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"Es sollte ein Anschlag mit maximaler Zerstörung werden: Die Qaida-Verdächtigen von Düsseldorf hatten nach Angaben des Bundeskriminalamts konkrete Pläne zum Bau eines Sprengsatzes." (Zitat Spiegel Online http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,759871,00.html )
Wenn einem (jedem potenziellen Nutzer der Google-Startseite) das morgens um 9 ins Gesicht gepfeffert wird - und das jeden Tag, man in Frankfurt über die Zeil läuft und an der Hauptwache ein großes Gebiet abgesperrt ist weil Pierre Vogel (kennt ihr?!) eine Kundgebung macht, ist die Angst oder auch Hass (?) von vielen Menschen ja wohl darauf zurückzuführen.
Bitte seht es nicht falsch: ich vertrete nicht die Ansicht der Islam sei "schlecht" oder würde Muslime würden Deutschland "überrennen". Auf keinen Fall: Ich versuche nur durch die Augen zu blicken, die die meisten unserer Mitmenschen haben.
Am Beispiel Pierre Vogel kann man gut erkennen, dass Extremismus NATÜRLICH (wie in jeder Religion, Denkweise, Philosophie) Auslegungssache ist, da er erst als man einem Menschen allgemeingültig "Mündigkeit" zuschreiben kann, konvertiert ist. Doch da genau besteht die Angst: Wenn Deutsche, die in der deutschen Kultur aufgewachsen sind, zum Islam konvertieren und dann extremistische Ansichten verbreiten, haben die Menschen Angst, dass "ihre" Kultur nicht mehr stark genug ist.
Um das genauer zu beleuchten müsste man definieren, was denn die "deutsche Kultur" ist, die in Augen Vieler zu schwinden scheint. Geht es hier um Schweinebraten und Kuckucksuhr? Geht es um christliche Feste Weihnachten, Ostern (wir brauchen jetzt nicht über die Ursprünge dieser Feste zu reden - die sind mir bekannt. Es geht wieder um das allgemeine Verständnis)? Oder geht es vielleicht um eine westliche Kultur, die sich im 20. Jahrhundert weiterentwickelt hat: Emanzipation (!!!!), Rechtsstaatigkeit, Demokratie, Toleranz gegenüber Homosexualität (!), Abschaffung (zu einem großen Teil) von Tabuthemen wie Sex etc. etc.
Vielleicht schafft es die arabische Welt im Umbruch, in ihrer Revolutionswut sich dem Westen "anzunähern". Hmm.. wer weiß.
Und nun los - hier gibt's wieder viel zum widersprechen. Aber verzeiht mir - ich bin knapp 20, habe noch nicht studiert und bin noch auf dem Weg zu lernen 
Der Geist einer Sprache offenbart sich in ihren unübersetzbaren Worten.
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Ganz ehrlich?
Egal was unsere Junta oder ihre Repressionsorgane verkünden, ich glaub denen nicht. Schon lange nicht mehr. Deshalb: Diese angeblich verhinderten "Anschläge" und die dabei gefassten "Terroristen" kommen immer genau dann, wenn die mal wieder nen Grund suchen, Bürgerrechte einzuschränken durch ein weiteres verfassungswidriges Stasi-Schnüffel-Gesetz. Die "Sauerlandgruppe" war doch am Ende von V-Leuten unterwandert, so das man nicht mehr nachvollziehen kann, wer da nun genau für was verantwortlich is...
DIE haben Angst vor UNS und schieben die Sockenpuppen genannt "Terroristen" vor, um uns besser kontrollieren zu können.
Ich hab auch keine Angst vor Terroristen, weder islamistischen, noch sonstirgendwelchen.
Und ich behaupte, wenn überhaupt (und das zweifle ich stark an) irgendeine Gefahr durch islamistischen Terror besteht in Deutschland, dann dadurch, das der Hosenanzug und die anderen Knallköppe in Berlin meinten, sie müssten die Bundeswehr illegalerweise, weil verfasungswidrig, in Afghanistan einsetzen.
Also, liebe Terroristen, "bedankt" euch dafür doch bitte bei den bescheuerten Politikern, die haben es sich ja schliesslich auch ehrlich verdient!
Das wäre dann sozusagen eine win win Situation, wir sind die los, und ihr habt eure Rache ....
aeternitas
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Dieser Beitrag wurde insgesamt 1 mal editiert. Das letzte mal 30.04.2011, 22:58 von aeternitas.
