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Moin, normalerweise halte ich nichts von Aktionen, bei denen Menschen öffentlich denunziert werden. Dennoch halte ich - weil offensichtlich andere Mittel nicht helfen - die "Operation Ragnarök" für angemessen. Nicht, weil der "Zweck die Mittel heiligen" würde. Die Methode ist im Grunde genommen schmutzig. Wenn man sich allerdings die Methoden der Neonazis ansieht, für die die Ausübung brutaler Gewalt als "ehrliches Mittel" der politischen Auseinandersetzung gilt (so sinngemäß der Hamburger NPD-Chef und Nazitru Jürgen Rieger), bin ich der Ansicht, dass man sich ruhig mal die Hände ein wenig schmutzig machen kann. Damit die Köpfe morgen nicht blutig werden.
Zitat: Um Nazis angreifbar zu machen ist es notwendig sie zuerst einmal aus ihrer scheinbaren Anonymität herauszuziehen und offen aufzuzeigen, was sie sind und wofür sie stehen: Faschisten, denen jedes Mittel recht ist um ihre rassistischen, antisemitischen, schlicht menschenverachtenden Übermenschenfantasien durchzusetzen. Ein Schritt hierzu ist es, Nazis in ihrem persönlichen Umfeld zu outen und ihren Nachbarn klarzumachen, wer ihnen da tagein, tagaus über den Weg läuft.
"Operation Ragnarök":2Nazikader in HH geoutet (indymedia)
http://www.selbermachen.tk/
Liebe Grüße (Auch an die hier mitlesenden Nazitrus - ja, ich weiß, dass es Euch gibt! )
MartinM
»Wer nicht zu sagen wagt, was er denkt, ist ein Sklave.« Sophokles
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Noch ein Nachtrag: Die beiden "geouteten" NPDler treten auch öffentlich als solche in Erscheinung, d. H. "Operation Ragnarök" verrät keine persönlichen Geheimnisse.
MM
»Wer nicht zu sagen wagt, was er denkt, ist ein Sklave.« Sophokles
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Hallo,
ich muss ganz ehrlich sagen, ich finde die Aktion samt Methode in keinster Weise schmutzig, auch halte ich dies nicht für "Denunziation" im landläufig verstandenen Sinne. Hier wird das braune Gesocks ja auch nicht an eine Autorität, bzw. Behörde gemeldet. Ich würde es viel eher als eine "Dar- bzw. Offenlegung" verstanden wissen, gepaart mit Information und Aufklärung des jeweiligen Umfeldes. Und nur das ist es, dass einen direkten Einfluss drauf nehmen kann.
Ich halte solche Aktionen für absolut begrüßenswert und denke, dass gerade durch so etwas, was sich auf Mikroebene abspielt, durchaus gute Erfolge erzielt werden können, zumal es direkt wirken kann.
Bravo!
Liebe Grüße, Brigh
Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen. (A. de Saint Exupéry)
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Hallo, ich habe schwere Bedenken bei solch "Offenlegungen". Vor allem weil nicht gewährt ist, dass das nicht "erweitert" wird, um "mal Nägel mit Köpfen" zu machen. Gibt doch auch genug Fälle von "Sexualstraftätern" in den USA, die Verurteilt wurden wegen irgendwelchen 18-U18-Geschichten, die sich durch Hetz-Websites, sogar mit Anschlägen auf ihr Leben konfrontiert sahen. Was wenn diese Methode erweitert wird, was wenn irgendwann Asatruar, Viking Metal-Fans, Reenactors, Folk-Bands, Volkstanzgruppen, Rocker oder Oi!Skins sich auf irgendwelchen Seiten irgendwelcher selbsternannten Nazijäger wiederfinden. Was wenn solche Abwandlungen auf andere Problemgruppen ausgweitet werden. Vielleicht bin ich paranoid, aber ich halte Rufschädigung für nicht akzeptabel. Ich habe immer die Bedenken, dass irgendwann ein Nicht-Nazi in solch ein Projekt "mitreinrutscht". Was Leute angeht die sowieso als Neonazis auftreten oder rechtsexteme Politik betreiben, ist das ja zu vertreten, denn die haben ihren Ruf sowieso schon selbst geschädigt. Sorry, aber ich kann halt nicht absehen wie weit das geht... Gruß, Jari
Außerhalb Midgards leben nur Tiere und Götter.
