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Ich bin in nem anderen Zusammenhang gerade über das Stichwort "weibliche Spiritualität" gestolpert. Nun kriege ich bei dem Thema immer einen Knoten ins Hirn, denn für mich sind z.B. Frauen mitunter voneinander verschiedener als von Männern, und meine Spiritualität ist auch noch von ganz anderen Faktoren geprägt als von meinem Geschlecht (davon auch, aber als ein Faktor von vielen). Also frag ich mich dann immer: Was ist das eigentlich?
Bevor ich weiter versuche, den Begriff auseinanderzulegen, würde mich mal interessieren, was Ihr dazu meint - gibt es sowas wie eine geschlechtsspezifische Spiritualität?
Grübelgrüße
thursa
For “unheard of” means only it’s undreamed of yet; “Impossible” means not yet done. (Julia Ecklar, "Ladyhawke!" )
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Huhu.
Also erstmal kann ich mit sämtlichen Unterscheidungen -männlich-, -weiblich- so garnichts anfangen. Bis auf gewisse *g* anatomische Unterschiede. Die es zum Glück gibt.
Was die Spiritualität betrifft konnte ich noch nie wirkliche Unterschiede feststellen, allerdings kenne ich dieses "weibliche Spiritualität-Ding" aus dem hexischen/Wicca Bereich. Warscheinlich einer der Gründe, warum ich mich "dort" nie so wirklich wohlfühlte.
Das ist genauso, wie mit gewissen anderen "Eigenschaften", die den jeweiligen Geschlechtern so gern zugesprochen werden. Das geht dann von "Frauen kaufen gern Schuhe und können nicht gut handwerken" bis "Männer sind triebgesteuerter und reden nicht gern über ihre Gefühle". Denn...-dieser- Definition nach wäre ich ein Mann , und -das- bin ich eindeutig nicht.
Ich habe manchmal das Gefühl, das Thema der "Weiblichen Spiritualität" kommt nur auf, wenn manche Frauen etwas "eigenes"/"besonderes" haben wollen, das eben -nur sie- haben, und die Männer nicht. Und das find ich albern.
Soweit erstmal von mir...
Lieben Gruß, Hunty
"Lieber Orangenhaut als gar kein Profil!"
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Heyho, vielleicht soll der Begriff eine Art Abgrenzung sein zu der verbreiteten eher patriarchalen Spirituliät der Weltreligionen? So auf inhaltlicher Basis dann in Richtung der "feministische Theologie"? Desweiteren könnte ich eine weibliche Spiritualität im Fruchtbrakeitskult erkennen, aber als Mann scheint mir Fruchtbarkeit in aller Komplexität genauso fundamental wichtig. Vielleicht wollen die Mädels auch nur mal unter sich sein? Gruß, Jari
Außerhalb Midgards leben nur Tiere und Götter.
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ja, jari, manchmal wollen die mädels mal unter sich bleiben
@alle: aber davon mal ab:
über viele jahre (-zehnte,-hunderte...) war die männliche (als solche "erkannte" und propagierte) sichtweise und selbiges handeln die dominante. und selbst, wenn der statistisch durchschnittliche mann diesem statistisch durchschnittlichen ideal nicht entsprach, war er als mann gegenüber der frau im vorteil. männliches denken und handeln und damit auch männliche spiritualität waren richtungsweisend und weibliches handeln und denken wurde daran gemessen. noch anfang des letzten jahrhunderts gab es ernsthafte untersuchungen dazu, ob eine frau so intelligent wie ein mann sein könnte. paradigmen und parameter für die entscheidung "daumen rauf oder runter" waren am muster "mann" orientiert. frau wurde also am muster mann gemessen. das als weiblich "erkannte" verhalten war ebenso normiert, war allein auf frauen ausgerichtet und galt in der wertung dem manne nachgeordnet. ...und man hütete sich gerne vor intelligenten - also männlichen (!) - frauen. so blieb m.e. es nicht aus,d as sich auch im zuge der emanzipation (der von frauen und männern) tradierte denkmuster und vorstellungen und natürlich auch sprachgebrauch erhalten haben. ich denke, für frauen war und ist es im rahmen dieser entwicklung dann auch wichtig (gewesen), etwas eigens weibliches und aus sich selbst heraus gleichwertiges und -wichtiges (-> gegenüber dem männlichen) zu entwickeln und in den öffentlichen raum zu stellen.
