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DagansVidhri |
| Registrierung: |
04.08.2007, 07:34 |
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So hieß eine Sendung, die heute früh in Bayern 2 (Radio Wissen) lief und netterweise zum Download zur Verfügung gestellt wird.
Ein paar weitere Infos dazu stehen hier.
Viel Spaß wünscht die Krähe 
"Das Leben schrumpft oder dehnt sich aus, proportional zum eigenen Mut." Anaïs Nin
Dieser Beitrag wurde insgesamt 1 mal editiert. Das letzte mal 30.09.2009, 10:35 von Die Krähe.
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Zwar (für uns) wohl nichts Neues, aber knapp, eingängig, gelungen. Ich könnte die Sendung durchaus kritisch hinterfragen, beispielsweise führt ein spirituelles Weltbild, in dem alle Dinge beseelt sind, nicht automatisch zum ökologisch nachhaltigem Handeln. Aber für ein differenzierte Darstellung ist eine 21-minütige Sendung einfach zu knapp. Immerhin: kein Unsinn, was auch im öffentlich-rechtlichen Hörfunk keine Selbstverständlichkeit ist.
Besonders gelungen finde ich übrigens diese Formulierung: "Der Begriff Naturreligion sag eher etwas über den aus, der ihn verwendet, und lokalisiert diese Person im 19. Jahrhundert und im Wissenschaftsverständnis dieser Zeit."
Eine gewisse Schwierigkeit habe ich damit, dass in der Sendung später auf einen anderen Begriff von "Naturreligion" ausgegangen wird, ohne ihn klar vom Wissenschaftverständnis des 19. Jahrhunderts abzugrenzen: die Naturverehrung der Romantiker, Wandervögel und Hippies gingen ja eher auf den lateinischen Begriff einer "natürlichen Religion", religio naturalis, als auf die geistige Schublade "Naturreligion" (gedacht als Gegensatz zur "Hochreligion" zurück. Im Begriff der natürlichen Religion kommt die naturgegebene Möglichkeit des Menschen zum Ausdruck, unabhängig von den "göttlichen Offenbarungen" privilegierter Propheten zur "Gotterkenntnis" bzw. zur spirituellen Einsichten zu gelangen. Der Tuva-Schamane, der sich in der Sendung äußert, hat sehr gut beschrieben, wie er zum Stein wird, wenn er auf einem Stein sitzt, oder zu Gras wird, wenn er durch die Steppe geht - die (beseelte) Welt als spirituelle Inspiration. "Naturreligion" ist also einmal ein gelehrter Euphemismus des 19. Jahrhunderts für "primitive Wilde" und "rückständigen heidnischen Aberglauben" - und andererseits Bezeichnung für eine "diesseitige", aus der Natur inspirierten, Spiritualität.
Aber vielleicht fällt mir das nur auf, weil ich mir seit Jahren entschieden eigene Gedanken zu diesem Thema mache 
Gute Sendung! MartinM
"Ein Spießer ist jemand, der seine Unzulänglichkeit erkennt und sich darin wohlfühlt." Thomas Mann
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Vielen Dank für die Links! Momentan beteilige ich mich für einen Umweltschutzkongress an der Erarbeitung eines Workshop über Schamanismus und europäische Naturreligion. Selbstverständlich auch mit kritischer Betrachtung der Sache. Hat mir sehr viel Zeit und Anregungssuche gespart 
Besinnliche Rauhnächte an alle!
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