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	<title>Asatru zum selber Denken - die Nornirs Ætt&#187; Wissenschaft</title>
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		<title>&#8220;Wie Rassismus aus Wörtern spricht. Ein kritisches Nachschlagewerk&#8221;</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Feb 2012 09:42:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MartinM</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Fachbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Da ich selbst dieses wahrscheinlich sehr interessante und wichtige Buch noch nicht gelesen habe, zitiere ich  eine Pressemeldung der <a href="http://uni-bayreuth.de" target="_blank">Uni Bayreuth</a>.</p>
<blockquote><p>&#8220;Große Worte sollten plötzlich zu pfeifen beginnen, wie Teekessel, in denen Wasser erhitzt wird, als Warnung.&#8221; Was sich der Literaturnobelpreisträger Elias Canetti von hohlen pathetischen Phrasen gewünscht hat, sollte wohl auch für manche Begriffe der Alltagssprache gelten. Vor deren Ursprüngen und Wirkungen zu warnen, ist die Absicht des Handbuchs &#8220;Wie Rassismus aus Wörtern spricht. (K)Erben des Kolonialismus im Wissensarchiv deutsche Sprache&#8221;, herausgegeben von den Bayreuther Literaturwissenschaftlerinnen Susan Arndt und Nadja Ofuatey-Alazard.<br />
&#8220;Ein kritisches Nachschlagewerk&#8221; haben die Herausgeberinnen ihre Publikation im Untertitel genannt. Und tatsächlich müsste beim Aufschlagen des Bandes ein ganzes Pfeifkonzert ertönen. Denn die mehr als 120 Einträge fördern zutage, wie viele Alltagsvokabeln des Deutschen scheinbar unschuldig daherkommen, doch in Wahrheit von Vorstellungswelten und Machtstrukturen des europäischen Rassismus wesentlich geprägt sind.</p>
<p>Die Beiträge im ersten Teil des Handbuchs arbeiten verschiedene Traditionslinien des Rassismus heraus, der von den Herausgeberinnen bestimmt wird als &#8220;ein Denksystem, das in Europa erfunden wurde, um aus einer ‚weißen’ Machtposition heraus Ansprüche auf Macht, Herrschaft und Privilegien zu grundieren und ihre gewaltvolle Durchsetzung zu legitimieren.&#8221; Dabei werden nicht allein die Begründungen und Erscheinungsformen kolonialer Herrschaft thematisiert. Auch Antisemitismus, Antiziganismus und antiislamischer Rassismus werden mit Blick auf ihre historischen Verflechtungen untersucht – bis hin zu den Diskussionen, die in jüngster Zeit durch Veröffentlichungen von Thilo Sarrazin ausgelöst wurden.</p>
<p>&#8220;Kultur&#8221;, &#8220;Integration&#8221; und &#8220;Diversität&#8221; sind dabei nur einige Beispiele für Schlüsselbegriffe, die in der Auseinandersetzung mit sozialen und politischen Fragen eine prominente Rolle spielen. Sie werden im Handbuch daraufhin abgeklopft, welche ausgrenzenden und abwertenden Denkmuster sich darin eingeschrieben haben, so dass sie bis heute – oftmals unbewusst – in öffentliche Diskurse einfließen. Zudem enthält das deutsche Alltagsvokabular zahlreiche Begriffe, die im Laufe der Geschichte gezielt verwendet wurden, um Ressentiments und vermeintliche Überlegenheit auszudrücken: und zwar durchweg in Bezug auf Menschen oder Kulturen, die in der Perspektive &#8216;weißer&#8217; Europäer als fremdartig und daher als minderwertig klassifiziert wurden. Vokabeln wie &#8220;Mohr&#8221;, &#8220;Naturreligion&#8221; oder &#8220;Schutzgebiet&#8221; sind daher Gegenstand historisch tiefenscharfer Überlegungen.</p>
<p>Ein weiteres Kapitel des Buches zeigt aber auch, wie es Menschen gelingt, sich erfolgreich gegen alltagssprachliche Übergriffe und Vereinnahmungen zu wehren. Neubildungen wie &#8220;Schwarze Deutsche&#8221; oder &#8220;People of Color&#8221; werden als Beispiele einer kreativen Widerständigkeit vorgestellt. Sie dokumentieren, dass die Weigerung, aus rassistischen Denkmustern abgeleitete Begriffe zu übernehmen, nicht notwendig ins Verstummen führen muss, sondern aus sprachschöpferischer Autonomie neue Kraft gewinnt. Gerade am Beispiel ihres eigenen Nachschlagewerks wollen die Bayreuther Herausgeberinnen deutlich machen, wie sich auch die Sprache der Wissenschaft von Begriffen freihalten kann, die geeignet sind, inhumane Vorstellungswelten zu tradieren. Sie wollen – indem etwa das Wort &#8220;Rasse&#8221; gelegentlich durch die Abkürzung &#8220;R.&#8221; ersetzt wird – die Gefahr bewusst machen und zugleich vermeiden, dass wissenschaftliche Prosa in genau diejenigen sprachlichen Fallen hineinläuft, die sie kritisch zu analysieren beansprucht.</p>
<p>Wissenschaftliche Analysen bilden aber nur einen Teil des Buches. Auch Texte völlig anderer Gattungen sind darin zu finden – beispielsweise satirische Einlagen, Gedichte und Kurzgeschichten. Diese ungewöhnliche Komposition soll nicht zuletzt dazu anregen, auch über die Formen der wissenschaftlichen Analyse nachzudenken. Literarische Texte, in denen sich Verletzungen durch rassistische Denk- und Sprachmuster widerspiegeln, erinnern daran, auf welche konkreten Lebenserfahrungen eine wissenschaftliche Prosa bezogen bleiben muss, die in humaner Absicht aufklärerisch wirken will.</p>
<p>Susan Arndt und Nadja Ofuatey-Alazard haben ihrer Einleitung ein Zitat von Viktor Klemperer vorangestellt: &#8220;Worte können sein wie winzige Arsendosen, sie werden unbemerkt verschluckt, sie scheinen keine Wirkung zu tun, und nach einiger Zeit ist die Giftwirkung doch da.&#8221; Das kritische Nachschlagewerk lässt es nicht dabei bewenden, die &#8220;Arsendosen&#8221; als solche zu benennen. Es vertraut zugleich darauf, dass sprachbewusste Reflexionen als Gegengifte wirken können.</p>
<p>Veröffentlichung:</p>
<p>Susan Arndt und Nadja Ofuatey-Alazard (Hg.),<br />
Wie Rassismus aus Wörtern spricht.<br />
(K)Erben des Kolonialismus im Wissensarchiv deutsche Sprache.<br />
Ein kritisches Nachschlagewerk<br />
Münster, 2011, 780 S.</p>
<p>Kontaktadressen für weitere Informationen:</p>
<p>Prof. Dr. Susan Arndt / Nadja Ofuatey-Alazard<br />
Englische Literaturwissenschaft und Anglophone Literaturen<br />
Universität Bayreuth<br />
D-95440 Bayreuth<br />
Tel.: +49 (0)921 55 3551<br />
E-Mail: susan.arndt@uni-bayreuth.de / nadja.ofuatey-alazard@uni-bayreuth.de</p>
<blockquote>
<div style="display:block"><small><em>posted in <a href="http://www.nornirsaett.de/category/asatru-themen/wissenschaft/">Wissenschaft</a> by MartinM <a href="http://www.nornirsaett.de/wie-rassismus-aus-wortern-spricht-ein-kritisches-nachschlagewerk/#comments">Leave A Comment</a><br />&copy;2012 <a href="http://www.nornirsaett.de">Asatru zum selber Denken - die Nornirs Ætt</a>. All Rights Reserved.</em></small></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da ich selbst dieses wahrscheinlich sehr interessante und wichtige Buch noch nicht gelesen habe, zitiere ich  eine Pressemeldung der <a href="http://uni-bayreuth.de" target="_blank">Uni Bayreuth</a>.</p>
<blockquote><p>&#8220;Große Worte sollten plötzlich zu pfeifen beginnen, wie Teekessel, in denen Wasser erhitzt wird, als Warnung.&#8221; Was sich der Literaturnobelpreisträger Elias Canetti von hohlen pathetischen Phrasen gewünscht hat, sollte wohl auch für manche Begriffe der Alltagssprache gelten. Vor deren Ursprüngen und Wirkungen zu warnen, ist die Absicht des Handbuchs &#8220;Wie Rassismus aus Wörtern spricht. (K)Erben des Kolonialismus im Wissensarchiv deutsche Sprache&#8221;, herausgegeben von den Bayreuther Literaturwissenschaftlerinnen Susan Arndt und Nadja Ofuatey-Alazard.<br />
