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Position: Home » Nornirs Ætt Foren » Nornirs Ætt Hain » Außerkörperliche Erfahrungen experimentell erzeugt
Thema: "Außerkörperliche Erfahrungen experimentell erzeugt" [ Seite 1 ]

Kein neuer Beitrag MartinM , 25.08.2007, 12:33 Beitrag #1   
Usergruppe: Hrafnsgaldr
Registrierung: 04.08.2007, 19:16
Homepage: http://martinm.twoday.net
 
 
Hallo Freunde,

ich greife mal ein wissenschaftliche Thema auf, dass gerade durch das Internet läuft und durchaus spirituellen und philosophische Fragestellungen berührt.

Auf Heise, mit einigen ärgerlichen, aber aus Unkenntnis erklärbaren Fehlern:
Out-of-body-Erfahrungen zum Selbermachen
(Der ärgerlichste Fehler ist der, dass außerkörperliche Erlebnisse sich bisher bei gesunden Menschen nur unter Drogeneinfluss hervorrufen ließen.Auch wenn es bei einer "schamanischen Reise" normalerweise nicht zu einer "klassischen" außerkörperlichen Erfahrung kommt, sind anderseits solche Erfahrungen bei "schamanisch Arbeitenden" auch nicht so selten, dass sie etwa mit schweren Psychosen in Verbindung gebracht werden könnten. (Es sei den, man hält Schamanen und schamanisch Arbeitende von vornherein für "verrückt".) Außerdem können Extremerlebnisse, die nicht zwangsläufig "Nahtodsituationen" sein müssen, auch "spontan" zu außerkörperlichen Erfahrungen führen.

Dagegen kurz und sachlich auf wissenschaft.de:
Out-of-Body-Experience, hausgemacht
(Den Spon-Artikel zum Thema verlinke ich aus bekannten Gründen nicht.)

Das Neue dieser Versuche ist ihre simple experimentelle Wiederholbarkeit. Der eigentliche Effekt ist hingegen schon sehr lange bekannt. Allerdings entspricht er nicht den "echten" außerkörperlichen Erfahrungen - es fehlte etwa das Gefühl, den Körper verlassen zu haben. Dennoch bringen solche Experimente etwa Licht in die Frage, wie Einheit zwischen dem gefühlten Selbst und den physikalischen Grenzen des eigenen Körpers überhaupt zustande kommt - und wieso wir sie manchmal voneinander trennen können. Interessant dabei ist, dass auch die Kenntnis des Versuchsaufbaus die Erzeugung dieser Illusionen nicht verhindern kann. Dass spricht dafür, dass das "Ich" kein Konstrukt des Bewusstseins ist, sondern im Unbewussten gebildet wird - was ja auch die neuere neurologische Forschung nahelegt.

Die "klassischen" außerkörperlichen Erfahrungen, bei denen man seinen Körper von oben sieht, oder gar von seinem Körper getrennt "Geistreisen" unternimmt, können damit bestenfalls ansatzweise erklärt werden.

Ich hatte bereits derartige Erfahrungen, die übrigens nicht immer so angenehm waren, wie sich oft in der Esoterik-Literatur beschrieben werden. (In einem Fall war das eine "entgleiste" schamanische Reise, bei der ich zusah, schnell wieder in Kontakt zu meinem Körper zu kommen, das erste Mal erlebte ich Jahre früher scheinbar völlig spontan.)
Das Interessante ist, dass die außerkörperlichen Erfahrungen nicht etwa "traumartig", irreal erscheinen, sondern "wirklicher als sinnliche Wahrnehmungen wirken - sozusagen hyperreal.