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Stimmt, es musste mal wieder irgendein "Grund" her, um die (Anti-)Terrorgesetze zu verlängern.
Man muss ja auch sagen - das BKA hat unglaublich gut gearbeitet: "Die mutmaßlichen Terroristen wurden beim Kauf eines Lötkolbens beobachtet und kommunizierten angeblich über USB-Sticks" (Ebenfalls Spiegel Online)
Na dann, ihr lieben Heimwerker und Hardware-Besitzer: Ihr seid alle Terroristen!
Bin dann mal afk: USB-Stick vernichten!
Der Geist einer Sprache offenbart sich in ihren unübersetzbaren Worten.
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Nanna hat folgendes geschrieben: Man muss ja auch sagen - das BKA hat unglaublich gut gearbeitet: "Die mutmaßlichen Terroristen wurden beim Kauf eines Lötkolbens beobachtet und kommunizierten angeblich über USB-Sticks" (Ebenfalls Spiegel Online)
!
ich hab mir grad vorgesetllt, wie die mit ihren USB-sticks sprechen... 
Gnothi Seauton
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Zitat: .. .kommunizierten angeblich über USB-Sticks Sieht nach einem übermüdeten Praktikanten aus.  Gemeint war: Die mutmaßlichen Terroristen hätten verschlüsselt kommuniziert, über Callshops und USB-Sticks. Das jedenfalls hat BKA-Zirke gesagt. Ob er damit gemeint hat, dass die Möchtegern-Attentäter ihre Nachrichten verschlüsselt hätten, dann mit der verschlüsselten Datei auf USB-Stick zum Callshop gegangen wären, und dort die verschlüsselt Datei als E-Mail-Anhang per Webmail und Wegwerfadresse versendet hätten, kann ich nur vermuten. Ob Zirke das gemeint hat, hängt ganz wesentlich davon ab, ob er tatsächlich verstanden hat, was er sagte.
MartinM
"Ein Spießer ist jemand, der seine Unzulänglichkeit erkennt und sich darin wohlfühlt." Thomas Mann
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MartinM hat folgendes geschrieben: Zitat: .. .kommunizierten angeblich über USB-Sticks Sieht nach einem übermüdeten Praktikanten aus.  Gemeint war: Die mutmaßlichen Terroristen hätten verschlüsselt kommuniziert, über Callshops und USB-Sticks. Das jedenfalls hat BKA-Zirke gesagt. Ob er damit gemeint hat, dass die Möchtegern-Attentäter ihre Nachrichten verschlüsselt hätten, dann mit der verschlüsselten Datei auf USB-Stick zum Callshop gegangen wären, und dort die verschlüsselt Datei als E-Mail-Anhang per Webmail und Wegwerfadresse versendet hätten, kann ich nur vermuten. Ob Zirke das gemeint hat, hängt ganz wesentlich davon ab, ob er tatsächlich verstanden hat, was er sagte. MartinM
Moin!
Ich zweifle sehr stark daran, das der überhaupt auch nur ne klitzekleine Ahnung hat, wie sowas geht, denn wüßte er es wirklich, dann würde er verstehen, das eine Vorratsdatenspeicherung rein garnicht bringt.
Nur mal so als Beispiel: Wir haben in der Aett genug IT-KnowHow, so das wir eine komplett anonyme, nicht zurückverfolgbare Kommunikationsstruktur aufbauen könnte. Es wäre sogar leicht möglich, es so zu machen, das die nicht mal merken würden, das überhaupt Kommunikation stattfindet.
Und wir sind alle keine bösen Terroristen, die sowas unbedingt brauchen, wir haben auch wahrscheinlich nicht mal annähernd so ein Budget zur Verfügung, wie es solche Leute hätten...
Was sagt mir das? Es sagt mir, das, wenn "die bösen Terror-Muslime" wirklich ernstmachen würden, und es wirklich auf Deutschland abgesehen hätten, dann hätten wir bei unseren rückschrittlichen Ermittlungsbehörden keine Chance, da irgendwas zu verhindern. Solange da nämlich alte Leute sitzen, die Angst vorm Internet haben, noch dazu keinerlei Ahnung haben, wie das Netz funktioniert, welche Stärken und Schwächen es hat, solange wird das auch nix! Die haben gar keine reelle Chance, egal wie weit sie die Überwachungs-Daumenschrauben anziehen.