&#8220;Ein kritisches Nachschlagewerk&#8221; haben die Herausgeberinnen ihre Publikation im Untertitel genannt. Und tatsächlich müsste beim Aufschlagen des Bandes ein ganzes Pfeifkonzert ertönen. Denn die mehr als 120 Einträge fördern zutage, wie viele Alltagsvokabeln des Deutschen scheinbar unschuldig daherkommen, doch in Wahrheit von Vorstellungswelten und Machtstrukturen des europäischen Rassismus wesentlich geprägt sind.</p>
<p>Die Beiträge im ersten Teil des Handbuchs arbeiten verschiedene Traditionslinien des Rassismus heraus, der von den Herausgeberinnen bestimmt wird als &#8220;ein Denksystem, das in Europa erfunden wurde, um aus einer ‚weißen’ Machtposition heraus Ansprüche auf Macht, Herrschaft und Privilegien zu grundieren und ihre gewaltvolle Durchsetzung zu legitimieren.&#8221; Dabei werden nicht allein die Begründungen und Erscheinungsformen kolonialer Herrschaft thematisiert. Auch Antisemitismus, Antiziganismus und antiislamischer Rassismus werden mit Blick auf ihre historischen Verflechtungen untersucht – bis hin zu den Diskussionen, die in jüngster Zeit durch Veröffentlichungen von Thilo Sarrazin ausgelöst wurden.</p>
<p>&#8220;Kultur&#8221;, &#8220;Integration&#8221; und &#8220;Diversität&#8221; sind dabei nur einige Beispiele für Schlüsselbegriffe, die in der Auseinandersetzung mit sozialen und politischen Fragen eine prominente Rolle spielen. Sie werden im Handbuch daraufhin abgeklopft, welche ausgrenzenden und abwertenden Denkmuster sich darin eingeschrieben haben, so dass sie bis heute – oftmals unbewusst – in öffentliche Diskurse einfließen. Zudem enthält das deutsche Alltagsvokabular zahlreiche Begriffe, die im Laufe der Geschichte gezielt verwendet wurden, um Ressentiments und vermeintliche Überlegenheit auszudrücken: und zwar durchweg in Bezug auf Menschen oder Kulturen, die in der Perspektive &#8216;weißer&#8217; Europäer als fremdartig und daher als minderwertig klassifiziert wurden. Vokabeln wie &#8220;Mohr&#8221;, &#8220;Naturreligion&#8221; oder &#8220;Schutzgebiet&#8221; sind daher Gegenstand historisch tiefenscharfer Überlegungen.</p>
<p>Ein weiteres Kapitel des Buches zeigt aber auch, wie es Menschen gelingt, sich erfolgreich gegen alltagssprachliche Übergriffe und Vereinnahmungen zu wehren. Neubildungen wie &#8220;Schwarze Deutsche&#8221; oder &#8220;People of Color&#8221; werden als Beispiele einer kreativen Widerständigkeit vorgestellt. Sie dokumentieren, dass die Weigerung, aus rassistischen Denkmustern abgeleitete Begriffe zu übernehmen, nicht notwendig ins Verstummen führen muss, sondern aus sprachschöpferischer Autonomie neue Kraft gewinnt. Gerade am Beispiel ihres eigenen Nachschlagewerks wollen die Bayreuther Herausgeberinnen deutlich machen, wie sich auch die Sprache der Wissenschaft von Begriffen freihalten kann, die geeignet sind, inhumane Vorstellungswelten zu tradieren. Sie wollen – indem etwa das Wort &#8220;Rasse&#8221; gelegentlich durch die Abkürzung &#8220;R.&#8221; ersetzt wird – die Gefahr bewusst machen und zugleich vermeiden, dass wissenschaftliche Prosa in genau diejenigen sprachlichen Fallen hineinläuft, die sie kritisch zu analysieren beansprucht.</p>
<p>Wissenschaftliche Analysen bilden aber nur einen Teil des Buches. Auch Texte völlig anderer Gattungen sind darin zu finden – beispielsweise satirische Einlagen, Gedichte und Kurzgeschichten. Diese ungewöhnliche Komposition soll nicht zuletzt dazu anregen, auch über die Formen der wissenschaftlichen Analyse nachzudenken. Literarische Texte, in denen sich Verletzungen durch rassistische Denk- und Sprachmuster widerspiegeln, erinnern daran, auf welche konkreten Lebenserfahrungen eine wissenschaftliche Prosa bezogen bleiben muss, die in humaner Absicht aufklärerisch wirken will.</p>
<p>Susan Arndt und Nadja Ofuatey-Alazard haben ihrer Einleitung ein Zitat von Viktor Klemperer vorangestellt: &#8220;Worte können sein wie winzige Arsendosen, sie werden unbemerkt verschluckt, sie scheinen keine Wirkung zu tun, und nach einiger Zeit ist die Giftwirkung doch da.&#8221; Das kritische Nachschlagewerk lässt es nicht dabei bewenden, die &#8220;Arsendosen&#8221; als solche zu benennen. Es vertraut zugleich darauf, dass sprachbewusste Reflexionen als Gegengifte wirken können.</p>
<p>Veröffentlichung:</p>
<p>Susan Arndt und Nadja Ofuatey-Alazard (Hg.),<br />
Wie Rassismus aus Wörtern spricht.<br />
(K)Erben des Kolonialismus im Wissensarchiv deutsche Sprache.<br />
Ein kritisches Nachschlagewerk<br />
Münster, 2011, 780 S.</p>
<p>Kontaktadressen für weitere Informationen:</p>
<p>Prof. Dr. Susan Arndt / Nadja Ofuatey-Alazard<br />
Englische Literaturwissenschaft und Anglophone Literaturen<br />
Universität Bayreuth<br />
D-95440 Bayreuth<br />
Tel.: +49 (0)921 55 3551<br />
E-Mail: susan.arndt@uni-bayreuth.de / nadja.ofuatey-alazard@uni-bayreuth.de</p>
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		<item>
		<title>Die Indianer kamen aus dem Altai</title>
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		<comments>http://www.nornirsaett.de/die-indianer-kamen-aus-dem-altai/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 27 Jan 2012 18:14:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MartinM</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Die Vorfahren der ersten Menschen auf dem amerikanischen Kontinent kamen wahrscheinlich aus dem Gebiet des zentralasiatischen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Altai" target="_blank">Altai-Gebirges</a>. </p>
<p>Darauf deuten genetische Ähnlichkeiten zwischen den heutigen Bewohnern des Altai und den nordamerikanischen Indianern hin. Sowohl über die mütterliche als auch über die väterliche Vererbungslinie entdeckten Forscher Genmutationen, die sich bei beiden Volksgruppen fanden. Bei anderen Volksgruppen Asiens habe man diese Mutationen dagegen nicht gefunden, berichten die Forscher im Fachmagazin &#8220;American Journal of Human Genetics&#8221;.</p>
<p><a href="http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-14378-2012-01-27.html" target="_blank">Indianer: Vorfahren kamen aus dem Altai</a> (scinexx)</p>
<p><a href="http://www.sueddeutsche.de/wissen/genforschung-die-wiege-der-indianer-1.1268700" target="_blank">Die Wiege der Indianer</a> (sueddeutsche.de)</p>
<p>Anmerkung: Darauf, dass die amerikanischen Ureinwohner von Vorfahren aus dem Altai-Gebiet abstammen könnten, weisen auch kulturelle Übereinstimmungen hin.<br />
Anderseits deuten archäologische Funde darauf hin, dass der nordamerikanische Kontinent in mehreren Wellen besiedelt wurde, und sich die unterschiedlichen Einwanderergruppen in Amerika mehr oder weniger vermischt hätten.</p>
<div style="display:block"><small><em>posted in <a href="http://www.nornirsaett.de/category/asatru-themen/wissenschaft/">Wissenschaft</a> by MartinM <a href="http://www.nornirsaett.de/die-indianer-kamen-aus-dem-altai/#comments">Leave A Comment</a><br />&copy;2012 <a href="http://www.nornirsaett.de">Asatru zum selber Denken - die Nornirs Ætt</a>. All Rights Reserved.</em></small></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Vorfahren der ersten Menschen auf dem amerikanischen Kontinent kamen wahrscheinlich aus dem Gebiet des zentralasiatischen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Altai" target="_blank">Altai-Gebirges</a>. </p>
<p>Darauf deuten genetische Ähnlichkeiten zwischen den heutigen Bewohnern des Altai und den nordamerikanischen Indianern hin. Sowohl über die mütterliche als auch über die väterliche Vererbungslinie entdeckten Forscher Genmutationen, die sich bei beiden Volksgruppen fanden. Bei anderen Volksgruppen Asiens habe man diese Mutationen dagegen nicht gefunden, berichten die Forscher im Fachmagazin &#8220;American Journal of Human Genetics&#8221;.</p>