Der Psychiater Dr. Rick Strassman von der Universität von New Mexico verabreichte in einer fünfjährigen Versuchsreihe 60 Probanten intravenös das Halluzinogen DMT - einen Stoff, der übrigens in geringen Mengen auch im Körper selbst, von der Zirbeldrüse, gebildet wird.
Die Droge rieft tatsächlich außerkörperliche Erfahrungen hervor, allerdings seltener von den aus Nahtoderfahrungen bekannten Typus ("Tunnelreise";) oder dem Typus des "über dem Körper schwebenden Ichs", als von einem Typus, der den Erlebnissen entspricht, die von angeblichen "UFO-Entführungsopfern" berichtet werden.
Außerkörperliche Erfahrungen werden auch unter dem Einfluss anderer Halluzinogenen berichtet.

Wegen ihres "hyperrealen" Chrakters ist es außerordentlich schwierig, Menschen, die so etwas ein- oder mehrmals erlebt haben, davon zu überzeugen, dass sie irgend eine psychologische Projektion oder einen intensiven Wachtraum erlebt hätten.
Es gibt übrigens einen einfachen Test, mit dem sich unterscheiden lässt, ob eine außerkörperliche Wahrnehmung "echt" oder "nur eingebildet" ist: man legt auf eine hohes Regal, das von der liegenden Versuchsperson nicht eingesehen werden kann, eine Zettel mit einer kurzen Botschaft, die der Probant natürlich nicht kennen darf, mit der Schriftseite nach oben. Hat der Probant seinen Körper wirklich verlassen, müsste er den Text lesen können.

So, jetzt mache ich Schluss, will ja keine Abhandlung über außerkörperliche Erfahrungen schreiben. :hmmm:

Gruß,
Martin



"Ein Spießer ist jemand, der seine Unzulänglichkeit erkennt und sich darin wohlfühlt." Thomas Mann

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Kein neuer Beitrag Hjalmarr , 25.08.2007, 15:57 Beitrag #2   
Usergruppe: DagansVidhri
Registrierung: 20.08.2007, 19:49
 
 
Ich will ja nicht zum Mystiker werden :pfeif: , aber ich möchte gerne etwas von einem sehr guten Freund erzählen, der mir berichtete seinen Körper verlassen zu haben. Er ist 18, bodenständig, hat mit weder mit Esoterik, noch mit Spiritulität irgendwas zu tun und bezeichnet sich als atheistischen Materialist. Er ist Vegetarier, hört Bili Talent und fährt Skateboard. Also ein "ganz normaler" Teenager.
Er sagte mir er habe seinen Körper verlassen, sei in das Zimmer seiner Eltern gegangen, weil er von dort wohl Geräusche wahrnahm. Im Zimmer seiner Eltern war sein Vater, aber er war nicht mehr er selbst, sondern ein Zombie. Sein Zombie-Vater verfolgte ihn bis in den Schuppen in dem eine Kettensäge lag, mit der mein Kumpel seinen Vater umbrachte und wieder in seinen Körper "fuhr".
Er erzählte mir am darauf folgenden Tag von seinem Traum, der ihm unglaublich real schien und ich dachte mir nicht viel dabei.
Einen Tag später war sein Vater tot. Gestorben an einem Hirnschlag.

Soll das nun Zufall sein? Einbildung kann es nicht sein, da er mir ja zuvor davon erzählte. Mich hat das damals zum nachdenken gebracht.

Gruß, Jari



Außerhalb Midgards leben nur Tiere und Götter.


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Kein neuer Beitrag MartinM , 26.08.2007, 12:07 Beitrag #3   
Usergruppe: Hrafnsgaldr
Registrierung: 04.08.2007, 19:16
Homepage: http://martinm.twoday.net
 
 
Hallo Jari,

ich wüsste genau, was ich Dir antworten würde, wenn ich für die an sich sehr verdienstvolle GWUP (Gesellschaft für die wissenschaftliche Untersuchung parawissenschaftlicher Behauptungen) sprechen würde:
Wäre sein Vater nicht gestorben, dann hätte er das geträumte außerkörperliche Erlebnis als "Alptraum" abgetan und vergessen. Weil aber sein Vater starb, gewann ein an sich zufälliges Ereignis an Bedeutung.

