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Hi,
grad eben bin ich hierüber gestolpert (bitte das Christen-Bashing ignorieren...): http://www.panpagan.com/foren/welcher-welt-leben-eigentlich/8552-todesengel-kalkutta.html
Ich war ehrlich gesagt geschockt...ich habe nun die Doku nicht gesehen, aber es scheint doch was dran zu sein, daß Mutter Teresa -nicht die war- für die ich sie jahrelang gehalten habe. Ich hatte keine Ahnung...in meiner Erinnerung war sie der Inbegriff der Nächstenliebe...wo sich mir nun die Frage stellt: Welchen Trugbildern bin ich denn bitteschön noch erlegen? Muß ich nun über alles und jeden recherchieren um da sicher zu sein? Wie kann es sein das sowas völlig an mir vorbei ging?
Wer wußte von Euch davon, vielleicht bin ich ja wenigstens nicht allein...
"Lieber Orangenhaut als gar kein Profil!"
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micha , 05.09.2010, 21:13
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Beitrag #2
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Nun ja.. Mutter Teresa...
Schmerzmittelverweigerung, saumäßige Zustände in ihren Heimen trotz riesigen Geldspenden aus aller Welt etc...
Nein Danke... die Frau ist für mich keine Heldin...
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Tja, das Aufklärungs-Erlebnis, dass sie keine Heldin und keine Heilige war, hatte ich schon vor längerer Zeit ... - in leichter Form durch eine indische Freundin, die mir erzählte, dass Theresas Orden mangels Sachkenntnis in der Krankenbetreuung und Sozialarbeit mehr Schaden als Nützen würde. Ganz heftig nach Mutter Theresas Tod, als Aroup Chatterjee, ein ehemaliger Mitarbeiter des Ordens, in seinem Buch The final verdict schrieb, dass es praktisch keine wirkliche Hilfstätigkeit des Ordens in Kalkutta gegeben hätte. Außerdem war diese innerlich zerrissene Frau ein "Musterbeispiel" für die vor allem katholische Neigung, Leid moralisch zu überhöhen und Leiden als Tugend darzustellen.
Aber wie ich schon in in meinem Blog schrieb: Ich muss einräumen, dass unter anderem Mutter Teresa einiges dazu beigetragen hat, dass ich das Christentum als gut gemeinte, aber defekte Religion begriff, und mich ohne Scheu mit Alternativen beschäftigte.
LG MartinM
»Wer nicht zu sagen wagt, was er denkt, ist ein Sklave.« Sophokles
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Nachtrag: diese Website kannte ich noch nicht. Lesenwerte Sachen dabei, und die Quellen (z. B. die Hilfsorganisation Terres des Hommes) sind offenbar seriös. Aber nichts für schwache Nerven. (Katholiken sollten das nur im liegen lesen. Das haut sie sonst vom Stuhl.)
http://www.mutter-teresa.info/
MM
»Wer nicht zu sagen wagt, was er denkt, ist ein Sklave.« Sophokles
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micha , 06.09.2010, 18:44
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Beitrag #5
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Da momentan auch im Religionsunterricht das Thema Mutter Teresa aktuell ist, musste ich meinem Kind vorsichtig näher bringen, warum ich die Frau kritisch sehe... am Anfang war sie tierisch irritiert und fand ich achte die gute Frau nicht genügend... nachdem ich ihr erklärt habe warum ich zu meiner Meinung gekommen bin, hat sie es verstanden.
M. Teresa hat sicher auch gute Dinge bewirkt, Denkanstöße und Umdenken, Hilfsleistungen und so ... aber trotzdem ist sie ihrer Verantwortung nicht gerecht geworden und hat durch ihre krusen Ideen viele Menschen in tieferes Leid gestürzt, als es hätte sein müssen.
Mal sehen wie die Note sein wird, sie schreibt übermorgen einen Reli-Test über M.T.
LG Micha
Dieser Beitrag wurde insgesamt 1 mal editiert. Das letzte mal 06.09.2010, 18:44 von micha.
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Au, das ist natürlich nicht so schön für Deine Tochter! Allerdings denke ich, dass sie schon ganz gut selber denken kann. Allerdings wird das in der Schule nicht immer honoriert. Ich drücke Ihr die Daumen im Reli-Test.  (Ich hoffe nicht, dass Du jetzt die böse Heidenmammi bist: )
Martin
»Wer nicht zu sagen wagt, was er denkt, ist ein Sklave.« Sophokles
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