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Thema: "Haustiere, Familienmitglieder und Avatare" [ Seite 1 ]

Kein neuer Beitrag Schildjungfer , 16.10.2007, 21:31 Beitrag #1   
Usergruppe: Besucher
Registrierung: 18.09.2007, 16:18
 
 
Hallo Leute,
demnächst ziehe ich ja um (heul, schnief...) und die Wohnungssuche war mal wieder beschwerlich. Ständig bekomme ich zu hören: " Wie Haustiere? Und noch ein Kind dazu???"
Um nicht gleich abgeleht zu werden, habe ich ganz dreist meinen Kater, die Kaninchen und die Schlange ( Königsphyton ) verschwiegen. Ich habe nun eine Wohnug bei einer Wohnungsgenossenschaft angemietet in der die Haltung von Hunden, Katzen und Exoten verboten ist. Ich unterschrieb den Mietvertrag in vollem Wissen, dass ich gelogen habe. Gerichte urteilen zu dem Thema in der Regel zugunsten der Tiere / Mieter.

Nun will ich aber nicht ausschweifen.
Eine der neun Tugenden des Asatru ist die Treue. Kann man soweit gehen, diese Treue auch auf die etwas anderen Familienmitglieder zu übertragen? So wie in meinem Beispiel, ich fühle mich schon aus moralischen Gründen der Treue zu meinem Kater "verpflichtet". Für mich ist die Antwort ganz klar, meinen Kater gebe ich nimmer her, auch wenn mir dadurch große Nachteile entstehen.

Mir ist aufgefallen, das sehr viele von euch als Avatar ein Tier haben. Das zeigt mir, das auch ihr - zumindest denke ich das - ebenfalls Tiere mögt. Welche Rolle spielen sie für euch? Wie wichtig sind sie für euer Leben und vielleicht auch für euer schaffen als Asatru? (Immerhin haben die Asen und Vanen Haustiere /Tierfreunde, selbst die griechischen Götter haben Tiere, einige indische Gottheiten sehen aus wie Tiere. )
Habt ihr ein Totem? Den germanischen Begriff dafür habe ich leider vergessen.

Wie weit geht eure Tierliebe und wäre sie anders, wenn ihr einen anderen Glauben hättet? Um Missverständnisse zu vermeiden; ich beziehe mich auf Tiere die ausschließlich zum LIEBHABEN und nicht zum ESSEN da sind.

Noch als Randbemerkung: Mein Kater, auch mein Schatzispatziherzimausi genannt, ist schon über zehn Jahre alt, obwohl ihn bereits im zarten Alter von einem Jahr drei Tierärzte eine so kurze Lebensspanne vorrausgesagt hatten, dass sie mir zum Einschläfern geraten haben. Er leidet seit seiner Geburt unter dem Katzenaidsvirus, hat jetzt keine Zähne mehr und schläft schon sehr viel. Meiner Tochter ist er das Geschwisterchen.

Ich freue mich auf viele tierische Geschichten!
mit schnurrenden Grüßen,
Schildjungfer =)



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Kein neuer Beitrag MartinM , 17.10.2007, 06:45 Beitrag #2   
Usergruppe: Hrafnsgaldr
Registrierung: 04.08.2007, 19:16
Homepage: http://martinm.twoday.net
 
 
Hallo Schildjungfer,

ich hätte wahrscheinlich genau so gehandelt wie Du. Der "ideale" Mieter hat leider immer noch weder Kinder und Haustiere, und da in einigen Städten Wohnraum immer noch knapp ist, kommen Vermieter trotz anders gelagerter Gesetzeslage immer noch damit durch. :-(

Ich wohne auch in einer Genossenschaftswohnung, und hinsichtlich Tierhaltung gibt es da keine Probleme - es sei denn, die Nachbarn beschweren sich. Bei einem großen Hund könnte ich mir das Vorstellen, bei einer Schlange oder einer Katze eher weniger.

