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	<title>Asatru zum selber Denken - die Nornirs Ætt&#187; Kulinarisches</title>
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		<title>&#8220;Apfelschwemme&#8221;</title>
		<link>http://www.nornirsaett.de/apfelschwemme/</link>
		<comments>http://www.nornirsaett.de/apfelschwemme/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 26 Sep 2011 06:54:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MartinM</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kulinarisches]]></category>
		<category><![CDATA[Apfel]]></category>
		<category><![CDATA[Backen]]></category>
		<category><![CDATA[Eintopf]]></category>
		<category><![CDATA[Kochrezepte]]></category>
		<category><![CDATA[kompott]]></category>
		<category><![CDATA[Kuchen]]></category>
		<category><![CDATA[Rezepte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Wer selbst Apfelbaumbesitzer ist, oder Freunde / Verwandte / Bekannte hat, die Apfelbäume besitzen, steht jedes Jahr vor der selben Frage: Was tun mit den vielen Äpfeln, die nicht lagerfähig sind, weil sie, etwa als Fallobst, Druckstellen haben, oder die kleine Macken haben, die sie als Tafelobst wenig geeignet erscheinen lassen?<br />
Außerdem mögen viele Menschen im Herbst kein rohes Obst mehr essen &#8211; oder haben sich an rohem Obst übergegessen &#8211; und haben es lieber warm oder gekocht.<br />
Außer Apfelmus und Apfelsaft bietet sich die Zeit der &#8220;Apfelschwemme&#8221; an, zahlreiche leckere Gerichte aus und mit Äpfeln zuzubereiten.<br />
<a href="http://www.ipernity.com/doc/ingoweb/8458975"><img src="http://u1.ipernity.com/15/89/75/8458975.8ac1cebc.500.jpg" width="500" height="334" alt="Apfel zum Reinbeißen" border="0"/></a><br />
Foto: <a href=http://www.ipernity.com/home/ingoweb" target=_blank">Ingo Kunow</a> <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/" target="_blank">CC BY-SA 3.0 &#8211;  Namensnennung &#8211; Weitergabe unter gleichen Bedingungen</a></p>
<h3>Apple Crumble</h3>
<p>Ich liebe diese Nascherei, besonders, weil sie so schnell zu machen ist. Und so gehts: (für eine kleine Auflaufform)</p>
<p>2 Äpfel<br />
1 Tütchen Vanillezucker<br />
5 EL Mehl (gehäuft)<br />
5 EL Zucker<br />
5 El Butter</p>
<p>Die Äpfel werden geviertelt und in kleine Scheiben geschnitten. Danach werden sie in eine gebutterte, auf dem Boden mit Zucker bestäubte Auflaufform geschichtet. Vanillezucker, Mehl, Zucker und Butter verkneten und darüber krümeln. Das Ganze dann bei 170 Grad ca. 15 min backen, bis die Streusel knusprig sind. Schmeckt super mit Vanilleeis.<br />
<i>Wurzelfrau</i></p>
<h3>Ungekochtes Apfelmus</h3>
<p>1 kg Äpfel<br />
200 g gemahlene Walnüsse<br />
1 EL Honig<br />
2 EL Apfelsaft (am besten selbstgemacht)<br />
etwas Zitronensaft<br />
1 Prise Zimt</p>
<p>Die Äpfel so fein wie möglich reiben. Mit Honig, Apfelsaft, etwas Zitronensaft und einer Prise Zimt verrühren, die Hälfte der Nüsse hinzugeben. Mit den restlichen Nüssen bestreuen. Rasch servieren!</p>
<h3>Gefüllte Bratäpfel </h3>
<p>8 säuerliche, mittelgroße Äpfel<br />
1/2 Tafel Zartbitterschokolade<br />
1 Handvoll Nüsse und Mandeln, je nach Geschmack<br />
1 Handvoll Rosinen<br />
1 Handvoll getrocknete, gehackte Früchte (Marillen, Pflaumen, Berberitzen, Maulbeeren, Preiselbeeren etc.)<br />
ev. 2-3 TL Honig<br />
1/2 TL gerieben Ingwer<br />
1 Msp Zimtpulver<br />
ein bisschen Butter<br />
Met zum Begießen</p>
<p>Die Gehäuse werden mit einem Ausstecher entfernt oder einfach mit einem langen, dünnen Messer herausgeschnitten. Wichtig ist, dass die Äpfel oder  unten gerade geschnitten werden, damit sie am Blech nicht umfallen.<br />
Alle anderen Zutaten hacken, mit einigen EL Met beträufeln und 1-2 Stunden ziehen lassen.<br />
Anschließend die Masse in die Äpfel füllen, jeweils eine Butterflocke oben drauf setzen, ein wenig Met auf das Backblech gießen und ab ins Rohr. Die ersten 30 Minuten mit Alufolie abdecken und bei 220 Grad garen. Dann die Folie abnehmen und nochmals ca. 30 -45 Minuten bei 180 Grad weiter garen lassen.<br />
<i>Donauweibchen</i></p>
<h3>Apfel-Zwiebel-Gemüse</h3>
<p>200 g Zwiebeln<br />
500 g säuerliche Äpfel<br />
Hefewürze<br />
1 EL Pflanzenöl<br />
1 Prise Muskatnuss (gerieben)<br />
1 Prise Curry<br />
etwas Wasser </p>
<p>Die Äpfel schälen. Kerngehäuse herausschneiden. In Würfel schneiden. Die Zwiebeln klein hacken und im Öl glasig dünsten. Apfelwürfel hinzugeben, mit etwas Wasser auffüllen und bei schwacher Hitze langsam gar dünsten. Mit der Hefewürze, Muskat, Curry abschmecken.<br />
Dazu schmeckt Reis.</p>
<h3>Apfelklöße, Altländer Art</h3>
<p>3 Eier<br />
1 TL Salz<br />
1 EL Zucker<br />
1/8 l Milch<br />
2 EL geschmolzene Butter<br />
400 g Weizenmehl (am besten Vollkornmehl)<br />
500 g Äpfel<br />
100 g Butter zum Begießen<br />
Zimt<br />
Zucker</p>
<p>Die Eier mir Salz, Zucker, Milch und der geschmolzenen Butter verquirlen. Das Mehl hinzugeben und gut verrühren.<br />
Die Äpfel schälen, vierteln. Kerngehäuse entfernen. In kleine Stücke schneiden. Die Apfelstücke in den Teig einkneten.<br />
Reichlich Salzwasser in einem großen Topf zum Kochen bringen. Mit zwei Esslöffeln aus dem Teig Klöße abstechen, glatt formen, und im Salzwasser im offenen Topf ca. 15 min. gar ziehen lassen. (Nicht kochen!)<br />
Mit einer Schaumkelle Klöße herausnehmen und in eine vorgewärmte Schüssel geben. Butter in einem Pfännchen leicht bräunen und über die Klöße gießen. Mit Zimt und Zucker bestreuen.</p>
<h3>Deftiger Gemüseeintopf mit Äpfeln</h3>
<p>Äpfel<br />
Möhren<br />
Lauchstangen<br />
Mageres Kasselerfleisch<br />
Salz/Pfeffer<br />
Küchenkräuter<br />
Liebstöckel</p>
<p>Zum Verfeinern:<br />
Sauerrahm (oder Creme Fraiche)<br />
Bärlauch (oder Liebstöckel)</p>
<p>Gemüse und Äpfel waschen und in Stücke schneiden,<br />
Liebstöckel hinzu, sowie Kasselerfleisch würfeln.<br />
Alles kochen und mit Salz und Pfeffer abschmecken<br />
feingehackte Kräuter hinzufügen.</p>
<p>Verfeinern:<br />
Der Eintopf schmeckt besonders gut, wenn man noch beim servieren einen Teelöffel sauerrahm (oder Creme Fraiche) &#8211; und getrockneten Bärlauch nehmen, oder feingehackten Liebstöckel.<br />
<i>Grenzgängerin</i></p>
<h3>Herbstliches Obstkompott</h3>
<p>4 gut reife Birnen<br />
2 süße Äpfel<br />
1 Handvoll gewürfelten Kürbis (am besten eine süße, aromatische Sorte wie Hokkaido oder Butternuss)<br />
Braunen Zucker<br />
1 Zimtstange<br />
4 Gewürznelken<br />
1 Vanilleschote, aufgeschnitten<br />
1 fingerdickes Stück Ingwer</p>
<p>Birnen, Äfel, Kürbis schälen und würfelig schneiden. So viel Wasser dazugeben, dass alles knapp damit bedeckt ist. Wer mag, kann auch 1/4 Weißwein dazugeben, der Alkohol verkocht sich eh.<br />
Gewürze hinzugeben und kurz aufkochen lassen. Zucker erst am Schluss hinzufügen, da es immer drauf ankommt, wie süß das Obst selbst ist.<br />
Abkühlen lassen, erst dann Gewürze entfernen, sonst wird es bitter.<br />
Saft einer halben Zitronen dazu und eventuell mit einem 1/4l Sturm aufgießen, das gibt einen besonderen Herbsttouch.<br />
Zum Servieren gehackte, geröstete Haselnüsse drüber streuen.<br />
<i>Donauweibchen</i></p>
<h3>Hühner- Apfelsuppe</h3>
<p>Suppenhuhn<br />
Lauch<br />
Möhren<br />
Sellerie<br />
Äpfel<br />
Thymian, Rosmarin, Salbei, Oregano, Liebstöckel, Salz und Pfeffer</p>
<p>1. Suppenhuhn durchkochen lassen (bis Fleisch von Knochen sich ablöst).<br />
2. Huhn von Knochen trennen und kleingeschnitten ins Wasser zurück.<br />
3. Gemüse schnippeln und hinein, sowie die Äpfel (mit Schale) in groben Stücken geschnitten, ab ins kochende Nass!<br />
4. Gewürze und Kräuter hinzu (abschmecken)<br />
fertig und lecker&#8230;..</p>
<p>Die tierfreie Variante: einfach ohne Huhn!<br />
<i>Grenzgängerin</i></p>
<h3>Hefe-Apfelkuchen</h3>
<p>Teig:<br />
500 g Mehl (Weizenmehl)<br />
1 Würfel Hefe<br />
1/4 l lauwarme Milch<br />
50 g Zucker<br />
1 Prise Salz<br />
2 Eier<br />
50 g Butter</p>
<p>Belag:<br />
2 kg Äpfel<br />
150 g Zucker (bei Bedarf auch mehr)<br />
2 TL Zimt (gemahlen)</p>
<p>Eine wichtige Zutat für einen guten, lockeren Hefeteig gibt es nicht zu kaufen:<br />
reichlich Zeit!</p>
<p>Und so wird&#8217;s gemacht:<br />
Das Mehl in eine Schüssel geben und in die Mitte eine Mulde drücken. In diese Mulde wird der Hefe möglichst fein hineingebröckelt und mit 1 TL Zucker, etwas lauwarmer Milch und ein wenig Mehl vom Rand zum sog. Vorteig verrührt.<br />
An einem zugluftfreien Platz (sonst die Schüssel mit einem Tuch bedecken) etwa 15 Minuten gehen lassen.<br />
Warnung: manche &#8220;Experten&#8221; versuchen den Teig im warmen Backofen gehen zu lassen. Keine gute Idee, denn schon bei 50 Grad sterben die Hefezellen ab! Klappt höchstens in einem auf 40 Grad erwärmten und dann ausgeschalteten Backofen.</p>
<p>Erst wenn der Vorteig deutlich aufgegangen ist (das erkennt man an den Bläschen), die andere Teigzutaten hinzufügen. Aber Vorsicht &#8211; Fett und Eier niemals direkt in den Vorteig geben.<br />
Die Milch gießt man dafür dann direkt in den Vorteig. Dann die Zutaten von innen nach außen glatt verrühren. Der Teig muss glatt und homogen werden!</p>
<p>Jetzt ist Kraft gefragt: der Teig muss kräftig geknetet und geschlagen werden. Wer keine kräftige (!) Küchenmaschine mit Knethaken hat, macht das am Besten von Hand. Die Hände immer gut anfeuchten, dann haften sie nicht so stark am klebrigen Teig. Man kann auch einen stabilen Holzlöffel nehmen. Man knetet, indem man den Teig von Schüsselboden anhebt und bis zum Rand hochzieht und dann wieder zurückschlägt.<br />
Der Teig muss so lange geknetet und geschlagen werden, bis er Blasen wirft und sich vom Schüsselrand löst.<br />
Zweck der Übung: nur so kann der Teig genügend Sauerstoff aufnehmen, den die Hefezellen zur Vermehrung brauchen.</p>
<p>Nun ist Geduld gefragt, den der Teig muss lange gehen, so lange, bis er sein Volumen mehr als verdoppelt hat und er leicht nach Alkohol duftet. Das dauert bei Zimmertemperatur mehrere Stunde.<br />
Es ist keine schlechte Idee, den Teig, wenn man am Vormittag backen will, am Abend vorzubereiten. Die häufigste Ursache, weswegen ein Hefeteig nicht locker wird, ist eine zu knapp bemessene Gehzeit!</p>
<p>Der gut gegangene Teig wird nun zusammengeschlagen: Arbeitsfläche anfeuchten und den Teigklumpen richtig mit beiden (feuchten) Händen kräftig durchkneten.<br />
Dadurch entweicht der Alkohol und das CO<sub>2</sub>, die Stoffwechselprodukte der Hefe. Zugleich wird neuer Sauerstoff zugeführt.</p>
<p>Nun den Teig auf dem mit Backpapier belegten oder gut gefetteten Backblech gleichmäßig ausrollen &#8211; und wieder etwa eine halbe Stunde gehen lassen.</p>
<p>Inzwischen die Äpfel waschen, achteln, Kerngehäuse entfernen. Die Apfelschnitzel dachziegelartig auf dem Teig verteilen. Das Zimtpulver zum Zucker geben und gut vermengen. Etwa die Hälfte der Zimt-Zuckermischung auf dem Apfelbelag gleichmäßig verteilen.</p>
<p>Nun noch mal eine halbe Stunde gehen lassen.</p>
<p>Den Kuchen nun im auf 200 &#8211; 225 Grad vorgeheizten Ofen (Gas: Stufe 3-4) auf der Mittelschiene ca. 30 Minuten lang backen. Kontrollieren, ob der Teig schon gut gebräunt ist!</p>
<p>Sofort nach dem Backen mit dem Rest der Zucker-Zimt-Mischung bestreuen.</p>
<p>Der Kuchen kann warm serviert werden und sollte möglichst frisch gegessen werden!</p>
<div style="display:block"><small><em>posted in <a href="http://www.nornirsaett.de/category/asatru-themen/rezepte-kulinarisches/">Kulinarisches</a> by MartinM <a href="http://www.nornirsaett.de/apfelschwemme/#comments">Leave A Comment</a><br />&copy;2012 <a href="http://www.nornirsaett.de">Asatru zum selber Denken - die Nornirs Ætt</a>. All Rights Reserved.</em></small></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer selbst Apfelbaumbesitzer ist, oder Freunde / Verwandte / Bekannte hat, die Apfelbäume besitzen, steht jedes Jahr vor der selben Frage: Was tun mit den vielen Äpfeln, die nicht lagerfähig sind, weil sie, etwa als Fallobst, Druckstellen haben, oder die kleine Macken haben, die sie als Tafelobst wenig geeignet erscheinen lassen?<br />
Außerdem mögen viele Menschen im Herbst kein rohes Obst mehr essen &#8211; oder haben sich an rohem Obst übergegessen &#8211; und haben es lieber warm oder gekocht.<br />
Außer Apfelmus und Apfelsaft bietet sich die Zeit der &#8220;Apfelschwemme&#8221; an, zahlreiche leckere Gerichte aus und mit Äpfeln zuzubereiten.<br />
<a href="http://www.ipernity.com/doc/ingoweb/8458975"><img src="http://u1.ipernity.com/15/89/75/8458975.8ac1cebc.500.jpg" width="500" height="334" alt="Apfel zum Reinbeißen" border="0"/></a><br />
Foto: <a href=http://www.ipernity.com/home/ingoweb" target=_blank">Ingo Kunow</a> <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/" target="_blank">CC BY-SA 3.0 &#8211;  Namensnennung &#8211; Weitergabe unter gleichen Bedingungen</a></p>
<h3>Apple Crumble</h3>
<p>Ich liebe diese Nascherei, besonders, weil sie so schnell zu machen ist. Und so gehts: (für eine kleine Auflaufform)</p>
<p>2 Äpfel<br />
1 Tütchen Vanillezucker<br />
5 EL Mehl (gehäuft)<br />
5 EL Zucker<br />
5 El Butter</p>
<p>Die Äpfel werden geviertelt und in kleine Scheiben geschnitten. Danach werden sie in eine gebutterte, auf dem Boden mit Zucker bestäubte Auflaufform geschichtet. Vanillezucker, Mehl, Zucker und Butter verkneten und darüber krümeln. Das Ganze dann bei 170 Grad ca. 15 min backen, bis die Streusel knusprig sind. Schmeckt super mit Vanilleeis.<br />
<i>Wurzelfrau</i></p>
<h3>Ungekochtes Apfelmus</h3>
<p>1 kg Äpfel<br />
200 g gemahlene Walnüsse<br />
1 EL Honig<br />
2 EL Apfelsaft (am besten selbstgemacht)<br />
etwas Zitronensaft<br />
1 Prise Zimt</p>
<p>Die Äpfel so fein wie möglich reiben. Mit Honig, Apfelsaft, etwas Zitronensaft und einer Prise Zimt verrühren, die Hälfte der Nüsse hinzugeben. Mit den restlichen Nüssen bestreuen. Rasch servieren!</p>
<h3>Gefüllte Bratäpfel </h3>
<p>8 säuerliche, mittelgroße Äpfel<br />
1/2 Tafel Zartbitterschokolade<br />
1 Handvoll Nüsse und Mandeln, je nach Geschmack<br />
1 Handvoll Rosinen<br />
1 Handvoll getrocknete, gehackte Früchte (Marillen, Pflaumen, Berberitzen, Maulbeeren, Preiselbeeren etc.)<br />
ev. 2-3 TL Honig<br />
1/2 TL gerieben Ingwer<br />
1 Msp Zimtpulver<br />
ein bisschen Butter<br />
Met zum Begießen</p>
<p>Die Gehäuse werden mit einem Ausstecher entfernt oder einfach mit einem langen, dünnen Messer herausgeschnitten. Wichtig ist, dass die Äpfel oder  unten gerade geschnitten werden, damit sie am Blech nicht umfallen.<br />
Alle anderen Zutaten hacken, mit einigen EL Met beträufeln und 1-2 Stunden ziehen lassen.<br />
Anschließend die Masse in die Äpfel füllen, jeweils eine Butterflocke oben drauf setzen, ein wenig Met auf das Backblech gießen und ab ins Rohr. Die ersten 30 Minuten mit Alufolie abdecken und bei 220 Grad garen. Dann die Folie abnehmen und nochmals ca. 30 -45 Minuten bei 180 Grad weiter garen lassen.<br />
<i>Donauweibchen</i></p>
<h3>Apfel-Zwiebel-Gemüse</h3>
<p>200 g Zwiebeln<br />
500 g säuerliche Äpfel<br />
Hefewürze<br />
1 EL Pflanzenöl<br />
1 Prise Muskatnuss (gerieben)<br />
1 Prise Curry<br />
etwas Wasser </p>
<p>Die Äpfel schälen. Kerngehäuse herausschneiden. In Würfel schneiden. Die Zwiebeln klein hacken und im Öl glasig dünsten. Apfelwürfel hinzugeben, mit etwas Wasser auffüllen und bei schwacher Hitze langsam gar dünsten. Mit der Hefewürze, Muskat, Curry abschmecken.<br />
Dazu schmeckt Reis.</p>
<h3>Apfelklöße, Altländer Art</h3>
<p>3 Eier<br />
1 TL Salz<br />
1 EL Zucker<br />
1/8 l Milch<br />
2 EL geschmolzene Butter<br />
400 g Weizenmehl (am besten Vollkornmehl)<br />
500 g Äpfel<br />
100 g Butter zum Begießen<br />
Zimt<br />
Zucker</p>
<p>Die Eier mir Salz, Zucker, Milch und der geschmolzenen Butter verquirlen. Das Mehl hinzugeben und gut verrühren.<br />
Die Äpfel schälen, vierteln. Kerngehäuse entfernen. In kleine Stücke schneiden. Die Apfelstücke in den Teig einkneten.<br />
Reichlich Salzwasser in einem großen Topf zum Kochen bringen. Mit zwei Esslöffeln aus dem Teig Klöße abstechen, glatt formen, und im Salzwasser im offenen Topf ca. 15 min. gar ziehen lassen. (Nicht kochen!)<br />
Mit einer Schaumkelle Klöße herausnehmen und in eine vorgewärmte Schüssel geben. Butter in einem Pfännchen leicht bräunen und über die Klöße gießen. Mit Zimt und Zucker bestreuen.</p>
<h3>Deftiger Gemüseeintopf mit Äpfeln</h3>
<p>Äpfel<br />
Möhren<br />
Lauchstangen<br />
Mageres Kasselerfleisch<br />
Salz/Pfeffer<br />
Küchenkräuter<br />
Liebstöckel</p>
<p>Zum Verfeinern:<br />
Sauerrahm (oder Creme Fraiche)<br />
Bärlauch (oder Liebstöckel)</p>
<p>Gemüse und Äpfel waschen und in Stücke schneiden,<br />
Liebstöckel hinzu, sowie Kasselerfleisch würfeln.<br />
Alles kochen und mit Salz und Pfeffer abschmecken<br />
feingehackte Kräuter hinzufügen.</p>
<p>Verfeinern:<br />
Der Eintopf schmeckt besonders gut, wenn man noch beim servieren einen Teelöffel sauerrahm (oder Creme Fraiche) &#8211; und getrockneten Bärlauch nehmen, oder feingehackten Liebstöckel.<br />
<i>Grenzgängerin</i></p>
<h3>Herbstliches Obstkompott</h3>
<p>4 gut reife Birnen<br />
2 süße Äpfel<br />
1 Handvoll gewürfelten Kürbis (am besten eine süße, aromatische Sorte wie Hokkaido oder Butternuss)<br />
Braunen Zucker<br />
1 Zimtstange<br />
4 Gewürznelken<br />
1 Vanilleschote, aufgeschnitten<br />
1 fingerdickes Stück Ingwer</p>
<p>Birnen, Äfel, Kürbis schälen und würfelig schneiden. So viel Wasser dazugeben, dass alles knapp damit bedeckt ist. Wer mag, kann auch 1/4 Weißwein dazugeben, der Alkohol verkocht sich eh.<br />
Gewürze hinzugeben und kurz aufkochen lassen. Zucker erst am Schluss hinzufügen, da es immer drauf ankommt, wie süß das Obst selbst ist.<br />
Abkühlen lassen, erst dann Gewürze entfernen, sonst wird es bitter.<br />
Saft einer halben Zitronen dazu und eventuell mit einem 1/4l Sturm aufgießen, das gibt einen besonderen Herbsttouch.<br />
Zum Servieren gehackte, geröstete Haselnüsse drüber streuen.<br />
<i>Donauweibchen</i></p>
<h3>Hühner- Apfelsuppe</h3>
<p>Suppenhuhn<br />
Lauch<br />
Möhren<br />
Sellerie<br />
Äpfel<br />
Thymian, Rosmarin, Salbei, Oregano, Liebstöckel, Salz und Pfeffer</p>
<p>1. Suppenhuhn durchkochen lassen (bis Fleisch von Knochen sich ablöst).<br />
2. Huhn von Knochen trennen und kleingeschnitten ins Wasser zurück.<br />
3. Gemüse schnippeln und hinein, sowie die Äpfel (mit Schale) in groben Stücken geschnitten, ab ins kochende Nass!<br />
4. Gewürze und Kräuter hinzu (abschmecken)<br />
fertig und lecker&#8230;..</p>
<p>Die tierfreie Variante: einfach ohne Huhn!<br />
<i>Grenzgängerin</i></p>
<h3>Hefe-Apfelkuchen</h3>
<p>Teig:<br />
500 g Mehl (Weizenmehl)<br />
1 Würfel Hefe<br />
1/4 l lauwarme Milch<br />
50 g Zucker<br />
1 Prise Salz<br />
2 Eier<br />
50 g Butter</p>
<p>Belag:<br />
2 kg Äpfel<br />
150 g Zucker (bei Bedarf auch mehr)<br />
2 TL Zimt (gemahlen)</p>
<p>Eine wichtige Zutat für einen guten, lockeren Hefeteig gibt es nicht zu kaufen:<br />
reichlich Zeit!</p>
<p>Und so wird&#8217;s gemacht:<br />
Das Mehl in eine Schüssel geben und in die Mitte eine Mulde drücken. In diese Mulde wird der Hefe möglichst fein hineingebröckelt und mit 1 TL Zucker, etwas lauwarmer Milch und ein wenig Mehl vom Rand zum sog. Vorteig verrührt.<br />
An einem zugluftfreien Platz (sonst die Schüssel mit einem Tuch bedecken) etwa 15 Minuten gehen lassen.<br />
Warnung: manche &#8220;Experten&#8221; versuchen den Teig im warmen Backofen gehen zu lassen. Keine gute Idee, denn schon bei 50 Grad sterben die Hefezellen ab! Klappt höchstens in einem auf 40 Grad erwärmten und dann ausgeschalteten Backofen.</p>
<p>Erst wenn der Vorteig deutlich aufgegangen ist (das erkennt man an den Bläschen), die andere Teigzutaten hinzufügen. Aber Vorsicht &#8211; Fett und Eier niemals direkt in den Vorteig geben.<br />
Die Milch gießt man dafür dann direkt in den Vorteig. Dann die Zutaten von innen nach außen glatt verrühren. Der Teig muss glatt und homogen werden!</p>
<p>Jetzt ist Kraft gefragt: der Teig muss kräftig geknetet und geschlagen werden. Wer keine kräftige (!) Küchenmaschine mit Knethaken hat, macht das am Besten von Hand. Die Hände immer gut anfeuchten, dann haften sie nicht so stark am klebrigen Teig. Man kann auch einen stabilen Holzlöffel nehmen. Man knetet, indem man den Teig von Schüsselboden anhebt und bis zum Rand hochzieht und dann wieder zurückschlägt.<br />
Der Teig muss so lange geknetet und geschlagen werden, bis er Blasen wirft und sich vom Schüsselrand löst.<br />
Zweck der Übung: nur so kann der Teig genügend Sauerstoff aufnehmen, den die Hefezellen zur Vermehrung brauchen.</p>
<p>Nun ist Geduld gefragt, den der Teig muss lange gehen, so lange, bis er sein Volumen mehr als verdoppelt hat und er leicht nach Alkohol duftet. Das dauert bei Zimmertemperatur mehrere Stunde.<br />
Es ist keine schlechte Idee, den Teig, wenn man am Vormittag backen will, am Abend vorzubereiten. Die häufigste Ursache, weswegen ein Hefeteig nicht locker wird, ist eine zu knapp bemessene Gehzeit!</p>
<p>Der gut gegangene Teig wird nun zusammengeschlagen: Arbeitsfläche anfeuchten und den Teigklumpen richtig mit beiden (feuchten) Händen kräftig durchkneten.<br />
Dadurch entweicht der Alkohol und das CO<sub>2</sub>, die Stoffwechselprodukte der Hefe. Zugleich wird neuer Sauerstoff zugeführt.</p>
<p>Nun den Teig auf dem mit Backpapier belegten oder gut gefetteten Backblech gleichmäßig ausrollen &#8211; und wieder etwa eine halbe Stunde gehen lassen.</p>
<p>Inzwischen die Äpfel waschen, achteln, Kerngehäuse entfernen. Die Apfelschnitzel dachziegelartig auf dem Teig verteilen. Das Zimtpulver zum Zucker geben und gut vermengen. Etwa die Hälfte der Zimt-Zuckermischung auf dem Apfelbelag gleichmäßig verteilen.</p>
<p>Nun noch mal eine halbe Stunde gehen lassen.</p>
<p>Den Kuchen nun im auf 200 &#8211; 225 Grad vorgeheizten Ofen (Gas: Stufe 3-4) auf der Mittelschiene ca. 30 Minuten lang backen. Kontrollieren, ob der Teig schon gut gebräunt ist!</p>
<p>Sofort nach dem Backen mit dem Rest der Zucker-Zimt-Mischung bestreuen.</p>
<p>Der Kuchen kann warm serviert werden und sollte möglichst frisch gegessen werden!</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Giersch: geniesbares Gartenunkraut (Grenzgängerins gute Giersch-Gerichte)</title>
		<link>http://www.nornirsaett.de/girsch-geniesbares-gartenunkraut-grenzgangerins-gute-girsch-gerichte/</link>
		<comments>http://www.nornirsaett.de/girsch-geniesbares-gartenunkraut-grenzgangerins-gute-girsch-gerichte/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 21 Jun 2011 16:29:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Grenzgängerin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kulinarisches]]></category>
		<category><![CDATA[Giersch]]></category>
		<category><![CDATA[heilpflanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Kochrezepte]]></category>
		<category><![CDATA[kräuter]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Wenn Du Giersch im Garten hast &#8230; ziehe entweder um, oder esse ihn auf! <img src='http://www.nornirsaett.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /><br />
<a href="http://www.nornirsaett.de/wp-content/Giersch.jpg" rel="lightbox[4395]"><img src="http://www.nornirsaett.de/wp-content/Giersch.jpg" alt="Giersch" title="Giersch" width="300" height="250" class="aligncenter size-full wp-image-4400" /></a><br />
Von Heinz Erhardts &#8220;Theaterstück in G&#8221; &#8211; ob er wohl Pflanzenliebhaber war&#8230;?</p>
<blockquote><p>Gefürchtetes Gartengewächs gramvoll geduldet?</p>
<p>&#8220;Geh, Giersch!&#8221; geifert genervte/r Gartenfreund/in, &#8220;Gräßliches Gewächs gibt&#8217;s grad genug!&#8221;
</p></blockquote>
<p>Und dabei ist der Giersch doch sehr lecker&#8230;. <img src='http://www.nornirsaett.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>(*Anmerkung* Nervt schon im Garten, wenn er in Massen auftritt <img src='http://www.nornirsaett.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  .)</p>
<p>Hier ein paar Rezepte:</p>
<h3>Gierschlimonade:</h3>
<p><b>Zutaten:</b></p>
<ul>
<li>1 Kräuterstrauß aus:
<ul>
<li>10 Blättern vom Giersch,</li>
<li>1 Ranke vom Gundermann,</li>
<li>1 Stengel Pfefferminze</li>
</ul>
<li>1 Liter Apfelsaft;</li>
<li>1/2 Flasche Mineralwasser;</li>
<li>Saft einer Zitrone</li>
</ul>
<p><i>Zubereitung:</i><br />
Kräuterstrauß in den Saft hängen, kräftig drücken und kühl stellen. Nach mindestens drei Stunden den Strauß herausnehmen, Zitronensaft und Mineralwasser zugeben.</p>
<h3>Gierschspinat:</h3>
<p>Zutaten:</p>
<ul>
<li>Giersch,</li>
<li>Butter oder Öl,</li>
<li>Zwiebel,</li>
<li>Sahne</li>
</ul>
<p><i>Zubereitung:</i><br />
Den Giersch gut waschen und die Blätter in Salzwasser weich kochen. Dann das Gemüse herausnehmen, abtropfen lassen und fein schneiden. Die fein geschnittene Zwiebel in Fett anrösten. Den Giersch und etwas Salz dazugeben und alles dünsten. Nach und nach unter Rühren von dem Kochwasser etwas zugeben. Am Schluss noch nach Belieben mit Sahne abschmecken.</p>
<h3>Gierschsalat:</h3>
<ul>
<li>1 Salatschüssel voll Giersch,</li>
<li>2 Hand voll junge Löwenzahnblätter,</li>
<li>und ein paar junge Gänseblümchenblüten (ca. 10)</li>
<li>Spritzer Zitronensaft,</li>
<li>etwas Olivenöl,</li>
<li>Salz und Pfeffer,</li>
<li>1 Prise Zucker,</li>
</ul>
<p><i>Zubereitung:</i><br />
Salat gründlich waschen und schleudern.<br />
Aus Olivenöl, Gewürze und Zitronensaft eine Salatsauce mischen.<br />
Über den frischen Salat &#8211; fertig!</p>
<h3>Gierschmaultaschen:</h3>
<p>Zutaten:</p>
<ul>
<li>350 g Mehl</li>
<li>1 Prise Salz</li>
<li>3 Ei(er)</li>
<li>1 TL Öl</li>
<li>500 g Kräuter (Giersch)</li>
<li>500 g Käse (Emmentaler), gerieben</li>
<li>2 Ei(er), etwas Eiweiß zurückbehalten</li>
<li>1 Zwiebel(n), fein gehackt</li>
<li>etwas Knoblauch</li>
<li>200 g Quark (Magerquark)</li>
<li>Salz und Pfeffer</li>
<li>Muskat</li>
<li>Gemüsebrühe</li>
</ul>
<p><i>Zubereitung:</i><br />
Für den Nudelteig alle Zutaten zu einem glatten Teig verarbeiten. Teig kneten, bis er Blasen zeigt. Danach 30 Minuten ruhen lassen. Anschließend in 4 Teile teilen und messerrückendick ausrollen. In etwa 8 cm große Quadrate schneiden. Teigränder mit Eiweiß bestreichen und füllen.</p>
<p>Für die Füllung Giersch leicht dünsten und abtropfen. Alle Zutaten verrühren, auf die Teigstücke streichen und Ränder zusammendrücken. Maultaschen in siedende Gemüsebrühe legen und etwa 10 Min. garen (nicht sprudelnd kochen). Sobald sie an der Oberfläche schwimmen, sind sie fertig.</p>
<p>Maultaschen in Brühe mit gedünsteten Zwiebeln oder mit Kartoffel- und Rohkostsalaten servieren.</p>
<h3>Giersch(<i>Aegopodium podagraria</i>)</h3>
<p>(Schettele, Zaungiersch, Geißfuß, Dreiblatt, Ziegenkraut, Ziegenfuß, Erdholler, Zipperleinskraut, Podagrakraut)</p>
<p>Der Name Podagrakraut oder Zipperleinskraut weist darauf hin, dass Giersch ein traditionelles Mittel gegen Gicht ist. Über Jahrhunderte galt Giersch bei Patienten, die unter Gicht oder Rheuma litten, als probates Heilmittel. Es werden die Blätter verwendet.<br />
<b>Heilwirkung:</b></p>
<ul>
<li>abführend,</li>
<li>antirheumatisch,</li>
<li>beruhigend,</li>
<li>entwässernd,</li>
<li>entzündungshemmend,</li>
<li>harnsäurelösend,</li>
<li>harntreibend,</li>
<li>verdauungsanregend,</li>
</ul>
<p><b>Inhaltsstoffe:</b><br />
ätherisches Öl, Chlorogensäure, Cumarine, Flavonolglykoside, Harz, Hyperosid, Isoquercitrin, Kaffeesäure, Kalium, Phenolcarbonsäuren, Polyine, Ascorbinsäure (Vitamin C)</p>
<p>Sammelzeit: April bis Juli</p>
<p><b>Vorsicht beim Pflücken!</b><br />
Der Giersch hat einige sehr giftige Doppelgänger, die ebenfalls Doldenblütler sind, wie beispielsweise der Schierling oder der Riesen-Bärenklau. Daher sollten Wildpflanzensammler darauf achten, dass der Blattstiel im Querschnitt dreieckig ist, da es keinen giftigen Doppelgänger mit dreieckigem Blattstiel gibt. Am besten ist es dennoch, sich den Giersch von einem Pflanzenkundigen zeigen zu lassen.</p>
<p>Es wurde schon seit der Steinzeit verspeist! (z.B.: wurden auch Spuren von Giersch in einem Mageninhalt eines Salzbergmannes in Hallstadt analysiert).<br />
Giersch kann als Salat oder Gemüse zubereitet werden, ist sehr wohlschmeckend und erinnert in Geruch und Geschmack an Spinat und ein wenig an Petersilie. Im Mittelalter und noch vor gar nicht allzu langer Zeit wurde Giersch sowohl als Gemüse wie auch als Heilpflanze eigens angebaut. Mittelalterliche Quellen belegen, dass er in Kloster- und Bauerngärten eine „natürliche“ Nutzpflanze war. Da Giersch im Gegensatz zu vielen anderen Gemüsearten über eine lange Zeit im Jahr zur Verfügung steht und nur geringe Ansprüche an Boden, Wasser und Lichtversorgung stellt, sicherte er z. B. während der Weltkriege vielen Menschen die Vitaminzufuhr.</p>
<p>Als Salat eignen sich &#8211; wie bei anderen Wildpflanzen auch &#8211; vor allem die ganz jungen, kaum entfalteten Blätter. Die rohen Blätter können auch in Aufstriche und Suppen gegeben werden. Wenn die Pflanze schon älter ist, sind die Blätter für einen schmackhaften Salat zu grob. Sie eignen sich dann aber nach wie vor zum Kochen &#8211; etwa für Aufläufe. Die Blätter werden dann vergleichbar dem Blattspinat gekocht bzw. gedünstet. Die Gierschstiele aber können bitter schmecken und werden im Zweifel besser vor dem Kochen entfernt.</p>
<p>Meerschweinchen und Kaninchen fressen den Giersch sehr gerne, so dass er auch als Kleintierfutter dienen kann.</p>
<p>&#8230; und noch ein Rezept (von Brigh):</p>
<h3>Gierschsirup</h3>
<ul>
<li>2 Handvoll Giersch</li>
<li>1 Handvoll Gundermann</li>
<li>ev. auch diverse Minzsorten (die koche ich aber meistens extra zu Sirup oder Likör ein)</li>
<li>3 unbehandelte geschnittene Zitronen</li>
<li>2 daumenlange und daumendicke Ingwerstück</li>
<li>brauner Zucker</li>
<li>1 Packet Einsiedehilfe, <i>das ist für die bombensichere Haltbarkeit, auch über Jahre</i>.</li>
</ul>
<p>Kräuter, Ingwer, Zitronen und Zucker mit Wasser aufkochen, über Nacht stehen lassen. Abseihen und Einsiedehilfe dazu.</p>
<div style="display:block"><small><em>posted in <a href="http://www.nornirsaett.de/category/asatru-themen/rezepte-kulinarisches/">Kulinarisches</a> by Grenzgängerin <a href="http://www.nornirsaett.de/girsch-geniesbares-gartenunkraut-grenzgangerins-gute-girsch-gerichte/#comments">Leave A Comment</a><br />&copy;2012 <a href="http://www.nornirsaett.de">Asatru zum selber Denken - die Nornirs Ætt</a>. All Rights Reserved.</em></small></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn Du Giersch im Garten hast &#8230; ziehe entweder um, oder esse ihn auf! <img src='http://www.nornirsaett.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /><br />
<a href="http://www.nornirsaett.de/wp-content/Giersch.jpg" rel="lightbox[4395]"><img src="http://www.nornirsaett.de/wp-content/Giersch.jpg" alt="Giersch" title="Giersch" width="300" height="250" class="aligncenter size-full wp-image-4400" /></a><br />
Von Heinz Erhardts &#8220;Theaterstück in G&#8221; &#8211; ob er wohl Pflanzenliebhaber war&#8230;?</p>
<blockquote><p>Gefürchtetes Gartengewächs gramvoll geduldet?</p>
<p>&#8220;Geh, Giersch!&#8221; geifert genervte/r Gartenfreund/in, &#8220;Gräßliches Gewächs gibt&#8217;s grad genug!&#8221;
</p></blockquote>
<p>Und dabei ist der Giersch doch sehr lecker&#8230;. <img src='http://www.nornirsaett.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>(*Anmerkung* Nervt schon im Garten, wenn er in Massen auftritt <img src='http://www.nornirsaett.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  .)</p>
