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Hi,
jedenfalls ging mir das durch den Kopf, als ich bei "Telepolis" das hier las: Ein Schwarzer ist kein Indianer. "Die Cherokee Nation entzieht schwarzen Mitbürgern per Verfassungsänderung die Stammesmitgliedschaft".
Zitat: Der Cherokee Nation Supreme Court, oberstes Gericht der unabhängigen Cherokee Nation in den USA, hat jetzt eine Verfassungsänderung aus dem Jahre 2007 als rechtmäßig bestätigt. Die Nachkommen schwarzer Sklaven, die sogenannten "Freedmen", werden nicht mehr als Mitglieder des Cherokee-Stammes angesehen. Wenig bekannt ist, dass vor dem amerikanischen Bürgerkrieg auch die Cherokee schwarze Sklaven hielten. Mit der Abschaffung der Sklaverei wurden die befreiten Sklaven in den Stammesverband aufgenommen:
Zitat: "Sie stimmen ferner überein, dass alle Freigelassenen..., sowie alle freien farbigen Personen, die sich im Land (der Cherokee) zu Beginn der Rebellion aufhielten und die als Bewohner dort jetzt wohnen oder innerhalb von sechs Monaten zurückkehren und ihre Nachkommen, alle Rechte der einheimischen Cherokee besitzen." Das entspricht dem für Stammesgesellschaften typischen Verhalten. Auch Menschen, die in Stammesverbänden leben, sind keine "besseren Menschen" (was z. B. Indianer-Schwärmer regelmäßig übersehen) - siehe Sklavenhaltung. (Die es übrigens auch in der germanischen Stammesgesellschaft gab.) Anderseits: Wer zum Stamm gehört, ist keine Frage des "Blutes" / der Abstammung im biologischen Sinne. Die "Freedmen" waren nach 1866 eben Cherokees und schwarz.
In der heutigen Cherokee-Nation sehen das offensichtlich viele anders. Das mag damit zusammenhängen, dass die heutige Cherokee-Nation sich tatsächlich weniger als "Stamm" denn als "Nation", durchaus im Sinne des europäischen Nationalstaates, versteht: http://www.cherokee.org/ Aber die eigentlich Triebfeder des rassistischen Denkens vermute ich (wie meistens) soziale Ängste: Die Cherokee-Nation hat z. B. ein funktionierendes System der Gesundheitsversorgung und bietet gute Bildungs- und Sozialleistungen, von denen "normale" US-Bürger nur träumen können. Mit den rauer gewordenen wirtschaftlichen und sozialen Klima in den USA wächst, wie auch bei uns, der Argwohn gegen die, die "nicht wirklich dazugehören".
Liebe Grüße, MartinM
"Ein Spießer ist jemand, der seine Unzulänglichkeit erkennt und sich darin wohlfühlt." Thomas Mann
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| Usergruppe: |
Hrafnsgaldr |
| Registrierung: |
04.08.2007, 07:28 |
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moin!
Da fällt mir spontan nur eine Sache ein, hier sehr schön bildlich dargestellt:
http://imageshack.us/photo/my-images/849/umadbro.jpg/
(also das würd ich diese "Stammesräte" mal fragen)
aeternitas
Den jungen Menschen sage ich: seht Euch um, dann werdet Ihr die Themen finden, für die Empörung sich lohnt - Ihr werdet auf konkrete Situationen stossen, die Euch veranlassen, Euch gemeinsam mit anderen zu engagieren. Suchet, und Ihr werdet finden ! Stéphane Hessel
Dieser Beitrag wurde insgesamt 1 mal editiert. Das letzte mal 27.08.2011, 22:48 von aeternitas.
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Lucia , 29.08.2011, 10:32
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Beitrag #3
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hmmm ... ich glaub mich zu erinnern, dass es das bzw. ein ähnliches thema schon vor ein paar jahren gab. ich glaub, da gings um die seminolen, bei denen es ebenfalls viele schwarze mitglieder gab durch geflüchtete sklaven.
ist traurig, aber halt leider so, dass menschen immer menschen sind, egal wo und egal, wie sehr man ihnen das "edel sein" aufstempeln will.
lucia
***Spirit and Art*** Schamanische Kraft eingewebt in Bilder Öfter reinschauen lohnt sich. Es gibt immer wieder mal neue Bilder
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