Treuepflicht gegenüben Tieren - ja, sicher gibt es die. Übrigens auch gegenüber Nutztieren , auch denen, die gegessen werden. Nein, ich bein kein Tierrechtsverfechter, auf der Ebene läuft das bei mir nicht. Im Falle Deines Katers sehe ich ein ganz intensives persönliches Band; würdest Du ihn im Stich lassen oder einfach "weggeben", wäre es Treuebruch.

Als vor etwas über einem Jahr meine alte Katze starb, da haben ich und mein Bruder eine kleine Totenfeier abgehalten. An und für sich bin ich dagegen, Tiere zu "vermenschlichen", ihnen menschliche Eigenschaften zuzuschreiben und sie wie Menschen zu behandeln. Aber ich halte Tiere für beseelte Wesen; und ich schreibe einer Katze, einem Hund, einem Schwein, durchaus ein Bewusstsein zu - ein nicht-menschliches allerdings. Ich mache mir auch keine Illusionen darüber, was meine Katze in mir sah - der alte Spruch "Hunde haben Herrchen und Frauchen, Katzen Personal" beschreibt meiner Ansicht ungefähr die Richtung, in die es ging. Aber wie auch immer. ganz klar war, dass sie mich vermisste, als ich für einen Monat im Krankenhaus war, obwohl sie ja gut versorgt war.

Liebe Grüße,
Martin


"Ein Spießer ist jemand, der seine Unzulänglichkeit erkennt und sich darin wohlfühlt." Thomas Mann

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Kein neuer Beitrag Grenzgängerin , 17.10.2007, 07:31 Beitrag #3   
Usergruppe: Hrafnsgaldr
Registrierung: 04.08.2007, 09:41
 
 
hi, bin auch eine große tierliebhaberin und hatte schon einige hasutiere in meinem leben:....hund, ratten, rosenköpfchen-papageien und nun auch 2 katzen.....
hier in der wohnung, wo wir jetzt zur miete wohnen, waren (beim ersten vermieter) auch keine haustiere erlaubt!aber wir wollten diese wohnung haben, auch unter dem aspekt, hier können meine katzen mitten in aachen raus, ohne dass sie auf eine strasse gelangen können! das war mir auch sehr wichtig!
als dann mal die vermieterin hier antanzte (es ging um eine reperatur) habe ich meinen kater (damls junge 7 jahre) als alten senilen kater, halbblind vorgestellt (da er auch viele weisse haare hat), den ich ja nicht mehr abgeben kann! und meine katze als urlaubskatze vorgestellt......im nachhinein tat es mir ein wenig leid, da ich im grunde ein ehrlicher mensch bin und ich die wahrheit sagen wollte! aber warum? die vermieterin hätte sich nur dumm angestellt und wir hätten stress gehabt und so hat sie es eigentlich akzeptiert, denn nach einem jahr fragte sie, wie es der "urlaubskatze" geht...und ich sagte, dass sie jetzt bei uns fest wohnt! das war dann auch kein problem mehr.....aber vielleicht auch deshalb bei diese vermieter das haus baldigst verkaufen wollten.....bei unseren jetztigen vermietern ist das kein problem, die haben selbst 8 vögel und unten hat schon ,einige jahre, ein hund gewohnt!

aber meine beiden haben bei mir einen sehr hohen stellenwert, zumal ich beide als kleine welpen bekommen habe, fast wie kinder sind sie....und würde sie nicht abgeben wollen.......ich war 3 monate mal ohne wohnung, da habe ich mein restgeld zusammengekratzt, um für die beiden in der zeit ne katzenpension zu bezahlen....ich hatte selber kaum was zu essen, aber ich wusste, ich kann meine katzen wieder holen, wenn ich ne wohnung habe!


wenn du deine tiere artgerecht hälst und keine schäden in der wohnung entstehen, dürfte da auch nichts gegen sprechen ;) soweit ich weiss gilt das haustierverbot NICHT für kaninchen! kleintiere sind immer erlaubt!!!!

und bei ner wohnungsgesellschaft kommt mal nicht "mal eben" jemand vorbei und könnte die tiere "zufällig" sehen. das ist eher bei vermietern so, die ein oder zwei häuschen besitzen...