<p>Hier ein paar Rezepte:</p>
<h3>Gierschlimonade:</h3>
<p><b>Zutaten:</b></p>
<ul>
<li>1 Kräuterstrauß aus:
<ul>
<li>10 Blättern vom Giersch,</li>
<li>1 Ranke vom Gundermann,</li>
<li>1 Stengel Pfefferminze</li>
</ul>
<li>1 Liter Apfelsaft;</li>
<li>1/2 Flasche Mineralwasser;</li>
<li>Saft einer Zitrone</li>
</ul>
<p><i>Zubereitung:</i><br />
Kräuterstrauß in den Saft hängen, kräftig drücken und kühl stellen. Nach mindestens drei Stunden den Strauß herausnehmen, Zitronensaft und Mineralwasser zugeben.</p>
<h3>Gierschspinat:</h3>
<p>Zutaten:</p>
<ul>
<li>Giersch,</li>
<li>Butter oder Öl,</li>
<li>Zwiebel,</li>
<li>Sahne</li>
</ul>
<p><i>Zubereitung:</i><br />
Den Giersch gut waschen und die Blätter in Salzwasser weich kochen. Dann das Gemüse herausnehmen, abtropfen lassen und fein schneiden. Die fein geschnittene Zwiebel in Fett anrösten. Den Giersch und etwas Salz dazugeben und alles dünsten. Nach und nach unter Rühren von dem Kochwasser etwas zugeben. Am Schluss noch nach Belieben mit Sahne abschmecken.</p>
<h3>Gierschsalat:</h3>
<ul>
<li>1 Salatschüssel voll Giersch,</li>
<li>2 Hand voll junge Löwenzahnblätter,</li>
<li>und ein paar junge Gänseblümchenblüten (ca. 10)</li>
<li>Spritzer Zitronensaft,</li>
<li>etwas Olivenöl,</li>
<li>Salz und Pfeffer,</li>
<li>1 Prise Zucker,</li>
</ul>
<p><i>Zubereitung:</i><br />
Salat gründlich waschen und schleudern.<br />
Aus Olivenöl, Gewürze und Zitronensaft eine Salatsauce mischen.<br />
Über den frischen Salat &#8211; fertig!</p>
<h3>Gierschmaultaschen:</h3>
<p>Zutaten:</p>
<ul>
<li>350 g Mehl</li>
<li>1 Prise Salz</li>
<li>3 Ei(er)</li>
<li>1 TL Öl</li>
<li>500 g Kräuter (Giersch)</li>
<li>500 g Käse (Emmentaler), gerieben</li>
<li>2 Ei(er), etwas Eiweiß zurückbehalten</li>
<li>1 Zwiebel(n), fein gehackt</li>
<li>etwas Knoblauch</li>
<li>200 g Quark (Magerquark)</li>
<li>Salz und Pfeffer</li>
<li>Muskat</li>
<li>Gemüsebrühe</li>
</ul>
<p><i>Zubereitung:</i><br />
Für den Nudelteig alle Zutaten zu einem glatten Teig verarbeiten. Teig kneten, bis er Blasen zeigt. Danach 30 Minuten ruhen lassen. Anschließend in 4 Teile teilen und messerrückendick ausrollen. In etwa 8 cm große Quadrate schneiden. Teigränder mit Eiweiß bestreichen und füllen.</p>
<p>Für die Füllung Giersch leicht dünsten und abtropfen. Alle Zutaten verrühren, auf die Teigstücke streichen und Ränder zusammendrücken. Maultaschen in siedende Gemüsebrühe legen und etwa 10 Min. garen (nicht sprudelnd kochen). Sobald sie an der Oberfläche schwimmen, sind sie fertig.</p>
<p>Maultaschen in Brühe mit gedünsteten Zwiebeln oder mit Kartoffel- und Rohkostsalaten servieren.</p>
<h3>Giersch(<i>Aegopodium podagraria</i>)</h3>
<p>(Schettele, Zaungiersch, Geißfuß, Dreiblatt, Ziegenkraut, Ziegenfuß, Erdholler, Zipperleinskraut, Podagrakraut)</p>
<p>Der Name Podagrakraut oder Zipperleinskraut weist darauf hin, dass Giersch ein traditionelles Mittel gegen Gicht ist. Über Jahrhunderte galt Giersch bei Patienten, die unter Gicht oder Rheuma litten, als probates Heilmittel. Es werden die Blätter verwendet.<br />
<b>Heilwirkung:</b></p>
<ul>
<li>abführend,</li>
<li>antirheumatisch,</li>
<li>beruhigend,</li>
<li>entwässernd,</li>
<li>entzündungshemmend,</li>
<li>harnsäurelösend,</li>
<li>harntreibend,</li>
<li>verdauungsanregend,</li>
</ul>
<p><b>Inhaltsstoffe:</b><br />
ätherisches Öl, Chlorogensäure, Cumarine, Flavonolglykoside, Harz, Hyperosid, Isoquercitrin, Kaffeesäure, Kalium, Phenolcarbonsäuren, Polyine, Ascorbinsäure (Vitamin C)</p>
<p>Sammelzeit: April bis Juli</p>
<p><b>Vorsicht beim Pflücken!</b><br />
Der Giersch hat einige sehr giftige Doppelgänger, die ebenfalls Doldenblütler sind, wie beispielsweise der Schierling oder der Riesen-Bärenklau. Daher sollten Wildpflanzensammler darauf achten, dass der Blattstiel im Querschnitt dreieckig ist, da es keinen giftigen Doppelgänger mit dreieckigem Blattstiel gibt. Am besten ist es dennoch, sich den Giersch von einem Pflanzenkundigen zeigen zu lassen.</p>
<p>Es wurde schon seit der Steinzeit verspeist! (z.B.: wurden auch Spuren von Giersch in einem Mageninhalt eines Salzbergmannes in Hallstadt analysiert).<br />
Giersch kann als Salat oder Gemüse zubereitet werden, ist sehr wohlschmeckend und erinnert in Geruch und Geschmack an Spinat und ein wenig an Petersilie. Im Mittelalter und noch vor gar nicht allzu langer Zeit wurde Giersch sowohl als Gemüse wie auch als Heilpflanze eigens angebaut. Mittelalterliche Quellen belegen, dass er in Kloster- und Bauerngärten eine „natürliche“ Nutzpflanze war. Da Giersch im Gegensatz zu vielen anderen Gemüsearten über eine lange Zeit im Jahr zur Verfügung steht und nur geringe Ansprüche an Boden, Wasser und Lichtversorgung stellt, sicherte er z. B. während der Weltkriege vielen Menschen die Vitaminzufuhr.</p>
<p>Als Salat eignen sich &#8211; wie bei anderen Wildpflanzen auch &#8211; vor allem die ganz jungen, kaum entfalteten Blätter. Die rohen Blätter können auch in Aufstriche und Suppen gegeben werden. Wenn die Pflanze schon älter ist, sind die Blätter für einen schmackhaften Salat zu grob. Sie eignen sich dann aber nach wie vor zum Kochen &#8211; etwa für Aufläufe. Die Blätter werden dann vergleichbar dem Blattspinat gekocht bzw. gedünstet. Die Gierschstiele aber können bitter schmecken und werden im Zweifel besser vor dem Kochen entfernt.</p>
<p>Meerschweinchen und Kaninchen fressen den Giersch sehr gerne, so dass er auch als Kleintierfutter dienen kann.</p>
<p>&#8230; und noch ein Rezept (von Brigh):</p>
<h3>Gierschsirup</h3>
<ul>
<li>2 Handvoll Giersch</li>
<li>1 Handvoll Gundermann</li>
<li>ev. auch diverse Minzsorten (die koche ich aber meistens extra zu Sirup oder Likör ein)</li>
<li>3 unbehandelte geschnittene Zitronen</li>
<li>2 daumenlange und daumendicke Ingwerstück</li>
<li>brauner Zucker</li>
<li>1 Packet Einsiedehilfe, <i>das ist für die bombensichere Haltbarkeit, auch über Jahre</i>.</li>
</ul>
<p>Kräuter, Ingwer, Zitronen und Zucker mit Wasser aufkochen, über Nacht stehen lassen. Abseihen und Einsiedehilfe dazu.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Heißer Punsch für kalte Tage</title>
		<link>http://www.nornirsaett.de/heiser-punsch-fur-kalte-tage/</link>
		<comments>http://www.nornirsaett.de/heiser-punsch-fur-kalte-tage/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 16 Dec 2010 09:33:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MartinM</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kulinarisches]]></category>
		<category><![CDATA[Glühwein]]></category>
		<category><![CDATA[Grog]]></category>
		<category><![CDATA[Jagatee]]></category>
		<category><![CDATA[Kochrezepte]]></category>
		<category><![CDATA[Punsch]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Winterzeit ist die Zeit für heiße Getränke. Punsch zum Beispiel. Wobei der &#8220;Ur-Punsch&#8221; aus Indien kommt, einem Land, das man nicht gerade mit kühler Witterung in Verbindung bringt. Die traditionellen Zutaten sind Arrak, Zucker, Zitronen, Tee oder Gewürze und Wasser.<br />
Englische Seefahrer der britischen Ostindien-Kompanie lernten das Getränk in Indien unter der hindustanischen Bezeichnung &#8220;pantsch&#8221; (fünf), nach der Anzahl der Zutaten, kennen und nannten es „Punch“. Sie brachten das Getränk im 17. Jahrhundert mit nach Europa. Heiße, alkoholische Mischgetränke, wie Glühwein oder den schwedischen Glögg gab es hier aber schon vorher.<br />
Es gibt es eine große Zahl &#8220;Punsche&#8221;, sogar solche ohne Alkohol.</p>
<p>Wichtig: Das Getränk immer nur erhitzen, es darf nicht kochen, damit das Aroma und der Alkohol erhalten bleiben!</p>
<p><a href="http://www.ipernity.com/doc/mmssenf/6891312"><img src="http://u1.ipernity.com/13/13/12/6891312.da3d035b.500.jpg" width="500" height="375" alt="Weihnachtsmarkt Bergedorf" border="0"/></a><br />
<i>Foto: MartinM</i> &#8211; <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/" target="_blank">CC Attribution-NonCommercial-ShareAlike 3.0 Unported</a></p>
<h3>Indischer Punsch</h3>
<p>1 l Schwarzer Tee<br />
6 EL Zucker (Kandiszucker, braun)<br />
2 Zitronen (unbehandelt), Schale<br />
375 ml Rotwein<br />
750 ml Arrak<br />
etwas geriebene Muskatnuss</p>
<p>Zitronen über dem Zucker abreiben.<br />
Tee zubereiten, den Zucker dazu geben. Nach Belieben den Tee weiter versüßen. Den Rotwein, Arrak und etwas geriebene Muskatnuss hinzugeben. Alles erhitzen und heiß servieren. Für alle Fälle heißes Wasser zum Verdünnen bereitstellen.</p>
<h3>Winterpunsch</h3>
<p>Wärmt, hilft gegen Winterblues und hat wenig Alkohol. Menge:1 Liter</p>
<p>4 Beutel oder 9 g Kräuterteemischung (&#8220;Wintertee&#8221;, &#8220;15 Kräuter&#8221; oder ähnliches)<br />
1/2 l Wasser<br />
1/2 l herber Cidre oder Apfelwein<br />
Zitronen- und Orangenscheiben (je ein Zitrone und Orange, unbehandelt, in Scheiben geschnitten)<br />
2 Stangen Zimt<br />
einige Nelken</p>
<p><i>Zubereitung</i><br />
In einem großen Topf das Wasser zum Kochen bringen, in das sprudelnd kochende Wasser den Tee und die Gewürze geben. Bedecken und ca. 20 Minuten kochen.<br />
Cidre, Zitronen- und Orangescheiben hinzugeben, noch 10 Minute bei schwacher Hitze ziehen lassen (auf keinen Fall kochen). Heiß servieren!</p>
<h3>Teepunsch</h3>
<p>250 ml Tee, kräftiger schwarzer<br />
125 ml Orangensaft<br />
2 EL Zucker (Kandiszucker, &#8220;Kluntjes&#8221;), am besten braunen<br />
eine Zimtstangem ganz<br />
2 Nelke<br />
4 cl  Geele Kööm (gelber Köm)<br />
(Menge variabel, je nach Geschmack) </p>
<p>Den Orangensaft zusammen mit dem Zucker und den Gewürzen erhitzen (nicht kochen lassen!). Den heißen Tee dazugießen, umrühren, bis sich der Zucker gut aufgelöst hat. Abseihen und zum Schluss den Schnaps zufügen.</p>
<p>Variante:<br />
Statt Kööm brauner Rum.</p>
<h3>Silvesterpunsch</h3>
<p>6 Würfel Zucker<br />
1 Zitrone<br />
2 Orangen<br />
2 Flasche Rotwein (0,75 l)<br />
100 g	Zucker<br />
1 Stange Zimt<br />
3 Gewürznelken<br />
1 Liter Schwarzer Tee<br />
250 ml Rum oder Arrak</p>
<p><i>Zubereitung:</i><br />
Zitrone und Orangen auspressen, den Saft zusammen mit dem Würfelzucker in einen Kochtopf geben. Rotwein, Zucker und Gewürze dazugeben, alles langsam erhitzen. Bis zum Siedepunkt bringen, aber nicht kochen lassen!<br />
Gewürze herausnehmen. Rum bzw. Arrak dazugeben, den heißen Tee dazugießen.</p>
<h3>Apfel-Gewürz-Punsch</h3>
<p>(alkoholfrei!)<br />
4 &#8211; 6 Gläser</p>
<p>Schale von einer Orange (unbehandelt, in Streifen)<br />
3 Zimtstangen, in kleinere Stücke geschnitten<br />
10 ganze Nelken<br />
1 l Apfelsaft<br />
6 Zimtstangen</p>
<p><i>Zubereitung</i><br />
Gewürze in ein Säckchen binden oder in einen Teefilter geben. Apfelsaft mit den Gewürzen 20 Minuten köcheln lassen. Gewürzbeutel entfernen und Getränk in Teegläser füllen, mit jeweils einer Zimtstange garnieren.</p>
<h3>Kinderpunsch</h3>
<p>(selbstverständlich alkoholfrei!)</p>
<p>½ Liter Früchtetee, am besten Waldbeere<br />
¼ Liter Apfelsaft<br />
8 Nelken<br />
1 Stange Zimt<br />
1 Zitrone, davon den Saft<br />
½ Orange (unbehandelt), Saft und Schale<br />
Zucker, braun</p>
<p><i>Zubereitung</i><br />
Den Früchtetee aufbrühen und ca. 8 Minuten ziehen lassen. Den Apfelsaft, die Nelken und die Zimtstange (am bestem in einem Teefilter-Beutel), den Zitronensaft und Orangensaft sowie die zerkleinerte Orangenschale dazugeben und erwärmen, aber nicht kochen lassen.<br />
Ca. 10 Minuten ziehen lassen. Dann die Gewürze herausnehmen und heiß servieren.</p>
<p><a href="http://www.ipernity.com/doc/snowy/6881407"><img src="http://u1.ipernity.com/13/14/07/6881407.1b266052.500.jpg" width="334" height="500" alt="...Glühwein..." border="0"/></a><br />
<i>Glühwein. Foto: snowy.</i> <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc/3.0/" target="_blank">CC Attribution-NonCommercial 3.0 Unported</a> </p>
<h3>Glühwein</h3>
<p>Zutaten für eine Flasche (750 ml) Wein. Es reicht ein sauberer Tafelwein, aber er sollte auch pur gut trinkbar sein, auf keinen Fall &#8220;Pennerbomben&#8221; oder ähnliches verwenden. Ob man roten oder weißen Wein nimmt, ist Geschmackssache, meistens wird Rotwein bevorzugt. Die Geschmacksrichtung sollte eher &#8220;lieblich&#8221; oder &#8220;edelherb&#8221; als &#8220;trocken&#8221; sein. Der &#8220;klassische&#8221; Glühwein wird mit schweren Südweinen hergestellt.</p>
<p>1 Orange (unbehandelt, da auch die Schale verwendet wird)<br />
1 Zitrone (unbehandelt)<br />
4 TL Honig<br />
1 Zimtstange<br />
3 Gewürznelken<br />
2 Kapsel Kardamom</p>
<p><i>Zubereitung:</i><br />
Orange und Zitrone heiß abwaschen, schälen und würfeln. Den Wein, Orange und Zitrone erwärmen.<br />
Dann Honig, Zimtstange, Gewürznelken und Kardamon hinzufügen.<br />
Orangen &#8211; und Zitronenschalen hinzugeben (nicht zu kein schneiden, denn sie sollen nicht mitserviert werden.) Gut eine Stunde ziehen lassen, dann kurz erwärmen.<br />
Die Gewürze vor dem Servieren abseihen oder ein Teesieb verwenden.</p>
<p><i>Varianten:</i><br />
<b>Apfelglühwein:</b><br />
Wie Glühwein, nur statt Wein Apfelwein.</p>
<p><b>Holunderglühwein</b><br />
alkoholfrei<br />
(In Norddeutschland: &#8220;Fliederbeergrog&#8221;)<br />
Wie Glühwein, nur statt Wein Fliederbeersaft / Holundersaft. Er ist ein bewährtes Hausmittel bei Erkältungen!</p>
<p><b>Grog</b><br />
&#8220;Grog&#8221; bedeutet ursprünglich und eigentlich &#8220;Rum, mit Wasser verdünnt&#8221;.</p>
<p>Der Name geht auf den Admiral Edward Vernon zurück, der 1740 auf den ihm unterstellten Schiffen die Regel einführte, dass die Rumration nur noch im Verhältnis 1 : 2 mit Wasser verdünnt ausgegeben werden sollte.<br />
Dazu gab es einen Spritzer Zitronen- oder Limettensaft &#8211; nicht, wie man oft liest, zur Skorbutverhinderung, sondern um den Geschmack des abgestandenen bis fauligen Trinkwassers zu überdecken.<br />
Wegen seines alten Bootsmantels aus Grogham (einer Art Lodenstoff) hatte Vernon den Spitznamen &#8220;Old Grogham&#8221; oder kurz &#8220;Old Grog&#8221;, der auf das Getränk überging.<br />
Es fiel dann irgend wann einmal auf, dass Admiral Edward Vernons Seeleute sehr viel weniger unter Skorbut litten, als andere. 1747 konnte der Schiffsarzt James Lind beweisen, dass sich Skorbut mit der Gabe von Zitronen- oder Limettensaft behandeln und verhindern ließ. Zitrusfrüchte deshalb, weil die sich an Bord länger hielten und leichter zu Saft verarbeiten ließen als anderes Obst.</p>
<p><a href="http://www.ipernity.com/doc/mmssenf/7117329"><img src="http://u1.ipernity.com/14/73/29/7117329.137c213f.500.jpg" width="375" height="500" alt="Eisfahrt03" border="0"/></a><br />
<i>&#8220;Grogwetter&#8221; an der Altonaer Fischmarkthalle Foto: MartinM &#8211; </i><a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/" target="_blank">CC Attribution-NonCommercial-ShareAlike 3.0 Unported</a></p>
<h3>Grog, traditionell:</h3>
<p>7 cl brauner Rum<br />
1 TL Zucker (am besten brauner Zucker)<br />
kochendheißes Wasser (ca. 14 cl)</p>
<p>Rum in ein sprungsicheres Grogglas geben, Zucker dazugeben und mit heißem Wasser aufgießen. Man kann den Rum auch vorwärmen.</p>
<p>Faustregel:<br />
<blockquote>Rum mut,<br />
Zucker kann,<br />
Water bruuk nich!</p></blockquote>
<p>Die 0,07 l bzw. 7 cl bzw. 70 ml Rum entsprechen 1/8 (englischem) Pint , bis 1970 (!) der täglichen Rumration in der Royal Navy.</p>
<h3>Grog, original Navy-Art:</h3>
<p>7 cl Rum<br />
14 cl (heißes) Wasser<br />
1 TL brauner Zucker (nach Geschmack!)<br />
2 TL Zitronensaft</p>
<p>Seetüchtiger ist es, statt Grogglas alles in eine bruchsicherere und kippstabilere Muck (engl. mug, öster. Häferl &#8211; so&#8217;n Becher mit Henkel eben) geben. <i>(&#8220;Bruchsicher&#8221; heißt übrigens auf keinen Fall &#8220;aus Plastik&#8221;!)</i></p>
<p>Variante:<br />
Statt braunem Zucker Honig.</p>
<p>Navy-Rum hat 47,75 % Alkohol, also Dosierung der jeweiligen Rumstärke anpassen! 1 : 2 ist ziemlich &#8220;nördlich&#8221;, aber unter 1 : 3 sollte man nicht gehen. Grog muss Prozente haben!</p>
<h3>Eiergrog</h3>
<p>1 Eigelb<br />
1 EL Zucker<br />
4 cl Weinbrand (Arrak)<br />
4 cl Rum, brauner<br />
heißes Wasser</p>
<p><i>Zubereitung:</i><br />
Das Eigelb wird mit dem Zucker in einem vorgewärmten Grogglas gut schaumig gerührt. Rum und Arrak hinzufügen und mit heißem Wasser auffüllen. </p>
<h3>Glögg</h3>
<p>Für dieses im Norden Europas beliebte und ziemlich &#8220;nördliche&#8221; Heißgetränk gibt es zahlreiche Variationen. Diese habe ich in Schweden kennengelernt.<br />
(Für 6 Gläser)</p>
<p>1/3 l Rotwein<br />
1/3 l roter Portwein<br />
200 ml Wodka<br />
6 grüne Kardamomkapseln<br />
4 Nelken<br />
4 Spiralen Orangenschale (frisch, unbehandelt)<br />
2 Zimtstangen<br />
Mandelblättchen und Rosinen zum Garnieren</p>
<p><i>Zubereitung:</i><br />
Rotwein, Portwein und Wodka mit den Gewürzen in einem Topf sanft erhitzen und 20 Minuten ziehen (nicht kochen!) lassen. In Teegläsern servieren mit Mandelblättchen und Rosinen garnieren.</p>
<h3>Jagatee (österreichische Kräuterhexen-Variante)</h3>
<p>Das entscheidende an diesem sehr kraftvollen Getränk ist die spezielle Gewürzmischung:</p>
<p><b>Kräutermischung:</b><br />
Brombeerblätter<br />
Himbeerblätter<br />
Erdbeerblätter</p>
<p><b>Gewürzmischung</b><br />
Hagebutte<br />
Orangenschale<br />
Gewürznelken</p>
<p><b>Wurzelmischung</b><br />
Kalmus<br />
Hauhechel<br />
Enzian</p>
<p>Diese Zutaten werde gemörsert und zu<br />
jeweils gleichen Teilen gemischt. </p>
<p>Zutaten:<br />
1 Prise Schlüsselblume<br />
1 TL Kräutermischung<br />
1 TL Wurzelmischung<br />
1 EL Gewürzmischung<br />
einige Stück Sternanis<br />
3/4 l heißes Wasser<br />
1/8 l Obstler<br />
1/8 l Inländer-Rum (80%)<br />
ein Schuss trockener Rotwein<br />
etwas Orangensaft<br />
Saft einer Zitrone<br />
brauner Zucker nach Geschmack</p>
<p>Schlüsselblume, Gebirgskräuter und Wurzelmischung, Sternanis und Gewürzmischung mit einem drei viertel Liter Wasser zwei bis drei Minuten aufkochen.<br />
Dann abseihen, nach Geschmack süßen, Obstler und Inländer-Rum beifügen. Zur Abrundung ein Schuss trockener Rotwein, etwas Orangensaft und Zitronensaft.<br />
Der Jagatee wird heiß serviert.</p>
<p>Wie für alle Jagatee-Varianten gilt:<br />
Nur nach dem Wintersport, nie vorher!</p>
<div style="display:block"><small><em>posted in <a href="http://www.nornirsaett.de/category/asatru-themen/rezepte-kulinarisches/">Kulinarisches</a> by MartinM <a href="http://www.nornirsaett.de/heiser-punsch-fur-kalte-tage/#comments">Leave A Comment</a><br />&copy;2012 <a href="http://www.nornirsaett.de">Asatru zum selber Denken - die Nornirs Ætt</a>. All Rights Reserved.</em></small></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Winterzeit ist die Zeit für heiße Getränke. Punsch zum Beispiel. Wobei der &#8220;Ur-Punsch&#8221; aus Indien kommt, einem Land, das man nicht gerade mit kühler Witterung in Verbindung bringt. Die traditionellen Zutaten sind Arrak, Zucker, Zitronen, Tee oder Gewürze und Wasser.<br />
Englische Seefahrer der britischen Ostindien-Kompanie lernten das Getränk in Indien unter der hindustanischen Bezeichnung &#8220;pantsch&#8221; (fünf), nach der Anzahl der Zutaten, kennen und nannten es „Punch“. Sie brachten das Getränk im 17. Jahrhundert mit nach Europa. Heiße, alkoholische Mischgetränke, wie Glühwein oder den schwedischen Glögg gab es hier aber schon vorher.<br />
Es gibt es eine große Zahl &#8220;Punsche&#8221;, sogar solche ohne Alkohol.</p>
<p>Wichtig: Das Getränk immer nur erhitzen, es darf nicht kochen, damit das Aroma und der Alkohol erhalten bleiben!</p>
<p><a href="http://www.ipernity.com/doc/mmssenf/6891312"><img src="http://u1.ipernity.com/13/13/12/6891312.da3d035b.500.jpg" width="500" height="375" alt="Weihnachtsmarkt Bergedorf" border="0"/></a><br />
<i>Foto: MartinM</i> &#8211; <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/" target="_blank">CC Attribution-NonCommercial-ShareAlike 3.0 Unported</a></p>
<h3>Indischer Punsch</h3>
<p>1 l Schwarzer Tee<br />
6 EL Zucker (Kandiszucker, braun)<br />
2 Zitronen (unbehandelt), Schale<br />
375 ml Rotwein<br />
750 ml Arrak<br />
etwas geriebene Muskatnuss</p>
<p>Zitronen über dem Zucker abreiben.<br />
Tee zubereiten, den Zucker dazu geben. Nach Belieben den Tee weiter versüßen. Den Rotwein, Arrak und etwas geriebene Muskatnuss hinzugeben. Alles erhitzen und heiß servieren. Für alle Fälle heißes Wasser zum Verdünnen bereitstellen.</p>
<h3>Winterpunsch</h3>
<p>Wärmt, hilft gegen Winterblues und hat wenig Alkohol. Menge:1 Liter</p>
<p>4 Beutel oder 9 g Kräuterteemischung (&#8220;Wintertee&#8221;, &#8220;15 Kräuter&#8221; oder ähnliches)<br />
1/2 l Wasser<br />
1/2 l herber Cidre oder Apfelwein<br />
Zitronen- und Orangenscheiben (je ein Zitrone und Orange, unbehandelt, in Scheiben geschnitten)<br />
2 Stangen Zimt<br />
einige Nelken</p>
<p><i>Zubereitung</i><br />
In einem großen Topf das Wasser zum Kochen bringen, in das sprudelnd kochende Wasser den Tee und die Gewürze geben. Bedecken und ca. 20 Minuten kochen.<br />
Cidre, Zitronen- und Orangescheiben hinzugeben, noch 10 Minute bei schwacher Hitze ziehen lassen (auf keinen Fall kochen). Heiß servieren!</p>
<h3>Teepunsch</h3>
<p>250 ml Tee, kräftiger schwarzer<br />
125 ml Orangensaft<br />
2 EL Zucker (Kandiszucker, &#8220;Kluntjes&#8221;), am besten braunen<br />
eine Zimtstangem ganz<br />
2 Nelke<br />
4 cl  Geele Kööm (gelber Köm)<br />
(Menge variabel, je nach Geschmack) </p>
<p>Den Orangensaft zusammen mit dem Zucker und den Gewürzen erhitzen (nicht kochen lassen!). Den heißen Tee dazugießen, umrühren, bis sich der Zucker gut aufgelöst hat. Abseihen und zum Schluss den Schnaps zufügen.</p>
<p>Variante:<br />
Statt Kööm brauner Rum.</p>
<h3>Silvesterpunsch</h3>
<p>6 Würfel Zucker<br />
1 Zitrone<br />
2 Orangen<br />
2 Flasche Rotwein (0,75 l)<br />
100 g	Zucker<br />
1 Stange Zimt<br />
3 Gewürznelken<br />
1 Liter Schwarzer Tee<br />
250 ml Rum oder Arrak</p>
<p><i>Zubereitung:</i><br />
Zitrone und Orangen auspressen, den Saft zusammen mit dem Würfelzucker in einen Kochtopf geben. Rotwein, Zucker und Gewürze dazugeben, alles langsam erhitzen. Bis zum Siedepunkt bringen, aber nicht kochen lassen!<br />
Gewürze herausnehmen. Rum bzw. Arrak dazugeben, den heißen Tee dazugießen.</p>
<h3>Apfel-Gewürz-Punsch</h3>
<p>(alkoholfrei!)<br />
4 &#8211; 6 Gläser</p>
<p>Schale von einer Orange (unbehandelt, in Streifen)<br />
3 Zimtstangen, in kleinere Stücke geschnitten<br />
10 ganze Nelken<br />
1 l Apfelsaft<br />
6 Zimtstangen</p>
<p><i>Zubereitung</i><br />
Gewürze in ein Säckchen binden oder in einen Teefilter geben. Apfelsaft mit den Gewürzen 20 Minuten köcheln lassen. Gewürzbeutel entfernen und Getränk in Teegläser füllen, mit jeweils einer Zimtstange garnieren.</p>
<h3>Kinderpunsch</h3>
<p>(selbstverständlich alkoholfrei!)</p>
<p>½ Liter Früchtetee, am besten Waldbeere<br />
¼ Liter Apfelsaft<br />
8 Nelken<br />
1 Stange Zimt<br />
1 Zitrone, davon den Saft<br />
½ Orange (unbehandelt), Saft und Schale<br />
Zucker, braun</p>
<p><i>Zubereitung</i><br />
Den Früchtetee aufbrühen und ca. 8 Minuten ziehen lassen. Den Apfelsaft, die Nelken und die Zimtstange (am bestem in einem Teefilter-Beutel), den Zitronensaft und Orangensaft sowie die zerkleinerte Orangenschale dazugeben und erwärmen, aber nicht kochen lassen.<br />
Ca. 10 Minuten ziehen lassen. Dann die Gewürze herausnehmen und heiß servieren.</p>
<p><a href="http://www.ipernity.com/doc/snowy/6881407"><img src="http://u1.ipernity.com/13/14/07/6881407.1b266052.500.jpg" width="334" height="500" alt="...Glühwein..." border="0"/></a><br />
<i>Glühwein. Foto: snowy.</i> <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc/3.0/" target="_blank">CC Attribution-NonCommercial 3.0 Unported</a> </p>
<h3>Glühwein</h3>
<p>Zutaten für eine Flasche (750 ml) Wein. Es reicht ein sauberer Tafelwein, aber er sollte auch pur gut trinkbar sein, auf keinen Fall &#8220;Pennerbomben&#8221; oder ähnliches verwenden. Ob man roten oder weißen Wein nimmt, ist Geschmackssache, meistens wird Rotwein bevorzugt. Die Geschmacksrichtung sollte eher &#8220;lieblich&#8221; oder &#8220;edelherb&#8221; als &#8220;trocken&#8221; sein. Der &#8220;klassische&#8221; Glühwein wird mit schweren Südweinen hergestellt.</p>
<p>1 Orange (unbehandelt, da auch die Schale verwendet wird)<br />
1 Zitrone (unbehandelt)<br />
4 TL Honig<br />
1 Zimtstange<br />
3 Gewürznelken<br />
2 Kapsel Kardamom</p>
<p><i>Zubereitung:</i><br />
Orange und Zitrone heiß abwaschen, schälen und würfeln. Den Wein, Orange und Zitrone erwärmen.<br />
Dann Honig, Zimtstange, Gewürznelken und Kardamon hinzufügen.<br />
Orangen &#8211; und Zitronenschalen hinzugeben (nicht zu kein schneiden, denn sie sollen nicht mitserviert werden.) Gut eine Stunde ziehen lassen, dann kurz erwärmen.<br />
Die Gewürze vor dem Servieren abseihen oder ein Teesieb verwenden.</p>
<p><i>Varianten:</i><br />
<b>Apfelglühwein:</b><br />
Wie Glühwein, nur statt Wein Apfelwein.</p>
<p><b>Holunderglühwein</b><br />
alkoholfrei<br />
(In Norddeutschland: &#8220;Fliederbeergrog&#8221;)<br />
Wie Glühwein, nur statt Wein Fliederbeersaft / Holundersaft. Er ist ein bewährtes Hausmittel bei Erkältungen!</p>
<p><b>Grog</b><br />
&#8220;Grog&#8221; bedeutet ursprünglich und eigentlich &#8220;Rum, mit Wasser verdünnt&#8221;.</p>
<p>Der Name geht auf den Admiral Edward Vernon zurück, der 1740 auf den ihm unterstellten Schiffen die Regel einführte, dass die Rumration nur noch im Verhältnis 1 : 2 mit Wasser verdünnt ausgegeben werden sollte.<br />
Dazu gab es einen Spritzer Zitronen- oder Limettensaft &#8211; nicht, wie man oft liest, zur Skorbutverhinderung, sondern um den Geschmack des abgestandenen bis fauligen Trinkwassers zu überdecken.<br />
Wegen seines alten Bootsmantels aus Grogham (einer Art Lodenstoff) hatte Vernon den Spitznamen &#8220;Old Grogham&#8221; oder kurz &#8220;Old Grog&#8221;, der auf das Getränk überging.<br />
Es fiel dann irgend wann einmal auf, dass Admiral Edward Vernons Seeleute sehr viel weniger unter Skorbut litten, als andere. 1747 konnte der Schiffsarzt James Lind beweisen, dass sich Skorbut mit der Gabe von Zitronen- oder Limettensaft behandeln und verhindern ließ. Zitrusfrüchte deshalb, weil die sich an Bord länger hielten und leichter zu Saft verarbeiten ließen als anderes Obst.</p>
<p><a href="http://www.ipernity.com/doc/mmssenf/7117329"><img src="http://u1.ipernity.com/14/73/29/7117329.137c213f.500.jpg" width="375" height="500" alt="Eisfahrt03" border="0"/></a><br />
<i>&#8220;Grogwetter&#8221; an der Altonaer Fischmarkthalle Foto: MartinM &#8211; </i><a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/" target="_blank">CC Attribution-NonCommercial-ShareAlike 3.0 Unported</a></p>
<h3>Grog, traditionell:</h3>
<p>7 cl brauner Rum<br />
1 TL Zucker (am besten brauner Zucker)<br />
kochendheißes Wasser (ca. 14 cl)</p>
<p>Rum in ein sprungsicheres Grogglas geben, Zucker dazugeben und mit heißem Wasser aufgießen. Man kann den Rum auch vorwärmen.</p>
<p>Faustregel:<br />
<blockquote>Rum mut,<br />
Zucker kann,<br />
Water bruuk nich!</p></blockquote>
<p>Die 0,07 l bzw. 7 cl bzw. 70 ml Rum entsprechen 1/8 (englischem) Pint , bis 1970 (!) der täglichen Rumration in der Royal Navy.</p>
<h3>Grog, original Navy-Art:</h3>
<p>7 cl Rum<br />
14 cl (heißes) Wasser<br />
1 TL brauner Zucker (nach Geschmack!)<br />
2 TL Zitronensaft</p>
<p>Seetüchtiger ist es, statt Grogglas alles in eine bruchsicherere und kippstabilere Muck (engl. mug, öster. Häferl &#8211; so&#8217;n Becher mit Henkel eben) geben. <i>(&#8220;Bruchsicher&#8221; heißt übrigens auf keinen Fall &#8220;aus Plastik&#8221;!)</i></p>
<p>Variante:<br />
Statt braunem Zucker Honig.</p>
<p>Navy-Rum hat 47,75 % Alkohol, also Dosierung der jeweiligen Rumstärke anpassen! 1 : 2 ist ziemlich &#8220;nördlich&#8221;, aber unter 1 : 3 sollte man nicht gehen. Grog muss Prozente haben!</p>
<h3>Eiergrog</h3>
<p>1 Eigelb<br />
1 EL Zucker<br />
4 cl Weinbrand (Arrak)<br />
4 cl Rum, brauner<br />
heißes Wasser</p>
<p><i>Zubereitung:</i><br />
Das Eigelb wird mit dem Zucker in einem vorgewärmten Grogglas gut schaumig gerührt. Rum und Arrak hinzufügen und mit heißem Wasser auffüllen. </p>
<h3>Glögg</h3>
<p>Für dieses im Norden Europas beliebte und ziemlich &#8220;nördliche&#8221; Heißgetränk gibt es zahlreiche Variationen. Diese habe ich in Schweden kennengelernt.<br />
(Für 6 Gläser)</p>
<p>1/3 l Rotwein<br />
1/3 l roter Portwein<br />
200 ml Wodka<br />
6 grüne Kardamomkapseln<br />
4 Nelken<br />
4 Spiralen Orangenschale (frisch, unbehandelt)<br />
2 Zimtstangen<br />
Mandelblättchen und Rosinen zum Garnieren</p>
<p><i>Zubereitung:</i><br />
Rotwein, Portwein und Wodka mit den Gewürzen in einem Topf sanft erhitzen und 20 Minuten ziehen (nicht kochen!) lassen. In Teegläsern servieren mit Mandelblättchen und Rosinen garnieren.</p>
<h3>Jagatee (österreichische Kräuterhexen-Variante)</h3>
<p>Das entscheidende an diesem sehr kraftvollen Getränk ist die spezielle Gewürzmischung:</p>
<p><b>Kräutermischung:</b><br />
Brombeerblätter<br />
Himbeerblätter<br />
Erdbeerblätter</p>
<p><b>Gewürzmischung</b><br />
Hagebutte<br />
Orangenschale<br />
Gewürznelken</p>
<p><b>Wurzelmischung</b><br />
Kalmus<br />
Hauhechel<br />
Enzian</p>
<p>Diese Zutaten werde gemörsert und zu<br />
jeweils gleichen Teilen gemischt. </p>
<p>Zutaten:<br />
1 Prise Schlüsselblume<br />
1 TL Kräutermischung<br />
1 TL Wurzelmischung<br />
1 EL Gewürzmischung<br />
einige Stück Sternanis<br />
3/4 l heißes Wasser<br />
1/8 l Obstler<br />
1/8 l Inländer-Rum (80%)<br />
ein Schuss trockener Rotwein<br />
etwas Orangensaft<br />
Saft einer Zitrone<br />
brauner Zucker nach Geschmack</p>
<p>Schlüsselblume, Gebirgskräuter und Wurzelmischung, Sternanis und Gewürzmischung mit einem drei viertel Liter Wasser zwei bis drei Minuten aufkochen.<br />
Dann abseihen, nach Geschmack süßen, Obstler und Inländer-Rum beifügen. Zur Abrundung ein Schuss trockener Rotwein, etwas Orangensaft und Zitronensaft.<br />
Der Jagatee wird heiß serviert.</p>
<p>Wie für alle Jagatee-Varianten gilt:<br />
Nur nach dem Wintersport, nie vorher!</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Süße Kürbisse</title>
		<link>http://www.nornirsaett.de/suse-kurbisse/</link>
		<comments>http://www.nornirsaett.de/suse-kurbisse/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 03 Oct 2010 20:04:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Brigh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kulinarisches]]></category>
		<category><![CDATA[Themen]]></category>
		<category><![CDATA[baby boo]]></category>
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		<category><![CDATA[hokkaido]]></category>
		<category><![CDATA[Kuchen]]></category>
		<category><![CDATA[kürbis]]></category>
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		<description><![CDATA[<p style="text-align: left"><a href="http://www.nornirsaett.de/wp-content/IMG_0021.jpg" rel="lightbox[3433]"><img class="size-medium wp-image-3438 alignnone" src="http://www.nornirsaett.de/wp-content/IMG_0021-300x199.jpg" alt="" width="233" height="154" /></a></p>
<p><strong>Herbst ist es wieder einmal geworden und meine Küche quillt, so wie jedes Jahr, über voller Kürbisse.<br />
Hier ein kleines Kompendium, wie Kürbisse auch in süßer Form verarbeitet werden können.</strong></p>
<h3>Kürbisspießchen</h3>
