheidung.<br />
Viele haben rechte Ansichten aus ihrem Elternhaus oder von ihren Schulfreunden mitbekommen. Wir dürfen diese Menschen nicht ohne Kampf dem Hass überlassen. Aber gegen die Ansichten, die sie vertreten, müssen wir erbarmungslos sein. Denn wir sind besser als die Nazis, wenn wir bestimmte Ideen ausgrenzen.</p></blockquote>
<p>Allerdings &#8211; das geht jetzt nicht gegen Marina persönlich &#8211; ist die Forderung, in diesem Fall an die &#8220;Piraten&#8221;, sich &#8220;zu distanzieren&#8221; unzureichend. Ich wäre der letzte, der bestreiten würde, dass Rituale sinnvoll seien können, aber es gibt auch sinnentleerte Rituale &#8211; im politischen Umfeld gehören Distanzierungen eindeutig dazu.<br />
Solche Rituale sind eher dazu da, das Gewissen des sich &#8220;Distanzierenden&#8221; zu beruhigen &#8211; &#8220;ich bin nicht böse und grenze mich von den Bösen ab&#8221; &#8211; als unakzeptable Ideologien zu bekämpfen.</p>
<p>Was heißt: &#8220;Keine Toleranz gegenüber den Intoleranten&#8221;?<br />
Auf keinen Fall staatliche Verbote! Der Staat (als Apparat, nicht als &#8220;Gesamtheit der Bürger&#8221;)  soll sein Gewaltmonopol nicht dazu missbrauchen, um politische Meinungen zu unterdrücken. Die USA haben mit ihrem  Prinzip des &#8220;free speech&#8221; &#8211; sogar gegenüber verbrecherischen Ansichten &#8211; über 200 Jahre lang gute Erfahrungen gemacht. (Dass sich der Staatsapparat in den USA in den letzten Jahren in Sachen Meinungsfreiheit nicht immer mit Ruhm bekleckert hat, steht auf einem anderen Blatt.)<br />
Die Gefahr, dass staatliche Verbote &#8211; und seien es so an sich sinnvolle Verbote wie das der Holocaustleugnung &#8211; zur Einschränkung von Grundrechten verwendet werden, ist nicht von der Hand zu weisen. Die obrigkeitsstaatliche &#8220;Medizin&#8221; könnte für die Demokratie gefährlicher sein als die &#8220;Krankheit&#8221;.</p>
<p>Mehr noch, wie <a href="http://www.endstation-rechts.de/index.php?option=com_k2&#038;view=item&#038;id=3897:henryk-m-broder-will-leugnung-des-holocaust-als-straftatbestand-abschaffen&#038;Itemid=584" target="_blank">Henryk M. Broder in einem vernünftigen Moment</a> (er hat leider auch weniger vernünftige) schrieb:<br />
<blockquote>Ich werde mich dafür einsetzen, dass Holocaustleugnung als Straftatbestand aufgehoben wird. Das Gesetz war gut gemeint, hat sich aber als kontraproduktiv erwiesen, indem es Idioten dazu verhilft, sich als Märtyrer im Kampf um die historische Wahrheit zu inszenieren.</p></blockquote>
<p> Wo Broder recht hat, hat er recht!</p>
<p>Was tun? Es gibt Beispiele, wie aktive Intoleranz gegen Intolerante funktioniert, ohne Verbote. Eines, das für die &#8220;Piraten&#8221; ermutigend ist, gaben die &#8220;Grünen&#8221;.</p>
<p>Seinerzeit, in den 1980er Jahren, da hatten die noch jungen &#8220;Grünen&#8221; mit <a href="http://www.nornirsaett.de/braune-flecken-im-biogarten/" target="_blank">braunen Flecken im Biogarten</a> zu kämpfen &#8211; mit &#8220;Blut- und Boden&#8221;-Biobauern mit &#8220;interessanter&#8221; Vergangenheit, mit Fans der Ökodiktatur und anderen Demokratiefeinden, mit &#8220;Ökostalinisten&#8221; und sogar mit auf ökologisch machenden &#8220;braunen Esoterikern&#8221; &#8211; kurz, mit den Typen, die Jutta Ditfurth (damals noch &#8220;Grüne&#8221;) &#8211; wo sie recht hat, hat sie recht! &#8211; &#8220;Ökofaschisten&#8221; nannte.<br />
