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Dee , 03.05.2009, 13:29
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Beitrag #1
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…Besuch des keltischen Oppidums in Finsterlohr-Burgstall.
Es handelt sich (lt. Angaben) um die siebtgrößte keltische Anlage in Europa, mit einer Ausdehnung von etwa 112 ha. Der Ringwall ist sehr gut erhalten und wenn auch größtenteils ein Teil des umgebenden Waldes, doch sehr gut sichtbar. Am Hauptwall wurden drei Bauperioden nachgewiesen, was für eine längere Nutzung spricht.
Aufmerksam geworden war ich durch eine kleine Anzeige in einer Broschüre und da ich schon immer an der Frühzeit interessiert bin, gab’s für mich kein Halten. Um dem Großreinemach Wahn meiner Oberbewohner und Ihrer Staubsaugerorgie zu entgehen machte ich mich bereits morgens um neun auf die Socken. Dies war auch gut so, denn zu dieser frühen Stunde gehörte mir die Anlage alleine. Die Anlage ist von Rothenburg ob der Tauber aus in ca. 10 Min., von mir aus in ca. 15 Min. zu erreichen. Schon die Anfahrt gestaltete sich abenteuerlich, da den Vorteil des heimnahen Ortskundigen nutzend, den kürzesten Weg nehmend. Die Burgstaller Steige hinauf, auf dem keine zwei PKW aneinander vorbei passen und Ausweichbuchten selten sind, aufgrund des permanenten Platzmangels zwischen links steil aufstrebenden Taubertal Hanges und rechts desselben jedoch steil abfallend. Allerdings fährt zu dieser frühen Stunde wohl kaum jemand diese Strecke. Aufatmend konnte ich den Parkplatz der Anlage ansteuern. Die Vögel zwitscherten, eine Krähe begrüßte mich mit einem kurzen Ruf und die Insekten summten geschäftig im nassen Gras, in welches der Tau hunderttausende von Diamanten eingewebt hatte. Es war noch nicht so heiß und ich wurde von vielerlei und zahlreichen Schmetterlingen umtanzt, es duftete wunderbar und… ich holte mir nasse Füsse, da obwohl bestes Schuhwerk, das Gras zu hoch und zu nass war, um darin länger umherzulatschen. Egal!
Um’s gleichmal vorweg zu nehmen, soooo viel zu sehen gibt es für den Normalo Besucher nicht wirklich. Die rekonstruierten Teile der Anlage sind gleich am Beginn des Rundgangs. Diese sind beeindruckend aber nicht besonders umfangreich. Der ausgeschilderte archäologische Pfad hat mich nicht sonderlich überzeugt, da er außer einigen informativen, aber allgemein gehaltenen Schautafeln keinen sonderlich großen Bezug zum Objekt selber nimmt. Leider sind auch außer dem Wall keine sichtbaren Ausgrabungen oder sonstige Besonderheiten am Weg zu beobachten. Eine Ausnahme besteht beim Zangentor, welches den einzigen bisher nachgewiesenen Zugang darstellen soll. Davon ist jedoch nicht mehr viel zu sehen und nur die Infotafel bringt diesen Aspekt überhaupt in Betracht. Aber, machte nixe! Habe ich mich doch mal ein bisschen in die Büsche geschlagen und dabei einige interessante Beobachtungen gemacht. Ich bin z. B. unterhalb des Walls entlang gelaufen, wobei die Mächtigkeit des Bauwerks besonders zur Geltung kam (leider lässt sich das auf den Bildern nicht einmal erahnen) und quälte mich dann an einer Ecke wieder den Steilhang hinauf. Dort bemerkte ich einige aufgestellte Steine, deren einer davon ein Loch aufweist und irgendwie bearbeitet anmutet. Die stelle war mit einem rot/weiß lackiertem Metallstab markiert, wie auch einige andere Stellen, an denen ich jedoch nichts Auffälliges feststellen konnte. Vielleicht soll auf künftige Grabungsstellen hingewiesen werden. An einer weiteren Stelle bemerkte ich aufeinanderliegende Steine mit tiefen Rillen. Leider habe ich keine Ahnung, ob dies auf eine Bearbeitung zurückzuführen ist, oder natürlicher Art. Es fiel mir auch auf, dass seltsamerweise immer wieder Bäume einen merkwürdige Wuchseigenschaft zeigten, als wären sie um etwas herumgewachsen. Einen davon habe ich auf ein Foto gebannt, wäre es mir früher des Weges bewusst geworden, hätte ich auch noch andere fotografiert. Nun ja! Der Beginn und Abschluss des Rundweges ist die Flachsbrechhütte, ein winziges Museum, das man auf Anfrage besichtigen kann. Ebenso kann man das Oppidum mit Führung besichtigen, siehe auch hier:
www.kelten-creglingen-finsterlohr.de
Die Tour kann man jederzeit erweitern und das wunderbare Taubertal erkunden, der Radweg bis Wertheim geht direkt unterhalb der Hänge vorbei. Ach ja, das Oppidum ist mit dem Rad erreichbar, der Rundweg jedoch ist für Radler und, leider auch, Rollstuhlfahrer nicht geeignet, das sollte man besser zu Fuß unternehmen. Ab Mittags ist dann auch plötzlich mehr los und es kommen immer wieder Besucher an.