<p><a href="http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-14378-2012-01-27.html" target="_blank">Indianer: Vorfahren kamen aus dem Altai</a> (scinexx)</p>
<p><a href="http://www.sueddeutsche.de/wissen/genforschung-die-wiege-der-indianer-1.1268700" target="_blank">Die Wiege der Indianer</a> (sueddeutsche.de)</p>
<p>Anmerkung: Darauf, dass die amerikanischen Ureinwohner von Vorfahren aus dem Altai-Gebiet abstammen könnten, weisen auch kulturelle Übereinstimmungen hin.<br />
Anderseits deuten archäologische Funde darauf hin, dass der nordamerikanische Kontinent in mehreren Wellen besiedelt wurde, und sich die unterschiedlichen Einwanderergruppen in Amerika mehr oder weniger vermischt hätten.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Römerschlacht am Harzhorn: sensationelle Funde auf neuentdecktem Gefechtsfeld</title>
		<link>http://www.nornirsaett.de/romerschlacht-am-harzhorn-sensationelle-funde-auf-neuentdecktem-gefechtsfeld/</link>
		<comments>http://www.nornirsaett.de/romerschlacht-am-harzhorn-sensationelle-funde-auf-neuentdecktem-gefechtsfeld/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 07:47:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MartinM</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[altertum]]></category>
		<category><![CDATA[Archäologie]]></category>
		<category><![CDATA[germanen]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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		<category><![CDATA[Nordheim]]></category>
		<category><![CDATA[Römer]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Im 3. Jahrhundert unserer Zeitrechnung drangen römische Legionen tief ins freie Germanien ein, um den Angriffen und Plünderungen der Alamannen ein für alle mal ein Ende zu bereiten. Dass sie dabei bis in Gebiete nahe dem heutigen Northeim in Südniedersachsen – mehr als 400 Kilometer vom Limes entfernt – vorgestoßen waren, legte 2008 die sensationelle Entdeckung eines <a href="http://www.nornirsaett.de/muss-die-geschichte-nach-dem-fund-eines-romischen-schlachtfeldes-in-niedersachen-wirklich-umgeschrieben-werden/" target="_blank">Schlachtfelds am Harzhorn</a> nahe.<br />
(Website zur <a href="http://www.roemerschlachtamharzhorn.de/" target="_blank">Römerschlacht am Harzhorn</a>.)<br />
Doch nun lieferten Neufunde eindeutige Hinweise auf das genaue Datum und die Teilnehmer der Schlacht<br />
Ungefähr drei Kilometer vom Schlachtfelds am Harzhorn entfernt konnte jüngst einen weiteren Ort des Gefechts ausmachen. Die Forscher bargen dort zahlreiche Waffen und Werkzeuge, darunter eine beinahe zwei Kilogramm schwere römische Pionieraxt. </p>
<p>Mehr:<br />
<a href="http://www.epoc.de/artikel/1139211" target="_blank">Forscher freuen sich über römische Eisenaxt</a> (Epoc.de)<br />
<a href="http://www.roemerschlachtamharzhorn.de/neues-gefechtsfeld-liefert-sensationelle-funde.html" target="_blank">Neues Gefechtsfeld liefert sensationelle Funde</a> (RoemerSchlachtamHarzhorn.de)<br />
<a href="http://www.archaeologieportal.niedersachsen.de/harzhorn/pm_pk_harzhorn%2011-1-2012.pdfl" target="_blank">Rätsel um römische Inschrift entschlüsselt</a> (Pressemeldung des Projekts Harzhorn (pdf)</a></p>
<div style="display:block"><small><em>posted in <a href="http://www.nornirsaett.de/category/asatru-themen/wissenschaft/">Wissenschaft</a> by MartinM <a href="http://www.nornirsaett.de/romerschlacht-am-harzhorn-sensationelle-funde-auf-neuentdecktem-gefechtsfeld/#comments">Leave A Comment</a><br />&copy;2012 <a href="http://www.nornirsaett.de">Asatru zum selber Denken - die Nornirs Ætt</a>. All Rights Reserved.</em></small></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im 3. Jahrhundert unserer Zeitrechnung drangen römische Legionen tief ins freie Germanien ein, um den Angriffen und Plünderungen der Alamannen ein für alle mal ein Ende zu bereiten. Dass sie dabei bis in Gebiete nahe dem heutigen Northeim in Südniedersachsen – mehr als 400 Kilometer vom Limes entfernt – vorgestoßen waren, legte 2008 die sensationelle Entdeckung eines <a href="http://www.nornirsaett.de/muss-die-geschichte-nach-dem-fund-eines-romischen-schlachtfeldes-in-niedersachen-wirklich-umgeschrieben-werden/" target="_blank">Schlachtfelds am Harzhorn</a> nahe.<br />
(Website zur <a href="http://www.roemerschlachtamharzhorn.de/" target="_blank">Römerschlacht am Harzhorn</a>.)<br />
Doch nun lieferten Neufunde eindeutige Hinweise auf das genaue Datum und die Teilnehmer der Schlacht<br />
Ungefähr drei Kilometer vom Schlachtfelds am Harzhorn entfernt konnte jüngst einen weiteren Ort des Gefechts ausmachen. Die Forscher bargen dort zahlreiche Waffen und Werkzeuge, darunter eine beinahe zwei Kilogramm schwere römische Pionieraxt. </p>
<p>Mehr:<br />
<a href="http://www.epoc.de/artikel/1139211" target="_blank">Forscher freuen sich über römische Eisenaxt</a> (Epoc.de)<br />
<a href="http://www.roemerschlachtamharzhorn.de/neues-gefechtsfeld-liefert-sensationelle-funde.html" target="_blank">Neues Gefechtsfeld liefert sensationelle Funde</a> (RoemerSchlachtamHarzhorn.de)<br />
<a href="http://www.archaeologieportal.niedersachsen.de/harzhorn/pm_pk_harzhorn%2011-1-2012.pdfl" target="_blank">Rätsel um römische Inschrift entschlüsselt</a> (Pressemeldung des Projekts Harzhorn (pdf)</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Reiches wikingerzeitliches Gräberfeld in Polen</title>
		<link>http://www.nornirsaett.de/ratselhaftes-wikingerzeitliches-graber-in-polen/</link>
		<comments>http://www.nornirsaett.de/ratselhaftes-wikingerzeitliches-graber-in-polen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 21 Dec 2011 09:13:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MartinM</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Polen]]></category>
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		<category><![CDATA[Wikinger]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.nornirsaett.de/?p=4906</guid>
		<description><![CDATA[<p>Bereits 2007 wurde bei einer archäologischen Untersuchung auf einer Autobahn-Baustelle in der Nähe von Bodzia (im zentralen Polen) ein wikingerzeitlicher Friedhof mit mehreren Dutzend Kammergräbern aus der Zeit zwischen ca. 980 und ca. 1030 entdeckt. Bei den gut zwei Jahre dauernden Ausgrabungen wurden nicht allein die Überreste von 14 Männern, 21 Frauen und 14 Kinder gefunden, sondern auch außerordentlich reiche Grabbeigaben, wie Waffen, Schmuck, Münzen, Amulettbehälter und die Überreste von Seidenstoffen.</p>
<p>Einige der Artefakte sind skandinavischen Ursprungs, wie Silberperlen mit einer traditionell skandinavischen granulierten Dekoration, die Waffen eines jungen Mannes, dessen gebrochenen Kiefer und schweren Gesichtsverletzungen zeigen, dass er in der Schlacht starb, und einige der Münzen. Auch die Nord-Süd-Ausrichtung der Gräber spricht für eine Wikinger-Herkunft, da slawische Gräber in Ost-West-Richtung ausgerichtet waren. Die Gräber sind relativ groß; anderen skandinavische Stil-Elemente sind die mit Stoff ausgeschlagenen hölzernen, mit eisernen Beschlägen versehenen Särge in tiefen Gräbern. Osteuropäischen Gräber dieser Zeit sind eher flach und eng.</p>
<p>Der &#8220;Krieger-Friedhof&#8221; von Bodzia liegt in der Nähe des Handelswegs über die Flüsse Weichsel und Bug, der das Ostseegebiet mit der byzantinischen Welt verbindet. Während in den Gräbern aus der Zeit vor der Staatsgründung durch die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Piasten" target="_blank">Piasten</a> einheimische Grabbeigaben überwogen, enthalten viele Gräber aus der frühen Piasten-Periode vom Ende des zehnten bis Mitte des elften Jahrhunderts Waffen und andere Gegenständen aus Skandinavien. </p>
