Alle Beiträge dieses Autors

Wer erleuchtet das Meer? (Teil 1)

11. Oktober 2008 | Von Eibensang | Kategorie: Kultur & Weltbild

Gefragt nach meinen Göttern, komme ich ins Schwitzen: je mehr ich von ihnen erzähle, desto weniger erfährt man dabei über Asatrú. Fange ich aber damit an, muss ich soviel erklären, dass ich kaum mehr zum sog. Spirituellen komme. Ist Asatrú überhaupt spirituell?
Diese Frage ist leicht zu beantworten. Aber warum sollte ich das tun? Ich erkläre [...]



Wer erleuchtet das Meer? (Teil 2)

11. Oktober 2008 | Von Eibensang | Kategorie: Kultur & Weltbild

Thors Fest
Dies Fest ist ein für meinen persönlichen Stilmix ganz typisches Beispiel. Bei Thor: Ohne Rückfrage wüßt´ ich nicht mal zu sagen, ob dieser jahresfestliche Anlass überhaupt irgendwem bekannt ist (selbst im Kreis meiner Gruppe), geschweige denn irgendwo gefeiert wird. Termin und Inhalt übernahm ich vor ca. neun Jahren von einem damaligen Freund.
Nebenbei: erscheint es [...]



Wer erleuchtet das Meer? (Teil 3)

11. Oktober 2008 | Von Eibensang | Kategorie: Kultur & Weltbild

Schrei um dein Leben
Manch religiösem Nichtheiden gegenüber hab ich ja bereits Mühe zu erklären, dass und wieso ich meine Hohen nicht “anbete” – genauer: welchen elementaren Unterschied ich empfinde zwischen Anbetung und Anrufung. Ich neige nicht das Haupt wie ein Missetäter (selbst wenn ich grad einer wäre oder bin), erhebe es auch nicht andächtig zu [...]



Müssen wir dran glauben?

7. Oktober 2008 | Von Eibensang | Kategorie: Kultur & Weltbild

In der ollen Schmähbedeutung des Spruches, insofern der ausdrückt, dass wir alle mal sterben, sicherlich. Da gibt´s soweit keinen Diskussionsbedarf.
Einig darf ich mich mit allen Leserinnen und Lesern dieser Leseecke auch dahingehend wissen (glaube ich wenigstens), dass es der, dem und den Ásatrú aber meistens und vorwiegend um die Zeit vorher geht: das Leben vor [...]



Müssen wir dran glauben? Teil II

7. Oktober 2008 | Von Eibensang | Kategorie: Kultur & Weltbild

Beispiel
In der langjährig gewachsenen, aber kleinen germanischen Gruppierung, der ich angehöre – der Nornirs Ætt – verabschiedeten wir uns vor einiger Zeit von der früheren Gewohnheit, unsere “Gydhias” und “Goði” (Goden:-) genannten FunktionsträgerInnen irgendwem mit Wortgetümen wie “Priester” zu übersetzen: Es stimmte einfach zuwenig. Nach Zeiten händeringenden Erklärungs-Lavierens stellten wir endlich fest: Es stimmt überhaupt [...]



Goden ohne Boden (Teil 1)

3. Oktober 2008 | Von Eibensang | Kategorie: Odins Auge Artikel

Von “allsherjar” über “seidr” bis “yggdrasil”: Was irgendwie germanisch klingt, taugt allemal zum Fleddern – oder als Nebelkerze, um der angestrebten Heiligkeit den rechten Schein zu verleihen. Oder so ähnlich. Wer will schon alles so genau wissen? Die Jünger esoterischer Germanenglauben-Prediger bestimmt nicht. Einiges spricht sogar dafür, dass es mehr Prediger als Gläubige gibt.



Goden ohne Boden (Teil 2)

3. Oktober 2008 | Von Eibensang | Kategorie: Odins Auge Artikel

Tanz der Vampire
Die Wanderprediger des Neuheidentums, die Jüngersammler der Kult-Eklektizisten, die paganen Petrusse der Esofischteiche – ob sie nun germanisch tümeln oder keltisch okkulteln, schamanisch trancen oder dies alles zusammenmixen, um letztlich ihren Autoritätsanspruch zu betrommeln:
Sie haben Gemeinsamkeiten. Sie fordern Respekt, den sie selber nicht aufbringen. Ihr Feingefühl ist das von Planierraupen, ihre Lehrbereitschaft gleicht [...]



Achten oder ächten – vom Umgang mit Ahnen

29. September 2008 | Von Eibensang | Kategorie: Kultur & Weltbild

Manch kritischem Zeitgenossen mag es schon so gegangen sein: Da hat man sich nun eine Ahnenreligion angelacht, mit deren Inhalten, neu und eigen herausgearbeiteten Riten und Formen man sich wunderbar identifiziert – aber ausgerechnet die Vermächtnisse der ureigenen, persönlichen Vorfahren wollen wenig oder fast gar nichts hergeben, was sich heute und von einem selber mit [...]



No future! Warum das Germanische keine Zukunft hat

23. August 2008 | Von Eibensang | Kategorie: Kultur & Weltbild

Alles im Eimer? Anfall von Resignation zwischen Selbstkritik und Richtungszweifel? Oder einfach nur Weltuntergangsstimmung?

Weder noch – ja nichts von alledem! Eher sogar: ein Gegenteil! Voilá: Vorhang auf für germanische Gegenwart. Oder: für ein uns Heutigen neues, ungewohntes Verständnis von Zeit. Und: vom Sein, vom Werden, und was es soll.

Siehste – so funktionieren die sittenchristlichen Spurrillen. Was “keine Zukunft” hat, kann man abschreiben, aufgeben, lohnt nimmer? Nun – so denken wir, so haben wir es… mehr als gelernt: verinnerlicht sogar. Zutiefst. [...]



Ariosophie – was ist das und wo kommt sie her?

13. August 2008 | Von Eibensang | Kategorie: Odins Auge Artikel, Ætt Feature

Die Ariosophie ist eine spirituell verbrämte Ideologie aus dem 19. Jh., die nicht nur den alten Nazis den geistigen Überbau mitlieferte, sondern auch noch in der Gegenwart die Menschheit einteilt in “wertvolle” bis hin zu “weniger wertvollen”, mithin “unwertigen Rassen” – und damit erheblichen sozialen Schaden anrichtet. Während spätestens seit der bedingungslosen Kapitulation Nazideutschlands wenigstens “wissenschaftlicher” Rassenwahn weltweit endgültig diskreditiert sein dürfte, feiert die Ariosophie samt ihren Ablegern speziell in esoterischen und heidnischen Kreisen nach wie vor (oder wieder) giftige Urständ´. [...]