Insgesamt war es ein sehr interessanter Spaziergang, an dem der fachkundige Beobachter wahrscheinlich ganz besonders viel zu sehen fände. Trotzdem lohnt ein Besuch jederzeit! Allein die umgebende Natur ist wunderschön und der Ort hat eine gute Atmosphäre. Mich hat der Ort beeindruckt und ich habe ihn bestimmt nicht zum letzten Mal besucht.
Falls jemand mal hier in der Nähe ist und Interesse, aber kein Navi hat, meldet Euch, ich gebe gern weitere Infos und kann evtl. auch mit einem Zeltplatz dienen.
Soweit erstmal…
…liebe Grüße Dee
P. S: leider kann ich keine Bilder dazu hochladen, sorry!
"Nimm Dir Zeit den Himmel zu betrachten, suche Gestalten in den Wolken. Höre das Wehen des Windes und berühre das kalte Wasser. Gehe mit leisen behutsamen Schritten. Wir sind Eindringlinge, die von einem unendlichen Universum und nur für kurze Zeit geduldet werden."
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Interessanter Bericht, auch wenn es nichts "Spektakulärers" zu sehen gab,
Bilder: hast Du keine gemacht oder kannst Du sie nur nicht hochladen?
Liebe Grüße, Martin
»Wer nicht zu sagen wagt, was er denkt, ist ein Sklave.« Sophokles
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Dee hat folgendes geschrieben: Es fiel mir auch auf, dass seltsamerweise immer wieder Bäume einen merkwürdige Wuchseigenschaft zeigten, als wären sie um etwas herumgewachsen. Einen davon habe ich auf ein Foto gebannt, wäre es mir früher des Weges bewusst geworden, hätte ich auch noch andere fotografiert. Nun ja!
Vielleicht mit Wünschenrute oder Pendel ausloten? Kommt häufig vor und hat öfters mal mit Strahlenverläufen zu tun...
Grüße, Brigh
Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen. (A. de Saint Exupéry)
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Na ja, es können auch einfach z. B. durch Mauerwerk gestörte Bodenschichten sein. Auch wenn die Wünschelrute (manchmal) funktioniert, ziehe ich die möglichen einfache Erklärungen Verläufen von der Physik bislang unbekannten Strahlen vor.
