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Thema: "Sarrazin und die Muslime" [ Seite 1 2 3 4 5 ]

Kein neuer Beitrag Die Krähe , 17.05.2011, 19:58 Beitrag #46   
Usergruppe: DagansVidhri
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Huhu zusammen,


Zitat:
"Wenn ich über Ausbeutung anderer Menschen in anderen Ländern empört bin, was tu ich an meinem Platz dagegen. Und die nächste Frage wäre dann schon: ist dieses gute Verhalten auch das richtige?? ususwusw......... Und dann bleibt doch die Frage: tun wir wirklich genug??


Diese Fragen stelle ich mir auch oft. Merke aber auch, daß sie mich häufig eher ausbremsen und entmutigen als zu neuen Blickwinkeln oder stärkerer Aktivität ermutigen. "Kleinvieh macht auch Mist", hat meine Großmutter immer gesagt. Vielleicht kommt es darauf an, überhaupt was zu machen, anstatt resigniert in Lähmung zu erstarren.

Das mit dem "richtig" oder "falsch" ist dann noch ein anderes Thema. Da reicht oft das eigene Fingerspitzengefühl nicht aus, gerade in interkulturellen Kontexten. Ich habe oft schon Bauklötze gestaunt darüber, wie unterschiedlich manche Sachverhalte an verschiedenen Orten dieser Erde wahrgenommen werden... ;-)

Liebe Grüße
von der Krähe


"Das Leben schrumpft oder dehnt sich aus, proportional zum eigenen Mut."
Anaïs Nin


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Kein neuer Beitrag carola , 18.05.2011, 07:21 Beitrag #47   
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riiichtig ;) moin liebe Krähe goes me equal ;)

oder doch eher ;(.........nein, denke ich dann: die Hoffnung stirbt zuletzt und ich lebe noch, also ist noch Hoffnung. Je länger und mehr ich im interkulturellen Kontext arbeite, desto mehr wandeln sich auch Vorstellungen und eröffnen und schließen sich abwechselnd Möglichkeiten. Es ist wie gesagt sehr häufig eine Frage des Standpunkte (also des Punktes an dem ich gerade stehe ;)) und des sich daraus ergebenden Blickwinkels. Hinzu kommen die individuellen Wahrnehmungsfähigkeiten. lass 5 Menschen aus einem Fenster auf eine ruhige Waldstraße schauen, also kein riesiger Input, und dennoch werden alle fünf unter Umständen so unterschiedliche Beschreibungen abgeben, dass du denkst, sie schauten aus verschiedenen Fenstern....

...Deine Oma hatte wahrscheinlich Recht. du glaubst ja gar nicht, wieviel Kleinvieh zusammengenommen einen großen Haufen macht?! Und wenn man diese Vorstellung von positivem Kleinvieh ins Negative verkehrt, dann wird einem schon klarer, was das bedeutet. Es ist doch die tägliche kleine Ignoranz und Gleichgültigkeit, das schnelle "ich zuerst-jetzt ", die einmal vergessene Frage: Kann ich helfen?, die typische mürrische Abwehrhaltung.......die in der Summe genommen zu sehr viel Unbill führt. Glaubst du nicht, dass das auch umgekehrt wirkt? Deswegen sollte man, meines Erachtens, da anfangen, wo man ist und wo man was tun kann. Das klappt mal und mal nicht, aber unbedeutend bleibt das nie; denn der Fluss ist die Abermillion Tropfen oder wie gestern ein Moderator im Radio sagte: wir stehen nicht im Stau, wir sind der Stau :). ..