ob weibliche spiritualität anders ist als männliche?? glaube ich persönlich nicht. jeder mensch ist anders - ich auch. oder so ähnlich sicher, alle menschen unterscheiden sich voneinander und durchschnittlich betrachtet, unterscheiden sich auch männer und frauen. insofern wird es männliche oder weibliche muster geben. aber es sind durchschnittliche -statistische - werte. wenn menschen, die dise durchschnittlichen werte in sich gemeinsam entdecken, diese auch unter sich leben wollen - von mir aus....
ich persönlich entdecke ja gerade den mann in mir. jaha. ich kann schon beinahe auf 4 fingern pfeifen und öffne fast jede bierflasche mit dem feuerzeug. und ich kann überhaupt nicht bügeln oder nähen, dafür aber gut einparken -aber wenn ich z.B. mit anderen an einem ritual teilnehme, sind da nur noch menschen und wesen und gottheiten. und es paßt oder eben nicht und es bringt uns menschen gemeinsam weiter oder eben nicht
liebe grüße carola
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Zitat: Desweiteren könnte ich eine weibliche Spiritualität im Fruchtbrakeitskult erkennen, aber als Mann scheint mir Fruchtbarkeit in aller Komplexität genauso fundamental wichtig. Wohl wahr. Was nützt die schönste Fruchtbarkeit ohne Befruchtung?
@carola: Irgendwie war ich mit meinem Post vorhin nicht ganz zufrieden (Der Nachtwandler kanns bestätigen*gg*), und nun weiß ich auch warum. Sehr schön ausgedrückt was Du geschrieben hast, genau meine Gedanken.*lächel*
Lieben Gruß, Hunty, die Flaschen auch mit Feuerzeugen öffnet und nicht wirklich nähen kann...aber auf Fingern pfeiffen klappt irgendwie nicht.
"Lieber Orangenhaut als gar kein Profil!"
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Hallo, mir ist aufgefallen, dass es besonders bei den Teeniehexen und den Esoterikern (Verkaufstrick???) ein großer Unterschied bei den Geschlechtern gemacht wird. Teeniehexen sind der Meinung, dass Männer überhaupt nicht spirituell veranlagt sind. Bei den Esos gibt es extra Bücher nur für Frauen, da dort ganz besonders auf die "weibliche" spiritualität eingegangen wird.
Wenn ich an die hiesige Region denke, dann fallen mir die Kräuterfrauen ein und die Hebammen, aber keine Geburtshelfer und keine Kräutermänner. Vielleicht gibt es bei den spirituellen Interessen Unterschiede? Wenn ich an Indianer denke, so fällt mir der Medizinmann ein, aber nicht die Medizinfrau. Jetzt müsste ich zu diesen Beispielen wissen, was man alles unter spirituallität verstehen kann. Leider ist es ja ein sehr dehnbahrer Begriff.
Im denken von Männern und Frauen gibt es schon Unterschiede, aber ich glaube nicht, das sich das auch auf die Spiritualität bezieht. Im übrigen kann ich auch mit einer Bormachine umgehen, kaufe äußerst ungern Schuhe, kann ebenfalls gut einparken und habe eine Allergie gegen Babys. Bin ich jetzt auch ein Mann?
grübel, Schildjungfer
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@moin hunty *Lächel zurück* und ein schönes wochenende!! grüß mir den nachtwandler!
@hi schildjungfer: ...gibt es natürlich medizinfrauen bei den indianern und anderswo, aber nicht "den" indianer, gibt und gab es auch in unseren regionen männer, die sich mit kräutern auskennen oder -kannten. ich könnte mir vorstellen, daß seit der zeit der jäger und sammler frauen stets mehr fürs sammeln zuständig waren, auch für´s herdfeuer und somit auch zuerst zugang zu den wirkungen von kräuter etc. hatten. frauen haben auch aufgrund der tatsache,d aß sie die kinder bekommen, zur geburtshilfe eine andere beziehung. nur hat sich pharmakologie und geburtshilfe im laufe der jahrtausende in unseren breiten zur uns bekannten medizin gewandelt, und da sind die gebiete überhaupt nicht mehr von frauen besetzt, die hebamme vielleicht ausgenommen.
spiritualität? "wikipedia sagt dazu "Spiritualität (v. lat.: spiritus = Geist, Hauch) bedeutet im weitesten Sinne eine Form von Geistigkeit in der alles Wirkliche Geist oder Erscheinungsform des Geistes ist. Spiritualität steht für die Verbindung zum Transzendenten oder der Unendlichkeit. Religiöse Spiritualität ist auch eine Art Lebenspraxis. Theologische Spiritualität bezeichnet die Auffassung, dass die menschliche Seele ihren oder der menschliche Geist seinen Ursprung einer göttlichen oder transzendenten Instanz verdankt oder zu einer absoluten höheren Wirklichkeit in Beziehung steht."