Ich selbst mache es mir, nach einigen Erlebnissen, zu denen auch "präkognitive Träume" gehören, nicht mehr ganz so einfach. Allerdings halte ich es für grundsätzlich richtig, an solche Erlebnisse erst einmal skeptisch und pragmatisch-naturalistisch heranzugehen (so viel "Materialismus" wie möglich, so wenig Metaphysik wie nötig). Naturalismus "erdet", verhindert das Abdriften in verschwurbelte Spekulationswelten. Deshalb halte ich psychologische (bzw. neuro-psychologische) Experimente auch für so wichtig. Dass ich daneben auch Mystiker bin, macht es mir in einer gesellschaftlichen Umwelt, die stark vom "Entweder-Oder" Denken geprägt ist, nicht gerade einfach. Da halte ich es lieber mit dem ollen Sokrates, der noch das Dritte suchte, das die Gegensätze vereint, ohne sie aufzuheben. Schon der Schüler seines Schülers Platon, Aristoteles, formulierte dann den "Satz vom ausgeschlossenen Dritten", und seit Augustinus denkt das christliche Abendland vorzugsweise schwarz-weiß, ohne Grautöne.
(Erst die Aufklärung sorgte wieder für "Graustufen", und erst die moderne Physik zeigte wieder, dass die Welt bunt ist. Das hat sich aber noch nicht einmal bei allen Physikern herumgesprochen.)

Nachdenken ist immer gut. Hinterfragen auch. Vor allem um solche metaphysische Aussagen wie Kausalität und lineare Zeitabläufe geht. Wie schon Kant erkannte, sind die in unserem Denkapparat verortet, nicht in der "Welt da draußen".

Gruß:
Martin





"Ein Spießer ist jemand, der seine Unzulänglichkeit erkennt und sich darin wohlfühlt." Thomas Mann

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Kein neuer Beitrag Hjalmarr , 26.08.2007, 14:05 Beitrag #4   
Usergruppe: DagansVidhri
Registrierung: 20.08.2007, 19:49
 
 
Schon klar Martin,

beweisen tut es gar nichts und ich bin durchaus skeptisch.
Was mich nur so verdutzt, ist das man nicht alle Tage träumt seinen Vater als Zombie abzuschlachten - und dann genau eine Nacht vorher auf einmal... Das ist - finde ich - wenns nur ein Zufall war, dann schon ein krasser Zufall. Irgend etwas jetzt daraus zu schließen oder irgendwas zu beweisen, ist sicher nicht drin.

Gruß, Jari



Außerhalb Midgards leben nur Tiere und Götter.


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Kein neuer Beitrag alura , 29.04.2009, 17:38 Beitrag #5   
Usergruppe: Besucher
Registrierung: 29.04.2009, 16:50
 
 
Diese Vater-Sohn-Geschichte ließe sich auch anders erklären.

Viele Menschen nehmen mehr wahr als sie auswerten können. Manche riechen sogar, dass andere krank sind, oder es gerade werden. Wenige tun das bewußt, viele nur unbewußt.
Das Unterbewußtsein wäre demnach bereits über den schlechten Gesundheitszustand des Vaters informiert gewesen, das Bewußtsein noch nicht. Im Traum hat das Unterbewußtsein dem Sohn mitgeteilt, dass der Vater bereits dem Tod geweiht war. Der Kampf wäre dann symbolisch als Ablehnung dieser Information zu deuten.


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Kein neuer Beitrag GlasMost , 31.05.2009, 01:53 Beitrag #6   
Usergruppe: Besucher
Registrierung: 31.05.2009, 00:26
 
 
Ich hab mich vor Jahren mit giftigen Kräutern beschäftigt, und auch den einen oder anderen Selbstversuch gemacht. Stechapfelsamen führte bei mir zu einem sehr realen außerkörperlichen Erlebnis. Allerdings war dieses Erlebnis völlig sinn- und zwecklos, außer dass ich dadurch erfahren habe, dass man auch außerhalb seines Körpers bewusst sein kann.
Hat mich aber nicht wirklich weitergebracht...


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