Die &#8220;extrem rechten&#8221; Ökos scheiterten an zwei Dingen: an Aufklärung über ihre ideologischen Hintergründe, also letzten Endes an Transparenz, und an der (damals noch intakten) Basisdemokratie der &#8220;Grünen&#8221;.</p>
<p>Ein Beispiel aus &#8220;unserem&#8221; Gebiet: noch in den 1990er Jahren wurde die deutsche &#8220;Heidenszene&#8221; stark von <a href="http://www.nornirsaett.de/ueberblick-uber-ariosophie/">ariosophischem</a> Gedankengut (bzw. Gedankenmüll) beherrscht, unter den &#8220;heidnischen&#8221; Vereinigungen dominierten die <a href="http://www.nornirsaett.de/list_ariosophen_3/" target="blank">Armanen</a> und ihr Umfeld. Damals war das weit verbreitete Misstrauen gegen &#8220;Neuheiden&#8221;, der Verdacht, wir seien doch allesamt völkische Sektierer, Rassisten und getarnte Nazis, nicht unbegründet.<br />
Das änderte sich indem Alternativen geschaffen wurden &#8211; zuerst der &#8220;Rabenclan&#8221; (die &#8220;Nornirs Ætt&#8221; war ursprünglich so etwas wie die &#8220;Asatrus im Rabenclan&#8221;, wenn wir auch als Heilsgemeinschaft seit Gründung eigenständig waren)  &#8211; später z. B. der &#8220;Eldaring&#8221;. <i>(Wobei es nach meinem Eindruck einige Zeit gedauert hatte, bis man im &#8220;Eldaring&#8221; merkte, dass es nicht ausreicht, sich nur von Nazis und anderen Rassisten verbal zu distanzieren.)</i><br />
Es änderte sich auch, weil ausdrücklich demokratische und emanzipatorische heidnische Richtungen, z. B. im Hexentum &#8220;Reclaiming&#8221; (bekannteste Vertreterin: Starhawk) an Popularität und damit an Boden gewannen.<br />
Es änderte sich durch Aufklärung  &#8211; durch demokratische Heiden selbst, aber auch durch faire, differenzierte, wenn auch nicht immer angenehme Bücher und Artikel von wissenschaftlichen Beobachtern der &#8220;Heidenszene&#8221; &#8211; hervorgehoben seien die Publikationen <a href="http://www.ni.hu-berlin.de/personal/svs/svs_html" target="_blank">Stefanie von Schnurbeins</a>.</p>
<p>Ein von einem (nie zustande gekommenen) &#8220;heidnischen Dachverband&#8221; ausgesprochener Bann völkisch-nationalistischen, antidemokratischen &#8220;Heidentums&#8221; wäre hingegen kontraproduktiv gewesen.<br />
Erst recht natürlich ein staatliches Verbot, das wahrscheinlich das Kind mit dem Bade ausgeschüttet hätte.<br />
MartinM</p>
<div style="display:block"><small><em>posted in <a href="http://www.nornirsaett.de/category/odins-auge-ariosophieprojekt/gjallarhorn-asatru-weblog/">Gjallarhorn Weblog</a> by MartinM <a href="http://www.nornirsaett.de/macht-euch-nicht-zu-toleranztrotteln/#comments">Leave A Comment</a><br />&copy;2012 <a href="http://www.nornirsaett.de">Asatru zum selber Denken - die Nornirs Ætt</a>. All Rights Reserved.</em></small></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Ansichten und Weltanschauungen von Nazis nicht zu tolerieren, ist ein Gebot der politischen Hygiene. Auf Nazi-Foren gibt es den stehenden Begriff “Toleranztrottel” – aus Sicht der “kackbraunen Kameraden” sind Leute, die finden, dass Menschen, die Nazis nicht tolerieren, auch nicht besser seinen als Nazis, nur nützliche Idioten. Die diese Nazis, wären sie an der Macht, <i>natürlich</i> nicht tolerieren würden!</p>
