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Montag, Oktober 24, 2005

 
Gesellschaft

Demo-Aufruf gegen den "etwas anderen" Antisemitismus

Neben dem "klassischen" deutsch-nationalen Antisemitismus, der ja immer noch allzu viele Anhänger hat, gewinnt der notdürftig als "Antizionismus" getarnte islamistische Antisemitismus hierzulande immer mehr an Brisanz. Und die Querfrontbildung zu den alten und neuen "einheimischen" Rechtsextemisten klappt vorzüglich.
Deshalb, und weil der "Islamismus" eine durchaus faschistoide totalitäre Idelogie im religiösem Mäntelchen ist:

Aufruf gegen den internationalen "Al-Quds-Tag" am 29. Oktober 2005

Kundgebung in Berlin am 29. Oktober 2005, ab 12 Uhr
Schlüterstraße, zwischen S-Bahn und Kantstraße


Infos: Kampagne gegen den Al-Quds-Tag

Aus dem Aufruf:
Seit 1995 findet auch in Berlin eine zentrale Demonstration zum Al-Quds-Tag statt, in diesem Jahr voraussichtlich am Samstag, dem 29. Oktober. Anfangs wurde mit Parolen wie "Tod Israels" direkt die Auslöschung des jüdischen Staates gefordert. Nachdem öffentlicher Protest dagegen laut wurde, versuchen die Veranstalter, ihre Absichten durch neutralere Slogans zu tarnen. Der Al-Quds-Tag ist aber keine "friedliche Demonstration gegen Israel", sondern ein Ausdruck blanken Hasses. Er ist die öffentliche Manifestation eines als Kritik an der israelischen Politik getarnten Antisemitismus und zugleich ein Angriff gegen universalistische Werte wie Freiheit, Gleichheit und Emanzipation.

Durch die Ideologie des politischen Islams verbreitet sich Antisemitismus in der muslimischen Alltagskultur. Zielgerichtet werden Kinder und Jugendliche indoktriniert. Antisemitismus ist jedoch nicht der einzige Ausdruck islamistischen Feindbild-Denkens. Andere Formen dieser totalitären Geisteshaltung sind Geschlechterapartheid und sexuelle Diskriminierung mit ihren verschiedenen Aspekten – Homophobie, Ehrenmorde, Steinigungen. Erst kürzlich wurden zwei Minderjährige im Iran aufgrund ihrer sexuellen Neigung zum Tode verurteilt und erhängt. Zurzeit findet in Berlin das Verfahren gegen die drei Brüder Hatun Sürücüs statt, die angeklagt sind, aufgrund eines frauenfeindlichen Ehrenkodexes ihre Schwester ermordet zu haben. Auch diese Tat hängt mit dem Gesellschaftsmodell der Islamisten zusammen. Denn die Ideologie des politischen Islam brandmarkt selbstbestimmte Lebensformen als "gottlos", "verwestlicht" und "dekadent". Er fördert damit ein gewaltbereites Klima unter jungen Muslimen auch in unserer Gesellschaft.

Sowohl das Wegschauen wohlmeinender Multikulturalisten als auch der rassistische Reflex von Abschiebeforderungen sind keine geeignete Antwort auf diese Entwicklung. Für uns heißt Bekämpfung des politischen Islam vielmehr Solidarisierung mit seinen Opfern. Die Bedrohung richtet sich gegen alle, die sich der islamistischen Gesellschaftsform widersetzen. Die Attentate von Madrid, London, Istanbul, Bali und Bagdad haben das erschreckend deutlich werden lassen. Sie zeigen zudem, wie eng die Vorstellungswelt des politischen Islam und die mörderische Tat miteinander verknüpft sind.

von Martin 14:44 | Einzelansicht & Kommentare (3)


Samstag, Oktober 22, 2005

 
Politik
Wir scheinen auf dem Weg zum Weltfrieden zu sein

Gute Nachrichten gehen mitunter unter. Außer einem - keinesweg unkritischen - Artikel Wird die Welt immer friedlicher? hat es der neue Human Security Report nur zu kurzen Meldungen in einige überreginalen Zeitungen gebracht.