<p>Ich hab das voriges Jahr mal in einem Lokal gegessen und war so begeistert davon, dass ich das Rezept &#8220;rekonstruiert&#8221; habe, das Ergebnis hat sehr ähnlich und durchaus fein geschmeckt.</p>
<p>1/2 kg Hokkaido, Muskat- oder Eichelkürbis<br />
5 EL Zucker<br />
5 EL Met<br />
1/8 l Met<br />
1 Becher Creme Fraiche<br />
1 EL Ingwermarmelade<br />
1/2 TL frisch geriebener Ingwer<br />
Cayennepfeffer</p>
<p><strong>So geht&#8217;s</strong><br />
Kürbis halbieren und entkernen. Mit einem Eis- oder Kugelausstecher runde Kugeln aus dem Fleisch stechen und jeweils 4 oder 5 davon, je nach Größe, auf Holzspießchen stecken.<br />
Zucker mit dem Met aufkochen lassen, die Spießchen reinlegen und mit jeweils einer Prise Cayennepfeffer bestreuen. Bei kleiner Hitze den Fond karamellisieren lassen.<br />
Spießchen rausnehmen. Nun das restliche Achterl Met zum verbliebenen Fond gießen und eindicken lassen, bis er beginnt, Fäden zu ziehen. Dann schnell Löffel eintauchen und die karamellisierten Fäden über die Spießchen ziehen.</p>
<p>Dazu gab es eine Ingwersoße:<br />
Das Creme Fraiche mit Ingwermarmelade und dem frisch geriebenen Ingwer verrühren und zu den Spießchen servieren.</p>
<h3>Kürbisstrudel</h3>
<p>1kg Hokkaido, Muskat- oder Eichelkürbis<br />
1/2 Pkg. Butter<br />
1 Handvoll Rosinen<br />
2 süße Äpfel<br />
1 Handvoll gehackte Nüsse<br />
2-3 EL Honig<br />
1 fertigen Strudelteig</p>
<p><strong>So geht&#8217;s</strong><br />
Kürbis schälen und würfeln, kurz blanchieren. Mit den Rosinen, den grob geschabten Äpfeln, den gehackten Nüssen und dem Honig verrühren und eine Stunde ziehen lassen. Wer mag, kann auch ein bisschen einen Rum dazugeben.<br />
Strudelteig aufbreiten, mit der Hälfe der zerlassenen Butter bestreichen und die Füllung drauf geben. Teig zu einem Strudel zusammenschlagen und nochmals mit zerlassener Butter bestreichen.<br />
Bei 180 Grad ca. 30 Minuten goldbraun backen, dabei immer wieder mit zerlassener Butter bestreichen.</p>
<p><a href="http://www.nornirsaett.de/wp-content/IMG_0026.jpg" rel="lightbox[3433]"><img class="size-medium wp-image-3439 alignnone" src="http://www.nornirsaett.de/wp-content/IMG_0026-300x199.jpg" alt="" width="233" height="154" /></a></p>
<h3>Süße Kürbisboote</h3>
<p>Für 8 Stück</p>
<p>1 Hokkaido Kürbis<br />
1/2 Tafel Zartbitterschokolade<br />
1 Handvoll gehackte Nüsse<br />
1 Handvoll Rosinen<br />
1 Handvoll getrocknete, gehackte Früchte (Marillen, Pflaumen, Äpfel, Berberitzen, Maulbeeren etc.)<br />
2-3 TL Honig<br />
1/2 TL gerieben Ingwer<br />
Zimt<br />
Met zum Begießen</p>
<p><strong>So geht&#8217;s</strong><br />
Den Kürbis entkernen und vierteln – es sollen dabei kleine Boote entstehen, die noch befüllt werden können!<br />
Alle anderen Zutaten hacken, mit einigen EL Met beträufeln und 1-2 Stunden ziehen lassen.<br />
Die Masse in die Kürbisboote füllen, ein wenig Met auf das Backblech gießen und ab ins Rohr. Die ersten 30 Minuten das Blech mit Alufolie abdecken und bei 220 Grad garen. Dann die Folie abnehmen und nochmals ca. 30 -45 Minuten (je nach Kürbis), bei 180 Grad weiter garen lassen.</p>
<p><a href="http://www.nornirsaett.de/wp-content/IMG_0019.jpg" rel="lightbox[3433]"><img class="alignleft size-medium wp-image-3448" src="http://www.nornirsaett.de/wp-content/IMG_0019-300x199.jpg" alt="" width="236" height="157" /></a></p>
<h3></h3>
<h3></h3>
<h3></h3>
<h3></h3>
<h3>Kürbis-Kokos Marmelade</h3>
<p>1/2kg Hokkaido, Muskat- oder Eichelkürbis<br />
1/4l Kokosmilch<br />
1TL Zitronensäure<br />
Zitronenmelisse<br />
5 Kardamomkapseln<br />
3/4 kg Gelierzucker</p>
<p><strong>So geht&#8217;s</strong><br />
Kürbis würfeln und mit Kokosmilch, Kardamomkapseln und Zitronenmelisse aufkochen und 15 Minuten auf kleiner Flamme weiter köcheln lassen.<br />
Melisse und Kardamom wieder rausfischen, Zitronensäure dazu geben, pürieren, Gelierzucker dazu geben. Nochmals 5 Minuten weiterkochen lassen und sofort in ausgekochte Gläser füllen. Gläser schließen und am Kopf stehend abkühlen lassen.</p>
<h3>Süße Kürbiscreme</h3>
<p>500g Hokkaido, Eichel- oder Muskatkürbis<br />
3 Orangen<br />
2 geschälte Äpfel<br />
2 EL Butter<br />
2 EL guten Honig<br />
1/8l Orangen oder Apfelsaft<br />
1 Messerspitze Zimt<br />
1 Pkg. Vanillezucker<br />
1 Becher Schlagobers<br />
100g geriebene Haselnüsse</p>
<p><strong>So geht&#8217;s</strong><br />
Kürbis, Orangen und Äpfel würfeln. Butter zerlassen, die Früchte und den Honig dazu geben. Unter stetigem Rühren karamellisieren lassen.<br />
Mit dem Saft ablöschen, Zimt und Vanillezucker dazu geben. Alles ordentlich weich kochen lassen und pürieren. Schlagobers schlagen und Haselnüsse untermengen. Abwechselnd mit der Kürbismasse in hohe Gläser verteilen, hübsch garnieren wenn man mag und kalt stellen.<br />
Sieht grad in hohen Weingläsern echt klasse aus und geht schnell!</p>
<h3><a href="http://www.nornirsaett.de/wp-content/IMG_0010.jpg" rel="lightbox[3433]"><img class="alignleft size-medium wp-image-3442" src="http://www.nornirsaett.de/wp-content/IMG_0010-300x199.jpg" alt="" width="235" height="156" /></a></h3>
<h3>Baby Boos</h3>
<p>2 Baby Boo Kürbisse<br />
2 EL Honig<br />
1 Schuss Met (oder zwei oder drei …)<br />
1 Becher Schlagobers<br />
Nüsse, Zimt, Mandeln zum Dekorieren</p>
<p><strong>So geht&#8217;s</strong><br />
Kürbisse halbieren und mit dem Honig bestreichen und in eine Auflaufform setzen. Mit Met aufgießen.<br />
30 Minuten im Rohr schmoren lassen.<br />
Leicht abkühlen lassen und einen Klecks Schlagobers draufsetzen. Mit gerösteten Mandeln, Nüssen und/oder Zimt bestreuen und noch warm servieren.</p>
<h3>Kürbiskuchen</h3>
<p>6 Eier<br />
250g zerlassene Butter<br />
350g Mehl<br />
1 Pkg. Backpulver<br />
1 Prise Salz<br />
600g gehobelter Kürbis<br />
250g geriebene Haselnüsse<br />
Saft von 2 Orangen und 1 Zitrone (unbehandelt)<br />
Abgeriebene Schale einer Orange und einer Zitrone</p>
<p><strong>So geht&#8217;s</strong><br />
Eier schaumig rühren, zerlassene Butter unterschlagen. Mehl, Salz und Backpulver unterheben. Kürbis, Saft und Nüsse unterheben.<br />
Auf ein Blech streichen und bei ca. 160 Grad ungefähr 45 Minuten im vorgeheizten Rohr backen.<br />
Schmeckt wunderbar mit Zimt oder Preiselbeerschlagobers.</p>
<p>Viel Spaß beim Ausprobieren!</p>
<p>Brigh</p>
<p><em>Fotos: Brigh </em></p>
<div style="display:block"><small><em>posted in <a href="http://www.nornirsaett.de/category/asatru-themen/rezepte-kulinarisches/">Kulinarisches</a> by Brigh <a href="http://www.nornirsaett.de/suse-kurbisse/#comments">Leave A Comment</a><br />&copy;2012 <a href="http://www.nornirsaett.de">Asatru zum selber Denken - die Nornirs Ætt</a>. All Rights Reserved.</em></small></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left"><a href="http://www.nornirsaett.de/wp-content/IMG_0021.jpg" rel="lightbox[3433]"><img class="size-medium wp-image-3438 alignnone" src="http://www.nornirsaett.de/wp-content/IMG_0021-300x199.jpg" alt="" width="233" height="154" /></a></p>
<p><strong>Herbst ist es wieder einmal geworden und meine Küche quillt, so wie jedes Jahr, über voller Kürbisse.<br />
Hier ein kleines Kompendium, wie Kürbisse auch in süßer Form verarbeitet werden können.</strong></p>
<h3>Kürbisspießchen</h3>
<p>Ich hab das voriges Jahr mal in einem Lokal gegessen und war so begeistert davon, dass ich das Rezept &#8220;rekonstruiert&#8221; habe, das Ergebnis hat sehr ähnlich und durchaus fein geschmeckt.</p>
<p>1/2 kg Hokkaido, Muskat- oder Eichelkürbis<br />
5 EL Zucker<br />
5 EL Met<br />
1/8 l Met<br />
1 Becher Creme Fraiche<br />
1 EL Ingwermarmelade<br />
1/2 TL frisch geriebener Ingwer<br />
Cayennepfeffer</p>
<p><strong>So geht&#8217;s</strong><br />
Kürbis halbieren und entkernen. Mit einem Eis- oder Kugelausstecher runde Kugeln aus dem Fleisch stechen und jeweils 4 oder 5 davon, je nach Größe, auf Holzspießchen stecken.<br />
Zucker mit dem Met aufkochen lassen, die Spießchen reinlegen und mit jeweils einer Prise Cayennepfeffer bestreuen. Bei kleiner Hitze den Fond karamellisieren lassen.<br />
Spießchen rausnehmen. Nun das restliche Achterl Met zum verbliebenen Fond gießen und eindicken lassen, bis er beginnt, Fäden zu ziehen. Dann schnell Löffel eintauchen und die karamellisierten Fäden über die Spießchen ziehen.</p>
<p>Dazu gab es eine Ingwersoße:<br />
Das Creme Fraiche mit Ingwermarmelade und dem frisch geriebenen Ingwer verrühren und zu den Spießchen servieren.</p>
<h3>Kürbisstrudel</h3>
<p>1kg Hokkaido, Muskat- oder Eichelkürbis<br />
1/2 Pkg. Butter<br />
1 Handvoll Rosinen<br />
2 süße Äpfel<br />
1 Handvoll gehackte Nüsse<br />
2-3 EL Honig<br />
1 fertigen Strudelteig</p>
<p><strong>So geht&#8217;s</strong><br />
Kürbis schälen und würfeln, kurz blanchieren. Mit den Rosinen, den grob geschabten Äpfeln, den gehackten Nüssen und dem Honig verrühren und eine Stunde ziehen lassen. Wer mag, kann auch ein bisschen einen Rum dazugeben.<br />
Strudelteig aufbreiten, mit der Hälfe der zerlassenen Butter bestreichen und die Füllung drauf geben. Teig zu einem Strudel zusammenschlagen und nochmals mit zerlassener Butter bestreichen.<br />
Bei 180 Grad ca. 30 Minuten goldbraun backen, dabei immer wieder mit zerlassener Butter bestreichen.</p>
<p><a href="http://www.nornirsaett.de/wp-content/IMG_0026.jpg" rel="lightbox[3433]"><img class="size-medium wp-image-3439 alignnone" src="http://www.nornirsaett.de/wp-content/IMG_0026-300x199.jpg" alt="" width="233" height="154" /></a></p>
<h3>Süße Kürbisboote</h3>
<p>Für 8 Stück</p>
<p>1 Hokkaido Kürbis<br />
1/2 Tafel Zartbitterschokolade<br />
1 Handvoll gehackte Nüsse<br />
1 Handvoll Rosinen<br />
1 Handvoll getrocknete, gehackte Früchte (Marillen, Pflaumen, Äpfel, Berberitzen, Maulbeeren etc.)<br />
2-3 TL Honig<br />
1/2 TL gerieben Ingwer<br />
Zimt<br />
Met zum Begießen</p>
<p><strong>So geht&#8217;s</strong><br />
Den Kürbis entkernen und vierteln – es sollen dabei kleine Boote entstehen, die noch befüllt werden können!<br />
Alle anderen Zutaten hacken, mit einigen EL Met beträufeln und 1-2 Stunden ziehen lassen.<br />
Die Masse in die Kürbisboote füllen, ein wenig Met auf das Backblech gießen und ab ins Rohr. Die ersten 30 Minuten das Blech mit Alufolie abdecken und bei 220 Grad garen. Dann die Folie abnehmen und nochmals ca. 30 -45 Minuten (je nach Kürbis), bei 180 Grad weiter garen lassen.</p>
<p><a href="http://www.nornirsaett.de/wp-content/IMG_0019.jpg" rel="lightbox[3433]"><img class="alignleft size-medium wp-image-3448" src="http://www.nornirsaett.de/wp-content/IMG_0019-300x199.jpg" alt="" width="236" height="157" /></a></p>
<h3></h3>
<h3></h3>
<h3></h3>
<h3></h3>
<h3>Kürbis-Kokos Marmelade</h3>
<p>1/2kg Hokkaido, Muskat- oder Eichelkürbis<br />
1/4l Kokosmilch<br />
1TL Zitronensäure<br />
Zitronenmelisse<br />
5 Kardamomkapseln<br />
3/4 kg Gelierzucker</p>
<p><strong>So geht&#8217;s</strong><br />
Kürbis würfeln und mit Kokosmilch, Kardamomkapseln und Zitronenmelisse aufkochen und 15 Minuten auf kleiner Flamme weiter köcheln lassen.<br />
Melisse und Kardamom wieder rausfischen, Zitronensäure dazu geben, pürieren, Gelierzucker dazu geben. Nochmals 5 Minuten weiterkochen lassen und sofort in ausgekochte Gläser füllen. Gläser schließen und am Kopf stehend abkühlen lassen.</p>
<h3>Süße Kürbiscreme</h3>
<p>500g Hokkaido, Eichel- oder Muskatkürbis<br />
3 Orangen<br />
2 geschälte Äpfel<br />
2 EL Butter<br />
2 EL guten Honig<br />
1/8l Orangen oder Apfelsaft<br />
1 Messerspitze Zimt<br />
1 Pkg. Vanillezucker<br />
1 Becher Schlagobers<br />
100g geriebene Haselnüsse</p>
<p><strong>So geht&#8217;s</strong><br />
Kürbis, Orangen und Äpfel würfeln. Butter zerlassen, die Früchte und den Honig dazu geben. Unter stetigem Rühren karamellisieren lassen.<br />
Mit dem Saft ablöschen, Zimt und Vanillezucker dazu geben. Alles ordentlich weich kochen lassen und pürieren. Schlagobers schlagen und Haselnüsse untermengen. Abwechselnd mit der Kürbismasse in hohe Gläser verteilen, hübsch garnieren wenn man mag und kalt stellen.<br />
Sieht grad in hohen Weingläsern echt klasse aus und geht schnell!</p>
<h3><a href="http://www.nornirsaett.de/wp-content/IMG_0010.jpg" rel="lightbox[3433]"><img class="alignleft size-medium wp-image-3442" src="http://www.nornirsaett.de/wp-content/IMG_0010-300x199.jpg" alt="" width="235" height="156" /></a></h3>
<h3>Baby Boos</h3>
<p>2 Baby Boo Kürbisse<br />
2 EL Honig<br />
1 Schuss Met (oder zwei oder drei …)<br />
1 Becher Schlagobers<br />
Nüsse, Zimt, Mandeln zum Dekorieren</p>
<p><strong>So geht&#8217;s</strong><br />
Kürbisse halbieren und mit dem Honig bestreichen und in eine Auflaufform setzen. Mit Met aufgießen.<br />
30 Minuten im Rohr schmoren lassen.<br />
Leicht abkühlen lassen und einen Klecks Schlagobers draufsetzen. Mit gerösteten Mandeln, Nüssen und/oder Zimt bestreuen und noch warm servieren.</p>
<h3>Kürbiskuchen</h3>
<p>6 Eier<br />
250g zerlassene Butter<br />
350g Mehl<br />
1 Pkg. Backpulver<br />
1 Prise Salz<br />
600g gehobelter Kürbis<br />
250g geriebene Haselnüsse<br />
Saft von 2 Orangen und 1 Zitrone (unbehandelt)<br />
Abgeriebene Schale einer Orange und einer Zitrone</p>
<p><strong>So geht&#8217;s</strong><br />
Eier schaumig rühren, zerlassene Butter unterschlagen. Mehl, Salz und Backpulver unterheben. Kürbis, Saft und Nüsse unterheben.<br />
Auf ein Blech streichen und bei ca. 160 Grad ungefähr 45 Minuten im vorgeheizten Rohr backen.<br />
Schmeckt wunderbar mit Zimt oder Preiselbeerschlagobers.</p>
<p>Viel Spaß beim Ausprobieren!</p>
<p>Brigh</p>
<p><em>Fotos: Brigh </em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Deftiges vonner Waterkant</title>
		<link>http://www.nornirsaett.de/deftiges-vonner-waterkant/</link>
		<comments>http://www.nornirsaett.de/deftiges-vonner-waterkant/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 22 Sep 2010 22:47:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MartinM</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kulinarisches]]></category>
		<category><![CDATA[deftig]]></category>
		<category><![CDATA[Eintopf]]></category>
		<category><![CDATA[Fischgerichte]]></category>
		<category><![CDATA[Hausmannskost]]></category>
		<category><![CDATA[Kochrezepte]]></category>
		<category><![CDATA[Kuchen]]></category>
		<category><![CDATA[norddeutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Nordseeküste]]></category>
		<category><![CDATA[Pharisäer]]></category>
		<category><![CDATA[Rezepte]]></category>
		<category><![CDATA[Suppe]]></category>
		<category><![CDATA[Waterkant]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Die schönste Jahreszeit an der See? Das muss nicht der Hochsommer sein!<br />
<a href="http://www.ipernity.com/doc/sven/8872765"><img src="http://u1.ipernity.com/16/27/65/8872765.fef9a90c.500.jpg" width="500" height="375" alt="Welle" border="0"/></a><br />
(Foto: Sven Scholz)</p>
<p>Ich wohnte einige Jahre an der Nordsee, und auch heute immerhin so nahe an der Waterkant, dass ich spontan mal für einen Ausflug oder einen Kurzurlaub an die See fahren kann. Sicher, im Sommer kann man baden (zu anderen Jahreszeiten auch, aber es kostet Überwindung). Im Sommer sind allerdings auch die Seebäder überfüllt, es geht hektisch zu, und bei durchwachsenen Wetter ist unter Umständen auch nichts mit Strandleben.<br />
Wenn man mich fragt, wann ich am liebsten an der See bin, dann antworte ich: im frühen Herbst und im Frühling. Baden ist schön, aber von Badegästen überfüllte Strände können auf die Nerven gehen – leere Strände, frischer Wind und weiter Horizont entspannen.</p>
<p>Zum Urlaub an der See zu etwas kühlerer Zeit gehört unbedingt die einheimische Küche. Lange Spaziergänge am Strand oder auf den Deich wecken den Appetit auf etwas Warmes und Kräftiges<br />
Übrigens kenne ich fast alle Gerichte, die ich hier vorstelle, „von Zuhause“ und habe sie alle schon mehrfach zubereitet. Es ist keine „feine“ Küche, sondern Hausmannskost – und: da es traditionelle Rezepte sind, sind sie nichts für besessene Kalorienzähler.</p>
<p>Vorweg natürlich DAS Durchwärm-Getränk von der Nordseeküste:</p>
<p><b>Pharisäer</b><br />
<a href="http://www.ipernity.com/doc/mmssenf/9002518"><img src="http://u1.ipernity.com/16/25/18/9002518.b6fbbc78.500.jpg" width="360" height="500" alt="pharisaeer" border="0"/></a><br />
(Foto: Karan)</p>
<p>Das norddeutsche Gegenstück zu &#8220;Irish Coffee&#8221;, &#8220;Hot Coffee&#8221;, &#8220;Cafe Royal&#8221; oder &#8220;Rüdesheimer Kaffee&#8221; entstand der Legende nach auf der Nordfriesischen Insel Nordstrand, um das Jahr 1870. Zu jener Zeit amtierte dort der besonders asketische Pastor Georg Bleyer. Daraus ergab sich anlässlich einer Kindstaufe das Dilemma, dass einerseits der friesische Brauch erforderte, dass zu einer Taufe mit ´nem tüchtigen Schluck Schnaps angestoßen werden musste, andererseits der gestrenge Pastor Alkohol verbot.<br />
Die Nordstrander bedienten sich einer List und versetzten den zur Tauffeier servierten Kaffee mit Rum. Eine Sahnehaube verhinderte dabei, dass der Rum im heißen Kaffee verdunstete und es nach Alkohol roch. Selbstverständlich bekam der Pastor stets einen &#8220;normalen&#8221; Kaffee mit Sahne. Die Versionen, wie der Pastor hinter die List kam, weichen voneinander ab, entweder wurde er aufgrund der immer heiterer werdenden Stimmung misstrauisch, oder es wurde ihm versehentlich eine Tasse Kaffee mit Rumzusatz serviert.<br />
Berühmt ist sein spontaner Vergleich mit Scheinheiligen früherer Zeiten: &#8220;Oh, ihr Pharisäer!&#8221;</p>
<p><i>Zutaten:</i><br />
5 cl brauner Rum<br />
2 &#8211; 3 TL Zucker<br />
heißer, starker Kaffee zum Auffüllen<br />
2 EL geschlagene Sahne</p>
<p>Den vorgewärmten Rum in eine ebenfalls vorgewärmte Tasse geben. Den Zucker hinzugeben, gut umrühren. Die Tasse mit Kaffee zu 3/4 auffüllen und eine Sahnehaube obenaufgeben.<br />
Der Pharisäer wird nicht gerührt, sondern durch die Sahne getrunken!</p>
<p><i>Ein paar typische Suppen und Eintöpfe mit Tradition, die auch heute noch im Norden beliebt sind.</i></p>
<p><b>„Marktsuppe“ oder „Holsteiner Specksuppe“</b><br />
In diese Suppe kann alles hinein, was es auf dem Markt gerade an Gemüse gibt. Je nach Saison kann sich diese kräftige Gemüsesuppe also kräftig unterscheiden. Allen Varianten dieser dieser Suppe, in die „allens rinkümmt“ ist die Grundlage: ein Räucherschinkenknochen mit noch Fleisch dran oder, wie der Name „Specksuppe“ verrät, Räucherspeck. Auch allen Varianten gemeinsam ist das Obst, vor allem die Backpflaumen, die der Suppe einen süß-sauren Geschmack verleihen. Die süß-saure Note ist typisch für viele Gerichte aus Schleswig-Holstein und Hamburg und wahrscheinlich auf skandinavische Einflüsse zurückzuführen.<br />
Traditionell wird die Specksuppe gestovt, d. h. mit Mehl etwa sämig gemacht. Ich ziehe allerdings die klare Variante vor, weil ohnehin Mehlklöße, genannt „Klüten“, in die Suppe gehören.</p>
<p>Auch die bekannte „Hamburger Aalsuppe“ ist eine Variante der Marktsuppe, in die frischer („grüner“) Aal kommt. Da Aal früher in Hamburg sehr preiswert war (die Zeiten sind leider vorbei),   dürfte die Behauptung, die „Aalsuppe“ hieße so, weil da „allens rinkümmt“ und man nur den Touristen und Quiddjes (Zugezogenen) zuliebe, die das nun mal so erwarten, Aal hinzugäbe, eine moderne Legende sein.<br />
<i>(Da ich die Hamburger Aalsuppe, wie ich gestehen muss, noch nie selbst gekocht habe, stelle ich sie hier auch nicht vor.)</i></p>
<p><i>Zutaten (vier Portionen)</i><br />
500 g durchwachsener Räucherspeck<br />
100 g Backpflaumen<br />
1 Bund Suppengrün<br />
Gemüse – hier eine eher sommerliche Variante:<br />
3 – 4 Möhren<br />
1/2 Knolle Sellerie<br />
200 g Erbsen<br />
1 kleiner oder ½ großer Blumenkohl (in Röschen gebrochen)<br />
(je nach Saison kann auch Spargel, Rosenkohl, Broccoli, Schwarzwurzel usw. hinein – nur die Gesamtmenge des Gemüses muss etwa gleich sein)<br />
200 g Birnen (am besten Kochbirnen, es gehen aber auch andere säuerliche Sorten)<br />
Salz<br />
1 Lorbeerblatt<br />
Petersillie<br />
Bohnenkraut<br />
Dill<br />
Zucker<br />
Essig</p>
<p>Backpflaumen mehrere Stunde einweichen lassen. (Am besten am Vorabend ins Wasser geben, dann sind sie am Vormittag gut eingeweicht.)</p>
<p>Speck von der Schwarte lösen und in nicht zu kleine Würfel schneiden.<br />
Suppengrün waschen, putzen, kleinschneiden.<br />
Gemüse waschen, putzen, kleinschneiden.<br />
Birnen schälen, vierteln, Kerngehäuse entfernen.<br />
Backpflaumen aus dem Einweichwasser holen, abtropfen lassen.<br />
Den Speck und die Schwarte mit 1 ½  Liter Wasser und etwas Salz aufsetzen und erst einmal eine Stunde bei mäßiger Hitze zudeckt kochen lassen.<br />
Zwischendurch abschäumen!<br />
Nach dem Ende der ersten Stunde das Suppengrün hinzugeben.<br />
Eine halbe Stunde kochen lassen.<br />
Die Schwarte herausnehmen. (Die weichgekochte Schwarte kann man auch mitessen – wenn man es mag.)<br />
Gemüse in die kochende Brühe geben.<br />
Nach gut fünf Minuten die Backpflaumen und die Birnen hinzugeben.<br />
Noch 15 Minuten bei schwacher Hitze garen lassen.<br />
Die gehackten Kräuter hinzugeben<br />
Die Klüten bzw. die Griesklöschen hinzugeben.<br />
Noch fünf Minuten ziehen lassen.<br />
(Gesamte Kochzeit: ca. 2 Stunden.)</p>
<p>Einlage:<br />
<b>Klüten (Mehlklöschen)</b></p>
<p><i>Zutaten</i><br />
250 g Weizenmehl<br />
½ l Milch<br />
Salz<br />
40 g Butter<br />
2 Eier</p>
<p>Milch mit Butter und Salz zum Kochen bringen. Das Mehl zugeben und so lange kräftig rühren, bis die Masse sich vom Topfboden löst.<br />
Vom Herd nehmen und ein Ei unterrühren.<br />
Etwas abkühlen lassen, ein weiteres Ei unterrühren (das dann weniger gerinnt).<br />
Mit einem nassen Dessertlöffel Klöße abstechen.<br />
In kochendes Salzwasser geben und 10 Minuten bei leicht siedendem Wasser im offenen Topf garen.</p>
<p>Oder:<br />
<b>Grießklöschen</b></p>
<p><i>Zutaten</i><br />
250 g Hartweizengrieß<br />
½ Milch<br />
40 g Butter<br />
2 Eier<br />
etwas Mehl</p>
<p>Milch mit der Butter kurz aufkochen.<br />
Auf schwache Hitze herunterstellen.<br />
In die köchelnde Milch unter ständigem Rühren Grieß einrieseln lassen.<br />
Kräftig weiterrühren, bis sich die Masse vom Topfboden löst.<br />
Vom Herd nehmen und ein Ei unterrühren.<br />
Etwas abkühlen lassen, ein weiteres Ei unterrühren.<br />
Mit einem nassen Dessertlöffel Klöße abstechen.<br />
In kochendes Salzwasser geben und 10 Minuten bei leicht siedendem Wasser im offenen Topf garen.</p>
<p><b>Kartoffelsuppe mit Krabben oder „Greetsieler Krabbensuppe“</b><br />
<a href="http://www.ipernity.com/doc/mmssenf/8984991"><img src="http://u1.ipernity.com/16/49/91/8984991.e6e38877.500.jpg" width="500" height="375" alt="Krabbensuppe" border="0"/></a><br />
<i>Foto: MartinM</i></p>
<p>Kartoffeln eroberten die norddeutsche Küche erst relativ spät (im 18. Jahrhundert), dann aber gründlich. Sie gediehen sogar auf den sandigen Böden der Geest sehr gut, erlaubten eine erweiterte Fruchtfolge und waren haltbar und transportfähig.<br />
Manchen Touristen erscheint die Kombination aus einfacher Kartoffelsuppe und etwas so „edlem“ wie Krabben / Garnelen / Granat / Porren gewagt zu sein. In den Küstenorten war das früher anders: Krabben waren hier unter Umständen billiger als z. B. Suppenfleisch vom Rind.<br />
Am Besten und Billigsten kauft man die Nordseekrabben mit Schale und pult die Krabben selbst aus. (Umrechnung: Von drei Kilo in Schale gekochter ganzer Krabben verbleibt nach dem Pulen ungefähr ein Kilo Fleisch.) Anleitung: Kopf und Hinterteil der Krabbe jeweils zwischen zwei Finger nehmen, den Panzer vorsichtig in der Mitte knicken, dann mit einer Drehbewegung zu beiden Seiten abziehen. Anfangs ruhig Zeit nehmen.<br />
Krabbenfleisch aus dem Fischhandel hat meistens eine lange Reise in Billiglohnländer und retour hinter sich und kann deshalb nicht mehr wirklich frisch sein.</p>
<p><i>Zutaten für vier Portionen:</i><br />
700 g Kartoffeln<br />
1 Bund Suppengrün<br />
½ Bund Petersilie<br />
125 – 150 g durchwachsener Räucherspeck<br />
Salz<br />
40 g Butter (oder 125 ml süße Sahne)<br />
200 g frisches Nordseekrabbenfleisch</p>
<p>Die Kartoffeln schälen und in Stücke schneiden. Das Suppengrün putzen, waschen, und klein schneiden. Den Speck fein würfeln.<br />
Die Kartoffeln und das Suppengrün in 1 ½  Liter leicht gesalzenem Wasser etwa ½ Stunde lang gar kochen.<br />
Petersilie waschen, trocken schleudern und fein hacken.<br />
Speck in einer Pfanne kurz anbraten.<br />
Die Kartoffeln und das Gemüse pürieren. <i>(Ich nehme einfach den guten alten Kartoffelstampfer.)</i><br />
Bei Bedarf etwas nachsalzen.<br />
Butter (oder Sahne) und die Petersilie untermischen.<br />
Den Speck und die Krabben zum Schluss in die Suppe geben.<br />
Mit Petersilie bestreuen.<br />
Dazu: frisches Weißbrot, Bier oder trockener Weißwein.</p>
<p><b>Steckrübeneintopf mit Wurzeln und Kartoffeln</b><br />
Ein klassischer Herbst- und Wintereintopf.<br />
Eintöpfe aus Steckrüben, Möhren (im Norden Mohrrüben oder einfach „Wurzeln“ genannt) und Kartoffeln waren im 19. und 20. Jahrhundert nicht nur in der Küche der „einfachen Leute“, sondern auch in der gutbürgerlichen Küche zu finden.<br />
Es gibt unzählige, „reiche“ (z. B. das „Lübecker National&#8221;) und „arme“ Varianten.<br />
Dieses Rezept aus Ostholstein ist nur eine von vielen Varianten:</p>
<p>500 g durchwachsenes, gepökeltes Schweinefleisch. (Schweinebacke, Pöckelnacken, oder aus Kasseler. Wenn Kasseler verwendet wird: ein Teil durch Speck ersetzen!)<br />
750 g Steckrübe<br />
750 g Wurzeln (Möhren)<br />
1 kg Kartoffeln<br />
Salz<br />
Pfeffer</p>
<p>Das Schweinefleisch mit 1 ½  Liter Wasser aufsetzen, aufkochen, zugedeckt insgesamt 1 Stunde lang bei schwacher Hitze kochen.<br />
Steckrüben schälen und in Würfel schneiden. Kartoffeln schälen und kleinschneiden, Möhren putzen und kleinschneiden.<br />
Nach 30 Minuten Kochzeit die Steckrüben zum Fleisch geben,<br />
nach weiteren 15 Minuten kommen die Kartoffeln und die Wurzeln.dazu.<br />
Noch 15 Minuten garen.<br />
Fleisch herausnehmen, klein schneiden, und wieder zugeben.<br />
Mit Salz und Pfeffer abschmecken.</p>
<p><i>Auf besonderen Wunsch:</i><br />
<b>Labskaus</b><br />
In der großen Zeit der Segelschiffe bestand der Proviant aus wochen- oder monatelang haltbaren Lebensmitteln: Schiffszwieback, also Hartbrot, Pökelfleisch, Hartkäse, getrocknete Hülsenfrüchte,  Salzheringe. Wenn dazu noch Dauerwurst, Backobst und in Essig eingelegtes Gemüse kam, konnte man schon von „luxuriöser Verpflegung“ reden. Das gegen die „Geisel der christlichen Seefahrt“, die Mangelkrankheit Skorbut, wirksame Sauerkraut war bis ins 18. Jahrhundert eine „Geheimwaffe“ kundiger Kapitäne, Köche und Proviantmeister. Etwa ab dieser Zeit ergänzten auch Kartoffeln den Speiseplan. Brot wurde, wenn möglich, aus mitgebrachtem Mehl an Bord gebacken – es war aber nicht immer möglich.<br />
Typisch für die Bordküche waren Eintopfgerichte, die in großen Kesseln über dem gemauertem Kombüsenherd gekocht wurden.</p>
<p>Das Seemannsessen „lobscourse“, im heutigen Englisch auch kurz „scouse“ genannt, ist mindestens seit 1706 nachgewiesen, als der englischen Autor Ned Ward es beschrieb. Bekannt ist es, in zahlreichen Varianten, an allen Küsten Nordeuropas. Sprachlich könnte es aus dem Baltikum stammen: „Labs kausis“ heißt auf Lettisch &#8220;gute Schüssel&#8221;. Dennoch ist ein norddeutschen Ursprung des Wortes und vielleicht auch des Gerichts möglich, denn „Kaus“ ist auch ein plattdeutsches Wort für „Schale“ und „Labs“ ist der „Lappen“ und bezeichnet auch ein knochenloses Stück Fleisch. Labskaus-ähnliche Gerichte dürfte es schon im Mittelalter gegeben haben.<br />
<a href="http://www.ipernity.com/doc/mmssenf/9117694"><img src="http://u1.ipernity.com/16/76/94/9117694.c2b21bf7.500.jpg" width="500" height="375" alt="labskaus" border="0"/></a><br />
<i>Foto: MartinM</i><br />
<i>Zutaten (für vier große Portionen) </i><br />
1 kg gepökelte Rinderbrust<br />
Lorbeerblatt<br />
300 g Zwiebeln (grob gehackt)<br />
500 g mehlige Kartoffeln<br />
Pfeffer</p>
<p><i>Beilagen</i><br />
4 Salzgurken (oder auch Essiggurken)<br />
250 g in Essig eingelegte Rote Beete<br />
4 – 8 Eier <i>(an Bord der großen Tiefwassersegler wurden Hühner gehalten, aber Spiegelei gab es wohl nur selten, und zwei Eier pro Mann allenfalls an hohen Feiertagen)</i>.<br />
Eventuell 4 Salzheringe, (oder Matjesheringe, Bismarkheringe, Rollmöpse) <i>(Wird es an Bord oft gegeben haben!)</i></p>
<p>Die Rinderbrust mit den geschälten und geviertelten Zwiebeln und etwas Pfeffer und einem Lorbeerblatt in einen Topf mit 2 Liter Wasser geben und rund 2 Stunden weich kochen.<br />
Dann das Fleisch aus der Brühe nehmen und warmstellen.<br />
Nun die geschälten und kleingeschnittenen Kartoffeln in die Brühe geben.<br />
Gut 20 Minuten weichkochen. Überschüssige Brühe abgießen.<br />
Die Kartoffeln mit etwas Brühe zu Brei zerstampfen.<br />
Das Rindfleisch mit den Zwiebeln durch einen Fleischwolf drehen und zu den Stampfkartoffeln geben, unter häufigem Umrühren bei mäßiger Hitze erhitzen.<br />
Mit Pfeffer abschmecken </p>
<p>Angerichtet wird Labskaus mit einem oder zwei Spiegeleiern und in Scheiben geschnittener Roter Bete und Salzgurke, ebenfalls in Scheiben. Dazu eventuell ein Salzhering oder Rollmops.<br />
Dazu passt Bier.</p>
<p>Anstatt mit Pöckelrippe lässt sich Labskaus auch mit Corned Beef zubereiten:<br />
Dazu gibt man einfach das Corned-Beef zu den Stampfkartoffeln und den Zwiebel, mischt das Ganze mit etwas Wasser gut durch, gibt eventuell etwas gekörnte Fleischbrühe (aus dem Glas) hinzu, und erhitzt das ganze unter häufigen Umrühren bei mäßiger Hitze.</p>
<p>Diese Zubereitungsart ist denkbar einfach und zeitsparend. Sie ist sogar authentisch für die große Zeit der Tiefwassersegler im 19. Jahrhundert, denn Corned Beef ist zerkleinertes, gepökeltes, im eigenen Saft gekochtes Rindfleisch, wie es tatsächlich zuerst als Schiffsproviant verwendet wurde. Auch Corned Beef in Dosen gibt es schon seit gut 200 Jahren. Erfunden wurde die Konserve 1795 von Nicolas Appert, allerdings verwendete er dazu Glasflaschen. Diese Konserven wurden von der französischen Marine erfolgreich getestet. Der britische Kaufmann Peter Durand kam 1810 auf die Idee, die Methode von Appert mit Blechbehältern durchzuführen und erfand damit die Konservendose. Die im Vergleich zu Glasflaschen leichte und unzerbrechliche Konservendose trat ihren weltweiten Siegeszug über die Marschverpflegung der britischen Armee und mehr noch über den Schiffsproviant der Royal Navy an.<br />
Was die gekörnte Brühe angeht: so etwas gab es schon im 18. Jahrhundert. Eine größere Menge Fleisch wurde ausgekocht und anschließend zu einem Gelee reduziert, das dann getrocknet wurde. Mit heißem Wasser aufgegossen, ergab es eine Brühe. Die Trockenbrühe wurde auch schon zu Würfeln gepresst: Im britischen National Maritime Museum ist so ein Würfel ausgestellt, der von einer Expedition James Cooks stammt. Der von Maggi 1909 erfundene „moderne“ Brühwürfel enthielt kein Fleisch. (Und wenn nicht ausdrücklich „Fleischbrühe“ auf der Verpackung steht, ist das auch heute noch so!)</p>
<p><i>Fisch darf an der „Waterkant“ natürlich nicht fehlen:</i></p>
<p><b>Pannfisch mit Senfsoße</b><br />
<a href="http://www.ipernity.com/doc/mmssenf/9070558"><img src="http://u1.ipernity.com/16/05/58/9070558.50d2605c.500.jpg" width="500" height="375" alt="Pannfisch" border="0"/></a><br />
<i>Foto: MartinM</i></p>