<p>Das Argumentationsmuster &#8220;Toleranz gegenüber den Intoleranten, verbunden mit dem Vorwurf an jene, die die Intoleranten nicht tolerieren wollen, grundsätzlich intolerant zu sein&#8221; kenne ich bis zum Überdruss aus dem deutschsprachigen (Neu-)Heidentum. Meistens noch ergänzt um den Hinweis, man sei unpolitisch, wisse Politik und Spiritualität zu trennen, es mache ja nichts, wenn jemand &#8220;irgendwie rechts&#8221; sei, solange er nicht im heidnisch-spirituellen Kontext politisieren wolle, und so weiter und so fort.</p>
<p>Wer uns, die Nornirs Ætt, einigermaßen kennt, weiß, dass wir das anders sehen. Und unsere Bundesgenossen bei <a href="http://heidentumistkeinfaschismus.jimdo.com/" target="_blank">Heidentum ist kein Faschismus</a> selbstverständlich auch!</p>
<p>Die Erkenntnis, dass man sich nicht durch unkritische Toleranz zum nützlichen Idioten der Intoleranten machen soll, ist nicht neu. Einige Beispiele:</p>
<p>&#8220;Toleranz ist gut. Aber nicht gegenüber Intoleranten.&#8221; &#8211;<br />
<a href="http://de.wikiquote.org/wiki/Wilhelm_Busch" target="_blank_">Wilhelm Busch</a></p>
<p>&#8220;Im Namen der Toleranz sollten wir uns das Recht vorbehalten, die Intoleranz nicht zu tolerieren.&#8221;-<br />
<a href="http://de.wikiquote.org/wiki/Karl_Popper" target="_blank">Karl Popper</a></p>
<p>&#8220;Um tolerant zu sein, muß man die Grenzen dessen, was nicht tolerierbar ist, festlegen.&#8221; -<br />
<a href="http://de.wikiquote.org/wiki/Umberto_Eco" target="_blank">Umberto Eco</a></p>
<p>&#8220;Extreme Toleranz kann ins Gegenteil umschlagen.&#8221; -<br />
<a href="http://de.wikiquote.org/wiki/Margot_K%C3%A4%C3%9Fmann" target="_blank">Margot Käßmann</a></p>
<p>Fordern diese Menschen, denen man gewiss nicht den Vorwurf machen kann, dumm, naiv, oder fanatisch zu sein, und die als sehr tolerant galten bzw. gelten, damit etwa auf, Menschen wegen &#8220;ihrer Meinung&#8221; auszugrenzen? Nein! </p>
<p>Erst einmal, weil, wie der alte Antifa-Spruch sagt, &#8220;Faschismus keine Meinung, sondern ein Verbrechen&#8221; ist.<br />
Damit gemeint ist, dass Faschismus &#8211; und verwandte Weltanschauungen &#8211; ja nicht etwa eine Ansammlung von, mehr oder weniger nachvollziehbaren, Meinungen ist, sondern ein geschlossenes ideologisches System. Und wenn es je eine verbrecherische Ideologie gab, dann die des NS! (Die Verbrechen des italienischen Faschismus z. B.  werden von Neofaschisten durch den Vergleich zu den ungeheuren Verbrechen der Nazis relativiert, aber ein Mord wird nicht dadurch weniger schlimm, dass nebenan ein Massenmörder sein Unwesen treibt &#8211; womöglich einer, der das selbe Motiv hat wie der &#8220;einfache Mörder&#8221;.)<br />
Außerdem gibt es Aussagen, die keine bloßen Meinungen sind, sondern zum Beispiel Beleidigung Volksverhetzung, Aufforderung zu Straftaten. Unschön regelmäßig machen Nazis und andere &#8220;extreme Rechte&#8221; solche Aussagen.</p>
<p>Zum anderen muss zwischen den Menschen selbst und  den von ihnen vertretenen verbrecherischen Ansichten unterschieden werden. Menschen können sich ändern, dazulernen &#8211; und manchmal können sie gar nichts für den gefährlichen Unsinn, den sie verzapfen. Im Extrem gilt: selbst für Massenmörder gelten die Menschenrechte. Ohne Einschränkung.<br />
