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Thema: "Erntedank-Herbstäquinoktium" [ Seite 1 ]

Kein neuer Beitrag Felicitas , 22.09.2008, 14:20 Beitrag #1   
Usergruppe: Hrafnsgaldr
Registrierung: 07.09.2007, 09:42
 
 
Gestern war es also für mich mal wieder soweit.
Eins der schönsten Feste im Jahreslauf - Erntedank: Rein in den Wald, aber die Jeans anbehalten hab ich schon...*ggg*

Ein wenig wie Rotkäppchen kam ich mir schon vor, wie ich da so meinen Korb voll Gaben in den Wald getragen habe und mein herzallerliebster Gatte, ein nicht praktizierender Nichtheide ;-), mich nach einer Weile des Weges verließ, einen Spaziergang beginnend, und ich mit dem Wiehen, seinen Wesen und den Göttern alleine blieb.

Zwar hatte ich noch vor einer Woche in einem, kurzfristiger gehts kaum noch, Eintrag im AsatruaR-Netzwerk, dazu aufgerufen, doch mal gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen, aber sei's drum - es hat durchaus auch seine sehr intimen Seiten, nicht durch andere Menschen abgelenkt zu sein, resp. sich damit zumschlagen zu müssen, was die anderen wohl von einer denken mögen, wenn sie jetzt dies oder das das tut, sagt oder auch eben nicht.

Es war wunderschön und ich bin noch immer gefangen von den Eindrücken, die da mal wieder auf mich herabprasselten. :-)

Zum abschließenden Mahl mit lecker Kürbis- und Apfelkuchen, Chaitee und gutem Pils kam mein Liebster wieder hinzu (wir hatten eine Zeitspanne verabredet, nach der er kommen könne) und wir ließen es uns äußerst gut schmecken, genossen die letzten Feuerstrahlen zwischen den Gebüschen, bevor Frau Sonne zu ihrem Abstieg in die dunkle Hälfte des Jahres sich anschickte.
Außerdem schoss ich noch ein paar Fotos, um zb. auch Euch ein wenig teilhaben zu lassen.

Für alle die, die noch feiern werden, wünsche ich, dass es Euch mindestens genauso gelänge und uns allen Kraft für die dunkle und zu Teilen durchaus auch zehrende Zeit.




P.S: Übrigens: Rein astronomisch gerechnet überschreitet die Sonne den Himmelsäquator heute um 17:44 Uhr.

P.P.S.: @ der neue Sebastian: Dies ist eine Variante, dieses Fest zu feiern und irgendwie warst Du der Anlass, dass ich diesen Text hier auch poste. Aber lass Dich nicht irritieren - es gibt wirklich noch an die tausend andere Möglichkeiten hierfür... ;)


Mut ist, zu kämpfen. Auch wenn der Gegner übermächtig ist. (aktuelle Miserior-Kampagne)
---
Ganz unglücklich ist niemand, ist er gleich nicht gesund:
Einer hat an Söhnen Segen,
Einer an Freunden, einer an vielem Gut,
Einer an trefflichem Tun. (Havamal)

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Kein neuer Beitrag MartinM , 22.09.2008, 16:56 Beitrag #2   
Usergruppe: Hrafnsgaldr
Registrierung: 04.08.2007, 19:16
Homepage: http://martinm.twoday.net
 
 
So, jetzt ist der Herbst da!

Bei uns in Hamburg auch wettermäßig pünktlich. Gestern noch sonnig, heute kühl und Dauerregen. Auch das Laub vieler Bäume ist praktisch "über Nacht" streckenweise gelb geworden.

Rituale im Wald sind schön. Dieses Jahr habe ich es leider nicht geschafft, wohl, weil so etwas lleine nicht so viel Spaß bringt. Außerdem waren gestern für meinen Geschmack zu viele Spaziergänger unterwegs.

Aber Obstkuchen zum Herbstanfang muss sein!

Liebe Grüße,
MartinM


"Ein Spießer ist jemand, der seine Unzulänglichkeit erkennt und sich darin wohlfühlt." Thomas Mann

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Kein neuer Beitrag Donauweibchen , 22.09.2008, 19:34 Beitrag #3   
Usergruppe: DagansVidhri
Registrierung: 27.08.2007, 09:30
 
 
Hey, das ist ein total schönes Foto! Sieht ja wirklich aus, als ob du es bestens verbracht hast! Und so ein feiner Futterkorb!