<p>Der &#8220;Pannfisch&#8221; ist ein traditionelles Essen der „kleinen Leute vom Hafen“. Es kann im Prinzip mit  jeder Sorte Fisch, die gerade da ist, zubereitet werden. Traditionell waren das Kabeljau (bzw. Dorsch) und Schellfisch, aber durch die Überfischung sind diese einst häufigen Fische leider selten geworden. Man kann aber problemlos auf andere Sorten Seefisch ausweichen, Rotbarsch, Meeräsche, Seelachs usw. &#8211; Pannfisch aus grünen Heringen geht auch, das habe ich früher oft bei meiner Großmutter gegessen.<br />
Auf der Speisekarte wird Pannfisch – wenn er es denn auf die Speisekarte geschafft hat, was ihm nur selten gelingt – in Hamburg „Hamburger Pannfisch“, in Bremen „Bremer Pannfisch“ usw. genannt &#8211; wahrscheinlich hat jede große oder kleine Hafenstadt „ihren“ Pannfisch. Gebratener Fisch in Senfsoße wird auch in England und Skandinavien gern gegessen.</p>
<p>(Zutaten, für 4 Portionen)<br />
720 g filetierter Seefisch, z. B:<br />
300g Kabeljaufilet<br />
250g Rotbarschfilet<br />
200 g grüne Heringsfilets<br />
4 -5 Eier<br />
800g gekochte und gepellte Pellkartoffeln<br />
2 mittelgroße Zwiebeln<br />
gehackte Petersilie, Schnittlauch, Dill (gehackt)<br />
Fest zum Braten (traditionell: Butterschmalz)<br />
Salz, Pfeffer, Zitronensaft<br />
etwas Mehl</p>
<p>Für die Senfsoße:<br />
1 mittelgroße Zwiebel<br />
Butter<br />
1 halbe Tasse Fleischbrühe<br />
2 EL Senf, mittelscharf<br />
1 EL Mehl<br />
Salz, Pfeffer, Zucker,</p>
<p><i>Nach meiner Erfahrung ist es praktischer und weniger „unfallträchtig“, die Bratkartoffeln, den Fisch und das Rührei separat zu braten, auch wenn man drei Pfannen braucht. Traditionell wird aber alles zusammen in einer großen Pfanne gebraten. Dann muss man aber sehr aufpassen, dass einem nichts anbrennt!</i></p>
<p>Die Pellkartoffeln und die Zwiebel in Scheiben schneiden.<br />
In einer Pfanne das Bratfett erhitzen. Die Kartoffel dazugeben und leicht braun braten, am Schluss die Zwiebeln dazugeben und leicht glasig werden lassen, salzen, pfeffern.</p>
<p>Die Fischfilets in etwa 3 mal 3 cm große Stücke schneiden. Mit Salz, Pfeffer und etwas Zitronensaft würzen; leicht mehlen.<br />
In einer Pfanne das Fett (Butterschmalz) erhitzen.<br />
Die Fischstücke darin  2-3 min. auf jeder Seite braten.</p>
<p>Die Eier schaumig schlagen, etwas Schnittlauch, Dill, eine Prise Salz und Pfeffer untermischen.<br />
In einer Pfanne mit etwas Fett zu einem kleinen Rührei braten.</p>
<p>Dann die gebratenen Fische mit den Bratkartoffeln anrichten. Mit gehackter Petersilie, Schnittlauch und Dill bestreuen. Mit dem Rührei ergänzen.<br />
(Es gibt auch Varianten ohne Rührei.)</p>
<p><i>Die Senfsoße:</i><br />
Zwiebel fein hacken, in einen Topf in Butter glasig anschwitzen und einen Esslöffel Mehl dazu geben.<br />
Mit etwas Fleischbrühe aufgießen.<br />
2 Esslöffel Senf (eher mehr) dazu geben.<br />
Mit Salz, Pfeffer und etwas Zucker würzen.<br />
10 min. bei schwacher Hitze köcheln lassen.<br />
Mit Salz, Pfeffer und Zucker nach Bedarf abschmecken.<br />
1 EL kalte Butter untermischen.</p>
<p>Dazu schmeckt: grüner Blattsalat mit leichter Salatsoße und Bier.</p>
<p><b>Finkenwerder Kutterscholle</b><br />
Auch wenn die „Maischolle“ ein fester Begriff ist &#8211; Schollen werden bis in den Herbst hinein gefangen! Leider ist die Scholle in vielen Teilen der Nordsee überfischt, was allerdings nicht die Schuld der traditionellen Kutterfischerei ist, deren Existenz durch den Raubbau bedroht ist.<br />
Die Fische für die &#8220;Finkenwerder Kutterscholle&#8221; nur noch sehr selten in Finkenwerder angelandet, wegen des Niedergangs der Kutterfischerei &#8211; ein einziger Kutter fischt noch von Finkenwerder aus in der Nordsee.</p>
<p>Hier die einfache, klassische Variante (vier Portionen):</p>
<p><i>Zutaten:</i><br />
4 Schollen, mittelgroß (ca. 400 g), küchenfertig<br />
150 g Speck (Frühstücksspeck)<br />
1 Bund Dill<br />
2 Zwiebeln<br />
1 Zitrone, unbehandelt<br />
Saft von einer Zitrone<br />
Weizenmehl, zum Wenden<br />
Butterschmalz<br />
Salz<br />
Pfeffer</p>
<p>Wenn nicht schon erledigt: Von den Schollen Kopf, Schwanz und Seitengräten (des Flossensaums) abschneiden.<br />
Gründlich inner und außen waschen, trocken tupfen und mit Zitronensaft beträufelt.<br />
10 min. ziehen lassen.<br />
Inzwischen den Speck fein würfeln und die Zwiebeln in dünne Ringe schneiden.<br />
Den Dill fein schneiden oder hacken.<br />
Die Speckwürfel in einer Pfanne bei mittlerer Hitze auslassen, herausnehmen und beiseite stellen.<br />
Dann die Zwiebelringe im Speckfett goldgelb braten, zu den Speckwürfeln geben.<br />
Die Schollen mit Salz und Pfeffer würzen, in Mehl wenden und nacheinander im Speckfett (falls das Speckfett nicht reicht, noch etwas Butterschmalz zugeben) bei mittlerer Hitze von jeder Seite 3-4 min. braten und auf einer Platte warm halten.<br />
Speck und Zwiebeln nochmals im Bratfett erhitzen und kurz vor dem Servieren über die Schollen geben.<br />
Den gehackten Dill darüber streuen und mit Zitronenscheiben oder -spalten garnieren.</p>
<p>Wie alle gebratene Plattfische werden die Schollen aus optische Gründen mit der hellen Seite nach oben serviert. Gegessen wird mit dem Fischbesteck oder mit zwei Gabeln. Wenn die Seitengräten entfernt sind, ist die Scholle auch für ungeübte Fischesser keine Herausforderung. Lästige Zwischenmuskelgräten hat die Scholle nämlich nicht!</p>
<p>Dazu passen: Kartoffelsalat oder Pellkartoffeln. Getränk: Bier (Pils) oder trockener Weißwein.</p>
<p><i>Variante:</i><br />
Scholle mit Nordseekrabben (Garnelen, im Ostfriesischen auch Granat genannt).</p>
<p><i>Zutataten:</i><br />
4 küchenfertige Schollen (à 350-400 g)<br />
4 EL Zitronensaft<br />
4 EL Öl (Rapsöl)<br />
Salz,<br />
Pfeffer<br />
1 Bund Lauchzwiebeln<br />
4 EL Butter<br />
1 gehäuter EL Röstzwiebeln<br />
200 g Nordseekrabbenfleisch (Am Besten und Billigsten selbst gepult.)</p>
<p>Zuerst die Butter mit den Röstzwiebel mischen.<br />
Lauchzwiebelnputzen, waschen und in Ringe schneiden.<br />
Schollen waschen, trocken tupfen. Mit Zitronensaft beträufeln, kurz ziehen lassen und würzen.<br />
Öl erhitzen. Schollen darin pro Seite 5-6 Minuten braten. Nach 4 Minuten 2 EL Röstzwiebel-Butter zufügen. Schollen warm stellen.<br />
2 EL Röstzwiebel-Butter erhitzen. Lauchzwiebeln darin andünsten. Krabben abspülen und kurz darin schwenken. Würzen und auf den Schollen verteilen.</p>
<p>Dazu schmecken Pellkartoffeln oder Salzkartoffeln.</p>
<p><i>Eine Mehlspeise, die auch als Hauptgericht gegessen wird, ist der</i></p>
<p><b>„Mehlbüddel“ oder „Groter Hans“</b><br />
In früheren Zeiten war dieser in Leinwand gekochte große Mehlkloß ein Hauptgericht der einfachen Landbevölkerung, wenn Eier und Milch aus eigener Tierhaltung zur Verfügung standen. Weshalb der „Grote Hans“ als Alltagsessen für Dithmarschen typisch war, wo es keine adligen Gutsherren gab, die ihr Land von Leibeigenen und später von Tagelöhnern bewirtschaften ließen, die meistens kein eigenes Vieh hatten.</p>
<p>Damals wurde der „Grote Hans“ oft mit Bauchspeck oder Schweinebacke, die im selben Topf mitgekocht worden waren, gegessen, aber auch mit Obstkompott, je nach Jahreszeit, oder mit Backobst.<br />
Nachdem sich der Kartoffelanbau durchgesetzt hatte, wurde der „Grote Hans“ fast ausschließlich als süße Mehlspeise gegessen.</p>
<p><i>Zutaten:</i><br />
500 – 600 g Weizenmehl <i>(geht übrigens auch mit Roggenmehl)</i><br />
4 bis 5 Eier<br />
½ Liter Milch<br />
60 g Butter<br />
60 g Schweineschmalz<br />
60 g Zucker<br />
Salz</p>
<p>Butter und Schmalz in einem Topf bei schwacher Hitze zerlassen. Eier trennen. Eigelb und etwa weniger als die Hälfte der Milch verquirlen. Zerlassenes Fett und den Zucker hinzugeben. Abwechselnd Mehl und die restliche Milch unterrühren. Zum Schluss das steif geschlagene Eiweiß unterheben.<br />
Etwas Grieß unter dem Mehl macht den Teig saftiger, aber dann braucht man etwas mehr Milch.</p>
<p>Ein Tuch anfeuchten und auswringen. <i>(Baumwoll- oder Leinentuch, Windel. Ein Tipp: Einkaufs-Stoffbeutel aus Baumwolle, die mit 95 Grad gewaschen wurden, sind nach meiner Erfahrung ganz praktisch für den „Mehlbüddel“.)</i> Das Tuch mit Mehl bestäuben, den Teig hineingeben, das Tuch verknoten. Dabei etwa 2 cm Leerraum lassen, da der Teig sich beim Kochen ausdehnt.<br />
An einem langen hölzernen Kochlöffel oder einem Holzstab aufgehängt im Wasserbad (großer Topf mit so viel Wasser, dass der Kloß halb bedeckt ist) 2 Stunden lang schwach kochen.<br />
Aus dem Wasser nehmen, den Klos aus dem Beutel nehmen und 5 Minuten ausdampfen lassen.</p>
<p>Den Kloß in Scheiben schneiden und mit Kompott, Backobst oder einfach mit Zucker und Zimt servieren.</p>
<p><i>Mit Kuchen, der vortrefflich zum Pharisäer passt, schließt sich der Kreis:</i></p>
<p><b>Stuten</b><br />
<a href="http://www.ipernity.com/doc/mmssenf/9046986"><img src="http://u1.ipernity.com/16/69/86/9046986.c45f030e.500.jpg" width="500" height="375" alt="stuten" border="0"/></a><br />
<i>Foto: MartinM</i></p>
<p>Rosinenstuten wird auch heute noch in vielen Familien selbst gebacken und an Sonn- und Feiertagen zum Frühstück und gern auch Nachmittags zum Tee oder Kaffee gegessen. Es gibt unzählige Varianten, vom einfachen Rosinenbrot bis zum edleren Festtagsstuten, der schon fast an den im Norden Klöben oder Klaben genannten Stollen herankommt.</p>
<p><i>Zutaten:</i><br />
500 g Mehl (Weizenmehl, am besten Vollkornmehl)<br />
¼ l Milch<br />
60 g Butter<br />
80 g Zucker<br />
200 g Rosinen (oder Sultaninen)<br />
<i>(edlere Varianten:<br />
100 g Rosinen<br />
50 g Korinthen<br />
50 g Sukkade)</i><br />
30 g Hefe<br />
<i>(für die edlere Variante:<br />
etwas Kardamon<br />
geriebene Zitronenschale)</i><br />
eine Prise Salz</p>
<p>Die Milch gegebenenfalls erst einmal auf Zimmertemperatur erwärmen lassen. <i>(Milch direkt aus dem Kühlschrank mag die Hefe nicht.)</i><br />
Einen Teil (etwa einem Drittel) des Mehls für den Vorteig in eine Schüssel geben.<br />
Hefe hineinbröckeln, etwas Zucker hinzufügen.<br />
Etwas Milch unter Rühren <i>(am besten:Rührgerät mit Knethaken)</i> dazugeben. Solange rühren, bis ein weicher Vorteig entstanden ist.<br />
Den Teig ca. 15 Minuten gehen lassen.<br />
Inzwischen die restliche Milch in einem Topf auf etwa 35 Grad erwärmen, die Butter in die Milch geben, schmelzen lassen.<br />
Den Zucker, das restliche Mehl, gegebenenfalls die Gewürze, das Salz und die Milch mit der zerlassenen Butter zum Vorteig geben. Zu einem geschmeidigen Teig verkneten.<br />
Den Teig 30 bis 40 Minuten gehen lassen. Das Volumen sollte sich etwa verdoppelt haben. <i>(Der Teig kann ohne weiteres noch länger gehen. Gegangener Hefeteig lässt sich gut einige Tage im Kühlschrank aufbewahren.)</i><br />
Inzwischen die Rosinen (und Korinthen) waschen und abtropfen lassen.<br />
Die Rosinen unter den Teig kneten.<br />
Den Teig zu einem Brot formen und noch einmal 20 Minuten gehen lassen.<br />
Im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad auf der mittlerer Schiene 45 – 60 Minuten backen. Vorsicht: Rosinen verbrennen leicht, daher kontrollieren!</p>
<p><b>Ostfriesischer Butterkuchen</b><br />
<a href="http://www.ipernity.com/doc/mmssenf/9046985"><img src="http://u1.ipernity.com/16/69/85/9046985.e4afe7d0.500.jpg" width="500" height="375" alt="butterkuchen" border="0"/></a><br />
<i>Foto: MartinM</i></p>
<p>Dieser schlichte Kuchen ist auch in anderen Teilen Norddeutschlands bekannt. Ein Kuchen, der keinen besonderen Anlass (außer Appetit) braucht und gut aus der Hand gegessen werden kann. Er wird aus dem gleichen Grundteig wie Stuten gebacken, es bietet sich also an, Stuten und Butterkuchen „in einem Rutsch“ zu backen.</p>
<p><i>Zutaten:</i><br />
500 g Mehl (Weizenmehl, am besten Vollkornmehl)<br />
¼ l Milch<br />
100 g Butter<br />
60 g Zucker<br />
30 g Hefe<br />
1 Ei<br />
eine Prise Salz</p>
<p>Für den Belag:<br />
ca. 100 g kalte Butter<br />
3 – 4 EL Zucker<br />
2 TL Zimt (gemahlen)</p>
<p>Die Milch sollte anfangs Zimmertemperatur haben.<br />
Einen Teil (etwa einem Drittel) des Mehls für den Vorteig in eine Schüssel geben.<br />
Hefe hineinbröckeln, etwas Zucker hinzufügen.<br />
Etwas Milch unter Rühren dazugeben. Solange rühren, bis ein weicher Vorteig entstanden ist.<br />
Den Vorteig ca. 15 Minuten gehen lassen.<br />
Inzwischen die restliche Milch in einem Topf auf etwa 35 Grad erwärmen, die Butter in die Milch geben, schmelzen lassen.<br />
Den Zucker, das restliche Mehl, das Salz und die Milch mit der zerlassenen Butter zum Vorteig geben. Zu einem geschmeidigen Teig verkneten.<br />
<i>(Wenn man Grundteig für den Stuten hat: einfach noch etwa 40 g zerlassen Butter extra hinzugeben.)</i><br />
Ein Ei unterkneten.<br />
Den Teig 30 bis 40 Minuten gehen lassen. Das Volumen sollte sich etwa verdoppelt haben.<br />
Nun den Teig auf einem gefetteten oder besser: mit Backpapier belegten Backblech verteilen.<br />
<i>(Kleiner Tipp aus Pizzabackerfahrung: der klebrige Hefeteig lässt sich mit nassen Händen und nass gemachtem Gerät (Teigschaber, evt. Kuchenrolle) besser handhaben!)</i><br />
Noch einmal 20 Minuten gehen lassen.<br />
In den aufgegangenen Teig mit den Fingern Vertiefungen drücken, in die jeweils ein Stückchen Butter kommt. Zucker und Zimt in einer Tasse mischen und möglichst gleichmäßig über den Teig streuen (Teelöffel).<br />
Im vorgeheizten Backofen auf mittlerer Schiene bei 200 Grad 20 bis 25 Minuten backen.</p>
<p>Butterkuchen schmeckt leicht ofenwarm am besten!</p>
<div style="display:block"><small><em>posted in <a href="http://www.nornirsaett.de/category/asatru-themen/rezepte-kulinarisches/">Kulinarisches</a> by MartinM <a href="http://www.nornirsaett.de/deftiges-vonner-waterkant/#comments">Leave A Comment</a><br />&copy;2012 <a href="http://www.nornirsaett.de">Asatru zum selber Denken - die Nornirs Ætt</a>. All Rights Reserved.</em></small></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die schönste Jahreszeit an der See? Das muss nicht der Hochsommer sein!<br />
<a href="http://www.ipernity.com/doc/sven/8872765"><img src="http://u1.ipernity.com/16/27/65/8872765.fef9a90c.500.jpg" width="500" height="375" alt="Welle" border="0"/></a><br />
(Foto: Sven Scholz)</p>
<p>Ich wohnte einige Jahre an der Nordsee, und auch heute immerhin so nahe an der Waterkant, dass ich spontan mal für einen Ausflug oder einen Kurzurlaub an die See fahren kann. Sicher, im Sommer kann man baden (zu anderen Jahreszeiten auch, aber es kostet Überwindung). Im Sommer sind allerdings auch die Seebäder überfüllt, es geht hektisch zu, und bei durchwachsenen Wetter ist unter Umständen auch nichts mit Strandleben.<br />
Wenn man mich fragt, wann ich am liebsten an der See bin, dann antworte ich: im frühen Herbst und im Frühling. Baden ist schön, aber von Badegästen überfüllte Strände können auf die Nerven gehen – leere Strände, frischer Wind und weiter Horizont entspannen.</p>
<p>Zum Urlaub an der See zu etwas kühlerer Zeit gehört unbedingt die einheimische Küche. Lange Spaziergänge am Strand oder auf den Deich wecken den Appetit auf etwas Warmes und Kräftiges<br />
Übrigens kenne ich fast alle Gerichte, die ich hier vorstelle, „von Zuhause“ und habe sie alle schon mehrfach zubereitet. Es ist keine „feine“ Küche, sondern Hausmannskost – und: da es traditionelle Rezepte sind, sind sie nichts für besessene Kalorienzähler.</p>
<p>Vorweg natürlich DAS Durchwärm-Getränk von der Nordseeküste:</p>
<p><b>Pharisäer</b><br />
<a href="http://www.ipernity.com/doc/mmssenf/9002518"><img src="http://u1.ipernity.com/16/25/18/9002518.b6fbbc78.500.jpg" width="360" height="500" alt="pharisaeer" border="0"/></a><br />
(Foto: Karan)</p>
<p>Das norddeutsche Gegenstück zu &#8220;Irish Coffee&#8221;, &#8220;Hot Coffee&#8221;, &#8220;Cafe Royal&#8221; oder &#8220;Rüdesheimer Kaffee&#8221; entstand der Legende nach auf der Nordfriesischen Insel Nordstrand, um das Jahr 1870. Zu jener Zeit amtierte dort der besonders asketische Pastor Georg Bleyer. Daraus ergab sich anlässlich einer Kindstaufe das Dilemma, dass einerseits der friesische Brauch erforderte, dass zu einer Taufe mit ´nem tüchtigen Schluck Schnaps angestoßen werden musste, andererseits der gestrenge Pastor Alkohol verbot.<br />
Die Nordstrander bedienten sich einer List und versetzten den zur Tauffeier servierten Kaffee mit Rum. Eine Sahnehaube verhinderte dabei, dass der Rum im heißen Kaffee verdunstete und es nach Alkohol roch. Selbstverständlich bekam der Pastor stets einen &#8220;normalen&#8221; Kaffee mit Sahne. Die Versionen, wie der Pastor hinter die List kam, weichen voneinander ab, entweder wurde er aufgrund der immer heiterer werdenden Stimmung misstrauisch, oder es wurde ihm versehentlich eine Tasse Kaffee mit Rumzusatz serviert.<br />
Berühmt ist sein spontaner Vergleich mit Scheinheiligen früherer Zeiten: &#8220;Oh, ihr Pharisäer!&#8221;</p>
<p><i>Zutaten:</i><br />
5 cl brauner Rum<br />
2 &#8211; 3 TL Zucker<br />
heißer, starker Kaffee zum Auffüllen<br />
2 EL geschlagene Sahne</p>
<p>Den vorgewärmten Rum in eine ebenfalls vorgewärmte Tasse geben. Den Zucker hinzugeben, gut umrühren. Die Tasse mit Kaffee zu 3/4 auffüllen und eine Sahnehaube obenaufgeben.<br />
Der Pharisäer wird nicht gerührt, sondern durch die Sahne getrunken!</p>
<p><i>Ein paar typische Suppen und Eintöpfe mit Tradition, die auch heute noch im Norden beliebt sind.</i></p>
<p><b>„Marktsuppe“ oder „Holsteiner Specksuppe“</b><br />
In diese Suppe kann alles hinein, was es auf dem Markt gerade an Gemüse gibt. Je nach Saison kann sich diese kräftige Gemüsesuppe also kräftig unterscheiden. Allen Varianten dieser dieser Suppe, in die „allens rinkümmt“ ist die Grundlage: ein Räucherschinkenknochen mit noch Fleisch dran oder, wie der Name „Specksuppe“ verrät, Räucherspeck. Auch allen Varianten gemeinsam ist das Obst, vor allem die Backpflaumen, die der Suppe einen süß-sauren Geschmack verleihen. Die süß-saure Note ist typisch für viele Gerichte aus Schleswig-Holstein und Hamburg und wahrscheinlich auf skandinavische Einflüsse zurückzuführen.<br />
Traditionell wird die Specksuppe gestovt, d. h. mit Mehl etwa sämig gemacht. Ich ziehe allerdings die klare Variante vor, weil ohnehin Mehlklöße, genannt „Klüten“, in die Suppe gehören.</p>
<p>Auch die bekannte „Hamburger Aalsuppe“ ist eine Variante der Marktsuppe, in die frischer („grüner“) Aal kommt. Da Aal früher in Hamburg sehr preiswert war (die Zeiten sind leider vorbei),   dürfte die Behauptung, die „Aalsuppe“ hieße so, weil da „allens rinkümmt“ und man nur den Touristen und Quiddjes (Zugezogenen) zuliebe, die das nun mal so erwarten, Aal hinzugäbe, eine moderne Legende sein.<br />
<i>(Da ich die Hamburger Aalsuppe, wie ich gestehen muss, noch nie selbst gekocht habe, stelle ich sie hier auch nicht vor.)</i></p>
<p><i>Zutaten (vier Portionen)</i><br />
500 g durchwachsener Räucherspeck<br />
100 g Backpflaumen<br />
1 Bund Suppengrün<br />
Gemüse – hier eine eher sommerliche Variante:<br />
3 – 4 Möhren<br />
1/2 Knolle Sellerie<br />
200 g Erbsen<br />
1 kleiner oder ½ großer Blumenkohl (in Röschen gebrochen)<br />
(je nach Saison kann auch Spargel, Rosenkohl, Broccoli, Schwarzwurzel usw. hinein – nur die Gesamtmenge des Gemüses muss etwa gleich sein)<br />
200 g Birnen (am besten Kochbirnen, es gehen aber auch andere säuerliche Sorten)<br />
Salz<br />
1 Lorbeerblatt<br />
Petersillie<br />
Bohnenkraut<br />
Dill<br />
Zucker<br />
Essig</p>
<p>Backpflaumen mehrere Stunde einweichen lassen. (Am besten am Vorabend ins Wasser geben, dann sind sie am Vormittag gut eingeweicht.)</p>
<p>Speck von der Schwarte lösen und in nicht zu kleine Würfel schneiden.<br />
Suppengrün waschen, putzen, kleinschneiden.<br />
Gemüse waschen, putzen, kleinschneiden.<br />
Birnen schälen, vierteln, Kerngehäuse entfernen.<br />
Backpflaumen aus dem Einweichwasser holen, abtropfen lassen.<br />
Den Speck und die Schwarte mit 1 ½  Liter Wasser und etwas Salz aufsetzen und erst einmal eine Stunde bei mäßiger Hitze zudeckt kochen lassen.<br />
Zwischendurch abschäumen!<br />
Nach dem Ende der ersten Stunde das Suppengrün hinzugeben.<br />
Eine halbe Stunde kochen lassen.<br />
Die Schwarte herausnehmen. (Die weichgekochte Schwarte kann man auch mitessen – wenn man es mag.)<br />
Gemüse in die kochende Brühe geben.<br />
Nach gut fünf Minuten die Backpflaumen und die Birnen hinzugeben.<br />
Noch 15 Minuten bei schwacher Hitze garen lassen.<br />
Die gehackten Kräuter hinzugeben<br />
Die Klüten bzw. die Griesklöschen hinzugeben.<br />
Noch fünf Minuten ziehen lassen.<br />
(Gesamte Kochzeit: ca. 2 Stunden.)</p>
<p>Einlage:<br />
<b>Klüten (Mehlklöschen)</b></p>
<p><i>Zutaten</i><br />
250 g Weizenmehl<br />
½ l Milch<br />
Salz<br />
40 g Butter<br />
2 Eier</p>
<p>Milch mit Butter und Salz zum Kochen bringen. Das Mehl zugeben und so lange kräftig rühren, bis die Masse sich vom Topfboden löst.<br />
Vom Herd nehmen und ein Ei unterrühren.<br />
Etwas abkühlen lassen, ein weiteres Ei unterrühren (das dann weniger gerinnt).<br />
Mit einem nassen Dessertlöffel Klöße abstechen.<br />
In kochendes Salzwasser geben und 10 Minuten bei leicht siedendem Wasser im offenen Topf garen.</p>
<p>Oder:<br />
<b>Grießklöschen</b></p>
<p><i>Zutaten</i><br />
250 g Hartweizengrieß<br />
½ Milch<br />
40 g Butter<br />
2 Eier<br />
etwas Mehl</p>
<p>Milch mit der Butter kurz aufkochen.<br />
Auf schwache Hitze herunterstellen.<br />
In die köchelnde Milch unter ständigem Rühren Grieß einrieseln lassen.<br />
Kräftig weiterrühren, bis sich die Masse vom Topfboden löst.<br />
Vom Herd nehmen und ein Ei unterrühren.<br />
Etwas abkühlen lassen, ein weiteres Ei unterrühren.<br />
Mit einem nassen Dessertlöffel Klöße abstechen.<br />
In kochendes Salzwasser geben und 10 Minuten bei leicht siedendem Wasser im offenen Topf garen.</p>
<p><b>Kartoffelsuppe mit Krabben oder „Greetsieler Krabbensuppe“</b><br />
<a href="http://www.ipernity.com/doc/mmssenf/8984991"><img src="http://u1.ipernity.com/16/49/91/8984991.e6e38877.500.jpg" width="500" height="375" alt="Krabbensuppe" border="0"/></a><br />
<i>Foto: MartinM</i></p>
<p>Kartoffeln eroberten die norddeutsche Küche erst relativ spät (im 18. Jahrhundert), dann aber gründlich. Sie gediehen sogar auf den sandigen Böden der Geest sehr gut, erlaubten eine erweiterte Fruchtfolge und waren haltbar und transportfähig.<br />
Manchen Touristen erscheint die Kombination aus einfacher Kartoffelsuppe und etwas so „edlem“ wie Krabben / Garnelen / Granat / Porren gewagt zu sein. In den Küstenorten war das früher anders: Krabben waren hier unter Umständen billiger als z. B. Suppenfleisch vom Rind.<br />
Am Besten und Billigsten kauft man die Nordseekrabben mit Schale und pult die Krabben selbst aus. (Umrechnung: Von drei Kilo in Schale gekochter ganzer Krabben verbleibt nach dem Pulen ungefähr ein Kilo Fleisch.) Anleitung: Kopf und Hinterteil der Krabbe jeweils zwischen zwei Finger nehmen, den Panzer vorsichtig in der Mitte knicken, dann mit einer Drehbewegung zu beiden Seiten abziehen. Anfangs ruhig Zeit nehmen.<br />
Krabbenfleisch aus dem Fischhandel hat meistens eine lange Reise in Billiglohnländer und retour hinter sich und kann deshalb nicht mehr wirklich frisch sein.</p>
<p><i>Zutaten für vier Portionen:</i><br />
700 g Kartoffeln<br />
1 Bund Suppengrün<br />
½ Bund Petersilie<br />
125 – 150 g durchwachsener Räucherspeck<br />
Salz<br />
40 g Butter (oder 125 ml süße Sahne)<br />
200 g frisches Nordseekrabbenfleisch</p>
<p>Die Kartoffeln schälen und in Stücke schneiden. Das Suppengrün putzen, waschen, und klein schneiden. Den Speck fein würfeln.<br />
Die Kartoffeln und das Suppengrün in 1 ½  Liter leicht gesalzenem Wasser etwa ½ Stunde lang gar kochen.<br />
Petersilie waschen, trocken schleudern und fein hacken.<br />
Speck in einer Pfanne kurz anbraten.<br />
Die Kartoffeln und das Gemüse pürieren. <i>(Ich nehme einfach den guten alten Kartoffelstampfer.)</i><br />
Bei Bedarf etwas nachsalzen.<br />
Butter (oder Sahne) und die Petersilie untermischen.<br />
Den Speck und die Krabben zum Schluss in die Suppe geben.<br />
Mit Petersilie bestreuen.<br />
Dazu: frisches Weißbrot, Bier oder trockener Weißwein.</p>
<p><b>Steckrübeneintopf mit Wurzeln und Kartoffeln</b><br />
Ein klassischer Herbst- und Wintereintopf.<br />
Eintöpfe aus Steckrüben, Möhren (im Norden Mohrrüben oder einfach „Wurzeln“ genannt) und Kartoffeln waren im 19. und 20. Jahrhundert nicht nur in der Küche der „einfachen Leute“, sondern auch in der gutbürgerlichen Küche zu finden.<br />
Es gibt unzählige, „reiche“ (z. B. das „Lübecker National&#8221;) und „arme“ Varianten.<br />
Dieses Rezept aus Ostholstein ist nur eine von vielen Varianten:</p>
<p>500 g durchwachsenes, gepökeltes Schweinefleisch. (Schweinebacke, Pöckelnacken, oder aus Kasseler. Wenn Kasseler verwendet wird: ein Teil durch Speck ersetzen!)<br />
750 g Steckrübe<br />
750 g Wurzeln (Möhren)<br />
1 kg Kartoffeln<br />
Salz<br />
Pfeffer</p>
<p>Das Schweinefleisch mit 1 ½  Liter Wasser aufsetzen, aufkochen, zugedeckt insgesamt 1 Stunde lang bei schwacher Hitze kochen.<br />
Steckrüben schälen und in Würfel schneiden. Kartoffeln schälen und kleinschneiden, Möhren putzen und kleinschneiden.<br />
Nach 30 Minuten Kochzeit die Steckrüben zum Fleisch geben,<br />
nach weiteren 15 Minuten kommen die Kartoffeln und die Wurzeln.dazu.<br />
Noch 15 Minuten garen.<br />
Fleisch herausnehmen, klein schneiden, und wieder zugeben.<br />
Mit Salz und Pfeffer abschmecken.</p>
<p><i>Auf besonderen Wunsch:</i><br />
<b>Labskaus</b><br />
In der großen Zeit der Segelschiffe bestand der Proviant aus wochen- oder monatelang haltbaren Lebensmitteln: Schiffszwieback, also Hartbrot, Pökelfleisch, Hartkäse, getrocknete Hülsenfrüchte,  Salzheringe. Wenn dazu noch Dauerwurst, Backobst und in Essig eingelegtes Gemüse kam, konnte man schon von „luxuriöser Verpflegung“ reden. Das gegen die „Geisel der christlichen Seefahrt“, die Mangelkrankheit Skorbut, wirksame Sauerkraut war bis ins 18. Jahrhundert eine „Geheimwaffe“ kundiger Kapitäne, Köche und Proviantmeister. Etwa ab dieser Zeit ergänzten auch Kartoffeln den Speiseplan. Brot wurde, wenn möglich, aus mitgebrachtem Mehl an Bord gebacken – es war aber nicht immer möglich.<br />
Typisch für die Bordküche waren Eintopfgerichte, die in großen Kesseln über dem gemauertem Kombüsenherd gekocht wurden.</p>
<p>Das Seemannsessen „lobscourse“, im heutigen Englisch auch kurz „scouse“ genannt, ist mindestens seit 1706 nachgewiesen, als der englischen Autor Ned Ward es beschrieb. Bekannt ist es, in zahlreichen Varianten, an allen Küsten Nordeuropas. Sprachlich könnte es aus dem Baltikum stammen: „Labs kausis“ heißt auf Lettisch &#8220;gute Schüssel&#8221;. Dennoch ist ein norddeutschen Ursprung des Wortes und vielleicht auch des Gerichts möglich, denn „Kaus“ ist auch ein plattdeutsches Wort für „Schale“ und „Labs“ ist der „Lappen“ und bezeichnet auch ein knochenloses Stück Fleisch. Labskaus-ähnliche Gerichte dürfte es schon im Mittelalter gegeben haben.<br />
<a href="http://www.ipernity.com/doc/mmssenf/9117694"><img src="http://u1.ipernity.com/16/76/94/9117694.c2b21bf7.500.jpg" width="500" height="375" alt="labskaus" border="0"/></a><br />
<i>Foto: MartinM</i><br />
<i>Zutaten (für vier große Portionen) </i><br />
1 kg gepökelte Rinderbrust<br />
Lorbeerblatt<br />
300 g Zwiebeln (grob gehackt)<br />
500 g mehlige Kartoffeln<br />
Pfeffer</p>
<p><i>Beilagen</i><br />
4 Salzgurken (oder auch Essiggurken)<br />
250 g in Essig eingelegte Rote Beete<br />
4 – 8 Eier <i>(an Bord der großen Tiefwassersegler wurden Hühner gehalten, aber Spiegelei gab es wohl nur selten, und zwei Eier pro Mann allenfalls an hohen Feiertagen)</i>.<br />
Eventuell 4 Salzheringe, (oder Matjesheringe, Bismarkheringe, Rollmöpse) <i>(Wird es an Bord oft gegeben haben!)</i></p>
<p>Die Rinderbrust mit den geschälten und geviertelten Zwiebeln und etwas Pfeffer und einem Lorbeerblatt in einen Topf mit 2 Liter Wasser geben und rund 2 Stunden weich kochen.<br />
Dann das Fleisch aus der Brühe nehmen und warmstellen.<br />
Nun die geschälten und kleingeschnittenen Kartoffeln in die Brühe geben.<br />
Gut 20 Minuten weichkochen. Überschüssige Brühe abgießen.<br />
Die Kartoffeln mit etwas Brühe zu Brei zerstampfen.<br />
Das Rindfleisch mit den Zwiebeln durch einen Fleischwolf drehen und zu den Stampfkartoffeln geben, unter häufigem Umrühren bei mäßiger Hitze erhitzen.<br />
Mit Pfeffer abschmecken </p>
<p>Angerichtet wird Labskaus mit einem oder zwei Spiegeleiern und in Scheiben geschnittener Roter Bete und Salzgurke, ebenfalls in Scheiben. Dazu eventuell ein Salzhering oder Rollmops.<br />
Dazu passt Bier.</p>
<p>Anstatt mit Pöckelrippe lässt sich Labskaus auch mit Corned Beef zubereiten:<br />
Dazu gibt man einfach das Corned-Beef zu den Stampfkartoffeln und den Zwiebel, mischt das Ganze mit etwas Wasser gut durch, gibt eventuell etwas gekörnte Fleischbrühe (aus dem Glas) hinzu, und erhitzt das ganze unter häufigen Umrühren bei mäßiger Hitze.</p>
<p>Diese Zubereitungsart ist denkbar einfach und zeitsparend. Sie ist sogar authentisch für die große Zeit der Tiefwassersegler im 19. Jahrhundert, denn Corned Beef ist zerkleinertes, gepökeltes, im eigenen Saft gekochtes Rindfleisch, wie es tatsächlich zuerst als Schiffsproviant verwendet wurde. Auch Corned Beef in Dosen gibt es schon seit gut 200 Jahren. Erfunden wurde die Konserve 1795 von Nicolas Appert, allerdings verwendete er dazu Glasflaschen. Diese Konserven wurden von der französischen Marine erfolgreich getestet. Der britische Kaufmann Peter Durand kam 1810 auf die Idee, die Methode von Appert mit Blechbehältern durchzuführen und erfand damit die Konservendose. Die im Vergleich zu Glasflaschen leichte und unzerbrechliche Konservendose trat ihren weltweiten Siegeszug über die Marschverpflegung der britischen Armee und mehr noch über den Schiffsproviant der Royal Navy an.<br />
Was die gekörnte Brühe angeht: so etwas gab es schon im 18. Jahrhundert. Eine größere Menge Fleisch wurde ausgekocht und anschließend zu einem Gelee reduziert, das dann getrocknet wurde. Mit heißem Wasser aufgegossen, ergab es eine Brühe. Die Trockenbrühe wurde auch schon zu Würfeln gepresst: Im britischen National Maritime Museum ist so ein Würfel ausgestellt, der von einer Expedition James Cooks stammt. Der von Maggi 1909 erfundene „moderne“ Brühwürfel enthielt kein Fleisch. (Und wenn nicht ausdrücklich „Fleischbrühe“ auf der Verpackung steht, ist das auch heute noch so!)</p>
<p><i>Fisch darf an der „Waterkant“ natürlich nicht fehlen:</i></p>
<p><b>Pannfisch mit Senfsoße</b><br />
<a href="http://www.ipernity.com/doc/mmssenf/9070558"><img src="http://u1.ipernity.com/16/05/58/9070558.50d2605c.500.jpg" width="500" height="375" alt="Pannfisch" border="0"/></a><br />
<i>Foto: MartinM</i></p>
<p>Der &#8220;Pannfisch&#8221; ist ein traditionelles Essen der „kleinen Leute vom Hafen“. Es kann im Prinzip mit  jeder Sorte Fisch, die gerade da ist, zubereitet werden. Traditionell waren das Kabeljau (bzw. Dorsch) und Schellfisch, aber durch die Überfischung sind diese einst häufigen Fische leider selten geworden. Man kann aber problemlos auf andere Sorten Seefisch ausweichen, Rotbarsch, Meeräsche, Seelachs usw. &#8211; Pannfisch aus grünen Heringen geht auch, das habe ich früher oft bei meiner Großmutter gegessen.<br />
