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Ich hoffe , ich bin mit dem Thema hier richtig? (Falls nicht , einfach verschieben)
Hat jamand von euch Infos zu Axel Brücks schamanischen Ansichten und Lehren? Er schrieb ja zahlreiche Bücher , leider alle im ver-kehrten Ver-lag.
Besten Dank im Voraus Richard
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Hm. Ich habe ein Buch von ihm über "schamanische Musik und die Kraft der Klänge", in dem ich einige Passagen so ein bißchen kritikabel finde - nebst seinen Ansichten über schamanische Trance, die man glauben kann oder auch nicht... Ich schreibe das heute abend mal raus, wenn ich daheim bin und es griffbereit habe.
For “unheard of” means only it’s undreamed of yet; “Impossible” means not yet done. (Julia Ecklar, "Ladyhawke!" )
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So, jetzt bin ich zuhause, hab das Buch vor mir, und da habe ich die Passage, die mir aufstößt:
Zitat: Unsere Vorfahren verfügten zu der Zeit, als der Schamanismus noch eine ungeborchene Tradition war, über ein vollständiges Instrumentarium schamanischer Musikinstrumente. Wenn auch nichts dagegen spricht, Anleihen bei anderen Völkern zu machen, so sollte man diese Anleihen doch auf das Nötigste beschränken und auch nur mit Respekt und ausdrücklicher Erlaubnis der "Leihgeber" machen. [...] Wir haben die größte Affinität zu Kräften, die im weitesten Sinne zu unserem Herkunftsort gehören und jeder Schamane ist dort am stärksten oder hat dort den unmittelbarsten Zugang zu den Kräften und Wesen der Welt, wo er selbst geboren worden ist. Auch die Kräfte seiner Ahnenreihe werden nur in einem Kontext wirksam, der seiner eigenen Vergangenheit entspringt.[...] Ich halte das weder für Deutsch- noch für Volkstümelei und auch nicht für chauvinistischen Nationalismus. Auch ein Kosmopolit hat eine Heimat oder zumindest einen Geburtsort, und was er ist, ist er zum großen Teil Kraft dieses Ortes (und Kraft der Ahnenreihe, in die er geboren wurde). (Axel Brück: Schamanische Ritualmusik und die Kraft der Klänge, Engerda : Arun 2005, S.111-12)
Gerade das mit der Bindung an den Geburtsort würde ich mal anzweifeln wollen. Was ist dann mit Nomaden? Darüber hinaus wirft das alle Fragen einer so latent ethnopluralistischen Argumentation auf - was ist etwa mit schwarzen Amerikanern, können die keine Schamanen sein? Was ist mit Native Americans, deren Vorfahren im 19. Jh. (Stichwort Trail of Tears) deportiert wurden? Was ist mit Menschen, deren Ahnenreihen von verschiedenen Kontinenten kommen?
Von Brücks Ansinnen, Rainfarn als Äquivalent von Salbei zu verwenden, bin ich auch nicht so überzeugt: Rainfarn ist nicht ganz ungiftig.
Also, im großen Ganzen hinterläßt das schon einen sehr zwiespältigen Geschmack bei mir... Ich hätte das Buch nicht gekauft, wenn es mir nicht eine Freundin zum Freundschaftspreis gegeben hätte.
LG
thursa
For “unheard of” means only it’s undreamed of yet; “Impossible” means not yet done. (Julia Ecklar, "Ladyhawke!" )
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Londo , 03.07.2010, 04:29
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Beitrag #4
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Hi Thursa,
laut Herrn Brück könnte praktisch kein heutiger Amerikaner Schamane sein, denn die meisten (egal welcher Hautfarbe) sind Nachkommen von Einwanderern, somit haben ihre Ahnen nicht in Amerika gelebt.
Vollends absurd wird Herrn Brücks Geburtsorts-Vorstellung bei Menschen, die auf einem Schiff, in einem Rettungswagen oder in einem Flugzeug geboren wurden. Was zählt da: das Stück Land/Ozean, das das Fahrzeug im Moment der Geburt überflogen/durchquert hat? Oder das Schiff bzw. Flugzeug selbst? Falls letzteres stimmt: welche schamanistischen Kräfte gehören zu einem Flugzeug? Und was mache ich, wenn mein Geburtsfahrzeug zwischenzeitlich verschrottet wurde? 
Liebe Grüße,
Volkmar
Hasatru mit rosa Hasenkostüm
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Hallo camilla,
dieser Brück trifft da grundsätzlich keine Aussagen über den Schamanismus als solchen - sondern stülpt ihm seine eigene Weltanschuung über und verkauft das (wortwörtlich) als eine allgemeingültige Wahrheit. Wär für mich schon Grund genug, das Buch zu kompostieren.
