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Naja, ich finde ihn zwar interessant, da er die Thematik aus öhm "humanistischer Sicht" gut umreisst und die Beziehung zwischen MA-Märkten und Krichen aufzeigt. In anderen Zeitungsartikeln wird immer nur sehr oberflächlich vom Ereignis berichtet oder einfach positiv oder negativ die Szene in Hinblick auf Historizität gecheckt.
Die Kernaussagen im Artikel sind ja:
Oft schlecht recherchiert, historisch mangelhaft bzw. "unauthentisch"! Mischung aus pseudomittelalterlichem Volksfest, Mittelalter-Karneval und rockigem Musikfestival! Zu einem Großteil esoterisch durchsetzt!
Dann sieht der Autor m.E. aber in diesem sehr nüchternen Urteil Chancen, denn einerseits könnten Besucher und Teilnehmer Interesse an Geschichte bekommen und andererseits sieht er in diesem Mittelaltermarkt-Paganismus Möglichkeiten für Menschen die nach Abkehr von den Amtskirchen eben doch noch etwas Spiritualität in ihrem Leben brauchen / wollen.
Dass diese Möglichkeiten aber eigentlich den Mittelaltermarkt nicht brauchen, dass Paganismus eigentlich damit nur indirekt zutun hat, zeigt er nicht auf.
Es ist befremdent, dass ich die antichristlichsten Gesinnungen überhaupt auf MA-Spektakel getroffen habe, viel christenfeindlicher als der gemeine Metaller/Rocker (meiner Wahrnehmung nach). Und dass Paganismus nicht gleich nach rechts gestellt wird, ist schon toll, aber gerade auf MA-Märkten kursieren die seltsamsten Sachen. Wobei man einem Teil der Szene leider - neben einem falschen bzw. naiven bzw. verzerrten Geschichtsbild - Realitätsverlust zuschreiben muss. In diesem Teil der "Szene" kursieren oft romantische Vorstellungen von einer guten alten Zeit die es so nie gab.
Gruß, Jari
Außerhalb Midgards leben nur Tiere und Götter.
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