Auf der Speisekarte wird Pannfisch – wenn er es denn auf die Speisekarte geschafft hat, was ihm nur selten gelingt – in Hamburg „Hamburger Pannfisch“, in Bremen „Bremer Pannfisch“ usw. genannt &#8211; wahrscheinlich hat jede große oder kleine Hafenstadt „ihren“ Pannfisch. Gebratener Fisch in Senfsoße wird auch in England und Skandinavien gern gegessen.</p>
<p>(Zutaten, für 4 Portionen)<br />
720 g filetierter Seefisch, z. B:<br />
300g Kabeljaufilet<br />
250g Rotbarschfilet<br />
200 g grüne Heringsfilets<br />
4 -5 Eier<br />
800g gekochte und gepellte Pellkartoffeln<br />
2 mittelgroße Zwiebeln<br />
gehackte Petersilie, Schnittlauch, Dill (gehackt)<br />
Fest zum Braten (traditionell: Butterschmalz)<br />
Salz, Pfeffer, Zitronensaft<br />
etwas Mehl</p>
<p>Für die Senfsoße:<br />
1 mittelgroße Zwiebel<br />
Butter<br />
1 halbe Tasse Fleischbrühe<br />
2 EL Senf, mittelscharf<br />
1 EL Mehl<br />
Salz, Pfeffer, Zucker,</p>
<p><i>Nach meiner Erfahrung ist es praktischer und weniger „unfallträchtig“, die Bratkartoffeln, den Fisch und das Rührei separat zu braten, auch wenn man drei Pfannen braucht. Traditionell wird aber alles zusammen in einer großen Pfanne gebraten. Dann muss man aber sehr aufpassen, dass einem nichts anbrennt!</i></p>
<p>Die Pellkartoffeln und die Zwiebel in Scheiben schneiden.<br />
In einer Pfanne das Bratfett erhitzen. Die Kartoffel dazugeben und leicht braun braten, am Schluss die Zwiebeln dazugeben und leicht glasig werden lassen, salzen, pfeffern.</p>
<p>Die Fischfilets in etwa 3 mal 3 cm große Stücke schneiden. Mit Salz, Pfeffer und etwas Zitronensaft würzen; leicht mehlen.<br />
In einer Pfanne das Fett (Butterschmalz) erhitzen.<br />
Die Fischstücke darin  2-3 min. auf jeder Seite braten.</p>
<p>Die Eier schaumig schlagen, etwas Schnittlauch, Dill, eine Prise Salz und Pfeffer untermischen.<br />
In einer Pfanne mit etwas Fett zu einem kleinen Rührei braten.</p>
<p>Dann die gebratenen Fische mit den Bratkartoffeln anrichten. Mit gehackter Petersilie, Schnittlauch und Dill bestreuen. Mit dem Rührei ergänzen.<br />
(Es gibt auch Varianten ohne Rührei.)</p>
<p><i>Die Senfsoße:</i><br />
Zwiebel fein hacken, in einen Topf in Butter glasig anschwitzen und einen Esslöffel Mehl dazu geben.<br />
Mit etwas Fleischbrühe aufgießen.<br />
2 Esslöffel Senf (eher mehr) dazu geben.<br />
Mit Salz, Pfeffer und etwas Zucker würzen.<br />
10 min. bei schwacher Hitze köcheln lassen.<br />
Mit Salz, Pfeffer und Zucker nach Bedarf abschmecken.<br />
1 EL kalte Butter untermischen.</p>
<p>Dazu schmeckt: grüner Blattsalat mit leichter Salatsoße und Bier.</p>
<p><b>Finkenwerder Kutterscholle</b><br />
Auch wenn die „Maischolle“ ein fester Begriff ist &#8211; Schollen werden bis in den Herbst hinein gefangen! Leider ist die Scholle in vielen Teilen der Nordsee überfischt, was allerdings nicht die Schuld der traditionellen Kutterfischerei ist, deren Existenz durch den Raubbau bedroht ist.<br />
Die Fische für die &#8220;Finkenwerder Kutterscholle&#8221; nur noch sehr selten in Finkenwerder angelandet, wegen des Niedergangs der Kutterfischerei &#8211; ein einziger Kutter fischt noch von Finkenwerder aus in der Nordsee.</p>
<p>Hier die einfache, klassische Variante (vier Portionen):</p>
<p><i>Zutaten:</i><br />
4 Schollen, mittelgroß (ca. 400 g), küchenfertig<br />
150 g Speck (Frühstücksspeck)<br />
1 Bund Dill<br />
2 Zwiebeln<br />
1 Zitrone, unbehandelt<br />
Saft von einer Zitrone<br />
Weizenmehl, zum Wenden<br />
Butterschmalz<br />
Salz<br />
Pfeffer</p>
<p>Wenn nicht schon erledigt: Von den Schollen Kopf, Schwanz und Seitengräten (des Flossensaums) abschneiden.<br />
Gründlich inner und außen waschen, trocken tupfen und mit Zitronensaft beträufelt.<br />
10 min. ziehen lassen.<br />
Inzwischen den Speck fein würfeln und die Zwiebeln in dünne Ringe schneiden.<br />
Den Dill fein schneiden oder hacken.<br />
Die Speckwürfel in einer Pfanne bei mittlerer Hitze auslassen, herausnehmen und beiseite stellen.<br />
Dann die Zwiebelringe im Speckfett goldgelb braten, zu den Speckwürfeln geben.<br />
Die Schollen mit Salz und Pfeffer würzen, in Mehl wenden und nacheinander im Speckfett (falls das Speckfett nicht reicht, noch etwas Butterschmalz zugeben) bei mittlerer Hitze von jeder Seite 3-4 min. braten und auf einer Platte warm halten.<br />
Speck und Zwiebeln nochmals im Bratfett erhitzen und kurz vor dem Servieren über die Schollen geben.<br />
Den gehackten Dill darüber streuen und mit Zitronenscheiben oder -spalten garnieren.</p>
<p>Wie alle gebratene Plattfische werden die Schollen aus optische Gründen mit der hellen Seite nach oben serviert. Gegessen wird mit dem Fischbesteck oder mit zwei Gabeln. Wenn die Seitengräten entfernt sind, ist die Scholle auch für ungeübte Fischesser keine Herausforderung. Lästige Zwischenmuskelgräten hat die Scholle nämlich nicht!</p>
<p>Dazu passen: Kartoffelsalat oder Pellkartoffeln. Getränk: Bier (Pils) oder trockener Weißwein.</p>
<p><i>Variante:</i><br />
Scholle mit Nordseekrabben (Garnelen, im Ostfriesischen auch Granat genannt).</p>
<p><i>Zutataten:</i><br />
4 küchenfertige Schollen (à 350-400 g)<br />
4 EL Zitronensaft<br />
4 EL Öl (Rapsöl)<br />
Salz,<br />
Pfeffer<br />
1 Bund Lauchzwiebeln<br />
4 EL Butter<br />
1 gehäuter EL Röstzwiebeln<br />
200 g Nordseekrabbenfleisch (Am Besten und Billigsten selbst gepult.)</p>
<p>Zuerst die Butter mit den Röstzwiebel mischen.<br />
Lauchzwiebelnputzen, waschen und in Ringe schneiden.<br />
Schollen waschen, trocken tupfen. Mit Zitronensaft beträufeln, kurz ziehen lassen und würzen.<br />
Öl erhitzen. Schollen darin pro Seite 5-6 Minuten braten. Nach 4 Minuten 2 EL Röstzwiebel-Butter zufügen. Schollen warm stellen.<br />
2 EL Röstzwiebel-Butter erhitzen. Lauchzwiebeln darin andünsten. Krabben abspülen und kurz darin schwenken. Würzen und auf den Schollen verteilen.</p>
<p>Dazu schmecken Pellkartoffeln oder Salzkartoffeln.</p>
<p><i>Eine Mehlspeise, die auch als Hauptgericht gegessen wird, ist der</i></p>
<p><b>„Mehlbüddel“ oder „Groter Hans“</b><br />
In früheren Zeiten war dieser in Leinwand gekochte große Mehlkloß ein Hauptgericht der einfachen Landbevölkerung, wenn Eier und Milch aus eigener Tierhaltung zur Verfügung standen. Weshalb der „Grote Hans“ als Alltagsessen für Dithmarschen typisch war, wo es keine adligen Gutsherren gab, die ihr Land von Leibeigenen und später von Tagelöhnern bewirtschaften ließen, die meistens kein eigenes Vieh hatten.</p>
<p>Damals wurde der „Grote Hans“ oft mit Bauchspeck oder Schweinebacke, die im selben Topf mitgekocht worden waren, gegessen, aber auch mit Obstkompott, je nach Jahreszeit, oder mit Backobst.<br />
Nachdem sich der Kartoffelanbau durchgesetzt hatte, wurde der „Grote Hans“ fast ausschließlich als süße Mehlspeise gegessen.</p>
<p><i>Zutaten:</i><br />
500 – 600 g Weizenmehl <i>(geht übrigens auch mit Roggenmehl)</i><br />
4 bis 5 Eier<br />
½ Liter Milch<br />
60 g Butter<br />
60 g Schweineschmalz<br />
60 g Zucker<br />
Salz</p>
<p>Butter und Schmalz in einem Topf bei schwacher Hitze zerlassen. Eier trennen. Eigelb und etwa weniger als die Hälfte der Milch verquirlen. Zerlassenes Fett und den Zucker hinzugeben. Abwechselnd Mehl und die restliche Milch unterrühren. Zum Schluss das steif geschlagene Eiweiß unterheben.<br />
Etwas Grieß unter dem Mehl macht den Teig saftiger, aber dann braucht man etwas mehr Milch.</p>
<p>Ein Tuch anfeuchten und auswringen. <i>(Baumwoll- oder Leinentuch, Windel. Ein Tipp: Einkaufs-Stoffbeutel aus Baumwolle, die mit 95 Grad gewaschen wurden, sind nach meiner Erfahrung ganz praktisch für den „Mehlbüddel“.)</i> Das Tuch mit Mehl bestäuben, den Teig hineingeben, das Tuch verknoten. Dabei etwa 2 cm Leerraum lassen, da der Teig sich beim Kochen ausdehnt.<br />
An einem langen hölzernen Kochlöffel oder einem Holzstab aufgehängt im Wasserbad (großer Topf mit so viel Wasser, dass der Kloß halb bedeckt ist) 2 Stunden lang schwach kochen.<br />
Aus dem Wasser nehmen, den Klos aus dem Beutel nehmen und 5 Minuten ausdampfen lassen.</p>
<p>Den Kloß in Scheiben schneiden und mit Kompott, Backobst oder einfach mit Zucker und Zimt servieren.</p>
<p><i>Mit Kuchen, der vortrefflich zum Pharisäer passt, schließt sich der Kreis:</i></p>
<p><b>Stuten</b><br />
<a href="http://www.ipernity.com/doc/mmssenf/9046986"><img src="http://u1.ipernity.com/16/69/86/9046986.c45f030e.500.jpg" width="500" height="375" alt="stuten" border="0"/></a><br />
<i>Foto: MartinM</i></p>
<p>Rosinenstuten wird auch heute noch in vielen Familien selbst gebacken und an Sonn- und Feiertagen zum Frühstück und gern auch Nachmittags zum Tee oder Kaffee gegessen. Es gibt unzählige Varianten, vom einfachen Rosinenbrot bis zum edleren Festtagsstuten, der schon fast an den im Norden Klöben oder Klaben genannten Stollen herankommt.</p>
<p><i>Zutaten:</i><br />
500 g Mehl (Weizenmehl, am besten Vollkornmehl)<br />
¼ l Milch<br />
60 g Butter<br />
80 g Zucker<br />
200 g Rosinen (oder Sultaninen)<br />
<i>(edlere Varianten:<br />
100 g Rosinen<br />
50 g Korinthen<br />
50 g Sukkade)</i><br />
30 g Hefe<br />
<i>(für die edlere Variante:<br />
etwas Kardamon<br />
geriebene Zitronenschale)</i><br />
eine Prise Salz</p>
<p>Die Milch gegebenenfalls erst einmal auf Zimmertemperatur erwärmen lassen. <i>(Milch direkt aus dem Kühlschrank mag die Hefe nicht.)</i><br />
Einen Teil (etwa einem Drittel) des Mehls für den Vorteig in eine Schüssel geben.<br />
Hefe hineinbröckeln, etwas Zucker hinzufügen.<br />
Etwas Milch unter Rühren <i>(am besten:Rührgerät mit Knethaken)</i> dazugeben. Solange rühren, bis ein weicher Vorteig entstanden ist.<br />
Den Teig ca. 15 Minuten gehen lassen.<br />
Inzwischen die restliche Milch in einem Topf auf etwa 35 Grad erwärmen, die Butter in die Milch geben, schmelzen lassen.<br />
Den Zucker, das restliche Mehl, gegebenenfalls die Gewürze, das Salz und die Milch mit der zerlassenen Butter zum Vorteig geben. Zu einem geschmeidigen Teig verkneten.<br />
Den Teig 30 bis 40 Minuten gehen lassen. Das Volumen sollte sich etwa verdoppelt haben. <i>(Der Teig kann ohne weiteres noch länger gehen. Gegangener Hefeteig lässt sich gut einige Tage im Kühlschrank aufbewahren.)</i><br />
Inzwischen die Rosinen (und Korinthen) waschen und abtropfen lassen.<br />
Die Rosinen unter den Teig kneten.<br />
Den Teig zu einem Brot formen und noch einmal 20 Minuten gehen lassen.<br />
Im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad auf der mittlerer Schiene 45 – 60 Minuten backen. Vorsicht: Rosinen verbrennen leicht, daher kontrollieren!</p>
<p><b>Ostfriesischer Butterkuchen</b><br />
<a href="http://www.ipernity.com/doc/mmssenf/9046985"><img src="http://u1.ipernity.com/16/69/85/9046985.e4afe7d0.500.jpg" width="500" height="375" alt="butterkuchen" border="0"/></a><br />
<i>Foto: MartinM</i></p>
<p>Dieser schlichte Kuchen ist auch in anderen Teilen Norddeutschlands bekannt. Ein Kuchen, der keinen besonderen Anlass (außer Appetit) braucht und gut aus der Hand gegessen werden kann. Er wird aus dem gleichen Grundteig wie Stuten gebacken, es bietet sich also an, Stuten und Butterkuchen „in einem Rutsch“ zu backen.</p>
<p><i>Zutaten:</i><br />
500 g Mehl (Weizenmehl, am besten Vollkornmehl)<br />
¼ l Milch<br />
100 g Butter<br />
60 g Zucker<br />
30 g Hefe<br />
1 Ei<br />
eine Prise Salz</p>
<p>Für den Belag:<br />
ca. 100 g kalte Butter<br />
3 – 4 EL Zucker<br />
2 TL Zimt (gemahlen)</p>
<p>Die Milch sollte anfangs Zimmertemperatur haben.<br />
Einen Teil (etwa einem Drittel) des Mehls für den Vorteig in eine Schüssel geben.<br />
Hefe hineinbröckeln, etwas Zucker hinzufügen.<br />
Etwas Milch unter Rühren dazugeben. Solange rühren, bis ein weicher Vorteig entstanden ist.<br />
Den Vorteig ca. 15 Minuten gehen lassen.<br />
Inzwischen die restliche Milch in einem Topf auf etwa 35 Grad erwärmen, die Butter in die Milch geben, schmelzen lassen.<br />
Den Zucker, das restliche Mehl, das Salz und die Milch mit der zerlassenen Butter zum Vorteig geben. Zu einem geschmeidigen Teig verkneten.<br />
<i>(Wenn man Grundteig für den Stuten hat: einfach noch etwa 40 g zerlassen Butter extra hinzugeben.)</i><br />
Ein Ei unterkneten.<br />
Den Teig 30 bis 40 Minuten gehen lassen. Das Volumen sollte sich etwa verdoppelt haben.<br />
Nun den Teig auf einem gefetteten oder besser: mit Backpapier belegten Backblech verteilen.<br />
<i>(Kleiner Tipp aus Pizzabackerfahrung: der klebrige Hefeteig lässt sich mit nassen Händen und nass gemachtem Gerät (Teigschaber, evt. Kuchenrolle) besser handhaben!)</i><br />
Noch einmal 20 Minuten gehen lassen.<br />
In den aufgegangenen Teig mit den Fingern Vertiefungen drücken, in die jeweils ein Stückchen Butter kommt. Zucker und Zimt in einer Tasse mischen und möglichst gleichmäßig über den Teig streuen (Teelöffel).<br />
Im vorgeheizten Backofen auf mittlerer Schiene bei 200 Grad 20 bis 25 Minuten backen.</p>
<p>Butterkuchen schmeckt leicht ofenwarm am besten!</p>
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		<title>Kirschleckereien</title>
		<link>http://www.nornirsaett.de/kirschenleckereien/</link>
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		<pubDate>Sat, 10 Jul 2010 10:04:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Brigh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kulinarisches]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Seit etwa 2500 Jahren wird die Wildform der Kirsche, die übrigens zu den Rosengewächsen zählt, auch kultiviert.<br />
Laut Plinius dem Älteren, war es Lukullus, der römische General und Gourmet, der die Kirsche im Jahre 73 v. u. Z. als Kriegsbeute aus dem vorderen Asien mitbrachte, um sie in Italien anzusiedeln. Nur wenig später waren laut Plinius sämtliche Provinzen mit Kirschbäumen besiedelt.<br />
Dennoch ist es nur halbrichtig zu behaupten, es gäbe erst seit damals Kirschen in Mitteleuropa.<br />
Die wilden Vogelkirschen wurden bereits in der Steinzeit als Obst geschätzt, was Kirschkernfunde in jungsteinzeitlichen Schweizer Pfahldörfern beweisen. In der Schweiz waren sie früher und auch sicherlich schneller als Lukullus – dank verlässlicher Vogelpost…<br />
<a href="http://www.ipernity.com/doc/52189/2183134"><img src="http://u1.ipernity.com/6/31/34/2183134.d3288a9e.500.jpg" width="500" height="375" alt="cherry" border="0"/></a><br />
<i>Foto: <a href="http://www.ipernity.com/home/52189">allesistbunt</a></i></p>
<h5>CC Namensnennung + Keine kommerzielle Nutzung + Weitergabe unter gleichen Bedingungen</h5>
<p>Sprachgeschichtlich gesehen, leitet sich &#8220;Kirsche&#8221; von griechisch &#8220;kerasia&#8221;, lateinisch &#8220;cerasum&#8221; ab. Aus dem althochdeutschen &#8220;kirsa&#8221; wurde mittehochdeutsch &#8220;kirse&#8221; oder &#8220;kerse&#8221; und schließlich neuhochdeutsch &#8220;Kirsche&#8221;.</p>
<h3>Mythologie und Brauchtum</h3>
<p>Die Kirsche bietet sich ob ihres Aussehens für Geschichten und Mythen buchstäblich an. Schneeweiße Blüten im Frühjahr, ein dunkler Stamm und leuchtend rote Früchte im Sommer haben wohl dazu beigetragen, dass sie sowohl geliebt als auch gefürchtet wurde: In Sagen und Geschichten wird der Kirschbaum oft als unheimlich beschrieben, er soll Wohnstätte von Wald- und Baumgeistern sein und auch die Seelen Verstorbener seien oft in seiner Nähe.<br />
Wahrscheinlich sind dies Überbleibsel aus vorchristlicher Zeit, denn da war der Kirschbaum unter anderem Artemis, der Göttin des Todes, geweiht.<br />
Er galt aber auch als besonderer Mondbaum, wahrscheinlich weil seine Blätter im Mond ganz bezaubernd silbern glänzen. . Der Mond symbolisiert den Zyklus von Leben und Tod, wie auch die alten Göttinnen das lebenserhaltende Prinzip waren und gleichzeitig die Herrin der Unterwelt.<br />
Doch gibt es auch einen slawischen Gott, der als Hüter der Kirschbäume galt: Kirnis. Um ihn gefällig zu stimmen, werden geschlachtete Hähne auf diese Kirschbäume gehängt und brennende Kerzen daran befestigt.</p>
<p>Als Brauch heute hat sich erhalten, Barbarazweige (4. Dezember) vom Kirschbaum zu schneiden, sie in einer Vase aufzustellen, damit sie an Weihnachten blühen: Die Weihnachtsblüte bedeutet Glück für den Menschen und Fruchtbarkeit für die Ernte und das Vieh im neuen Jahr. Als böses Omen gilt, wenn die Zweige nicht erblühen.<br />
Außerdem zeigt der Zweig an, dass trotz der dunklen Zeit, in der die Götter von Wachsen und  Gedeihen vermeintlich abwesend sind, sie dennoch ihre Botschaft zu den Menschen schicken, nämlich dass die Tage wieder länger werden und doch noch Hoffnung besteht, dass man über den Winter kommt <img src='http://www.nornirsaett.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> .<br />
Aus mittelalterlichen Kräuterbüchern sind bereits Absud aus Kirschenstielen bei Husten, Tee aus Kirschharz für die ableitenden Harnwege bekannt, ebenso Blütentherapien. Schon Hildegard von Bingen kannte Rezepturen, in denen Kirschkerne verwendet wurden.<br />
Als Aphrodisiakum, Liebeszauber, Potenzmittel dienten Kirschzweige und -kerne noch im 18. Jahrhundert.<br />
Heute erleben auch die Kirschkerne eine unerwartete Renaissance. Haben sich früher noch willige Mädchen Bänder mit aufgefädelten Kirschkernen um den Oberschenkel gebunden um damit Lust und Liebe auf sich zu ziehen, füllt man die Kerne heute in Überzüge, erwärmt sie und nutzt sie zum wohligen Einschlafen.<br />
Hat sich ein Mädchen jedoch vor der Zeit allzu vergnügt, wurde ihm am 1. Mai ein &#8220;Schandmai&#8221; ins Fenster gestellt – unter anderem nämlich einen Kirschzweig.</p>
<p>Früchte bedeuten Fruchtbarkeit, pralle Fülle und im übertragenen Sinne auch Reichtum und Wohlstand &#8211; auch die Kirschen. Für die christliche Kirche des Mittelalters war dies natürlich Grund, die Kirsche gemeinsam mit dem Apfel der Versuchung, aus der positiven Symbolik zu streichen.<br />
Seither steht die Kirsche nicht nur für Sinnlichkeit, sondern auch für den Sündenfall und die verbotenen Dinge des Lebens, was zahlreiche Beispiele aus darstellender Kunst und Literatur beweisen.</p>
<p>Die Kirsche ist heute aus unserer Küche kaum mehr wegzudenken – daher hier ein paar Rezepte von Martin und mir, die euch vielleicht die eine oder andere Anregung für die Verwendung der hübschen Früchte geben können.</p>
<h2>Rezepte</h2>
<h3>Sauerkirschsaft</h3>
<p>Bei den meisten Zubereitungsarten für Kirchsaft wird der Saft erhitzt oder sogar gekocht. Dabei gehen Vitamine und Enzyme verloren. Deshalb bevorzuge ich dieses „kalte“ Verfahren der Saftherstellung:</p>
<p>41/2 kg Sauerkirschen<br />
15 g Zitronensäure<br />
1/8 l Wasser<br />
2 ½ kg Zucker (Ja, das ist viel &#8211; es sind Sauerkirschen – es geht auch weniger.)</p>
<p>Kirschen waschen, entstielen, entkernen.<br />
Die Kirschen in eine Schüssel geben und mit dem Kartoffelstampfer zerdrücken.<br />
Die Zitronensäure im Wasser auflösen und über die Kirschen geben.</p>
<p>Einen vollen Tag lang an einem kühlen Ort zugedeckt stehen lassen, ab und an umrühren.</p>
<p>Den Kirschbrei in ein gespanntes Safttuch (feiner Baumwollstoff) geben, gut ablaufen lassen.<br />
Den Saft mit Zucker süßen. (Ja, man kann ihn auch ungesüßt lassen, allerdings ist er extrem sauer.)</p>
<p>In Flaschen abfüllen, kühl lagern.</p>
<p>Zum Safttuch: dazu nimmt man ein Tuch aus feiner, ungefärbter Baumwolle (Stoffwindeln eignen sich vorzüglich), bindet die vier Zipfel an die Beine eines umgedrehten Stuhls, und stellt eine Schüssel zum Auffangen des Saftes darunter.<i> (MartinM)</i></p>
<h3>Kirschsuppe, mit Grießklößchen (aus Süßkirschen)</h3>
<p>750 g Süßkirschen<br />
1 l Wasser<br />
150 g Zucker<br />
1/2 TL Zimt<br />
1 Prise Nelkenpulver<br />
1 EL Speisestaerke<br />
2 cl brauner Rum</p>
<p><i>Für die Klößchen:</i><br />
250 ml Milch<br />
20 g Zucker<br />
1 Prise Salz<br />
1 abgeriebene Schale einer unbehandelten Zitrone<br />
70 g Grieß<br />
2 Eigelb</p>
<p>Kirschen waschen, entstielen, abtropfen lassen und entsteinen.<br />
Mit Wasser, Zucker, Zimt und Nelkenpulver ca. 15 Min. kochen lassen.<br />
Speisestärke mit wenig kaltem Wasser anrühren, damit die Suppe binden.<br />
Kurz vor dem Servieren mit Rum abschmecken.</p>
<p><i>Klößchen</i><br />
Milch, Zucker, Salz und Zitronenschale aufkochen.<br />
Den Grieß hineingeben. Unter ständigem Rühren (Anbrenngefahr!) 5 Minuten kochen lassen.<br />
Eigelb unter die Grießmasse rühren.<br />
Mit einem angefeuchteten Teelöffel Klößchen von der Masse abstechen, in kochendes Salzwasser geben und ca. 5 Minuten kochen lassen.<br />
Die Klößchen mit einem Schaumlöffel aus dem Wasser heben,  gut abtropfen lassen und mit der Kirschsuppe servieren.</p>
<p>Die Kirschsuppe schmeckt warm und kalt. Der Rum ist im Prinzip entbehrlich, er rundet aber den Geschmack ab. <i>(MartinM)</i></p>
<h3>Kirschgrütze (eine Variante der bekannten „Roten Grütze“)</h3>
<p>500 g Süßkirschen<br />
¼ Stange Zimt<br />
Zucker nach Bedarf<br />
Saft einer Zitrone<br />
60 – 80 g Speisestärke<br />
Wasser</p>
<p>Kirschen waschen, entstielen, entkernen.<br />
Mit dem Zimt in ½ Liter Wasser geben, 5 Minuten kochen.<br />
Durch ein Sieb geben.<br />
Den Saft mit Wasser auf ¾ Liter ergänzen.<br />
Mit der kalt angerührten Speisestärke binden.<br />
Saft aufkochen.<br />
Mit Zucker und Zitrone abschmecken.<br />
Die Kirschen untermischen.</p>
<p>Grütze in eine kalt ausgespülte Schüssel geben, erkalten lassen.<i>(MartinM)</i></p>
<h3>Amarena Kirschen</h3>
<p>1 kg Kirschen (inkl. Kerne!)<br />
1 Zimtstange<br />
1 Vanilleschote<br />
2 Sternanis<br />
500g braunen Kandiszucker<br />
¾ Liter Amaretto</p>
<p>So geht&#8217;s:<br />
Kirschen entkernen. Die Kerne noch aufbewahren!<br />
Kirschen und Zucker in ein großes, verschließbares Glas geben. Gewürze und Kirschkerne in ein Leinentuch geben, fest zubinden und ab zu den Kirschen damit!<br />
Amaretto hinzufügen und das Glas fest verschließen. An einem dunklen, kühlen Ort ziehen lassen.<br />
Den Amaretto über alles gießen und gut verschlossen und dunkel an einem kühlen Ort ziehen lassen.(Brigh)</p>
<h3>Kirsch-Topfenstrudel</h3>
<p>Für zwei große Strudel</p>
<p>2 Packungen Strudelteig<br />
1/2 kg entkernte Kirschen<br />
750g Topfen (Quark)<br />
4 Eidotter<br />
2 Eiklar<br />
4 EL Honig<br />
1 Schuss Rum</p>
<p>So geht&#8217;s:<br />
Topfen mit Eidotter, Honig und Rum aufschlagen und auf dem Teig verteilen.<br />
Die Strudel mit einer Gabel mehrmals einstechen, damit sie nicht aufplatzen.</p>
<p>Ca. 30 Minuten im Rohr bei 200 Grad backen, bis der Strudel oben goldbraun wird. Um dies zu erreichen, ohne dass er austrocknet, empfiehlt sich das Bestreichen mit Wasser, Eidotter oder Butter.(Brigh)</p>
<h3>Kirschschmarrn</h3>
<p>2 Eier<br />
250 g Mehl<br />
½ Liter            Milch<br />
250 g Kirschen<br />
1 EL Butter</p>
<p>So geht&#8217;s:<br />
Kirschen entkernen. Ei, Mehl, Milch und eine Prise Salz zu einem Schmarrn-Teig verarbeiten. Kirschen unterheben.</p>
<p>In einer beschichteten (unbedingt!!!) Pfanne Butter zerlassen und die Masse einige Minuten darin stocken lassen, dann wenden. Damit auf jeden Fall warten, bis sich der Teig wie bei Palatschinken vom Pfannenboden lösen lässt.</p>
<p>Auf der andere Seite ebenfalls ein paar Minuten braun anbraten. Danach mit einem hölzernen Löffel oder Wender den Schmarrn in kleine Stücke zerteilen, 1Esslöffel Butter dazu geben und einige Male wenden. Mit Zucker bestreut servieren.<br />
(Brigh)</p>
<h3>Kirsch-Tiramisu</h3>
<p>ca. 50 Biskotten<br />
Kirschlikör<br />
1 kg eingelegte Kirschen<br />
750 g Mascarpone<br />
1 Becher Schlagobers<br />
150 g Staubzucker<br />
1 Pkg. Vanillezucker<br />
5 Blatt Gelatine oder Agar Agar</p>
<p>So geht&#8217;s:</p>
<p>Schlag schlagen und Mascarpone und Zucker unterheben. Eventuell die aufgelöste Gelatine dazugeben. Wenn es nicht allzu heiß ist, kann man stattdessen einfach Sahnesteif nehmen. Eine große Auflaufform am Boden mit den in Likör getränkten Biskotten auslegen – wem das zu viel Alk ist, kann den Likör mit Kirschsaft strecken oder einfach den Saft pur nehmen. Dann Kirschen drauf, Creme, wieder Kirschen etc. Mit der Creme abschließen. Mit Zimt bestreuen.Mindestens 4 Stunden kalt stellen.<br />
(Brigh)</p>
<h3>Kirschkompott</h3>
<p>1kg Kirschen<br />
250g braunen Zucker<br />
2 Sternanis<br />
1 El Lavendel<br />
1 Vanilleschote<br />
1Pkg. Einsiedehilfe</p>
<p>So geht&#8217;s:<br />
Kirschen in einen großen Topf geben, mit Wasser bedecken. Zucker und Gewürze dazu geben, aufkochen lassen. 10 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen und noch heiß in Gläser füllen.<br />
(Brigh)</p>
<h3>Kirschkuchen</h3>
<p>4 Eier<br />
250g brauen Zucker<br />
250g Mehl<br />
50g Weizengrieß<br />
250g zerlassene Butter (schon abgekühlt)<br />
250ml Milch oder Schlagsahne<br />
1Pkg. Backpulver<br />
250g Schokoraspel oder Hasel-, bzw. Walnüsse (gerieben)<br />
ca. 250g entkernte Kirschen<br />
1Pkg. Backpulver</p>
<p>So geht&#8217;s:<br />
Eier mit Zucker dick schaumig schlagen. Mehl, Gries, Butter, Milch und Schokoraspel unterheben. Backpulver dazu geben.<br />
Die Masse auf ein Blech streichen und im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad 5 Minuten vorbacken, dann die Kirschen darauf verteilen. Fertig backen, bis der Kuchen oben goldbraun geworden ist.<br />
(Brigh)</p>
<h3>Katzengold</h3>
<p>1/2l guter Rotwein oder Wasser<br />
2-3 Kirschharztränen</p>
<p>So geht&#8217;s:<br />
Harz im warmen Wein oder Wasser auflösen – ein altes Rezept aus der Volksmedizin gegen Husten.</p>
<p><em><strong>Viel Spaß beim Ausprobieren!</strong></em></p>
<div style="display:block"><small><em>posted in <a href="http://www.nornirsaett.de/category/asatru-themen/rezepte-kulinarisches/">Kulinarisches</a> by Brigh <a href="http://www.nornirsaett.de/kirschenleckereien/#comments">Leave A Comment</a><br />&copy;2012 <a href="http://www.nornirsaett.de">Asatru zum selber Denken - die Nornirs Ætt</a>. All Rights Reserved.</em></small></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit etwa 2500 Jahren wird die Wildform der Kirsche, die übrigens zu den Rosengewächsen zählt, auch kultiviert.<br />
Laut Plinius dem Älteren, war es Lukullus, der römische General und Gourmet, der die Kirsche im Jahre 73 v. u. Z. als Kriegsbeute aus dem vorderen Asien mitbrachte, um sie in Italien anzusiedeln. Nur wenig später waren laut Plinius sämtliche Provinzen mit Kirschbäumen besiedelt.<br />
Dennoch ist es nur halbrichtig zu behaupten, es gäbe erst seit damals Kirschen in Mitteleuropa.<br />
Die wilden Vogelkirschen wurden bereits in der Steinzeit als Obst geschätzt, was Kirschkernfunde in jungsteinzeitlichen Schweizer Pfahldörfern beweisen. In der Schweiz waren sie früher und auch sicherlich schneller als Lukullus – dank verlässlicher Vogelpost…<br />
<a href="http://www.ipernity.com/doc/52189/2183134"><img src="http://u1.ipernity.com/6/31/34/2183134.d3288a9e.500.jpg" width="500" height="375" alt="cherry" border="0"/></a><br />
<i>Foto: <a href="http://www.ipernity.com/home/52189">allesistbunt</a></i></p>
<h5>CC Namensnennung + Keine kommerzielle Nutzung + Weitergabe unter gleichen Bedingungen</h5>
<p>Sprachgeschichtlich gesehen, leitet sich &#8220;Kirsche&#8221; von griechisch &#8220;kerasia&#8221;, lateinisch &#8220;cerasum&#8221; ab. Aus dem althochdeutschen &#8220;kirsa&#8221; wurde mittehochdeutsch &#8220;kirse&#8221; oder &#8220;kerse&#8221; und schließlich neuhochdeutsch &#8220;Kirsche&#8221;.</p>
<h3>Mythologie und Brauchtum</h3>
<p>Die Kirsche bietet sich ob ihres Aussehens für Geschichten und Mythen buchstäblich an. Schneeweiße Blüten im Frühjahr, ein dunkler Stamm und leuchtend rote Früchte im Sommer haben wohl dazu beigetragen, dass sie sowohl geliebt als auch gefürchtet wurde: In Sagen und Geschichten wird der Kirschbaum oft als unheimlich beschrieben, er soll Wohnstätte von Wald- und Baumgeistern sein und auch die Seelen Verstorbener seien oft in seiner Nähe.<br />
Wahrscheinlich sind dies Überbleibsel aus vorchristlicher Zeit, denn da war der Kirschbaum unter anderem Artemis, der Göttin des Todes, geweiht.<br />
Er galt aber auch als besonderer Mondbaum, wahrscheinlich weil seine Blätter im Mond ganz bezaubernd silbern glänzen. . Der Mond symbolisiert den Zyklus von Leben und Tod, wie auch die alten Göttinnen das lebenserhaltende Prinzip waren und gleichzeitig die Herrin der Unterwelt.<br />
Doch gibt es auch einen slawischen Gott, der als Hüter der Kirschbäume galt: Kirnis. Um ihn gefällig zu stimmen, werden geschlachtete Hähne auf diese Kirschbäume gehängt und brennende Kerzen daran befestigt.</p>
<p>Als Brauch heute hat sich erhalten, Barbarazweige (4. Dezember) vom Kirschbaum zu schneiden, sie in einer Vase aufzustellen, damit sie an Weihnachten blühen: Die Weihnachtsblüte bedeutet Glück für den Menschen und Fruchtbarkeit für die Ernte und das Vieh im neuen Jahr. Als böses Omen gilt, wenn die Zweige nicht erblühen.<br />
Außerdem zeigt der Zweig an, dass trotz der dunklen Zeit, in der die Götter von Wachsen und  Gedeihen vermeintlich abwesend sind, sie dennoch ihre Botschaft zu den Menschen schicken, nämlich dass die Tage wieder länger werden und doch noch Hoffnung besteht, dass man über den Winter kommt <img src='http://www.nornirsaett.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> .<br />
Aus mittelalterlichen Kräuterbüchern sind bereits Absud aus Kirschenstielen bei Husten, Tee aus Kirschharz für die ableitenden Harnwege bekannt, ebenso Blütentherapien. Schon Hildegard von Bingen kannte Rezepturen, in denen Kirschkerne verwendet wurden.<br />
Als Aphrodisiakum, Liebeszauber, Potenzmittel dienten Kirschzweige und -kerne noch im 18. Jahrhundert.<br />
Heute erleben auch die Kirschkerne eine unerwartete Renaissance. Haben sich früher noch willige Mädchen Bänder mit aufgefädelten Kirschkernen um den Oberschenkel gebunden um damit Lust und Liebe auf sich zu ziehen, füllt man die Kerne heute in Überzüge, erwärmt sie und nutzt sie zum wohligen Einschlafen.<br />
Hat sich ein Mädchen jedoch vor der Zeit allzu vergnügt, wurde ihm am 1. Mai ein &#8220;Schandmai&#8221; ins Fenster gestellt – unter anderem nämlich einen Kirschzweig.</p>
<p>Früchte bedeuten Fruchtbarkeit, pralle Fülle und im übertragenen Sinne auch Reichtum und Wohlstand &#8211; auch die Kirschen. Für die christliche Kirche des Mittelalters war dies natürlich Grund, die Kirsche gemeinsam mit dem Apfel der Versuchung, aus der positiven Symbolik zu streichen.<br />
Seither steht die Kirsche nicht nur für Sinnlichkeit, sondern auch für den Sündenfall und die verbotenen Dinge des Lebens, was zahlreiche Beispiele aus darstellender Kunst und Literatur beweisen.</p>
<p>Die Kirsche ist heute aus unserer Küche kaum mehr wegzudenken – daher hier ein paar Rezepte von Martin und mir, die euch vielleicht die eine oder andere Anregung für die Verwendung der hübschen Früchte geben können.</p>
<h2>Rezepte</h2>
<h3>Sauerkirschsaft</h3>
<p>Bei den meisten Zubereitungsarten für Kirchsaft wird der Saft erhitzt oder sogar gekocht. Dabei gehen Vitamine und Enzyme verloren. Deshalb bevorzuge ich dieses „kalte“ Verfahren der Saftherstellung:</p>
<p>41/2 kg Sauerkirschen<br />
15 g Zitronensäure<br />
1/8 l Wasser<br />
2 ½ kg Zucker (Ja, das ist viel &#8211; es sind Sauerkirschen – es geht auch weniger.)</p>
<p>Kirschen waschen, entstielen, entkernen.<br />
Die Kirschen in eine Schüssel geben und mit dem Kartoffelstampfer zerdrücken.<br />
Die Zitronensäure im Wasser auflösen und über die Kirschen geben.</p>
<p>Einen vollen Tag lang an einem kühlen Ort zugedeckt stehen lassen, ab und an umrühren.</p>