mach dir da mal nicht so den kopf ;)
läufst ja nicht nackt mit der schlange um den hals durchs gesamte haus ;)

lg, babs


:kratz:

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Kein neuer Beitrag Richard , 17.10.2007, 16:22 Beitrag #4   
Usergruppe: Besucher
Registrierung: 06.08.2007, 11:05
 
 
Hallo, hallo ihr Tierliebhaber,

@Grenzi Das mit dem nicht "eben mal vorbeikommen" bei einer Wohnung einer WBG stimmt so nicht.
Viele WBG`s haben jährliche "Begehungen" (Wohnungsinsp. aus Sorgfaltspflicht oder so).

Ich selbst habe ein sehr ambivalentes Verhältnis zu Tieren. Wahrscheinlich vom Papa vererbt und geprägt ( der hatte immer ne Heidenangst -ups sorry- vor Hunden,wenn er Kunden besuchte um ihre Unterhaltungselektronik therapierte ).
Bei meinen Kindern hab ich allerdings immer drauf geachtet das sie mit Tieren (Kleinzeugs halt, Meerschweinchen, Hasen, Zwerghasen, Wellensittich ) aufwuchsen, weil sie dadurch Verantwortung lernen sollten, und es m.M. auch das Immunsytem von den Kiddies stärkt. Beerdigungen wurden im Garten zelebriert (und ich staunte jedesmal über die tiefen Bindungen die hier verabschiedet wurden).
Bei mir jedoch hat sich diesbezüglich (leider ?) bisher eig. nicht viel getan.
Der zarte Biss eines Zwergwidders genüge um ihn in die Pfanne zu hauen,wenn da nicht noch Frau u. Kinder wären.
Bei Hunden ab Schulterhöhe von 30 cm wird automatisch mein Killerinstinkt geweckt (jedoch meist grad noch vom Bewußtsein gezügelt).
Meine liebsten Tiere sind ein Bisam und ein Stockentenpaar die ich regelmäßig an einem Weiher (auf dem Weg zu/von der Arbeit ) beobachte, und ein Feldhase der mich mal beim Pfeiferauchen in der Mittagspause aus ca. 3 Meter Entfernung beobachtete ! Das war echt ein Ereignis für mich. Anscheinend lag ich in seiner Deckung, er guckte total empört, ne ganze Weile (hab mich nur seehr laangsaam bewegt als ich ihn wahrnahm).
Tjo, das wars. Das is meine tierische Geschichte.

Liebe Grüße
Richard



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Kein neuer Beitrag Hjalmarr , 17.10.2007, 17:05 Beitrag #5   
Usergruppe: DagansVidhri
Registrierung: 20.08.2007, 19:49
 
 

MartinM hat folgendes geschrieben:

Treuepflicht gegenüben Tieren - ja, sicher gibt es die. Übrigens auch gegenüber Nutztieren , auch denen, die gegessen werden. Nein, ich bein kein Tierrechtsverfechter, auf der Ebene läuft das bei mir nicht. Im Falle Deines Katers sehe ich ein ganz intensives persönliches Band; würdest Du ihn im Stich lassen oder einfach "weggeben", wäre es Treuebruch.
[...]
Als vor etwas über einem Jahr meine alte Katze starb, da haben ich und mein Bruder eine kleine Totenfeier abgehalten. An und für sich bin ich dagegen, Tiere zu "vermenschlichen", ihnen menschliche Eigenschaften zuzuschreiben und sie wie Menschen zu behandeln. Aber ich halte Tiere für beseelte Wesen; und ich schreibe einer Katze, einem Hund, einem Schwein, durchaus ein Bewusstsein zu - ein nicht-menschliches allerdings.
[...]
Liebe Grüße,
Martin