Obwohl in vielen Gegenden der Erde von Frieden keine Rede sein kann, und obwohl Säbelrasseln und Kraftmeierei als Mittel der Außebpolitik genau so wieder in Mode kommen zu scheinen wie eigenmächtige "militärische Interventionen", wie Angriffskriege gemein genannt werden, gibt es heute deutlich weniger Kriege und weniger Kriegstote als noch vor wenigen Jahren. Die Zahl der Konflikte mit mehr als 1000 Todesopfern hat sich seit 1990 um 80 Prozent verringert! Trotz US-Invasion im Irak, trotz (oder wegen?) des zähen Kleinkrieges westlicher Armeen (darunter die Bundeswehr) gegen afghanische Warlords, trotz des Völkermordes im Süd-Sudan, trotz diverser Bürgerkriege und trotz des Terrorismus und des "War on Terror".

Auch die Zahl der Menschenrechtsverletzungen ist offensichtlich zurückgegangen.

Nach 1945 waren neben dem West-Ost-Konflikt mit seinen Stellvertreterkriegen vor allem die Folgen des Kolonialismus ein Grund für die Vielzahl von Kriegen und Bürgerkriegen.
Das nach dem Ende des "Kalten Krieges" die Zahl der Konflikte so stark abnehmen konnte, führt der Bericht vor allem auch darauf zurück, dass mit dem Ost-West-Konflikt die Vereinten Nationen mitsamt anderen internationalen Organisationen und NGOs ein höheres Gewicht erhielten und der Sicherheitsrat tatsächlich Entscheidungen treffen konnte. Die UN war zur "hohen Zeit" des Ost-West-Konflikts weitgehend paralysiert. In den 90er Jahren vermehrten sich daher Interventionen zur Verhinderung von Kriegen und Friedensmissionen. Auch wenn die Prävention nicht wirklich gelang, so waren die UN-Bemühungen zur Konfliktbeilegung und Friedenssicherung mit verantwortlich dafür, dass die Konflikte kürzer ausfielen und weniger Opfer erforderten.

Der Bericht warnt durchaus davor, dass mit dem Rückgang der Kriege und bewaffneten Konflikte nicht auch schon deren Ursachen beseitig wären. Die Ursachen seien oft nur verdrängt und unterdrückt, so dass Konflikte schnell wieder ausbrechen können. Der Krieg gegen den Terrorismus hat auch Spannungen verschärft und neue potenzielle Konflikte geschaffen. Dennoch stimmt der Bericht optimistisch.

Eine weitere Ursache für eine friedlicher Welt dürfte darin liegen, dass es heute weit weniger Diktaturen gibt als noch vor 20 Jahren. Tiefgreifende Konflikte gibt es auch zwischen demokratisch regierten Staaten. Gelegendlich gibt es dann Handelssanktionen und scharfe diplomatische Note, doch es gab noch nie in der blutigen Geschichte der Menschheit einen Krieg zwischen auch nur halbwegs intakten Demokratien. (Bezeichnend ist, dass Poltiker demokratisch regierter Staaten, die "militärisch intervenieren" möchten, die demokratische Institionen und die Öffentlichkeit massiv hintergehen bzw. nach Strich und Faden lügen. Das ändert nichts an der Tatsache, dass die Ziele der "Intervention" selbst bei dem schmutzigstem "militärischen Eingreifen" z. B. der USA, noch nie auch nur annähernd demokratisch regierte Staaten waren.)

von Martin 18:23 | Einzelansicht & Kommentare (5)


Dienstag, Oktober 18, 2005

 
Politik, Religion, Gesellschaft

Ayaan Hirsi Ali zum Thema "Ehren"-Morde

"Ehren"-Morde in der islamistisch-extremistischen Subkultur waren bereits Thema im "Gjallarhorn": Prozeß wegen "Ehrenmord" beginnt

In Ergänzung dieses Artikels:
Die niederländische Parlamentarierin Ayaan Hirsi Ali bekämpft seit Jahren den extremistischen Islamismus - unter Gefahr für Leib und Leben, wie der Mord am Filmemacher Van Gogh auf traurige Weise bewieß. (Bei der Vernehmung der Täter stellte sich heraus: Eigentlich sollte Ayaan Hirsi Ali getötet werden, aber an den unbekümmert durch seine Heimatstadt radelnden Van Gogh war leichter heranzukommen.)