Diese sogenannten "Terroristen", die da nun geschnappt wurden, das waren eher fehlgeleitete kleine Spinner, die sowieso niemals sowas hätten durchführen können.
Das wirkliche Problem wurde letzten Sonntag bei Anne Will sehr schön vom Studiogast zusammengefasst. (Der Bruder einer für eine glaub Hamburger Spedition arbeiteden Frau, die im WTC ums leben kam am 11. September)
Er sagte sinngemäß: Terror ist der Krebs der Gesellschaft. Wenn wir Lungenkrebs kriegen, dann gehen wir ins Krankenhaus, werden operiert, kriegen ne Chemo, und danach sterben wir 6 Jahre später doch an Lungenkrebs, weil wir rauchen.
So sei es auch mit den Menschen im "Westen". Wir rauchen, wir erschaffen eine solch ungerechte weltweite Verteilung an Geld, Essen usw, das irgendwo Menschen leben, die zu allem bereit sind, weil sie nix mehr zu verlieren haben.
DAS ist das Problem, und solange sich DAS nicht ändert, können wir nie sicher sein, denn es werden immer Verzweifelte da sein, die sich irgendwelchen Terror-Fürsten anschließen.
das war jetztvöllig off-topic, weil mit Sarrazin nix zu tun hatte, aber musste doch mal gesagt werden 
aeternitas
Den jungen Menschen sage ich: seht Euch um, dann werdet Ihr die Themen finden, für die Empörung sich lohnt - Ihr werdet auf konkrete Situationen stossen, die Euch veranlassen, Euch gemeinsam mit anderen zu engagieren. Suchet, und Ihr werdet finden ! Stéphane Hessel
Dieser Beitrag wurde insgesamt 1 mal editiert. Das letzte mal 13.05.2011, 17:15 von aeternitas.
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Moin
Zitat: Es sagt mir, das, wenn "die bösen Terror-Muslime" wirklich ernstmachen würden, und es wirklich auf Deutschland abgesehen hätten, dann hätten wir bei unseren rückschrittlichen Ermittlungsbehörden keine Chance, da irgendwas zu verhindern.
Das stimmt, und es ist ja - siehe die "Hamburger Zelle" - wirklich mindestens einmal passiert. Wobei ich mich hüten würde, unsere Ermittlungsbehörden für "rückschrittlich" und Zierke für "ahnungslos was IT betrifft" zu halten. (Zierke mag völliger Laie sein, aber er hat Leute, die es garantiert nicht sind.) In Verschwörungstheorien mag ich mich nicht ergehen, und auch nicht über mögliche Hintergedanken des BKAs oder maßgeblicher "Sicherheitspolitiker" spekulieren. Das bringt nichts.
Es bringt auch nichts, über die möglichen tieferen Ursachen des Terrorismus zu spekulieren. Fest steht für mich aber, dass die - moralisch sehr gut nachvollziehbare - Begründung aus der Fernsehsendung für den (islamistischen) Terrorismus nicht stimmt: die Täter und ihre Hintermänner sind durchaus wohlhabend, in einige Fälle sogar ausgesprochen reich, gebildet - und nicht unbedingt superfromme Moslems. Ihre Ziele entsprechen ebensowenig den Interessen der verarmten Massen wie die Ziele der RAF in den 1970er und 1980er Jahren den Interessen deutschen Arbeiter entsprochen hätte - und ab einem gewissen Zeitpunkt auch nicht mehr denen linker Intellektueller. Daran, und nicht am "Fahndungsdruck", ist die RAF ja schließlich auch gescheitert! Dass heißt: in dem Moment, in dem die Ideologie von Al Qaida nicht mehr plausibel oder wenigstens attraktiv wirkt, bricht die Unterstützerszene weg. Im Moment sieht es im arabischen und nordafrikanischen Raum ganz danach aus.
Was wahrscheinlich stimmt: Al Qaida ist ein ideales "Feindbild". Und - damit sind wir wieder beim Thema: die mit Blick auf Al Qaida geschürte Terrorismusangst ist einer der Gründe für die von Sarrazin bediente Islamfeindlichkeit. (Wobei: streng genommen schürt Sarrazin keine Angst vor "dem Islam" - gebildete, kultivierte Moslems - also genau jene Leute, aus denen sich Al Qaida wirklich rekrutiert - schätzt er, als Einwanderer, ja durchaus. Wovor er und seinesgleichen Angst haben, dass sind Subkulturen, die sie nicht verstehen, Menschen, die nicht in das auf Effizienz, Sparsamkeit, Fleiß, Disziplin und Lustverzicht gegründete moralische Koordinatensystem Sarrazins und vieler seiner Anhänger passen.