Sehe ich ein bischen anders. Ich denke Tieren stehen ebenfalls Rechte zu, sicher keine den Menschenrechten auch nur annähernd vergleichbaren, aber eben gewisse Rechte. Ich bin ein Feind jeglicher Massentierhaltung und "sinnloser Tierquälerei" (also nur so zum Spaß oder weil es Kosten spart). Ich denke auch Tiere spüren so etwas wie Leid und das einfach zu ignorieren halte ich persönlich für falsch. Das heißt nun nicht, dass ich Vegetarier bin und Nutztiere ablehne, aber wenn ein Tier für einen Menschen arbeitet oder von einem Menschen gehalten wird, wünsche ich mir Respekt für das Tier und tiergerechte Haltungsbedingungen. Ich gehe soweit mich bei dem Fleisch, das ich esse zu bedanken - das mach ich auch mit Pflanzen die ich "nutze" bzw. "verwende" bzw. esse =)

Was die Treue angeht ist die nicht auf Menschen beschränkt, für mich geht Treue auch mit Tieren, Pflanzen und selbst mit Landstrichen, Steinen uns Bergen ;-)

Gruß, Jari



Außerhalb Midgards leben nur Tiere und Götter.


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Kein neuer Beitrag Schildjungfer , 17.10.2007, 19:29 Beitrag #6   
Usergruppe: Besucher
Registrierung: 18.09.2007, 16:18
 
 
Hallo ihr lieben,
habt vielen Dank. Jetzt weiss ich, dass ich normal bin. :D

Das mit den Mietwohnungen ist immer ein Problem, aber wenn man das Geld für ein Eigenheim nicht hat... Ich fahre nie in den Urlaub, ich rauche nicht und saufe nicht, soll ich auf die einzige Freude verzichten die ich habe? Die Tiere sind meine Familienmitglieder und mein Hobby. Wenn ich auf dem Land ein Häuschen mit Stall hätte, würde ich mir ein Pony halten und vielleicht auch eine Kuh.

Meine Kätzin habe ich als ein kleines handvoll Elend bekommen. Ich peppte sie auf und sie brachte Glück und Sonne in mein Leben. Ein Jahr später bekam ich noch den Kater, damit die Kätzein nicht allein ist. Wir haben so viel schönes erlebt. Letztes Jahr im Januar musste ich sie leider einschläfern lassen, sie war so krank, dass sie mir zu verstehen gab, dass sie nicht länger leben und leiden möchte. Ich hab sie mit nach Hause genommen und meine beste Dammasttischdecke in Streifen geschnitten. Diese habe ich mit Runen verziert und dann habe ich meine tote Katze damit umwickelt. Ich steckte noch Blumen dazu und sogar eine Haarsträne, damit sie nicht so allein ist. Ich brachte sie so zurück zum Tierarzt, wo sie von einem Mitarbeiter eines Tierkrematoriums abgeholt wurde. Eine Woche später bekam ich ihre Urne mit der Post zurück. Sie steht auf meinem Schränkchen, mit Blüten drumherum und Fotos. Ein Gipsabdruck ihrer Pfote ist auch dabei. Den hatten wir mal zu Lebzeiten gemacht und heute bin ich sehr, sehr froh darüber.

Wenn mein Kater - eigentlich ist es der Kater meiner Tochter - nicht mehr ist, werde ich auch ihn einäschern lassen. Die Bindung die wir zu unserem Kater haben ist so stark, das ich ihn nicht "entsorgen" lassen könnte.

Ja, vermenschlichen soll man Tiere nicht, doch in unserer schnelllebigen Zeit nehmen die Haustiere den Stellenwert von Kindern oder Ehepartnern ein.
Es mag Makaber klingen, aber bei mir sind Männer gekommen und gegangen, aber die Katzen sind immer geblieben. :-(
Ich finde das ganz schön Traurig, dass ich mit unserem Kater länger zusammen bin als ich es je mit einem Mann war. Dabei bin ich doch sowas von lieb, ja ehrlich. :pfeif:

Eure Geschichten haben mir sehr gefallen. Das gibt mir Mut.
Ich danke euch.
Liebe Grüße
Schildjungfer



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Kein neuer Beitrag thursa , 17.10.2007, 19:53 Beitrag #7   
Usergruppe: Hrafnsgaldr
Registrierung: 03.09.2007, 22:03
Homepage: http://riesenheim.net
 
 
Hallo Schildjungfer!