Hirsi Ali: Wir müssen endlich mit den Einwanderern wie mit richtigen Staatsbürgern umgehen. Der Staat muß viel klarer agieren, auch härter, muß mehr verlangen. Nehmen Sie die Ehrenmorde an türkischen Frauen, auch ein Problem hier in den Niederlanden. Nicht nur der Mörder muß unter Strafe gestellt werden, sondern die gesamte Familie, selbst die Frau, die den Tee bringt, während der Familienrat tagt, um eine solche Bluttat vorzubereiten. Alle werden registriert, um ihnen zu signalisieren: Ihr kommt nicht durch damit. Auch im Falle der Klitorisbeschneidung brauchen wir ein Kontrollsystem, das in den Niederlanden vorerst auf freiwilliger Basis operiert. Aber immerhin ein Anfang.

Die WELT: Warum schaffen es unsere Gesellschaften nicht, kraftvoller gegen offensichtliches Unrecht und die Unterdrückung von muslimischen Frauen vorzugehen?

Hirsi Ali: Wenn wir in türkische Gemeinden gehen und über Werte und Verhaltenskodices reden, die nicht kompatibel sind mit Freiheit und Demokratie, dann höre ich oft: In Europa hat man die Juden umgebracht, und das wollt ihr mit uns machen, ihr wollt uns kulturell vernichten. Das sind Totschlagargumente, die jeden Europäer paralysieren. Ich als leidenschaftliche neue Europäerin sage Ihnen: Lassen Sie sich nicht an der Nase herumführen. Diese Leute meinen einzig: Laßt uns in Ruhe weiter unsere Frauen unterdrücken. Keine Zivilgesellschaft darf das akzeptieren, kein Staat darf das akzeptieren.

Die WELT: Ordnung und Unterwerfung funktionieren als geschlossene Systeme besser als die offene, demokratische Gesellschaft. Freiheit fördert den Zweifel.

Hirsi Ali: Selbstzweifel ist gut, aber nicht, wenn es um das Grundsätzliche geht. Der unversehrte Leib, das Leben, die Freiheit des Individuums sind unverhandelbar. Wenn du rauchen willst, ok, da schadest du nur dir. Aber du kannst nicht einfach deine Schwester oder Tochter töten, du kannst sie nicht im Haus einschließen, ihr die Genitalien herausschneiden, sie gegen ihren Willen verheiraten. Die Marokkaner hier schicken ihre Töchter und Frauen zurück nach Marokko, sie holen sie aus den Schulen. Diese Nichtachtung der Frau ist inakzeptabel.

Die WELT: Vor noch nicht allzu langer Zeit war dies durchaus auch in Europa Usus.

Hirsi Ali: Die Bildung hat die Frauen emanzipiert. Und die Männer haben ihre Einstellung geändert. Ich denke an John Stuart Mills Aufsatz aus dem Jahr 1869, in dem er sagte: "Gesellschaften, die Frauen unterdrücken, sind arm." Diese Gesellschaften sind auch gewalttätiger. Das stimmt bis heute. Europa hat nach dem Zweiten Weltkrieg und besonders auch nach dem Ende des Kalten Krieges zu viel für selbstverständlich erachtet. Man glaubte, alles sei immer so wohlhabend, so friedvoll gewesen. Und man ließ die Einwanderer machen, es war schon irgendwie in Ordnung. Friede, Freude, Eierkuchen. Wir haben die Einstellung der Älteren verloren, ihren Respekt vor Freiheit, Demokratie und dem Rechtsstaat als etwas Besonderem, Kostbarem, nicht Selbstverständlichem.