Was ganz sicher stimmt: es ist heutzutage einfacher den je, eine komplett anonyme, nicht zurückverfolgbare, und vor allem sicher verschlüsselte Kommunikationsstruktur aufzubauen. Ich bin mir sicher, dass unsere Sicherheitsbehörden an dem vielleicht ganz einfach mit PGP verschlüsselten Daten auf den USB-Sticks der Freizeitterroristen kläglich scheitern - auch wenn ich auf der "Arbeitsebene" unsere Sicherheitsorgane für durchaus professionell halte. Was bei der deutschen Polizei und auch bei deutschen Geheimdiensten fast schon traditionell extrem daneben ist, ist die politische Ebene. Das dürfte der Grund sein, wieso sich ihre Vertreter manchmal so dumm anstellen (weil ihr Weltbild und die gesellschaftlichen Verhältnisse nicht überein stimmen), öfter aber (meine Meinung) dumm stellen (weil sie eine "hidden aganda" verfolgen). PGP zu "knacken" erfordert (wenn es denn überhaupt möglich ist, was ich bezweifle, es sei denn, es hat einen enormen Durchbruch bei den Quantencomputern gegeben, der streng geheim gehalten wird) einen enormen Aufwand, vor allem an Rechenzeit. Das absehbare Ergebnis: die Hintergründe der "Terrorzelle" werden im Dunkeln bleiben - was vielen sehr recht sein wird.
Burks weist ja auch immer wieder darauf hin, wie gründlich desinformiert die deutsche (und nicht nur die deutsche) Öffentlichkeit über Fragen der IT-Sicherheit ist: http://www.burks.de/
Martin
"Ein Spießer ist jemand, der seine Unzulänglichkeit erkennt und sich darin wohlfühlt." Thomas Mann
Dieser Beitrag wurde insgesamt 1 mal editiert. Das letzte mal 13.05.2011, 19:27 von MartinM.
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MartinM hat folgendes geschrieben:
Es bringt auch nichts, über die möglichen tieferen Ursachen des Terrorismus zu spekulieren. Fest steht für mich aber, dass die - moralisch sehr gut nachvollziehbare - Begründung aus der Fernsehsendung für den (islamistischen) Terrorismus nicht stimmt: die Täter und ihre Hintermänner sind durchaus wohlhabend, in einige Fälle sogar ausgesprochen reich, gebildet - und nicht unbedingt superfromme Moslems. Ihre Ziele entsprechen ebensowenig den Interessen der verarmten Massen wie die Ziele der RAF in den 1970er und 1980er Jahren den Interessen deutschen Arbeiter entsprochen hätte - und ab einem gewissen Zeitpunkt auch nicht mehr denen linker Intellektueller. Daran, und nicht am "Fahndungsdruck", ist die RAF ja schließlich auch gescheitert! Dass heißt: in dem Moment, in dem die Ideologie von Al Qaida nicht mehr plausibel oder wenigstens attraktiv wirkt, bricht die Unterstützerszene weg. Im Moment sieht es im arabischen und nordafrikanischen Raum ganz danach aus.
Hi Martin!
Natürlich spielt das eine Rolle, denn die Ideologie wird ja erst so populär, dadurch das da so Zustände herrschen. Zufriedene Menschen werden keine Terroristen. Natürlich sind deren Top-Leute keine armen Schlucker, das sind ja nur die "geistigen Brandstifter", die sich diese Situation für ihre Zwecke zunutzen machen. Aber die Basis, das sind Leute, die existenziell mit dem Rücken zur Wand stehen, das sind die, die "nicht gebraucht" werden, das sind die, die zu allem Bereit sind, weil verlieren können sie ja nix. Und das sind dann die, die mit nem Sprengstoffgürtel in irgendein Cafe gehen... Sicher, hier und da is da auch mal einer dabei, der was zu verlieren hätte, Ausnahmen bestätigen die Regel, die Mehrheit besteht nach meiner Meinung eher aus eben diesen Chancenlosen, die ab einem gewissen Punkt zu allem bereit sind.
