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Thema: "Roots??" [ Seite 1 ]

Kein neuer Beitrag lebowski , 22.05.2009, 18:32 Beitrag #1   
Usergruppe: Hrafnsgaldr
Registrierung: 05.05.2009, 18:30
 
 
Roots?


Duch die zwei Threads mit dem Thema Hel,
und einiger Beschäftigung meinerseits mit ihnen
Stolpere ich jetzt über ein paar Ungereimtheiten ,
wo ich mir ein bisschen Klärung oder Denkanstöße von euch erhoffe....

Betrachtet man den allgemeinen Herrschaftsbereich von Hel,
Niflheim,ist das ja ein nicht so gemütlicher Ort ,
sprich es immer was frisch und schattig dort ;-D

Also nicht so ein Ort wo man/frau gerne verweilen möchte...

Jetzt habe ich bei Simek,Glaube der Germanen,
folgende stelle gelesen :

“Gerade diese Gemeinsamkeit bildete in der Bekehrungsphase,
aber einen Stolperstein für die Mission,da man sich offensichtlich vorstellte,
die heidnischen ahnen hielten sich in einem anderen jenseits auf als die die verstorben Christen.
dies hielt etwa den schon erwähnten Friesen Radbod noch in letzter Minute davon ab,
sich taufen zu lassen,da ihm klar wurde ,
dass er damit von seinen heidnischen verwandten getrennt werden würde.“


Hm,laut Wikipedia ist der Radbod ein Mann der sich wehren kann,und seine
Hoheitsansprüche klar durchsetzt,
und der entscheidet sich für so einen ungemütlichen Ort wie Niflheim?

Ich seh da jetzt zwei Möglichkeiten,
a. er kommt trotzdem nach Walhall,obwohl nicht im Kampf gestorben,
gilt der Bund ,den die Sippe mit Odin geschlossenen hat,
(entsprechende stelle finde ich gerade mal wieder nicht :-< )
b. Niflheim scheint auch seine Vorzüge zu haben,wenn es gut genug ist für ....Balder

so das wäre die erste Problemstelle,hm,
nächste was sind eigentlich die Riesen?
zu Anfang nützlich siehe die Deals mit Mimir ,diverse amouröse abenteuer ;-)
nachher mehr was zum erschlagen und zum Untergang,
da passt doch was nicht...
mir kommt das bisschen so vor als wären das ältere Wesen oder ähnliches
die nach und nach ihre Bedeutung verloren haben,
weil Asen und/oder Wanen deren Funktion übernommen haben,
womit wir wieder beim Thema Hel gelandet wären:
Martin meinte ja ihr würde etwas zur einer chontischen Gottheit fehlen,
nämlich der Fruchtbarkeit´s Effekt,
der im buch von Vera Zingsem, Göttinnen großer Kulturen,als...

„ Hwergelmir,der die mitte von Niflheim bildet,
dessen Name rauschender oder alter kessel bedeutet.
Dieser kessel hat sowohl nährende wie auch gebärende Funktion:
zum einem hält er einen teil der Weltesche am leben,
zum anderen dachte man sich aus den strömen,die er entsendet sei das Geschlecht der Riesen entsprungen,
doch wird dieser Brunnen nicht nur von unten sondern auch aus der Krone der Weltesche angereichert,
in der Prosaedda wird nämlich erzählt,das ein Hirsch,Eichdorn,
hoch oben auf Walhall steht und dort von demselben Baum Lärad Zweige abbeisst,
von dessen Zweigen sich auch die Ziege Heidrun ernährt.
vom Geweih des Hirschen tröpfelt es so stark,dass diese tropfen bis hinab in den Hwergelmir dringen.
der Brunnen nimmt sie auf und verwandelt sie in die zwölf ströme Eisströme,
die ua. Auch durch das Asenland fliesen.“
Gedeutet wird.

Des weitern zieht V.Zingsem,
Jacob Grimm als Quelle hinzu(dt. Mythologie Bd 1-3)
der Hel in die nähe der indischen Göttin Bhavani rückt:

Je höher in unseren alterthum hinaufzudringen aber vergönnt sein wird,
desto weniger höllisch und desto göttlicher kann Halja erscheinen.
dafür bürgt ganz besonders ihre Gemeinschaft mit der indischen Bhavani,
die gleich Nerthus und Holda herumfährt und badet und daneben Kali oder Mahakali,
die große schwarze Göttin heißt.