Also: du kannst kräuterkundige sein (Arzt, was immer), kennst alle kräuter und ihre wirkung und die beste aufbereitungsform etcetc. dann behandelst du menschen, indem du ihnen die richtige medizin für das "richtige" leiden gibst, mit den richtigen anweisungen uswusf. und das war es. oder du siehst die "größeren" zusammenhänge und die wechselwirkungen, beziehst mit ein, was immer in deinem "Universum" deiner meinung einen einfluß hat und nimmt.......siehst du den unterschied? (manche nennen es auch den unterschied zwischen beruf und berufung. )und die art, wie du das machst, ist abhängig davon, in welchem umfeld du lebst, natürlich, aber auch von dir selber, von deinem wesen. und dieses wesen hat mehr oder weniger viele so genannte männliche oder weibliche eigenschaften.
Daß die werbung so gern polarisiert?? natürlich macht sie das, weil es geschäftsfördernd ist. und geschäftsfördernd ist es nun mal, weil gerade ganz junge menschen oder menschen "auf der suche" etwas möchten, mit dem sie sich sicher identifizieren können, was die suche an sich m.e. schon wieder fragwürdig macht.aber das ist wieder ein anderes thema
liebe grüße carola
Dieser Beitrag wurde insgesamt 1 mal editiert. Das letzte mal 21.09.2007, 06:55 von carola.
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Moin beisammen,
grundsätzlich denke ich zu dem Thema, dass es wahrscheinlich gerade durch die vormals männlich dominierte "Spiritualität" - und/oder gesellschaftliche Vormachtstellung (das eine oder andere hat sich ja diesbezüglich schon gewandelt in den letzten ein bis zwei Jahrzehnten) ein gewisses Bedürfnis gibt, Weiblichkeit neu für sich zu entdecken - mit einem Seitenblick auf die feministische Bewegung. Insoweit halte ich das auch für nachvollziehbar. Dann ist es ja wohl auch so, dass das althergebrachte Rollenverständnis von Mann und Frau ins Wanken geraten ist - insofern geschieht eine spirituelle Auseinandersetzung vielleicht auch insgesamt im Rahmen einer neuen Identitätsfindung - für beide Geschlechter gleichermaßen...
Was mir an dem ganzen "männliche-weibliche Spiritualität" gar nicht passt, ist einerseits das etablierte polare Denken, wenn es darauf hinausläuft, dass es dann (unterschwellig) heißt, dass eigentlich die Frauen die "besseren" Menschen wären; Sprich - das Ganze in eine ideologische Schiene kippt, die letztendlich nur den Spieß umdreht, in den Köpfen. Und zum Anderen auch grundsätzlich dieser immer wieder beschworene, unsägliche "Kampf der Geschlechter" - das Herauskehren und Idealisieren des eigenen Geschlechts, mit den obligatorischen Seitenhieben in Richtung des Anderen; Ist ja dann natürlich immer alles nur Spaß - blablabla...
Jedenfalls - in Bezug auf bekannte anatomische - vielleicht sogar "geistige" Unterschiede zwischen Männchen und Weibchen - und möglicher, entsprechender spiritueller...hm...Transzendendierung (?) mag es interessant sein - im Sinne, individueller Bewusstwerdung. Oder kurz und knapp: Sich auf spiritueller Ebene mit dem Mann- oder Frausein auseinanderzusetzen. Tendentiell wird sich das wohl auch nochmal verstärken, wenn entsprechende Aktivitäten in monosexuellen *g* Gruppen stattfinden; Das kann mal ganz witzig und/oder interessant sein - aber im Sinne der "Lebensnähe" - so will ich es mal nennen - halte ich gemischtgeschlechtliche Gruppen insgesamt für die bessere Lösung.