(Aus einem Interview mit der "Welt", via Ayaan Hirsi Ali web.log.nl)

Ayaan Hirsi Ali sagt bedrohten Muslimas in der EMMA, wie sie sich retten können.
Überlege gut, was du wirklich willst. Aber dann: Lauf! Lauf um dein Leben und mache keinen Fehler. Die Tipps sind Auszüge aus dem Buch von Ayaan Hirsi Ali "Ich klage an", das auch auf türkisch erschienen ist ("Itham Ediyorum").
Auf EMMAonline auf Türkisch zum runterladen (als pdf): Evden kaçmak isteyen Müslüman kiz ve kadinlara on tavsiye

von Martin 14:32 | Einzelansicht & Kommentare (0)


Freitag, Oktober 07, 2005

 
Politik, Medien

Hahnebüchene Arbeitsbroschüre zu "Paradise Now"!

Der umstrittenen Film "Paradise Now!" über einen palestinenischem Selbstmordattentäten wird von der Bundeszentrale für politische Bildung als Unterrichtsmaterial empfolen. Allein das ist schon angesichts der - vorsichtig formuliert - einseitigen Darstellung des Film problematisch.

Es ist schon wichtig, dass so ein Film nicht unkommentiert rezipiert wird. Von daher ist es richtig, dass es in allen Kinos, die "Paradise Now" zeigen kostenlos die 24-seitige Broschüre der Bundeszentrale für Politische Bildung gibt.

Schlimm ist allerdings, dass die Broschüre der Zentrale zum Film keineswegs die kritische Auseinandersetzung fördert, sondern leider die im Film vorgegebenen politischen Vorstellungen und Klischees vertieft.

Matthias Küntzel schrieb in seinem Artikel über die 24-seitigen Broschüre:
(zu finden bei Hagalil.com Selbstmord "für ein höheres ideelles Gut"? und Wadinet
Artikel
)
Erstens: Im Film sind alle Israelis böswillige Täter und alle Palästinenser gutwillige Opfer. Die in Szene gesetzte Terroristen-Propaganda bleibt unwidersprochen und wird in dieses dichotome Muster integriert. So legitimiert der designierte Selbstmordattentäter Khaled sein Vorhaben mit dem Argument, dass Israel "keine Zwei-Staaten-Lösung akzeptieren (will)." Um dieses Ziel zu erreichen, hätten die Palästinenser "jedes politische Mittel ausgeschöpft." Weil sie erfolglos geblieben seien, gebe es jetzt zum Selbstmordattentat keine Alternative mehr.

Die von Thomas Krüger behauptete "kritische Rezeption" des Films hätte dieser Darstellung widersprechen müssen. Von jüdischer Seite wurde die Zwei-Staatenlösung nicht nur in den Jahren 1937 und 1947 unterstützt. Man war dieser Lösung auch im Jahr 2000, als in Camp David über den Nahostplan von Ministerpräsident Barak verhandelt wurde, näher gekommen als je zuvor. Jassir Arafat aber verließ den Verhandlungstisch und gab unmittelbar darauf für die zweiten Intifada grünes Licht.

Anstatt die Fehler der Filmdarstellung zu korrigieren, setzt die Unterrichtsvorlage der Bundeszentrale diese Geschichtsklitterung weiter fort. So wird "Camp David" in der hier veröffentlichten "Zeittafel des israelisch-palästinensischen Konflikts" nicht einmal erwähnt. (...)

Anstatt Schüler zur kritischen Distanz gegenüber "Paradise Now" anzuhalten, setzt die Bundeszentrale den antizionistischen Furor dieses Filmes selbst noch in ihrem für Unterrichtszwecke konzipierten "Arbeitsblatt" weiter fort. In dieser Vorlage für die Schüler wird die Politik des Dialogs und der Verhandlung mit Israel nicht einmal als Option erwähnt. Stattdessen werden in Aufgabe 1 die folgenden drei Aussagen zur Diskussion gestellt: "Wer den Tod fürchtet, ist schon tot.", "Ohne Kampf keine Freiheit", "Widerstand kann vielerlei Formen haben." Die Schüler sollen in Kleingruppen Argumente sammeln, die diese Aussagen "stärken bzw. entkräften" und diese Argumente mit Beispielen belegen. Widerstand gegen Israel, Kampf gegen Israel, Selbsttötung gegen Israel – ein andere Form der Konfliktbewältigung taucht, wie schon im Film, so auch in dieser Anleitung für den Unterricht, nicht auf.