...und tun wir das Richtige, wenn wir "gut" sein wollen?? Wir können, denke ich, nicht bei allen unseren Aktionen immer "um die Ecke denken" und sind nur selten in der Lage, wie ein Schachspieler alle Züge durchzuspielen, zumal wir gar nicht wissen, was unter welchen Kriterien das "Schach.Matt" für das Schlechte ist....aber wir können uns "bewegen", loslösen von eingefahrenen Schienen, zumindestt versuchen können wir es doch ;)

Liebe Grüße
Carola


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Kein neuer Beitrag MartinM , 18.05.2011, 08:18 Beitrag #48   
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Hallo Krähe,


Zitat:
Vielleicht kommt es darauf an, überhaupt was zu machen, anstatt resigniert in Lähmung zu erstarren.
. Ja, das stelle ich auch immer wieder fest - der "sicherste" Weg in Resignation (und unter Umständen Depression) ist das Gefühl der Gefühl, "doch nichts machen zu können". Ich stelle außerdem fest, dass einer der wichtigsten Mechanismen der "Meinungsmache", die weit über das hinaus geht, was man gemeinhin "Propaganda" nennt, ist, ein Gefühl der persönliches Machtlosigkeit zu fördern.
Daher haben selbst rein symbolische Aktionen ihren Wert.

MartinM


"Ein Spießer ist jemand, der seine Unzulänglichkeit erkennt und sich darin wohlfühlt." Thomas Mann

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Kein neuer Beitrag Lothian , 18.05.2011, 09:10 Beitrag #49   
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Hideliho!

Ich würde das für meinen Teil gerne in zwei Ebenen unterteilen: die Ebene der "Analyse" (ein besseres Wort fällt mir gerade nicht ein) und die Ebene des Handelns.

Auf der Ebene der Analyse darf ich gerne genervt und frustriert von irgendwelchen Zuständen und Begebenheiten sein. Nur wenn ich weiß, was mich am meisten nervt und warum es mich nervt, weiß ich, wo ich den Hebel ansetzen könnte (mal so salopp gesagt). Nörgeln und herumkritteln kann mich durchaus weiterbringen. Vorraussetzung: Eine kritische Auseinandersetzung mit meinen Befindlichkeiten und meinen Meinungen.

Aber: ich muß irgendwann die Ebene der Analyse verlassen und anfangen zu handeln. Natürlich muß ich mich dann auch fragen: Welche meiner Aktionen haben etwas gebracht und welche nicht. Und warum.

Ich halte es aber grundsätzlich für falsch, sich in Analysen zu verlieren, was man alles falsch macht und wo man viel zu wenig macht. Denn das führt meist zu nichts, außer zu Frustration. Stattdessen sollte man IMO resourcen-orientiert arbeiten: Was funktioniert und wo kann ich, ich persönlich mit meinen individuellen Fähigkeiten, Beziehungen und Einflußmöglichkeiten etwas tun.

Ein Beispiel: Natürlich wäre es auf den ersten Blick erstrebenswert, wenn wir alle nur noch Bio kaufen würden. Aber nicht jeder kann sich das (immer) leisten. Sollte dieser jemand dann in Selbstzweifel, Agonie und Resignation versinken, weil er seinen eigenen Idealen nicht gerecht wird, nicht gerecht werden kann? Oder wäre nicht vieleicht der Ansätz besser: Ich kann mir zwar kein Bio leisten, aber dafür kann ich wenigsten politisch-aufklärisch tätig werden und andere Menschen für Themen wie den Datenschutz und die Meinungsfreiheit sensibiliieren.

Und noch ein weiterer Aspekt: Jeder fängt mal klein an. Je mehr ich versuche, ausprobiere, mich traue zu machen. Und je mehr ich mich über die ersten kleinen Erfolge freuen kann (auch wenn es nur ein "YEAH! ich habe regional eingekauft" ist), desto eher werde ich einen Schritt weiter gehen. "Rom wurde nicht an einem Tag erbaut" und "Es ist noch kein Meister vom Himmer gefallen".

LG
Lothian



Der frühe Wurm wird vom frühen Vogel gefressen. :hoover:

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Kein neuer Beitrag carola , 18.05.2011, 10:15 Beitrag #50   
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Lothian hat folgendes geschrieben:
Hideliho!