Also - en gros gibt es da nicht so viele Unterschiede, denke ich - und mir persönlich bringt es auch mehr, Frauen und Männer gleichermaßen einzubeziehen; Einfach im Sinne von ergänzend - ob nun geschlechterhalber, oder schlicht als Person.
Grüße Kai
Mieleni minun tekevi, aivoni ajattelevi lähteäni laulamahan, saa'ani sanelemahan, sukuvirttä suoltamahan, lajivirttä laulamahan. Sanat suussani sulavat, puhe'et putoelevat, kielelleni kerkiävät. (Kalevala)
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Guten Morgen, Carola, was du da schreibst ist schon richtig. Ich habe mal absichtlich in die fette Kliescheekiste gegriffen. Das es "den" Indianer nicht gab, genausowenig wie "den" Germanen ist schon klar. Doch es kommt mir sozusagen aus den Bauch, das ich Kräutersammeln und Geburtshilfe mit Frauen in Verbindung bringe. Das Heilen verbinde ich mehr mit Männern. Wenn wir als Kinder heranwachsen werden wir mit Klieschees überschüttet. Natürlich ist das alles "Müll" aber es tut seine Wirkung. Kennst du/ ihr das Spielchen, wo man ein Wort sagt und ein anderer muss daraufhin blitzschnell antworten mit dem was ihm grade dazu einfällt? z.B. Weihnachten - Geschenke, Wald - Bäume... Bei dem Wort Kräuter denke ich an Tee und Frauen. Das Bild eines Kräutersammelnden Mannes will sich mir da nicht einstellen. Schade eigentlich. Aber über hundert Jahre Grimm, Karl May, und andere geschlechterrollenspeziefische Filme und Bücher haben immer noch ihre Wirkung in unseren Köpfen. Leider gibt es in den Medien noch immer keine wirkliche Besserung. Aber ich will in diesem Text jetzt nicht zur Emanze werden, das können andere gewiss besser.
Ich finde den Begriff immer noch ein bischen schwammig. Wie du schon so schön sagst, es gibt einen Unterschied zwischen Beruf und Berufung, dürfte aber ein anderes Thema sein. Du hast es ja in dem Beispiel auch erläutert, dass es auf die innere Einstellung der Handlung ankommt. Ja, es ist schon so, dass manche aus Kräutern einen Tee machen und für diese nur Teekochen ist, andere betrachten es schon als religiöse Handlung. Jeder von uns hat da ganz persönliche Grenzen über das was noch spiritualität ist und was nicht. Und ich glaube, dass es genau das ist, was die Beantwortung der allerersten Frage dieses Themas so schwer macht. Aber jetzt drehen wir uns wieder im Kreis.
So viel schwere Philosophie am frühen morgen und ich bin noch gar nicht richtig wach Liebe Grüße, Schildjungfer
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Danke Euch für die vielen Meinungen 
@carola:
Zitat: über viele jahre (-zehnte,-hunderte...) war die männliche (als solche "erkannte" und propagierte) sichtweise und selbiges handeln die dominante. [...] ich denke, für frauen war und ist es im rahmen dieser entwicklung dann auch wichtig (gewesen), etwas eigens weibliches und aus sich selbst heraus gleichwertiges und -wichtiges (-> gegenüber dem männlichen) zu entwickeln und in den öffentlichen raum zu stellen.
OK - das vergesse ich immer wieder. Und wenn es mir wieder einfällt, empfinde ich es als Privileg, daß ich mich anscheinend nicht so sehr wie andere Menschen davon freikämpfen mußte. Ich kriege dann wiederum bei konventionellen Dingen "für Frauen" gerne Zahnschmerzen, weil da standardmäßig angenommen wird, frau sei heterosexuell und ich fühle mich dann auf ganz schräge Weise nicht gemeint bzw. finde mich darin nicht wieder - das geht mir übrigens mit schwullesbischen Angeboten oft genauso.
@Nachtwandler:
Zitat: Was mir an dem ganzen "männliche-weibliche Spiritualität" gar nicht passt, ist einerseits das etablierte polare Denken, wenn es darauf hinausläuft, dass es dann (unterschwellig) heißt, dass eigentlich die Frauen die "besseren" Menschen wären; Sprich - das Ganze in eine ideologische Schiene kippt, die letztendlich nur den Spieß umdreht, in den Köpfen.