Besonders problematisch vor dem Hintergrund des weit verbreiteten "sekundären Antisemtismus", auch an den Schulen:
Zweitens verstärkt "Paradise Now" die antisemitische Wahrnehmung des Nahostkonflikts. So wird in einer Nebenszene jüdischen Siedlern vorgeworfen, das Wasser der Palästinenser mit einem Gift zu verseuchen, dass das Sperma der Palästinenser abtöten soll. Mit diesem Vorwurf wird auf das antisemitische Stereotyp von Juden als den "Brunnenvergiftern" zurückgegriffen, das in Europa seit Beginn der Pest-Epidemien verbreitet worden ist. Zugleich transportiert dieser Film einen antizionistischen Antisemitismus, wie er sich in Form der Dämonisierung und der Delegitimierung Israels offenbart.

So steckte im Begriff des "Kollaborateurs", der eine zentrale Rolle spielt, ein antisemitischer Code. Einerseits ist dieses Wort im deutschen Sprachgebrauch mit einer Bezugnahme auf Nazideutschland konnotiert; unterschwellig legt es somit eine Gleichsetzung von Israel und Nazideutschland nah. Andrerseits wird in diesem Film als selbstverständlich unterstellt, dass jeder Mensch, wenn er nur Israel unterstützt oder mit Israelis kooperiert, sein Todesurteil unterschreibt.


Küntzel auf einen gern verdrängen Aspekt der Dreharbeiten des Filmes hin:
"Paradise Now" wurde hauptsächlich in Nablus gedreht und entstand in jenem Klima der Einschüchterung, wie es in den palästinensischen Autonomiegebieten alltäglich geworden ist. So musste das Filmmanuskript den terroristischen Freischärlergruppen vorgelegt werden. Allein schon der Verdacht, dieser Film könne die Selbstmordattentate kritisieren, reichte aus, um ein führendes Mitglied der Filmcrew, Hassan Titi, zu entführen. Es bedurfte einer Intervention des Terror-Paten, Jassir Arafat, um zu erreichen, dass das entführte Crew-Mitglied wieder auf freien Fuß gesetzt wird.[5] Es ist wenig verwunderlich, dass ein Film, der unter solchen Umständen gedreht wurde, auf jedwedes grundsätzliches Argument gegen die Ermordung beliebiger Israelis verzichtet.


Da die Bundeszentrale für politische Bildung von keiner bewaffneten Bande unter Druck gesetzt wurde, und auch keine "künstlerische Freiheit" für ihre fehlerhafte Darstellung in Anspruch nehmen kann, ist die Broschüre ein ausgewachsener Skandal. Zumal angesichts der weit verbreiteten, als "Antizionismus" verbrämten, antisemitischen Vorstellungen, die durch den Film und die begleitende Broschüre bestätigt werden.

von Martin 23:24 | Einzelansicht & Kommentare (0)


 
Umwelt
Indianer besetzen brasilianische Zellstoff-Fabrik

300 Tupinikim- und Guarani-Indianer halten seit gestern das größte Eukalyptus-Zellstoffwerk der Welt von Aracruz-Celulose im brasilianischen Bundesland Espirito Santo besetzt.

Sie wehren sich dagegen, dass der Konzern Aracruz ihnen 11.000 Hektar Land weggenommen hat. Aracruz hatte die Indianer während der brasilianischen Militärdiktatur von diesem Territorium vertrieben, um dort in Monokultur Eukalyptus-Plantagen anzulegen.
Landrechtsstreit eskaliert: Indianer besetzen Zellstoff-Fabrik

Die beiden größten Kunden von Aracruz sind Procter & Gamble (Tempo-Taschentücher, Charmin-Klopapier) und Kimberly-Clark (Hakle und Kleenex-Tücher), die zusammen 45 Prozent seiner Zellstoffproduktion abnehmen. Insofern hat auch der deutsche Verbraucher durchaus Einwirkungsmöglichkeiten.

Quelle und weitere Informationen: "Robin Wood" via Umweltschutz-News

von Martin 23:03 | Einzelansicht & Kommentare (0)


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