Die würden sich für jeden Verbrecher in die Luft jagen, der ihnen als Heilsbringer daherkommt, Hauptsache, er verspricht ihnen irgendwas dafür, oder füttert dafür ihre Familie durch oder sonstwas.
Bei den gebildeteren und wohlhabenderen brauchts halt die richtige Indoktrination, vielleicht sogar von klein an, und genau so läufts meiner Meinung nach auch ab.
aeternitas
Den jungen Menschen sage ich: seht Euch um, dann werdet Ihr die Themen finden, für die Empörung sich lohnt - Ihr werdet auf konkrete Situationen stossen, die Euch veranlassen, Euch gemeinsam mit anderen zu engagieren. Suchet, und Ihr werdet finden ! Stéphane Hessel
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Hi, aeternitas,
auch die Attentäter selbst sind - jedenfalls bei den Anschlägen in der USA und in Europa, und soweit ihre Identität bekannt geworden ist - weder arm noch ungebildet. (In Pakistan, Afghanistan oder im Irak mag das anders aussehen.)
Die Selbstmordattentäter in den USA/Europa erinnern in ihrem Vorgehen an Geheimagenten. (Was auch anderen aufgefallen ist, und worauf sich x Verschwörungstheorien, eine wilder als die andere, gründen.) Von Geheimagenten wird, ab einer gewissen Bedeutung für die Organisation, die sie ausgewählt und geschult hat, erwartet, dass sie z. B. die berühmte Zyankali-Kapsel schlucken, bevor sie der "Gegenseite" wichtige Informationen preisgeben (unter Folter redet *jeder* - was die Beliebtheit der Folter bei Geheimdiensten erklärt, auch wenn erfolterte Informationen eher unzuverlässig sind). Auch intelligente und im Alltag kritisch denken Menschen können dazu gebracht werden, sich in "Ausübung ihrer Pflicht" selbst umzubringen. Es macht eher Schlagzeilen, wenn z. B. ein CIA-Mitarbeiter "an der Front" sich nicht an den Selbstmordbefehl hält. Bekanntestes Beispiel: Fracis Gary Powers:
Zitat: Geri Powers aktivierte nicht, wie in einem solchen Fall vorgeschrieben, den Selbstzerstörungsmechanismus der U-2, bevor er mit dem Fallschirm absprang; eine mitgeführte, tödliche Giftkapsel nahm er nicht ein. (Das lag vielleicht daran, dass Militärpiloten darauf trainiert werden, was immer auch kommt, sich selbst zu retten: "Don't wait for the undertaker, timely pull your Martin-Baker" (Ausbildungspruch bei der Luftwaffe, "Martin-Baker" ist der führende Hersteller von Schleudersitzen.) Offensichtlich ist es recht einfach, Menschen so "abzurichten", dass sie andere Menschen ohne Gewissensbisse umbringen, und auch keine Zauberei, Menschen dahin zu bringen, für abstrakte Ziele in den Tod zu gehen.
MartinM
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MartinM hat folgendes geschrieben: Offensichtlich ist es recht einfach, Menschen so "abzurichten", dass sie andere Menschen ohne Gewissensbisse umbringen, und auch keine Zauberei, Menschen dahin zu bringen, f?trakte Ziele in den Tod zu gehen. MartinM
Hi Martin,
stimme dir zu: Der Mensch ist der Mensch ist der.... und deine Beschreibung der Sachlage auch.....
@Aeternitas: Und was "lernt" uns das alles???? Verschwörungstheorien bringen IMO nix und niemandem etwas.....sie sorgen vielleicht dafür, dass "ich" mich im Moment besser fühle oder als was Besseres, denn ich hab ja "erkannt" und da ich "da" nicht mitmache, gehöre ich ergo zu den "Guten" - aber Lösungsansätze bieten sie gar keine und Hilfe schon überhaupt nicht. Ich bin der Meinung, dass derjenige, der was ändern will oder schlechte Zustände beschreibt, seinen A... in Bewegung setzen sollte, als nur aus dem Off alles zu bekritteln und so - wie im hier Besprochenen - zu tun, als gäbe es keine Gefahr und wenn es sie denn doch gäbe, geschähe es uns allen nur Recht.