Zitat:
:-(
Ich finde das ganz schön Traurig, dass ich mit unserem Kater länger zusammen bin als ich es je mit einem Mann war. Dabei bin ich doch sowas von lieb, ja ehrlich. :pfeif:


"Der Hund bleibt mir im Sturme treu, der Mensch nicht mal im Winde" - las ich mal, ich glaube auf der Tasche eines Punks. Tiere sind einem manchmal treuer, ja...
(Nun ja. Von einer Partnerin ließe ich mich auch nienienie so rummkommandieren wie von einer Katze.)

Ich habe, als ich noch bei meiner Mutter lebte, einen Kater im Haus gehabt - als ich acht war, fragt mich eine Kundin, ob ich nicht eine Katz bräuchte. Was sagt ein katzenbegeistertes Kind auf diese Frage? So kam Wuschi zu uns. Er wurde 16 Jahre alt, war zeit seines Lebens ein großer Jäger, ein liebenswerter Pascha und eigentlich immer Freigänger. Und er war intelligent genug, um Türen zu öffnen und den Kühlschrank aufzumachen. Jetzt liegt er im Garten meiner Mama begraben.
Mittlerweile leben im gemeinsamen Haus meiner Großmutter drei Katzen.
Die haben nicht weniger unterschiedliche Persönlichkeiten als Menschen auch, jede ein Individuum (von denen kann z.B. keine eine Tür aufmachen), man erlebt so unglaublich viel mit ihnen, daß ich nicht verstehen könnte, wie man sie nicht als Familienmitglied erleben kann.

Ich träume jetzt davon, mir ein oder zwei Katzen ins Haus holen zu können - eine wäre zu viel allein und könnte nicht raus (da ich mitten in der Stadt wohne), zwei kann ich nicht ernähren. Aber kommt Zeit, kommen Katzen.

Liebe Grüße

thursa


For “unheard of” means only it’s undreamed of yet;
“Impossible” means not yet done.
(Julia Ecklar, "Ladyhawke!" )

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Kein neuer Beitrag Londo , 17.10.2007, 21:29 Beitrag #8   
Usergruppe: DagansVidhri
Registrierung: 04.08.2007, 06:09
Homepage: http://www.eoraptor.de/blog/
 
 
Hi Schildjungfer,

was den Tier-Avatar betrifft, so liegst du richtig: ich besitze fünf Pocketgeier (Wellensittiche). Vier von ihnen haben Namen aus der germanischen Mythologie: Ostara, Frigga, Hugin und Munin - wobei die beiden letzteren schon so hießen, bevor sie bei mir eintrafen. Der fünfte heißt Elton, das liegt daran, dass ich ihn zusammen mit seinem damaligen "boyfriend" Greg bekommen habe, der inzwischen leider verstorben ist. Elton und Greg sind/waren nach schwulen Musikern benannt (Elton John resp. Greg Lake).

Ich mag Wellensittiche, seit ich acht Jahre alt bin. Dafür sorgte mein zweiter Wellensittich Putzi, der ganz zahm war - genauer gesagt: rotzfrech :D - und vierzehneinhalb Jahre alt wurde. Nach Putzis Tod hatte ich zunächst keine mehr, dann kamen 1994 Flappy und Nina; letztere starb nach sechs Wochen an einer Krankheit, Flappy wurde über zehn Jahre alt. Flappy ist auch der Wellensittich auf dem Avatarfoto, ich habe ihm sogar eine eigene Website gewidmet http://www.flappy-kuhnle.de

Was Tierrechte betrifft, so bin ich dafür, den Tierschutz als vorrangiges Staatsziel in der Verfassung zu verankern. Über Tierrechte analog zu Menschenrechten müßte ich mal nachdenken.

Soviel meine 2 Cents zum Thema.

