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Also... ich schleppe dieses Projekt ja lange schon mit mir rum (ein, zwei Jahre sind es, wenn nicht länger). Aber nach einigem Zögern und Zaudern (schwer eingrenzbares Thema, eigene treibsandartige Betroffenheiten, wenig Zeit, Zweifel an der Notwendigkeit, Zweifel, ob es denn nicht wirklich genug Literatur in dem Bereich gibt), aber auch einigen Ermutigungen auch von seiten von Aettlingen nimmt das Vorhaben Gestalt an. Und ich meine, da einen gangbaren Weg auf meiner Landkarte ausgetüftelt zu haben. Wie es im Gelände dann tatsächlich aussieht, wird sich zeigen und hängt auch davon ab, wer mitmacht. Denn: ich habe mich entschieden, dieses Buch nicht als alleinige Autorin, sondern als Herausgeberin zu gestalten.
Ich rechne nicht damit, daß hier viele queere Gestalten rumspringen, Ihr könnt mir aber trotzdem helfen. Vielleicht hat ja jemand von Euch einen Tip, wie und wo ich noch interessante Menschen kennenlernen, die zu diesem Anliegen passen, oder kennt jemanden, der jemanden kennt, der wieder jemanden kennt, oder andere hilfreiche Ideen zum Thema...
Ich fullquote mal meinen eigenen Artikel, damit Ihr ein wenig genauer wißt, worum es geht:
Zitat: Call for Contributions: Queere Spiritualität abseits der etablierten Religionen Ich trage mich schon seit einiger Zeit mit dem Vorhaben, ein Buch über/von/für queers auf naturspirituellen Wegen zu schreiben bzw. herauszubringen. Warum? Ich habe den Eindruck, die öffentliche Debatte in der queeren Community über Religion/Spiritualität ist dominiert a) überhaupt von den etablierten Religionen, b) besonders seit 9/11 vom Reden über Diskriminierung und (nicht nur islamischen) Fundamentalismus und c) besonders im Fall von Christentum, Islam und Judentum von Apologetik, d.h. von einer theologischen Rechtfertigung der Homosexualität (auch wenn einzelne christliche Autoren1 diese Verengung kritisieren). Die Option, Spiritualität selbst zu gestalten, sowie alternative spirituelle Wege werden kaum wahrgenommen, und für viele queers scheint die einzig praktikable Haltung zu sein, Religion – und in einer weitverbreiteten Verwechslung auch alles Spirituelle – abzulehnen, um Ausgrenzung oder moralischem Abqualifiziertwerden zu entgehen.2 Dabei beschreiben mehrere Autoren auch eine tiefe Sehnsucht von Lesben und Schwulen nach einer gelebten Spiritualität. In den Bereichen der alternativen Spiritualität, sollte man meinen, ist es behaglicher für Schwule und Lesben. Doch hier herrschen oft genauso heteronorme Bilder, feministische Positionen wie die von Starhawk oder Luisa Francia erscheinen nicht mehr so salonfähig, wie sie in den 80ern vielleicht einmal waren. Zwar werden Lesben und Schwule weitgehend akzeptiert, doch mir ist auch der Fall bekannt, daß eine Frau mit transsexueller Vergangenheit aus einer dianischen Gemeinschaft ausgeschlossen wurde. Zudem: zwischen “ich werde nicht verteufelt” und “meine Spiritualität bzw. meine spirituelle Gemeinschaft wird mir in vollem Umfang gerecht” (indem z.B. nicht auf heteronormativen Symbolen bestanden wird oder indem meine queeren Bedürfnisse ganz selbstverständlich genauso im Zentrum ritueller Aufmerksamkeit stehen dürfen wie heterosexuelle) liegen Welten. Gerade im naturspirituellen Bereich, scheint mir, heißen zwei markante, aber bei weitem nicht die einzigen Fallen Biologismus und naiver Naturbegriff. Ich möchte zeigen, wie spirituelle Wege abseits der etablierten Religionen aussehen können, die queers gerecht werden. Da ich mich nicht auf zu fremdes Terrain begeben mag UND da ich denke, daß sonst leicht ein mehrbändiger Wälzer daraus würde, begrenze ich die Thematik auf den naturspirituellen Bereich. Ich habe mich dazu entschlossen, dieses Buch nicht als Monographie zu gestalten. Denn: ich möchte darauf hinweisen, daß es viele verschiedene “richtige” Wege gibt. Jede/r muß, denke ich, seinen/ihren Weg selbst finden. Doch Bücher können, neben der Begegnung mit anderen Menschen, Internetseiten etc. wichtige Landkarten und Kompasse sein. Und um dieser Vielfalt der Wege gerecht zu werden, möchte ich viele verschiedene Stimmen zu Wort kommen lassen, alte und junge, schwule, bi- und transsexuelle, lesbische, SMer oder total vanille, Single oder in Langzeitbeziehung lebend, schon lange auf einem Pfad unterwegs oder erst seit kurzer Zeit in diese Richtung schnuppernd, solitary