Lieben Gruß Kai
Edit: Wobei ich ihm zumindest zugestehen würde, dass jemand, der sich (naheliegenderweise) in erster Linie mit den Wesenheiten seines Wohnortes auseinandergesetzt hat, in einem vollkommen anderen Erdteil, womöglich erstmal neu "orientieren" müsste, meinem Empfinden nach. In Südamerika etwa, gibt´s vielleicht keine Eichen, Holunder, Füchse oder Rotmilane etc. - dafür eben andere Wesen und womöglich eigene Traditionen, wie z.B. den kulturellen Stellenwert der Ayahuasca. Aber das wäre lediglich ein Aufwand an Zeit - und vielleicht einem guten Lehrer, was überliefertes Wissen angeht. Ein grundsätzliches Problem kann ich da nicht erkennen - wer Kontakt zu den Geistern u/o Göttern aufnehmen kann - der kann es eben, egal wo er/sie sich befindet. Und meine Ahnen haben auch irgendwann zum ersten mal auf deutschem, bzw. finnischem Boden gestanden - ob sie nun schamanische Tradition u/o Techniken im Gepäck hatten, oder nicht....
Mieleni minun tekevi, aivoni ajattelevi lähteäni laulamahan, saa'ani sanelemahan, sukuvirttä suoltamahan, lajivirttä laulamahan. Sanat suussani sulavat, puhe'et putoelevat, kielelleni kerkiävät. (Kalevala)
Dieser Beitrag wurde insgesamt 1 mal editiert. Das letzte mal 03.07.2010, 10:28 von Sturmauge.
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Jepp, sein Wahrheitsanspruch gefällt mir sowieso nicht so wirklich. Auf jeden Fall scheint mir der Inhalt dessen, was er schreibt, zum Verlag zu passen.
Sturmauge hat folgendes geschrieben: Edit: Wobei ich ihm zumindest zugestehen würde, dass jemand, der sich (naheliegenderweise) in erster Linie mit den Wesenheiten seines Wohnortes auseinandergesetzt hat, in einem vollkommen anderen Erdteil, womöglich erstmal neu "orientieren" müsste, meinem Empfinden nach.
Ich hab mich auch schon gefragt: das Asatrú, das ich hier in Berlin praktiziere - das würde sich wahrscheinlich leicht verändern, wenn ich auch nur nach Süddeutschland zöge - zum Teil wohl, weil ich es mit neuen Leuten zu tun hätte, zum Teil, weil die Geister dort andere sind. Und wenns mich jetzt, um einen ganz exotischen Ort rauszupicken, nach Japan verschlüge, dann würde ich mich genötigt sehen, mich mit den dortigen Geistern und Gottheiten zu befassen und mit ihnen gleichfalls gut zu stellen. Ein Bekannter von mir war (wir haben inzwischen keinen Kontakt mehr) Anhänger der religio romana und sagte sinngemäß: Naja, natürlich sind die römischen Götter für mich die wichtigeren, aber weil ich hier quasi "auf ihrem Territorium" bin, Ich halte es für durchaus möglich, daß eine auch naturbezogene Spiritualität ortsspezifische Elemente haben kann. Aber mit Genen, Blut und physischen Vorfahren hat das nichts zu tun.
LG
thursa
For “unheard of” means only it’s undreamed of yet; “Impossible” means not yet done. (Julia Ecklar, "Ladyhawke!" )
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Besten Dank Thursa, Kai und Volkmar!
Der Beigeschmack wird auf der Zunge spürbar ...(würg)
Wirklich nicht leicht für mich "passende" Literatur zum Thema Schamanimus zu finden. Kennt jemand von euch, Asatrukompatibles hierzu?
LG Richard
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Hallo Richard,
wonach konkret(er) suchst Du denn innerhalb des Themas Schamanismus ?
Grundsätzlich ist er ganz hervorragend mt Asatru kombinierbar - man sollte nur ein Auge darauf haben, was an Schilderungen in den Büchern spezifisch kulturelle Eigenarten widerspiegelt.
Und letztlich gilt beim Schamanismus ohnehin: "Learning by doing" 
Grüße Kai
Mieleni minun tekevi, aivoni ajattelevi lähteäni laulamahan, saa'ani sanelemahan, sukuvirttä suoltamahan, lajivirttä laulamahan. Sanat suussani sulavat, puhe'et putoelevat, kielelleni kerkiävät. (Kalevala)
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Hallo Kai
konkret suche ich eigentlich, für mich geeignete Wege der "Anderweltreisen", und dabei habe ich echt einen Heiden-respekt davor muß ich gestehen. D.h. ich bin mir der Gefahren (v.a. die Psyche betreffend) sehr bewußt. Darum erstmal ein achtsames rantasten an "Ratgebern" in Form von Literatur. "Learning by doing" klar ! Do ich doch scho soo lang tun ey! Aber manchmal braucht man dann doch wieder Reize, Hilfe o. Anregeung von Außen um ein Stück weiter zu kommen. Jou, so gehts mir z.ZT.