Liebe Grüße,

Volkmar


Hasatru mit rosa Hasenkostüm

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Kein neuer Beitrag Hjalmarr , 17.10.2007, 23:37 Beitrag #9   
Usergruppe: DagansVidhri
Registrierung: 20.08.2007, 19:49
 
 

Londo hat folgendes geschrieben:

Was Tierrechte betrifft, so bin ich dafür, den Tierschutz als vorrangiges Staatsziel in der Verfassung zu verankern. Über Tierrechte analog zu Menschenrechten müßte ich mal nachdenken.


Das ist problematisch, da wir Menschen im Allgemeinen nicht (mehr) essen ;-)
Deshalb schrieb ich ja auch, dass Mensch m.E. Tiere durchaus töten darf, aber ich nicht einsehe die Tiere in ihrem kurzen Leben auch noch unnötig zu quälen (Stichwort Massentierhaltung, usw.), und ich mir wünsche, dass man ein wenig Respekt hat vor dem Leben, das man isst (bzw. essen darf).
Stattdessen gibt es aber wieder nur Positionen dir mir alle zu extrem sind, fast schon Pro-Tier und Contra-Tier oder so...oder m.E. fast noch schlimmer ist das so genannte "Schlachthaus-Paradox", also man isst zwar gerne Fleisch, möchte aber nicht dass Tiere sterben - man mag den leckeren Döner gut gefüllt mit Rindfleisch, aber jeder der eine Kuh schlachtet, muss ein herzloser Mensch sein. Ist doch alles verrückt...


Aber wenn wir schon bei Haustieren sind: Ich hatte vor nicht allzu langer Zeit eine Schlange!
Mit Schlangen ists so wie mit Katzen *auf Martins Post zeig* aber das machts nichts. Man entwickelt trotzdem eine Beziehung.

Leider ist sie gestorben, worauf ich sie im Garten beerdigt hab. Haustiere sind auch eine gute Schulung für Kinder in Sachen "Verantwortung übernehmen".

Gruß, Jari



Außerhalb Midgards leben nur Tiere und Götter.


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Kein neuer Beitrag Grenzgängerin , 18.10.2007, 07:41 Beitrag #10   
Usergruppe: Hrafnsgaldr
Registrierung: 04.08.2007, 09:41
 
 
kurzer gedankenfall:
...zu tierrecht: ich finde es immer erschreckend, dass tiere rechtlich, wie gegenstände behandelt werden.....das kann ich so nicht nachempfinden! habe eine kollegin, die mit tieren auch überhaupt nichts anfangen kann und das kann ich ebensowenig verstehen! (wie sicherlich meine liebe zu tieren sie nicht verstehen kann)

ich auf eine seite im netzt zu dem thema gestolpert bin:
http://www.hundehasser.hatepage.com/

solche gibt es halt auch...*unverständlich kopfschüttel*


....zu treue der tiere: ohne meinen kater, mozart, (zu dem ich eine besondere bindung habe) hätte ich tatsächlich manche beziehung, die auseinander gebrochen ist auch nicht verkraftet.......wenn es mir schlecht geht, ich traurig bin, bekomme ich von ihm immer eine intensiv-liebes-beweis-zuwendungs-behandlung.....er hört sowieso, wie ein hund auf seinen namen und auf komm, leg dich etc....und ich kann ihn auch mit dem katzenmamaruf rufen und er antwortet immer so süß darauf und kommt zu mir.......

(die idee mit dem katzenpfotenabdruck finde ich klasse!)

lg, babs


:kratz:

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Kein neuer Beitrag Dee , 18.10.2007, 09:52 Beitrag #11   
Usergruppe: Besucher
Registrierung: 07.08.2007, 19:45
 
 
Servus!

