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Als die Sau noch Göttin war: Germanisches Weltverständnis

29. Mai 2011 | Von | Kategorie: Odins Auge Artikel

Germanisches Weltverständnis Als die Sau noch Göttin war, hatten´s die Schweine besser – sie wurden nicht mit unliebsamen Menschen verglichen, sondern galten als heilig. Dass Vieh und Volk sich die Schlafräume teilten, mag pragmatische Gründe gehabt haben – es ist halt wärmer im Kabuff, wenn´s draußen schneit und frostet. Parfümfans mögen die Nase rümpfen, doch […]



Weihnachtsmärchen

3. November 2008 | Von | Kategorie: Odins Auge Artikel

…gibt es viele. Weshalb ich gar keinen zwingenden Bedarf sehe dafür, hier noch ein weiteres aufzutischen. Eher scheint mir – angesichts des nahenden Winters – angebracht, mit einem ganz bestimmten „Wintermärchen“ aufzuräumen. Die Wahrheit ist mal wieder – vielschichtiger, vielleicht erstmal unbequemer… Aber letztlich: besser in der Wirklichkeit verwurzelt.

Es war einmal… – was denn?
Das Märchen, das ich meine, ist das vom Julfest. Das scheint ja doch viel mit Weihnachten zu tun zu haben. Stichwort: Baum! Und liegt das Weihnachtsfest (ob nun als Offenbarung einer „stillen Nacht“ begangen oder eher als sinnentleerter Kehrreim den Verkaufslärm durchleiernd, braucht uns Naturreligiöse hier nicht weiter zu tangieren) nicht erkennbar nah an der Wintersonnenwende? […]



Der kleine Unterschied

26. Oktober 2008 | Von | Kategorie: Kultur & Weltbild

Freyja die Schöne und Odin der Schreckliche, der starke Thor und die Schicksal webenden Nornen… Das sind sie doch: die typischen Gestalten aus dem germanischen Götterhimmel? Nicht wahr? Nun jein: als typisch mögen sie gelten. Aber ob wir sie germanisch nennen dürfen – das steht in offener Frage.

Die historischen Kulturen, die wir heute als germanische bezeichnen, waren weitgehend schriftlos. Im Gegensatz zu Römern und Griechen machten sich Germanen nicht die geringste Mühe, ihre möglichen Gedanken späteren Generationen einigermaßen nachvollziehbar mitzuteilen. […]



Heil (1)

15. Oktober 2008 | Von | Kategorie: Kultur & Weltbild

Wenige Begriffe unserer Sprache wurden derart vergewaltigt – von seiner jahrhundertlangen Instrumentalisierung durch die kirchlichen Theokraten bis zur schließlichen Besudelung durch die NS-Deutschen. Man nehme diese Überschrift daher um großer Götter (vor allem aber aller Menschlichkeit) Willen nicht als markerschütternden Ruf, sondern stelle sich das Wort vielmehr geflüstert vor. Behutsam mit seinem tatsächlichen Sinn refilled, gibt es keinen deutlicheren Begriff für das, was es mich zu sagen drängt.



Heil (2)

15. Oktober 2008 | Von | Kategorie: Kultur & Weltbild

Das Boot (Silouhette im Abenddämmer, außen) Ich wählte den Vergleich mit einem Boot, weil ein solches klare Grenzen hat. Je klarer der eigene Heilsbereich definiert ist, desto klarer lässt sich dessen Geschick lenken. Was aber ist Heil? Glück, Erfolg, Gedeihen? Das kommt schon hin. Aber es ist niemals nur das eigene, individuelle. Heil betrifft vielmehr […]



Wer erleuchtet das Meer? (Teil 1)

11. Oktober 2008 | Von | Kategorie: Kultur & Weltbild

Gefragt nach meinen Göttern, komme ich ins Schwitzen: je mehr ich von ihnen erzähle, desto weniger erfährt man dabei über Asatrú. Fange ich aber damit an, muss ich soviel erklären, dass ich kaum mehr zum sog. Spirituellen komme. Ist Asatrú überhaupt spirituell? Diese Frage ist leicht zu beantworten. Aber warum sollte ich das tun? Ich […]



Wer erleuchtet das Meer? (Teil 2)

11. Oktober 2008 | Von | Kategorie: Kultur & Weltbild

Thors Fest Dies Fest ist ein für meinen persönlichen Stilmix ganz typisches Beispiel. Bei Thor: Ohne Rückfrage wüßt´ ich nicht mal zu sagen, ob dieser jahresfestliche Anlass überhaupt irgendwem bekannt ist (selbst im Kreis meiner Gruppe), geschweige denn irgendwo gefeiert wird. Termin und Inhalt übernahm ich vor ca. neun Jahren von einem damaligen Freund. Nebenbei: […]



Wer erleuchtet das Meer? (Teil 3)

11. Oktober 2008 | Von | Kategorie: Kultur & Weltbild

Schrei um dein Leben Manch religiösem Nichtheiden gegenüber hab ich ja bereits Mühe zu erklären, dass und wieso ich meine Hohen nicht „anbete“ – genauer: welchen elementaren Unterschied ich empfinde zwischen Anbetung und Anrufung. Ich neige nicht das Haupt wie ein Missetäter (selbst wenn ich grad einer wäre oder bin), erhebe es auch nicht andächtig […]



Müssen wir dran glauben?

7. Oktober 2008 | Von | Kategorie: Kultur & Weltbild

In der ollen Schmähbedeutung des Spruches, insofern der ausdrückt, dass wir alle mal sterben, sicherlich. Da gibt´s soweit keinen Diskussionsbedarf. Einig darf ich mich mit allen Leserinnen und Lesern dieser Leseecke auch dahingehend wissen (glaube ich wenigstens), dass es der, dem und den Ásatrú aber meistens und vorwiegend um die Zeit vorher geht: das Leben […]



Müssen wir dran glauben? Teil II

7. Oktober 2008 | Von | Kategorie: Kultur & Weltbild

Beispiel In der langjährig gewachsenen, aber kleinen germanischen Gruppierung, der ich angehöre – der Nornirs Ætt – verabschiedeten wir uns vor einiger Zeit von der früheren Gewohnheit, unsere „Gydhias“ und „Goði“ (Goden:-) ) genannten FunktionsträgerInnen irgendwem mit Wortgetümen wie „Priester“ zu übersetzen: Es stimmte einfach zuwenig. Nach Zeiten händeringenden Erklärungs-Lavierens stellten wir endlich fest: Es […]