<p><a href="http://www.thehistoryblog.com/archives/14043" target="_blank">Rich Viking era graves found in Poland (The History Blog)</a></p>
<p><a href="http://news.nationalgeographic.com/news/2011/12/pictures/111216-warrior-graves-polish-viking-treasure-science/" target="_blank">Pictures: Mysterious Viking-era Graves Found With Treasure (National Geographic)</a></p>
<div style="display:block"><small><em>posted in <a href="http://www.nornirsaett.de/category/asatru-themen/wissenschaft/">Wissenschaft</a> by MartinM <a href="http://www.nornirsaett.de/ratselhaftes-wikingerzeitliches-graber-in-polen/#comments">Leave A Comment</a><br />&copy;2012 <a href="http://www.nornirsaett.de">Asatru zum selber Denken - die Nornirs Ætt</a>. All Rights Reserved.</em></small></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bereits 2007 wurde bei einer archäologischen Untersuchung auf einer Autobahn-Baustelle in der Nähe von Bodzia (im zentralen Polen) ein wikingerzeitlicher Friedhof mit mehreren Dutzend Kammergräbern aus der Zeit zwischen ca. 980 und ca. 1030 entdeckt. Bei den gut zwei Jahre dauernden Ausgrabungen wurden nicht allein die Überreste von 14 Männern, 21 Frauen und 14 Kinder gefunden, sondern auch außerordentlich reiche Grabbeigaben, wie Waffen, Schmuck, Münzen, Amulettbehälter und die Überreste von Seidenstoffen.</p>
<p>Einige der Artefakte sind skandinavischen Ursprungs, wie Silberperlen mit einer traditionell skandinavischen granulierten Dekoration, die Waffen eines jungen Mannes, dessen gebrochenen Kiefer und schweren Gesichtsverletzungen zeigen, dass er in der Schlacht starb, und einige der Münzen. Auch die Nord-Süd-Ausrichtung der Gräber spricht für eine Wikinger-Herkunft, da slawische Gräber in Ost-West-Richtung ausgerichtet waren. Die Gräber sind relativ groß; anderen skandinavische Stil-Elemente sind die mit Stoff ausgeschlagenen hölzernen, mit eisernen Beschlägen versehenen Särge in tiefen Gräbern. Osteuropäischen Gräber dieser Zeit sind eher flach und eng.</p>
<p>Der &#8220;Krieger-Friedhof&#8221; von Bodzia liegt in der Nähe des Handelswegs über die Flüsse Weichsel und Bug, der das Ostseegebiet mit der byzantinischen Welt verbindet. Während in den Gräbern aus der Zeit vor der Staatsgründung durch die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Piasten" target="_blank">Piasten</a> einheimische Grabbeigaben überwogen, enthalten viele Gräber aus der frühen Piasten-Periode vom Ende des zehnten bis Mitte des elften Jahrhunderts Waffen und andere Gegenständen aus Skandinavien. </p>
<p><a href="http://www.thehistoryblog.com/archives/14043" target="_blank">Rich Viking era graves found in Poland (The History Blog)</a></p>
<p><a href="http://news.nationalgeographic.com/news/2011/12/pictures/111216-warrior-graves-polish-viking-treasure-science/" target="_blank">Pictures: Mysterious Viking-era Graves Found With Treasure (National Geographic)</a></p>
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		</item>
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		<title>Von wegen&#8221;in uns allen schlummert noch der Steinzeitjäger&#8221;</title>
		<link>http://www.nornirsaett.de/von-wegenin-uns-allen-schlummert-noch-der-steinzeitjager/</link>
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		<pubDate>Mon, 12 Dec 2011 12:24:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MartinM</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Anthropologie]]></category>
		<category><![CDATA[Evolutionspsychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[steinzeit]]></category>
		<category><![CDATA[Verhaltensforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Vorgeschichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Die Grundthese der Evolutionspsychologen lässt sich mit &#8220;In uns allen schlummert noch der Steinzeitjäger&#8221; zusammenfassen. Eine scheinbar plausible Erklärung für &#8220;irrationales Verhalten&#8221;, von Krieg bis Fremdgehen, von der Vorliebe von Männern für großbrüstige Frauen bis zum &#8220;Sammeltick&#8221;. Wir wären eben biologisch an ein altsteinzeitliches Leben angepasst, in den letzten paar tausend Jahren, so die Evolutionspsychologen, habe sich unser Leben rapide verändert – viel zu schnell, als dass die Evolution schritthalten könnte.  </p>
<p>Ich hatte seit jeher meine Schwierigkeiten mit diesem  Erklärungsmodell. Vor allem auf der Ebene der populären Darstellungen und der &#8220;Ratgeberliteratur&#8221;, weil dort bei evolutionsbiologischen Argumenten regelmäßig der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Naturalistischer_Fehlschluss" target="_blank">naturalistische Fehlschluss</a> um die Ecke lauert: &#8220;Das (z. B. die ungleiche Aufgabenverteilung zwischen Mann und Frau) ist eben natürlich, und daher ist es auch gut so!&#8221;<br />
Allzu oft dienen evolutionsbiologische Argumente dazu, die bestehenden Verhältnisse zu rechtfertigen. So oft, dass ich manchmal den Verdacht habe, dass die These, ein bestehender Zustand sei eben &#8220;von Natur aus&#8221; so, am Anfang stand, wofür dann, entgegen der üblichen wissenschaftlichen Methode, nach passenden Belegen gesucht würde. Also ein &#8220;Rosinenpicken&#8221;, das für Pseudowissenschaften typisch ist. </p>
<p>Außerdem befasse ich mich ein wenig mit Ethnologie und mit Archäologie. Auch wenn ich beileibe kein Fachmann bin, erschien es mir immer seltsam, wieso so viele Evolutionspsychologen offensichtlich von einer &#8220;Standard-Altsteinzeit&#8221; ausgingen. Tatsächlich waren die äußeren Bedingungen unter denen unsere Vorfahren lebten, höchst unterschiedlich &#8211; mehrere Eiszeiten und Zwischeneiszeiten werden sogar in der ostafrikanischen Savanne mehrmals für drastisch unterschiedliche Lebensbedingungen gesorgt haben. (Wobei &#8220;Steinzeitjäger&#8221;, abgesehen von einigen eiszeitlichen bzw. unter arktischen Bedingungen lebenden Kulturen, ohnehin falsch ist: das Sammeln von Früchten, Wurzeln usw. ist für die Ernährung von Menschen auf &#8220;altsteinzeitlichem&#8221; Kulturstand in aller Regel viel wichtiger als die Jagd. Damit relativiert sich die vermeidliche Bedeutung der wohl zumeist männlichen Jäger.)</p>
<p>Im einem Artikel mit dem leicht überspitzten Titel <a href="http://www.spektrum.de/alias/verhalten/licht-aus-fuer-die-evolutionspsychologie/1133445" target="_blank">Licht aus für die Evolutionspsychologie</a> legt Stephan Matthiesen dar, das der populären Theorie wohl das wissenschaftliche Fundament weggebrochen sei.</p>
<blockquote><p>Doch um konkrete Aussagen machen zu können, muss die Evolutionspsychologie vier starke Grundthesen annehmen. Und genau an dieser Stelle wird es laut den Autoren eines aktuellen Positionspapiers kritisch: Der Evolutionspsychologie sei in den vergangenen Jahren das wissenschaftliche Fundament weggebrochen, meinen Johan Bolhuis, Gillian Brown, Robert Richardson und Kevin Laland von den Universitäten Utrecht, Cincinnati und St. Andrews [3].</p>
<p>Im Einzelnen lauten die vier Grundannahmen der Evolutionstheorie wie folgt:
<ul>
<li>Die Evolutionspsychologie muss annehmen, dass es irgendwann in der Geschichte der Menschheit eine hinreichend stabile Umwelt gab. In dieser &#8220;Umwelt der evolutionären Angepasstheit&#8221; bildeten sich die fraglichen psychologischen Mechanismen des Menschen heraus, auf diese Umwelt sind sie bezogen.</li>
<li>Evolutionäre Veränderungen dürfen nur langsam und graduell ablaufen – die Evolutionspsychologie vertritt also einen evolutionären Gradualismus.</li>