Ein Beispiel: Natürlich wäre es auf den ersten Blick erstrebenswert, wenn wir alle nur noch Bio kaufen würden. Aber nicht jeder kann sich das (immer) leisten. Sollte dieser jemand dann in Selbstzweifel, Agonie und Resignation versinken, weil er seinen eigenen Idealen nicht gerecht wird, nicht gerecht werden kann? Oder wäre nicht vieleicht der Ansätz besser: Ich kann mir zwar kein Bio leisten, aber dafür kann ich wenigsten politisch-aufklärisch tätig werden und andere Menschen für Themen wie den Datenschutz und die Meinungsfreiheit sensibiliieren.

Und noch ein weiterer Aspekt: Jeder fängt mal klein an. Je mehr ich versuche, ausprobiere, mich traue zu machen. Und je mehr ich mich über die ersten kleinen Erfolge freuen kann (auch wenn es nur ein "YEAH! ich habe regional eingekauft" ist), desto eher werde ich einen Schritt weiter gehen. "Rom wurde nicht an einem Tag erbaut" und "Es ist noch kein Meister vom Himmer gefallen".

LG
Lothian


Hi zurück und weitestgehen sehr ok für mich ;) und besonders die Aufteilung in "Analyse" "Aktion" finde ich gut. Ich möchte aber noch mal etwas zum Thema Standpunkt und Blickwinkel sagen und stelle hier zwei Fragen (am Beispiel "Bio";)

1. Aus welchem Grund kann ich mir was nicht leisten?? WANN ist dieser Punkt erreicht? Mal abgesehen davon, dass jemand, der trotz Ausnutzung "aller" Möglichkeiten weder Arbeit noch Geld hat, muss das nehmen, was ihm so preiswert wie möglich unter Messer und Gabel kommt. Für - fast - alle anderen gäbe es die Möglichkeit des Verzichtes auf zum Beispiel andere Dinge, die man "unbedingt" benötigt oder meint, benötigen zu müssen. Und wenn es nur die auf die dritte Tasse Billig-Kaffee ist, für die ich mir 2 tassen Fairtrade leistedn könnte. Und nutzen wir alle immer unsere Möglichkeiten, um uns unser Essen und Trinken bestmöglicher Art leisten zu können - oder leisten wir uns nicht lieber, viel lieber, unseren priviligierten Zustand und das priviligierte Jammern darüber, dass wir ja täten, wenn wir denn könnten?
2. Um noch mal auf mein Schachspiel zu kommen: Fair Trade können wir beispielsweise nachvollziehen, "BIO" ist schon eine andere Kiste.......und was ist mit Billigklamotten? erzähl mal einer Arbeiterin in Bangladesh, dass wir aus Sorge mit ihr "ihre" Produkte jetzt nicht mehr kaufen. Wann ist das gute auch das richtige und was könnte das überhaupt sein?

Ich habe ehrlich gesagt keine "abschließende" Antwort aber ich befürworte eine konstruktive Auseinandersetzung mit all diesen Themenbereichen im engen Abgleich stets mit meinem eigenen Verhalten. Und da gebe ich dir recht: Rom wurde nicht an einem Tag erbaut - auch nicht zerstört. Und die kleine Freude über die "kleinen" Dinge ist auch für mich sehr ok.....nur möchte ich für mich doch weitergehen, auch durchaus hin zu stärker wirksamen Handeln - und dazu gehört für michdurchaus auch, meinen eignen inneren Schweinehund zumindest schon mal zu finden. Ausreden "gildet" dann nicht ;).

Liebe Grüße
Carola


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Kein neuer Beitrag Lothian , 18.05.2011, 12:28 Beitrag #51   
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Hiho!

Nur kurz als Einwurf, weil ich grad aufm Sprung bin:


Zitat:
.und was ist mit Billigklamotten? erzähl mal einer Arbeiterin in Bangladesh, dass wir aus Sorge mit ihr "ihre" Produkte jetzt nicht mehr kaufen.