Der gute alte Siebziger-Jahre-Differenzfeminismus lebt wohl immer noch... Wobei ich denke, die Dosis macht das Gift: Sicher sind "weibliche" Tätigkeiten und Eigenschaften in der Vergangenheit abgewertet worden und mittlerweile stellt sich da - teilweise - ein zaghaftes Umdenken ein, Stichwort "soft skills". Nur: Dieser Differenzfeminismus hat für mich den Fehler gemacht, diese Eigenschaften nicht als generell menschliches Potential zu benennen, sondern es wesenhaft Frauen zuzuschreiben und eine Ideologie draus zu machen. Und dieses Wesenhafte und "von Natur aus" ist für mich der Fehler. Denn wenn ich eine Frau bin und trotzdem diese Eigenschaften nicht habe bzw. an mir nicht wahrnehme - ja, dann bleibt mir nur, entweder die Eigenschaften, die ich an mir wahrnehme, umzuettikettieren zu "auch weiblich!" oder zu sagen: Diese Weiblichkeitsgeschichte ist mir nix, dann bin ich eben unweiblich.
Zitat: Und zum Anderen auch grundsätzlich dieser immer wieder beschworene, unsägliche "Kampf der Geschlechter" - das Herauskehren und Idealisieren des eigenen Geschlechts, mit den obligatorischen Seitenhieben in Richtung des Anderen; Ist ja dann natürlich immer alles nur Spaß - blablabla...
Ja - und wer ins übliche Geschlechtsrollenklischee nicht reinpaßt, sitzt dann ziemlich unbequem zwischen den Fronten.
Für mich persönlich ist Spiritualität ja wie ein Mosaik. Es gibt da einige Steinchen, die von den Erfahrungen gefärbt sind, die ich qua Geschlecht gemacht habe, aber daneben viele andere Steinchen, die wieder von anderen Erfahrungen geprägt wurden. Und die Lust, nachzugrübeln, welche von meinen Eigenschaften, Fähigkeiten und Interessen denn nun eher "männlich" oder "weiblich" ist, ist mir ziemlich vergangen. (Was sollte auch an gut einparken können besonders männlich sein? Ich kann's nicht, aber nur, weil autofahren zu den Dingen gehört, die ich irgendwann noch lernen will.)
Zum Thema: Was ist Spiritualität? - ja, stimmt, unscharfer Begriff - und ich hab' ihn hier in Paarung mit einem weiteren unscharfen Begriff aufgetischt - ich könnte jetzt auch noch anfangen zu fragen, was denn eigentlich Männlichkeit/Weiblichkeit sei. Tu' ich aber nicht, weil ich finde, daß das ein Thema von ozeanischer Weite ist. Ich bin zur Zeit hauptsächlich in ziemlich frauenlastigen Zusammenhängen spirituell unterwegs, das ist auch schön (und ich will's nicht missen), aber manchmal fehlt mir da was. Na, unter anderem deshalb bin ich ja hier.
Viele Grüße
thursa
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Hallihallo!
thursa hat folgendes geschrieben: gibt es sowas wie eine geschlechtsspezifische Spiritualität?
Nach meiner Beobachtung: in dem Maß, wie wichtig, vorherrschend oder bestimmend der jeweiligen Person das Thema Geschlechtszugehörigkeit oder gendergebundene Deutungen auch in andern Fragen oder Bereichen ist / sind.
Wenn ich trotzdem was irgendwie Allgemeines dazusenfen will: Zumindest neuheidnische Männer erleben oder empfinden ihre Spiritualität seltener als spezifisch männlich (verglichen mit neuheidnischen Frauen, denen "weibliche Spriritualität ein gern diskutiertes Anliegen ist) - was die gesellschaftliche Lage und Entwicklung einmal mehr spiegelt.