Liebe Grüße Carola
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carola hat folgendes geschrieben: MartinM hat folgendes geschrieben: Offensichtlich ist es recht einfach, Menschen so "abzurichten", dass sie andere Menschen ohne Gewissensbisse umbringen, und auch keine Zauberei, Menschen dahin zu bringen, f?trakte Ziele in den Tod zu gehen. MartinM Hi Martin, stimme dir zu: Der Mensch ist der Mensch ist der.... und deine Beschreibung der Sachlage auch..... @Aeternitas: Und was "lernt" uns das alles???? Verschwörungstheorien bringen IMO nix und niemandem etwas.....sie sorgen vielleicht dafür, dass "ich" mich im Moment besser fühle oder als was Besseres, denn ich hab ja "erkannt" und da ich "da" nicht mitmache, gehöre ich ergo zu den "Guten" - aber Lösungsansätze bieten sie gar keine und Hilfe schon überhaupt nicht. Ich bin der Meinung, dass derjenige, der was ändern will oder schlechte Zustände beschreibt, seinen A... in Bewegung setzen sollte, als nur aus dem Off alles zu bekritteln und so - wie im hier Besprochenen - zu tun, als gäbe es keine Gefahr und wenn es sie denn doch gäbe, geschähe es uns allen nur Recht. Liebe Grüße Carola
Verschwörungstheorien?
Wo denn bitte?
Und woher nimmst Du die Gewissheit, das meinereiner nix macht?
aeternitas
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Hi,
nimm "Verschwörungstheorie" als Oberbegriff für die Beschreibung von Zuständen und den Grund für ebendiese. Dann
aeternitas hat folgendes geschrieben: Ganz ehrlich?
Egal was unsere Junta oder ihre Repressionsorgane verk? ich glaub denen nicht. Schon lange nicht mehr. Deshalb: Diese angeblich verhinderten "Anschl?" und die dabei gefassten "Terroristen" kommen immer genau dann, wenn die mal wieder nen Grund suchen, B?echte einzuschr?en durch ein weiteres verfassungswidriges Stasi-Schn?Gesetz. Die "Sauerlandgruppe" war doch am Ende von V-Leuten unterwandert, so das man nicht mehr nachvollziehen kann, wer da nun genau f? verantwortlich is...
DIE haben Angst vor UNS und schieben die Sockenpuppen genannt "Terroristen" vor, um uns besser kontrollieren zu k?n.
Ich hab auch keine Angst vor Terroristen, weder islamistischen, noch sonstirgendwelchen.
Und ich behaupte, wenn ?upt (und das zweifle ich stark an) irgendeine Gefahr durch islamistischen Terror besteht in Deutschland, dann dadurch, das der Hosenanzug und die anderen Knallk? in Berlin meinten, sie m? die Bundeswehr illegalerweise, weil verfasungswidrig, in Afghanistan einsetzen.
Also, liebe Terroristen, "bedankt" euch daf?h bitte bei den bescheuerten Politikern, die haben es sich ja schliesslich auch ehrlich verdient!
Das w? dann sozusagen eine win win Situation, wir sind die los, und ihr habt eure Rache ....
aeternitas
Ob Du etwas machst "gegen" aber ganz besonders auch "für", weiß ich natürlich nicht und der Satz war auch eher an alle gerichtet, die immer und immer nur Böses sehen und Schlechtes, und das Ganze immer immer im bösen Unterdrückerwesten. Insofern ging mein Statement auch an dich; denn auch dein Tenor ist: All das, was uns hier oder weltweit geschieht, geschiht immer zu recht und unausweichlich, wenn es denn überhaupt passiert,w as wiederum angezweifelt wird...und das ist IMO absolut nicht produktiv und hilft nichts und niemandem. Und wenn dann keine konstruktiven Angbote, WIE es dann besser sein könnte und was derjenige, der doch das Negative aufzeigt, dann selber besser macht, dann stellt sich das für mich als Leserin hier so dar, als mache er nix außer meckern.
Deswegen,w enn wir hier schon diskutieren, über Muslime und warum es einen Sarrazin geben kann und warum es Terrorismus gibt etcetc.: WAS können wir alle tun? Was tun wir?? Arbeiten wir? tun wir etwas Konkretes für unsere Gesellschaft? Verzichten wir darauf "Geiz ist geil" zu finden und auf Qualität in reduzierter Menge zu setzen anstatt alles jederzeit haben zu müssen? Essen wir weniger Fleisch? und kaufen nur Fairtrade? Und nie mehr Billigmode? Machen wir uns die Mühe, und erziehen unsere Kinder statt sie nur einfach "laufen zu lassen"? Stehen wir zu unserem Wort oder ballen die Faust immer nur in der Tasche?....undundund.....Denn aus all diesem unserem Verhalten speist sich auch das Verhalten all derer da "oben"-wo immer das ist und wer immer da agiert.