Ungünstiges Beispiel, denn das ist ein Argument, dass der "imperalistischen" Denke der Industrie entspringt - ein Strohmannargument. "Der arme kleine Neger soll froh sein, dass wir reichen und mildtätigem Westler ihm Arbeit geben, so dass er nicht verhunger muß", könnte der Satz auch heißen.

Wer sagt denn, dass in Bangladesh nur Billigware gefertigt wird. Würde sich die Arbeiterin in Bangladesh nicht über vernünfige Arbeitsbedingungen und eine angemessene Entlohnung freuen (-> FairTrade)?. Und natürlich kommt Bio-Baumwolle aus haargenau den gleichen Ländern wie die Chemie-Baumwolle.

Nach dem gleichen Argumentationsschema könnte man ja auch sagen: Kauft bloß nicht regional beim Bauern um die Ecke ein, denn dann verlieren die Arbeiter im Megaschlachthof ihren Job... oder der arme Lidel-Sklave verliert seine Arbeit...

LG
Ansgar



Der frühe Wurm wird vom frühen Vogel gefressen. :hoover:

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Kein neuer Beitrag Hellblazer , 18.05.2011, 13:10 Beitrag #52   
Usergruppe: DagansVidhri
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Homepage: http://www.svenscholz.de
 
 
Jepp. Es gibt kein "richtig" und "falsch". Nur das eigene Bemühen, Dinge so zu tun, dass man sich im Spiegel ansehen kann ohne es nötig zu haben, allzu viel zu verdrängen. Ansonsten gilt: alles was du tust oder lässt hat Vor- und Nachteile für andere. Ich kann nur versuchen, dass es jeweils eher die trifft, denen ich das eher gönne.

Aber irgendwie sind wir weit weg vom Ursprungsthema, weshalb ich anrege, einen Thread mit entsprechend definierten Thema aufzumachen ;-)

Grüße
HB


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Kein neuer Beitrag carola , 18.05.2011, 13:35 Beitrag #53   
Usergruppe: Besucher
Registrierung: 04.08.2007, 09:39
 
 
huhu,

das ist das dilemna mit kurzen internet beiträgen: man kann nicht "alles" schreiben und direkte erkläuterungen sind auch nicht möglich. das ist ein echter nachteil, den wir hier aber nicht ändern können....deswegen leite ich jetzt einfach mal zurück zu meinem ansatz: blickwinkel und standpunkt....wie gesagt,e s kommt immer darauf an, wo man selber steht und aus welchem blickwinkel man etwas sieht - und ob man seine erkenntnisse daraus dann als "das gute" oder "das richtige" betrachten kann...oder natürlich, ob es keins von beiden ist. die "billigmode" war da nur ein beispiel und beschreibt in keinster weise meine persönliche meinung. Und, ob du es nun glaubst odernicht: ich habe zahlreiche jahre in nepal und indien verbracht und habe noch heute vielseitigen kontakt dorthin; mein schwiegerfreund ist hälftig aus bangladesh stammend. sein vater ist dortens geschäftsmann. vor jahren wurde also mal versucht, mit einer kaffeekette hier und tshirts aus bangladesh ins geschäft zu kommen...was letztlich daran scheiterte, dass das deutsche subunternehmen die qulitätsstandards immer weiter nach oben setzte "denn schließlich wollen unsere kunden qualität", die preise aber nach dem motto "da geht doch noch was" immer weiter nach unten sollten. was aber auch nicht ging,w eil auch in b. mittlerweile schutz von arbeitnehmern und mindeststandards gibt - zumindest in offiziellen unternehmen. Am ende gab es also kein geschäft, zumindest nicht mit diesem anbieter, bei dem es zwar kein fair trade gegeben hätte aber immerhin Bangladeshstandards eingehalten worden wären. andererseits gibt es natürlich auch in bangladesh die möglichkeit, bio und fairtrade zu liefern.....muss der westen dann wollen...oder indien, das auch ein riesiger kunde dieses viel ärmeren landes ist. die inder, und vor allem die armen,sagen aber auch: können wir uns nicht leisten und sehen ihrerseits zu, die waren noch billiger als im eigenen land herstellbar zu bekommen, was wiederum teilweise ihre eigenen kläglichen arbeitsplätze bedroht. und die ganz arme frau in bangladesh mit den halbverhungerten kindern, die hätte mit freunden das schlechteste angebot angenommen....ususuwusw.. also letztlich bleibt alles eine Frage danach: wo stehe ich? und wie sehe ich deshalb die dinge.Daraus ergibt sich dann die Frage: was kann ich tun - und welches sind die konsequenzen daraus und sind diese ok für mich?