Männer erleben ihre jeweilige Lage weniger als geschlechtsspezifische: Im Unterschied zu Frauen haben sie sozial nichts zu erringen oder zu erobern; stattdessen steht ihnen (den Männern: sozial "anspruchsvolle", egalitär orientierte mein´ ich hier) die männlich dominierte Gesellschaftstradition moralisch eher im Weg: dies in anderer Weise als den Frauen. Es ist m.E. einfacher, tradierte Gender-Rollenbilder abzulehnen als "männlich selbstbewußte" Alternativen zum tradierten Rollenbild des Mannes zu finden - und sei es nur deshalb, weil feministische Strömungen selber schon eine Tradition und ihre entsprechenden Vordenkerinnen und Kämpferinnen haben - Männer aber einstweilen weiterhin dazu tendieren, ihre eigenen sozialen Problematiken als ausschließlich persönliche zu erleben (...An ihrem Achselzucken sollst du sie erkennen. ) Was soll "man" auch machen - was die Genderfragen betrifft: von welcher Welt soll(t)en oder könnten (moderne) Männer denn träumen? Den alten Scheiß woll´mer nimmer - und mit dem Entwurf eines neuen tun wir Jungs uns hart: als Opfer können wir uns schlecht fühlen, und die ledigliche Vermeidung "schlechter Taten" allein zeitigt keine konstruktiv besseren - auch nicht oder nichtmal in Gedanken (die aller guten Taten Anfang sein sollen).
Um beim Thema zu bleiben (auch wenn Spiritualität m.E. nicht von der "Restwelt" trennbar ist, da nicht im luftleeren Raum vor sich hingeisternd ): Die tradierte abendländische Spiritualität ist nicht nur christlich, sondern gesellschaftspolitisch "männlich" orientiert (Gottvater, Papstiboy und sein ganzes offiziöses Bodenpersonal - freilich von Frauen bis zum Schlagmichzurkrüppelin mitgetragen, sonst gäbs dat ganze Patriarchadingsbums diesseits und jenseits von "Kirchen" schon lang nimmer, aber halt nich´ top-down-hierarchisch "mitbestimmt" ) - da liegt in so gemeinter neopaganer Alternative die Suche nach oder das Befassen mit einer (wie auch immer zu "definierenden" "weiblichen" Spiritualität schon irgendwie näher als das Empfinden einer überhaupt mal anders gewachsenen und/oder neuerfundenen, neu zu erfindenden Spiritualität als "männlich".
Drück ich mich noch klar aus? Phalls nicht: probier´ ich´s später nochmal , das Thema beschäftigt mich ... weiterhin.
Kopfrauchende Grüße Duke
Ich bin das eine Blatt, das die Winde stehen gelassen haben
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ups, mal wieder zu spät und alles was ich dazu denke ist schon niedergeschreiben worden.... ich schliesse mich da hunty mal so richtig an.....ich denke auch nicht an den unterschied....irgendwie ist für mich das männliche und weibliche ergänzend und doch können beiderlei geschlechter in gleichen zügen spiritualität aufweisen (wusste gerade kein anderes wort ) also, denke da auch nicht an den unterschied. das ist auch ein punkt bei wiccas, z.b., bei dem ich nicht klar komme, die weibliche und die männliche spiritualität....
was nichts mit spiritualität, sondern eher mit feminismus zu tun hat: dass einige frauen dieser feministischen bewegung gerne alles "verweiblichen", wie z.b.: die löffelin, die gürtelin....
finde ich albern....
aber wenns schöa maacht  lg, grenzibabs
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Jo Duke, falls ich dich richtig verstanden hab, stimm ich dir zu Also dass es für einen Kerl einfach näher liegt überhaupt mal ein Neuheidentum/Asatru zu definieren (was m.E. ein Leben lang dauert), als sich eine "maskuline Spiritualität" zu konstruieren. Öhm, was mir noch einfällt: Ich hab vor en paar Jahren bei ner Firma gearbeitet (die ihre Mitarbeiter wie Sklaven behandelt hat - massiver Druck verbunden mit immer weniger Lohn, keine Mittagspause, ja schön halt) bei der ein Psychologe beschäftigt wurde der uns so bearbeiten sollte, dass wir möglichst effizient arbeiten *komm vom Thema ab* Naja, auf jeden Fall haben wir da so Tests gemacht und laut seinem psychologischen Erklärungsmodell, bei dem das Gehirn irgendwie in 4 Teile geteilt war, sei Spiritualität etwas eher weibliches, da es in der "Gefühlshirnhälfte" entsteht. So wäre aus psychologischer Sicht, wenn man annimmt die Gefühlshirnhälfte sei eher weiblich, Spiritualität immer etwas weibliches, aber ebenso Kreativität, Liebe, Wut, Freude, Trauer usw. ... dann sind aba die janzen Männer irgendwie schon sehr weibisch die ich so kenne und echte Männer sind gefühlskalte, gleichgültige Analytiker-Roboter Keine Ahnung und ich hab ja eh nen graus vor Psychologen (was ich mal mit HB und Karan beschwatzt hab und was vor allem an der Erstellung einer psychologischen Norm liegt, wodurch jedes anormale Verhalten zur Krankheit wird. Bei einer Freundin von mir hat der Psychologe sie bearbeitet als wäre sich psychisch gestört, ihre Krankheit? Schwerer Liebeskummer - nach ein paar Wochen mit guten Freunden und viel reden gings ihr wieder besser...  ) Ansonsten hat eine feministische Theologie m.E. durchaus Sinn, wenn man die monotheistischen Religionen für Frauen wieder interessant machen will. Also Frauen in der Bibel, Weibliches in der Bibel ... blabla ... Priesterinnen und weibliche Seiten Gottes und Maria als Muttergöttin usw. Aber dafür sind "die" ja zu unflexibel Gruß, Jari
Außerhalb Midgards leben nur Tiere und Götter.