<li>Um spezifische Verhaltensweisen wie die Aggression oder die Partnerwahl erklären zu können, muss unser Verhalten aus vielen Einzelprogrammen oder &#8220;Modulen&#8221; zusammengesetzt sein, die sich jeweils als Anpassung auf spezifische Anforderungen der Umwelt entwickelt haben – die Evolutionspsychologie nimmt also eine massive Modularität des menschlichen Geistes an.</li>
<li>Und schließlich postuliert die Evolutionspsychologie eine universelle menschliche Natur: Unabhängig von Kultur und individueller Entwicklung würden wir vor allem durch ein universelles, artspezifisches Verhaltensprogramm gesteuert. </li>
</ul>
<p>Genau diese elementaren Grundthesen sind nach Meinung der vier Forscher mit den Erkenntnissen benachbarter Wissenschaftszweige nur schwer vereinbar – etwa dort, wo sie Aussagen über die Evolution des Menschen treffen, wie die Thesen eins und zwei: Sind wir überhaupt an eine spezifische Umwelt angepasst? Und wenn ja, an welche?</p></blockquote>
<p>Der evolutionspsychologische Ansatz ist, laut Bolhuis und Kollegen, nicht vom Tisch. Aber die Methodik muss sich grundlegend ändern und erweitern. Bisher gehen Evolutionspsychologen meist so vor, dass sie Hypothesen darüber aufstellen, welches Verhalten in einer urzeitlichen Umwelt sinnvoll gewesen sein dürfte, und bestätigen dies dann durch psychologische Tests an heutigen Menschen.<br />
Dabei bleiben zu viele Alternativmöglichkeiten offen, um als Beleg für ein mögliches Steinzeiterbe wirklich zu überzeugen, finde Bolhuis und Kollegen. Sie fordern daher in ihrer Bestandsaufnahme, dass eine zukünftige Evolutionspsychologie viel stärker in benachbarte Disziplinen wie die Genetik und die Neurowissenschaften integriert werden muss. Zudem muss sie dabei gezielt zwischen verschiedenen evolutionären und nicht evolutionären Erklärungen unterscheiden können.  </p>
<p>Offensichtlich wird unser Verhalten nicht nur von vererbten, evolutionäre Anpassung an die Steinzeit beeinflusst, sondern zu einem großem Teil von kulturellen und individuellen Entwicklungsfaktoren.</p>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Grundthese der Evolutionspsychologen lässt sich mit &#8220;In uns allen schlummert noch der Steinzeitjäger&#8221; zusammenfassen. Eine scheinbar plausible Erklärung für &#8220;irrationales Verhalten&#8221;, von Krieg bis Fremdgehen, von der Vorliebe von Männern für großbrüstige Frauen bis zum &#8220;Sammeltick&#8221;. Wir wären eben biologisch an ein altsteinzeitliches Leben angepasst, in den letzten paar tausend Jahren, so die Evolutionspsychologen, habe sich unser Leben rapide verändert – viel zu schnell, als dass die Evolution schritthalten könnte.  </p>
<p>Ich hatte seit jeher meine Schwierigkeiten mit diesem  Erklärungsmodell. Vor allem auf der Ebene der populären Darstellungen und der &#8220;Ratgeberliteratur&#8221;, weil dort bei evolutionsbiologischen Argumenten regelmäßig der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Naturalistischer_Fehlschluss" target="_blank">naturalistische Fehlschluss</a> um die Ecke lauert: &#8220;Das (z. B. die ungleiche Aufgabenverteilung zwischen Mann und Frau) ist eben natürlich, und daher ist es auch gut so!&#8221;<br />
Allzu oft dienen evolutionsbiologische Argumente dazu, die bestehenden Verhältnisse zu rechtfertigen. So oft, dass ich manchmal den Verdacht habe, dass die These, ein bestehender Zustand sei eben &#8220;von Natur aus&#8221; so, am Anfang stand, wofür dann, entgegen der üblichen wissenschaftlichen Methode, nach passenden Belegen gesucht würde. Also ein &#8220;Rosinenpicken&#8221;, das für Pseudowissenschaften typisch ist. </p>
<p>Außerdem befasse ich mich ein wenig mit Ethnologie und mit Archäologie. Auch wenn ich beileibe kein Fachmann bin, erschien es mir immer seltsam, wieso so viele Evolutionspsychologen offensichtlich von einer &#8220;Standard-Altsteinzeit&#8221; ausgingen. Tatsächlich waren die äußeren Bedingungen unter denen unsere Vorfahren lebten, höchst unterschiedlich &#8211; mehrere Eiszeiten und Zwischeneiszeiten werden sogar in der ostafrikanischen Savanne mehrmals für drastisch unterschiedliche Lebensbedingungen gesorgt haben. (Wobei &#8220;Steinzeitjäger&#8221;, abgesehen von einigen eiszeitlichen bzw. unter arktischen Bedingungen lebenden Kulturen, ohnehin falsch ist: das Sammeln von Früchten, Wurzeln usw. ist für die Ernährung von Menschen auf &#8220;altsteinzeitlichem&#8221; Kulturstand in aller Regel viel wichtiger als die Jagd. Damit relativiert sich die vermeidliche Bedeutung der wohl zumeist männlichen Jäger.)</p>
<p>Im einem Artikel mit dem leicht überspitzten Titel <a href="http://www.spektrum.de/alias/verhalten/licht-aus-fuer-die-evolutionspsychologie/1133445" target="_blank">Licht aus für die Evolutionspsychologie</a> legt Stephan Matthiesen dar, das der populären Theorie wohl das wissenschaftliche Fundament weggebrochen sei.</p>
<blockquote><p>Doch um konkrete Aussagen machen zu können, muss die Evolutionspsychologie vier starke Grundthesen annehmen. Und genau an dieser Stelle wird es laut den Autoren eines aktuellen Positionspapiers kritisch: Der Evolutionspsychologie sei in den vergangenen Jahren das wissenschaftliche Fundament weggebrochen, meinen Johan Bolhuis, Gillian Brown, Robert Richardson und Kevin Laland von den Universitäten Utrecht, Cincinnati und St. Andrews [3].</p>
<p>Im Einzelnen lauten die vier Grundannahmen der Evolutionstheorie wie folgt:
<ul>
<li>Die Evolutionspsychologie muss annehmen, dass es irgendwann in der Geschichte der Menschheit eine hinreichend stabile Umwelt gab. In dieser &#8220;Umwelt der evolutionären Angepasstheit&#8221; bildeten sich die fraglichen psychologischen Mechanismen des Menschen heraus, auf diese Umwelt sind sie bezogen.</li>
<li>Evolutionäre Veränderungen dürfen nur langsam und graduell ablaufen – die Evolutionspsychologie vertritt also einen evolutionären Gradualismus.</li>
<li>Um spezifische Verhaltensweisen wie die Aggression oder die Partnerwahl erklären zu können, muss unser Verhalten aus vielen Einzelprogrammen oder &#8220;Modulen&#8221; zusammengesetzt sein, die sich jeweils als Anpassung auf spezifische Anforderungen der Umwelt entwickelt haben – die Evolutionspsychologie nimmt also eine massive Modularität des menschlichen Geistes an.</li>
<li>Und schließlich postuliert die Evolutionspsychologie eine universelle menschliche Natur: Unabhängig von Kultur und individueller Entwicklung würden wir vor allem durch ein universelles, artspezifisches Verhaltensprogramm gesteuert. </li>
</ul>
<p>Genau diese elementaren Grundthesen sind nach Meinung der vier Forscher mit den Erkenntnissen benachbarter Wissenschaftszweige nur schwer vereinbar – etwa dort, wo sie Aussagen über die Evolution des Menschen treffen, wie die Thesen eins und zwei: Sind wir überhaupt an eine spezifische Umwelt angepasst? Und wenn ja, an welche?</p></blockquote>
<p>Der evolutionspsychologische Ansatz ist, laut Bolhuis und Kollegen, nicht vom Tisch. Aber die Methodik muss sich grundlegend ändern und erweitern. Bisher gehen Evolutionspsychologen meist so vor, dass sie Hypothesen darüber aufstellen, welches Verhalten in einer urzeitlichen Umwelt sinnvoll gewesen sein dürfte, und bestätigen dies dann durch psychologische Tests an heutigen Menschen.<br />