oder einer Gemeinschaft zugehörig, und vor allem der verschiedensten naturspirituellen Prägungen. So, und nun der Aufruf: Ich suche Menschen, die sich als queer und naturspirituell bzw. naturreligiös (Hexe/HeidIn/SchamanIn/freifliegend… etc.) definieren und Lust haben, einen Beitrag zu einem solchen Buch zu schreiben. Ich denke zuerstmal an non-fiction-Beiträge zwischen 5 und 20 Seiten Länge (wenn man eine Normseite von 2100 Zeichen zugrunde legt, wären das zwischen 10200 und 42000 Zeichen inkl. Leerzeichen und Absatzmarken). Inhaltlich lasse ich Euch freie Hand, falls notwendig, habe ich einen kleinen Fragenkatalog zur Anregung (den gibt es auf Wunsch per e-mail). Wichtig ist mir nur, daß der Beitrag erkennbar mit dem Feld “Naturspiritualität/Naturreligion und/vs. queer” zu tun hat. Eine einzige Einschränkung: Ich behalte mir vor, im Zweifelsfall nein zu einem Beitrag zu sagen – z.B. wenn die üblichen Verdächtigen (Nationalismus, Rassismus, Sexismus, angebräunter Kram) drin enthalten sind. Was gibt’s dafür? Meine ewige Dankbarkeit und – je nach Resonanz – Ruhm und Anerkennung  Ich habe noch nicht entschieden, wie, bei welchem Verlag oder Print-on-Demand-Service das Buch veröffentlicht wird. Dementsprechend kann ich auch noch nichts zu sonstigen Modalitäten sagen. Wer Lust hat beizutragen, möge sich bitte bis zum 15. August 2009 Samhain (31.10.2009) bei mir (Kontakt siehe Impressum) melden. Toll wäre, wenn die Beiträge bis Samhain (31.10.09) Ende des Jahres, spätestens aber zu Imbolc 2010 in Sack und Tüten wären! Ich bin dankbar, wenn Ihr diesen Aufruf weiterverbreitet, bitte dann immer mit einem Link hierher [riesenheim.net]. 1. z.B. Urs Mattmann, Coming In: Spiritualität für Schwule und Lesben, München (Kösel) 2002 ↩ 2. vgl. Christian de la Huerta: Coming Out Spiritually: The Next Step. Tarcher, 1999, S. 5/6, sowie Jörg Wellenkötter/Barbara Dietl; “Mein genialer Lehrer Buddha.” Siegessäule 2006/12, S. 14-16 ↩
Jetzt, wo ich den Text nochmal lese, fällt mir auf, wie überarbeitungsbedürftig er eigentlich ist, daß ich an zig Stellen präziser sein könnte... ich laß ihn jetzt aber so stehen, hab nicht die Zeit, das noch zigmal zu überarbeiten.
LG
thursa
For “unheard of” means only it’s undreamed of yet; “Impossible” means not yet done. (Julia Ecklar, "Ladyhawke!" )
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Hiho!
Werde mich mal umhören, wenn ich wen finde, leite ich ihn/sie vertrauensvoll an dich weiter!
Jan
Edit: Nö, bin net Queer, aber man kennt ja auch son paar Leute 
Den jungen Menschen sage ich: seht Euch um, dann werdet Ihr die Themen finden, für die Empörung sich lohnt - Ihr werdet auf konkrete Situationen stossen, die Euch veranlassen, Euch gemeinsam mit anderen zu engagieren. Suchet, und Ihr werdet finden ! Stéphane Hessel
Dieser Beitrag wurde insgesamt 1 mal editiert. Das letzte mal 13.08.2009, 22:35 von aeternitas.
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Moin Thursa,
Gar nicht mal so einfach. Was ist überhaupt queer? Oder anders rum: Was ist "straight"? Mit meinem Hang zum Bisexuellen bin ich, wenn es nach den Vertretern einer vermeintlichen heterosexuellen Normalität (besser wohl: Normsetzung) geht, sicher auch nicht "straight". Trotzdem halte ich mich nicht für einen potenziellen Schreiber Deines Buchprojektes.
Einige Gedankensplitter zum Thema. Obwohl es von "konservativer" (eher wohl: reaktionärer) Christen wieder die Idee, "Homosexualität ist heilbar" in den Raum gestellt wird, und obwohl es auch unter den Kackbraunen schwule "Kameraden" zu finden sind, nimmt meiner Ansicht nach die Toleranz zu. Die Toleranz gegenüber queeren Lebensentwürfen - denn es dabei ja mehr als "nur" um Sex - nimmt zu, je weiter der kulturelle und religiöse "Schmelztiegel" in Deutschland bzw. Österreich fortgeschritten ist. Mit "Schmelztiegel" meine ich nicht etwa die Vermischung oder Verschmelzung unterschiedlicher Identitäten zum "Einheitsmenschen", sondern, dass es nicht mehr selbstverständlich ist, dass ein bestimmter Lebensentwurf (Kleinfamilie, Einehe, H Heterosexualität, an den christlichen Großkirchen orientiertes Wertesystem) als einzig normal und "gesund" gilt und auch, dass es nicht mehrere nebeneinander existierende Parallelkulturen gibt (etwa eine "schwule Subkultur" gäbe, die mit der Welt der "Heten" gar keine Berührung hätte - das ist nicht mal auf dem CSD der Fall).
