Hallö, wie viele ja nun wissen, koche ich auf Mittelaltermärkten. Meine experimentelle Küche (so wie ich sie nenne) beinhaltet Zutaten, die es "damals" (Mittelalter bis zurück zur Steinzeit) schon gab.
Teilweise koche/backe ich auch überlieferte Rezepte nach (z.B.: das Hallstatt - Gericht oder Keltenkringel)
So habe ich letztes Wochenende auf einem Mittelaltermarkt in Luxenburg - Usaldange ein Rezept aus dem Kochbuch: "Wie man eyn teutsches Mannsbild bey Kräfften hält: Die vergessenen Küchengeheimnisse des Mittelalters" von H. J. Fahrenkamp nachgekocht.
Der Räucherbraten
"Braten von swine mit gebassenes" - "Räucherbraten mit Kraut, ein Rezept für den Holzkohlegrill" (passt ja zur Jahreszeit - also Grill raus und losgelegt )
(für ca. 4-5 Personen)
Zutaten: 1000g mildes Pökelfleisch (Schweinekamm) (ich habe ein Rollbraten gekauft und ihn 3 Tage in eine Salzlake eingelegt) 2 Knoblauchzehen (ich habe 6 in Öl eingelegte Knoblauchzehen verwendet) je 6 Wachholderbeeren und Pfefferkörner Kümmel, Rosmarin, Salz (ungespritztes) Tannenreisig zum räuchern Holzkohle Grill
Zubereitung: Das Fleisch mit den geviertelten Knoblauchzehen spicken Mit dem Mörsser die Gewürze zerstossen Den Braten mit den Gewürzen kräftig einreiben Tannenreisig zerkleinern und im Grill entzünden Braten auf den Spiess stecken (oder an einer langen Grillgabel - tut es auch) und gut 1 Stunde über den Rauch räuchern - dabei Braten mehrmals drehen dann Holzkohle auflegen und Braten wieder drauf ist die Holzkohle durchgezogen, dann auch nochmals 30 minuten bei voller Hitze braten lassen und das drehen nicht vergessen
dazu wird Sauerkraut (früherer Name: "Gebassenes" serviert und Steynbrot (oder anderes....)
es war sehr lecker, der Braten war aussen echt salzig....und ich werde nächstes mal nicht pökeln....ich denke, dass das einreiben auch reicht...probiert es einfach mal aus....