Dabei bleiben zu viele Alternativmöglichkeiten offen, um als Beleg für ein mögliches Steinzeiterbe wirklich zu überzeugen, finde Bolhuis und Kollegen. Sie fordern daher in ihrer Bestandsaufnahme, dass eine zukünftige Evolutionspsychologie viel stärker in benachbarte Disziplinen wie die Genetik und die Neurowissenschaften integriert werden muss. Zudem muss sie dabei gezielt zwischen verschiedenen evolutionären und nicht evolutionären Erklärungen unterscheiden können.  </p>
<p>Offensichtlich wird unser Verhalten nicht nur von vererbten, evolutionäre Anpassung an die Steinzeit beeinflusst, sondern zu einem großem Teil von kulturellen und individuellen Entwicklungsfaktoren.</p>
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		<title>Stonehenge vielleicht ein halbes Jahrtausend älter</title>
		<link>http://www.nornirsaett.de/stonehenge-vielleicht-ein-halbes-jahrtausend-alter/</link>
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		<pubDate>Thu, 01 Dec 2011 05:42:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MartinM</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Archäologie]]></category>
		<category><![CDATA[england]]></category>
		<category><![CDATA[Jungsteinzeit]]></category>
		<category><![CDATA[stonehenge]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Archäologen entdeckten auf einer nah gelegenen Wallanlage, die mit rund 5500 Jahren ein halbes Jahrtausend älter ist als die früheste bekannte Phase von Stonehenge, Hinweise auf einen Prozessionsweg. Mit Hilfe eines Bodenradars lokalisierten sie zwei Erdgruben, die ihrer Ansicht nach den Anfang und das Ende dieses Wegs kennzeichneten und auf den Lauf der Sonne abgestimmt waren. Zur Überraschung der Forscher stehen sie jedoch auch mit einem Monolithen von Stonehenge in Einklang und legen somit ein höheres Alter der berühmten Ringanlage nahe.<br />
Weiter: <a href="http://www.epoc.de/artikel/1130724" target="_blank">Prozessionsweg spricht für höheres Alter von Stonehenge (epoc)</a></p>
<div style="display:block"><small><em>posted in <a href="http://www.nornirsaett.de/category/asatru-themen/wissenschaft/">Wissenschaft</a> by MartinM <a href="http://www.nornirsaett.de/stonehenge-vielleicht-ein-halbes-jahrtausend-alter/#comments">Leave A Comment</a><br />&copy;2012 <a href="http://www.nornirsaett.de">Asatru zum selber Denken - die Nornirs Ætt</a>. All Rights Reserved.</em></small></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Archäologen entdeckten auf einer nah gelegenen Wallanlage, die mit rund 5500 Jahren ein halbes Jahrtausend älter ist als die früheste bekannte Phase von Stonehenge, Hinweise auf einen Prozessionsweg. Mit Hilfe eines Bodenradars lokalisierten sie zwei Erdgruben, die ihrer Ansicht nach den Anfang und das Ende dieses Wegs kennzeichneten und auf den Lauf der Sonne abgestimmt waren. Zur Überraschung der Forscher stehen sie jedoch auch mit einem Monolithen von Stonehenge in Einklang und legen somit ein höheres Alter der berühmten Ringanlage nahe.<br />
Weiter: <a href="http://www.epoc.de/artikel/1130724" target="_blank">Prozessionsweg spricht für höheres Alter von Stonehenge (epoc)</a></p>
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		<title>Der Untergang der antiken Zivilisation</title>
		<link>http://www.nornirsaett.de/der-untergang-der-antiken-zivilisation/</link>
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		<pubDate>Tue, 29 Nov 2011 12:42:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MartinM</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[altertum]]></category>
		<category><![CDATA[Christentum]]></category>
		<category><![CDATA[christianisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Römer]]></category>
		<category><![CDATA[Spätantike]]></category>
		<category><![CDATA[Völkerwanderung]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Am 27.11.2011 fand die erste &#8220;erhellende Lesung” zum ATHvent 2011 der Evolutionären Humanisten Berlin-Brandenburg in Berlin statt. Als Referent war der Historiker Rolf Bergmeier eingeladen, der über das frühe Christentum als Staatsreligion sprach.<br />
Der Althistoriker Rolf Bergmeier, der schon einige Male in anderem Rahmen zu Gast war, zuletzt zur Fachtagung „Vatikan” in der TU Berlin und beim Herbstprogramm 2011 der Regionalgruppe der GBS Rhein-Main, stellte sein neues Buch „Schatten über Europa” vor. Ca. 50 Zuhörer fanden sich am Sonntagmittag im Kaminraum des Literaturhauses ein.</p>
<p>Als Autor hat Rolf Bergmeier bereits vor zwei Jahren ein Buch über Kaiser Konstantin veröffentlicht und befasst sich nun mit den Auswirkungen des nachfolgenden Kaisers Theodosius I. auf die griechisch-römische Kultur in den Jahren 300 -400. Sein neues Buch, welches unter dem Titel „Schatten über Europa” erschienen ist, bringt einen „Bericht über (die angebliche) römische Dekadenz und germanische Barbaren und eine Analyse, ob beide Kräfte die Grundlagen der abendländischen Kultur vernichtet haben. Die Aufarbeitung der Kirchengeschichte ab der Ernennung der trinitarischen Konfession zur Staatskirche um 380”.</p>
<p>Laut hpd erkläre Bergmeier mit viel Sachwissen und durch umfangreiche Recherchen belegt, dass nicht die oft angeführte Völkerwanderung den Untergang der antiken Kultur verursachten und auch nicht die römische Dekadenz, sondern der Paradigmenwechsel der neuen Staatskirche und das neu installierte Weltbild.</p>
<p>Bergmeier würde sich bewusst mit anderen Historikern auseinandersetzen, die auf die Glanzleistungen des Christentums in der Geschichte verweisen, wie z. B. Kathedralen, Hospitäler, Franckeschen Stiftung und Kolpingwerk, die erst zu einem wesentlich späteren Zeitpunkt erschaffen wurden, als es in der Renaissance zur teilweisen Rückführung des antiken Wissens über die arabisch-byzantinischen und sizilianisch-normannischen Wege gab.<br />
Bergmeier widersprach denen, die „unsere” Werte im christlichen Abendland begründet sehen. Durch die Vernichtung der antiken Kultur wäre in der Entwicklung Europas nahezu eintausend Jahre fast nichts passiert. Erst durch die „Wiederentdeckung” der Antike hätte das Verlorene aufgegriffen werden und weitergeführt werden konnten.<br />
<a href="http://hpd.de/node/12387" target="_blank">„Schatten über Europa”  (hpd)</a></p>
<p>Rolf Bergmeier &#8211; Schatten über Europa: Der Untergang der antiken Kultur, <a href="http://alibri-buecher.de/" target="_blank">Alibri</a>, 2011, ISBN-10: 3865690750</p>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 27.11.2011 fand die erste &#8220;erhellende Lesung” zum ATHvent 2011 der Evolutionären Humanisten Berlin-Brandenburg in Berlin statt. Als Referent war der Historiker Rolf Bergmeier eingeladen, der über das frühe Christentum als Staatsreligion sprach.<br />
Der Althistoriker Rolf Bergmeier, der schon einige Male in anderem Rahmen zu Gast war, zuletzt zur Fachtagung „Vatikan” in der TU Berlin und beim Herbstprogramm 2011 der Regionalgruppe der GBS Rhein-Main, stellte sein neues Buch „Schatten über Europa” vor. Ca. 50 Zuhörer fanden sich am Sonntagmittag im Kaminraum des Literaturhauses ein.</p>
<p>Als Autor hat Rolf Bergmeier bereits vor zwei Jahren ein Buch über Kaiser Konstantin veröffentlicht und befasst sich nun mit den Auswirkungen des nachfolgenden Kaisers Theodosius I. auf die griechisch-römische Kultur in den Jahren 300 -400. Sein neues Buch, welches unter dem Titel „Schatten über Europa” erschienen ist, bringt einen „Bericht über (die angebliche) römische Dekadenz und germanische Barbaren und eine Analyse, ob beide Kräfte die Grundlagen der abendländischen Kultur vernichtet haben. Die Aufarbeitung der Kirchengeschichte ab der Ernennung der trinitarischen Konfession zur Staatskirche um 380”.</p>