MEHR wollte ich damit nicht sagen. natürlich würde die arme arbeiterin in bangladesh lieber sehr gute arbeitsbedingungen haben, und natürlich würden viele unternehmen genau das bieten,w enn es denn weltweit (!) angefragt würde. wird es aber leider ( noch ) nicht. Und ich frage mich, welche Wechselwirkunges es hat, welche Interdependenzen zwischen den verschiedenen möglichen Optionen es gibt, deren auswirkungen ich noch ga rnicht kenne? wenn ich mir also deinen vergleich von oben: analyse (des Zustandes9 und aktion anschaue, würde ich diese punkte nur noch ergängzen durch "möglichkeiten und konsequenzen". i

Liebe Grüße
Carola




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Kein neuer Beitrag lebowski , 18.05.2011, 17:37 Beitrag #54   
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Registrierung: 05.05.2009, 18:30
 
 
hi,carola ich hab bei deinen post immer den eindruck
des fordern von Deiner seite.
es ist nicht genug....,sei es sarrazin nicht leiden zu können,
immer muss die ganze welt gerettet werden.
ok,meine subjektive sicht. ;-)
hast Du auch an Dich dieses Anspruchs Denken?

liebe grüsse
lebowski


Nach den Worten der Ahnen
soll man seine Entscheidung innerhalb von sieben Atemzügen treffen.
Wichtig dabei ist ,das man die Entschlossenheit und die innere Stärke besitzt
zur Anderen Seite durchzubrechen...

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Kein neuer Beitrag Die Krähe , 18.05.2011, 20:42 Beitrag #55   
Usergruppe: DagansVidhri
Registrierung: 04.08.2007, 07:34
 
 
Mmh, ich kann so einen hohen inneren Anspruch gut nachvollziehen; ich glaube auch, daß er sich noch mal verschärft, wenn man die Situation in anderen Ländern mit eigenen Augen gesehen hat. Ich find's auch gar ned so schlecht, ihn zu haben - so lange daraus, wie ich oben schon sagte, kein lähmender Druck entsteht und man sich bewußt ist, daß man eh nur einen kleinen Teil machen kann und noch die winzigste Handlung besser ist als gar keine...

Greetz
d.K. :-)


"Das Leben schrumpft oder dehnt sich aus, proportional zum eigenen Mut."
Anaïs Nin


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Kein neuer Beitrag lebowski , 18.05.2011, 20:59 Beitrag #56   
Usergruppe: Hrafnsgaldr
Registrierung: 05.05.2009, 18:30
 
 
empfinde das als offene türen einrennen.
und lieber bin ich bei den Dingen und Menschen, die um mich herum sind.
mein arm ist nicht sooo lang... ;-)
liebe grüsse lebowski


Nach den Worten der Ahnen
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Wichtig dabei ist ,das man die Entschlossenheit und die innere Stärke besitzt
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Kein neuer Beitrag Die Krähe , 18.05.2011, 21:39 Beitrag #57   
Usergruppe: DagansVidhri
Registrierung: 04.08.2007, 07:34
 
 
Das eine schließt das andere nicht aus... 8-)

Ahoi!
d.K.