(Das ist bei mir eine Frage der wissenschaftlichen Redlichkeit: ich nehme es niemandem Übel, wenn er z. B. an meine "Wahrträume" Occams Rasiermesser ansetzt und meint, die einfachste Erklärung sei doch wohl wahnhafte Selbsttäuschung. Die Beweislast für ungewöhnliche Behauptungen liegt immer bei dem, der sich aufstellt. Meine Behauptung, da würden irgendwelche Mauerreste den Wuchs beeinträchtigen, lässt sich ohne weiteres widerlegen, und ist deshalb eine wissenschaftlich stichhaltige Hypothese, die Erdstrahlen sind hingegen eine unwiderlegbare Ad-Hoc-Annahme. )
Martin
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ad wissenschaftlicher Redlichkeit - es gibt mittlerweile genügend ArchäologInnen, die die Wünschelrute als Komplemetärwerkzeug einsetzen, bloß sagen traut sichs kaum wer öffentlich sagen, da sie ja auch als "Eso-Schmarrn" verrufen sind. Stimmt so nicht, das Rutengehen gibt es wesentlich länger als jegliche Form von Eso. Ruten können auch ganz plausible und "reale" Dinge orten, wie Wasseradern, Quellköpfe, Mauerwerk oder vergrabene Gegenstände (Rutenschnitzeljagden sind sehr amüsant). Hochliegendes Mauerwerk oder andere Reste ist mit einer Rute außerdem wesentlich einfacher auszumachen als jegliche Strahlung (welcher Art auch immer).
Ich gehe mit meinem Vater seit ich 4 bin mit Ruten und eigentlich hat für mich nur das Ergebnis gezählt. Wie es funktioniert ist mir mittlerweile bei gelieferten guten Ergebnissen eigentlich wurscht und am Beginn war ich einfach zu klein um das zu hinterfragen; und was drunter liegt weiß man im Vorfeld sowieso nicht. Wir suchten einmal den Quellkopf für eine Fischteichanlage und stießen auf ein rostiges Auto, über das der Hang gerutscht war .
Wuchsrichtungen von Bäumen sind häufig von zB Wasseradern bestimmt, das sieht man in etlichen Augebieten - ich würde auch nicht drauf wohnen wollen
Grüße, Brigh
Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen. (A. de Saint Exupéry)
Dieser Beitrag wurde insgesamt 1 mal editiert. Das letzte mal 03.05.2009, 19:49 von Donauweibchen.
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Dee , 03.05.2009, 20:17
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Beitrag #6
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Hallole,
erstmal vielen Dank für Euer Interesse!
@ Martin Jaaa, Bilder habe ich einige viele gemacht, aber leider kann ich Sie nicht hochladen… Keine URL keine Bilder Könnte Dir höchstens das ein oder andere per mail schicken, bei Interesse.
@ Brigh Jeppp, da geh ich mit Dir absolut konform. Dass Erdenergien eine Rolle spielen, merkt man z. B. oft auch daran, dass Zwieselformen in völlig unterschiedliche Richtungen total verdreht wachsen, bei EINER Wurzel ungewöhnlich, wie ich finde.
Der genannte Baum wächst von der Wurzel an völlig gerade und in etwa drei oder vier Meter Höhe hat er eine Ausbuchtung, als hätte ihn eine Kraft um ein Rad oder eine Kugel gebogen, danach wieder völlig gerader Wuchs. Weit und breit ist kein Hindernis in Sicht und besonders alt ist der Baum auch nicht. Schätzungsweise ist es eine Buche. Von diesen gibt's dort jede Menge. Allerdings habe ich einen Schneeballstrauch im Garten, an welchem ein Zweiglein einen wunderbaren Kreis wächst und davor und danach munter geradeaus  Insofern nicht ganz ungewöhnlich… Ich suche nicht nach Unerklärbarem, wehre mich aber wiederum nicht dagegen, wenn's mir über'n Weg läuft Für ne einleuchtende Erklärung bin ich allerdings recht dankbar, da von Natur aus wissbegierig.
Gefunden habe ich auch einen Stein, der wie ein ungleichschenkliches Dreieck geformt ist (Basislänge 6 cm, Basishöhe 2 cm) und an der kurzen Spitze links wie rechts ein feines Loch aufweist. Sieht aus wie ein Anhänger, allerdings hat mein Versuch herausgestellt, dass das Loch nicht durchgängig ist. Könnte also durchaus auch eine Laune der Natur sein. Sehr kurios!
Schönen Abend noch und Grüßlis Dee
"Nimm Dir Zeit den Himmel zu betrachten, suche Gestalten in den Wolken. Höre das Wehen des Windes und berühre das kalte Wasser. Gehe mit leisen behutsamen Schritten. Wir sind Eindringlinge, die von einem unendlichen Universum und nur für kurze Zeit geduldet werden."
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