<p>Laut hpd erkläre Bergmeier mit viel Sachwissen und durch umfangreiche Recherchen belegt, dass nicht die oft angeführte Völkerwanderung den Untergang der antiken Kultur verursachten und auch nicht die römische Dekadenz, sondern der Paradigmenwechsel der neuen Staatskirche und das neu installierte Weltbild.</p>
<p>Bergmeier würde sich bewusst mit anderen Historikern auseinandersetzen, die auf die Glanzleistungen des Christentums in der Geschichte verweisen, wie z. B. Kathedralen, Hospitäler, Franckeschen Stiftung und Kolpingwerk, die erst zu einem wesentlich späteren Zeitpunkt erschaffen wurden, als es in der Renaissance zur teilweisen Rückführung des antiken Wissens über die arabisch-byzantinischen und sizilianisch-normannischen Wege gab.<br />
Bergmeier widersprach denen, die „unsere” Werte im christlichen Abendland begründet sehen. Durch die Vernichtung der antiken Kultur wäre in der Entwicklung Europas nahezu eintausend Jahre fast nichts passiert. Erst durch die „Wiederentdeckung” der Antike hätte das Verlorene aufgegriffen werden und weitergeführt werden konnten.<br />
<a href="http://hpd.de/node/12387" target="_blank">„Schatten über Europa”  (hpd)</a></p>
<p>Rolf Bergmeier &#8211; Schatten über Europa: Der Untergang der antiken Kultur, <a href="http://alibri-buecher.de/" target="_blank">Alibri</a>, 2011, ISBN-10: 3865690750</p>
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		<title>Wie lang halt ein Langhaus?</title>
		<link>http://www.nornirsaett.de/wie-lang-halt-ein-langhaus/</link>
		<comments>http://www.nornirsaett.de/wie-lang-halt-ein-langhaus/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 16 Nov 2011 17:37:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MartinM</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Archäologie]]></category>
		<category><![CDATA[Asparn/Zaya]]></category>
		<category><![CDATA[Experimentelle Archäologie]]></category>
		<category><![CDATA[Frühgeschichte]]></category>
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		<category><![CDATA[Linearbandkeramiker]]></category>
		<category><![CDATA[Museum]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Eine Lebensdauer von 20 Jahren gaben die Erbauer dem Nachbau eines jungsteinzeitlichen Langhaus im Freigelände des Urgeschichtemuseums in Asparn/Zaya (Niederösterreich), nun sind es mehr als 40 geworden.<br />
Nur noch bis Ende November können Besucher das alte Langhaus besichtigen, danach wird es wissenschaftlich zerlegt. Danach werden Dr. Ernst Lauermann, der wissenschaftliche Leiter des Museum, und sein Team das Haus Stück für Stück fachgerecht abtragen und dabei die Veränderung der Baumaterialien im Laufe der Zeit untersuchen: „Wir werden beim Schilfdach einen Schnitt machen, um die einzelnen Schichten analysieren zu können, ebenso werden wir die Holzpfeiler und die Holz-Dachkonstruktion auf Veränderungen untersuchen&#8221;.</p>
<p>Da Lanhaus wurde 1966 auf Basis eines Grabungsbefundes von Köln-Lindenthal errichtet. Das Gebäude ist 25 m lang, 7 m breit und 5,4 m hoch. Auf 41 Pfosten ruht das Langhaus, dessen Wände ein mit Lehm verstrichenes Flechtwerk sind, den Boden bildet gestampfter Lehm und das Dach ist aus Schilf. „Der Befund aus Deutschland wurde damals für die Errichtung herangezogen, weil die Forschung in den 60er Jahren keine Hausbefunde der Linearbandkeramik in Niederösterreich kannte. Das hat sich nun geändert. Das neue Langhaus, das 2012 gebaut wird, basiert auf einem Grabungsbefund von Schwechat/Rannersdorf&#8221;, erläutert Dr. Lauermann. </p>
<p>Mehr: <a href="http://www.archaeologie-online.de/magazin/nachrichten/view/lebensdauer-eines-langhauses-19118/" target="_blank">Lebensdauer eines Langhauses (Archäologie online)</a></p>
<p>Website des Urgeschichtemuseum Niederösterreich in Asparn/Zaya: <a href="http://www.urgeschichte.at/" target="_blank">Urgeschichte.at</a></p>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Lebensdauer von 20 Jahren gaben die Erbauer dem Nachbau eines jungsteinzeitlichen Langhaus im Freigelände des Urgeschichtemuseums in Asparn/Zaya (Niederösterreich), nun sind es mehr als 40 geworden.<br />
Nur noch bis Ende November können Besucher das alte Langhaus besichtigen, danach wird es wissenschaftlich zerlegt. Danach werden Dr. Ernst Lauermann, der wissenschaftliche Leiter des Museum, und sein Team das Haus Stück für Stück fachgerecht abtragen und dabei die Veränderung der Baumaterialien im Laufe der Zeit untersuchen: „Wir werden beim Schilfdach einen Schnitt machen, um die einzelnen Schichten analysieren zu können, ebenso werden wir die Holzpfeiler und die Holz-Dachkonstruktion auf Veränderungen untersuchen&#8221;.</p>
<p>Da Lanhaus wurde 1966 auf Basis eines Grabungsbefundes von Köln-Lindenthal errichtet. Das Gebäude ist 25 m lang, 7 m breit und 5,4 m hoch. Auf 41 Pfosten ruht das Langhaus, dessen Wände ein mit Lehm verstrichenes Flechtwerk sind, den Boden bildet gestampfter Lehm und das Dach ist aus Schilf. „Der Befund aus Deutschland wurde damals für die Errichtung herangezogen, weil die Forschung in den 60er Jahren keine Hausbefunde der Linearbandkeramik in Niederösterreich kannte. Das hat sich nun geändert. Das neue Langhaus, das 2012 gebaut wird, basiert auf einem Grabungsbefund von Schwechat/Rannersdorf&#8221;, erläutert Dr. Lauermann. </p>
<p>Mehr: <a href="http://www.archaeologie-online.de/magazin/nachrichten/view/lebensdauer-eines-langhauses-19118/" target="_blank">Lebensdauer eines Langhauses (Archäologie online)</a></p>
<p>Website des Urgeschichtemuseum Niederösterreich in Asparn/Zaya: <a href="http://www.urgeschichte.at/" target="_blank">Urgeschichte.at</a></p>
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		<title>Sonnenstein der Wikinger &#8211; er funktioniert wirklich!</title>
		<link>http://www.nornirsaett.de/sonnenstein-der-wikinger-er-funktioniert-wirklichab-ihn-wirklich/</link>
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		<pubDate>Wed, 02 Nov 2011 22:30:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MartinM</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Doppelspat]]></category>
		<category><![CDATA[Mittelalter]]></category>
		<category><![CDATA[navigation]]></category>
		<category><![CDATA[Nordgermanen]]></category>
		<category><![CDATA[sonnenkompass]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnenstein]]></category>
		<category><![CDATA[Wikinger]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Zur Zeit der Wikinger war der Magnetkompass in Europa noch nicht bekannt. Zur Navigation orientierten sich die Seefahrer daher vor allem an den Sternen oder dem Sonnenstand. Aber über der Nordsee und dem Nordatlantik ist der Himmel häufig bedeckt. </p>
<p>Dass die Wikinger in solchen Situationen einen Doppelspat zur Bestimmung des Sonnenstands genutzt haben könnten, war schon häufiger vermutet worden. Wie effektiv und genau das Mineral jedoch auch unter schlechten Lichtverhältnissen funktioniere, sei bisher umstritten gewesen, sagen Ropars und seine Kollegen. Im Rahmen ihrer Studie führten sie daher dazu mehrere Tests im Labor und unter freiem Himmel durch.<br />
Es gelang ihnen selbst bei bedecktem Himmel und in der Dämmerung noch den Sonnenstand bis auf wenige Grad genau zu messen, berichten die Wissenschaftler im Fachmagazin „Proceedings of the Royal Society A“.<br />
<a href="http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-14056-2011-11-02.html" target="_blank">Wikinger nutzten transparentes Mineral als Sonnenkompass (http://www.scinexx.de)</a></p>
<p>Allerdings ist der Sonnenstein wohl nicht ganz das selbe wie ein Sonnenkompass.<br />