Gruß Richard
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wenns ums reisen geht, dann doch einfach ganz normal reisen lernen, ohne jeglichen kulturellen hintergrund. den bringt man doch eh selbst mit ein. bei jemanden lernen, weil man meint, der hätte denselben "glaubenshintergrund" und kann einem aber praktisch nix beibringen wär genauso hinderlich. axel brück ist da ein gutes beispiel, hatte ich doch jemanden bei mir, der bei ihm einen "reiseworkshop" gemacht hatte. o-ton: ein wochenende lang geschichten, was hr. brück so macht, für die teilnehmer genau eine reise. höm ... dafür haben die bezahlt. er hats dann bei mir gelernt... ganz ohne dogma, nur die praxis. ein wochenende mit 12 reisen .. dann sass das. so geht das normalerweise.
grützli lucia
***Spirit and Art*** Schamanische Kraft eingewebt in Bilder Öfter reinschauen lohnt sich. Es gibt immer wieder mal neue Bilder
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wer "solide"schamanische arbeit leistet, ist die foundation for shamanic studies of europe, haben öfters schamanen aus der ganzen welt als lehrer,hab ein paar seminare besucht,finde ich empfehlenswert. http://www.shamanicstudies.net/
oder bei lucia ,interessante bücherliste auf ihrer homepage
Nach den Worten der Ahnen soll man seine Entscheidung innerhalb von sieben Atemzügen treffen. Wichtig dabei ist ,das man die Entschlossenheit und die innere Stärke besitzt zur Anderen Seite durchzubrechen...
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Hallo Richard, also Jenny Blain schreibt in ihrem Buch "Nine Worlds of Seid Magic: Ecstasy and Neo-Shamanism in North-European Paganism" einige interessante Ansätze. Ist allerdings kein Anleitungsbuch, das muss man gleich dazu sagen. Mich hats fürs Reisen allerdings inspiriert.
Der frühe Vogel scheißt den Kern
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Vielen herzlichen Dank für die Mühen, Worte und Adressen kurz: - Geistesfutter zum Thema für mich!
na da werd ich mich gleich mal ranmachen...freu 
herzliche Grüße Richard
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thursa hat folgendes geschrieben:
Ich hab mich auch schon gefragt: das Asatrú, das ich hier in Berlin praktiziere - das würde sich wahrscheinlich leicht verändern, wenn ich auch nur nach Süddeutschland zöge - zum Teil wohl, weil ich es mit neuen Leuten zu tun hätte, zum Teil, weil die Geister dort andere sind. Und wenns mich jetzt, um einen ganz exotischen Ort rauszupicken, nach Japan verschlüge, dann würde ich mich genötigt sehen, mich mit den dortigen Geistern und Gottheiten zu befassen und mit ihnen gleichfalls gut zu stellen. Ein Bekannter von mir war (wir haben inzwischen keinen Kontakt mehr) Anhänger der religio romana und sagte sinngemäß: Naja, natürlich sind die römischen Götter für mich die wichtigeren, aber weil ich hier quasi "auf ihrem Territorium" bin, Ich halte es für durchaus möglich, daß eine auch naturbezogene Spiritualität ortsspezifische Elemente haben kann. Aber mit Genen, Blut und physischen Vorfahren hat das nichts zu tun.
Hallo Thursa, das kommt darauf an, in wie weit du und die jeweiligen Leute "offen", "fähig" und vorallen, wahrnehmungs bereit und wahrnehmungsfähig seit. Ausserdem, kommt es darauf an, mit welchen Energien und Welten man arbeitet. Arbeite ich mit Erd-Energie, schlagen die jeweiligen ortsspezifische Elemente natürlich durch, egal, ob ich sie nun sehe/wahrnehme oder nicht. Arbeite ich mit persönlichen Energien, kommen auch die eigenen Gene, Blut und physischen Vorfahren zu tragen. - Das hat nun nichts mit brauen Thesen zu tun. Die Gene, Familie und die Orte wo man lebt, gelebt hat, prägen einen nun mal. Um Berlin sollten slavische Gottheiten sehr präsent sein. Wobei bei mir, in den 2 mal die ich in Berlin war, eher die aktuelleren Geister präsenter waren, als die älteren. In Bayern ist ein Mix von Urgottheiten, keltische, germanische, slawische, römische, ägyptische usw. Und in anderen Orten. Es kommt darauf an, man kann willkommen sein bis hin zur Ablehnung. Gruss Hekate P.S. Sorry für das - Abgleiten.
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