Bei uns herbstelt es schon etliche Tage und zudem ist es wirklich ungemütlich kalt, grau, stürmisch und regnerisch. Heute Mittag hatte es 7 Grad… :motz:

Nicht grad unbedingt verlockendes Wetter, um draußen was zu machen. Bin dann trotzdem an die Dechantlacke, das ist ein großer Teich inmitten der Donauauen und hab dort ein bissl ritualisiert.
Mit dabei waren Äpfel, Met, Sturm, ein selbstgebackenes Brot in Bärentatzen-Form, Honig, Fichtenharz und ein paar getrockneten Ringelblumen, die ich schon seit Februar bewerkelt hatte.
Nach dem Ritual hab ich die eine Hälfte am Ufer deponiert, die zweite Hälfte hab ich auf einem Rindenboot auf Reise geschickt.

Auf der einen Seite jammere ich oft, dass ich niemanden zum Feiern hab, was widerrum an meiner Abneigung gegen Heiden-Hampelmann-Happenings oder irgendwelche Rituale ohne Energie (für mich persönlich) liegt. Der beste Ritualoutcome ist da für mich: Es ist nix passiert. Auf der anderen Seite mach ich mein Ding lieber allein als in schlechter, bzw. mir unpassender Gesellschaft.
So Feste wie Sommersonnenwende oder so dann alleine zu feiern, ist natürlich nicht der Brüller, aber ich hab mich jetzt mal - in Ermangelung besserer Alternativen - mit mir selber darauf geeinigt, dass ich einmal alleine Ritual mach und dann noch irgendeine nette Sozialaction dazu.
Aber ich tu was und das ist mir auch sehr wichtig, auch wenn ich mich selber oft am Riemen reißen muss. Ich mach meine Rituale regelmäßig, da ich so leichter im Jahresrad drinnen bleibe. Punktuelles Feiern lässt bei mir die Energie von einem Ritual schneller verpuffen, als wenn ich ein Jahr lang über kontinuierlich arbeite (ich leg mir da im Februar immer was zurecht).

Jahresfeste sind für mich Markensteine, wo ich die Energie einer Zeit feiere und in einem Ritual manifestiere (große Zauberactions mach ich da keine, dafür behalt ich mir die Mondfeste auf). Ich seh das immer so ein bisschen als das Zusammenfangen, Fokussieren und Erden einer Zeitqualität. Dann schau ich noch, was das Außen mit mir zu tun hat und danach stricke ich jeweils meine Rituale.

Die Herbsttagundnachtgleiche ist auch eines meiner Lieblingsfeste, im besten Fall kann ich mich nach einem guten Jahr dann wirklich zurücklehnen, mir den Bauch voll schlagen und die Füße gemütlich unterm Tisch ausstrecken. Und was bis zu diesem Datum bei mir nicht gemacht ist, wird dieses Jahr sowieso nix mehr.

Und es ist Zeit, Nüsschen zu sammeln und n i c h t zu vergessen wo sie versteckt sind :rule:

Upps, womit ich dieses halbe OT-Posting auch schon beende…


Auf jeden Fall wünsch ich allen ein gesegnetes Equinox, verbringt es gut - wie auch immer =) !

Lieben Gruß,
Brigh



Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen.
(A. de Saint Exupéry)


Dieser Beitrag wurde insgesamt 1 mal editiert. Das letzte mal 22.09.2008, 19:35 von Donauweibchen.


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Kein neuer Beitrag Grenzgängerin , 23.09.2008, 08:51 Beitrag #4   
Usergruppe: Hrafnsgaldr
Registrierung: 04.08.2007, 09:41
 
 
wunderschön!

dieses Jahr habe ich leide kein Erntedankfest gefeiert....ich war zu kaputt vom arbeiten (auf der arbeit und im neuen haus)...samhain wird dieses jahr wieder das erste fest sein....das ich im kleinen rahmen mit meinem mann feier....und dann jul...mit ganz vielen lieben leuten! ;)

lg, babs

allen wünsche ich eine goldene zeit....möget ihr nun eure früchte ernten, die ihr gesät habt!

lg


:kratz:

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Kein neuer Beitrag Felicitas , 24.09.2008, 12:52 Beitrag #5   
Usergruppe: Hrafnsgaldr
Registrierung: 07.09.2007, 09:42
 
 
Na, mit dem Wetter hatte ich eigentlich Glück. Es herbstelt hier zwar auch schon seit bald zwei Wochen, aber Tageshöchsttemperaturen im zweistelligen Bereich hatten wir schon und bis Sonntag wars auch vorwiegend trocken.