<p>Den Kirschbrei in ein gespanntes Safttuch (feiner Baumwollstoff) geben, gut ablaufen lassen.<br />
Den Saft mit Zucker süßen. (Ja, man kann ihn auch ungesüßt lassen, allerdings ist er extrem sauer.)</p>
<p>In Flaschen abfüllen, kühl lagern.</p>
<p>Zum Safttuch: dazu nimmt man ein Tuch aus feiner, ungefärbter Baumwolle (Stoffwindeln eignen sich vorzüglich), bindet die vier Zipfel an die Beine eines umgedrehten Stuhls, und stellt eine Schüssel zum Auffangen des Saftes darunter.<i> (MartinM)</i></p>
<h3>Kirschsuppe, mit Grießklößchen (aus Süßkirschen)</h3>
<p>750 g Süßkirschen<br />
1 l Wasser<br />
150 g Zucker<br />
1/2 TL Zimt<br />
1 Prise Nelkenpulver<br />
1 EL Speisestaerke<br />
2 cl brauner Rum</p>
<p><i>Für die Klößchen:</i><br />
250 ml Milch<br />
20 g Zucker<br />
1 Prise Salz<br />
1 abgeriebene Schale einer unbehandelten Zitrone<br />
70 g Grieß<br />
2 Eigelb</p>
<p>Kirschen waschen, entstielen, abtropfen lassen und entsteinen.<br />
Mit Wasser, Zucker, Zimt und Nelkenpulver ca. 15 Min. kochen lassen.<br />
Speisestärke mit wenig kaltem Wasser anrühren, damit die Suppe binden.<br />
Kurz vor dem Servieren mit Rum abschmecken.</p>
<p><i>Klößchen</i><br />
Milch, Zucker, Salz und Zitronenschale aufkochen.<br />
Den Grieß hineingeben. Unter ständigem Rühren (Anbrenngefahr!) 5 Minuten kochen lassen.<br />
Eigelb unter die Grießmasse rühren.<br />
Mit einem angefeuchteten Teelöffel Klößchen von der Masse abstechen, in kochendes Salzwasser geben und ca. 5 Minuten kochen lassen.<br />
Die Klößchen mit einem Schaumlöffel aus dem Wasser heben,  gut abtropfen lassen und mit der Kirschsuppe servieren.</p>
<p>Die Kirschsuppe schmeckt warm und kalt. Der Rum ist im Prinzip entbehrlich, er rundet aber den Geschmack ab. <i>(MartinM)</i></p>
<h3>Kirschgrütze (eine Variante der bekannten „Roten Grütze“)</h3>
<p>500 g Süßkirschen<br />
¼ Stange Zimt<br />
Zucker nach Bedarf<br />
Saft einer Zitrone<br />
60 – 80 g Speisestärke<br />
Wasser</p>
<p>Kirschen waschen, entstielen, entkernen.<br />
Mit dem Zimt in ½ Liter Wasser geben, 5 Minuten kochen.<br />
Durch ein Sieb geben.<br />
Den Saft mit Wasser auf ¾ Liter ergänzen.<br />
Mit der kalt angerührten Speisestärke binden.<br />
Saft aufkochen.<br />
Mit Zucker und Zitrone abschmecken.<br />
Die Kirschen untermischen.</p>
<p>Grütze in eine kalt ausgespülte Schüssel geben, erkalten lassen.<i>(MartinM)</i></p>
<h3>Amarena Kirschen</h3>
<p>1 kg Kirschen (inkl. Kerne!)<br />
1 Zimtstange<br />
1 Vanilleschote<br />
2 Sternanis<br />
500g braunen Kandiszucker<br />
¾ Liter Amaretto</p>
<p>So geht&#8217;s:<br />
Kirschen entkernen. Die Kerne noch aufbewahren!<br />
Kirschen und Zucker in ein großes, verschließbares Glas geben. Gewürze und Kirschkerne in ein Leinentuch geben, fest zubinden und ab zu den Kirschen damit!<br />
Amaretto hinzufügen und das Glas fest verschließen. An einem dunklen, kühlen Ort ziehen lassen.<br />
Den Amaretto über alles gießen und gut verschlossen und dunkel an einem kühlen Ort ziehen lassen.(Brigh)</p>
<h3>Kirsch-Topfenstrudel</h3>
<p>Für zwei große Strudel</p>
<p>2 Packungen Strudelteig<br />
1/2 kg entkernte Kirschen<br />
750g Topfen (Quark)<br />
4 Eidotter<br />
2 Eiklar<br />
4 EL Honig<br />
1 Schuss Rum</p>
<p>So geht&#8217;s:<br />
Topfen mit Eidotter, Honig und Rum aufschlagen und auf dem Teig verteilen.<br />
Die Strudel mit einer Gabel mehrmals einstechen, damit sie nicht aufplatzen.</p>
<p>Ca. 30 Minuten im Rohr bei 200 Grad backen, bis der Strudel oben goldbraun wird. Um dies zu erreichen, ohne dass er austrocknet, empfiehlt sich das Bestreichen mit Wasser, Eidotter oder Butter.(Brigh)</p>
<h3>Kirschschmarrn</h3>
<p>2 Eier<br />
250 g Mehl<br />
½ Liter            Milch<br />
250 g Kirschen<br />
1 EL Butter</p>
<p>So geht&#8217;s:<br />
Kirschen entkernen. Ei, Mehl, Milch und eine Prise Salz zu einem Schmarrn-Teig verarbeiten. Kirschen unterheben.</p>
<p>In einer beschichteten (unbedingt!!!) Pfanne Butter zerlassen und die Masse einige Minuten darin stocken lassen, dann wenden. Damit auf jeden Fall warten, bis sich der Teig wie bei Palatschinken vom Pfannenboden lösen lässt.</p>
<p>Auf der andere Seite ebenfalls ein paar Minuten braun anbraten. Danach mit einem hölzernen Löffel oder Wender den Schmarrn in kleine Stücke zerteilen, 1Esslöffel Butter dazu geben und einige Male wenden. Mit Zucker bestreut servieren.<br />
(Brigh)</p>
<h3>Kirsch-Tiramisu</h3>
<p>ca. 50 Biskotten<br />
Kirschlikör<br />
1 kg eingelegte Kirschen<br />
750 g Mascarpone<br />
1 Becher Schlagobers<br />
150 g Staubzucker<br />
1 Pkg. Vanillezucker<br />
5 Blatt Gelatine oder Agar Agar</p>
<p>So geht&#8217;s:</p>
<p>Schlag schlagen und Mascarpone und Zucker unterheben. Eventuell die aufgelöste Gelatine dazugeben. Wenn es nicht allzu heiß ist, kann man stattdessen einfach Sahnesteif nehmen. Eine große Auflaufform am Boden mit den in Likör getränkten Biskotten auslegen – wem das zu viel Alk ist, kann den Likör mit Kirschsaft strecken oder einfach den Saft pur nehmen. Dann Kirschen drauf, Creme, wieder Kirschen etc. Mit der Creme abschließen. Mit Zimt bestreuen.Mindestens 4 Stunden kalt stellen.<br />
(Brigh)</p>
<h3>Kirschkompott</h3>
<p>1kg Kirschen<br />
250g braunen Zucker<br />
2 Sternanis<br />
1 El Lavendel<br />
1 Vanilleschote<br />
1Pkg. Einsiedehilfe</p>
<p>So geht&#8217;s:<br />
Kirschen in einen großen Topf geben, mit Wasser bedecken. Zucker und Gewürze dazu geben, aufkochen lassen. 10 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen und noch heiß in Gläser füllen.<br />
(Brigh)</p>
<h3>Kirschkuchen</h3>
<p>4 Eier<br />
250g brauen Zucker<br />
250g Mehl<br />
50g Weizengrieß<br />
250g zerlassene Butter (schon abgekühlt)<br />
250ml Milch oder Schlagsahne<br />
1Pkg. Backpulver<br />
250g Schokoraspel oder Hasel-, bzw. Walnüsse (gerieben)<br />
ca. 250g entkernte Kirschen<br />
1Pkg. Backpulver</p>
<p>So geht&#8217;s:<br />
Eier mit Zucker dick schaumig schlagen. Mehl, Gries, Butter, Milch und Schokoraspel unterheben. Backpulver dazu geben.<br />
Die Masse auf ein Blech streichen und im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad 5 Minuten vorbacken, dann die Kirschen darauf verteilen. Fertig backen, bis der Kuchen oben goldbraun geworden ist.<br />
(Brigh)</p>
<h3>Katzengold</h3>
<p>1/2l guter Rotwein oder Wasser<br />
2-3 Kirschharztränen</p>
<p>So geht&#8217;s:<br />
Harz im warmen Wein oder Wasser auflösen – ein altes Rezept aus der Volksmedizin gegen Husten.</p>
<p><em><strong>Viel Spaß beim Ausprobieren!</strong></em></p>
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		<item>
		<title>Kate West: The Real Witches Kitchen</title>
		<link>http://www.nornirsaett.de/kate-west-the-real-witches-kitchen/</link>
		<comments>http://www.nornirsaett.de/kate-west-the-real-witches-kitchen/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 09 Jan 2010 11:25:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Brigh</dc:creator>
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		<category><![CDATA[The real witches kitchen]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><a href="http://www.ipernity.com/doc/mmssenf/7040258"><img src="http://u1.ipernity.com/13/02/58/7040258.30955c2f.jpg" width="159" height="205" alt="realwitchkitchen" border="0"/></a><br />
<b>Kate West: The Real Witches Kitchen<br />
Spells, recipes, oils, lotions and potions from the Witches&#8217; hearth</b></p>
<h5>(London: HarperCollins, 2002)</h5>
<p>Als begeisterte Küchenmagierin sind die vielen Bücher, die sich mit magischen Rezepten, Öl- und Gewürzmischungen befassen, natürlich ein &#8220;gefundenes Fressen&#8221; für mich. Doch nicht alle halten was sie versprechen, da sie zumeist unzulängliches Hintergrundwissen bieten.</p>
<p>Kate West bemüht sich mit diesem Buch, genau dieses, sonst tatsächlich häufig fehlende Hintergrundwissen, zu vermitteln. Neben einer großen Zahl an Sprüchen, Ritualen und Übungen schreibt sie auch sehr ausführlich über die Bedeutung dahinter. WARUM gibt es zu Jul dieses Gericht und warum zu Ostara ein anderes&#8230; Die Zyklen der Natur auch im eigenen Inneren wahrnehmen, dies ist eines der Anliegen dieses Buches. Da dies meiner Ansicht nach eine der Grundlagen überhaupt ist, um küchenmagisch gut arbeiten zu können, steht dieses Buch auch ganz oben auf meiner persönlichen Hitliste &#8211; immer gut um nachzulesen, Ideen aufzuschnappen und die Gedanken den Kochlöffel zu beflügeln!</p>
<p><em><strong>&#8220;Merry meet! And welcome to THE Real Witches&#8217; Kitchen. The image of a Witch as a ragged woman, dressed all in black, throwing strange ingredients into a bubbling cauldron in the dead of night is somewhat outdated!&#8221; (S. VII)</strong></em><br />
Mit diesen Worten beginnt die Autorin ihre Einleitung des Buches, das ein buntes Sammelsurium der unterschiedlichsten Rezepte darstellt. Seifen finden darin genauso ihren Platz wie Kerzen, Kuchen zu Ehren der Götter, Tees und Hauptgerichte. Dies alles darf auch in der hauseigenen Küche, ganz normal angezogen hergestellt werden, hier nochmals auf das Eingangszitat Stellung beziehend.<br />
Wer Kate West einmal sprechen gehört hat, weiß, dass sie auch ganz authentisch das zu leben scheint, was sie in ihrem Buch niederschreibt. Einfach, klar, Dinge nicht unnötig ausschmückend und gerade dadurch in dieser Klar- und Bescheidenheit so bereichernd.<br />
Sie möchte ihr Werk weder als Koch- noch als exklusives Hexenbuch verstanden wissen, sondern als Buch für jedermann, der von der großen grünen Naturapotheke Gebrauch machen möchte.</p>
<p>Nun ein kleiner Streifzug durch dieses &#8220;Natur-Apotheken-Arbeitsbuch&#8221;&#8230; nicht nur als Rezension sondern auch als Anregung zum kulinarisch-magisch Aktivwerden gedacht!</p>
<p>Dem eigentlichen Arbeitsteil des Buches stellt West das Kapitel <em><strong>&#8220;Witchcraft and Empowering your Herbal Work&#8221; </strong></em>(S. 1-11) voran, um all denjenigen, die keine Vorkenntnisse dessen besitzen, womit Kate West arbeitet – Witchcraft.<br />
Das ist nur insofern relevant, als dass man Bescheid weiß, auf welchem Weltbild West ihre Arbeit aufbaut.<br />
Das Buch selbst aber ist für Wiccas, Hexen, Asatrús etc. gleichermaßen anwendbar. Folglich sollte man sich auch nicht gleich vom einschlägigen Titel abschrecken lassen.</p>
<p>Der Rezeptteil beginnt mit den verschiedensten Arten und Mitteln, die zur Reinigung dienen. Sie erklärt die Zubereitung von Seifen, Badeschaum, Kräutersuden und anderen Badezusätzen. Gestern abends saß ich mit einer beginnenden Verkühlung und schon fürchtend, diesen Artikel nicht zu Ende schreiben zu können, im &#8220;Cold and Flu Bath&#8221; (Vgl. S. 26). Heute geht es mir zumindest nicht schlechter als gestern. Die Verkühlung scheint fürs Erste gestoppt zu sein, also hat die Ölmischung gehalten, was sie versprochen hatte.</p>
<p>Das darauf folgende Kapitel über <em><strong>Öle</strong></em> enthält auch einen Abschnitt über deren magische Anwendung. Über &#8220;Selfblessings&#8221;, &#8220;Candle Dressings&#8221; bis hin zur Anwendung von Ölen an anderen Personen gibt Kate West einige einfache, aber wirkungsvolle Anregungen, um mit Ölen zu experimentieren. Nachdem schon das Öl für die Kerze erläutert wurde, folgt nun auch die Anweisung, wie die dazu passende Kerze gefertigt werden kann.</p>
<p>Dies wird im Kapitel <em><strong>&#8220;Candles and Incences&#8221;</strong></em> erklärt. West über ihre magische Verwendung:<em>&#8220;Candles and incense are integral parts of Magical work. Candles are lit to create the Sacred Space and are burned to set Magic in motion. Incense also creates the ritual mood, as well as mentally preparing you for work you intend to do.&#8221;</em> (S. 47)</p>
<p>Über in Formen gegossene Kerzen, Tropf- und Sandkerzen und gerollte Kerzen ist in diesem Buch wohl so ziemlich alles zu finden, wie Kerzen für den Haus- und Hexengebrauch einfach hergestellt werden können. Darüber hinaus wird auch erklärt, welche Farbe wie wirkt und wie die Kerzen dekoriert werden können – ob man mit solchen Details etwas anzufangen weiß oder nicht, ist natürlich wie immer jedem selbst überlassen.</p>
<p>Das nächste große Kapitel ist den acht <strong>Jahresfesten</strong> gewidmet, welche Speisen und Getränke für das jeweilige Fest passend sind und warum. Den Rezepten ist immer Einiges an Basisinformation über den Sabbat vorangestellt.<br />
Danach geht sie im speziellen auf die Zubereitung von Brot und Kuchen zu Ehren der Götter ein; Speisen, die aus dem Elementarsten hergestellt werden, das die Erde uns schenkt: Dem Getreide. West gibt dazu auch historische, wenn auch sehr oberflächliche Informationen an:</p>
<p><em>&#8220;Grain and certain forms of bread have been found in tombs dating back to the ancient Egyptians and before. The importance of this basic food is reflected in the numerous Gods and Goddesses of grain and harvest from all parts of the world and almost all stages of humanity &#8211; Attis, Ceres, Ceridwyn, Chrom Cruaich, Demeter, Dionysus, Osiris, Persephone and Robigus to name just a few &#8211; not to mention all the Gods and Goddesses of fertility whose compass includes the harvest. Bread itself has always been called the staff of life and to share bread was considered to produce social obligations on both host and guest.&#8221;</em> (S. 103)</p>
<p>Nach einem durchaus interessanten, wenn auch nicht außergewöhnlichen Kapitel über Tee geht West auf Kosmetik, Ernährung und körperliches Wohlbefinden ein. Im Kapitel <em><strong>&#8220;Looking Good, Feeling Fine</strong></em>&#8221; wird es dann wirklich sehr vielfältig um nicht zu sagen chaotisch, manchmal könnte man meinen, man läse in einer Schönheitszeitschrift nach, manchmal fühlt man sich wie während einer Diät. Gerade diese Abwechslung macht dieses Buch für mich aber so liebens-, lesens- und ausprobierenswert, weil es auch dieses kreative, latente Chaos darstellt, die eine Küche zum Tempel werden lässt.</p>
<p>Das letzte Kapitel war lange Zeit mein Lieblingskapitel &#8211; <em><strong>&#8220;Herb Sachets and Gifts&#8221;</strong></em> &#8211; alles zum selber Basteln. Vielleicht lag daran, dass ich dieses Buch vor vielen Jahren das erste Mal in der Zeit vor Jul gelesen habe. Die Kräutersäckchen werden unter anderem für ein ruhiges Zuhause, Schutz, deinen heiligen Raum etc. beschrieben (Vgl. S. 186-193).</p>
<p>Damit sind wir auch schon am Ende der Reise durch Kate Wests Hexenküche.<br />
In den letzten Jahren wurden, wie bereits Eingangs erwähnt, eine Reihe von Büchern publiziert, die als Verpackung &#8220;Hexe&#8221; und als Inhalt &#8220;Kochbuch&#8221; haben. Innerhalb des Esoterikbooms der letzten 15 Jahre erschienen viele zu diesem Thema.</p>
<p>Für mich persönlich kann ich auf jeden Fall behaupten, dass die Arbeit einer Hexe, einer seidhkona, bei mir sehr oft in der Küche stattfindet, am Herdfeuer, das für mich das Zentrum des Lebensraumes, der Fokus der Familie ist.</p>
<p>Die Magie ist Teil der Küche und die Küche Teil der Magie. Dies kommt in diesem Buch sehr schön zur Geltung und hebt es von anderen Büchern zu diesem Thema ab.</p>
<p><em><strong>Über die Autorin:</strong></em><br />
Kate West, geboren 1957 in Kent, England, lebt und arbeitet selbst seit wohl 40 Jahren als Hexe.</p>
<p>Sie ist außerdem Autorin vieler Bücher, u.a. &#8220;The Real Witches&#8217; Handbook&#8221;, &#8220;The Real Witches&#8217; Craft: Magical Techniques and Guidance for a Full Year of Practicing the Craft&#8221; etc.</p>
<p>PS: Wer sich jetzt wundert, warum alle Bücher von West mit &#8220;The real….&#8221; Beginnen: Hier ist die Auflösung dazu – ein Auszug aus einem Interview von LadyPurple von <a href="http://www.hagazussa.tv/">www.hagazussa.tv</a> mit Kate West am Witchfest 2003:</p>
<p><strong>Lady Purple:</strong><em> Alle Deine Bücher heißen “The real witches handbook”, “The real …..”. Warum denkst Du, dass das das Wirkliche ist?<br />
</em><strong>Kate:</strong><em> Es gibt ziemlich viele Einflüsse auf den Titel eines Buches, das hat mich am Anfang, als ich zu schreiben begann ganz schön schockiert. Verleger haben ein großes Mitspracherecht, was den Titel eines Buches betrifft. Wir haben sehr lange diskutiert und sie hatten viele eigenartige Ideen, wir haben uns dann auf „The real witches“ geeinigt, weil es das Hexentum von wirklichen Leuten beschreibt. Es geht nicht um Leute, die finanziell unabhängig sind, die all ihre Zeit damit verbringen sich verwöhnen zu lassen und die einen Tempel im Gästezimmer haben. Hier geht es um das Hexentum von Leuten, die einkaufen müssen und abwaschen, ihren Kindern die Nasen putzen und das Katzenklo säubern. Das ist das Hexentum von wirklichen Leuten, die im wirklichen Leben stehen, mit stressigen Leben und echten Problemen. Das heißt nicht, dass diese Art von Hexentum besser ist als andere. Der „real Witch“ Titel ist hängen geblieben und der Verleger bleibt dabei und ich finde es auch gut, deswegen.</em></p>
<div style="display:block"><small><em>posted in <a href="http://www.nornirsaett.de/category/asatru-germanisches-kulturelles/bibliothek-und-medien/">Bibliothek und Medien</a> by Brigh <a href="http://www.nornirsaett.de/kate-west-the-real-witches-kitchen/#comments">Leave A Comment</a><br />&copy;2012 <a href="http://www.nornirsaett.de">Asatru zum selber Denken - die Nornirs Ætt</a>. All Rights Reserved.</em></small></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.ipernity.com/doc/mmssenf/7040258"><img src="http://u1.ipernity.com/13/02/58/7040258.30955c2f.jpg" width="159" height="205" alt="realwitchkitchen" border="0"/></a><br />
<b>Kate West: The Real Witches Kitchen<br />
Spells, recipes, oils, lotions and potions from the Witches&#8217; hearth</b></p>
<h5>(London: HarperCollins, 2002)</h5>
<p>Als begeisterte Küchenmagierin sind die vielen Bücher, die sich mit magischen Rezepten, Öl- und Gewürzmischungen befassen, natürlich ein &#8220;gefundenes Fressen&#8221; für mich. Doch nicht alle halten was sie versprechen, da sie zumeist unzulängliches Hintergrundwissen bieten.</p>
<p>Kate West bemüht sich mit diesem Buch, genau dieses, sonst tatsächlich häufig fehlende Hintergrundwissen, zu vermitteln. Neben einer großen Zahl an Sprüchen, Ritualen und Übungen schreibt sie auch sehr ausführlich über die Bedeutung dahinter. WARUM gibt es zu Jul dieses Gericht und warum zu Ostara ein anderes&#8230; Die Zyklen der Natur auch im eigenen Inneren wahrnehmen, dies ist eines der Anliegen dieses Buches. Da dies meiner Ansicht nach eine der Grundlagen überhaupt ist, um küchenmagisch gut arbeiten zu können, steht dieses Buch auch ganz oben auf meiner persönlichen Hitliste &#8211; immer gut um nachzulesen, Ideen aufzuschnappen und die Gedanken den Kochlöffel zu beflügeln!</p>
<p><em><strong>&#8220;Merry meet! And welcome to THE Real Witches&#8217; Kitchen. The image of a Witch as a ragged woman, dressed all in black, throwing strange ingredients into a bubbling cauldron in the dead of night is somewhat outdated!&#8221; (S. VII)</strong></em><br />
Mit diesen Worten beginnt die Autorin ihre Einleitung des Buches, das ein buntes Sammelsurium der unterschiedlichsten Rezepte darstellt. Seifen finden darin genauso ihren Platz wie Kerzen, Kuchen zu Ehren der Götter, Tees und Hauptgerichte. Dies alles darf auch in der hauseigenen Küche, ganz normal angezogen hergestellt werden, hier nochmals auf das Eingangszitat Stellung beziehend.<br />
Wer Kate West einmal sprechen gehört hat, weiß, dass sie auch ganz authentisch das zu leben scheint, was sie in ihrem Buch niederschreibt. Einfach, klar, Dinge nicht unnötig ausschmückend und gerade dadurch in dieser Klar- und Bescheidenheit so bereichernd.<br />
Sie möchte ihr Werk weder als Koch- noch als exklusives Hexenbuch verstanden wissen, sondern als Buch für jedermann, der von der großen grünen Naturapotheke Gebrauch machen möchte.</p>
<p>Nun ein kleiner Streifzug durch dieses &#8220;Natur-Apotheken-Arbeitsbuch&#8221;&#8230; nicht nur als Rezension sondern auch als Anregung zum kulinarisch-magisch Aktivwerden gedacht!</p>
<p>Dem eigentlichen Arbeitsteil des Buches stellt West das Kapitel <em><strong>&#8220;Witchcraft and Empowering your Herbal Work&#8221; </strong></em>(S. 1-11) voran, um all denjenigen, die keine Vorkenntnisse dessen besitzen, womit Kate West arbeitet – Witchcraft.<br />
Das ist nur insofern relevant, als dass man Bescheid weiß, auf welchem Weltbild West ihre Arbeit aufbaut.<br />
Das Buch selbst aber ist für Wiccas, Hexen, Asatrús etc. gleichermaßen anwendbar. Folglich sollte man sich auch nicht gleich vom einschlägigen Titel abschrecken lassen.</p>
<p>Der Rezeptteil beginnt mit den verschiedensten Arten und Mitteln, die zur Reinigung dienen. Sie erklärt die Zubereitung von Seifen, Badeschaum, Kräutersuden und anderen Badezusätzen. Gestern abends saß ich mit einer beginnenden Verkühlung und schon fürchtend, diesen Artikel nicht zu Ende schreiben zu können, im &#8220;Cold and Flu Bath&#8221; (Vgl. S. 26). Heute geht es mir zumindest nicht schlechter als gestern. Die Verkühlung scheint fürs Erste gestoppt zu sein, also hat die Ölmischung gehalten, was sie versprochen hatte.</p>
<p>Das darauf folgende Kapitel über <em><strong>Öle</strong></em> enthält auch einen Abschnitt über deren magische Anwendung. Über &#8220;Selfblessings&#8221;, &#8220;Candle Dressings&#8221; bis hin zur Anwendung von Ölen an anderen Personen gibt Kate West einige einfache, aber wirkungsvolle Anregungen, um mit Ölen zu experimentieren. Nachdem schon das Öl für die Kerze erläutert wurde, folgt nun auch die Anweisung, wie die dazu passende Kerze gefertigt werden kann.</p>
<p>Dies wird im Kapitel <em><strong>&#8220;Candles and Incences&#8221;</strong></em> erklärt. West über ihre magische Verwendung:<em>&#8220;Candles and incense are integral parts of Magical work. Candles are lit to create the Sacred Space and are burned to set Magic in motion. Incense also creates the ritual mood, as well as mentally preparing you for work you intend to do.&#8221;</em> (S. 47)</p>
<p>Über in Formen gegossene Kerzen, Tropf- und Sandkerzen und gerollte Kerzen ist in diesem Buch wohl so ziemlich alles zu finden, wie Kerzen für den Haus- und Hexengebrauch einfach hergestellt werden können. Darüber hinaus wird auch erklärt, welche Farbe wie wirkt und wie die Kerzen dekoriert werden können – ob man mit solchen Details etwas anzufangen weiß oder nicht, ist natürlich wie immer jedem selbst überlassen.</p>
<p>Das nächste große Kapitel ist den acht <strong>Jahresfesten</strong> gewidmet, welche Speisen und Getränke für das jeweilige Fest passend sind und warum. Den Rezepten ist immer Einiges an Basisinformation über den Sabbat vorangestellt.<br />
Danach geht sie im speziellen auf die Zubereitung von Brot und Kuchen zu Ehren der Götter ein; Speisen, die aus dem Elementarsten hergestellt werden, das die Erde uns schenkt: Dem Getreide. West gibt dazu auch historische, wenn auch sehr oberflächliche Informationen an:</p>
<p><em>&#8220;Grain and certain forms of bread have been found in tombs dating back to the ancient Egyptians and before. The importance of this basic food is reflected in the numerous Gods and Goddesses of grain and harvest from all parts of the world and almost all stages of humanity &#8211; Attis, Ceres, Ceridwyn, Chrom Cruaich, Demeter, Dionysus, Osiris, Persephone and Robigus to name just a few &#8211; not to mention all the Gods and Goddesses of fertility whose compass includes the harvest. Bread itself has always been called the staff of life and to share bread was considered to produce social obligations on both host and guest.&#8221;</em> (S. 103)</p>
<p>Nach einem durchaus interessanten, wenn auch nicht außergewöhnlichen Kapitel über Tee geht West auf Kosmetik, Ernährung und körperliches Wohlbefinden ein. Im Kapitel <em><strong>&#8220;Looking Good, Feeling Fine</strong></em>&#8221; wird es dann wirklich sehr vielfältig um nicht zu sagen chaotisch, manchmal könnte man meinen, man läse in einer Schönheitszeitschrift nach, manchmal fühlt man sich wie während einer Diät. Gerade diese Abwechslung macht dieses Buch für mich aber so liebens-, lesens- und ausprobierenswert, weil es auch dieses kreative, latente Chaos darstellt, die eine Küche zum Tempel werden lässt.</p>
<p>Das letzte Kapitel war lange Zeit mein Lieblingskapitel &#8211; <em><strong>&#8220;Herb Sachets and Gifts&#8221;</strong></em> &#8211; alles zum selber Basteln. Vielleicht lag daran, dass ich dieses Buch vor vielen Jahren das erste Mal in der Zeit vor Jul gelesen habe. Die Kräutersäckchen werden unter anderem für ein ruhiges Zuhause, Schutz, deinen heiligen Raum etc. beschrieben (Vgl. S. 186-193).</p>
<p>Damit sind wir auch schon am Ende der Reise durch Kate Wests Hexenküche.<br />
In den letzten Jahren wurden, wie bereits Eingangs erwähnt, eine Reihe von Büchern publiziert, die als Verpackung &#8220;Hexe&#8221; und als Inhalt &#8220;Kochbuch&#8221; haben. Innerhalb des Esoterikbooms der letzten 15 Jahre erschienen viele zu diesem Thema.</p>
<p>Für mich persönlich kann ich auf jeden Fall behaupten, dass die Arbeit einer Hexe, einer seidhkona, bei mir sehr oft in der Küche stattfindet, am Herdfeuer, das für mich das Zentrum des Lebensraumes, der Fokus der Familie ist.</p>
<p>Die Magie ist Teil der Küche und die Küche Teil der Magie. Dies kommt in diesem Buch sehr schön zur Geltung und hebt es von anderen Büchern zu diesem Thema ab.</p>
<p><em><strong>Über die Autorin:</strong></em><br />
Kate West, geboren 1957 in Kent, England, lebt und arbeitet selbst seit wohl 40 Jahren als Hexe.</p>
<p>Sie ist außerdem Autorin vieler Bücher, u.a. &#8220;The Real Witches&#8217; Handbook&#8221;, &#8220;The Real Witches&#8217; Craft: Magical Techniques and Guidance for a Full Year of Practicing the Craft&#8221; etc.</p>
<p>PS: Wer sich jetzt wundert, warum alle Bücher von West mit &#8220;The real….&#8221; Beginnen: Hier ist die Auflösung dazu – ein Auszug aus einem Interview von LadyPurple von <a href="http://www.hagazussa.tv/">www.hagazussa.tv</a> mit Kate West am Witchfest 2003:</p>
<p><strong>Lady Purple:</strong><em> Alle Deine Bücher heißen “The real witches handbook”, “The real …..”. Warum denkst Du, dass das das Wirkliche ist?<br />
</em><strong>Kate:</strong><em> Es gibt ziemlich viele Einflüsse auf den Titel eines Buches, das hat mich am Anfang, als ich zu schreiben begann ganz schön schockiert. Verleger haben ein großes Mitspracherecht, was den Titel eines Buches betrifft. Wir haben sehr lange diskutiert und sie hatten viele eigenartige Ideen, wir haben uns dann auf „The real witches“ geeinigt, weil es das Hexentum von wirklichen Leuten beschreibt. Es geht nicht um Leute, die finanziell unabhängig sind, die all ihre Zeit damit verbringen sich verwöhnen zu lassen und die einen Tempel im Gästezimmer haben. Hier geht es um das Hexentum von Leuten, die einkaufen müssen und abwaschen, ihren Kindern die Nasen putzen und das Katzenklo säubern. Das ist das Hexentum von wirklichen Leuten, die im wirklichen Leben stehen, mit stressigen Leben und echten Problemen. Das heißt nicht, dass diese Art von Hexentum besser ist als andere. Der „real Witch“ Titel ist hängen geblieben und der Verleger bleibt dabei und ich finde es auch gut, deswegen.</em></p>
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		<title>Jul &#8211; Schlemmereien</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Dec 2009 16:24:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Brigh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kulinarisches]]></category>
		<category><![CDATA[21.dezember]]></category>
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		<category><![CDATA[Yule]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><strong> Jul, die Wintersonnenwende (ca. 21.Dezember) ist der Punkt des Jahresrades, an dem die Tage wieder länger werden. Es ist der kürzeste Tag und die längste Nacht des Jahres. Nun beginnt die Sonne, langsam aber sicher, wieder an Kraft zu gewinnen. </strong></p>
<p>Als Funke beginnt sie in der dunklen Nacht zu glimmen, bereit, um aufs Neue heller und heller zu werden. Es ist die Zeit, zu der unsere Ahnen das Allerbeste an gelagerten Nahrungsmittel hervorgeholt haben, die letzten süßen Äpfel, getrocknete und eingelegte Früchte. Die Winterzeit war für viele Gemeinschaften mit vielen Entbehrungen und Opfern verbunden. Mit der Geburt des Sonnensohnes wurde dann allerdings ausgiebig gefeiert.<br />
Diese Qualitäten des Festes schlagen sich auch in meiner Küche nieder. Goldene, helle Speisen decken den Tisch, die warmen Getränke verbreiten einen würzigen Duft und meine Ritualkuchen sind mit Mistelzweigen und Ingwer geschmückt. Ein Fest, bei dem ich nicht unbedingt auf die Kalorien achte&#8230; man muss ja auch genüsslich und zufrieden durch die dunkle Zeit kommen!</p>
<p>Hier folgen nun einige Ideen, wie die Küche um Jul aussehen kann und welche kulinarischen Genüsse das Jul-Ritual begleiten können.<br />
Dabei sollten wir nicht vergessen, die verwendeten Lebensmittel so gut es geht auf das zu beschränken, was uns in dieser Jahreszeit wirklich zur Verfügung steht. Das ist für mich insofern wichtig, da ich mich dadurch besser auf die Energie der Jahreszeit, auf die Energie des Festes, für das ich die Vorbereitungen treffen, einschwingen kann.<br />
So schön geröstete Kokossplitter auch auf Ritualkuchen aussehen mögen, so wenig wachsen eben Kokospalmen bei uns&#8230;und auch frische Pfirsiche und Kirsche gibt es im Winter keine &#8211; auch wenn man sie in beinahe jedem Supermarkt ganzjährig kaufen kann! Lieber verwende ich stattdessen geschälte und geröstete Haselnuss- oder Sonnenblumenkerne, eingelegtes Obst oder Trockenfrüchte.</p>
<p><strong><em><br />
Heiliger Alltag</em></strong></p>
<p>Um die Küchenarbeit wirklich zum Ritual zu machen, kann man etwas Räucherwerk entzünden oder eine Duftlampe verwenden. Ein bisschen stimmungsvolle Musik und eine Kerze (für Jul sind besonders folgende Farben passend: Gold, &#8211; für die Wiederkehr des Lichts, der Sonne, Grün &#8211; für das satte Grün der Misteln, Rot &#8211; für die Götter machen mir den rituellen Charakter des Kochens immer wieder bewusst.<br />
Meistens spreche ich vor dem Zubereiten von Ritualspeisen auch eine Anrufung:</p>
<p>Du, die du das Zuhause bist, unsere Weltenmitte<br />
Wächterin der Feuer, die am Herd wie auch in unserem Inneren brennen<br />
Du, die du Zutaten in Nahrung verwandelst<br />
Du, die aus einem Haus ein Heim macht<br />
Ich bitte dich, nimm&#8217; hier am hellen Feuer, am Herd Platz und sei mit mir!</p>
<p><strong><em><br />
</em></strong></p>
<h3><strong><em> Jul-Räucherwerke</em></strong></h3>
<p>(T=Teil)<br />
½ T getrocknete Wacholderbeeren<br />
1 T Myrrhe<br />
1 T Frankincense<br />
½ getrocknete Mistelblätter<br />
1 T Kopal</p>
<p>oder</p>
<p>1 T Weihrauch<br />
1 T Myrrhe<br />
1 T Sandarak<br />
½ T Macisblüte<br />
½ Nelken<br />
½ Eschensamen<br />
ätherisches Kiefernöl</p>
<p>oder</p>
<p>1 Frankincense<br />
1 Pinien-, Fichten-, und/oder Tannennadeln<br />
1 Zedernspitzen<br />
½ getrocknete Wacholderbeeren, zermösert<br />
Einen Schuss Met</p>
<p>Die letzte Räucherung muss allerdings ein paar Tage austrocknen, bevor man kleine portionierte Kügelchen daraus formt.</p>
<h3><strong><em>Jul-Speisen</em></strong></h3>
<p><strong><em><br />