In meinem nun schon nicht mehr ganz neuen Aufsatz <a href="http://www.nornirsaett.de/wogenrosser-und-sonnensteine-3/">Wogenrösser und Sonnensteine &#8211; Teil 3: Die Navigation der Wikinger</a> schrieb ich:</p>
<blockquote><p>m Prinzip ist der Sonnenkompass eine Sonnenuhr. Er besteht aus eine Scheibe, in die konzentrische Ringe als Skala eingraviert wurden, einer ebenfalls eingravierten Windrose und einem Schattenwerfer. Wie findet man damit die Himmelsrichtungen? Das genaue Verfahren ist ziemlich zeitaufwendig und funktioniert nur, wenn man an einem Ort bliebt. Zunächst stellt man den Kompass möglichst waagerecht auf und bestimmt mit der Ringskala die Länge des Schatten. Man markiert auf der Windrose den Punkt, an dem der Schatten endet. Dann wartet man so lange, bis der Schatten wieder die selbe Länge wie bei der ersten Messung hat. Auch hier markiert man die Position des Schattens. Die Winkelhalbierende des Winkels zwischen dem ersten und zweiten Messpunkt zeigt genau nach Süden. Kam es auf See nur auf die ungefähre Orientierung an, ging es auch schneller: Die Schattenlänge zeigte die Tageszeit an, die Richtung des Schattens erlaubte dem erfahrenen nordländischen Navigator, der ja wusste, wo die Sonne zu bestimmten Tageszeiten stand, die Himmelsrichtungen abzuschätzen. (&#8230;)</p></blockquote>
<p>.<br />
Der Sonnenstein ist ein mögliches Hilfsmittel, um auch bei bedecktem Himmel mit dem Sonnenkompass navigieren zu können. Den Sonnenstein beschrieb ich auch, allerdings beschrieb ich seinen Funktionsweise ein wenig falsch. </p>
<div style="display:block"><small><em>posted in <a href="http://www.nornirsaett.de/category/asatru-themen/wissenschaft/">Wissenschaft</a> by MartinM <a href="http://www.nornirsaett.de/sonnenstein-der-wikinger-er-funktioniert-wirklichab-ihn-wirklich/#comments">Leave A Comment</a><br />&copy;2012 <a href="http://www.nornirsaett.de">Asatru zum selber Denken - die Nornirs Ætt</a>. All Rights Reserved.</em></small></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zur Zeit der Wikinger war der Magnetkompass in Europa noch nicht bekannt. Zur Navigation orientierten sich die Seefahrer daher vor allem an den Sternen oder dem Sonnenstand. Aber über der Nordsee und dem Nordatlantik ist der Himmel häufig bedeckt. </p>
<p>Dass die Wikinger in solchen Situationen einen Doppelspat zur Bestimmung des Sonnenstands genutzt haben könnten, war schon häufiger vermutet worden. Wie effektiv und genau das Mineral jedoch auch unter schlechten Lichtverhältnissen funktioniere, sei bisher umstritten gewesen, sagen Ropars und seine Kollegen. Im Rahmen ihrer Studie führten sie daher dazu mehrere Tests im Labor und unter freiem Himmel durch.<br />
Es gelang ihnen selbst bei bedecktem Himmel und in der Dämmerung noch den Sonnenstand bis auf wenige Grad genau zu messen, berichten die Wissenschaftler im Fachmagazin „Proceedings of the Royal Society A“.<br />
<a href="http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-14056-2011-11-02.html" target="_blank">Wikinger nutzten transparentes Mineral als Sonnenkompass (http://www.scinexx.de)</a></p>
<p>Allerdings ist der Sonnenstein wohl nicht ganz das selbe wie ein Sonnenkompass.<br />
In meinem nun schon nicht mehr ganz neuen Aufsatz <a href="http://www.nornirsaett.de/wogenrosser-und-sonnensteine-3/">Wogenrösser und Sonnensteine &#8211; Teil 3: Die Navigation der Wikinger</a> schrieb ich:</p>
<blockquote><p>m Prinzip ist der Sonnenkompass eine Sonnenuhr. Er besteht aus eine Scheibe, in die konzentrische Ringe als Skala eingraviert wurden, einer ebenfalls eingravierten Windrose und einem Schattenwerfer. Wie findet man damit die Himmelsrichtungen? Das genaue Verfahren ist ziemlich zeitaufwendig und funktioniert nur, wenn man an einem Ort bliebt. Zunächst stellt man den Kompass möglichst waagerecht auf und bestimmt mit der Ringskala die Länge des Schatten. Man markiert auf der Windrose den Punkt, an dem der Schatten endet. Dann wartet man so lange, bis der Schatten wieder die selbe Länge wie bei der ersten Messung hat. Auch hier markiert man die Position des Schattens. Die Winkelhalbierende des Winkels zwischen dem ersten und zweiten Messpunkt zeigt genau nach Süden. Kam es auf See nur auf die ungefähre Orientierung an, ging es auch schneller: Die Schattenlänge zeigte die Tageszeit an, die Richtung des Schattens erlaubte dem erfahrenen nordländischen Navigator, der ja wusste, wo die Sonne zu bestimmten Tageszeiten stand, die Himmelsrichtungen abzuschätzen. (&#8230;)</p></blockquote>
<p>.<br />
Der Sonnenstein ist ein mögliches Hilfsmittel, um auch bei bedecktem Himmel mit dem Sonnenkompass navigieren zu können. Den Sonnenstein beschrieb ich auch, allerdings beschrieb ich seinen Funktionsweise ein wenig falsch. </p>
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		<title>Ayahuasca lässt Visionen wie wahr wirken</title>
		<link>http://www.nornirsaett.de/ayahuasca-lasst-visionen-wie-wahr-wirken/</link>
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		<pubDate>Tue, 01 Nov 2011 14:54:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MartinM</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Ayahuasca]]></category>
		<category><![CDATA[Drogen]]></category>
		<category><![CDATA[Halluzinogene]]></category>
		<category><![CDATA[Hirnforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Pflanzendrogen]]></category>
		<category><![CDATA[Schamanen]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Während ritueller Sitzungen nehmen die Schamanen einiger Indianerstämme vom Amazonas und aus den Anden ein Elixier zu sich, dass sie aus der Lianenart <i>Banisteriopsis caapi</i> – auch genannt &#8220;Liane der Geister&#8221; – und dem Strauch <i>Psychotria viridis</i> gewonnen haben: Es löst bei ihnen starke Halluzinationen aus, erweitert das Bewusstsein und schärft das Gehör, während Arme und Beine weiterhin kontrolliert bewegt werden können. Wie nun Draulio de Araujo von der Universität von Rio Grande do Norte im brasilianischen Natal und seine Kollegen herausgefunden haben, könnten die Nutzer die auftretenden Visionen als reale Bilder empfinden.<br />
Weiter: <a href="http://www.wissenschaft-online.de/artikel/1127446" target="_blank">Hirnforschung: Droge lässt Halluzinationen wie wahr wirken (wissenschaft-online.de)</a>.</p>
<div style="display:block"><small><em>posted in <a href="http://www.nornirsaett.de/category/asatru-themen/wissenschaft/">Wissenschaft</a> by MartinM <a href="http://www.nornirsaett.de/ayahuasca-lasst-visionen-wie-wahr-wirken/#comments">Leave A Comment</a><br />&copy;2012 <a href="http://www.nornirsaett.de">Asatru zum selber Denken - die Nornirs Ætt</a>. All Rights Reserved.</em></small></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Während ritueller Sitzungen nehmen die Schamanen einiger Indianerstämme vom Amazonas und aus den Anden ein Elixier zu sich, dass sie aus der Lianenart <i>Banisteriopsis caapi</i> – auch genannt &#8220;Liane der Geister&#8221; – und dem Strauch <i>Psychotria viridis</i> gewonnen haben: Es löst bei ihnen starke Halluzinationen aus, erweitert das Bewusstsein und schärft das Gehör, während Arme und Beine weiterhin kontrolliert bewegt werden können. Wie nun Draulio de Araujo von der Universität von Rio Grande do Norte im brasilianischen Natal und seine Kollegen herausgefunden haben, könnten die Nutzer die auftretenden Visionen als reale Bilder empfinden.<br />
Weiter: <a href="http://www.wissenschaft-online.de/artikel/1127446" target="_blank">Hirnforschung: Droge lässt Halluzinationen wie wahr wirken (wissenschaft-online.de)</a>.</p>
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