Wieder einmal  hat <a href="http://www.marinaslied.de/?p=726" target="_blank">Marina Weisband</a> das sehr treffend formuliert, angesichts einer hässlichen Affäre um falsche Toleranz gegenüber nationalsozialistischen (und antisemitischen, rassistischen, geschichtsrevisionistischen, homophoben, sexistischen usw.) Positionen in der &#8220;Piratenpartei&#8221; und den wenig toleranten Angriffen auf die Art und Weise, wie die &#8220;Piraten&#8221; mit den Vertretern solcher Positionen umgehen.<br />
Marina schreibt:<br />
<blockquote>3. Menschen und Ansichten.<br />
Nazis einfach aus allen Parteien auszuschließen oder politisch zu isolieren ist nicht die ganze Lösung des Problems. Dadurch geht es nicht weg. Wir müssen uns als Gesellschaft (nicht als Partei!) um diese Menschen kümmern, sie bilden, sie bekanntmachen, ihnen erklären. Wir müssen ihnen immer einen Rückweg offen lassen. Sie treffen die Entscheidung.<br />
Viele haben rechte Ansichten aus ihrem Elternhaus oder von ihren Schulfreunden mitbekommen. Wir dürfen diese Menschen nicht ohne Kampf dem Hass überlassen. Aber gegen die Ansichten, die sie vertreten, müssen wir erbarmungslos sein. Denn wir sind besser als die Nazis, wenn wir bestimmte Ideen ausgrenzen.</p></blockquote>
<p>Allerdings &#8211; das geht jetzt nicht gegen Marina persönlich &#8211; ist die Forderung, in diesem Fall an die &#8220;Piraten&#8221;, sich &#8220;zu distanzieren&#8221; unzureichend. Ich wäre der letzte, der bestreiten würde, dass Rituale sinnvoll seien können, aber es gibt auch sinnentleerte Rituale &#8211; im politischen Umfeld gehören Distanzierungen eindeutig dazu.<br />
Solche Rituale sind eher dazu da, das Gewissen des sich &#8220;Distanzierenden&#8221; zu beruhigen &#8211; &#8220;ich bin nicht böse und grenze mich von den Bösen ab&#8221; &#8211; als unakzeptable Ideologien zu bekämpfen.</p>
<p>Was heißt: &#8220;Keine Toleranz gegenüber den Intoleranten&#8221;?<br />
Auf keinen Fall staatliche Verbote! Der Staat (als Apparat, nicht als &#8220;Gesamtheit der Bürger&#8221;)  soll sein Gewaltmonopol nicht dazu missbrauchen, um politische Meinungen zu unterdrücken. Die USA haben mit ihrem  Prinzip des &#8220;free speech&#8221; &#8211; sogar gegenüber verbrecherischen Ansichten &#8211; über 200 Jahre lang gute Erfahrungen gemacht. (Dass sich der Staatsapparat in den USA in den letzten Jahren in Sachen Meinungsfreiheit nicht immer mit Ruhm bekleckert hat, steht auf einem anderen Blatt.)<br />
Die Gefahr, dass staatliche Verbote &#8211; und seien es so an sich sinnvolle Verbote wie das der Holocaustleugnung &#8211; zur Einschränkung von Grundrechten verwendet werden, ist nicht von der Hand zu weisen. Die obrigkeitsstaatliche &#8220;Medizin&#8221; könnte für die Demokratie gefährlicher sein als die &#8220;Krankheit&#8221;.</p>
<p>Mehr noch, wie <a href="http://www.endstation-rechts.de/index.php?option=com_k2&#038;view=item&#038;id=3897:henryk-m-broder-will-leugnung-des-holocaust-als-straftatbestand-abschaffen&#038;Itemid=584" target="_blank">Henryk M. Broder in einem vernünftigen Moment</a> (er hat leider auch weniger vernünftige) schrieb:<br />
<blockquote>Ich werde mich dafür einsetzen, dass Holocaustleugnung als Straftatbestand aufgehoben wird. Das Gesetz war gut gemeint, hat sich aber als kontraproduktiv erwiesen, indem es Idioten dazu verhilft, sich als Märtyrer im Kampf um die historische Wahrheit zu inszenieren.</p></blockquote>
<p> Wo Broder recht hat, hat er recht!</p>