</em></strong>Anbei folgend einige Anregungen, was vor, in und nach dem Ritual serviert werden kann. Dabei ist zu bedenken, dass keines dieser Rezepte wirklich traditionell ist und auch nicht den Anspruch erhebt.<br />
Außerdem handelt es sich dieses Mal tatsächlich nur um Snacks und süße Köstlichkeiten. Hauptspeisen wie Eintöpfe etc. werden noch gesondert behandelt.</p>
<p>Für mich ist das Wichtigste bei Sabbatmahlzeiten, dass ich weiß, warum ich welches Gericht serviere. Warum ich einen Lammeintopf zu Samhain mache und nicht zu Litha, warum ich bunte Eier zu Ostara in den Kuchen einbacke und nicht zu Jul&#8230;<br />
Anmerkung: Ich verwende auch im Winter Zitronen, obwohl sie in Österreich eigentlich nicht heimisch sind. Wenn man sie mitkocht dann, haben sie nicht mehr diese starke auskühlende Wirkung auf den Körper.</p>
<p><strong>Jahresräder</strong></p>
<p>200 g weißes Mehl<br />
150 g Butter<br />
75g Butter<br />
2 Dotter</p>
<p>Verknete alle Zutaten miteinander, forme eine Rolle, schneide gleichmäßige Stücke daraus und forme Ringe. Wenn alle fertig sind, lege sie auf ein befettetes und bemehltes Blech, bestreiche sie mit Eidotter, streue, wenn du möchtest, groben Zucker drauf und backe sie bei 180 Grad goldgelb.<br />
Du kannst den Keksen nach Belieben auch Zimt, Nelken, Ingwerpulver oder Lebkuchengewürz beimengen!<br />
Neben den Ringerln lässt sich dieser Teig auch sehr gut zu Spiralen (für Jul sollten sie sich nach rechts drehen), Pentagrammen oder Monden formen! Diese Kekse eignen sich auch sehr gut an Stelle eines Ritualkuchens.</p>
<p><strong>Pikante Happen</strong></p>
<p>4 Scheiben Weißbrot<br />
4 Scheiben sehr dunkles Brot (Pumpernickel)<br />
125 g Butter<br />
100g Gorgonzola<br />
Salz, Pfeffer, 2 Dotter, hartgekocht.</p>
<p>Rühre den Gorgonzola mit Butter, Dottern, Salz, Pfeffer und Paprika gut schaumig. Lass die Creme eine halbe Stunde im Kühlschrank anziehen.<br />
Danach bestreiche das dunkle Brot mit der Käsecreme und setze das weiße oben drauf. Stelle die Brote wiederum kalt, bis die Käsecreme richtig schön steif geworden ist. Nun kannst du auch Formen ausstechen.<br />
Und wieder einmal haben wir das Helle und das Dunkle in unseren Mägen vereint <img src='http://www.nornirsaett.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><strong>Gebackene Milch<br />
</strong>(für ca. 6 Personen)</p>
<p>¾ Liter Milch<br />
5 Esslöffel Vollzucker<br />
25 g Butter<br />
3 Eier<br />
1 Tasse Semmelbrösel<br />
1l Sonnenblumenöl<br />
5 Esslöffel Speisestärke (z.B. Maizena)</p>
<p>Löse die Speisestärke in ein wenig Milch auf (vom ¾ Liter nehmen).<br />
Abseits davon wird die Milch mit dem Zucker und der Butter zum Kochen gebracht. Wenn die Milch aufzusteigen beginnt, füge die aufgelöste Speisestärke hinzu. Reduziere die Hitze und rühre die Milch 5-7 Minuten OHNE Unterbrechung. Danach schütte die Milch auf ein Backblech oder eine andere Form. Die Masse, die in etwa fingerdick sein sollte, muss nun etwa 2-3 Stunden auskühlen und stocken.<br />
Wenn sich die Masse gut schneiden und aus der Form heben lässt (Tortenschaufel ist dabei sehr hilfreich), erhitze das Sonnenblumenöl. Schneide aus der Masse kleine Formen aus, was immer du möchtest. Kreise, Rauten, Monde, Sterne etc.<br />
Nun folgt das Panieren der Masse. Wende sie in verschlagenem Ei und in den Semmelbröseln. Wenn du mehr Kruste möchtest, kannst du den Vorgang auch wiederholen.<br />
Backe deine Sterne, Monde oder Kreise im heißen Fett heraus.<br />
Abschließend werden sie mit Puderzucker (eventuell auch mit Zimt vermischt) bestäubt und noch heiß serviert.</p>
<p><strong>Birnenpudding<br />
</strong>(für ca. 6 Personen)</p>
<p>8 mittelgroße eingelegte Birnenhälften<br />
2 Esslöffel Zucker<br />
1 Tasse Milch<br />
4 Eier<br />
¼ l lauwarme Milch<br />
3 Esslöffel Zucker<br />
Für das Karamell: 3 Esslöffel Zucker<br />
2 Esslöffel Wasser</p>
<p>Erhitze den Zucker mit dem Wasser, bis es braun wird und zu karamellisieren beginnt und tröpfle dieses Karamell in eine Springform. Darüber verteile die eingelegten Birnenhälften.<br />
Heize den Ofen auf 220 Grad vor und halte eine Form, die größer ist als die für den Pudding bereit. Sie muss mindestens eine Handbreit hoch sein!<br />
Nun schlage die Eier mit einer Gabel oder dem Handrührgerät auf, füge den Zucker und die Milch hinzu. Dann schütte dieses Eier-Milch-Gemisch über die Birnen in die Form.<br />
Stelle diese nun in die größere Form und fülle sie in etwa bis zur Hälfte mit Wasser auf. Lass den Pudding nun ca. 40 Minuten im Wasserbad kochen. Mit der Nadelprobe kannst du feststellen, ob er schon durch ist!<br />
Wenn das Wasserbad lauwarm ist, nimm die Puddingform heraus und stürze den Pudding auf ein großes, wenn möglich rundes Teller.<br />
Dabei bietet sich ein schöner Anblick. Das dunkle Karamell ganz oben, mit den hellen, glänzenden Birnen und dies alles in Ringform. Das Dunkle und das Helle, das Spiel zwischen ihnen und der Ring, der immerfort währende Kreislauf der Jahreszeiten.</p>
<p><strong><em><br />
</em></strong></p>
<h3><strong><em> Jul &#8211; Getränke</em></strong></h3>
<p><strong>Honigdrink</strong></p>
<p>1l Wasser<br />
1 Tasse Honig<br />
Ev. Eine in Scheiben geschnittene Zitrone<br />
½ TL geriebene Muskatnuss<br />
Saft von einer Zitrone</p>
<p>Koche alle Zutaten miteinander auf und lass sie 5 Minuten weiterkochen. Sollte Schaum entstehen, schöpfe ihn einfach ab. Kann heiß oder kalt getrunken werden.</p>
<p><strong>Gewürzwein</strong></p>
<p>1 l Cider<br />
6 Gewürznelken<br />
3 lange Zimtstangen<br />
Muskatnuss<br />
eventuell ein wenig Zucker oder Honig, je nach Cider</p>
<p>Erwärme den Cider mit den Gewürzen LANGSAM und gib drauf Acht, dass er niemals zu kochen beginnt Lass es solange ziehen, bis die Gewürze ihre gewünschte Intensität erreicht haben!<br />
Dieses Rezept nennt sich klassischerweise &#8220;Mulled Cider&#8221; und ist typisch englisch. Da ich aber schon so viele unterschiedliche Ingredienzien dafür gefunden habe, die natürlich alle &#8220;streng traditionell&#8221; sind, bevorzuge ich, es einfach Gewürzmost zu nennen.<br />
Statt dem Cider kannst du auch Trauben- oder Apfelsaft, Sturm oder Apfelmost verwenden!</p>
<p><strong>Gewürztee</strong></p>
<p>2 EL Lapachotee<br />
3 Gewürznelken<br />
2 in Scheiben geschnittene Zitronen<br />
Muskatnuss<br />
Honig zum Süßen</p>
<p>Stelle alle Zutaten mit kaltem Wasser zu und bringe sie auf kleiner Flamme zum Kochen. Lass den Tee 5 weitere Minuten ziehen und seihe ihn ab. Alle Getränke haben diese honig-gold-gelbe Farbe, die an die Wiederkehr des Lichtes erinnert.<br />
Nun einige Anregungen für die Speisen im Ritual. Letztendlich können natürlich auch alle oben angeführten Speisen ins Jul-Ritual an sich eingebunden werden. Das Kochen und das gemeinsame Essen ist für mich genauso Ritual wie ein &#8220;klassisches&#8221; Ritual.</p>
<p><strong><em><br />
</em></strong></p>
<h3><strong><em> Jul &#8211; Ritualspeisen</em></strong></h3>
<p><strong>Mandelkuchen mit Honigdekoration</strong></p>
<p><strong><em>Grundmasse</em></strong><br />
250g Butter<br />
5 Eier<br />
250g Zucker<br />
500g weißes Mehl<br />
1/8l Milch<br />
1 Pkg. Backpulver<br />
Honig für die Dekoration</p>
<p><em>Mandelfüllung<br />
</em>Marillenmarmelade<br />
1 Stange Marzipan<br />
4 EL Mandelmus<br />
4 EL geriebene und geröstete Mandeln<br />
Rühre die Butter schaumig und füge die Eidotter und den Zucker bei. Weiter schaumig rühren. Dann schnell das Mehl (eventuell gesiebt), Backpulver und Milch unterrühren. Zum Schluss kommt der geschlagene Eischnee dazu. Fülle die Masse in eine eingefettete und bemehlte Springform. Backe sie im vorgeheizten Backrohr bei 180 Grad für ca. 1 Stunde. Bevor du sie endgültig aus dem Rohr nimmst, mach&#8217; die Nadelprobe! Löse die erkaltete Torte aus der Form und schneide sie 2 Mal durch.<br />
Vermische die Mandeln mit dem Marzipan, den Mandeln und dem Mandelmus. Diese Masse sollte sich eigentlich gut ausrollen lassen!<br />
Fertige drei, der Tortengröße entsprechende Marzipankreise an.<br />
Bestreiche nun die erste Lage mit Marillenmarmelade und lege den Marzipanboden drauf. Wiederhole dies auch für die zweite Lage. Wenn DU möchtest, kannst du auf die Marillenmarmelade auch ein paar kandierte Ingwerstückchen streuen.<br />
Obenauf lege nun die dritte Marzipanplatte.<br />
Sollte der Honig sehr zäh sein, erwärme ihn kurz im Wasserbad. Mit einer Stricknadel kannst du nun Muster und Symbole draufmalen: Eine Kerze, ein einfaches Pentagramm, eine nach rechts gedrehte Spirale oder alles, was dir zur Jul einfällt!</p>
<h3><strong>Der Lichtfunke</strong></h3>
<p>Lege so viele Datteln bereit, wie Personen am Ritual teilnehmen werden und zusätzlich noch eine als Erdopfer (Gabe an die Götter, die Erde um Dank auszudrücken).<br />
Des Weiteren brauchst du eine Stange helles Marzipan oder Mandelpaste. Wenn du möchtest kannst du dem Marzipan auch Aromastoffe wie Rosenwasser, Rum oder ein bisschen Pfefferminze beifügen.<br />
Schneide die Datteln der Länge nach auf und entferne den Kern. Verknete das Marzipan gut mit den Aromastoffen und fülle die Datteln damit. Eine Alternative bei großen Datteln ist auch, sie mit einer Mandeln (ohne Haut und in einer Pfanne kurz angeröstet) zu füllen!<br />
Richte alle auf einem Teller an und dekoriere nach Belieben. Zu Jul sehen Mistelzweige, Hagebutten, Nadelbaumzweige oder geriebene Mandeln schön aus. Deiner Phantasie sind dabei keiner Grenzen gesetzt.<br />
Über das Dekorieren von Speisen für die 8 Sabbate habe ich viel über die ureigene Energie von diesen Festen gelernt. Geeignet sind dafür alle Pflanzen, die um die jeweilige Jahreszeit zu finden sind, die Früchte, die die Natur hervorbringt oder Symbole, die mit den Festen assoziiert werden.</p>
<p>Die Meditation zu diesem Teller sieht bei mir wie folgt aus:<br />
Nach der Segnung der kleinen Speisen und die Hingabe des Erdopfers werden die Datteln verteilt.<br />
Nimm die Dattel in die Hand, spüre ihre Konsistenz, rieche an ihr&#8230;<br />
Öffne nun die Augen und sieh die dunkle Frucht vor dir. Es ist die längste Nacht des Jahres, die Nacht in der das Licht zurückkehrt&#8230;als kleiner Funke beginnt es aufs Neue seine Reise durch das Jahr. Wenn du dich dazu bereit fühlst, öffne die Dattel. Das neugeborene Licht strahlt dich an. Der Funke der Hoffnung, des neuen Lebens!<br />
Was wird dir dieses Licht bringen? Nimm dir Zeit dafür, höre auf deine Stimme, was will dir der Funke sagen?<br />
Wenn du das Gefühl hast, es ist Zeit, beiße von der Dattel ab, kau&#8217; sie ganz langsam und spüre wie ihre Süße deinen Körper erfüllt&#8230;spüre das neue Leben in dir, die Kraft des Wachstums.<br />
Du hast immer beides in dir. Das Helle und das Dunkle. Die Nacht und den Tag. Es sind immer beide präsent, auch wenn sie sich in ihrer Intensität abwechseln. Das, was du als das Licht für dich selbst ansiehst, ist nun in dir&#8230;der Funke, der dir den Weg leuchtet, geboren aus dem dunklen Schoß der Mutter. Lass es wachsen &#8211; über Imbolc, bis es zu Ostara schon fast ans Licht dringen möchte.</p>
<p>Eine Schlemmer-Variante ist es, dies mit in Schokolade getauchten Brandteigkrapferl zu machen. Setze auf jedes zweite Krapferl Schlagobers und oben ein zweites Krapferl drauf. Bei dieser Variante achte darauf, genügend Servietten zur Verfügung zu haben!</p>
<p>Soweit ein paar kleine Vorschläge zu Jul. Alles miteinander helle und süße Speisen. Nach der dunklen Zeit kehren das Licht, die Hoffnung und die Süße in unser Leben zurück. Ein Grund zu feiern und miteinander zu speisen &#8211; mit unseren Lieben und mit den Göttern.</p>
<p>Ein schönes, freudiges Jul wünscht euch<br />
Brighid</p>
<div style="display:block"><small><em>posted in <a href="http://www.nornirsaett.de/category/asatru-themen/rezepte-kulinarisches/">Kulinarisches</a> by Brigh <a href="http://www.nornirsaett.de/jul-schlemmereien/#comments">Leave A Comment</a><br />&copy;2012 <a href="http://www.nornirsaett.de">Asatru zum selber Denken - die Nornirs Ætt</a>. All Rights Reserved.</em></small></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> Jul, die Wintersonnenwende (ca. 21.Dezember) ist der Punkt des Jahresrades, an dem die Tage wieder länger werden. Es ist der kürzeste Tag und die längste Nacht des Jahres. Nun beginnt die Sonne, langsam aber sicher, wieder an Kraft zu gewinnen. </strong></p>
<p>Als Funke beginnt sie in der dunklen Nacht zu glimmen, bereit, um aufs Neue heller und heller zu werden. Es ist die Zeit, zu der unsere Ahnen das Allerbeste an gelagerten Nahrungsmittel hervorgeholt haben, die letzten süßen Äpfel, getrocknete und eingelegte Früchte. Die Winterzeit war für viele Gemeinschaften mit vielen Entbehrungen und Opfern verbunden. Mit der Geburt des Sonnensohnes wurde dann allerdings ausgiebig gefeiert.<br />
Diese Qualitäten des Festes schlagen sich auch in meiner Küche nieder. Goldene, helle Speisen decken den Tisch, die warmen Getränke verbreiten einen würzigen Duft und meine Ritualkuchen sind mit Mistelzweigen und Ingwer geschmückt. Ein Fest, bei dem ich nicht unbedingt auf die Kalorien achte&#8230; man muss ja auch genüsslich und zufrieden durch die dunkle Zeit kommen!</p>
<p>Hier folgen nun einige Ideen, wie die Küche um Jul aussehen kann und welche kulinarischen Genüsse das Jul-Ritual begleiten können.<br />
Dabei sollten wir nicht vergessen, die verwendeten Lebensmittel so gut es geht auf das zu beschränken, was uns in dieser Jahreszeit wirklich zur Verfügung steht. Das ist für mich insofern wichtig, da ich mich dadurch besser auf die Energie der Jahreszeit, auf die Energie des Festes, für das ich die Vorbereitungen treffen, einschwingen kann.<br />
So schön geröstete Kokossplitter auch auf Ritualkuchen aussehen mögen, so wenig wachsen eben Kokospalmen bei uns&#8230;und auch frische Pfirsiche und Kirsche gibt es im Winter keine &#8211; auch wenn man sie in beinahe jedem Supermarkt ganzjährig kaufen kann! Lieber verwende ich stattdessen geschälte und geröstete Haselnuss- oder Sonnenblumenkerne, eingelegtes Obst oder Trockenfrüchte.</p>
<p><strong><em><br />
Heiliger Alltag</em></strong></p>
<p>Um die Küchenarbeit wirklich zum Ritual zu machen, kann man etwas Räucherwerk entzünden oder eine Duftlampe verwenden. Ein bisschen stimmungsvolle Musik und eine Kerze (für Jul sind besonders folgende Farben passend: Gold, &#8211; für die Wiederkehr des Lichts, der Sonne, Grün &#8211; für das satte Grün der Misteln, Rot &#8211; für die Götter machen mir den rituellen Charakter des Kochens immer wieder bewusst.<br />
Meistens spreche ich vor dem Zubereiten von Ritualspeisen auch eine Anrufung:</p>
<p>Du, die du das Zuhause bist, unsere Weltenmitte<br />
Wächterin der Feuer, die am Herd wie auch in unserem Inneren brennen<br />
Du, die du Zutaten in Nahrung verwandelst<br />
Du, die aus einem Haus ein Heim macht<br />
Ich bitte dich, nimm&#8217; hier am hellen Feuer, am Herd Platz und sei mit mir!</p>
<p><strong><em><br />
</em></strong></p>
<h3><strong><em> Jul-Räucherwerke</em></strong></h3>
<p>(T=Teil)<br />
½ T getrocknete Wacholderbeeren<br />
1 T Myrrhe<br />
1 T Frankincense<br />
½ getrocknete Mistelblätter<br />
1 T Kopal</p>
<p>oder</p>
<p>1 T Weihrauch<br />
1 T Myrrhe<br />
1 T Sandarak<br />
½ T Macisblüte<br />
½ Nelken<br />
½ Eschensamen<br />
ätherisches Kiefernöl</p>
<p>oder</p>
<p>1 Frankincense<br />
1 Pinien-, Fichten-, und/oder Tannennadeln<br />
1 Zedernspitzen<br />
½ getrocknete Wacholderbeeren, zermösert<br />
Einen Schuss Met</p>
<p>Die letzte Räucherung muss allerdings ein paar Tage austrocknen, bevor man kleine portionierte Kügelchen daraus formt.</p>
<h3><strong><em>Jul-Speisen</em></strong></h3>
<p><strong><em><br />
</em></strong>Anbei folgend einige Anregungen, was vor, in und nach dem Ritual serviert werden kann. Dabei ist zu bedenken, dass keines dieser Rezepte wirklich traditionell ist und auch nicht den Anspruch erhebt.<br />
Außerdem handelt es sich dieses Mal tatsächlich nur um Snacks und süße Köstlichkeiten. Hauptspeisen wie Eintöpfe etc. werden noch gesondert behandelt.</p>
<p>Für mich ist das Wichtigste bei Sabbatmahlzeiten, dass ich weiß, warum ich welches Gericht serviere. Warum ich einen Lammeintopf zu Samhain mache und nicht zu Litha, warum ich bunte Eier zu Ostara in den Kuchen einbacke und nicht zu Jul&#8230;<br />
Anmerkung: Ich verwende auch im Winter Zitronen, obwohl sie in Österreich eigentlich nicht heimisch sind. Wenn man sie mitkocht dann, haben sie nicht mehr diese starke auskühlende Wirkung auf den Körper.</p>
<p><strong>Jahresräder</strong></p>
<p>200 g weißes Mehl<br />
150 g Butter<br />
75g Butter<br />
2 Dotter</p>
<p>Verknete alle Zutaten miteinander, forme eine Rolle, schneide gleichmäßige Stücke daraus und forme Ringe. Wenn alle fertig sind, lege sie auf ein befettetes und bemehltes Blech, bestreiche sie mit Eidotter, streue, wenn du möchtest, groben Zucker drauf und backe sie bei 180 Grad goldgelb.<br />
Du kannst den Keksen nach Belieben auch Zimt, Nelken, Ingwerpulver oder Lebkuchengewürz beimengen!<br />
Neben den Ringerln lässt sich dieser Teig auch sehr gut zu Spiralen (für Jul sollten sie sich nach rechts drehen), Pentagrammen oder Monden formen! Diese Kekse eignen sich auch sehr gut an Stelle eines Ritualkuchens.</p>
<p><strong>Pikante Happen</strong></p>
<p>4 Scheiben Weißbrot<br />
4 Scheiben sehr dunkles Brot (Pumpernickel)<br />
125 g Butter<br />
100g Gorgonzola<br />
Salz, Pfeffer, 2 Dotter, hartgekocht.</p>
<p>Rühre den Gorgonzola mit Butter, Dottern, Salz, Pfeffer und Paprika gut schaumig. Lass die Creme eine halbe Stunde im Kühlschrank anziehen.<br />
Danach bestreiche das dunkle Brot mit der Käsecreme und setze das weiße oben drauf. Stelle die Brote wiederum kalt, bis die Käsecreme richtig schön steif geworden ist. Nun kannst du auch Formen ausstechen.<br />
Und wieder einmal haben wir das Helle und das Dunkle in unseren Mägen vereint <img src='http://www.nornirsaett.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><strong>Gebackene Milch<br />
</strong>(für ca. 6 Personen)</p>
<p>¾ Liter Milch<br />
5 Esslöffel Vollzucker<br />
25 g Butter<br />
3 Eier<br />
1 Tasse Semmelbrösel<br />
1l Sonnenblumenöl<br />
5 Esslöffel Speisestärke (z.B. Maizena)</p>
<p>Löse die Speisestärke in ein wenig Milch auf (vom ¾ Liter nehmen).<br />
Abseits davon wird die Milch mit dem Zucker und der Butter zum Kochen gebracht. Wenn die Milch aufzusteigen beginnt, füge die aufgelöste Speisestärke hinzu. Reduziere die Hitze und rühre die Milch 5-7 Minuten OHNE Unterbrechung. Danach schütte die Milch auf ein Backblech oder eine andere Form. Die Masse, die in etwa fingerdick sein sollte, muss nun etwa 2-3 Stunden auskühlen und stocken.<br />
Wenn sich die Masse gut schneiden und aus der Form heben lässt (Tortenschaufel ist dabei sehr hilfreich), erhitze das Sonnenblumenöl. Schneide aus der Masse kleine Formen aus, was immer du möchtest. Kreise, Rauten, Monde, Sterne etc.<br />
Nun folgt das Panieren der Masse. Wende sie in verschlagenem Ei und in den Semmelbröseln. Wenn du mehr Kruste möchtest, kannst du den Vorgang auch wiederholen.<br />
Backe deine Sterne, Monde oder Kreise im heißen Fett heraus.<br />
Abschließend werden sie mit Puderzucker (eventuell auch mit Zimt vermischt) bestäubt und noch heiß serviert.</p>
<p><strong>Birnenpudding<br />
</strong>(für ca. 6 Personen)</p>
<p>8 mittelgroße eingelegte Birnenhälften<br />
2 Esslöffel Zucker<br />
1 Tasse Milch<br />
4 Eier<br />
¼ l lauwarme Milch<br />
3 Esslöffel Zucker<br />
Für das Karamell: 3 Esslöffel Zucker<br />
2 Esslöffel Wasser</p>
<p>Erhitze den Zucker mit dem Wasser, bis es braun wird und zu karamellisieren beginnt und tröpfle dieses Karamell in eine Springform. Darüber verteile die eingelegten Birnenhälften.<br />
Heize den Ofen auf 220 Grad vor und halte eine Form, die größer ist als die für den Pudding bereit. Sie muss mindestens eine Handbreit hoch sein!<br />
Nun schlage die Eier mit einer Gabel oder dem Handrührgerät auf, füge den Zucker und die Milch hinzu. Dann schütte dieses Eier-Milch-Gemisch über die Birnen in die Form.<br />
Stelle diese nun in die größere Form und fülle sie in etwa bis zur Hälfte mit Wasser auf. Lass den Pudding nun ca. 40 Minuten im Wasserbad kochen. Mit der Nadelprobe kannst du feststellen, ob er schon durch ist!<br />
Wenn das Wasserbad lauwarm ist, nimm die Puddingform heraus und stürze den Pudding auf ein großes, wenn möglich rundes Teller.<br />
Dabei bietet sich ein schöner Anblick. Das dunkle Karamell ganz oben, mit den hellen, glänzenden Birnen und dies alles in Ringform. Das Dunkle und das Helle, das Spiel zwischen ihnen und der Ring, der immerfort währende Kreislauf der Jahreszeiten.</p>
<p><strong><em><br />
</em></strong></p>
<h3><strong><em> Jul &#8211; Getränke</em></strong></h3>
<p><strong>Honigdrink</strong></p>
<p>1l Wasser<br />
1 Tasse Honig<br />
Ev. Eine in Scheiben geschnittene Zitrone<br />
½ TL geriebene Muskatnuss<br />
Saft von einer Zitrone</p>
<p>Koche alle Zutaten miteinander auf und lass sie 5 Minuten weiterkochen. Sollte Schaum entstehen, schöpfe ihn einfach ab. Kann heiß oder kalt getrunken werden.</p>
<p><strong>Gewürzwein</strong></p>
<p>1 l Cider<br />
6 Gewürznelken<br />
3 lange Zimtstangen<br />
Muskatnuss<br />
eventuell ein wenig Zucker oder Honig, je nach Cider</p>
<p>Erwärme den Cider mit den Gewürzen LANGSAM und gib drauf Acht, dass er niemals zu kochen beginnt Lass es solange ziehen, bis die Gewürze ihre gewünschte Intensität erreicht haben!<br />
Dieses Rezept nennt sich klassischerweise &#8220;Mulled Cider&#8221; und ist typisch englisch. Da ich aber schon so viele unterschiedliche Ingredienzien dafür gefunden habe, die natürlich alle &#8220;streng traditionell&#8221; sind, bevorzuge ich, es einfach Gewürzmost zu nennen.<br />
Statt dem Cider kannst du auch Trauben- oder Apfelsaft, Sturm oder Apfelmost verwenden!</p>
<p><strong>Gewürztee</strong></p>
<p>2 EL Lapachotee<br />
3 Gewürznelken<br />
2 in Scheiben geschnittene Zitronen<br />
Muskatnuss<br />
Honig zum Süßen</p>
<p>Stelle alle Zutaten mit kaltem Wasser zu und bringe sie auf kleiner Flamme zum Kochen. Lass den Tee 5 weitere Minuten ziehen und seihe ihn ab. Alle Getränke haben diese honig-gold-gelbe Farbe, die an die Wiederkehr des Lichtes erinnert.<br />
Nun einige Anregungen für die Speisen im Ritual. Letztendlich können natürlich auch alle oben angeführten Speisen ins Jul-Ritual an sich eingebunden werden. Das Kochen und das gemeinsame Essen ist für mich genauso Ritual wie ein &#8220;klassisches&#8221; Ritual.</p>
<p><strong><em><br />
</em></strong></p>
<h3><strong><em> Jul &#8211; Ritualspeisen</em></strong></h3>
<p><strong>Mandelkuchen mit Honigdekoration</strong></p>
<p><strong><em>Grundmasse</em></strong><br />
250g Butter<br />
5 Eier<br />
250g Zucker<br />
500g weißes Mehl<br />
1/8l Milch<br />
1 Pkg. Backpulver<br />
Honig für die Dekoration</p>
<p><em>Mandelfüllung<br />
</em>Marillenmarmelade<br />
1 Stange Marzipan<br />
4 EL Mandelmus<br />
4 EL geriebene und geröstete Mandeln<br />
Rühre die Butter schaumig und füge die Eidotter und den Zucker bei. Weiter schaumig rühren. Dann schnell das Mehl (eventuell gesiebt), Backpulver und Milch unterrühren. Zum Schluss kommt der geschlagene Eischnee dazu. Fülle die Masse in eine eingefettete und bemehlte Springform. Backe sie im vorgeheizten Backrohr bei 180 Grad für ca. 1 Stunde. Bevor du sie endgültig aus dem Rohr nimmst, mach&#8217; die Nadelprobe! Löse die erkaltete Torte aus der Form und schneide sie 2 Mal durch.<br />
Vermische die Mandeln mit dem Marzipan, den Mandeln und dem Mandelmus. Diese Masse sollte sich eigentlich gut ausrollen lassen!<br />
Fertige drei, der Tortengröße entsprechende Marzipankreise an.<br />
Bestreiche nun die erste Lage mit Marillenmarmelade und lege den Marzipanboden drauf. Wiederhole dies auch für die zweite Lage. Wenn DU möchtest, kannst du auf die Marillenmarmelade auch ein paar kandierte Ingwerstückchen streuen.<br />
Obenauf lege nun die dritte Marzipanplatte.<br />
Sollte der Honig sehr zäh sein, erwärme ihn kurz im Wasserbad. Mit einer Stricknadel kannst du nun Muster und Symbole draufmalen: Eine Kerze, ein einfaches Pentagramm, eine nach rechts gedrehte Spirale oder alles, was dir zur Jul einfällt!</p>
<h3><strong>Der Lichtfunke</strong></h3>
<p>Lege so viele Datteln bereit, wie Personen am Ritual teilnehmen werden und zusätzlich noch eine als Erdopfer (Gabe an die Götter, die Erde um Dank auszudrücken).<br />
Des Weiteren brauchst du eine Stange helles Marzipan oder Mandelpaste. Wenn du möchtest kannst du dem Marzipan auch Aromastoffe wie Rosenwasser, Rum oder ein bisschen Pfefferminze beifügen.<br />
Schneide die Datteln der Länge nach auf und entferne den Kern. Verknete das Marzipan gut mit den Aromastoffen und fülle die Datteln damit. Eine Alternative bei großen Datteln ist auch, sie mit einer Mandeln (ohne Haut und in einer Pfanne kurz angeröstet) zu füllen!<br />
Richte alle auf einem Teller an und dekoriere nach Belieben. Zu Jul sehen Mistelzweige, Hagebutten, Nadelbaumzweige oder geriebene Mandeln schön aus. Deiner Phantasie sind dabei keiner Grenzen gesetzt.<br />
Über das Dekorieren von Speisen für die 8 Sabbate habe ich viel über die ureigene Energie von diesen Festen gelernt. Geeignet sind dafür alle Pflanzen, die um die jeweilige Jahreszeit zu finden sind, die Früchte, die die Natur hervorbringt oder Symbole, die mit den Festen assoziiert werden.</p>
<p>Die Meditation zu diesem Teller sieht bei mir wie folgt aus:<br />
Nach der Segnung der kleinen Speisen und die Hingabe des Erdopfers werden die Datteln verteilt.<br />
Nimm die Dattel in die Hand, spüre ihre Konsistenz, rieche an ihr&#8230;<br />
Öffne nun die Augen und sieh die dunkle Frucht vor dir. Es ist die längste Nacht des Jahres, die Nacht in der das Licht zurückkehrt&#8230;als kleiner Funke beginnt es aufs Neue seine Reise durch das Jahr. Wenn du dich dazu bereit fühlst, öffne die Dattel. Das neugeborene Licht strahlt dich an. Der Funke der Hoffnung, des neuen Lebens!<br />
Was wird dir dieses Licht bringen? Nimm dir Zeit dafür, höre auf deine Stimme, was will dir der Funke sagen?<br />
Wenn du das Gefühl hast, es ist Zeit, beiße von der Dattel ab, kau&#8217; sie ganz langsam und spüre wie ihre Süße deinen Körper erfüllt&#8230;spüre das neue Leben in dir, die Kraft des Wachstums.<br />
Du hast immer beides in dir. Das Helle und das Dunkle. Die Nacht und den Tag. Es sind immer beide präsent, auch wenn sie sich in ihrer Intensität abwechseln. Das, was du als das Licht für dich selbst ansiehst, ist nun in dir&#8230;der Funke, der dir den Weg leuchtet, geboren aus dem dunklen Schoß der Mutter. Lass es wachsen &#8211; über Imbolc, bis es zu Ostara schon fast ans Licht dringen möchte.</p>
<p>Eine Schlemmer-Variante ist es, dies mit in Schokolade getauchten Brandteigkrapferl zu machen. Setze auf jedes zweite Krapferl Schlagobers und oben ein zweites Krapferl drauf. Bei dieser Variante achte darauf, genügend Servietten zur Verfügung zu haben!</p>
<p>Soweit ein paar kleine Vorschläge zu Jul. Alles miteinander helle und süße Speisen. Nach der dunklen Zeit kehren das Licht, die Hoffnung und die Süße in unser Leben zurück. Ein Grund zu feiern und miteinander zu speisen &#8211; mit unseren Lieben und mit den Göttern.</p>
<p>Ein schönes, freudiges Jul wünscht euch<br />
Brighid</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Wurzeln im Bauch</title>
		<link>http://www.nornirsaett.de/wurzeln-im-bauch/</link>
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		<pubDate>Mon, 16 Nov 2009 20:15:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Brigh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kulinarisches]]></category>
		<category><![CDATA[karotte]]></category>
		<category><![CDATA[Kochen]]></category>
		<category><![CDATA[Küche]]></category>
		<category><![CDATA[Rezepte]]></category>
		<category><![CDATA[ritual]]></category>
		<category><![CDATA[sellerie]]></category>
		<category><![CDATA[Winter]]></category>
		<category><![CDATA[wintergemüse]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><em>Herbst ist es geworden… schon lange!<br />
Besonders im Spätherbst und Winter sind Wurzelgemüse bestens geeignet um den Körper das zu geben, was er zu diesen Zeiten dringend benötigt.</em></p>
<p><em>Grund genug, mal all die Wurzeln, die ich täglich in meinen Kochtöpfen verbrate und vermantsche, in einer eigenen Wurzel-Rezeptessammlung darzustellen… Hier ein kleiner Ausschnitt davon</em></p>
<h4>Petersilsuppe</h4>
<p>Petersil ist mein absolutes Lieblingskraut – ich kann es bundweise essen! Doch auch seine Wurzel kann einiges bieten….<br />
2-3 mittelgroße Petersilienwurzeln<br />
2 große Kartoffeln<br />
1 Bund Petersilie<br />
1 Creme Fraiche Natur<br />
¼ Milch<br />
2 EL Butter<br />
Muskat<br />
1 MS Bertramswurz<br />
1 MS Galgant<br />
1 EL Bio-Instant Gemüsesuppenpulver<br />
Petersilienwurzeln und Kartoffeln schneiden und in wenig Salzwasser aufkochen. Gemüsesuppenpulver beigeben und weich kochen. Milch, Butter, Creme Fraiche, gehackte Petersilie (tut euch keinen Zwang an: Geht dann eh alles durch den Pürierstab!) und Gewürze beigeben. Alles pürieren und mit weißem Pfeffer und Salz abschmecken.</p>
<h4>Karotten-Sellerie Salat</h4>
<p>½ kg geraspelte Karotten<br />
¼ kg geraspelte Sellerie<br />
1 Handvoll Rosinen<br />
1 Becher Creme Fraiche natur<br />
1 Handvoll geröstete Nüsse und Sonnenblumen- und Pinienkerne<br />
Saft einer halben Zitrone<br />
Salz, Pfeffer, Currypulver<br />
Creme Fraiche mit dem Currypulver und den Rosinen vermischen und 1-2 Stunden rasten lassen, damit die Rosinen weich werden. Andernfalls kurz mit warmen Wasser übergießen und anschließend das Wasser wieder abseihen!<br />
Anschließend mit allen Zutaten abmischen und vor dem Servieren eine Stunde ziehen lassen.</p>
<h4>Karotten-Apfel Salat</h4>
<p>½ kg geraspelte Karotten<br />
½ kg geraspelte Äpfel<br />
Saft einer halben Zitrone<br />
1 TL Honig<br />
Sesamöl<br />
1 EL gerösteten Sesam<br />
1 Handvoll Rosinen<br />
Alles Abmischen und sofort servieren.</p>
<h4>Wurzelauflauf</h4>
<p>½ kg Fleisch eines gschmackigen Speisekürbisses (Hokkaido, Eichel etc.)<br />
½ kg geraspelte Karotten<br />
4 Eier<br />
250 ml Schlagobers<br />
1 Pkg. Backpulver<br />
Geriebene Käsemischung aus Parmesan und Cheddar<br />
Ingwer<br />
Muskat<br />
Butter<br />
Feuerfeste Form (oder mehrere kleine) mit der Butter einfetten. Kürbis- und Karottenraspel gut durchmengen und mit frisch geriebenem Ingwer und Muskat vermischen und in die Formen geben – nicht zu sehr andrücken, sonst wird die Masse zu fest!<br />
Schlagobers mit Backpulver und Eiern gut verrühren und über das Gemüse gießen.<br />
Bei 180 ca. 30-40 Minuten backen. Nach 20 Minuten Backzeit mit Käsemischung bestreuen und zu Ende backen.</p>
<h4>Gebratenes Saitan im Sellerietopf</h4>
<p>4 mittelgroße Sellerieknollen<br />
400 g Saitan<br />
1/2 Bund Petersilie<br />
1 Zwiebel<br />
Salz<br />
Pfeffer aus der Mühle<br />
100 ml Sahne<br />
Schuss Weißwein<br />
Ingwer<br />
Die Sellerieknollen ordentlich abschrubben und in der Mitte durchschneiden, irgendwie so, dass sich zwei hübsche Halbkugeln ergeben! Je nach Grosse 15 – 30 Minuten in Salzwasser kochen. Mit kaltem Wasser abschrecken und weiter auskühlen lassen. Mit einem Löffel die Knollen aushöhlen.<br />
Selleriefleisch und Petersilie fein hacken. Zwiebel hacken und scharf anrösten. Mit Weißwein ablöschen. Saitan in Streifen schneiden und ebenfalls scharf anbraten.<br />