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Achja, die Hirnforschung. Dazu hab' ich gerade heute vormittag diesen Artikel hier gelesen.
@Jari
Zitat: Naja, auf jeden Fall haben wir da so Tests gemacht und laut seinem psychologischen Erklärungsmodell, bei dem das Gehirn irgendwie in 4 Teile geteilt war, sei Spiritualität etwas eher weibliches, da es in der "Gefühlshirnhälfte" entsteht. So wäre aus psychologischer Sicht, wenn man annimmt die Gefühlshirnhälfte sei eher weiblich, Spiritualität immer etwas weibliches, aber ebenso Kreativität, Liebe, Wut, Freude, Trauer usw. ... dann sind aba die janzen Männer irgendwie schon sehr weibisch die ich so kenne und echte Männer sind gefühlskalte, gleichgültige Analytiker-Roboter
Ich frag' mich ja immer, wie diese Zuordnungen zustande kommen... und ob wir überhaupt auseinanderklamüsern können, was an unseren Geschlechtern jetzt erlerntes Verhalten und was tatsächlich Biologie ist. Gerade im Fall von Gehirnen keimt in mir ja die Vermutung, daß erlerntes Verhalten und "Training" eine Rückwirkung auf die biologischen Gegebenheiten hat, es zwischen biologischen Gegebenheiten und Verhalten somit keine Einbahnstraße gibt. Somit trifft man bei Erwachsenen wahrscheinlich auf Hirne, die entsprechend vorgeprägt sind. *spekulier*
Soviel für jetzt zu dem Thema, muß jetzt jobben gehn.
LG
thursa
For “unheard of” means only it’s undreamed of yet; “Impossible” means not yet done. (Julia Ecklar, "Ladyhawke!" )
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Hjalmarr hat folgendes geschrieben: Naja, auf jeden Fall haben wir da so Tests gemacht und laut seinem psychologischen Erklärungsmodell, bei dem das Gehirn irgendwie in 4 Teile geteilt war, sei Spiritualität etwas eher weibliches, da es in der "Gefühlshirnhälfte" entsteht. So wäre aus psychologischer Sicht, wenn man annimmt die Gefühlshirnhälfte sei eher weiblich, Spiritualität immer etwas weibliches, aber ebenso Kreativität, Liebe, Wut, Freude, Trauer usw. ... dann sind aba die janzen Männer irgendwie schon sehr weibisch die ich so kenne und echte Männer sind gefühlskalte, gleichgültige Analytiker-Roboter Keine Ahnung und ich hab ja eh nen graus vor Psychologen (was ich mal mit HB und Karan beschwatzt hab und was vor allem an der Erstellung einer psychologischen Norm liegt, wodurch jedes anormale Verhalten zur Krankheit wird. Bei einer Freundin von mir hat der Psychologe sie bearbeitet als wäre sich psychisch gestört, ihre Krankheit? Schwerer Liebeskummer - nach ein paar Wochen mit guten Freunden und viel reden gings ihr wieder besser...  ) Hi Jari,
Stimme dir und Duke zu. Zu der Gehirnsache (also ein wenig off toppich): wie ich kürzlich gelernt habe, stimm die Theorie mit den "weiblichen" und "männlichen" Gehirnhälften so nicht. Die Sache ist komplizierter; wie genau, ist mir entfallen, ich bin halt kein Neurologe.
Vor Psychologen graust es mir auch,
Liebe Grüße,
Volkmar
Hasatru mit rosa Hasenkostüm
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