Heiden-Klüngel-Hampelmann-Vereinigungen :D mag ich übrigens auch nicht. ;-) Da feiere ich auch lieber alleine.
Allerdings habe ich dankenswerterweise bisher zwar zweimal einer Feier in der Gruppe beigewohnt, aber die Hampelmann-Veranstaltung war nicht dabei.
Ansonsten halte ich es, wie es kommt: alleine, mit FreundInnen - auch unterschiedlicher paganer Ausrichtungen, zuhause im Garten, in Wald, Moor und auf weiter Flur...
Selbst aufem Campingplatz und in Anwesenheit meiner nichtheidnischen, aber sehr offenen, toleranten Schwester habe ich schon das Schnitter- und Kräuterweihfestes (1.August) begangen. Von den Umständen abhängig machen - das wärs ja noch!

Da ich nicht so arg - schon gar nicht auf solchen Festtagen - auf Zeremonialmagie und erst recht nicht auf die Aufteilung der Welt in Spirituelles und Profanes stehe, ich meine Götters nicht nur in Ritualen wahrnehme, es mir vor allem um ein Teilen, Austauschen, Stärken, Wiedereinbinden und Innehalten geht und die ganze Angelegenheit auf jeden Fall auch Freude machen soll, seh ich das vergleichsweise wahrscheinlich auch alles nicht ganz so eng wie andere.

Fakt ist allerdings, dass mir das Praktizieren der Jahreslaufriten ein inneres Bedürfnis geworden ist.

Zaubern tu ich - wenn - dann eher aus konkretem Anlass. Das ist für mich irgendwie sogar direkt ein eigenes Paar Schuhe. Gehört nicht auf ein Jahresfest. Vielleicht mal einen Gegenstand weihen - ja. Dank, Bitten und Zusagen, wie den meisten hier sicherlich von Sumbeln bekannt - natürlich auch ja. Aber ansonsten?? :-/ - irgendwie nicht.

Fakt ist außerdem, dass Gemeinschaft an sich - wenn wie gesagt auch nicht um jeden Preis - auch was Feines sein kann. Und zwar noch gar nicht mal wegen des Rituals im engeren Sinne, sondern der vielen, schönen, sozialen Dinge, die mensch dann außerdem noch tun kann.
Guck Dir vergleichsweise doch nur mal die restchristliche Mehrheitsgesellschaft und ihren Kult ums Weihnachtsfest an: Um den eigentlichen Anlass - die Geburt des Gottesohnes - dreht es sich doch nur noch bei den allerwenigsten. Viel vordergründiger sind da doch die Dekorations- und Vorbereitungs- Geschenkeaustausch-, Festmahlsriten, das ganze kuschelige Familienfest und die Atmosphäre drumherum, Die machen doch Weihnachten erst zu dem, was es für viele ist und worauf sie sich bald Monate vorher schon drauf freuen. Auch wenn durch den ebenfalls alljährlich wiederkehrenden Konsumterror vielen diese Vorfreude bereits gründlich ausgetrieben worden ist, leider.. - aber eigentlich eben.

Und eben genau deswegen hätte ich auch nix dagegen, mich mit netten Leuten aus meinem geographischen Umfeld zusammenzutun - zumindestest so zwei oder drei Mal im Jahr. Aber um jeden Preis? - nee danke!




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Einer an Freunden, einer an vielem Gut,
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Kein neuer Beitrag Lifthrasir , 03.10.2008, 16:57 Beitrag #6   
Usergruppe: Besucher
Registrierung: 10.12.2007, 21:05
 
 
Danke für das Bild und den Bericht.

Gut hingekriegt :)


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