Da ich die natürlich mal wieder nicht kannte...:

Bhavani (Mythologie), auch Parmadi und Bhadrakali,
eine vielnamige Göttin der indischen Mythe, die Gemahlin des Schiwa,
des feurigen flammenden Gottes, also, wenn Schiwa als Sonne gedacht wird,
der Mond, begriff verwandt mit Diana und Isis,
schöpferische Naturgottheit, in heiterer und in trauriger Gestalt, ein Doppelwesen,
schön und schrecklich, freude- und grauenerregend, schaffend und vernichtend,
wie ihr mächtiger Gatte, Artemis und Hekate zugleich.
Sie ist Rächerin und Todtrichterin, und wird mehr in schrecklicher,
als in lieblicher Gestalt abgebildet.
Man findet sie abgebildet auf einem Stiere sitzend;
ihr Symbol ist der Triangel, Joni, ein mystisches Zeichen des Wesen hervorbringenden Schoßes.
Sie selbst ist hervorgegangen aus dem feurigen Auge des Schiwen,
und empfing in frühem Zeiten Menschenopfer.
Sie wird als die Gottheit betrachtet, welche die Menschheit durch die Blatterkrankheit züchtigt,
und die Feste, die ihr an vielen Orten Indiens gefeiert werden, gehen darauf hinaus,
die Nachtseite ihres Wesens darzustellen.
Unzählige Sagen gehen von ihr im Munde des Volkes,
aber sie sind verwirrt und verwickelt, mysteriös und meist solcher Art,
dass sie zu ihrem richtigen Verständnis tief eindringende Forschung
in die götterreiche Mythenwelt Indiens erfordern und bedingen.

Hier finde ich die stelle ganz interessant das sie aus dem Auge des schiwen entspringt....

Puh,ganz schön viel rumgeschwafelt,
finde den Ansatz der indischen Bhavani recht interessant
,eine Seite hell/die andere dunkel,
ich will meine götter besser verstehen warum sie sind wie sind
mir geht´s um Erkenntnis, und die findet man vielleicht auch in Büchern...
letztlich habe ich mich für die Asen entschieden wegen der wurzeln....+


so jetzt dürf ihr :lol:





Nach den Worten der Ahnen
soll man seine Entscheidung innerhalb von sieben Atemzügen treffen.
Wichtig dabei ist ,das man die Entschlossenheit und die innere Stärke besitzt
zur Anderen Seite durchzubrechen...

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Kein neuer Beitrag thursa , 24.05.2009, 12:41 Beitrag #2   
Usergruppe: Hrafnsgaldr
Registrierung: 03.09.2007, 22:03
Homepage: http://riesenheim.net
 
 
Heya lebowski,

wenn ich die Geschichte mit Radbod richtig verstanden habe, dann gings ihm vor allem darum, nicht von seinen Ahnen getrennt zu sein: ihm wurde m.W. von den christlichen Missionaren erzählt, seine heidnischen Ahnen seien in der Hölle, er aber käme in den Himmel. Die Logik hinter seiner Entscheidung war vielleicht auch: Ein Ort, der meinen edlen, verehrten Ahnen angemessen ist, kann mir nicht unangemessen sein. Ob es sich dabei um die christliche Hölle, Niflheim oder Walhall gehandelt hat, ist unklar.


Zitat:
mir kommt das bisschen so vor als wären das ältere Wesen oder ähnliches
die nach und nach ihre Bedeutung verloren haben,
weil Asen und/oder Wanen deren Funktion übernommen haben,


Das halte ich für gar nicht so unwahrscheinlich, eine Parallele gibt's ja auch in der griechischen Mythologie - Olympier vs. Titanen, das ist ein ähnlicher Prozeß, wo sich jüngere Götter gegen ältere Wesen durchsetzen.

Hmmm, soviel fällt mir mal auf Anhieb ein,

LG

thursa


For “unheard of” means only it’s undreamed of yet;
“Impossible” means not yet done.
(Julia Ecklar, "Ladyhawke!" )

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Kein neuer Beitrag lebowski , 25.05.2009, 21:40 Beitrag #3   
Usergruppe: Hrafnsgaldr
Registrierung: 05.05.2009, 18:30
 
 

thursa hat folgendes geschrieben:
Heya lebowski,

wenn ich die Geschichte mit Radbod richtig verstanden habe, dann gings ihm vor allem darum, nicht von seinen Ahnen getrennt zu sein: ihm wurde m.W. von den christlichen Missionaren erzählt, seine heidnischen Ahnen seien in der Hölle, er aber käme in den Himmel. Die Logik hinter seiner Entscheidung war vielleicht auch: Ein Ort, der meinen edlen, verehrten Ahnen angemessen ist, kann mir nicht unangemessen sein. Ob es sich dabei um die christliche Hölle, Niflheim oder Walhall gehandelt hat, ist unklar.


thursa


genau das ist der punkt...hab leider immo wenig zeit, aber ich werde die tage den faden weiterspinnen

thx

lg frank


Nach den Worten der Ahnen
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Wichtig dabei ist ,das man die Entschlossenheit und die innere Stärke besitzt
zur Anderen Seite durchzubrechen...

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