Liebe Grüße Carola
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Wer ist "wir"? Also ich für meinen Teil tu' einiges und IMO durchaus genug. Und viele meiner Freunde und Bekannten (und meine Mit-Aettlinge sowieso) auch. Und deine Interpretation von Aeternitas' kurzem Statement hier ist IMO.... hmm... phantasievoll sowohl im inhaltlichen Rückschluss als auch in ihrer ins Kategorische gehobenen Voll-Umfänglichkeit.
Gruß HB
Dieser Beitrag wurde insgesamt 2 mal editiert. Das letzte mal 17.05.2011, 12:26 von Hellblazer.
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Lieber HB
dies ist doch ein Forum, und da tauschen sich Menschen aus. Da ist man nie voll-umfänglich, auch nie hundertprozentig genau und jeder, der etwas herauslesen möchte, was ihm passt oder auch nicht, wird gewiss fündig. Ich wollte nicht phantasievoll sein und mit "wir" meinte ich alle, die wir über diese Thematik reden. Mit meiner Kritik an Aeternitas statement beziehe ich mich darauf, dass ich eigentlich nur Negatives lese ...im einzelnen von mir beschrieben ...und nirgendwo einen Lösungsansatz oder etwas, das helfen könnte. Und dabei ist dann leider das "Gute" nicht auch immer automatisch das "Richtige" . Die Sarrazins der Welt kommen nicht von ungefähr, auch nicht Revolutionen und Terror und aggressive Jugendliche. Und wir alle spielen in diesem global game eine Rolle. Mich interessiert einfach persönlich viel mehr, was wir positiv tun können, als in Erklärungen und Schuldzuweisungen steckenzubleiben, die darüber hinaus noch sehr einseitig sind, wie hier im forum durchaus geschehen. Das ist doch erlaubt? Ich zweifel überhaupt nicht an, dass jeder das tut, was er kann...mehr geht ja sowieso nie Aber eine ein wenig weiterführende Diskussion fände ich schon wichtig. Zum Beispiel: Wenn ich über Ausbeutung anderer Menschen in anderen Ländern empört bin, was tu ich an meinem Platz dagegen. Und die nächste Frage wäre dann schon: ist dieses gute Verhalten auch das richtige?? ususwusw......... Und dann bleibt doch die Frage: tun wir wirklich genug?? ICH für mich wage es immer noch zu bezweifeln und denke mir, da ging doch noch was, noch mal ein anderer Blickwinkel. Meinst du wirklich, Aeterniats oder dir oder der Aett odeer jedem könnte ein solcher nicht mehr nützen (und diese Frage ist jetzt weder kategorisch, noch hinterhältig noch sonstwie negativ gemeint, einfach nur ehrlich...)
Liebe Grüße Carola
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Huhu,
freilich mag man auch darüber diskutieren, was man hier und da konkret tun kann. Dafür ist es IMO aber nicht nötig, in Mitdiskutanten sozusagen Dinge (Motivationen, Intentionen, Handlungsweisen) "hineinzuinterpretieren". Das geht IMO prima auch ohne, bzw. wenn du deine Ideen und Vorschläge direkt einbringst, ohne das an vermeintlichen Untätigkeiten oder "negatv Denkereien" anderer aufzuhängen - das geht super auch einfach so. IMO sogar besser und zu Ergebnissen führend, die mehr nach deinem Sinne sein dürften 
Ich will nur sagen: nur weil hier in diesem Thread grade zufällig mal jemand nichts konkretes ("positives" vorschlägt im weiteren davon auszugehen, das diese punktuelle Momentaufnahme in Form eines launigen Kommentars in einem Thread quasi "status quo" der Geisteshaltung des postenden sei ist wenig konstruktiv - will sagen: so anzusetzen wird IMO nicht zu der Diskussion führen, die du u.U. möchtest, denn im "Tonfall" eines Vorwurfes ad persona (und so kommts halt rüber) wird keine konstruktive Sachdiskussion aufkommen. Da wollte ich nur drauf aufmerksam machen 
Viele Grüße HB
Dieser Beitrag wurde insgesamt 1 mal editiert. Das letzte mal 17.05.2011, 19:36 von Hellblazer.
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