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Hjalmarr hat folgendes geschrieben: Vielleicht bin ich paranoid, aber ich halte Rufschädigung für nicht akzeptabel. Ich habe immer die Bedenken, dass irgendwann ein Nicht-Nazi in solch ein Projekt "mitreinrutscht". Was Leute angeht die sowieso als Neonazis auftreten oder rechtsexteme Politik betreiben, ist das ja zu vertreten, denn die haben ihren Ruf sowieso schon selbst geschädigt.
Huhu Jari,
geb ich dir schon Recht damit, ich hatte mein Posting auch auf jene Personengruppe bezogen, die im Artikel erwähnt wird, nämlich als sich öffentlich dazu bekennende und agierende Neonazis. Von irgendwelchen - vielleicht auch auf nur teilweise oder unbedgründeten Verdächten beruhenden - Blindlings- und Enthüllungsaktionen halte ich auch nichts.
Natürlich bleibt immer zu hoffen, dass die jeweiligen Aktionisten die Sachlage realistisch und objektiv einschätzen können.
Liebe Grüße, Brigh
Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen. (A. de Saint Exupéry)
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Hier stimme ich Jari zu. Auch: Mit welcher Härte und (Selbs-t)gerechtigkeit wollen "wir" uns denn über andere stellen, dass wir ausserhalb jeglicher Rechtslage und der Ausschöpfung rechtstaatlicher Mittel, uns willkürlich zu Richtern und Vollstreckern gleichermaßen erheben? Ich meine, ich habe nichts dagegen, Menschen, die sich ganz konkret verwerflich verhalten auch ganz konkret darauf aufmerksam zu machen, auch persönlich und auch so, dass andere das mitbekommen, wenn gar nichts mehr anderes geht. Aber Menschen dauerhaft und generell und umfassend an den Pranger zu stellen, sie gar per Losentscheid auszusuchen, weil sie eine Gesinnung haben, die mir - in der Tat - nicht gefällt, finde ich gelinde gesagt "nur falsch", und persönlich empfunden, emotional, nur gruselig. What next?????????
Liebe Grüße Carola
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Zitat: Natürlich bleibt immer zu hoffen, dass die jeweiligen Aktionisten die Sachlage realistisch und objektiv einschätzen können. I hope so ... @Carola: mich grußelts dabei auch, obwohl es um Nazis geht. Grüße, Jari
Außerhalb Midgards leben nur Tiere und Götter.
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Bei uns würde sowas nichts bringen. Die Gestalten treten immer öffentlich auf. Unser ehemaliges NPD Leichsenring (hat sich totgefahren...) trat immer mit Bodyguards auf, die Mitglieder der Skinhead Sächsische Schweiz waren. Das unglaubliche daran ist, wie die bei vielen älteren Leuten geduldet werden, oder sogar befürwortet. (Zucht und Ordnung und dergleichen...)
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@Koboldmaki: ja, die Neonazi-Strukturen in der Sächsischen Schweiz sind noch mal ein Fall für sich. Im Harzumland soll es auch so schlimm sein.