"Das Leben schrumpft oder dehnt sich aus, proportional zum eigenen Mut."
Anaïs Nin


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Kein neuer Beitrag carola , 19.05.2011, 07:02 Beitrag #58   
Usergruppe: Besucher
Registrierung: 04.08.2007, 09:39
 
 
Moin Lebowski,

zuerst, als ich deinen Post las, dachte ich: was will der denn nun ;) Plödsinn…da antworte ich nicht mal. Dann dachte ich: „fein“, denn auch wenn´s nicht als Kompliment gemeint war: wär doch schön, ich könnte wie „bezaubernde Jeanny“ „schnipp“ machen und die Welt wäre gerettet – was immer das heißen mag. In unserer Vorstellung wahrscheinlich, dass alle auf ewig glücklich sind und gesund und lieb zu- und aufeinander, ehrlich, gerecht. Paradiesische Zustände halt.. für die junge Frau in Pakistan auf dem Dorf wäre vielleicht schon Paradies, wenn man ihr einfach nur einen netten jungen Mann für die Ehe aussucht und nicht den pädophilen 50 jährigen oder sie nicht (wie vor einiger zeit geschehen) von der männlichen Familie des Dorffeudalherren für irgendeine „Insubordination“ der Bauernfamilie nach Dorfurteil gegangbanged würde – wobei im Anschluss daran die Schande auch noch bei ihr lag. Was ist Paradies und was die Rettung der Welt? ICH, moi, kann die welt nicht „retten“ und will das auch nicht ;) und ich fordere auch von niemandem etwas, habe ich auch hier nirgends gemacht. Ich habe nur Fragen aufgeworfen und ich finde die nach wie vor legitim…..und gerade eben auch da und an die, denen Mißstände doch zurecht auffallen. Aber wem Mißstände auffallen und wer bestimmte Zustände in seinem Land, dem Leben, der Welt…nicht will, der muss IMO auch weitergehen….etcetcpp… ;-) Ob ICH mir diese Fragen auch stelle und den daraus evtl. erwachsenden Handlungskonsequenzen?? Jau! tu ich….wenn auch nicht immer erfolgreich :hmmm:

Wie das @krähenvieh auch schrieb: kein lähmender Handlungsdruck sollte entstehen :-) Der bringt eh nichts, außer Magenschmerzen, schlechter Laune und Tunnelblick. Nur OHNE "tun" passiert nix und bekommt man die Sarrazins dieser Welt auch nicht weg. Wozu sich dann über ihn aufregen?

Liebe Grüße in die Runde :-)

Carola



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Kein neuer Beitrag WirrLicht , 19.07.2011, 13:47 Beitrag #59   
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Registrierung: 19.08.2008, 09:21
Homepage: http://wirrlicht.twoday.net/
 
 

Zitat:
bringt eh nichts, außer Magenschmerzen, schlechter Laune und Tunnelblick. Nur OHNE "tun" passiert nix und bekommt man die Sarrazins dieser Welt auch nicht weg. Wozu sich dann über ihn aufregen?


weil der typ mich einfach aufregt. braucht aufregung und empörung irgenein "Wozu"?
ich kann mich auch ganz zweckfrei über die ungerechtigkeit aufregen, selbst wenns nix bringt.

nebenbei: ich denke, das man sich über sowas "aufregt" bringt was, vor allem, wenn man das öffentlich tut. wenn sich keiner aufregen würde, welche meinung sollen dann andere menschen von uns bekommen? das wäre doch als stilschweigende zustimmung zu interpretieren, im zweifelsfall.




Gnothi Seauton

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Kein neuer Beitrag lebowski , 23.07.2011, 07:48 Beitrag #60   
Usergruppe: Hrafnsgaldr
Registrierung: 05.05.2009, 18:30
 
 
um mal wieder auf das thema zurück zukommen,
ist ja schließlich Sommerloch:
Aufrecht durch das Feindesland:
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1392888/aspekte-vom-22.-Juli-2011#/beitrag/video/1392888/aspekte-vom-22.-Juli-2011


aspekte sendung über den besuch von thilo ins kreuzberg.sehenswert.


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