Alles mischen mit frisch geriebenen Ingwer vermischen und Sahne untermengen.</p>
<p>Die Masse in die Sellerieknollen geben und in eine eingefettete, feuerfeste Form füllen. Gegebenfalls ein bisschen Gemüsesuppe oder Weißwein in die Form gießen, damit die Knollen nicht anbrennen oder trocken werden! Bei 180 Grad 30 Minuten ins Backrohr schieben!</p>
<h4>Wurzel-Laibchen</h4>
<p>½ kg Kürbis-, Kartoffel-, Sellerie- und Karottenschnitzel<br />
2-3 Eier<br />
Etwas Mehl<br />
Muskat<br />
Semmelbrösel<br />
Die Gemüseschnitzel unbedingt von überschüssigem Wasser befreien und ordentlich ausquetschen!!! Mit Eiern, Muskat und etwas Mehl abmischen, sodass eine Masse entsteht, aus der sich gut Laibchen formen lassen. Dennoch Vorsicht: Nicht zu viel Mehl nehmen, sonst werden die Laibchen zu pappig!<br />
In Semmelbröseln wälzen und in heißem Fett rausbacken!</p>
<h4>Schwarzwurzeln in Reispapier</h4>
<p>½ kg Schwarzwurzeln<br />
1 Bund Frühlingszwiebel<br />
Zitronensaft<br />
Weißer Pfeffer, Salz<br />
Frische Sojasprossen<br />
Süßes Thai &#8211; Basilikum<br />
Reispapier<br />
Schwarzwurzeln waschen und schälen – am besten unter fließendem Wasser, da es ansonsten eine Sauerei werden könnte! Die sauberen Wurzeln in, mit einem ordentlichen Spritzer Zitronensaft versehenes, Salzwasser werfen und zum Kochen bringen. Anschließend – oder auch davor – in 2-3 cm lange Stücke schneiden. Bissfest kochen, d.h. ca. 10 Minuten. Abgießen und abtropfen lassen.<br />
Einstweilen Frühlingszwiebel klein schneiden und in Butter anrösten.<br />
Schwarzwurzeln hinzufügen und goldbraun anbraten.<br />
Jeweils 1-2 EL auf Reispapier legen, salzen, pfeffern, Sojasprossen und Basilikumblätter draufgeben und zu kleinen Rollen schlagen!<br />
Hübsche Vorspeise oder praktisch fürs Buffet!!</p>
<h4>Karamellisierte Karotten</h4>
<p>8 halbwegs gleich dicke Karotten<br />
3 EL Butter oder Ghee<br />
1 EL Zucker<br />
1 MS gemahlener Kümmel<br />
1 MS gemahlene Nelken<br />
Karotten waschen und schälen und bissfest kochen. Inzwischen Butter zerlassen und Gewürze dazu geben. Zucker beimengen und solange rühren (nur auf kleiner Flamme!) bis er karamellisiert. Gekochte, zart abgetrocknete Karotten in die Pfanne geben und kurz scharf anbraten! Vorsicht! Brennt extrem leicht an und wird dann schlimm bitter!</p>
<h4>Ingwerbier</h4>
<p>Dieses Rezept habe ich selbst mal vor einiger Zeit so ähnlich im Internet entdeckt und es anschließend ein bisschen abgewandelt – denn nach Rezepten kochen kann ich einfach nicht <img src='http://www.nornirsaett.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /><br />
Das Ding hier ist sicherlich nicht jedermanns Geschmack, aber ich find es super und Ingwer ist sowieso meine Lieblingswurzel und ich habe einen Riesenverschleiß davon. Ein frisches Stückchen Ingwer kauen gibt mir den absoluten Energiekick und renkt falsch laufende Energien schnell wieder ein. Und er wärmt! Nicht ganz unwichtig, ob der Zeiten, die uns blühen!<br />
500 g Ingwer<br />
3 Limetten<br />
15 g Zitronensäure (oder Weinsäure)<br />
5 l Wasser<br />
1 kg braunen Rohrzucker<br />
1 5g Trockenhefe<br />
Ingwer raspeln, Zucker, Zitronensäure und Limettenstücke beigeben. Mit den 5 Litern heißem Wasser übergießen. Hefe anrühren und drübergießen, sobald alles etwas ausgekühlt ist. 2 Tage zugedeckt stehen lassen. Abseihen, abfüllen und Prost!</p>
<h4>Rote-Rohnen-Soße</h4>
<p>Einfach – schnell – und schön!<br />
2-3 gekochte Rote Rohnen<br />
1 Rahmfrischkäse natur<br />
1 weißes Joghurt<br />
Salz und weißer Pfeffer<br />
Alles pürieren und abschmecken.<br />
Schmeckt toll und sieht schön aus: Zu Gemüselaibchen, gebackenem Gemüse oder über Salate!<br />
Abschließend gibt es natürlich etwas Süßes – hier mein Lieblingskarottenrezept!!!</p>
<h4>Karottenkuchen</h4>
<p>200 g Butter<br />
200 ml Ahornsirup oder 200g Honig<br />
200 g geraspelte Karotten<br />
200 g geraspelte Haselnüsse oder gehackte Kürbiskerne<br />
3 große Eier<br />
1 Pkg. Bio-Vanille-Pulver<br />
1 Pkg. Vanillezucker<br />
1 Pkg. Backpulver<br />
Guten Schuss Rum<br />
Butter, Zucker und Eier schaumig rühren und restliche Zutaten beigeben. Masse in eine ausgefettete Form füllen und den Kuchen bei 180 Grad ca. 40 Minuten backen. Stricknadelprobe machen, gegebenenfalls 10 Minuten weiter backen lassen!</p>
<p><em>Viel Spaß beim Ausprobieren!</em></p>
<div style="display:block"><small><em>posted in <a href="http://www.nornirsaett.de/category/asatru-themen/rezepte-kulinarisches/">Kulinarisches</a> by Brigh <a href="http://www.nornirsaett.de/wurzeln-im-bauch/#comments">Leave A Comment</a><br />&copy;2012 <a href="http://www.nornirsaett.de">Asatru zum selber Denken - die Nornirs Ætt</a>. All Rights Reserved.</em></small></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Herbst ist es geworden… schon lange!<br />
Besonders im Spätherbst und Winter sind Wurzelgemüse bestens geeignet um den Körper das zu geben, was er zu diesen Zeiten dringend benötigt.</em></p>
<p><em>Grund genug, mal all die Wurzeln, die ich täglich in meinen Kochtöpfen verbrate und vermantsche, in einer eigenen Wurzel-Rezeptessammlung darzustellen… Hier ein kleiner Ausschnitt davon</em></p>
<h4>Petersilsuppe</h4>
<p>Petersil ist mein absolutes Lieblingskraut – ich kann es bundweise essen! Doch auch seine Wurzel kann einiges bieten….<br />
2-3 mittelgroße Petersilienwurzeln<br />
2 große Kartoffeln<br />
1 Bund Petersilie<br />
1 Creme Fraiche Natur<br />
¼ Milch<br />
2 EL Butter<br />
Muskat<br />
1 MS Bertramswurz<br />
1 MS Galgant<br />
1 EL Bio-Instant Gemüsesuppenpulver<br />
Petersilienwurzeln und Kartoffeln schneiden und in wenig Salzwasser aufkochen. Gemüsesuppenpulver beigeben und weich kochen. Milch, Butter, Creme Fraiche, gehackte Petersilie (tut euch keinen Zwang an: Geht dann eh alles durch den Pürierstab!) und Gewürze beigeben. Alles pürieren und mit weißem Pfeffer und Salz abschmecken.</p>
<h4>Karotten-Sellerie Salat</h4>
<p>½ kg geraspelte Karotten<br />
¼ kg geraspelte Sellerie<br />
1 Handvoll Rosinen<br />
1 Becher Creme Fraiche natur<br />
1 Handvoll geröstete Nüsse und Sonnenblumen- und Pinienkerne<br />
Saft einer halben Zitrone<br />
Salz, Pfeffer, Currypulver<br />
Creme Fraiche mit dem Currypulver und den Rosinen vermischen und 1-2 Stunden rasten lassen, damit die Rosinen weich werden. Andernfalls kurz mit warmen Wasser übergießen und anschließend das Wasser wieder abseihen!<br />
Anschließend mit allen Zutaten abmischen und vor dem Servieren eine Stunde ziehen lassen.</p>
<h4>Karotten-Apfel Salat</h4>
<p>½ kg geraspelte Karotten<br />
½ kg geraspelte Äpfel<br />
Saft einer halben Zitrone<br />
1 TL Honig<br />
Sesamöl<br />
1 EL gerösteten Sesam<br />
1 Handvoll Rosinen<br />
Alles Abmischen und sofort servieren.</p>
<h4>Wurzelauflauf</h4>
<p>½ kg Fleisch eines gschmackigen Speisekürbisses (Hokkaido, Eichel etc.)<br />
½ kg geraspelte Karotten<br />
4 Eier<br />
250 ml Schlagobers<br />
1 Pkg. Backpulver<br />
Geriebene Käsemischung aus Parmesan und Cheddar<br />
Ingwer<br />
Muskat<br />
Butter<br />
Feuerfeste Form (oder mehrere kleine) mit der Butter einfetten. Kürbis- und Karottenraspel gut durchmengen und mit frisch geriebenem Ingwer und Muskat vermischen und in die Formen geben – nicht zu sehr andrücken, sonst wird die Masse zu fest!<br />
Schlagobers mit Backpulver und Eiern gut verrühren und über das Gemüse gießen.<br />
Bei 180 ca. 30-40 Minuten backen. Nach 20 Minuten Backzeit mit Käsemischung bestreuen und zu Ende backen.</p>
<h4>Gebratenes Saitan im Sellerietopf</h4>
<p>4 mittelgroße Sellerieknollen<br />
400 g Saitan<br />
1/2 Bund Petersilie<br />
1 Zwiebel<br />
Salz<br />
Pfeffer aus der Mühle<br />
100 ml Sahne<br />
Schuss Weißwein<br />
Ingwer<br />
Die Sellerieknollen ordentlich abschrubben und in der Mitte durchschneiden, irgendwie so, dass sich zwei hübsche Halbkugeln ergeben! Je nach Grosse 15 – 30 Minuten in Salzwasser kochen. Mit kaltem Wasser abschrecken und weiter auskühlen lassen. Mit einem Löffel die Knollen aushöhlen.<br />
Selleriefleisch und Petersilie fein hacken. Zwiebel hacken und scharf anrösten. Mit Weißwein ablöschen. Saitan in Streifen schneiden und ebenfalls scharf anbraten.<br />
Alles mischen mit frisch geriebenen Ingwer vermischen und Sahne untermengen.</p>
<p>Die Masse in die Sellerieknollen geben und in eine eingefettete, feuerfeste Form füllen. Gegebenfalls ein bisschen Gemüsesuppe oder Weißwein in die Form gießen, damit die Knollen nicht anbrennen oder trocken werden! Bei 180 Grad 30 Minuten ins Backrohr schieben!</p>
<h4>Wurzel-Laibchen</h4>
<p>½ kg Kürbis-, Kartoffel-, Sellerie- und Karottenschnitzel<br />
2-3 Eier<br />
Etwas Mehl<br />
Muskat<br />
Semmelbrösel<br />
Die Gemüseschnitzel unbedingt von überschüssigem Wasser befreien und ordentlich ausquetschen!!! Mit Eiern, Muskat und etwas Mehl abmischen, sodass eine Masse entsteht, aus der sich gut Laibchen formen lassen. Dennoch Vorsicht: Nicht zu viel Mehl nehmen, sonst werden die Laibchen zu pappig!<br />
In Semmelbröseln wälzen und in heißem Fett rausbacken!</p>
<h4>Schwarzwurzeln in Reispapier</h4>
<p>½ kg Schwarzwurzeln<br />
1 Bund Frühlingszwiebel<br />
Zitronensaft<br />
Weißer Pfeffer, Salz<br />
Frische Sojasprossen<br />
Süßes Thai &#8211; Basilikum<br />
Reispapier<br />
Schwarzwurzeln waschen und schälen – am besten unter fließendem Wasser, da es ansonsten eine Sauerei werden könnte! Die sauberen Wurzeln in, mit einem ordentlichen Spritzer Zitronensaft versehenes, Salzwasser werfen und zum Kochen bringen. Anschließend – oder auch davor – in 2-3 cm lange Stücke schneiden. Bissfest kochen, d.h. ca. 10 Minuten. Abgießen und abtropfen lassen.<br />
Einstweilen Frühlingszwiebel klein schneiden und in Butter anrösten.<br />
Schwarzwurzeln hinzufügen und goldbraun anbraten.<br />
Jeweils 1-2 EL auf Reispapier legen, salzen, pfeffern, Sojasprossen und Basilikumblätter draufgeben und zu kleinen Rollen schlagen!<br />
Hübsche Vorspeise oder praktisch fürs Buffet!!</p>
<h4>Karamellisierte Karotten</h4>
<p>8 halbwegs gleich dicke Karotten<br />
3 EL Butter oder Ghee<br />
1 EL Zucker<br />
1 MS gemahlener Kümmel<br />
1 MS gemahlene Nelken<br />
Karotten waschen und schälen und bissfest kochen. Inzwischen Butter zerlassen und Gewürze dazu geben. Zucker beimengen und solange rühren (nur auf kleiner Flamme!) bis er karamellisiert. Gekochte, zart abgetrocknete Karotten in die Pfanne geben und kurz scharf anbraten! Vorsicht! Brennt extrem leicht an und wird dann schlimm bitter!</p>
<h4>Ingwerbier</h4>
<p>Dieses Rezept habe ich selbst mal vor einiger Zeit so ähnlich im Internet entdeckt und es anschließend ein bisschen abgewandelt – denn nach Rezepten kochen kann ich einfach nicht <img src='http://www.nornirsaett.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /><br />
Das Ding hier ist sicherlich nicht jedermanns Geschmack, aber ich find es super und Ingwer ist sowieso meine Lieblingswurzel und ich habe einen Riesenverschleiß davon. Ein frisches Stückchen Ingwer kauen gibt mir den absoluten Energiekick und renkt falsch laufende Energien schnell wieder ein. Und er wärmt! Nicht ganz unwichtig, ob der Zeiten, die uns blühen!<br />
500 g Ingwer<br />
3 Limetten<br />
15 g Zitronensäure (oder Weinsäure)<br />
5 l Wasser<br />
1 kg braunen Rohrzucker<br />
1 5g Trockenhefe<br />
Ingwer raspeln, Zucker, Zitronensäure und Limettenstücke beigeben. Mit den 5 Litern heißem Wasser übergießen. Hefe anrühren und drübergießen, sobald alles etwas ausgekühlt ist. 2 Tage zugedeckt stehen lassen. Abseihen, abfüllen und Prost!</p>
<h4>Rote-Rohnen-Soße</h4>
<p>Einfach – schnell – und schön!<br />
2-3 gekochte Rote Rohnen<br />
1 Rahmfrischkäse natur<br />
1 weißes Joghurt<br />
Salz und weißer Pfeffer<br />
Alles pürieren und abschmecken.<br />
Schmeckt toll und sieht schön aus: Zu Gemüselaibchen, gebackenem Gemüse oder über Salate!<br />
Abschließend gibt es natürlich etwas Süßes – hier mein Lieblingskarottenrezept!!!</p>
<h4>Karottenkuchen</h4>
<p>200 g Butter<br />
200 ml Ahornsirup oder 200g Honig<br />
200 g geraspelte Karotten<br />
200 g geraspelte Haselnüsse oder gehackte Kürbiskerne<br />
3 große Eier<br />
1 Pkg. Bio-Vanille-Pulver<br />
1 Pkg. Vanillezucker<br />
1 Pkg. Backpulver<br />
Guten Schuss Rum<br />
Butter, Zucker und Eier schaumig rühren und restliche Zutaten beigeben. Masse in eine ausgefettete Form füllen und den Kuchen bei 180 Grad ca. 40 Minuten backen. Stricknadelprobe machen, gegebenenfalls 10 Minuten weiter backen lassen!</p>
<p><em>Viel Spaß beim Ausprobieren!</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.nornirsaett.de/wurzeln-im-bauch/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Herbstanfang mit Kürbissen</title>
		<link>http://www.nornirsaett.de/herbstanfang-mit-kurbissen/</link>
		<comments>http://www.nornirsaett.de/herbstanfang-mit-kurbissen/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 20 Sep 2009 16:24:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Brigh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kulinarisches]]></category>
		<category><![CDATA[herbst]]></category>
		<category><![CDATA[Kochen]]></category>
		<category><![CDATA[Küche]]></category>
		<category><![CDATA[kürbis]]></category>
		<category><![CDATA[ritual]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.nornirsaett.de/?p=1954</guid>
		<description><![CDATA[<p>Die Zeit um die Herbst-Tag-und-Nachtgleiche ist eine Zeit des Erntedanks, der Besinnung &#8211; und der Höhepunkt der Kürbissaison. Hier einige Rezepte von KürbisliebhaberInnen der NornirsÆtt!<span id="more-1954"></span><br />
<a href="http://www.ipernity.com/doc/36068/3233289"><img src="http://u1.ipernity.com/9/32/89/3233289.b2dc89b2.500.jpg" width="375" height="500" alt="Kürbisschau" border="0"/></a> <i>Foto: Brigh</i></p>
<h3><strong>Einfache Kürbissuppe<br />
</strong></h3>
<h5><em>Zutaten</em></h5>
<p>1 kleiner Kürbis<br />
1 Zwiebel<br />
1 Knoblauchzehe<br />
1 etwa halbdaumenlanges Stück Ingwer<br />
1 große Mohrrübe<br />
1 Stück Porree / Lauch, etwa so groß wie die Möhre<br />
1 Stück Knollensellerie, etwa daumengroß<br />
3 Petersiliewurzeln, mittelgroß<br />
2 EL Sojasauce (am besten japanischer Art)<br />
Salz und Pfeffer<br />
Petersilie, frisch, gehackt<br />
Paprikapulver, rosenscharf<br />
Currypulver<br />
saure Sahne zum Verfeinern<br />
1 TL Speiseöl (Sorte ziemlich egal, ich nehme Rapsöl)<br />
1/4 l Wasser</p>
<h5>So geht&#8217;s</h5>
<p>Den Kürbis halbieren.<br />
Kerne und inneren harte Fasern entfernen.<br />
Äußere Haut entfernen (geht am bestem mit dem Sparschäler).<br />
Die Kürbishälften in kleine Stücke schneiden.<br />
Zwiebel, Knoblauch und Ingwer schälen und würfeln.<br />
Petersilienwurzel, Möhre, Lauch und Sellerie putzen und klein schneiden.<br />
Alles zusammen mit einem TL Öl anschwitzen<br />
Mit 1/4 Liter Wasser aufgießen und weich kochen. (Dauert 10 &#8211; 15 min, zuerst kurz aufkochen, dann bei schwacher Hitze unter gelegentlichem Umrühren köcheln lassen. Vorsicht: Anbrenngefahr!)<br />
Gemüse fein pürieren (wenn vorhanden: mit Pürierstab, sonst ist es mühsam).<br />
Mit Sojasauce, Pfeffer, Currypulver und Paprikapulver würzen.<br />
Sauer Sahne nach Geschmack hinzugeben.<br />
Frisch gehackte Petersilie darüber geben.<br />
<a href="http://www.ipernity.com/doc/hendrike/3494131"><img src="http://u1.ipernity.com/10/41/31/3494131.d0f87cb8.240.jpg" width="240" height="196" alt="Lunchtime" border="0"/></a> <i>Foto: <a href="http://www.ipernity.com/home/38307" target="_blank">Inken</a></i></p>
<h3>Kürbissuppe im Kürbis<br />
(Grenzgängerin)</h3>
<h5>Zutaten (für ca. 4 Personen)</h5>
<p>1 großer Kürbis<br />
4 große Kartoffeln<br />
2 Möhren<br />
250 gr mageres Kasselerfleisch<br />
Butter<br />
1 große Zwiebel<br />
Salz, Pfeffer, Muskatnuss<br />
Liebstöckel (getrocknet oder frisch, wenn noch vorhanden)<br />
Prise Zucker<br />
Sahne zum Anreichen</p>
<h5>So geht&#8217;s</h5>
<p>1. Kürbis aushöhlen und Inneres von Kernen trennen.<br />
2. Kürbisfleisch klein schneiden und in einen Topf geben.<br />
3. Kartoffeln schälen und klein schneiden &#8211; auch in den Topf.<br />
4. Möhren schälen und klein schnibbeln &#8211; auch in den Topf.<br />
5. Zwiebeln klein schneiden, würfeln.<br />
6. In einer Pfanne die Butter erhitzen und die Zwiebeln darin andünsten, in den Suppentopf dazugeben.<br />
8. Mageres Kasselerfleisch (in Würfel geschnitten) , sowie die Prise Zucker&#8230;&#8230;genau, auch in den Topf.<br />
9. Das alles auf mittlerer Stufe vor sich hin köcheln lassen.<br />
10. Dann mit den Gewürzen und dem Liebstöckel abschmecken.<br />
11.Nun schüttet man die Suppe in den ausgehöhlten Kürbis  zum Servieren.<br />
12. Verzieren kannst du es nun noch mit einem Schuss Sahne und ein paar Kräutern.</p>
<p>Gut schmecken auch geröstete Kürbiskerne oder geröstete Pinienkerne als Garnierung.</p>
<h3>Eingelegter Kürbis &#8211; süß/sauer<br />
(Grenzgängerin)</h3>
<h5>Zutaten (für einige Einmalgläser)</h5>
<p>1 großer Kürbis<br />
1 kg Zucker (für 2 kg Kürbis, also für einen 4kg Kürbis 2kg Zucker nehmen)<br />
1/2l Essig (lecker schmeckt Apfelessig!)<br />
1/4l Wasser<br />
2 Tütchen Vanillezucker<br />
wer es mag: eine Zimtstange und ein paar wenige Nelken</p>
<h5>So geht&#8217;s</h5>
<p>1.Kürbis schälen und entkernen, dann in mundgerechte Würfel schneiden.<br />
2. würfel in eine Schüssel geben.<br />
3.Essig, Wasser, Zucker und Gewürze da drüber schütten.<br />
4. Alles zugedeckt über Nacht (an einem kühlen Ort &#8211; nicht zu eisig)  ziehen lassen.<br />
5. Am nächsten Tag alles in einem Topf aufkochen und ca. 15 Minuten köcheln lassen.<br />
6. Dann kannst Du es in gesäuberte Einmachgläser füllen, verschließen und abkühlen lassen.</p>
<p>Hast Du keine Einmachgläser, so tun es auch Schraubdeckelgläser &#8211; diese jedoch für ein bis zwei Minuten auf den Kopf stellen!</p>
<h3>&#8220;Herbstanfang&#8221;<br />
</h3>
<h5>Zutaten</h5>
<p>1 Hokaido-Kürbis ca. 1kg<br />
3 kleine Zwiebeln<br />
3 Knoblauchzehen<br />
1 walnussgroßes Stück Ingwer<br />
etwas Butter, Sahne, Zimt, Pfeffer, Salz<br />
500ml Gemüsebrühe<br />
50g gehackte Walnüsse<br />
etwas Puderzucker</p>
<h5>So geht&#8217;s</h5>
<p>Die Zwiebeln in der Butter glasig dünsten, klein gehackten Ingwer und Knoblauch dazugeben und auf kleiner Flamme weiter dünsten. Den Kürbis von den Kernen befreien, mit Schale in Würfel schneiden und in den Topf geben. Kurz anschmoren und mit der Gemüsebrühe auffüllen. Etwa 15 Minuten kochen lassen. Mit 1/4 Teelöffel Zimt sowie frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer und Salz nach Geschmack würzen. Mit dem Pürierstab alles sämig pürieren und etwas Sahne dazugeben. Walnüsse hacken und in Puderzucker leicht anrösten. Suppen auf den Tellern damit dekorieren.</p>
<h3>Kürbis pur<br />
(Karan)</h3>
<p>Hokkaido-Kürbis in Spalten hacken. Mit Olivenöl bepinseln, salzen, pfeffern und evtl. mit einem großzügigen Hauch Chili bestäuben. Im vorgeheizten Backofen bei 220 Grad ca. 40 min. lang backen. Mit einem Klecks Sour Cream servieren.<br />
<a href="http://www.ipernity.com/doc/catwitchwoman/701904"><img src="http://u1.ipernity.com/2/19/04/701904.7965ea38.240.jpg" width="240" height="180" alt="pumpkins 3" border="0"/></a><br />
<i>Foto:<a href="http://www.ipernity.com/home/catwitchwoman" target="_blank">catwitchwoman</a></i></p>
<h3>Eingemachter Kürbis süßsauer (ostfriesische Art)<br />
(MartinM)</h3>
<h5>Zutaten</h5>
<p>2 kg Kürbis<br />
1/2 l Weinessig<br />
1/2 l Wasser<br />
1000 bis 1500 g Zucker<br />
2 Ingwerwurzeln<br />
1 oder 2 Zimtstangen<br />
2 unbehandelte Zitronen</p>
<h5>So geht&#8217;s</h5>
<p>Den Kürbis schälen, die Kerne entfernen.<br />
Kürbisfleisch in ca. 3 cm große Stücke schneiden.<br />
Zitronen auspressen. Schale klein schneiden. Ingwer klein schneiden. Zimt grob zerbröseln.<br />
Wasser, Essig, Zitronensaft und Gewürze zusammen aufkochen und etwa 30 min bei schwacher Hitze köcheln lassen.<br />
Dann durch ein Sieb seihen und die Kürbisstücke zur Flüssigkeit geben.<br />
Kühl stellen und über Nacht ziehen lassen.<br />
Am nächsten und am übernächsten Tag jeweils noch einmal kurz aufkochen.<br />
Nach dem letzten Aufkochen noch heiß in Einmachgläser oder (stilecht!) Steintöpfe füllen.<br />
Am besten mit Klarsichtfolie verschließen. (Nicht ganz stilecht, aber praktisch.)</p>
<h3>Kürbis-Kokos Marmelade<br />
(Brigh)</h3>
<h5>Zutaten</h5>
<p>1/2kg Hokkaido, Muskat- oder Eichelkürbis<br />
1/4l Kokosmilch<br />
1TL Zitronensäure<br />
Zitronenmelisse<br />
5 Kardamomkapseln<br />
3/4 kg Gelierzucker</p>
<h5>So geht&#8217;s</h5>
<p>Kürbis würfeln und mit Kokosmilch, Kardamomkapseln und Zitronenmelisse aufkochen und 15 Minuten auf kleiner Flamme weiter köcheln lassen.</p>
<p>Melisse und Kardamom wieder rausfischen, Zitronensäure dazu geben, pürieren, Gelierzucker dazu geben. Nochmals 5 Minuten weiterkochen lassen und sofort in ausgekochte Gläser füllen. Gläser schließen und am Kopf stehend abkühlen lassen.</p>
<h3>Kürbis-Nachspeise<br />
(Brigh)</h3>
<h5>Zutaten</h5>
<p>500g Hokkaido, Eichel- oder Muskatkürbis<br />
3 Orangen<br />
2 geschälte Äpfel<br />
2 EL Butter<br />
2 EL guter Honig<br />
1/8l Orangen oder Apfelsaft<br />
1 Messerspitze Zimt<br />
1 Pkg. Vanillezucker<br />
1 Becher Schlagobers<br />
100g geriebene Haselnüsse</p>
<h5>So geht&#8217;s</h5>
<p>Kürbis, Orangen und Äpfel würfeln. Butter zerlassen, die Früchte und den Honig dazu geben. Unter stetigem Rühren karamellisieren lassen.<br />
Mit dem Saft ablöschen, Zimt und Vanillezucker dazu geben. Alles ordentlich weich kochen lassen und pürieren. Schlagobers schlagen und Haselnüsse untermengen. Abwechselnd mit der Kürbismasse in hohe Gläser verteilen, hübsch garnieren wenn man mag und kalt stellen.<br />
Sieht insbesondere in hohen Weingläsern echt klasse aus und geht schnell!<br />
<a href="http://www.ipernity.com/doc/36068/3233292"><img src="http://u1.ipernity.com/9/32/92/3233292.61f4b887.240.jpg" width="180" height="240" alt="Kürbisschau" border="0"/></a><i>Foto: Brigh</i></p>
<p><em>Viel Spaß beim Ausprobieren wünschen euch die KürbisliebhaberInnen der NornirsÆtt!</em></p>
<div style="display:block"><small><em>posted in <a href="http://www.nornirsaett.de/category/asatru-themen/rezepte-kulinarisches/">Kulinarisches</a> by Brigh <a href="http://www.nornirsaett.de/herbstanfang-mit-kurbissen/#comments">Leave A Comment</a><br />&copy;2012 <a href="http://www.nornirsaett.de">Asatru zum selber Denken - die Nornirs Ætt</a>. All Rights Reserved.</em></small></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Zeit um die Herbst-Tag-und-Nachtgleiche ist eine Zeit des Erntedanks, der Besinnung &#8211; und der Höhepunkt der Kürbissaison. Hier einige Rezepte von KürbisliebhaberInnen der NornirsÆtt!<span id="more-1954"></span><br />
<a href="http://www.ipernity.com/doc/36068/3233289"><img src="http://u1.ipernity.com/9/32/89/3233289.b2dc89b2.500.jpg" width="375" height="500" alt="Kürbisschau" border="0"/></a> <i>Foto: Brigh</i></p>
<h3><strong>Einfache Kürbissuppe<br />
</strong></h3>
<h5><em>Zutaten</em></h5>
<p>1 kleiner Kürbis<br />
1 Zwiebel<br />
1 Knoblauchzehe<br />
1 etwa halbdaumenlanges Stück Ingwer<br />
1 große Mohrrübe<br />
1 Stück Porree / Lauch, etwa so groß wie die Möhre<br />
1 Stück Knollensellerie, etwa daumengroß<br />
3 Petersiliewurzeln, mittelgroß<br />
2 EL Sojasauce (am besten japanischer Art)<br />
Salz und Pfeffer<br />
Petersilie, frisch, gehackt<br />
Paprikapulver, rosenscharf<br />
Currypulver<br />
saure Sahne zum Verfeinern<br />
1 TL Speiseöl (Sorte ziemlich egal, ich nehme Rapsöl)<br />
1/4 l Wasser</p>
<h5>So geht&#8217;s</h5>
<p>Den Kürbis halbieren.<br />
Kerne und inneren harte Fasern entfernen.<br />
Äußere Haut entfernen (geht am bestem mit dem Sparschäler).<br />
Die Kürbishälften in kleine Stücke schneiden.<br />
Zwiebel, Knoblauch und Ingwer schälen und würfeln.<br />
Petersilienwurzel, Möhre, Lauch und Sellerie putzen und klein schneiden.<br />
Alles zusammen mit einem TL Öl anschwitzen<br />
Mit 1/4 Liter Wasser aufgießen und weich kochen. (Dauert 10 &#8211; 15 min, zuerst kurz aufkochen, dann bei schwacher Hitze unter gelegentlichem Umrühren köcheln lassen. Vorsicht: Anbrenngefahr!)<br />
Gemüse fein pürieren (wenn vorhanden: mit Pürierstab, sonst ist es mühsam).<br />
Mit Sojasauce, Pfeffer, Currypulver und Paprikapulver würzen.<br />
Sauer Sahne nach Geschmack hinzugeben.<br />
Frisch gehackte Petersilie darüber geben.<br />
<a href="http://www.ipernity.com/doc/hendrike/3494131"><img src="http://u1.ipernity.com/10/41/31/3494131.d0f87cb8.240.jpg" width="240" height="196" alt="Lunchtime" border="0"/></a> <i>Foto: <a href="http://www.ipernity.com/home/38307" target="_blank">Inken</a></i></p>
<h3>Kürbissuppe im Kürbis<br />
(Grenzgängerin)</h3>
<h5>Zutaten (für ca. 4 Personen)</h5>
<p>1 großer Kürbis<br />
4 große Kartoffeln<br />
2 Möhren<br />
250 gr mageres Kasselerfleisch<br />
Butter<br />
1 große Zwiebel<br />
Salz, Pfeffer, Muskatnuss<br />
Liebstöckel (getrocknet oder frisch, wenn noch vorhanden)<br />
Prise Zucker<br />
Sahne zum Anreichen</p>
<h5>So geht&#8217;s</h5>
<p>1. Kürbis aushöhlen und Inneres von Kernen trennen.<br />
2. Kürbisfleisch klein schneiden und in einen Topf geben.<br />
3. Kartoffeln schälen und klein schneiden &#8211; auch in den Topf.<br />
4. Möhren schälen und klein schnibbeln &#8211; auch in den Topf.<br />
5. Zwiebeln klein schneiden, würfeln.<br />
6. In einer Pfanne die Butter erhitzen und die Zwiebeln darin andünsten, in den Suppentopf dazugeben.<br />
8. Mageres Kasselerfleisch (in Würfel geschnitten) , sowie die Prise Zucker&#8230;&#8230;genau, auch in den Topf.<br />
9. Das alles auf mittlerer Stufe vor sich hin köcheln lassen.<br />
10. Dann mit den Gewürzen und dem Liebstöckel abschmecken.<br />
11.Nun schüttet man die Suppe in den ausgehöhlten Kürbis  zum Servieren.<br />
12. Verzieren kannst du es nun noch mit einem Schuss Sahne und ein paar Kräutern.</p>
<p>Gut schmecken auch geröstete Kürbiskerne oder geröstete Pinienkerne als Garnierung.</p>
<h3>Eingelegter Kürbis &#8211; süß/sauer<br />
(Grenzgängerin)</h3>
<h5>Zutaten (für einige Einmalgläser)</h5>
<p>1 großer Kürbis<br />
1 kg Zucker (für 2 kg Kürbis, also für einen 4kg Kürbis 2kg Zucker nehmen)<br />
1/2l Essig (lecker schmeckt Apfelessig!)<br />
1/4l Wasser<br />
2 Tütchen Vanillezucker<br />
wer es mag: eine Zimtstange und ein paar wenige Nelken</p>
<h5>So geht&#8217;s</h5>
<p>1.Kürbis schälen und entkernen, dann in mundgerechte Würfel schneiden.<br />
2. würfel in eine Schüssel geben.<br />
3.Essig, Wasser, Zucker und Gewürze da drüber schütten.<br />
4. Alles zugedeckt über Nacht (an einem kühlen Ort &#8211; nicht zu eisig)  ziehen lassen.<br />
5. Am nächsten Tag alles in einem Topf aufkochen und ca. 15 Minuten köcheln lassen.<br />
6. Dann kannst Du es in gesäuberte Einmachgläser füllen, verschließen und abkühlen lassen.</p>
<p>Hast Du keine Einmachgläser, so tun es auch Schraubdeckelgläser &#8211; diese jedoch für ein bis zwei Minuten auf den Kopf stellen!</p>
<h3>&#8220;Herbstanfang&#8221;<br />
</h3>
<h5>Zutaten</h5>
<p>1 Hokaido-Kürbis ca. 1kg<br />
3 kleine Zwiebeln<br />
3 Knoblauchzehen<br />
1 walnussgroßes Stück Ingwer<br />
etwas Butter, Sahne, Zimt, Pfeffer, Salz<br />
500ml Gemüsebrühe<br />
50g gehackte Walnüsse<br />
etwas Puderzucker</p>
<h5>So geht&#8217;s</h5>
<p>Die Zwiebeln in der Butter glasig dünsten, klein gehackten Ingwer und Knoblauch dazugeben und auf kleiner Flamme weiter dünsten. Den Kürbis von den Kernen befreien, mit Schale in Würfel schneiden und in den Topf geben. Kurz anschmoren und mit der Gemüsebrühe auffüllen. Etwa 15 Minuten kochen lassen. Mit 1/4 Teelöffel Zimt sowie frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer und Salz nach Geschmack würzen. Mit dem Pürierstab alles sämig pürieren und etwas Sahne dazugeben. Walnüsse hacken und in Puderzucker leicht anrösten. Suppen auf den Tellern damit dekorieren.</p>
<h3>Kürbis pur<br />
(Karan)</h3>
<p>Hokkaido-Kürbis in Spalten hacken. Mit Olivenöl bepinseln, salzen, pfeffern und evtl. mit einem großzügigen Hauch Chili bestäuben. Im vorgeheizten Backofen bei 220 Grad ca. 40 min. lang backen. Mit einem Klecks Sour Cream servieren.<br />
<a href="http://www.ipernity.com/doc/catwitchwoman/701904"><img src="http://u1.ipernity.com/2/19/04/701904.7965ea38.240.jpg" width="240" height="180" alt="pumpkins 3" border="0"/></a><br />
<i>Foto:<a href="http://www.ipernity.com/home/catwitchwoman" target="_blank">catwitchwoman</a></i></p>
<h3>Eingemachter Kürbis süßsauer (ostfriesische Art)<br />
(MartinM)</h3>
<h5>Zutaten</h5>
<p>2 kg Kürbis<br />
1/2 l Weinessig<br />
1/2 l Wasser<br />
1000 bis 1500 g Zucker<br />
2 Ingwerwurzeln<br />
1 oder 2 Zimtstangen<br />
2 unbehandelte Zitronen</p>
<h5>So geht&#8217;s</h5>
<p>Den Kürbis schälen, die Kerne entfernen.<br />
Kürbisfleisch in ca. 3 cm große Stücke schneiden.<br />
Zitronen auspressen. Schale klein schneiden. Ingwer klein schneiden. Zimt grob zerbröseln.<br />
Wasser, Essig, Zitronensaft und Gewürze zusammen aufkochen und etwa 30 min bei schwacher Hitze köcheln lassen.<br />
Dann durch ein Sieb seihen und die Kürbisstücke zur Flüssigkeit geben.<br />
Kühl stellen und über Nacht ziehen lassen.<br />
Am nächsten und am übernächsten Tag jeweils noch einmal kurz aufkochen.<br />
Nach dem letzten Aufkochen noch heiß in Einmachgläser oder (stilecht!) Steintöpfe füllen.<br />
Am besten mit Klarsichtfolie verschließen. (Nicht ganz stilecht, aber praktisch.)</p>
<h3>Kürbis-Kokos Marmelade<br />
(Brigh)</h3>
<h5>Zutaten</h5>
<p>1/2kg Hokkaido, Muskat- oder Eichelkürbis<br />
1/4l Kokosmilch<br />
1TL Zitronensäure<br />
Zitronenmelisse<br />
5 Kardamomkapseln<br />
3/4 kg Gelierzucker</p>
<h5>So geht&#8217;s</h5>
<p>Kürbis würfeln und mit Kokosmilch, Kardamomkapseln und Zitronenmelisse aufkochen und 15 Minuten auf kleiner Flamme weiter köcheln lassen.</p>
<p>Melisse und Kardamom wieder rausfischen, Zitronensäure dazu geben, pürieren, Gelierzucker dazu geben. Nochmals 5 Minuten weiterkochen lassen und sofort in ausgekochte Gläser füllen. Gläser schließen und am Kopf stehend abkühlen lassen.</p>
<h3>Kürbis-Nachspeise<br />
(Brigh)</h3>
<h5>Zutaten</h5>
<p>500g Hokkaido, Eichel- oder Muskatkürbis<br />
3 Orangen<br />
2 geschälte Äpfel<br />
2 EL Butter<br />
2 EL guter Honig<br />
1/8l Orangen oder Apfelsaft<br />
1 Messerspitze Zimt<br />
1 Pkg. Vanillezucker<br />
1 Becher Schlagobers<br />
100g geriebene Haselnüsse</p>
<h5>So geht&#8217;s</h5>
<p>Kürbis, Orangen und Äpfel würfeln. Butter zerlassen, die Früchte und den Honig dazu geben. Unter stetigem Rühren karamellisieren lassen.<br />
Mit dem Saft ablöschen, Zimt und Vanillezucker dazu geben. Alles ordentlich weich kochen lassen und pürieren. Schlagobers schlagen und Haselnüsse untermengen. Abwechselnd mit der Kürbismasse in hohe Gläser verteilen, hübsch garnieren wenn man mag und kalt stellen.<br />
Sieht insbesondere in hohen Weingläsern echt klasse aus und geht schnell!<br />
<a href="http://www.ipernity.com/doc/36068/3233292"><img src="http://u1.ipernity.com/9/32/92/3233292.61f4b887.240.jpg" width="180" height="240" alt="Kürbisschau" border="0"/></a><i>Foto: Brigh</i></p>
<p><em>Viel Spaß beim Ausprobieren wünschen euch die KürbisliebhaberInnen der NornirsÆtt!</em></p>
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