Naja, dem Ganzen kann ich mich nur anschließen. Meinen besten Freund, einen Schäferhund, der mich 13 lange Jahre begleitet hat, mußte ich letztes Jahre töten lassen, da er nicht mehr konnte (nicht laufen, nicht fressen). Es ist Wahnsinn dem zuzusehen und nicht helfen zu können. Zumal die Zeit dahin rennt und man nicht wahrhaben will, daß unsere Freunde auch älter werden, nicht nur wir :) .
Die Entscheidung schob ich hinaus bis es eben nicht mehr ging, mit der täglichen Hoffnung, daß es schon wieder besser werden wird. Als das nicht mehr funktionierte und die Entscheidung getroffen war, fühlte ich mich schlecht, als ob ich den Hinrichtungstermin meines besten Freundes vereinbart hatte (war ja letztlich auch so). Wie auch immer, er ist immer noch präsent, ich vermisse ihn nach wie vor und an seinem Grab (im Garten) kommen mir immer noch die Tränen. Wenn ich auch dankbar war ihn gehabt zu haben, diese Entscheidung möchte ich nicht allzu schnell wieder treffen müssen. Außerdem habe ich vor allem aus Zeitgründen von einem neuen Hausgenossen abgesehen. Verstehen kann ich jeden, der ein Tier zuhause hat und ich beneide Euch ein bißl :)

Liebe Grüße
Dee


"Nimm Dir Zeit den Himmel zu betrachten, suche Gestalten in den Wolken. Höre das Wehen des Windes und berühre das kalte Wasser. Gehe mit leisen behutsamen Schritten. Wir sind Eindringlinge, die von einem unendlichen Universum und nur für kurze Zeit geduldet werden."



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Kein neuer Beitrag Tina , 18.10.2007, 13:12 Beitrag #12   
Usergruppe: Besucher
Registrierung: 04.08.2007, 08:04
 
 
Hi Dee,

ich verstehe, dass es nicht leicht war, Deinen Hund einschläfern zu lassen. Aber Du hast ihm sicher damit geholfen, ihm sogar einen großen Gefallen getan, für den er Dir sehr dankbar sein wir. Ich verstehe eher solche Menschen nicht, die sich gerade dann, wenn Sie von Ihrem Gefährten wirklich gebraucht werden, zu keiner Entscheidung durchringen können, und Ihr Tier elendig und langsam verrecken lassen. Den letzten Dienst ist jeder seinem Tier schuldig, meine ich.

Hi Schildjungfer,


Zitat:
Eine der neun Tugenden des Asatru ist die Treue. Kann man soweit gehen, diese Treue auch auf die etwas anderen Familienmitglieder zu übertragen? So wie in meinem Beispiel, ich fühle mich schon aus moralischen Gründen der Treue zu meinem Kater "verpflichtet". Für mich ist die Antwort ganz klar, meinen Kater gebe ich nimmer her, auch wenn mir dadurch große Nachteile entstehen.

natürlich kann man Tieren treu sein. Wieso denn wohl auch nicht? Und wieso überhaupt nur Familienmitgliedern??? Man kann auch Planzen treu sein, oder anderen Wesenheiten, sogar Geistwesen. Und ich persönlich halte diese ach-so-tollen "9 Tugenden des Asatru" eher für grundsätlich begrüssenswerte menschliche Eigenschaften, und bin nicht sicher, wer sowas eigentlich zu Asatru erklärt hat. Na ja, is ja auch egal.

Nette Grüsse jedenfalls :)

Tina


Es ist nicht Deine Schuld, daß die Welt ist wie sie ist,
es wär nur Deine Schuld, wenn sie so bleibt!
Die Ärzte



Dieser Beitrag wurde insgesamt 1 mal editiert. Das letzte mal 18.10.2007, 13:15 von Tina.


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Kein neuer Beitrag Hjalmarr , 19.10.2007, 15:22 Beitrag #13   
Usergruppe: DagansVidhri
Registrierung: 20.08.2007, 19:49
 
 

Tina hat folgendes geschrieben:

Und ich pers?ch halte diese ach-so-tollen "9 Tugenden des Asatru" eher f?nds?ich begr?werte menschliche Eigenschaften, und bin nicht sicher, wer sowas eigentlich zu Asatru erkl? hat. Na ja, is ja auch egal.


Das waren glaub ich die Amis, die meinten sie müssten sich ein Gegenkonstrukt zu den christlichen 10 Geboten machen, um nicht als morallose Nihilisten dazustehen... :confused:

Naajoo :blues:


Gruß, Jari



Außerhalb Midgards leben nur Tiere und Götter.


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