<p>Was tun? Es gibt Beispiele, wie aktive Intoleranz gegen Intolerante funktioniert, ohne Verbote. Eines, das für die &#8220;Piraten&#8221; ermutigend ist, gaben die &#8220;Grünen&#8221;.</p>
<p>Seinerzeit, in den 1980er Jahren, da hatten die noch jungen &#8220;Grünen&#8221; mit <a href="http://www.nornirsaett.de/braune-flecken-im-biogarten/" target="_blank">braunen Flecken im Biogarten</a> zu kämpfen &#8211; mit &#8220;Blut- und Boden&#8221;-Biobauern mit &#8220;interessanter&#8221; Vergangenheit, mit Fans der Ökodiktatur und anderen Demokratiefeinden, mit &#8220;Ökostalinisten&#8221; und sogar mit auf ökologisch machenden &#8220;braunen Esoterikern&#8221; &#8211; kurz, mit den Typen, die Jutta Ditfurth (damals noch &#8220;Grüne&#8221;) &#8211; wo sie recht hat, hat sie recht! &#8211; &#8220;Ökofaschisten&#8221; nannte.<br />
Die &#8220;extrem rechten&#8221; Ökos scheiterten an zwei Dingen: an Aufklärung über ihre ideologischen Hintergründe, also letzten Endes an Transparenz, und an der (damals noch intakten) Basisdemokratie der &#8220;Grünen&#8221;.</p>
<p>Ein Beispiel aus &#8220;unserem&#8221; Gebiet: noch in den 1990er Jahren wurde die deutsche &#8220;Heidenszene&#8221; stark von <a href="http://www.nornirsaett.de/ueberblick-uber-ariosophie/">ariosophischem</a> Gedankengut (bzw. Gedankenmüll) beherrscht, unter den &#8220;heidnischen&#8221; Vereinigungen dominierten die <a href="http://www.nornirsaett.de/list_ariosophen_3/" target="blank">Armanen</a> und ihr Umfeld. Damals war das weit verbreitete Misstrauen gegen &#8220;Neuheiden&#8221;, der Verdacht, wir seien doch allesamt völkische Sektierer, Rassisten und getarnte Nazis, nicht unbegründet.<br />
Das änderte sich indem Alternativen geschaffen wurden &#8211; zuerst der &#8220;Rabenclan&#8221; (die &#8220;Nornirs Ætt&#8221; war ursprünglich so etwas wie die &#8220;Asatrus im Rabenclan&#8221;, wenn wir auch als Heilsgemeinschaft seit Gründung eigenständig waren)  &#8211; später z. B. der &#8220;Eldaring&#8221;. <i>(Wobei es nach meinem Eindruck einige Zeit gedauert hatte, bis man im &#8220;Eldaring&#8221; merkte, dass es nicht ausreicht, sich nur von Nazis und anderen Rassisten verbal zu distanzieren.)</i><br />
Es änderte sich auch, weil ausdrücklich demokratische und emanzipatorische heidnische Richtungen, z. B. im Hexentum &#8220;Reclaiming&#8221; (bekannteste Vertreterin: Starhawk) an Popularität und damit an Boden gewannen.<br />
Es änderte sich durch Aufklärung  &#8211; durch demokratische Heiden selbst, aber auch durch faire, differenzierte, wenn auch nicht immer angenehme Bücher und Artikel von wissenschaftlichen Beobachtern der &#8220;Heidenszene&#8221; &#8211; hervorgehoben seien die Publikationen <a href="http://www.ni.hu-berlin.de/personal/svs/svs_html" target="_blank">Stefanie von Schnurbeins</a>.</p>
<p>Ein von einem (nie zustande gekommenen) &#8220;heidnischen Dachverband&#8221; ausgesprochener Bann völkisch-nationalistischen, antidemokratischen &#8220;Heidentums&#8221; wäre hingegen kontraproduktiv gewesen.<br />
Erst recht natürlich ein staatliches Verbot, das wahrscheinlich das Kind mit dem Bade ausgeschüttet hätte.<br />
MartinM</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.nornirsaett.de/macht-euch-nicht-zu-toleranztrotteln/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