Meiner Ansicht nach sind es die Werte der Verfassung - im Falle Deutschland des Grundgesetzes - die Grundrechte, die nicht nur die Demokratie garantieren, und je mehr wir diese Grundrechte durchsetzen, desto offener wird unsere Gesellschaft sein. Die Strafbarkeit der Homosexualität war schlicht verfassungswidrig - was man auf der politischen und juristischen Ebene leider erst mit einigen Jahrzehnten Verspätung merkte. Umgekehrt wirkt jede Einschränkung der Grundrechte - selbst wenn scheinbar nichts mit den Lebensentwürfen zu tun hat - "queerfeindlich". (Es ist m. E. kein Zufall, dass "Zensursula" mit "konservativen" Christen, die Homosexuelle "heilen" wollen, kuschelt.) Religiöse Toleranz und die Toleranz gegenüber "queeren" Lebensentwürfen gehören m. E. zusammen. In Sachen religiöse Toleranz wie in der Sache der Schwulen und Lesben ist noch eine lange Wegstrecke zurückzulegen.
Martin
»Wer nicht zu sagen wagt, was er denkt, ist ein Sklave.« Sophokles
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Huhu thursa,
ich kenne ein Forum, wo ein paar mir persönlich bekannte - und vermutlich noch mehr, mir nicht bekannte - queers (diese Selbstbezeichnung war mir allerdings bis zu Deinem Post jetzt noch nicht geläufig ) zugegen sind; Entsprechend Deinem Aufruf werde ich im Lauf des Tages mal Deinen Text dort quoten.
Liebe Grüße Kai
Mieleni minun tekevi, aivoni ajattelevi lähteäni laulamahan, saa'ani sanelemahan, sukuvirttä suoltamahan, lajivirttä laulamahan. Sanat suussani sulavat, puhe'et putoelevat, kielelleni kerkiävät. (Kalevala)
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Hey thursa,
Kai meint das Hexenzirkel-Forum, da bist Du doch noch angemeldet, oder? Ich hab auch gleich daran gedacht, vor allem weil ich da von zumindest -einem- weiß der auch selbst schreibt, was ja für dieses Projekt wohl von Vorteil wäre.
Lieben Gruß und viel Erfolg, Hunty
"Lieber Orangenhaut als gar kein Profil!"
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Hi Hunty,
im Hexenzirkel bin ich nicht registriert und auch nicht aktiv. Insofern nehme ich Kais Angebot dankend an
LG
thursa
For “unheard of” means only it’s undreamed of yet; “Impossible” means not yet done. (Julia Ecklar, "Ladyhawke!" )
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Londo , 18.08.2009, 07:49
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Beitrag #7
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Hi Thursa,
zwar kann ich (als Hetero) keinen Artikel für dein Buch liefern, aber wenn du einverstanden bist, kann ich den Aufruf im Eldaring-Forum posten.
Liebe Grüße,
Volkmar
Hasatru mit rosa Hasenkostüm
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oh, danke, Volkmar, das wäre ganz toll aufm Eldaring-Forum war ich nämlich auch schon länger nicht mehr aktiv.
LG
thursa
For “unheard of” means only it’s undreamed of yet; “Impossible” means not yet done. (Julia Ecklar, "Ladyhawke!" )
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Londo , 19.08.2009, 07:43
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Beitrag #9
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| Usergruppe: |
DagansVidhri |
| Registrierung: |
20.08.2007, 19:49 |
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Hei, ich hab zwar einige Kumpels in der Stuttgarter Schwulenszene, aber m.W. sind die alle eher antireligiös, antispirituell. Aber fragen kostet ja nix, vllt. kennen die jemanden, der jemand kennt, oder so... Was die Toleranz angeht, stimmt m.E. schon, aber bei der Akzeptanz geht da noch einiges...und die Piusbruderschaft darf laut einem Urteil deutscher Richter ihren "Widerstand gegen Homosexuelle" ungestraft mit dem christlichen Widerstand gegen den Nationalsozialismus vergleichen. Da muss noch einiges passieren... Grüßle, Jari
Außerhalb Midgards leben nur Tiere und Götter.
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Achja... da das mit dem Beiträge gewinnen nicht so ganz klappte, habe ich die Fristen nochmal verlängert. Deadline für Zusagen ist jetzt 21.12., für die Beiträge selbst 2.2.2010.
LG
thursa
For “unheard of” means only it’s undreamed of yet; “Impossible” means not yet done. (Julia Ecklar, "Ladyhawke!" )
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