Es ist ja auch eher eine auf die Verhältnisse in großen Städte zugeschnittene Antifa-Taktik. In einer Großstadt wie Hamburg kann auch ein aktiver NPDler (wenn er nicht gerade Jürgen Rieger heißt) bequem in die Anonymität abtauchen und in scheinbar ganz anderen Umfeldern aktiv werden bzw. sie unterwandern - z. B. ist das in einigen Bürgerinitiativen passiert. Auch wurde vor einiger Zeit hier in der Gegend ein Ladengeschäft von einem aktiven Neonazi angemietet, der arin ein Geschäft für Naziklamotten und Krawallbedarf aufmachte. Der Vermieter hätte nach eigener, durchaus glaubwürdiger, Angabe nicht vermieten, wenn ihn bekannt gewesen wäre, dass der charmant wirkende, gepflegte sportliche junge Mann eine wichtige Figur bei den brutalen Schlägern der "freien Kameradschaften" ist. 
MM
»Wer nicht zu sagen wagt, was er denkt, ist ein Sklave.« Sophokles
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in dem beispiel sehe ich nur zwei kader, diese agieren in beiden fällen in öffentlichen ämtern ihrer partei sie der breiten masse der nachbarschaft vorzustellen, wüsste ich jetzt kein gesetz was dagegen spricht..
und bei dem ersten der beiden könnte ich mir gut vorstellen, das er auch cd´s vor schulen verteilt..
immer nur nach einem staatlichem eingreifen zu schreien, bei einem einäugigen inneminister halte ich für etwas naiv, verantwortung muss ein jeder mensch übernehmen,das unsere welt schön bleibt
lg frank
Nach den Worten der Ahnen soll man seine Entscheidung innerhalb von sieben Atemzügen treffen. Wichtig dabei ist ,das man die Entschlossenheit und die innere Stärke besitzt zur Anderen Seite durchzubrechen...
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Gibt auch noch nen alljährlichen Antifa-Tag an dem Nazi-Kriegsverbrecher geoutet werden deutschlandweit. Also solche, die schon in Italien oder woanders in abwesenheit verurteilt wurden, die aber von der BRD net ausgeliefert werden...
Da wundert man sich immer, wie viele davon noch unerkannt in der BRD leben.
Jan
Den jungen Menschen sage ich: seht Euch um, dann werdet Ihr die Themen finden, für die Empörung sich lohnt - Ihr werdet auf konkrete Situationen stossen, die Euch veranlassen, Euch gemeinsam mit anderen zu engagieren. Suchet, und Ihr werdet finden ! Stéphane Hessel
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Hallo,
meine Meinung dazu ist zwiespältig. Wenn Nazis "geoutet" werden, die sich öffentlich dazu bekennen (wie etwa die zwei aus dem Beispiel), dann halte ich die Vorgehensweise für zwar grenzwertig, aber gerechtfertigt angesichts der Gefahren, die von Nazis ausgehen. Ansonsten sollte man damit vorsichtig sein. Insbesondere muss im Vorfeld sehr genau geprüft werden, inwiefern derjenige, der "offengelegt" werden soll, wirklich zum o.g. Personenkreis dazugehört, eben damit nicht - wie von Jari befürchtet - Unschuldige sich plötzlich auf den Seiten selbst ernannter "Nazijäger" wiederfinden. Im Extremfall könnte eine solche Vorgehensweise nämlich in einen "Antifa-MyCarthyismus" ausarten, und das wäre letzten Endes nicht besser als die Vorgehenweise der Rechten.
Soviel meine 2 Cents zum Thema.
Liebe Grüße,
Volkmar
Hasatru mit rosa Hasenkostüm
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Tatsächlich scheint dieses Konzept wirksam zu sein:
Zitat: Was Outing für Nazikader bedeuten kann, erfuhr Försterling am eigenen Leib, er verlor vor ein paar Jahren seinen Job. Die Öffentlichmachung von führenden Neonazis, verunsichere diese, schädige sie finanziell, und hindere sie auch in ihrer politischen Arbeit.
http://de.indymedia.org/2009/09/261696.shtml
MM
»Wer nicht zu sagen wagt, was er denkt, ist ein Sklave.« Sophokles
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